Jan Gruber

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Jan Gruber

Aeroflot bekommt einen neuen Chef

Die russische Fluggesellschaft Aeroflot bekommt mit Mikhail Poluboyarinov einen neuen Chef. Der Manager war zuletzt als Direktor der staatlichen Leasinggesellschaft GTLK tätig und folgt auf Vitaly Saveliev, der künftig als Verkehrsminister der Russischen Föderation fungieren soll. Poluboyarinov war in der Vergangenheit für Aeroflot in der Funktion des Deputy CEO tätig, eher im Jahr 2010 zur Leasinggesellschaft GTLK wechselte. Seit 2017 hat er ein Aufsichtsratsmandat bei der größten Fluggesellschaft Russlands. Neuer Chef bei GTLK wird übrigens der momentan amtierende Verkehrsminister, Yevgeny Ditrikh. Somit tauschen die drei Russen ihre Funktionen untereinander durch. Aeroflot ist Mitglied der Luftfahrtallianz Skyteam und die größte Fluggesellschaft Russlands. Sie gilt als vom Kreml kontrolliert und betreibt 294 Verkehrsflugzeuge. Mit Ausnahme der 54 Sukhoi SSJ-100 stammen alle Maschinen von den Herstellern Boeing und Airbus. Zahlreiche weitere Flugzeuge werden über Tochtergesellschaften und Beteiligungen wie Pobeda und Rossiya betrieben.

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EU-Kommission arbeitet an einheitlichen Richtlinien für Schnelltests

Innerhalb der Europäischen Union herrscht bei Schnelltests keinerlei Einigkeit, denn manche Staaten setzen diese bereits für Massentests ein, andere zweifeln an der Zuverlässigkeit. Gemeinsam ist lediglich, dass ein negativer Antigen-Befund zu keinen Einreiseerleichterungen führt. Das soll sich – so der Wille von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen – nun ändern. Zunächst müssen einheitliche Qualitätsstandards geschaffen werden. Auf deren Grundlage will die Kommission durchsetzen, dass die EU-Mitglieder diese gegenseitig anerkennen müssen. Das ist ein erster, aber wichtiger Schritt, dass Antigen-Befunde im Reiseverkehr den PCR-Ergebnissen gleichgestellt werden könnten. Maßgeblich ist, so Ursula von der Leyen, dass die Testkits bei „mindestens“ vier von fünf Infizierten korrekt anschlagen. Auf Basis dieser Vorgabe sollen einheitliche Qualitätsrichtlinien geschaffen werden, denn momentan gibt es viele verschiedene Kits, die jedoch noch nicht bewertet sind und die Ergebnisse zum Teil nicht einmal im Inland anerkannt sind. Die EU-Kommission will nun auf eigene Kosten eine Bewertung der Angebote vornehmen und so für einheitliche Qualitätsrichtlinien sorgen. Das Leitungsorgan der Europäischen Union bestellte bereits in großer Menge Schnelltests, die explizit für den Reiseverkehr bestimmt sind. Gegen den Einsatz stemmen sich jedoch zahlreiche EU-Staaten, darunter bis zuletzt auch Deutschland. In der Bundesrepublik Deutschland deutet sich jedoch ein vorsichtiges Umdenken an, denn man will die Teststrategien der Reiseindustrie nun doch genauer ansehen und evaluieren, ob man eventuell Einreiserleichterungen gewähren kann. Die Airlinebranche setzt große Hoffnungen darauf, dass Antigen-Schnelltests, die vor dem Abflug oder aber auf dem Landweg am Grenzübergang durchgeführt werden, zu Einreiseerleichterungen führen. Wer negativ getestet wird soll reisen dürfen und keine Quarantäne

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Oberverwaltungsgericht Münster kippt deutsche „Zwangsquarantäne“

Ein Urteil des Oberverwaltungsgerichts Münster könnte sich möglicherweise bundesweit auswirken: Das Gericht kippte die Quarantänepflicht für Rückkehrer aus vom Robert-Koch-Institut definierten Risikogebieten und stellte fest, dass Personen, die aus Regionen mit niedrigeren Infektionszahlen als an ihrem Wohnort eben zu Hause einem höheren Infektionsrisiko ausgesetzt sind als während der Reise. Das Urteil stellt die bisherige Praxis der Bundesrepublik auf den Kopf, denn wandte man eine starre Grenze von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner an. Allerdings sind in vielen Regionen Deutschlands die „Quoten“ beachtlich höher, so dass es dazu kommen kann, dass man aus einem vermeintlichen „Risikogebiet“ nach Deutschland zurückkehrt und am Wohnort wesentlich höhere Infektionszahlen sind. Dennoch müsste man in Quarantäne, denn die deutsche Politik suggeriert ungeachtet der Zahlen des RKI, dass Gefahr vom Ausland ausgeht. Das Robert-Koch-Institut stellte allerdings fest, dass nur ein verschwindend geringer Anteil der Infektionen auf Reiserückkehrer zurückzuführen ist, mehr dazu in diesem Artikel. Ein Deutscher, der einen Urlaub auf Ibiza und Teneriffa verbracht hatte, klagte gegen die Quarantänevorschriften der Bundesrepublik Deutschland. Er argumentierte damit, dass die Anzahl der Neuinfektionen auf den Balearen deutlich niedriger wäre als in seiner Heimatstadt Bielefeld. Dennoch sollte er in Quarantäne, da er sich auf Ibiza aufgehalten hatte. Das Gericht gab der Klage statt und kippte die Quarantänevorschrift des Bundeslands Nordrhein-Westfalen. Diese trat pikanterweise erst am 8. November 2020 in Kraft. „Das von den Rückkehrern ausgehende Infektionsrisiko stellt sich jedenfalls bei vergleichbaren Inzidenzwerten nicht anders dar, als wenn sie daheim geblieben wären“, ist in der Urteilsbegründung des Oberverwaltungsgerichts Münster zu lesen. Ein

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Kasachstan will alte Flugzeuge aus dem Verkehr ziehen

Die kasachische Regierung beabsichtigt Verkehrsflugzeuge und Helikopter, die älter als 40 Jahre sind, aus dem kommerziellen Flugverkehr zu entfernen. Derzeit wird im Parlament ein entsprechendes Gesetz diskutiert. Sollte dieses Rechtskraft erlangen, so wäre es Betreibern nicht mehr gestattet Maschinen, die dieses Alter überschreiten, innerhalb von Kasachstan, im Luftraum des Landes und im internationalen Verkehr einzusetzen. Ausnahmen sind für Flugzeuge, die explizit für Oldtimer-Rundflüge gedacht sind, vorgesehen. Ansonsten droht im kommerziellen Bereich auch die behördliche Löschung aus dem Register. Eingeschlossen ist auch, dass Verkehrsflugzeuge und Helikopter, die vor 1975 gebaut wurden, nicht mehr in das kasachische Register eingetragen werden können. Kasachstan will auch erreichen, dass im Cargo-Verkehr keine Flugzeuge mehr eingesetzt werden, die älter als 25 Jahre sind. Betroffene Betreiber hoffen, dass es Ausnahmen für bereits registrierte Flugzeuge gibt. Sollte Kasachstan dies jedoch nicht gewähren, könnte dies einige Operator vor große Herausforderungen stellen.

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IAG: Air-Europe-Übernahme könnte später erfolgen

Die geplante Übernahme der spanischen Fluggesellschaft Air Europa durch die International Airlines Group könnte sich noch länger hinziehen, denn diverse Bedingungen für die Staatshilfe werden derzeit nachverhandelt. Weiters soll die IAG maximal 300 bis 400 Millionen Euro bezahlen wollen. Lokale Medien berichten unter Berufung auf interne Quellen, dass es derzeit unwahrscheinlich erscheint, dass die Transaktion im ersten Quartal des kommenden Jahres abgeschlossen werden kann. Auch steht zur Diskussion, dass die IAG die Übernahme nicht in bar, sondern in Form von Aktien bezahlen könnte. Laut El Economista könnte Globalia so 4,6 Prozent an der International Airlines Group halten. Bislang wurde aber noch keine Vereinbarung mit den Gewerkschaften abgeschlossen, denn Air Europa soll in Iberia aufgehen. In diesem Zusammenhang soll es zur Verkleinerung der Flotte und damit verbunden zum Personalabbau kommen. Die spanische Regierung gewährte dem Carrier eine Staatshilfe in der Höhe von 475 Millionen Euro. Ursprünglich wollte die IAG eine Milliarde Euro für Air Europa bezahlen, jedoch sank der Wert aufgrund der Corona-Pandemie erheblich.

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Aer Lingus will Shannon-Langstrecke nach Manchester verlegen

Ab Irland ist es momentan für das IAG-Konzernmitglied Aer Lingus besonders schwierig Langstreckenflüge anzubieten, denn die Einreisebestimmungen sind äußerst restriktiv. Das Unternehmen versucht nun nach Manchester auszuweichen. Unabhängig vom Brexit könnte Aer Lingus von Verträgen zwischen Irland und dem Vereinigten Königreich profitieren, die wesentlich älter sind als die Europäische Union. Auf Grundlage uralter Vereinbarungen beabsichtigt der irische Carrier die bislang ab Shannon angebotenen Langstreckenflüge nach Manchester zu verlegen. Laut Reuters hat man bereits 1.500 Slotpaare erlangen können. Am britischen Airport soll eine neue Basis eröffnet werden, die aus einem Airbus A330 sowie drei A321LR bestehen soll. Mit dieser Teilflotte will man primär Langstreckenflüge in Richtung Nordamerika anbieten. Doch so ganz gesichert ist das Vorhaben noch nicht, denn bei Aer Lingus ist man sich nicht ganz sicher, ob das auf Grundlage der uralten Verträge zwischen Irland und dem Vereinigten Königreich umsetzbar ist. Möglicherweise könnte man doch auf ein Luftfahrtabkommen zwischen der Europäischen Union und UK angewiesen sein. Ein solches existiert allerdings noch nicht und wird ein solches nicht abgeschlossen, könnte das Vorhaben äußerst schwierig werden. Ein Fuß in der Tür wäre dann noch, wenn formell BA-Flugnummern verwendet werden, jedoch die Konzernschwester Aer Lingus als Wetlease-Partner fliegt. Ein Comeback wird es jedenfalls in der Luftfahrtallianz Oneworld geben. Dieses ist primär von der International Airlines Group angetrieben. Aer Lingus gehörte zwischen 2000 und 2007 diesem Bündnis an. Da man sich damals in Richtung Point-to-Point-Lowcoster ausrichtete, hat man die Allianz verlassen. Seitens der Vereinigten Staaten wurde vor wenigen Tagen die kartellrechtliche Bewilligung für den

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Deutschland will Luftfahrt-Hilfspaket auf den Weg bringen

Spät, aber doch hat die deutsche Bundesregierung erkannt, dass die momentane Situation der Luftfahrtbranche massiv zusetzt. Bislang hielt man sich – abgesehen von Lufthansa – mit staatlichen Hilfen stark zurück. Nun prüft man einige Maßnahmen wie man der Branche unter die Flügel greifen kann. Bis vor wenigen Tagen zeigte sich die Spitze der Bundesrepublik hinsichtlich der von Flughäfen und Airlines vorgeschlagenen Schnelltests ablehnend. Nun wirft man doch einen Blick auf das Konzept und stellt zumindest vage – ohne nähere Details zu nennen – in Aussicht, dass Einreiserleichterungen angedacht sind. Im Bereich der Langstrecke will man mit einigen Staaten verhandeln und „Safe Travel Corridors“ schaffen. Wie das genau funktionieren wird, ist allerdings noch hoffen und soll erst mit anderen Staaten evaluiert werden. Über die entsprechenden Pläne berichtete zunächst das Handelsblatt. Das deutsche Verkehrsministerium bestätigte auf Anfrage den Artikel. Über den Zeitplan ist noch nicht viel bekannt, denn erst Anfang Dezember 2020 sollen die Verhandlungen – vorerst innerhalb der Ministerien – beginnen. Die von Verkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) angekündigte „Luftfahrtmilliarde“ soll der deutschen Flugsicherung sowie den Airports zufließen. Dabei wird auch namentlich der neue Flughafen Berlin-Brandenburg genannt, der erst kürzlich mit einer Schließungsandrohung für Aufsehen sorgte. Welcher Airport wie viel Geld bekommen soll, ist noch unklar. Im Hintergrund läuft ein Kompetenzgerangel wie viel die einzelnen Bundesländer beisteuern müssen. Derzeit schwebt dem Verkehrsministerium vor, dass die Hälfte vom Bund und die andere Hälfte von den Ländern aufgebracht werden muss. Demnach würde sich Scheuers Luftfahrtmilliarde real auf eine halbe Milliarde Euro reduzieren, denn der

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Air France-KLM braucht weitere sechs Milliarden Euro

Der französisch-niederländische Luftfahrtkonzern Air France-KLM benötigt offenbar weitere Unterstützung seitens der Heimatsstaaten. Konkret geht es diesmal um bis zu sechs Milliarden Euro, die in Form von Beihilfen und Krediten gewährt werden könnten. Laut der französischen La Monde sollen bereits Verhandlungen mit den Regierungen von Frankreich und der Niederlande laufen. Demnach soll Frankreich drei Milliarden Euro gewähren und die Niederlande sollen eine Milliarde Euro überweisen. Die restlichen zwei Milliarden Euro könnten in Form von Krediten aufgenommen werden, wobei es hierfür eine Staatshaftung geben soll. Wie die beiden Staaten diese aufteilen, ist noch unklar. Während Frankreich bereits große Teile der ursprünglich bewilligten Beihilfen ausbezahlt hat, stockte es in den Niederlanden. Endgültig grünes Licht gab es erst nachdem sich die Geschäftsleitung und die Pilotengewerkschaft auf ein Sparpaket geeinigt hatten. Generell ist die niederländische Regierung wesentlich zurückhaltender als jene in Frankreich. Unterm Strich wurden Air France-KLM bereits 10,4 Milliarden Euro bewilligt, wobei diese Summe sowohl Kredite als auch Beihilfen inkludiert. Sollten die nunmehr zusätzlich angeforderten Finanzmittel von den beiden Ländern bewilligt werden, so hätte der französisch-niederländische Konzern seit Beginn der Coronakrise die stolze Summe von 16,4 Milliarden Euro verschlungen. Eine weitere Klage von Ryanair würde daher nicht lange auf sich warten lassen. In verschiedenen lokalen Medienberichten äußerten sich Mitglieder der französischen Regierung wohlwollend bezüglich weiterer Staatshilfe für Air France. Man werde das Unternehmen auch weiterhin unterstützen. In den Niederlanden verhält man sich noch zurückhaltend und brachte zuletzt auch das Szenario der Herauslösung von KLM ins Spiel. Zwischen den beiden Aktionären wird es also noch

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VIE-Tochter in Luqa rechnet mit schwierigstem Winter in der Flughafengeschichte

Die maltesische Tochter der Flughafen Wien AG, der Luqa Airport, zählte im Oktober 2020 nur noch 110.346 Fluggäste – ein Rückgang von 73,8 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Zwischenzeitlich landete Österreich auf der so genannten „Amber List“, was zur Folge hat, dass die Einreise nur gegen Vorlage eines negativen PCR-Tests möglich ist. Auch hinsichtlich der Konnektivität zwischen Österreich und Malta gab es Veränderungen: Wizzair und Ryanair haben ihre Angebote ausgesetzt, so dass nur noch Air Malta zwischen Luqa und Wien fliegt. Doch auch der Staatscarrier reduzierte die Frequenzen. Während der Malta International Airport im Jahr 2019 ein Allzeithoch verzeichnen konnte, rechnet die Geschäftsleitung nun mit äußerst schwierigen Wintermonaten. Die VIE-Tochter teilte mit, dass die Betriebseinnahmen zwischen Jänner und Ende September 2020 um 67,7 Prozent zurückgegangen sind und 24,9 Millionen Euro ausmachen. Die Personalkosten wurden seit April 2020 um 24,1 Prozent gesenkt. Dies wurde auch mittels Lohnkürzungen beim Management und bei einfachen Angestellten umgesetzt. Auch betont der einzige Verkehrsflughafen der Republik Malta, dass das Kurzarbeitsprogramm der Regierung eine große Hilfe ist. Die Betriebskosten konnten um 38,4 Prozent gesenkt werden, da man sich auf die allernotwendigsten Dinge beschränkt hat. Die laufende Winterflugplanperiode 2020/21 soll laut Geschäftsleitung die schwierigste seit der Eröffnung des Flughafens Luqa werden. Die Finanzlage soll nicht angespannt sein, jedoch rechnet man mit einem neuerlich stark sinkenden Verkehrsaufkommen, was niedrigere Einnahmen zur Folge haben wird. In diesem Zusammenhang forderte Luqa-Chef Alan Borg auch einheitliche Reiserichtlinien, um die Nachfrage ankurbeln zu können. Er rechnet jedoch nicht damit, dass sich die Situation kurzfristig

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Flug von Luqa nach Rom endete für Teenager im Knast

Ein Flug von Luqa (Malta) nach Rom endete für einen Teenager nicht nur mit einer Zurückweisung, sondern auch mit einer viermonatigen Haftstrafe. Beim Boarding am Flughafen Malta ist dem Personal nicht aufgefallen, dass der Pass des 17-jährigen gefälscht war. Am „Zielflughafen“ führte jedoch die italienische Finanzpolizei (Guardia di Finanza) eine routinemäßige Kontrolle durch und wurde stutzig. Das Reisedokument, das der Teenager aus Marokko vorleget hatte, wurde überprüft und stellte sich als Fälschung heraus. Nach Rücksprache mit den maltesischen Behörden wurde klar, dass der Teenager aus einer Flüchtlingsunterkunft in Hal Far stammt und mittels eines gefälschten Reisepasses nach Italien gelangen wollte. Die italienischen Behörden verweigerten die Einreise und wiesen den jungen Mann mit dem nächsten Luqa-Flug zurück nach Malta. Dort blühte ihm eine „Begrüßung“ durch die Exekutive, denn der Teenager wurde unmittelbar nach dem Aussteigen verhaftet. Mittlerweile gab es auch eine Gerichtsverhandlung und der 17-jährige wurde zu einer viermonatigen Haftstrafe verurteilt. Die Dauer der Untersuchungshaft wird allerdings angerechnet und abgezogen. Das Gericht ahndete die Verwendung eines gefälschten Ausweisdokuments. Möglich wäre auch eine längere Gefängnisstrafe gewesen, jedoch legte die Richterin das junge Alter und den Umstand, dass der Teenager von Anfang an geständig war, mildernd aus. „Flughafen-Seriendieb“ zu fast fünf Jahren Haft verurteilt Die maltesische Justiz hatte sich auch mit einem anderen „Flughafen-Kriminalfall“ zu befassen, denn über einen längeren Zeitraum suchte ein Dieb die Geschäfte am Flughafen Luqa heim. Laut Mitteilung des Gerichts soll sich ein nicht näher bezeichneter Mann in unregelmäßigen Abständen in Shops im öffentlichen Bereich „bedient“ haben. Smartphones, I-Pads,

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