
Finnair führt „Single Order“ für das gesamte Reiseerlebnis ein
Die Luftfahrtbranche erlebt eine tiefgreifende Transformation hin zum modernen „Retailing“, bei der Fluggesellschaften traditionelle Buchungsmethoden wie Fluggastdatensätze (PNR) zunehmend durch ein neues „Offer und Order“-Prinzip ersetzen. Ein bedeutender Meilenstein in diesem branchenweiten Wandel wurde Anfang Mai erreicht, als Finnair, die nationale Fluggesellschaft Finnlands, als erste Airline weltweit eine sogenannte „native Order“ erfolgreich implementierte. Diese Neuerung verspricht eine erhebliche Vereinfachung der Reiseplanung, -buchung und -verwaltung für Konsumenten. Der Begriff „Order“ bezeichnet dabei einen einzigen, einheitlichen Datensatz, der sämtliche gebuchten Leistungen einer Reise umfaßt. Dieser Ansatz löst traditionelle Branchenstandards wie PNRs, elektronische Flugtickets und sogenannte Miscellaneous Documents (EMD) ab, die bisher für jede einzelne, vom Kunden gebuchte Reiseleistung separat erstellt werden mußten. Zukünftig können Reiseanbieter, darunter Fluggesellschaften, Mietwagenfirmen, Hotels und Anbieter von Aktivitäten am Zielort, auf diese gemeinsame „Order“ zugreifen und diese bei Bedarf aktualisieren. Dies ermöglicht erstmals einen umfassenden Überblick über das gesamte Reiseerlebnis des Kunden und fördert eine engere Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Dienstleistern. Das übergeordnete Ziel dieser umfassenden Umstellung ist es, den Kunden zukünftig die Möglichkeit zu geben, eine Vielzahl von Reiseleistungen – wie Flüge, Zusatzleistungen, Transfers, Hotels und Aktivitäten am Zielort – direkt über die Website einer Fluggesellschaft zu buchen. Alle diese Buchungen werden dann in einer einzigen „Order“ gespeichert und verwaltet, wodurch das aus dem Online-Handel bekannte „Warenkorb-Prinzip“ Einzug in die Airline-Welt hält. Dies vereinfacht nicht nur das Hinzufügen oder Entfernen von Leistungen, sondern auch die gesamte Reiseplanung. Da alle Elemente der Reise in einem einzigen digitalen Datensatz zusammengeführt sind, können die beteiligten Reiseanbieter zudem leichter miteinander








