Stefan Steiner

Weitere Artikel aus der Rubrik

Stefan Steiner

Riyadh Air und Air France-KLM planen strategische Partnerschaft

Die neue saudi-arabische Fluggesellschaft Riyadh Air und die europäische Airline-Gruppe Air France-KLM haben eine Absichtserklärung zur Gründung einer strategischen Partnerschaft unterzeichnet. Ziel dieser Kooperation ist die Erschliessung neuer Flugziele in Westeuropa, Nord- und Südamerika, dem Nahen Osten, Asien sowie innerhalb Saudi-Arabiens für beide Unternehmensgruppen. Die geplante Zusammenarbeit soll es den Fluggesellschaften ermöglichen, ihr jeweiliges Streckennetz signifikant zu erweitern und ihren Kunden somit ein grösseres Angebot an Destinationen und Reisemöglichkeiten zu bieten. Riyadh Air, die erst im März 2023 gegründet wurde und ihren Betrieb voraussichtlich Anfang 2025 aufnehmen wird, beabsichtigt, bis zum Jahr 2030 mehr als 100 Destinationen weltweit anzufliegen. Air France-KLM verfügt bereits über ein umfangreiches Netzwerk mit über 300 Zielen in zahlreichen Ländern. Die Absichtserklärung wurde im Rahmen der 81. Jahrestagung der International Air Transport Association (IATA) geschlossen. Neben der Erweiterung des Streckennetzes soll die Partnerschaft auch Möglichkeiten in den Bereichen Wartung, Reparatur und Überholung (MRO), digitale Transformation und Frachtdienste umfassen. Die Kooperation steht noch unter dem Vorbehalt der behördlichen Genehmigungen.

weiterlesen »

Ryanair-Chef O’Leary winkt Millionenbonus nach Aktienkursanstieg

Ryanair-Chef Michael O’Leary steht vor einem millionenschweren Bonus, nachdem sich der Aktienkurs der Billigfluggesellschaft seit der Corona-Pandemie mehr als verdoppelt hat und eine vertraglich vereinbarte Schwelle überschritten hat. Laut Medienberichten hat eine Klausel in O’Learys Vertrag nun gegriffen, die ihm den Kauf von zehn Millionen Ryanair-Aktien zu einem vergünstigten Preis erlaubt, da der Aktienkurs für 28 Tage über 21 Euro notierte und er seinen Vertrag bis 2028 verlängert hat. Konkret darf O’Leary nun zehn Millionen Aktien zum Preis von 11,20 Euro pro Stück erwerben. Beim aktuellen Kurs von rund 23 Euro würde ein anschließender Verkauf einen Gewinn von etwa 111 Millionen Euro einbringen. Obwohl O’Leary bereits Milliardär ist, sorgt dieser hohe Bonus für Kritik. Luke Hildyard vom High Pay Centre bezeichnete die Summe als „moralisch fragwürdig“ und schlug vor, den Bonus unter den Ryanair-Mitarbeitern aufzuteilen. O’Leary wies die Kritik jedoch zurück und verglich seine Vergütung mit den hohen Gehältern von Fußballstars in europäischen Top-Ligen. Er argumentierte, daß sein Vertrag für die Ryanair-Aktionäre ein sehr gutes Geschäft sei, angesichts der Wertsteigerung des Unternehmens unter seiner Führung.

weiterlesen »

Streit um Fluggastrechte: Deutsche Luftfahrtlobby fordert längere Fristen für Entschädigungen

In der Debatte um die Rechte europäischer Flugpassagiere plädiert der Bundesverband der Deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL) für eine deutliche Verlängerung der Fristen, nach denen Fluggesellschaften zu Entschädigungszahlungen verpflichtet sind. Der Verband unterstützt damit einen Vorschlag der Europäischen Kommission und fordert, daß Passagiere erst nach einer Verspätung von fünf Stunden anstatt der bisher geltenden drei Stunden einen Anspruch auf finanzielle Entschädigung erhalten sollen. BDL-Hauptgeschäftsführer Joachim Lang argumentiert, daß Fluggesellschaften innerhalb dieser verlängerten Frist deutlich häufiger in der Lage wären, ein Ersatzflugzeug zu organisieren und die betroffenen Reisenden doch noch an ihr Ziel zu bringen. Dies würde letztendlich zu weniger Flugausfällen führen. Lang betont: „Die Leute wollen nicht 250 Euro in die Hand gedrückt bekommen, sondern sie wollen möglichst noch am selben Tag nach Hause kommen.“ Nach der derzeitigen Regelung würden Fluggesellschaften angesichts der drohenden zusätzlichen Strafzahlungen oft darauf verzichten, kurzfristig ein Ersatzflugzeug samt Besatzung anzumieten und zum Einsatzort zu schicken. Stattdessen würden die Passagiere auf spätere Flüge umgebucht, was laut Lang für die Betroffenen bedeuten könne, „daß die Passagiere dann möglicherweise ein oder sogar zwei Tage auf ihren Rückflug warten müssen.“ Verbraucherschützer und Justizministerin lehnen längere Fristen ab Die Pläne der Luftfahrtlobby stoßen jedoch auf heftigen Widerstand bei Verbraucherschützern und Fluggastportalen. Diese befürchten, daß eine Verlängerung der Fristen dazu führen würde, daß etwa 80 Prozent der betroffenen Passagiere keine Entschädigung mehr erhielten. Sie argumentieren, daß die derzeitigen Regelungen bereits einen angemessenen Ausgleich für die durch Flugverspätungen und -ausfälle entstehenden Unannehmlichkeiten darstellten und eine Aufweichung der Passagierrechte inakzeptabel sei. Auch die neue Bundesministerin

weiterlesen »

Uganda Airlines verlängert Wet-Lease-Vertrag für Airbus A320

Die staatliche Fluggesellschaft Ugandas, Uganda Airlines, setzt ihre Zusammenarbeit mit der dänischen Wet-Lease- und Charterairline DAT Lithuanian Airlines fort und verlängert den bestehenden Vertrag für einen Airbus A320 um ein weiteres Jahr bis Mai 2026. Das Flugzeug, das seit November 2024 in der Flotte ist und in Entebbe stationiert bleibt, bedient weiterhin wichtige regionale Strecken wie Johannesburg, Nairobi, Kinshasa und Lagos. Im Rahmen des Wet-Lease-Abkommens stellt DAT Uganda Airlines nicht nur das Flugzeug, sondern auch die Besatzung, die Wartung und die Versicherung zur Verfügung. Der Airbus A320 war ursprünglich als Kapazitätsverstärkung für den Winter gedacht und ersetzte eine zuvor von Global Airways geleaste Maschine. Zukünftig soll der Anteil der DAT-Crew an Bord schrittweise reduziert werden. Diese Verlängerung des Wet-Lease-Vertrags erfolgt zu einem Zeitpunkt, in dem Uganda Airlines auf die Auslieferung neuer Airbus A320neo-Flugzeuge wartet. Die geleaste Maschine ermöglicht es der nationalen Fluggesellschaft, ihren Flugplan aufrechtzuerhalten und eine zuverlässige operationelle Effizienz zu gewährleisten.

weiterlesen »

Flugbegleiterin bei Notbremsung in Frankfurt schwer verletzt

Ein Vorfall am Frankfurter Flughafen im Mai 2024, bei dem ein Gepäckschlepper eine Boeing 757-300 zu einer abrupten Bremsung zwang, führte zur schweren Verletzung einer Flugbegleiterin. Wie aus dem nun vorliegenden Bericht der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BFU) hervorgeht, rollte die Condor-Maschine mit Ziel Mallorca gerade zur Startbahn, als der Erste Offizier einen kreuzenden Gepäckschlepper bemerkte. Trotz Warnungen des Copiloten setzte der Fahrer des Schleppers seine Fahrt zunächst fort, woraufhin die Piloten die Boeing aus geringer Geschwindigkeit stark abbremsten. Durch diese Notbremsung stürzte im hinteren Teil des Flugzeugs eine Flugbegleiterin, die gerade den Anschnallcheck durchführte. Sie erlitt dabei eine schwere Wirbelverletzung und musste mit einem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus gebracht werden. Der Fahrer des Gepäckschleppers gab an, abgelenkt gewesen zu sein, da er nach leeren Gepäckwagen Ausschau gehalten habe. Er habe die Boeing erst spät bemerkt und sei daraufhin sofort stehen geblieben. Die BFU hat den Vorfall untersucht und ihren Abschlussbericht veröffentlicht.

weiterlesen »

IATA hält Jahreshauptversammlung 2026 in Rio de Janeiro ab

Die Internationale Lufttransport-Vereinigung (IATA) hat bekanntgegeben, daß ihre 82. Jahreshauptversammlung (AGM) im Juni 2026 in Rio de Janeiro, Brasilien, stattfinden wird. Gastgeber der Veranstaltung wird die LATAM Airlines Group sein. Dies gab die IATA kürzlich bekannt. Willie Walsh, Generaldirektor der IATA, betonte die Bedeutung Südamerikas für die Luftfahrt und wies darauf hin, daß die letzte IATA-Hauptversammlung in der Region ebenfalls in Rio de Janeiro im Jahr 1999 stattfand. Er sieht die kommende Versammlung als eine gute Gelegenheit, die Entwicklungen der letzten Jahrzehnte zu beleuchten und das Potential der Luftfahrt für wirtschaftlichen und sozialen Fortschritt in Südamerika hervorzuheben. Roberto Alvo, CEO der LATAM Airlines Group, äusserte den Stolz seines Unternehmens, die IATA-Hauptversammlung 2026 in Brasilien auszurichten, dem wichtigsten Markt der Airline-Gruppe. Er freue sich darauf, die Beiträge und das enorme Potential der Luftfahrt in Brasilien und ganz Südamerika zu präsentieren und die Teilnehmer in Rio de Janeiro willkommen zu heissen. Die Ausrichtung in Rio würdigt auch die reiche Luftfahrtgeschichte Brasiliens, die bis zu den Pionierleistungen von Alberto Santos-Dumont zurückreicht.

weiterlesen »

Fortschritte und Verzögerungen beim Berliner Straßenbahnausbau

Der Ausbau des Berliner Straßenbahnnetzes kommt nur schleppend voran, obwohl einige der geplanten Neubauprojekte zeitnah realisiert werden sollen. Dies geht aus der Antwort der Verkehrsverwaltung auf eine Anfrage des verkehrspolitischen Sprechers der SPD-Fraktion, Tino Schopf, hervor. Insbesondere für die lange diskutierte Straßenbahnstrecke von der Urban Tech Republic auf dem Gelände des ehemaligen Flughafens Tegel bis zum Rathaus Spandau gibt es weiterhin keinen konkreten Zeitplan. Die Verkehrsverwaltung nannte in ihrer Antwort Projekte, bei denen in absehbarer Zeit mit einer Fertigstellung gerechnet werden kann. Dazu gehören Abschnitte in verschiedenen Bezirken der Stadt. Allerdings bleibt die Anbindung des Areals um den ehemaligen Flughafen Tegel, wo ein neues Technologie- und Industriequartier entsteht, an das bestehende Straßenbahnnetz weiterhin ungewiss. Die Bedeutung einer guten Anbindung dieses Entwicklungsgebietes wird von vielen Seiten betont. Die fehlende Zeitangabe für die Tegel-Spandau-Strecke unterstreicht die Herausforderungen und Verzögerungen, mit denen der Ausbau der Berliner Straßenbahn immer wieder konfrontiert ist. Während einige Vorhaben voranschreiten, harren andere, wie die Verbindung nach Tegel, weiterhin auf eine konkrete Planung und Umsetzung. Die Anfrage des SPD-Verkehrspolitikers verdeutlicht das anhaltende Interesse an einer zügigen Erweiterung des öffentlichen Nahverkehrs in der Hauptstadt.

weiterlesen »

NTSB-Bericht enthüllt Ursachen für Fahrwerksversagen einer FedEx Boeing 757

Das National Transportation Safety Board (NTSB) hat seinen abschließenden Bericht zu dem Vorfall vom 4. Oktober 2023 veröffentlicht, bei dem das Fahrwerk einer Boeing 757 der Frachtfluggesellschaft FedEx versagte. Die Untersuchung der US-amerikanischen Behörde ergab, daß ein gebrochener Draht und Lecks von Hydraulikflüssigkeit die Hauptursachen für das Versagen des Fahrwerks waren. Der Zwischenfall ereignete sich, als die Besatzung einer Boeing 757-200 der Federal Express sich dem Chattanooga Metropolitan Airport–Lovell Field (CHA) in Chattanooga, Tennessee, näherte und das Fahrwerk nicht ausfahren konnte. Chronologie des Zwischenfalls und erste Anzeichen von Problemen Kurz nach dem Start in Chattanooga fuhr die Besatzung das Fahrwerk ordnungsgemäß ein. Die Daten des digitalen Flugdatenschreibers (DFDR) zeigten jedoch, daß 22 Sekunden nach dem Einfahren des Fahrwerks die Menge und der Druck der Hydraulikflüssigkeit im linken Hydrauliksystem zu sinken begannen, wie aus dem NTSB-Bericht hervorgeht. Kurz darauf wurde eine Warnung wegen geringer Flüssigkeitsmenge im linken Hydrauliksystem sowie eine allgemeine Warnmeldung aufgezeichnet. Nachdem die Besatzung die Verfahren aus dem Schnellreferenzhandbuch zur Fehlerbehebung des Hydraulikproblems befolgt hatte, entschied sie sich zur Rückkehr nach Chattanooga. Bei den Vorbereitungen zur Landung versagten sowohl das Hauptfahrwerk als auch das Bugfahrwerk beim Versuch, sie auszufahren. Die Aufzeichnungen des Cockpit Voice Recorders dokumentierten einen dreifachen Warnton, gefolgt von der Feststellung des Kapitäns „Gear disagree“ (Fahrwerk stimmt nicht überein) und der Bestätigung des Ersten Offiziers „Gear disagree. The gear is not coming down“ (Fahrwerk kommt nicht herunter). Notlandung und Evakuierung nach dem Abkommen von der Landebahn Nach dem gescheiterten Versuch, das Fahrwerk auszufahren, informierte der Kapitän die

weiterlesen »

Passagierzahlen: Memmingen lässt Nürnberg hinter sich

Trotz anhaltender wirtschaftlicher Unsicherheiten verzeichnen die drei internationalen Verkehrsflughäfen Bayerns im ersten Quartal des Jahres einen deutlichen Zuwachs sowohl bei den Flugbewegungen als auch bei den Passagierzahlen. Wie das Statistische Landesamt in Fürth mitteilte, wurden von Anfang Januar bis Ende März 2025 an den Flughäfen München, Memmingen und Nürnberg insgesamt 79.222 Starts und Landungen registriert. Dies korrespondiert mit einem Anstieg der Passagierzahl um 3,2 Prozent auf insgesamt 9,5 Millionen Fluggäste. Die Verteilung des Verkehrsaufkommens zwischen den drei Standorten blieb dabei weitgehend konstant. Der Münchner Flughafen behauptete seine Position als größter bayerischer Airport mit 66.908 Flugbewegungen, was einem Plus von 1,3 Prozent entspricht. Die Zahl der abgefertigten Passagiere in München stieg um 1,8 Prozent auf 8,1 Millionen. Deutlich geringer, aber mit prozentual höheren Zuwachsraten, präsentierten sich die Flughäfen Nürnberg und Memmingen. In Nürnberg wurden im ersten Quartal 6.630 Starts und Landungen gezählt, während Memmingen 5.684 Flugbewegungen verzeichnete. Memmingen überholt Nürnberg bei Passagierzahlen Eine bemerkenswerte Verschiebung gab es jedoch bei den Passagierzahlen. Der Allgäu Airport in Memmingen übertraf mit 719.000 abgefertigten Fluggästen und einem Zuwachs von beachtlichen 16,1 Prozent den Flughafen Nürnberg, der 679.000 Passagiere zählte, was einem Plus von 8,2 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal entspricht. Diese Entwicklung deutet auf eine veränderte Nachfrage im Flugverkehr innerhalb Bayerns hin. Das Statistische Landesamt äußerte sich wie üblich nicht zu den genauen Ursachen dieser Entwicklung. Allerdings deckt sich der generelle Anstieg der Passagierzahlen mit den Einschätzungen von Tourismusexperten, die davon ausgehen, daß Urlauber nach dem vorangegangenen Boom regionaler Reiseziele, der durch die Corona-Pandemie bedingt war,

weiterlesen »

Air India plant weitere Großbestellung bei Airbus und Boeing

Die indische Fluggesellschaft Air India führt Gespräche mit den Flugzeugbauern Airbus und Boeing über eine mögliche weitere Großbestellung. Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, sollen darunter rund 200 zusätzliche Schmalrumpfflugzeuge sein. Diese Verhandlungen ergänzen eine bereits im Jahr 2023 getätigte Rekordorder über 470 Flugzeuge und dienen der fortlaufenden Modernisierung der Flotte. Neben weiteren Flugzeugen der Airbus A320neo-Familie gilt Boeing derzeit als Favorit für zusätzliche Langstreckenjets, wobei es sich laut Reuters um die Boeing 777X handeln soll. Ein konkreter Zeitplan für einen möglichen Vertragsabschluß oder Details zu den Stückzahlen wurden noch nicht genannt. Auch Preisverhandlungen könnten noch eine Rolle spielen. Air India befindet sich in einer Phase umfassender Flottenerneuerung, um ihr Angebot sowohl im Inland als auch international auszubauen und zu modernisieren. Die Fluggesellschaft setzt dabei auf eine Mischung aus Flugzeugen von Airbus und Boeing. Die nun bekannt gewordenen Verhandlungen deuten darauf hin, daß dieses Vorhaben in den kommenden Jahren weiter intensiviert werden soll.

weiterlesen »