Stefan Steiner

Weitere Artikel aus der Rubrik

Stefan Steiner

Leichtes Passagierwachstum, aber rote Zahlen bei Aeroflot: Die russische Luftfahrt im Spannungsfeld

Die russischen Fluggesellschaften verzeichneten im April dieses Jahres ein leichtes Wachstum ihrer Passagierzahlen. Nach Angaben der nationalen Luftfahrtbehörde Rosaviatsia wurden insgesamt 8,4 Millionen Passagiere transportiert, was einem Zuwachs von 2,7 Prozent im Vergleich zum April des Vorjahres entspricht. Diese positive Entwicklung auf der Nachfrageseite steht jedoch im Kontrast zu den finanziellen Ergebnissen des Branchenprimus Aeroflot, der für das erste Quartal einen deutlichen Nettoverlust ausweisen musste. Aeroflot meldete für die ersten drei Monate des Jahres einen bereinigten Nettoverlust von 3,4 Milliarden Rubel (umgerechnet etwa 38 Millionen Euro). Im gleichen Zeitraum des Vorjahres hatte das Unternehmen noch einen Nettogewinn von mehr als sechs Milliarden Rubel erzielt. Trotz dieses Verlustes konnte Aeroflot seinen Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um neun Prozent auf 190,2 Milliarden Rubel steigern. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) reduzierte sich jedoch um 17,4 Prozent auf 49 Milliarden Rubel. Widersprüchliche Signale aus der russischen Luftfahrt Die von Rosaviatsia vermeldeten steigenden Passagierzahlen deuten auf eine anhaltende Nachfrage nach Flugreisen in Russland hin. Der moderate Zuwachs von 2,7 Prozent könnte verschiedene Ursachen haben, darunter eine Stabilisierung des Inlandsverkehrs oder möglicherweise eine begrenzte Wiederaufnahme internationaler Verbindungen zu befreundeten Staaten. Es ist jedoch zu berücksichtigen, daß sich der russische Luftverkehr seit dem Beginn des Ukraine-Krieges und den darauf folgenden Sanktionen in einem stark veränderten Umfeld bewegt. Westliche Flugzeughersteller liefern keine neuen Maschinen oder Ersatzteile mehr, und der Luftraum vieler westlicher Länder ist für russische Fluggesellschaften gesperrt. Die Finanzzahlen von Aeroflot zeichnen ein differenzierteres Bild. Der gestiegene Umsatz deutet darauf hin, daß das

weiterlesen »

Auch ab Ljubljana: Air Baltic erweitert Flugangebot im Winter

Die lettische Fluggesellschaft Air Baltic baut ihr Streckennetz für die kommende Wintersaison 2025/2026 deutlich aus. Neu im Flugplan sind Verbindungen von Riga nach Faro, von Tallinn nach Madeira sowie von Gran Canaria nach Ljubljana. Zudem erhöht die Airline die Frequenzen auf bestehenden Strecken und verlängert die Flugzeiten einiger Sommerdestinationen. Ab Ende Oktober 2025 wird Air Baltic einmal wöchentlich von Riga nach Faro in Portugal fliegen. Ebenfalls wöchentlich startet eine neue Verbindung von Tallinn in Estland nach Madeira, einer weiteren portugiesischen Insel. Eine weitere neue Strecke führt von Gran Canaria in Spanien nach Ljubljana, der Hauptstadt Sloweniens, ebenfalls einmal pro Woche. Diese neuen Routen sollen Reisenden aus Nord- und Osteuropa attraktive Ziele während der kälteren Monate bieten. Neben den neuen Strecken verdichtet Air Baltic auch ihr Angebot auf bestehenden Verbindungen. So werden die Flugfrequenzen von allen drei baltischen Hauptstädten nach Amsterdam erhöht. Riga wird 19 wöchentliche Flüge aufweisen, Tallinn und Vilnius jeweils 14. Auch die Präsenz in Dubai wird ausgebaut: Von Riga aus wird täglich geflogen, von Vilnius viermal wöchentlich. Darüber hinaus werden einige Sommerrouten wie Riga nach Pisa und Porto bis November verlängert, und die Flüge nach Catania beginnen im März 2026 früher als üblich. Die Frequenzen nach Sharm El-Sheikh und Hurghada in Ägypten werden auf jeweils drei wöchentliche Flüge erhöht, und die Verbindung zwischen Riga und Dublin wird mit zwei wöchentlichen Flügen wieder aufgenommen. Für Wintersportler bietet Air Baltic weiterhin eine Auswahl an Destinationen in Österreich, der Schweiz, Italien und Finnland an.

weiterlesen »

Lufthansa Technik eröffnet Trainingszentrum in Portugal

Lufthansa Technik hat im portugiesischen Santa Maria da Feira ein neues Trainingszentrum für zukünftige Mitarbeitende eröffnet. Die Eröffnungsfeier fand am Montag in Anwesenheit der ersten 18 Angestellten von Lufthansa Technik Portugal sowie Gästen aus Politik und Wirtschaft statt. Das Zentrum dient der Vorbereitung auf den neuen Produktionsstandort des Unternehmens, dessen Inbetriebnahme für Ende 2027 geplant ist. Das Trainingszentrum im Industriepark ‚Perm‘, rund neun Kilometer vom zukünftigen Werk entfernt, umfasst zwei Gebäude. In einem Gebäude finden Einführungsveranstaltungen, Schulungen und theoretische Trainings statt, während im anderen in den kommenden Wochen erste praktische Schulungen beginnen sollen, unterstützt durch erfahrene Lufthansa Technik Mitarbeiter aus Hamburg. Das für drei Jahre angemietete Zentrum verfügt über Seminarräume und Büros. Lufthansa Technik investiert eine dreistellige Millionensumme in ein neues, 54.000 Quadratmeter grosses Werk im Gewerbegebiet ‚Lusopark‘ in Santa Maria da Feira, wo ab dem kommenden Jahr Triebwerksteile und Flugzeugkomponenten repariert werden sollen. Dadurch sollen etwa 700 Arbeitsplätze entstehen. Bisher wurden bereits 25 Mitarbeitende für Lufthansa Technik Portugal eingestellt, und weitere Einstellungen sind geplant. Das Interesse an den ausgeschriebenen Stellen ist gross. Lufthansa Technik Portugal strebt Kooperationen mit portugiesischen Bildungseinrichtungen an und arbeitet bereits mit dem Berufsbildungszentrum Cenfim zusammen. Volker Magunna, Vorstandsvorsitzender von Lufthansa Technik Portugal, begrüsste die neuen Mitarbeitenden und betonte die zügige Entwicklung des Projekts.

weiterlesen »

Croatia Airlines erhält ersten Airbus A220-100 im Oktober 2025

Croatia Airlines wird im Oktober 2025  ihren ersten Airbus A220-100 mit 127 Sitzplätzen in Empfang nehmen. Dieses Flugzeug wird das kleinste in der Flotte der Fluggesellschaft sein, die zukünftig auf eine reine A220-Flotte umstellt, wobei die etwas größere Variante A220-300 dominieren wird. Ab dem 26. Oktober plant die Airline, den neuen Flugzeugtyp zunächst exklusiv auf der Strecke zwischen Zagreb und Brüssel einzusetzen. Dort wird er die 76-sitzige Dash 8 ersetzen, die im vorherigen Winter hauptsächlich auf dieser Verbindung verkehrte. Zwischen Ende Oktober 2025 und Ende März 2026 soll der A220-100 vorerst auf keiner anderen Route eingesetzt werden, dies könne sich aber noch ändern. Mit Beginn des Sommerflugplans 2026 ab Ende März nächsten Jahres will die Fluggesellschaft den A220-100 schrittweise auf ausgewählten weiteren Strecken einführen. Ab April soll das Flugzeug die meisten Umläufe auf der Verbindung Zagreb – Split – Rom absolvieren, gefolgt von Zagreb – Brüssel. Weitere Strecken, auf denen der Typ im April eingesetzt werden soll, sind Verbindungen von Zagreb nach Dubrovnik, Skopje, München und Frankfurt sowie zwischen Dubrovnik und Athen. Im Juni soll Zürich als weiteres Ziel hinzukommen, das von Split aus mit dem A220-100 bedient wird. Bis 2027 plant Croatia Airlines, insgesamt zwei A220-100 in ihrer Flotte zu haben. Die Fluggesellschaft gab bekannt, daß die nächsten zwei A220-300 voraussichtlich bis Ende Juni geliefert werden sollen, die beiden verbleibenden Maschinen bis Ende dieses Jahres. Im Rahmen der Flottenverjüngung hat Croatia Airlines in diesem Jahr bereits zwei Dash 8 ausgemustert und wird bis Ende 2025 einen Airbus A320 außer

weiterlesen »

Spanische Marine erhält erste NH90-Hubschrauber für Transportaufgaben

Airbus Helicopters hat die ersten zwei NH90 Taktischen Transporthubschrauber in der Marine-Spezifikation (MSPT-Variante) an die spanische Marine ausgeliefert. Dies markiert den Einstieg der Marine in das gemeinsame NH90-Programm Spaniens, an dem bereits das Heer und die Luft- und Raumfahrtstreitkräfte beteiligt sind. Die ausgelieferten Helikopter sind die ersten von sieben Marine-Versionen einer zweiten Tranche im Rahmen des spanischen NH90-Programms, das insgesamt 23 Luftfahrzeuge umfasst. Die MSPT-Variante des NH90 ist speziell für amphibische taktische Transporteinsätze konzipiert. Sie verfügt über ein verstärktes Fahrwerk, Marine-Kommunikations- und Navigationssysteme sowie eine automatische Rotorblatt- und Rumpffaltung für den Einsatz auf Schiffen. Der Hubschrauber kann bis zu 20 voll ausgerüstete Soldaten oder ein leichtes Fahrzeug transportieren und ist für Ein-Piloten-Instrumentenflugbetrieb auch bei Nacht oder schlechtem Wetter ausgelegt. Die neuen Hubschrauber sollen im Sommer dieses Jahres auf dem Marinestützpunkt Rota in Dienst gestellt werden. Die Auslieferung steht im Einklang mit dem am 13. Mai unterzeichneten spanischen Nationalen Hubschrauberplan, der eine weitere Ausweitung des NH90-Einsatzes in allen Teilstreitkräften vorsieht. Die NH90 gilt als einer der modernsten militärischen Mehrzweckhubschrauber und wird von zahlreichen Nationen eingesetzt.

weiterlesen »

Alarmierende Wasserverschmutzung im Elsass: PFAS aus Flughafen-Löschschaum bedrohen Trinkwasser

Eine besorgniserregende Kontamination des Grundwassers mit Chemikalien aus Feuerlöschschäumen zwingt Behörden im Elsass zu drastischen Maßnahmen. In elf Gemeinden des Départements Haut-Rhin, die an den Euro-Airport Basel-Mülhausen grenzen, gilt seit dem 5. Mai ein Trinkwasserverbot für besonders gefährdete Personengruppen wie Kleinkinder, Schwangere und Schwerkranke. Die Verunreinigung betrifft sogenannte PFAS, langlebige Chemikalien, die als potenziell krebserregend gelten und nun kostspielige Sanierungsmaßnahmen erforderlich machen. Die Kontamination ist auf den Einsatz von PFAS-haltigen Löschmitteln bei Übungen der Feuerwehr am Euro-Airport Basel-Mülhausen zurückzuführen. Diese Praxis war bisher legal, da nur wenige dieser Stoffe reglementiert sind. PFAS (Per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen) sind extrem stabile und schwer abbaubare Chemikalien, die in zahlreichen industriellen Prozessen und Konsumgütern wie Teflonpfannen, Lebensmittelverpackungen und Textilien Verwendung finden. Ihre Persistenz in der Umwelt und die potenziellen Gesundheitsrisiken, darunter Krebs und Störungen des Hormon- und Immunsystems, sind seit längerem bekannt. Grundwasserbelastung übersteigt Grenzwerte um ein Vielfaches Messungen ergaben laut Schweizer Radio und Fernsehen (SRF), daß die PFAS-Konzentration im Grundwasser die zulässigen Grenzwerte für Trinkwasser um das bis zu Vierfache übersteigt. Während im direkt angrenzenden Basel kein Trinkwasserverbot verhängt wurde, da die Stadt ihr Trinkwasser hauptsächlich aus dem weniger belasteten Rhein bezieht, sind die Auswirkungen im Elsass gravierend. Die Behörden des Départements Haut-Rhin reagieren mit der schnellstmöglichen Anschaffung von Wasserfiltern und Wasseraufbereitungsanlagen für die betroffenen Region. Die Kosten für diese Maßnahmen werden auf rund 20 Millionen Euro geschätzt. Da externe Finanzierungsmöglichkeiten fehlen, ist ab dem Jahr 2026 eine Erhöhung des Wasserpreises in den betroffenen Gemeinden unausweichlich. Kosten der Sanierung und die Frage nach

weiterlesen »

Großprojekt soll Frachtkapazitäten am Flughafen Lüttich massiv ausbauen

Der Flughafen Lüttich (LGG) plant eine umfassende Erweiterung seiner Frachtinfrastruktur mit einem Investitionsvolumen von 500 Millionen Euro. Das Projekt namens „CargoLand“ soll den Frachtumschlag in allen Bereichen modernisieren und den LGG bis zum Jahr 2040 zu einem der drei größten Frachtflughäfen Europas machen. Derzeit rangiert Lüttich auf Platz fünf in Europa. Das Vorhaben umfasst die Errichtung neuer Logistikflächen auf 90 Hektar, Büroflächen auf 24 Hektar sowie diverse Lagerhallen, darunter ein großes Umschlaglager, ein E-Commerce-Lager und ein Landside-Lager. Zudem sind neue Parkpositionen für Bodenabfertigungsgeräte und ein eigener Wartungshangar für Flugzeuge geplant. Ziel ist es, eine schnelle und reibungslose Frachtabfertigung durch optimierte Infrastruktur und digitale Lösungen zu gewährleisten. Die Betreiber betonen die multimodale Anbindung des Standorts, da viele europäische Wirtschaftszentren innerhalb eines Tages per LKW erreichbar seien. Zukünftig soll die Verknüpfung mit Schiene und Wasserstraße weiter gestärkt werden. Mit dem Projekt „CargoLand“ will der Flughafen Lüttich globale Logistikunternehmen anziehen und seine Position als bedeutendes internationales Frachtdrehkreuz festigen. Interessierte können sich auf der Fachmesse Air Cargo Europe in München näher informieren.

weiterlesen »

Beinahe-Kollision über San Francisco: United Airlines Flugzeug verfehlt Kurs

Nur dem schnellen Handeln der Piloten und der Flugsicherung ist es zu verdanken, daß es Mitte Mai 2025 über dem Himmel von San Francisco nicht zu einer folgenschweren Kollision zweier Flugzeuge von United Airlines kam. Ein Airbus A320 der Gesellschaft, der am Dienstag, dem 13. Mai, auf dem Weg nach Dallas, Texas, war, nahm beim Steigflug eine falsche Abzweigung und geriet so in die exakte Flugbahn einer Canadair CRJ-200 von Skywest, die unter der Marke United Express nach Fresno startete. Daten des automatischen Peilsystems ADS-B zeigten, daß sich die beiden Flugzeuge gefährlich nahe kamen, mit einem vertikalen Abstand von nur etwa 300 Fuß (rund 90 Metern). Glücklicherweise reagierten die Besatzungen beider Maschinen umgehend auf die kritische Situation und leiteten Kursänderungen ein, wodurch sie ihre jeweiligen Zielorte ohne weitere Zwischenfälle erreichen konnten. Skywest-Flug nach Fresno in kritischer Nähe Die Maschine von Skywest, eine Canadair CRJ-200, operierte als Flug UA-5273 im Auftrag von United Express und war auf dem Direktflug vom San Francisco International Airport (SFO) zum Fresno Yosemite International Airport (FAT). Dieser Flug dauert üblicherweise etwa 70 Minuten von Gate zu Gate. Der Flug hatte die Freigabe zum Start von der Startbahn 01L (2332 Meter Länge) erhalten – etwa zur gleichen Zeit wie der Airbus A320 von United. Die Skywest-Maschine befand sich im initialen Steigflug, als die Piloten die Flugsicherung informierten, daß sie aufgrund von anderem Flugverkehr ein Ausweichmanöver fliegen müßten. Skywest ist eine regionale Fluggesellschaft, die im Netzwerk von United Express operiert und weltweit der größte Betreiber der CRJ-200 ist,

weiterlesen »

Rekordwinter für österreichischen Tourismus

Der österreichische Tourismus hat in der Wintersaison 2024/25 ein neues Rekordergebnis erzielt. Wie die Statistik Austria meldet, wurden insgesamt 72,25 Millionen Übernachtungen registriert. Dies bedeutet einen Anstieg von 1,6 Prozent gegenüber der vorherigen Wintersaison und übertrifft damit den bisherigen Höchstwert. Auch die Zahl der Gäste erreichte mit 20,55 Millionen einen neuen Spitzenwert, was einem Zuwachs von 2,8 Prozent entspricht. Tourismus-Staatssekretärin Elisabeth Zehetner äußerte sich erfreut über diese Entwicklung und betonte die Bedeutung des Tourismus für die österreichische Wirtschaft. Gleichzeitig wies sie darauf hin, daß es wichtig sei, die Branche weiterhin zu stärken, insbesondere im Hinblick auf die Sicherung von Fachkräften und die regionale Wertschöpfung. Die Regierung arbeite an der Weiterentwicklung von Plänen und neuen Förderprogrammen, um vor allem kleinere Familienbetriebe langfristig zu unterstützen. Die Statistik zeigt, daß Tirol und Salzburg mit zusammen 41,86 Millionen Übernachtungen weiterhin die Hauptziele im Wintertourismus darstellen. Wien verzeichnete mit einem Plus von 10,3 Prozent den größten Zuwachs. Bei den Herkunftsländern der Gäste liegt Deutschland mit 25,90 Millionen Übernachtungen weiterhin an erster Stelle, gefolgt von den Niederlanden und Inlandsgästen. Die stärksten Monate waren Jänner und Februar, auf die 46 Prozent aller Übernachtungen entfielen. Zehetner betonte abschließend die Notwendigkeit weiterer Impulse und einer engen Zusammenarbeit innerhalb der Branche, um diesen Erfolg langfristig zu sichern.

weiterlesen »

Ethiopian Airlines plant Flottenausbau mit Fokus auf Regionaljets

Die Fluggesellschaft Ethiopian Airlines plant eine signifikante Erweiterung ihrer Regionalflotte. Wie der CEO der Airline, Mesfin Tasew Bekele, gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters erklärte, beabsichtigt das Unternehmen, mindestens 20 bis 30 Flugzeuge mit einer Kapazität von rund 100 Passagieren zu bestellen. Diese Maßnahme dient sowohl der Vergrößerung des regionalen Streckennetzes als auch dem Ersatz älterer Flugzeuge. Derzeit evaluiert Ethiopian Airlines drei verschiedene Modelle für diese Bestellung: die Embraer E2-Familie, den Airbus A220 und die Boeing 737 Max 7. Die Entscheidung für einen bestimmten Flugzeugtyp und die genaue Anzahl der zu bestellenden Maschinen hängen laut Bekele von der laufenden Bewertung der genannten Modelle ab. Alle drei Flugzeugfamilien bieten Kapazitäten im gewünschten Größenbereich und moderne Technologien, die für eine effiziente Regionalflugzeugflotte entscheidend sind. Drei Kandidaten für die Modernisierung der Regionalflotte Die Embraer E2-Familie umfasst zwei Haupttypen, die E190-E2 und die E195-E2, welche typischerweise zwischen 97 und 146 Passagiere in einer Einklassenkonfiguration aufnehmen können. Diese Flugzeuge sind bekannt für ihre Treibstoffeffizienz und ihren Komfort auf kürzeren Strecken. Der Airbus A220, der in den Varianten A220-100 und A220-300 angeboten wird, faßt je nach Konfiguration zwischen 100 und 160 Passagiere. Ursprünglich von Bombardier als CSeries entwickelt, zeichnet sich der A220 durch seine moderne Aerodynamik und seine sparsamen Triebwerke aus. Die Boeing 737 Max 7 ist die kleinste Variante der überarbeiteten 737 Max-Familie und bietet Platz für etwa 138 bis 153 Passagiere in einer typischen Zwei-Klassen-Konfiguration. Die 737 Max-Reihe ist bekannt für ihre Wirtschaftlichkeit und ihre Weiterentwicklungen gegenüber früheren Generationen der Boeing 737. Wachsender Bedarf und Herausforderungen

weiterlesen »