Stefan Steiner

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Stefan Steiner

Easyjet zeigt Interesse an Heathrow-Expansion

Die britische Fluggesellschaft Easyjet hat ihr Interesse an Flügen vom größten britischen Flughafen Heathrow bekundet. Dies knüpft an die Bedingung an, daß eine dritte Start- und Landebahn realisiert wird. Easyjet bestätigte ihre Unterstützung für das geplante Ausbauvorhaben des Airports. Nach Angaben von Chef Kenton Jarvis bietet die Expansion des Flughafens Vorteile für Konsumenten und die Wirtschaft und stellt eine „einmalige Chance“ für Easyjet dar, dort erstmals in größerem Umfang zu operieren. Das geplante Infrastrukturprojekt wird auf 21 Milliarden Pfund veranschlagt und soll innerhalb von zehn Jahren umgesetzt werden. Es umfaßt neben der dritten Startbahn unter anderem eine Erweiterung des Terminal 2 sowie ein neues, separates Terminal. Mit diesen Baumaßnahmen soll die Kapazität des Flughafens von derzeit etwa 80 Millionen auf bis zu 150 Millionen Passagiere jährlich gesteigert werden. Die Pläne stoßen jedoch auch auf Widerstand, insbesondere von Anwohnern und Umweltgruppen. Bisher ist Easyjet an dem stark ausgelasteten Flughafen Heathrow nicht präsent. Der Billigflieger konzentriert seine Operationen hauptsächlich auf Flughäfen wie London-Gatwick und London-Luton, wo er eine dominierende Rolle spielt. Die dritte Startbahn in Heathrow könnte neue Marktchancen eröffnen und den Wettbewerb auf dem Luftverkehrsmarkt in London verstärken. Dies würde auch zu einem direkten Konkurrenzkampf mit etablierten Airlines wie British Airways führen, die in Heathrow ihr Hauptdrehkreuz hat. Die Expansion von Heathrow ist seit Langem ein politisch und wirtschaftlich umstrittenes Thema. Die britische Regierung unterstützte die Pläne grundsätzlich, jedoch gibt es immer wieder rechtliche und politische Hindernisse. Die Positionierung von Easyjet, die sich bislang aus Heathrow heraushielt, könnte dem Vorhaben neue

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Lufthansa Group vor strategischer Flottenentscheidung: Discover Airlines erhält neue Langstreckenflugzeuge

Die Lufthansa Group steht vor einer wichtigen strategischen Entscheidung, die die Zukunft ihrer Ferienflug-Tochter Discover Airlines prägen wird. Konzernchef Carsten Spohr kündigte bei der Präsentation der Quartalszahlen an, daß in Kürze eine Entscheidung über neue Langstreckenflugzeuge für die Fluggesellschaft fallen wird. Die neuen Widebody-Jets sollen die drei veralteten Airbus A330-200 der Discover Airlines ersetzen und die Flotte modernisieren. Die Ankündigung ist Teil der umfassenden Modernisierungsstrategie des Lufthansa-Konzerns, die darauf abzielt, die Effizienz zu steigern und die Position im wachsenden Markt der Urlaubsflüge zu festigen. Die Entscheidung für einen neuen Flugzeugtyp wird die operative Ausrichtung der Discover Airlines für die kommenden Jahre maßgeblich beeinflussen. Discover Airlines: Wachstum und Flottenmodernisierung im Fokus Die Discover Airlines, die im Sommer 2021 unter dem Namen Eurowings Discover an den Start ging, hat sich als wichtiger Akteur im Ferienfluggeschäft der Lufthansa Group etabliert. Die Fluggesellschaft spezialisiert sich auf Langstreckenflüge von den Lufthansa-Drehkreuzen Frankfurt und München zu beliebten Urlaubsdestinationen weltweit. Aktuell betreibt die Airline eine Flotte von insgesamt 30 Flugzeugen, darunter 14 Airbus A330 (drei A330-200 und elf A330-300) und 16 A320. Nach den Aussagen von Carsten Spohr arbeitet Discover Airlines profitabel, auch wenn die Geschäftszahlen in den Konzernzahlen konsolidiert werden. Dieses positive Ergebnis untermauert die strategische Wichtigkeit der Tochtergesellschaft für die Lufthansa Group. Der Konzernchef bestätigte, daß die Fluggesellschaft sowohl von Frankfurt als auch von München aus expandiert und bis zum Jahre 2027 eine Flotte von bis zu 33 Flugzeugen anstrebt. Ein zentraler Bestandteil dieser Wachstumsstrategie ist die geplante Modernisierung der Langstreckenflotte. Die drei A330-200, die

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Emirates veranstaltet Open Day in Wien

Die Fluggesellschaft Emirates veranstaltet am 8. August 2025 einen sogenannten Open Day in Wien. Die Veranstaltung im Renaissance Vienna Schönbrunn Hotel ist Teil einer weltweiten Rekrutierungsoffensive, im Rahmen derer das Unternehmen in diesem Geschäftsjahr rund 17.300 neue Mitarbeiter für über 350 verschiedene Positionen einstellen will. Der Schwerpunkt in Wien liegt auf der Anwerbung von neuem Cabin Crew-Personal. Interessenten können sich direkt vor Ort über die Karrierechancen informieren und ihre Bewerbung abgeben. Eine vorherige Anmeldung ist dafür nicht erforderlich. Um den Prozeß zu beschleunigen, werden Bewerber gebeten, einen aktuellen englischen Lebenslauf, eine Kopie des Reisepasses oder Personalausweises sowie Abschlußzeugnisse mitzubringen. Die Bewerber müssen die spezifischen Anforderungen für die Flugbegleiter-Position erfüllen, die unter anderem eine Mindestgröße und die Fähigkeit, in einem globalen Team zu arbeiten, umfassen. Emirates hat seinen Hauptsitz in Dubai und bietet seinen Angestellten ein umfassendes Vergütungspaket. Dieses beinhaltet ein steuerfreies Gehalt, eine medizinische Versorgung, Unterkünfte und Reisevorteile für die Mitarbeiter sowie deren Familien und Freunde. Mit der „Crew Zone“ am Hauptsitz in Dubai hat das Unternehmen eine moderne Einrichtung geschaffen, die Schulungen, technischen Support und einen Wellnessbereich umfaßt. Seit dem Jahr 2022 hat die Emirates Group ihr Team um mehr als 41.000 Fachkräfte aufgestockt. Derzeit beschäftigt die Unternehmensgruppe weltweit über 121.000 Mitarbeiter. Die globalen Rekrutierungsmaßnahmen umfassen in diesem Jahr mehr als 2.100 Open Days und andere Veranstaltungen in über 150 Städten.

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Dots DXB: Martin Ho will in Dubai neu durchstarten

Die Wiener Gastronomieszene expandiert über die Landesgrenzen hinaus. Nach zweijähriger Planungsphase beginnt die Dots Group von Martin Ho mit den Bauarbeiten für ihr erstes internationales Restaurant in Dubai. Die geplante Eröffnung des „Dots DXB“ im renommierten Dubai International Financial Center (DIFC) markiert den Auftakt einer ambitionierten Internationalisierungsstrategie. In den kommenden Jahren plant die Unternehmensgruppe, in weiteren globalen Metropolen wie London, Miami, New York City und Ibiza Fuß zu fassen. Mit der Eröffnung in Dubai, die mit dem 20-jährigen Jubiläum der Dots Group zusammenfällt, positioniert sich das Unternehmen als neuer Akteur in der globalen Luxusgastronomie. Ein strategischer Standort: Dubai als Tor zur Welt Die Wahl des Standorts für das erste internationale Restaurant der Dots Group ist strategisch wohlüberlegt. Das „Dots DXB“ wird im Dubai International Financial Center (DIFC) beheimatet sein, einer der renommiertesten Adressen im Emirat. Diese Lage in direkter Nachbarschaft zu Luxusrestaurants wie „Cipriani“, „Mr. Chow“, „Gaia“ und „Nusret“ unterstreicht den Anspruch des Unternehmens, sich im obersten Segment der Gastronomie zu etablieren. Das DIFC gilt als Zentrum für Finanzen und Wirtschaft und zieht eine internationale Klientel an, die perfekt zur Zielgruppe der Dots Group paßt. Die Eröffnung des „Dots DXB“ ist für den 12. November 2025 geplant, was dem 20-jährigen Jubiläum der Unternehmensgruppe entspricht. Martin Ho, Gründer und Mastermind der Dots Group, beschreibt das neue Restaurant als den „Beginn einer neuen Reise über Landesgrenzen hinaus“. Er sieht in der Kombination von asiatischer Spitzenküche und österreichischer Gastfreundschaft eine Bereicherung für den internationalen Luxusmarkt. Das Soft Opening ist bereits für die dritte

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ANA führt kostenloses Highspeed-Internet auf internationalen Flügen ein

Die japanische Fluggesellschaft All Nippon Airways (ANA) beginnt mit der Einführung von kostenlosem Highspeed-Internet auf ihren internationalen Strecken. Zunächst wird der Service auf Flugzeugen des Typs Boeing 767-300ER angeboten und soll danach sukzessive auf die gesamte internationale Flotte ausgeweitet werden. Damit möchte die Airline das Reiseerlebnis für ihre Passagiere verbessern und ihnen eine Konnektivität wie am Boden ermöglichen. Der neue Service basiert auf der Technologie von Viasat Inc., einem US-amerikanischen Anbieter von Bordkonnektivität. Das System soll einen stabilen und schnellen Internetzugang während des gesamten Fluges gewährleisten und ist auch für Video-Streaming geeignet. Tomoji Ishii, Executive Vice President Customer Experience bei ANA, betonte, daß die Einführung dieses Services ein weiterer Schritt sei, um den Komfort für die Kunden zu erhöhen. Die Fluggesellschaft plant, die Umrüstung von drei Boeing 767-300ER bis Ende des Geschäftsjahres 2025 abzuschließen. Bis Ende 2026 soll die gesamte Flotte dieses Flugzeugtyps mit dem neuen WLAN-System ausgestattet sein. Danach sollen auch weitere Flugzeugtypen wie die Boeing 777-9 und die Boeing 787-9 folgen. Bis zum Jahr 2030 plant ANA, daß mehr als 80 Prozent ihrer international eingesetzten Flotte über kostenloses Highspeed-Internet in allen Bordklassen verfügen wird. Die Entscheidung von ANA, in kostenloses Highspeed-Internet zu investieren, spiegelt den wachsenden Bedarf der Passagiere nach ständiger Konnektivität wider. Konkurrenten wie Japan Airlines und andere internationale Fluggesellschaften bieten ebenfalls WLAN-Dienste an Bord an, wobei die Preise und die Geschwindigkeiten variieren können. Mit dem kostenlosen Angebot positioniert sich ANA als eine Fluggesellschaft, die den Passagierkomfort in den Vordergrund stellt und den Wettbewerb um Premium-Services verschärft.

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Juristischer Feldzug gegen Handgepäckgebühren: Verbraucherschützer klagen Fluggesellschaften

Ein seit langem schwelender Konflikt zwischen Fluggesellschaften und Verbraucherschützern eskaliert. Der Verbraucherzentrale Bundesverband (VZBV) hat rechtliche Schritte gegen mehrere europäische Fluggesellschaften eingeleitet, um die gängige Praxis kostenpflichtiger Handgepäckregeln zu beenden. Der VZBV hat sieben Airlines abgemahnt und gegen Easyjet, Wizz Air und Vueling Klage eingereicht. Die Verbraucherschützer werfen den Unternehmen vor, mit ihren Gepäckregelungen gegen EU-Recht zu verstoßen. Sie argumentieren, daß angemessenes Handgepäck ein wesentlicher Bestandteil des Flugpreises sein müsse und nicht separat berechnet werden dürfe. Dieser Schritt ist Teil einer europaweiten Initiative, die die EU-Kommission dazu bringen soll, verbindliche und einheitliche Regelungen für das Handgepäck zu schaffen. Die rechtliche Grundlage: Eine Frage der Wesentlichkeit Die juristische Auseinandersetzung entzündet sich an einer grundlegenden Frage: Was ist im Flugpreis enthalten? Ramona Pop, Vorständin des VZBV, spricht von einer „Verbrauchertäuschung“. Airlines wie Ryanair oder Easyjet lockten mit extrem niedrigen Preisen, die jedoch nicht einmal die Mitnahme eines normalen Handgepäckstücks abdeckten. Um ein solches mitnehmen zu können, müsse man entweder einen teureren Tarif buchen oder am Flugsteig teuer nachzahlen. Nach Ansicht der Verbraucherschützer widerspricht dies der Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofs (EuGH). Der EuGH hatte bereits im Jahre 2014 in einem wegweisenden Urteil (Aktenzeichen C-487/12) entschieden, daß die Beförderung von Handgepäck ein wesentlicher Bestandteil der Passagierbeförderung sei, sofern es den vernünftigen Anforderungen wie Gewicht und Größe entspreche. Ein solches Handgepäck, so der Gerichtshof, dürfe daher nicht mit einem gesonderten Preisaufschlag belegt werden. Der EuGH argumentierte, daß die Airlines die Kosten für die Beförderung des Handgepäcks, die als unvermeidlich gelten, in den Flugpreis einkalkulieren müßten.

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Linzer Flughafen lädt zum Schnupperflugtag für Privatpiloten

Am 20. September 2025 veranstalten die drei am Linz Airport ansässigen Flugsportvereine Fliegerclub Bussard, FlyLinz und Wings of Linz einen gemeinsamen Schnupperflugtag. Die Veranstaltung, die unter der Dachmarke „Linz airSport“ läuft, richtet sich an alle, die sich für die Privatfliegerei interessieren und einmal selbst am Steuer eines Sportflugzeuges sitzen möchten. Das Angebot findet im General Aviation Center des Flughafens statt und soll den Teilnehmern einen umfassenden Einblick in die Pilotenausbildung geben. Jeder Teilnehmer wird von einem erfahrenen Fluglehrer betreut, der ihn durch den gesamten Prozeß führt. Dazu gehören die Flugvorbereitung, der eigentliche Schnupperflug und die Nachbesprechung. Der zweistündige Ablauf ist so konzipiert, daß die Teilnehmer die faszinierende Welt des Flugsports aus erster Hand erleben können. Für viele Flugsportbegeisterte stellt diese Veranstaltung eine ideale Gelegenheit dar, um die Sportart kennenzulernen, bevor sie sich für eine Ausbildung entscheiden. Das Angebot, das um 190 Euro pro Person erhältlich ist, beinhaltet neben dem Flugerlebnis auch ein Willkommensgetränk und ein abschließendes Menü. Freunde und Familienmitglieder können die Teilnehmer bis zum Flugzeug begleiten und den Start aus nächster Nähe beobachten. Das General Aviation Center des Flughafens Linz dient als zentrale Anlaufstelle für Privatpiloten und Flugschüler. Das Center bietet verschiedene Dienstleistungen für die allgemeine Luftfahrt an. Interessenten, die am 20. September verhindert sind, können sich für einen Gutschein entscheiden und einen Alternativtermin mit den Flugsportvereinen vereinbaren. Die drei Clubs, die am Flughafen Linz beheimatet sind, bieten ganzjährig die Ausbildung zum Privatpiloten an und verfügen über eine moderne Flugzeugflotte für Schulungen und private Flüge.

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Barig kritisiert Bundesregierung wegen Beibehaltung der Luftverkehrssteuer

Der internationale Airline-Verband Board of Airline Representatives in Germany (Barig) hat mit Unverständnis auf den Kabinettsbeschluß zum Bundeshaushalt 2026 reagiert. Entgegen der im Koalitionsvertrag der regierenden Parteien vereinbarten Absenkung der Luftverkehrssteuer soll diese nun doch nicht gesenkt werden. Barig-Vorsitzender Michael Hoppe bezeichnete die Entscheidung als „nicht nachvollziehbar und schädlich für die deutsche Wirtschaft“, da sie die Luftfahrtbranche im internationalen Wettbewerb einseitig belaste. Hoppe bemängelte, daß der Luftverkehr in Deutschland im europäischen Vergleich viel zu teuer sei, wozu die Luftverkehrssteuer und andere überhöhte Standortkosten maßgeblich beitrügen. Die Folgen seien bereits deutlich spürbar: Das deutsche Verkehrsaufkommen liege weiterhin unter dem Niveau von 2019, während es in den meisten anderen europäischen Ländern boome. Dies führe dazu, daß die internationale Anbindung Deutschlands weiter unter Druck gerate. Die hohen Standortkosten in Deutschland haben auch Auswirkungen auf die Luftfracht. Mit jedem reduzierten Passagierflug leiden die Frachtkapazitäten, und der Warenaustausch wird erschwert. Unternehmen sehen sich gezwungen, ihren Warenverkehr über ausländische Flughäfen umzuleiten und die Güter aufwendig per Lastwagen nach Deutschland zu transportieren. Die Absenkung der Luftverkehrssteuer wird von der Branche als wesentlicher Schritt zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit und zur Förderung des Wirtschaftsstandortes Deutschland angesehen. Das Bundesfinanzministerium hatte seinen Haushaltsentwurf 2026 als einen „Meilenstein für mehr Wachstum“ bezeichnet. Barig hält jedoch die Beibehaltung der Luftverkehrssteuer für einen Widerspruch zu diesem Ziel. Hoppe forderte die Politik auf, die wirtschaftlichen Zusammenhänge stärker zu berücksichtigen und Anreize für Wachstum zu schaffen. Er kündigte an, sich weiterhin mit Nachdruck für eine Korrektur dieser Entscheidung einzusetzen, um Unternehmen, Arbeitnehmer und die Mobilität in

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IATA-Daten: Weltweite Passagiernachfrage wächst langsamer

Die International Air Transport Association (IATA) hat die Zahlen zur weltweiten Passagiernachfrage für Juni 2025 veröffentlicht. Demnach stieg die Gesamtnachfrage, gemessen in Passagierkilometern (RPK), um 2,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Dieses Wachstum fiel jedoch langsamer aus als in den Vormonaten. Die Gesamtkapazität der Airlines wuchs um 3,4 Prozent, was dazu führte, daß die weltweite Auslastung der Flugzeuge auf 84,5 Prozent sank, ein Rückgang von 0,6 Prozentpunkten gegenüber Juni 2024. Willie Walsh, der Generaldirektor der IATA, führte die verlangsamte Nachfrage auf die Auswirkungen militärischer Konflikte im Nahen Osten zurück. Die Region verzeichnete im Juni einen Rückgang der Nachfrage von 0,2 Prozent, wobei der internationale Verkehr um 0,4 Prozent abnahm. Besonders betroffen waren die Flugrouten in Richtung Nordamerika und Europa. Im Gegensatz dazu zeigte sich in anderen Regionen eine robustere Nachfrage. So verzeichnete der asiatisch-pazifische Raum einen Nachfrageanstieg von 5,0 Prozent, während Lateinamerika mit 7,9 Prozent das stärkste Wachstum verzeichnete. Bei der Betrachtung der einzelnen Märkte zeigte sich ein gemischtes Bild. Im internationalen Flugverkehr stieg die Nachfrage um 3,2 Prozent, doch auch hier sank die Auslastung in allen Regionen, da das Kapazitätswachstum stärker war. Im Inlandsverkehr gab es einen Nachfragezuwachs von 1,6 Prozent. Besonders starkes Wachstum verzeichnete der Inlandsmarkt in Brasilien mit 14,7 Prozent, während der US-Inlandsmarkt nach vier Monaten erstmals wieder ein leichtes Wachstum von 0,1 Prozent aufwies. Der Rückgang der Auslastung in Afrika von 0,6 Prozentpunkten auf 74,6 Prozent könnte, so die IATA, auf einen verschärften Wettbewerb durch europäische und nahöstliche Fluggesellschaften zurückzuführen sein. Trotz der verlangsamten Wachstumsdynamik und

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Auf Kollegen im Urlaub gewartet: KM Malta Airlines in der Kritik nach Pilotenvorfall

Ein Vorfall an Bord eines Fluges der KM Malta Airlines von Rom nach Malta im späten April hat eine interne Untersuchung ausgelöst und die Diskussion über die Verhaltensrichtlinien der Fluggesellschaft neu entfacht. Ein Flug, der vom Flughafen Fiumicino nach Malta zurückkehren sollte, wurde um fast eine Stunde verspätet, um einem Piloten, der sich mit seiner Familie im Urlaub befand, die pünktliche Anreise zum Flughafen zu ermöglichen. Der Vorfall, der sich am Morgen der Beerdigung von Papst Franziskus ereignete, hat zu disziplinarischen Maßnahmen gegen die beteiligten Piloten geführt und wirft ein Schlaglicht auf die Balance zwischen den Interessen der Mitarbeiter, den Richtlinien des Unternehmens und der Einhaltung des Flugplans. Ein ungewöhnlicher Vorfall: Der verspätete Start in Rom Die Geschehnisse ereigneten sich Ende April, am Tag der Beerdigung von Papst Franziskus im Vatikan. Ein Flug der KM Malta Airlines sollte nach der Beförderung von Regierungsvertretern, darunter der Präsident und der Premierminister Maltas, von Rom nach Malta zurückkehren. Der planmäßige Abflug war für 9.50 Uhr Ortszeit angesetzt. Doch kurz vor dem geplanten Start wurde der kommandierende Pilot des Fluges von einem anderen Piloten, George Frank Mizzi, kontaktiert. Mizzi, der früher der Chef der Pilotenvereinigung war, befand sich zu diesem Zeitpunkt mit seiner Familie im Urlaub in Rom. Er bat den Piloten, den Abflug zu verzögern, um ihm und seiner Familie Zeit zu geben, den Flughafen zu erreichen. Die Bitte wurde erfüllt. Infolgedessen hob der Flug erst um 10.36 Uhr ab, 46 Minuten hinter dem Zeitplan, und landete schließlich 45 Minuten verspätet in Malta.

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