Stefan Steiner

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Stefan Steiner

Saab 2000: It’s lonely at the top

Die unten abgebildete Printwerbung ist uns vor wenigen Tagen ins Auge gestochen. Doch weshalb wirbt Saab über 20 Jahre nach dem Produktionsende immer noch für seine Saab 2000? Aviation.direct möchte darauf eine Antwort finden. Nach dem großen Erfolg der Saab 340 schickte sich der schwedische Flugzeugbau- und Rüstungskonzern Saab AB (damals noch als Saab-Scania AB) im Dezember 1988 an, ein vergrößertes Regionalflugzeug zu entwickeln – die Saab 2000. Doch die Saab 2000 ist nicht nur einfach eine gestreckte Saab 340, sondern ein komplett neu konzipiertes Flugzeug. Die in Linköping endmontierte Maschine setzte auf verschiedene Neuerungen und vor allem auf leistungsstarke Turboprop-Triebwerke der Allison Engine Company (heute Teil von Rolls-Royce). Die zwei AE2100A-Engines verleihen der Saab 2000 enormen Schub, so dass die Reisegeschwindigkeit mit 665 km/h etwa 100km/h höher war als die der direkten Konkurrenzmustern (ATR42, Fokker 50, DHC-8-300). Am 26. März 1992 war es dann so weit. Die beiden Testpiloten Eric Sjöberg und Lennart Nordh waren am Steuerhorn beim Erstflug des neuen schwedischen Regionalflugzeuges. Doch es war nicht alles eitel Sonnenschein. Während der Flugerprobung stellten sich Probleme ein. Es zeigte sich, dass die Luftströmung über dem Höhenleitwerk einen signifikanten Einfluss auf das mechanische Höhenrudersteuersystem (MECS) hatte. Dies wurde hauptsächlich verursacht durch die leistungsstarken Allison-Motoren und den beiden großen sechsblättrigen Dowty-Propellern. Aufgrund dieses Problems verzögerte sich das Programm, doch fast genau zwei Jahre nach dem Erstflug erfolgte am 31. März 1994 die endgültige Zertifizierung. Die Schweizer Regionalfluggesellschaft Crossair war sehr überzeugt von der Saab 2000 und übernahm als Erstbetreiber die erste

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Hayways: FlyArmenia versucht es nochmals

FlyArmenia Airways wollte mit Boeing 737-Classics verschiedene Destinationen in Russland anfliegen. Doch das Projekt scheiterte schnell. Jetzt will man es unter einem neuen Namen nochmals wagen. Erst im Oktober 2019 wurde die FlyArmenia Airways in Jerewan gegründet. Bereits im Juli 2020 erhielt man von den armenischen Behörden ein Luftverkehrsbetreiberzeugnis (AOC, #070) ausgestellt. Doch richtig durchgestartet ist FlyArmenia dennoch nicht. Dies liegt wohl auch damit zusammen, dass eine der beiden Boeing 737 nach Wartungsarbeiten in Tallinn direkt nach Teheran geflogen ist, anstatt in die Ukraine. Anschließend hatte man das AOC verloren. Aviation.direct hat darüber berichtet. Und nun will FlyArmenia wieder an den Start gehen. Aufgrund einer Neuausrichtung und einer neuen Strategie hat man sich zu einer Namensänderung entschlossen. Ab sofort wird man unter dem Namen Hayways auftreten. Die Website wurde auch entsprechend schon überarbeitet und mit dem neuen Logo versehen. Als künftige Destinationen nennt Hayways: Anapa am Schwarzen Meer, Moskau, Nowosibirsk, Rostow am Don, Sankt Petersburg und Saratow. Die Ausrichtung ist diesbezüglich sehr ähnlich wie unter dem alten Namen. Auch Flottentechnisch dürften es wiederum Boeing 737 werden. Zuletzt teilte die Airline im Juni 2021 mit, dass man in Verhandlungen mit einigen Leasinggeber über neuere Boeing 737 NG ist. Weitere Infos sind noch nicht bekannt.

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Muss Belavia Flugzeuge zurückgeben?

23. Mai 2021: kurz vor dem Einflug in den litauischen Luftraum wurde der Ryanair-Flug FR4978 nach Minsk umgeleitet – viele Stimmen sprachen von einer Entführung des regimekritische weißrussische Journalist Raman Pratassewitsch durch den weißrussischen Staat. Einen Tag darauf sperrte Großbritannien den Luftraum für weißrussische Flugzeuge und die Europäische Union folge einen Tag später. Das Flugverbot traf vor allem die Belavia. Doch es könnte jetzt noch härter kommen. Belavia, die Nationalfluggesellschaft Weißrusslands, betreibt eine Flotte bestehend aus 33 Flugzeugen. Einige davon fliegen exklusiv für die Regierung des Landes. Doch aufgrund des Flugverbotes der Europäischen Union stehen diverse Flugzeuge am Boden. Folgende Boeings sind in der Flotte: drei B737-300, zwei B737-500, neun B737-800, eine B737-800BBJ, eine B737-8 und eine B767-300ER. Von Embraer hat Belavia fünf E175, sieben E195 und drei neue E195-E2, während eine einzelne VIP-CRJ200 (Challenger 850) vom ehemaligen kanadischen Hersteller Bombardier noch in Weißrussland fliegt. Die EU-Mitgliedsstaaten Litauen, Polen, Lettland und Estland konnten beobachten, dass Belavia vermehrt Flüge zwischen der Türkei und Minsk anbietet. Sie glauben, dass damit eine neue Migrationsroute via Weißrussland nach Litauen und Polen eröffnet wurde. Erst kürzlich gab es Berichte über ebensolche Flüchtlingsflüge mit Iraqi Airways zwischen dem Irak und Minks. Deshalb fordern die erwähnten Staaten nun strengere Maßnahmen gegenüber Weißrussland und damit auch Belavia. Vor allem Litauen macht Druck. „Wir müssen sicherstellen, dass keine europäischen Unternehmen am Menschenschmuggel beteiligt sind, weder direkt noch indirekt. Beispielsweise jene europäischen Unternehmen, die Flugzeuge an die sonst sanktionierte Belavia verleasen“, schreibt Litauens Außenminister Gabrielius Landsbergis an den EU-Spitzendiplomaten Josep

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Endlich! Nonstop-Flüge von Berlin nach Dubai

Was Emirates seit langer Zeit schon versucht, wird nun einer kleinen Fluggesellschaft gelingen. Flüge zwischen der deutschen Hauptstadt und der größten Stadt der Vereinigten Arabischen Emirate. Schon seit langer Zeit bemüht sich Emirates, dass sie die deutsche Hauptstadt Berlin ins Streckennetz aufnehmen kann. Doch aufgrund unterschiedlicher Verträgen, ist es Emirates erlaubt, nur vier deutsche Städte anzufliegen. Und das macht Emirates seit langer Zeit auch schon. Frankfurt, München, Hamburg und Düsseldorf verbindet die Golf-Airline mit ihrem Hub in Dubai. Sollte Emirates also Berlin anfliegen wollen, müsste sie eines der vorgenannten Ziele streichen. Dies ist nicht im Sinne von Emirates. Noch vor wenigen Monaten weibelte der Marketingchef der Fluggesellschaft, Adnan Kazim, mit den Worten, dass jetzt der beste Zeitpunkt sei, um Berlin mit Dubai zu verbinden um die wirtschaftlichen Chancen zu nutzen. Emirates erhält Unterstützung von Unternehmen, sowie Industrie- und Handelskammern und Agenturen aus dem Tourismus- und Wirtschaftssektor aus Berlin und Brandenburg. Auch der BER-Chef, Lütke Daldrup sprach sich für eine Verbindung nach Dubai aus. Und genau die erhält BER nun auch. Aber nicht durch Emirates. Die lettische Fluggesellschaft SmartLynx Airlines wird ab dem 4. Oktober 2021 in Zusammenarbeit mit dem deutschen Reisekonzern FTI Group Flüge zwischen Berlin und Dubai aufnehmen. Anfänglich zwei Mal wöchentlich, ab Dezember dann drei Mal, wird ein Airbus A321-200 zwischen den beiden Städten fliegen. Die FTI Group und Smartlynx werben damit, dass die Flüge genau zur bevorstehenden Weltausstellung EXPO2020 lanciert werden.

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HUB Airlines: Multinationale Billigairline mit A350 geplant

Verschiedene Airlines haben sich schon die Zähne an Billigflügen auf Langstrecken ausgebissen und nun steht mit HUB Airlines ein völlig neues Konzept an. Vier Firmen auf unterschiedlichen Kontinenten sollen mit einer Flotte bestehend aus Airbus A350 bald abheben. Seit Juni 2017 ist Rudolf Brockhausen daran ein neues Konzept in Long-Haul LowCost-Bereich (LHLC) auf die Beine zu stellen. Am 21. November 2019 konnte dann die HUB Airlines Ltd in London gegründet werden. Der Brasilianer war selbst Airline-Pilot und hat die Musterberechtigung auf A320, B737, B757, B767 und B777. Doch für seine HUB Airlines will er auf ein anderes Muster setzen, die Airbus A350. HUB Airlines soll eine Holding sein, welche vier unabhängige Fluggesellschaften betreibt: HUB Europe, HUB North America, HUB South America und HUB Southeast Asia. Der Start soll in Brasilien bei HUB South America erfolgen. Hierfür wurde auch schon die Basis bekannt gegeben, der Viracopos International Airport in Campinas (nordwestlich von Sao Paulo). Auf diesem Flughafen ist auch die Azul beheimatet. Man hat die Ambition, die größte Linienfluggesellschaft für den Langstreckenverkehr zu werden. Die als „HUBird“ bezeichneten Flugzeuge sollen in einer Zweiklassen-Konfiguration eingesetzt werden. Bereits im Oktober 2020 hat HUB dem Flugzeughersteller Airbus mitgeteilt, dass man sich für die A350 XWB entschieden hätte. Gemäß Aussage der angehenden Airline, wurde eine kluge Struktur entwickelt, welche auf dem Uhrzeigersinn basiert. So können die vier Drehkreuze einfach miteinander verbunden werden. Noch hält sich HUB Airlines bedeckt, ab wann der Flugbetrieb aufgenommen werden soll.

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Red Sea Airlines: Neue ägyptische Fluggesellschaft

Vor der Corona-Krise wurde in Ägypten eine neue Fluggesellschaft unter dem Namen Red Sea Airlines gegründet. Wohl aufgrund Corona erfolgte der Start nun aber verspätet und vieles ist noch unklar. Es trennt Afrika von der Arabischen Halbinsel – das Rote Meer oder auf Englisch Red Sea. Unterschiedliche Staaten grenzen an das Rote Meer, am Ostufer Saudi-Arabien und Jemen, am Westufer Ägypten, Sudan, Eritrea und Dschibuti. Im Golf von Akaba sind zudem Jordanien und Israel zu finden. Fluggesellschaften aus diese acht Ländern könnten sich somit mit dem Meeresnamen schmücken. Und das tat auch die Nationalfluggesellschaft des kleinsten Anrainerstaates. Die im Jahre 1963 gegründete Air Djibouti trug ab 1973 den Zusatz Red Sea Airlines im Namen. Doch nach finanziellen Schwierigkeiten stoppte Air Djibouti – Red Sea Airlines am 22. Januar 1991 den Flugverkehr und wurde anschließend aufgelöst. Eine ebenfalls staatliche Nachfolgegesellschaft nutzte denselben Namen zwischen 1997 und 2002 wieder. Auch die ab 2015 verkehrende virtuelle Fluggesellschaft Air Djibouti bedient sich teilweise diesem Zusatz. Neben den Fluggesellschaften aus Dschibuti nutzte auch die Nationalairline von Eritrea den Meeresnamen. Die 1991 gegründete Eritrean Airlines flog zwischen 1998 und 2001 mit der Ergänzung Air Red Sea ab Asmara. Nun wird der Air Djibouti der Zusatzname strittig gemacht. In Ägypten wurde eine neue Airline mit dem Namen Red Sea Airlines gegründet. Der Flugbetriebsleiter, Nabil Helmy, hat vor wenigen Tagen mit einem Statement in den Sozialen Medien die Blicke auf sich gezogen. Seine Aussage war „New Star is born in aviation“ (in etwa: ein neuer Stern in der

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Lalona Air: Die nächste virtuelle Luftnummer?

Am 15. Januar 2022 soll die in Gründung befindende Lalona Air das erste Mal von Düsseldorf abheben. Als Flugpartner konnte man nach eigenen Aussagen die dänische Air Alsie gewinnen. Mit einer 60-plätzigen ATR72-500 sollen in- und ausländische Ziele angeflogen werden. Eigentlich ist es ein bekanntes Spiel. Eine oft neu gegründete Firma sieht für sich einen Markt und will dann entsprechende Flüge anbieten. Da man jedoch über kein AOC (Air Operator Certificate) verfügt, muss man einem Partner finden, welcher dann über die entsprechenden Zertifikate und auch Flugzeuge verfügt. Obwohl man rechtlich also keine Fluggesellschaft ist, bezeichnet man sich trotzdem als solche. Dies ist auch bei Lalona Air der Fall. Bereits in einem Monat soll der Ticketverkauf für verschiedene Strecken auf www.lalona-air.de lanciert werden. Bisher sind mit Friedrichshafen und Klagenfurt die ersten beiden Destinationen durchgesickert. Lalona Air möchte sich im Businessbereich positionieren, was angesichts einer nur mit 60 Sitzen ausgestatteten ATR72 auch möglich erscheint. Auf der Website des Unternehmens wird mit dem Satz „Business Airline für besondere Ansprüche“ geworben. Auf Sozialen Medien wird man noch konkreter. Der Verkaufsleiter, Sean Niefer, sagt: „Lalona Air ist eine Airline für Geschäftsreisende ohne Kompromisse“. Marvin Augustiniak, der Geschäftsführer meint: „wir werden eine neue Art und Weise von Businessreisen in Deutschland begründen“. Starke Worte von in der Branche unbekannten Personen. Und tatsächlich will Lalona Air einiges anders machen und damit Businesspassagiere anziehen. Gemäß einer Pressemitteilung sollen die Passagiere in den Genuss eines Shuttleservice zum Flughafen Düsseldorf kommen. Weiter will man sich mit kostenfreier Verpflegung an Bord, Freigepäck

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Ukrainian Wings: Was bringt die Zukunft?

Zuletzt hatte die Ukrainian Wings zwei Boeing 737-500 und eine Boeing 767-300ER für die afghanische Kam Air eingesetzt. Nach der Machtübernahme der Talibans in Afghanistan stellt Aviation.direct die Frage, wie weiter mit Ukrainian Wings. Die Bilder, welche vom Kabuler Flughafen Hamid Karzai International Airport in Khwaja Rawash um die Welt gingen, sind dramatisch. Auf Videos in den sozialen Medien sind immer wieder die Orange-Blauen Flugzeuge der größten afghanischen Airline Kam Air zu sehen. Auch sind Bilder einer geparkten Boeing 767 in vollen Kam Air Farben aufgetaucht. Möglicherweise handelt es hierbei um eine Boeing 767-300ER mit dem ukrainischen Kennzeichen UR-CSX, welche von Ukrainian Wings für Kam Air betrieben wird. Neben diesem Großraumflugzeug betreibt Ukrainian Wings noch zwei kleine Boeing 737-500 (UR-BAA / UR-UWW) ebenfalls für die afghanische Airline. Was bedeutet der Umsturz in Afghanistan nun für die ukrainische Airline? Leider blieben vermehrte Anfragen von Aviation.direct durch Ukrainian Wings unbeantwortet. Somit können wir nur mutmaßen, wollen dabei aber die Fakten nicht außer Acht lassen. Die B767-300ER (UR-CSX, msn 25534/477, Jahrgang 1993) wurde zuletzt am 13. Juli 2021 auf dem Flug UWJ8002 auf dem Weg nach Kiew Boryspil getrackt. Aufgrund der Flugnummer dürfte es sich um einen sogenannten Ferry Flight gehandelt haben. Wir gehen davon aus, dass das Flugzeug immer noch in Kiew am Boden ist und es sich bei der oben erwähnten B767 um eine andere Maschine handelt (womöglich die ex. Kam Air B767-200 YA-KAM). Die UR-CSX ist im Eigentum der Kam Aviation FZC aus Schardscha/Sharjah (VAE), einer Firma welche (wie Kam

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SKS Airways: Neue malaysische Airline will vor Start wachsen

Am 13. November 2017 wurde im malaysischen Johor Bahru die SKS Airways gegründet. Geplant waren Regionalflüge mit vier Twin Otter, doch noch hat SKS nicht abgehoben. Dennoch plant man bereits größere Flugzeuge anzuschaffen. Johor Bahru liegt an der Südspitze der malaiischen Halbinsel gegenüber von Singapur. Der nördlich der Stadt gelegene Senai International Airport ist 33 Kilometer von Singapur Seletar resp. knapp 50 Kilometer von Singapur Changi entfernt. Somit liegt die Stadt genau dazwischen und ist mit dem Damm „The Causeway“ sowie der neueren Brücke „Second Link“ über die Straße von Johor optimal an Singapur angebunden. Die hauptsächlich im Immobilienbereich tätige SKS Group of Companies gründete Ende 2017 eine eigene Airline mit dem Namen SKS Airways. Ursprünglich war die Anschaffung von vier DeHavilland Canada DHC-6-300 Twin Otter geplant. Obwohl in Johor Bahru beheimatet, sollten die Flugzeuge in Kuala Lumpur Subang (Sultan Abdul Aziz Shah Airport) und in Singapur Seletar stationiert werden. Die Twin Otter sollten auf Strecken zu touristischen Destinationen in Malaysia eingesetzt werden – wie beispielsweise Kota Bharu, Ipoh, Langkawi, Pangkor, Pula Redang, Taman Negara und Tioman. Die erste Twin Otter wurde dann im Dezember 2019 vom schweizerischen Sion mit verschiedenen Stopps nach Kuala Lumpur Subang überstellt und später dort bemalt und als 9M-KIA registriert. Die zweite Maschine folgte etwa ein Jahr danach und erhielt das Kennzeichen 9M-KIB. Zwei weitere DHC-6 sind aktuell immer noch in der Schweiz geparkt. Doch mit der Betriebsaufnahme hat es bei SKS Airways bisher noch nicht geklappt. Verschiedene Male wurde das Startdatum verschoben – noch

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Qanot Sharq hebt wieder ab

Am 16. August 2021 war es so weit. Die usbekische Fluggesellschaft Qanot Sharq hebt nach einem neunjährigen Dornröschenschlaf wieder ab. Unter dem recht speziellen Namen Qanot Sharq wurde im Jahr 1998 die erste private usbekische Fluggesellschaft gegründet. Damals bediente man sich einem Illyushin Il76 Frachtflugzeug der Uzbekistan Airways. Doch der Erfolg stellte sich nicht richtig ein, so dass man im Jahre 2012 die Türen schloss und das AOC zurückgab. Doch sieben Jahre später tauchte der Name Qanot Sharq wieder auf. An der MAKS Air Show in Moskau unterzeichnete der Gründer, Nosir Abdugafforov, eine Absichtserklärung („Letter of Intent“) über drei Sukhoi SSJ100. Danach wurde es wieder ruhiger um diese Airline und die Absichtserklärung wurde nie in eine effektive Bestellung umgewandelt. Doch mitten in der Corona-Krise tauchte der Name Qanot Sharq wieder auf. Bei dem amerikanischen Leasingunternehmen Air Lease Corporation sicherte man sich anfangs Jahr zwei gebrauchte Airbus A320-200. Diese wurden dann auch bereits im April und Mai 2021 nach Usbekistan überführt. Am 7. Juli 2021 erhielt Qanot Sharq ihr eigenes AOC und konnte nun mit den beiden Airbussen am 16. August 2021 wieder abheben. Der Erstflug ging von Taschkent in das für ihre Moscheen und Mausoleen bekannte usbekische Stadt Samarkand. Die Fluggesellschaft hat unsere Anfragen zur Bestätigung der Betriebsaufnahme bis zur Veröffentlichung dieses Berichts leider nicht beantwortet. Die beiden Flugzeuge sind in Mitteleuropa keine Unbekannten. Die nun als UK32030 registrierte Maschine flog zwischen 2005 und 2011 für die Air Berlin, während die zweite Maschine mit dem Kennzeichen UK32031 zwischen 2007 und

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