Stefan Steiner

Weitere Artikel aus der Rubrik

Stefan Steiner

Tourismusbericht belegt fundamentale Bedeutung für Österreichs Bruttoinlandsprodukt

Der aktuelle Tourismusbericht des Bundesministeriums für Wirtschaft, Energie und Tourismus untermauert die ökonomische Tragweite des Fremdenverkehrs für die gesamte österreichische Volkswirtschaft. Die erhobenen Wirtschaftsdaten weisen für den Sektor eine direkte und indirekte Wertschöpfung von insgesamt 68,2 Milliarden Euro aus. Damit steuert die Branche einen Anteil von 13,6 Prozent zum nationalen Bruttoinlandsprodukt (BIP) bei. Die statistische Aufschlüsselung verdeutlicht, dass der reine Tourismus 6,5 Prozent und die eng damit verzahnte Freizeitwirtschaft weitere 6,8 Prozent zu dieser volkswirtschaftlichen Kennzahl beitragen, womit der Gesamtsektor zu den tragenden Säulen des Wirtschaftsstandortes zählt. Neben der reinen Wertschöpfung fungiert der Tourismussektor als zentraler Beschäftigungsmotor auf dem heimischen Arbeitsmarkt. Dem offiziellen Bericht zufolge sichert die Hotellerie und Gastronomie 7,1 Prozent aller Arbeitsplätze in der Republik. Unter Einbeziehung der Freizeitwirtschaft, die für 6,9 Prozent der Erwerbstätigen verantwortlich zeichnet, hängen exakt 14 Prozent der Gesamtbeschäftigung in Österreich direkt oder indirekt von diesem Wirtschaftszweig ab. Susanne Kraus-Winkler, Obfrau der Bundessparte Tourismus und Freizeitwirtschaft in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), verwies in einer Stellungnahme darauf, dass die Betriebe damit eine essenzielle Rolle bei der Absicherung von Arbeitsplätzen und der Stärkung des Wohlstands insbesondere im ländlichen Raum einnehmen. Trotz der nominal hohen Umsatz- und Beschäftigungszahlen warnt die Wirtschaftskammer vor verfälschten Rückschlüssen auf die tatsächliche Ertragslage der einzelnen Tourismusbetriebe. Viele kleine und mittelständische Unternehmen stehen aufgrund der gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen unter erheblichem finanziellem Druck. Die Rentabilität wird gegenwärtig durch stark gestiegene Personalkosten, hohe Zinsen bei anstehenden Investitionskrediten sowie durch die anhaltenden Auswirkungen der Inflation bei Lebensmitteln und Betriebsmitteln geschmälert. Zudem belasten ein akuter Arbeitskräftemangel und ein

weiterlesen »

Schauinsland-Reisen nimmt Sharm el Sheikh wieder ins Winterprogramm auf

Der Duisburger Reiseveranstalter Schauinsland-Reisen strukturiert sein Portfolio für die kommende Wintersaison 2026/2027 um und setzt auf eine deutliche Stärkung des Ägypten-Geschäfts. Nach einer temporären Pause nimmt das Traditionsunternehmen die am Roten Meer gelegene Urlaubsdestination Sharm el Sheikh wieder fest in sein Programm auf. Ab Oktober 2026 können Urlauber auf ein Netz von Direktverbindungen zurückgreifen, die von mehreren Verkehrsflughäfen in Deutschland, den Niederlanden und der Schweiz bedient werden. Der Pauschalreiseanbieter reagiert damit auf die anhaltend hohe Nachfrage nach klassischen, sonnensicheren Nahost-Destinationen in den europäischen Wintermonaten, die sich nach einer Phase der Konsolidierung im Reiseverkehr wieder vollständig stabilisiert haben. Für die logistische Umsetzung des Flugprogramms hat Schauinsland-Reisen eine weitreichende Partnerschaft mit Corendon Airlines als primärem Premium-Partner vereinbart. Corendon wird von den deutschen Großflughäfen Düsseldorf, Köln/Bonn und Nürnberg aus jeweils dienstags und freitags in Richtung Sinai-Halbinsel starten. Der Flugplan sieht eine Bedienung von November bis März vor, wobei die Dienstagsrotationen im verkehrsschwachen Januar für drei Wochen ausgesetzt werden. Ergänzt wird dieses Luftverkehrsangebot durch weitere namhafte Fluggesellschaften. So steuert der Billigflieger Easyjet die Destination von Berlin und Amsterdam aus jeweils mittwochs und sonntags an, während Transavia ebenfalls von Amsterdam fliegt und die Schweizer Edelweiss Air das Drehkreuz Zürich an den Wochenenden anbindet. Parallel zur Sicherung der Flugkapazitäten hat der Reiseveranstalter sein Hotelkontingent vor Ort massiv ausgebaut, um unterschiedliche Zielgruppen im gehobenen Fünf-Sterne- und All-inclusive-Segment anzusprechen. Zu den strategischen Partneranlagen im Beherbergungssektor zählen das Sunrise Remal Beach Resort, das sich durch ein direkt zugängliches Hausriff für den Tauchsport auszeichnet, sowie das Pickalbatros Royal Moderna Resort,

weiterlesen »

Condor und Etihad Airways vereinbaren Ausbau der Kooperation

Die deutsche Ferienfluggesellschaft Condor erweitert ihr Streckennetz nach Südostasien und setzt dabei auf ein neuartiges operativeres Modell in Zusammenarbeit mit ihrem strategischen Partner Etihad Airways. Wie die beiden Fluggesellschaften am Rande der Jahrestagung des internationalen Luftverkehrsverbandes IATA bekannt gaben, wird Condor ab Oktober 2026 eine zweite tägliche Verbindung in die thailändische Hauptstadt Bangkok einrichten. Das Besondere an dieser neuen Route ist die Streckenführung: Im Gegensatz zu den etablierten Nonstop-Verbindungen führt diese Linie über das Drehkreuz von Etihad Airways am Zayed International Airport in Abu Dhabi. Condor wird diese Flüge mit eigenen Großraumflugzeugen des Typs Airbus A330-900 durchführen. Eine wesentliche Neuerung für den deutschen Ferienflieger stellt dabei das Verkehrsrecht dar, denn die Teilstrecken zwischen den Vereinigten Arabischen Emiraten und Thailand können von Passagieren völlig unabhängig von einer Weiterverbindung nach Deutschland gebucht werden. Durch die parallele Vermarktung im Rahmen eines umfassenden Codeshare-Abkommens mit Etihad Airways profitiert Condor von den Vertriebsstrukturen der Golf-Fluggesellschaft, während Etihad ihr eigenes Kapazitätsangebot auf der stark frequentierten Route nach Südostasien ohne den Einsatz eigener Flugzeuge flexibel ausweiten kann. Die logistische Struktur der neuen Flugverbindung und der Flotteneinsatz Der operative Start der neuen Streckenführung ist für den Beginn des Winterflugplans im Oktober 2026 terminiert. Herzstück der logistischen Umsetzung ist die Einbindung des modernsten Langstreckenmusters in der Condor-Flotte, dem Airbus A330-900. Diese Maschinen, die über eine hochmoderne Drei-Klassen-Konfiguration aus Business Class, Premium Economy und Economy Class verfügen, zeichnen sich durch eine hohe Wirtschaftlichkeit auf der Langstrecke aus und bieten ein einheitliches Produktniveau für Urlaubs- und Geschäftsreisende. Der Flugplan sieht eine

weiterlesen »

Kontroverse in Österreich: Fluggesellschaft Ryanair kritisiert die Budgetrede der Bundesregierung

Die wirtschaftspolitische Debatte im österreichischen Luftverkehrssektor hat sich nach der jüngsten Budgetrede der Bundesregierung unter Bundeskanzler Stocker erheblich verschärft. Der europäische Luftfahrtkonzern Ryanair reagierte mit massiver Kritik auf das Ausbleiben fiskalischer Entlastungsmaßnahmen für die Luftfahrtbranche und forderte die sofortige Streichung der nationalen Luftverkehrssteuer, die derzeit mit zwölf Euro pro abfliegendem Passagier beziffert wird. Die Vereinsführung der Billigfluggesellschaft argumentiert, dass das Beibehalten dieser Steuer sowie die seit der weltweiten Pandemie um sechzig Prozent gestiegenen Flugsicherungsgebühren die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Österreich im direkten europäischen Vergleich nachhaltig schwächen. Nach Angaben des Luftfahrtunternehmens führt die aktuelle Kostenstruktur zu einer gezielten Abwanderung von Passagierströmen, Investitionen und Arbeitsplätzen in kostengünstigere EU-Nachbarstaaten wie die Slowakei, Ungarn oder Italien, in denen die Regierungen Steuersenkungen und Gebührenreduzierungen zur Stimulierung des Marktwachstums beschlossen haben. Während die österreichische Bundesregierung in ihrem Haushaltsplan die Einnahmen aus der Ticketabgabe zur Konsolidierung des Staatshaushalts verteidigt, warnen Branchenvertreter vor einem signifikanten Rückgang der Passagierzahlen am Wiener Zentralflughafen, der für das laufende Jahr prognostiziert wird. Der Konflikt verdeutlicht die grundlegenden ordnungspolitischen Spannungen zwischen staatlichen Einnahmeinteressen und den Forderungen der internationalen Verkehrswirtschaft nach einer weitreichenden Deregulierung der Standortkosten. Strukturelle Auswirkungen der Standortkosten auf den Flughafen Wien und das regionale Wachstum Der Kern der aktuellen Auseinandersetzung liegt in den unterschiedlichen Auffassungen über die Preissensibilität des modernen Luftverkehrsmarktes. Die Unternehmensleitung von Ryanair verweist auf die veränderten Verkehrsströme innerhalb der ostmitteleuropäischen Region. Für den Flughafen Wien-Schwechat wird für das Jahr 2026 ein Rückgang des Passagieraufkommens um rund zehn Prozent auf eine Marke von unter dreißig Millionen Fluggästen erwartet. Diese Entwicklung

weiterlesen »

Wachstum trotz Betriebsstörungen: Flughafen Brüssel verzeichnet Passagier- und Frachtplus im Mai 2026

Der internationale Flughafen Brüssel-Zaventem setzt seinen Wachstumskurs im laufenden Jahr weiter fort. Im abgelaufenen Monat Mai reisten knapp 2,3 Millionen Passagiere über das größte belgische Luftfahrtkreuz, was einer Steigerung von 3,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat entspricht. Dieser Zuwachs wurde trotz zweier massiver betrieblicher Einschränkungen realisiert. Zum einen belastete ein nationaler Streiktag am Dienstag, dem 12. Mai 2026, die operativen Abläufe, wodurch rund 25.000 Fluggäste ihre geplanten Verbindungen nicht antreten konnten. Dennoch verlief dieser Ausstand glimpflicher als vorangegangene Arbeitskämpfe des Jahres, da fast die Hälfte des regulären Flugprogramms aufrechterhalten wurde. Zum anderen dämpfen die anhaltenden geopolitischen Spannungen im Nahen Osten das Verkehrsaufkommen in die Golfregion, da Destinationen wie Tel Aviv und Doha temporär nicht bedient werden und Flüge nach Dubai und Abu Dhabi reduzierten Frequenzen unterliegen. Als wesentliche Wachstumstreiber erwiesen sich im Mai mehrere verlängerte Wochenenden im Zuge der gesetzlichen Feiertage sowie das Ende der Schulferien in der französischsprachigen Föderation Wallonie-Brüssel. Das Ranking der zehn beliebtesten Reiseländer wurde erneut von klassischen südeuropäischen Urlaubsdestinationen wie Spanien, Italien und Griechenland angeführt, gefolgt von der Türkei, Marokko, Deutschland, Portugal, Frankreich, den Vereinigten Staaten von Amerika und der Schweiz. Auch das Transitgeschäft stabilisierte sich weiter: Der Anteil der abfliegenden Transferpassagiere lag bei 13 Prozent des Gesamtaufkommens. Die Umsteigeströme konzentrierten sich dabei vor allem auf Verbindungen zwischen Europa, Afrika und Nordamerika, was die strategische Bedeutung des belgischen Drehkreuzes als interkontinentaler Knotenpunkt untermauert. Eine bemerkenswerte Dynamik verzeichnete im Berichtsmonat das Cargo-Segment. Das gesamte Frachtaufkommen am Flughafen Brüssel stieg um 12 Prozent auf insgesamt 75.847 Tonnen. Diese

weiterlesen »

Auszeichnung für Bord-Konnektivität: Air Baltic erhält APEX Award für das beste Passagier-WLAN in Europa

Die lettische Fluggesellschaft Air Baltic ist von der Airline Passenger Experience Association (APEX), einem der weltweit größten internationalen Luftfahrtverbände, mit dem Preis für das beste Bord-WLAN in Europa des Jahres 2026 ausgezeichnet worden. Die Vergabe dieses Branchenpreises basiert auf verifizierten Passagierbewertungen von mehr als einer Million Flügen bei über 600 Fluggesellschaften weltweit. Air Baltic sicherte sich den Spitzenplatz auf dem europäischen Kontinent, nachdem das Unternehmen als erste Fluglinie in Europa eine weitreichende Kooperation mit dem Satelliten-Internetdienst Starlink des Raumfahrtunternehmens SpaceX umgesetzt hatte. Der kommerzielle Start des kostenfreien Highspeed-Internets an Bord erfolgte im Februar 2025 und wurde seither schrittweise auf der gesamten Flotte ausgerollt. Laut Thomas Ramdahl, dem kommerziellen Geschäftsführer (CCO) von Air Baltic, spiegelt das direkte Kundenfeedback eine hohe Zuverlässigkeit des angebotenen Dienstes wider, was sich positiv auf die Kundenbindung auswirke. Die Fluggesellschaft nutzt für ihr Streckennetz eine reine Jet-Flotte bestehend aus Kurz- und Mittelstreckenflugzeugen des Typs Airbus A220-300. Die technologische Umrüstung der Flugzeuge umfasst die Installation von speziellen Aero-Antennen, die eine permanente Verbindung zu den im niedrigen Erdorbit (LEO) operierenden Starlink-Satelliten herstellen. Dadurch wird den Passagieren eine Datenübertragung mit geringer Latenzzeit ermöglicht, die mit terrestrischen Breitbandanschlüssen vergleichbar ist und ohne die sonst üblichen Anmeldeschranken oder Bezahlschranken auskommt. Der Vorstandsvorsitzende der APEX-Gruppe, Joe Leader, betonte im Rahmen der Preisverleihung, dass sich die Erwartungshaltung der Fluggäste in Europa grundlegend verändert habe. Schnelles und kostenloses Internet habe sich von einem bloßen Zusatzangebot zu einem Standardmerkmal im europäischen Luftverkehr entwickelt. Für Air Baltic ist dies bereits die vierte Auszeichnung durch den Verband innerhalb

weiterlesen »

Jetstar und Qantas besiegeln Fünfjahresvertrag für den neuen Großflughafen Western Sydney International

Die australische Luftfahrtlandschaft steht vor ihrer bedeutendsten strukturellen Erweiterung seit über einem halben Jahrhundert. Wie die Konzernführungen der Qantas-Gruppe und des im Bau befindlichen Western Sydney International Airport am 10. Juni 2026 in einer gemeinsamen Erklärung bekannt gaben, wurde eine umfassende kommerzielle Vereinbarung mit einer Laufzeit von zunächst fünf Jahren formalisiert. Der Kontrakt regelt den strategischen und operativen Start des Linienbetriebs im nationalen Passagier- und Frachtverkehr. Als historischer Erstnutzer des neuen Luftfahrt-Drehkreuzes wird die Billigflugtochter Jetstar den kommerziellen Passagierbetrieb am 25. Oktober 2026 offiziell eröffnen. Die nationale Fluggesellschaft Qantas wird dem Angebot im Frühjahr des darauffolgenden Jahres mit einem eigenständigen Streckennetz folgen. Die Vereinbarung bündelt erhebliche Wachstumspotenziale für die stark expandierende Region im Westen der Metropole Sydney und verschafft beiden Fluggesellschaften die nötige Flexibilität, ihre Flugpläne an die sich entwickelnde Marktnachfrage anzupassen. Da das gesamte Projekt als erster großer internationaler Flughafen-Neubau Australiens seit mehr als 50 Jahren realisiert wird, markiert die Einigung einen Meilenstein für die infrastrukturelle Kapazitätserweiterung des gesamten Kontinents. Sämtliche vom neuen Flughafen angebotenen Flugverbindungen werden zusätzlich zu den bestehenden Kapazitäten am etablierten Sydney Kingsford Smith Airport betrieben, was eine dauerhafte Entlastung des Ballungsraums gewährleistet. Der operative Zeitplan und die historische Premiere durch die Tochtergesellschaft Jetstar Die Detailplanung für die Aufnahme des Flugbetriebs sieht eine gestaffelte Einführung vor, um einen reibungslosen Übergang der komplexen Flughafensysteme in den Live-Betrieb zu garantieren. Den historischen Anfang markiert die Fluggesellschaft Jetstar am Vormittag des 25. Oktober 2026. Unter der Flugnummer JQ362 wird pünktlich um 11:00 Uhr Ortszeit der erste kommerzielle Passagierflug vom

weiterlesen »

Verkehrsunfall am Flughafen Weeze: Autofahrer prallt gegen die Terminalfassade

Am Flughafen Niederrhein in Weeze hat sich am späten Dienstagnachmittag ein folgenschwerer Pkw-Unfall direkt vor dem Abfertigungsgebäude ereignet. Gegen 17:11 Uhr beabsichtigte ein 77-jähriger Kraftfahrer aus Viersen, seine Ehefrau am Ankunftsbereich des Terminals abzuholen. Beim Versuch, den Wagen auf dem dafür vorgesehenen rechten Parkstreifen abzustellen, verwechselte der Seniorenfahrer nach offiziellen Angaben der Kreispolizeibehörde Kleve das Gas- mit dem Bremspedal seines Automatikfahrzeugs. Der Wagen beschleunigte daraufhin unkontrolliert, rammte zunächst einen massiven Betonpfeiler der baulichen Außenstruktur und schlug anschließend mit erheblicher Wucht in die gläserne Fensterfront des Terminalgebäudes ein. Der Unfallverursacher kam mit leichten Verletzungen davon und wurde nach der Erstversorgung durch die Rettungskräfte vor Ort zur weiteren medizinischen Untersuchung in ein nahegelegenes Krankenhaus transportiert. Die ebenfalls alarmierte Flughafenfeuerwehr sowie Beamte der Bundespolizei sicherten die Unfallstelle umgehend ab. Da sich zum Zeitpunkt des Aufpralls glücklicherweise keine Passagiere oder Mitarbeiter im unmittelbaren Innenbereich hinter der betroffenen Glasfassade aufhielten, wurden keine weiteren Personen verletzt. Der entstandene Sachschaden am Fahrzeug sowie an der Infrastruktur des Flughafengebäudes beläuft sich nach ersten Schätzungen der Ermittler auf mehrere tausend Euro. Die Statik des Terminals wurde nach einer ersten Prüfung durch Statiker nicht beeinträchtigt. Der Vorfall am Flughafen Weeze reiht sich ein in eine Serie ähnlicher Bedienfehler im Straßenverkehr, die in der Vergangenheit immer wieder zu schweren Unfällen im Umfeld von sensiblen Infrastruktureinrichtungen wie Bahnhöfen oder Flughäfen geführt haben. Solche Verkehrsflächen sind durch ein hohes Aufkommen an Fußgängern und unübersichtliche Haltezonen geprägt. Der Flughafen Weeze, der primär als operative Basis für Low-Cost-Carrier wie die irische Fluggesellschaft Ryanair dient und

weiterlesen »

Swan Hellenic plant Expeditionskreuzfahrt durch Teile der legendären Nordwest-Passage im Herbst 2026

Das maritime Expeditionsunternehmen Swan Hellenic bereitet für den September 2026 eine anspruchsvolle Kreuzfahrt in einer der geschichtsträchtigsten und navigatorisch komplexesten Meeresregionen der Erde vor. Das hochseetüchtige Expeditionsschiff SH Vega soll in einer zweiwöchigen Fahrt Teile der berüchtigten Nordwest-Passage durchqueren, die den Atlantischen Ozean über das Nordpolarmeer mit dem Pazifik verbindet. Die Route gilt seit dem späten 15. Jahrhundert als navigatorische Herausforderung und zog über Jahrhunderte zahlreiche Entdecker an, die nach einer kürzeren Handelsroute von Europa nach Asien suchten. Viele dieser historischen Unterfangen endeten im Packeis, bis dem norwegischen Polarforscher Roald Amundsen zu Beginn des 20. Jahrhunderts die erstmalige vollständige Durchschiffung gelang. Die moderne Expedition, die von einem deutschsprachigen Spezialistenteam begleitet wird, kombiniert die historische Routenführung mit moderner Eisbrechertechnologie und führt von der grönländischen Küste bis tief in die arktischen Inselwelten Kanadas. Sie verdeutlicht das wachsende Interesse der internationalen Kreuzfahrtindustrie an extremen, nautisch anspruchsvollen Routen abseits der klassischen Destinationen. Historischer Kontext und die seemännische Faszination der Route Die Nordwest-Passage, die sich über eine Gesamtlänge von rund 5.780 Kilometern durch das arktische Archipel Kanadas erstreckt, nimmt in der Geschichte der Seefahrt einen singulären Status ein. Seit den ersten Entdeckungsreisen im Auftrag der englischen Krone durch Seefahrer wie John Cabot im Jahr 1497 stand die Suche nach einer schiffbaren Passage im Zentrum geopolitischer und ökonomischer Interessen. Das Ziel war die Umgehung der langen, gefährlichen und von konkurrierenden Seemächten kontrollierten Routen um das Kap Hoorn an der Südspitze Amerikas oder das Kap der Guten Hoffnung in Afrika. Berühmte Expeditionen wie jene von Sir John

weiterlesen »

Rax-Seilbahn feiert 100-jähriges Bestehen im Schloss Reichenau

Die Rax-Seilbahn, die als erste für den Personenverkehr zugelassene Seilschwebebahn Österreichs Luftfahrt- und Tourismusgeschichte schrieb, feiert im Juni 2026 ihr 100-jähriges Bestandsjubiläum. Aus diesem Anlass versammelten sich rund 350 geladene Ehrengäste aus den Bereichen Politik, Wirtschaft, Tourismus und Kultur zu einem feierlichen Festakt. Aufgrund von Unwetterwarnungen in der alpinen Rax-Region wurde die Veranstaltung von der Bergstation in das historische Schloss Reichenau verlegt. Im Zentrum der Feierlichkeiten stand die Würdigung einer der bedeutendsten technischen Pionierleistungen des Landes, die im Jahr 1926 den Grundstein für den modernen alpinen Massentourismus legte. Die infrastrukturelle Erschließung der Raxalpe geht maßgeblich auf den Hotelier und Alpinisten Camillo Kronich zurück, der das ehrgeizige Großprojekt gegen erhebliche finanzielle und geologische Widerstände durchsetzte. Nach einer Rekordbauzeit verbindet die Pendelbahn seither die Talstation in Hirschwang mit dem Rax-Plateau auf einer Höhe von 1.546 Metern über dem Meeresspiegel. Die technischen Parameter der Anlage waren für die damalige Epoche revolutionär: In einer Fahrzeit von knapp acht Minuten überwindet die Seilbahn einen Höhenunterschied von mehr als 1.000 Metern. In zeitgenössischen Medienberichten der 1920er-Jahre wurde die Neuerung als technisches Bindeglied zwischen Flugzeug und Omnibus gefeiert. Heute befindet sich die Seilbahngesellschaft im Besitz der Familie Scharfegger, die die Anlage als zentralen Wirtschaftsmotor in das Scharfegger’s Raxalpen Resort integriert hat. Geschäftsführer Bernd Scharfegger bezifferte das aktuelle Passagieraufkommen auf rund 200.000 Fahrgäste pro Jahr. Zu den Höhepunkten des Festaktes gehörten eine historische Filmdokumentation sowie die offizielle Präsentation einer staatlichen Sonderbriefmarke durch den Generaldirektor der Österreichischen Post AG, Walter Oblin. Begleitet wurde das Jubiläum im Umland durch Sonderfahrten

weiterlesen »