
Heathrow: Erneute Notrutschen-Fehlauslösung belastet British Airways
Ein betrieblicher Zwischenfall am Flughafen London-Heathrow hat am vergangenen Samstag erneut die operativen Abläufe der britischen Nationalfluggesellschaft British Airways beeinträchtigt. Während der Vorbereitungen für den Flug BA217 von London nach Washington-Dulles wurde an einer Boeing 777-200ER unbeabsichtigt eine Notrutsche ausgelöst. Berichten zufolge unterlief einer Flugbegleiterin, die sich erst an ihrem zweiten Arbeitstag im aktiven Dienst befand, ein folgenschwerer Bedienungsfehler während der Pushback-Phase am Gate B47 des Terminals 5. Der Vorfall löste einen Großeinsatz der Rettungskräfte aus und führte zu einer mehrstündigen Verzögerung für die Passagiere sowie zu massiven finanziellen Aufwendungen für das Unternehmen. Dieser Vorfall reiht sich in eine ungewöhnliche Serie ähnlicher Missgeschicke ein, die British Airways in den vergangenen Jahren verzeichnete und die nun erneut Fragen zur Ausbildung und zu den internen Sicherheitsprotokollen aufwerfen. Anatomie eines Bedienungsfehlers während der Abfertigung Der Vorfall ereignete sich in der kritischen Phase unmittelbar vor dem Verlassen der Parkposition. Nach gängigen Luftfahrtprotokollen erfolgt kurz vor dem Pushback das Kommando „Doors to automatic“, welches das Kabinenpersonal anweist, die Türen „scharf“ zu schalten. In diesem Zustand ist der Auslösemechanismus der Notrutsche mit dem Türrahmen verbunden, sodass sich die Rutsche bei einer Notöffnung automatisch entfaltet. Im aktuellen Fall an der Boeing 777 mit der Registrierung G-VIIY soll die betroffene Mitarbeiterin die Tür 3L vorschriftsmäßig scharf geschaltet, sie jedoch im Anschluss aus ungeklärten Gründen geöffnet haben. Die sofortige Aktivierung der Rutsche blockierte den weiteren Abfertigungsprozess. Da ein Flugzeug ohne eine voll funktionsfähige Notrutsche an jedem besetzten Ausgang keine Startfreigabe erhält, mussten die Passagiere sowie die Besatzung an Bord








