
Technisches Versagen an Triebwerksaufhängung: Neue Erkenntnisse zum Absturz von UPS Flug 2976 in Louisville
Die US-amerikanische Transportsicherheitsbehörde NTSB hat am 14. Januar 2026 einen entscheidenden Zwischenbericht zur Unfallursache des UPS Fluges 2976 veröffentlicht. Bei dem Absturz der McDonnell Douglas MD-11 am 4. November 2025 handelt es sich um eines der ungewöhnlichsten Unglücke der jüngeren Luftfahrtgeschichte, da sich das linke Triebwerk samt Pylon während des Startvorgangs vollständig vom Flügel löste. Die Ermittler konnten nun ein nur etwa 7,62 Zentimeter großes Bauteil als Ursprung der Katastrophe identifizieren. Es handelt sich um ein kritisches Lager der Triebwerksaufhängung, das bereits vor fast 15 Jahren von Boeing als potenzielle Schwachstelle markiert wurde. Die neuen Erkenntnisse werfen brisante Fragen zur Wirksamkeit von Sicherheitsbulletins und zur Wartung von Frachtmaschinen auf, die oft ein beachtliches Alter erreichen. Während die gesamte MD-11-Flotte in den USA derzeit durch eine Notfallanweisung der FAA am Boden bleibt, deuten die Untersuchungsergebnisse darauf hin, dass ein gezielter Austausch von Kleinteilen eine Rückkehr in den Dienst ermöglichen könnte. Der Bericht der NTSB detailliert das Versagen des sogenannten Mount Bearings, eines Lagers innerhalb des Pylons, der das Triebwerk mit der Tragfläche verbindet. Jede MD-11 verfügt über zwei dieser Lagerstellen pro Pylon. Die Ermittlungen ergaben, dass das Gehäuse des hinteren Lagers am Triebwerk Nummer eins auf der linken Seite gebrochen war. Die beiden Befestigungslaschen, die die Lagerbaugruppe halten und normalerweise fest miteinander verbolzt sind, wiesen Frakturen auf. Zudem war der kugelförmige Lagerring in einen vorderen und einen hinteren Abschnitt zerbrochen. Besonders beunruhigend ist die Feststellung der Metallurgen: Die beschädigten Komponenten zeigten deutliche Anzeichen von Ermüdungsrissen, die sich über einen längeren Zeitraum








