Stefan Steiner

Weitere Artikel aus der Rubrik

Stefan Steiner

Frachtboom in Lüttich: Liege Airport verzeichnet zweitbestes Ergebnis der Geschichte

Der Flughafen Lüttich hat das Geschäftsjahr 2025 mit einem massiven Zuwachs im Logistiksektor abgeschlossen und seine Position als führender Frachtknotenpunkt in Europa gefestigt. Mit einem Gesamtvolumen von 1.324.579 Tonnen verzeichnete der größte Frachtflughafen Belgiens ein Plus von 14 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Damit erzielte der Standort das zweitbeste Ergebnis seiner gesamten Geschichte und das stärkste Wachstum unter den zehn größten europäischen Frachtflughäfen. Besonders dynamisch entwickelte sich der Dezember 2025, in dem die Tonnage im Vergleich zum Vorjahresmonat um 16 Prozent auf fast 120.000 Tonnen anstieg. Auch die Zahl der reinen Frachtflugbewegungen im Kerngeschäft legte um sechs Prozent auf 28.822 Starts und Landungen zu. Ein wesentlicher Faktor für diesen Erfolg ist die konsequente „Freighters First“-Strategie des Managements, die Frachtmaschinen gegenüber dem Passagierverkehr priorisiert. Die Kundenstruktur hat sich dabei deutlich verbreitert: Ende 2025 bedienten 56 Fluggesellschaften den Flughafen, im Vergleich zu 40 Airlines vor zwei Jahren. Auch die Ansiedlung von Logistikunternehmen nahm zu, wobei die Zahl der Operatoren von 37 auf 62 stieg. Durch diese Diversifizierung ist der Flughafen widerstandsfähiger gegen Schwankungen einzelner Marktteilnehmer geworden; der größte Kunde trägt lediglich 13 Prozent zum Gesamtvolumen bei. Das globale Netzwerk wurde zudem um strategisch wichtige Ziele wie Mumbai, Chicago, Mexiko-Stadt und Taipeh erweitert. Trotz des Wachstums steht der Standort vor strukturellen Veränderungen. Ein deutlicher Wandel zeigt sich bei der Verteilung der Flugzeiten: Während im Jahr 2020 noch 59 Prozent der Flüge in der Nacht stattfanden, sank dieser Anteil bis 2025 auf 34,5 Prozent. Der Fokus verschiebt sich zunehmend auf den Tagbetrieb, der nun zwei

weiterlesen »

Spendenaktion am Flughafen Graz unterstützt Familien mit behinderten Kindern

Am 24. Dezember 2025 fand am Flughafen Graz erneut die traditionelle Veranstaltung „Warten aufs Christkind“ statt, die zahlreiche Besucher in die Abflughalle lockte. Neben dem Unterhaltungsprogramm für Familien stand der karitative Zweck im Vordergrund. Der Flughafen kooperierte hierbei mit der Hilfsorganisation Help4Kids, die im Terminal Spendenboxen positionierte. Die Geschäftsführung des Flughafens, vertreten durch Wolfgang Grimus und Jürgen Löschnig, gab nun bekannt, dass das Unternehmen die von den Besuchern gesammelten Beträge um eine Eigenleistung in Höhe von 2.000 Euro aufgestockt hat. Die Gesamtsumme wird zweckgebunden eingesetzt, um Familien mit Kindern mit Behinderungen eine Entlastung im Alltag zu ermöglichen. Susanne Jagsch, Präsidentin von Help4Kids, betonte die Bedeutung dieser jährlichen Aktion für die Vereinsarbeit. Die Spendengelder finanzieren spezielle Erholungs- und Abwechslungstage für betroffene Familien in der Steiermark, die im regulären Alltag oft unter hohen finanziellen und zeitlichen Belastungen stehen. Der Verein konzentriert sich bei seiner Arbeit auf die unmittelbare Hilfe vor Ort und die Förderung sozialer Teilhabe. Durch die Zusammenarbeit mit dem Flughafen als öffentlichem Verkehrsknotenpunkt gelingt es der Organisation regelmäßig, eine breite Öffentlichkeit für die Belange von Kindern mit besonderen Bedürfnissen zu sensibilisieren und notwendige finanzielle Mittel für Therapie- und Entlastungsprojekte zu generieren. Zusätzliche Recherchen zur Veranstaltung „Warten aufs Christkind“ zeigen, dass der Flughafen Graz dieses Format bereits seit vielen Jahren als festen Bestandteil seines regionalen Engagements nutzt. Während die Kinder das Geschehen auf dem Vorfeld beobachten oder an Bastelstationen teilnehmen, dient die Plattform dem Austausch zwischen Wirtschaft und sozialen Institutionen. Der Flughafen versteht sich in diesem Kontext als Begegnungsort, der über

weiterlesen »

Ökonomische Analyse des Adults-only-Segments: Preisvarianzen im globalen Tourismusmarkt 2026

Die Wahl einer Unterkunft ohne minderjährige Gäste hat sich in den vergangenen Jahren zu einem festen Bestandteil des globalen Tourismusmarktes entwickelt. Eine umfassende Datenanalyse des Anbieters freiheit+, die auf der Auswertung von über 44.000 Angeboten in mehr als 50 internationalen Urlaubsdestinationen basiert, offenbart nun signifikante Preisunterschiede zwischen herkömmlichen Hotels und spezialisierten Erwachsenenresorts. Während das Segment Adults-only oft mit Exklusivität assoziiert wird, zeigen die Ergebnisse für den Reisezeitraum im Juni 2026 ein differenziertes Bild. In Destinationen wie Phuket oder Queenstown lassen sich durch die Wahl von Unterkünften für Erwachsene massive Einsparungen von bis zu 72 Prozent erzielen. Im Gegensatz dazu verdoppeln sich die Kosten in Regionen wie der Côte d’Azur oder auf den Malediven nahezu, sobald der Filter für kinderfreie Hotels aktiviert wird. Diese Diskrepanz verdeutlicht, dass das Konzept der Ruhe je nach geografischer Lage und lokaler Marktstruktur entweder als kosteneffiziente Nische oder als hochpreisiges Luxusgut gehandelt wird. Regionale Sparpotenziale durch spezialisierte Zielgruppenansprache Die Untersuchung identifiziert Phuket als den weltweit attraktivsten Standort für preisbewusste Reisende, die eine kinderfreie Umgebung suchen. Hier zahlen Urlauber im Durchschnitt 72 Prozent weniger als in vergleichbaren Hotels, die Gästen aller Altersgruppen offenstehen. Auf eine Woche gerechnet entspricht dies einer Ersparnis von rund 1.279 Euro. Ein ähnliches Muster zeigt sich in Queenstown, Neuseeland. Obwohl das dortige Preisniveau grundsätzlich höher angesiedelt ist, sinken die Kosten für Adults-only-Angebote um 65,6 Prozent, was eine reale Ersparnis von durchschnittlich 2.263 Euro pro Woche bedeutet. Auch in der Karibik und in Europa finden sich Standorte mit deutlichen Preisvorteilen. Barbados verzeichnet einen Rückgang

weiterlesen »

Sicherheitsdienstleister Securitas übernimmt Luftsicherheitskontrollen am Flughafen Erfurt-Weimar

Zum 1. Januar 2026 hat der Sicherheitskonzern Securitas die Durchführung der Fluggast- und Gepäckkontrollen am Flughafen Erfurt-Weimar übernommen. Die Beauftragung erfolgte durch das Bundesministerium des Innern und für Heimat (BMI), welches für die Sicherheit im Luftraum und an den deutschen Verkehrsflughäfen zuständig ist. Der neu geschlossene Vertrag sichert die Zusammenarbeit zunächst bis Ende 2030, wobei eine Option auf eine Verlängerung um ein weiteres Jahr vereinbart wurde. Für den Thüringer Regionalflughafen bedeutet dieser Wechsel einen neuen Abschnitt in der operativen Sicherheitsstruktur, nachdem zuvor andere Dienstleister im Auftrag der Bundespolizei tätig waren. Das Sicherheitskonzept am Standort Erfurt sieht den Einsatz von rund 35 qualifizierten Luftsicherheitskontrollkräften vor. Um einen reibungslosen Übergang im laufenden Flugbetrieb zu gewährleisten, übernimmt Securitas das Bestandspersonal des bisherigen Dienstleisters. Zusätzlich kündigte das Unternehmen an, lokales Personal neu auszubilden, um die geforderten Kapazitäten und Qualitätsstandards langfristig sicherzustellen. Der offizielle Startschuss für die neue Kooperation erfolgte am Montag im Rahmen eines Vor-Ort-Termins, an dem Vertreter der Geschäftsführung von Securitas, der Flughafen Erfurt GmbH sowie der Bundespolizeiinspektion Erfurt teilnahmen. Zusätzliche Recherchen im Branchenumfeld verdeutlichen, dass Securitas mit diesem Auftrag seine Marktposition an deutschen Verkehrsflughäfen weiter festigt. Das Unternehmen ist bereits an bedeutenden Drehkreuzen wie Frankfurt am Main engagiert, wo es ebenfalls für die Luftsicherheit verantwortlich zeichnet. Die Übernahme in Erfurt erfolgt in einer Phase, in der die Anforderungen an die Abfertigungstechnologie und die Qualifikation des Personals stetig steigen. Durch die Ausbildung vor Ort soll die regionale Verbundenheit des Dienstleisters gestärkt und eine stabile Personaldecke für die kommenden Reisesaisonen geschaffen werden. Für die

weiterlesen »

Entwicklungen im Bereich des Reiserechts: Schlichtungsstelle zieht Bilanz für das Geschäftsjahr 2025

Die juristische Aufarbeitung von Reisekonflikten in Deutschland zeigt eine leichte Entspannung auf hohem Niveau. Im vergangenen Geschäftsjahr verzeichnete die Schlichtungsstelle Reise und Verkehr (söp) insgesamt rund 42.000 eingegangene Beschwerden. Damit sanken die Fallzahlen im Vergleich zum absoluten Rekordjahr 2024 um etwa 5.600 Anträge. Experten führen diesen Rückgang primär auf eine Stabilisierung der operativen Abläufe bei den Verkehrsträgern sowie auf das Ausbleiben flächendeckender IT-Ausfälle und massiver Streikwellen zurück, die das Vorjahr geprägt hatten. Trotz der rückläufigen Tendenz bleibt der Druck auf die Schlichtungsinstanzen groß, da insbesondere im Flugverkehr weiterhin systemische Probleme bei der Einhaltung von Flugplänen bestehen. Während die Bahn mit sinkenden Pünktlichkeitswerten kämpft, konnten viele Fluggesellschaften ihre internen Prozesse nach den Turbulenzen der Post-Corona-Phase optimieren. Die hohe Einigungsquote von fast 90 Prozent unterstreicht dabei die Bedeutung der außergerichtlichen Streitbeilegung für den deutschen Reisemarkt. Stabilität durch Prozessoptimierung und weniger externe Störfaktoren Der Rückgang der Beschwerdezahlen im Jahr 2025 ist ein Indikator für eine verbesserte Belastbarkeit der touristischen Infrastruktur. Im Jahr 2024 hatten außergewöhnliche Umstände wie extreme Wetterlagen, weitreichende technische Defekte in der Flugsicherung und koordinierte Arbeitskämpfe zu einer Überlastung der Kundenservice-Abteilungen geführt. Viele Reisende sahen in der Schlichtung den einzigen Weg, ihre Entschädigungsansprüche geltend zu machen. Im darauffolgenden Jahr zeigten sich die Auswirkungen von Personalengpässen deutlich reduziert, da viele Unternehmen massiv in die Rekrutierung und Schulung von Boden- und Bordpersonal investiert hatten. Zudem trug die digitale Transformation der Buchungs- und Reklamationssysteme Früchte. Viele Fluggesellschaften und Reiseveranstalter haben automatisierte Rückerstattungsprozesse implementiert, die einfache Entschädigungsfälle bereits vor der Einschaltung einer externen Schlichtungsstelle lösen.

weiterlesen »

Kapazitätserweiterung auf der Strecke Reykjavík–München: Icelandair setzt Boeing 767 ein

Die isländische Fluggesellschaft Icelandair reagiert auf die veränderte Nachfrage im Winterreiseverkehr und passt den Flugplan für die Verbindung zwischen Reykjavík und München kurzfristig an. Wie aus aktuellen Branchendaten von Aeroroutes hervorgeht, wird das Unternehmen im Zeitraum vom 10. Januar bis zum 28. Februar 2026 ein deutlich größeres Fluggerät einsetzen. Statt der üblichen Schmalrumpfflugzeuge der Boeing 737 MAX-Reihe kommt auf dieser Route die Boeing 767-300ER zum Einsatz. Eine einzige Ausnahme bildet der 31. Januar, an dem planmäßig wieder ein kleineres Modell verkehrt. Dieser Wechsel markiert eine erhebliche Kapazitätssteigerung für den bayerischen Standort im ersten Quartal des Jahres. Zusätzliche Marktanalysen verdeutlichen, dass der Einsatz der Boeing 767-300ER auf dieser Mittelstrecke primär dazu dient, das gestiegene Aufkommen an Umsteigeverbindungen über das Drehkreuz Keflavík abzufangen. Insbesondere der Transitverkehr zwischen Süddeutschland und Nordamerika verzeichnete zuletzt hohe Buchungszahlen. Die Boeing 767 bietet im Vergleich zur Standardbestuhlung der 737-Modelle nicht nur mehr Sitzplätze, sondern auch eine großzügigere Konfiguration in der Saga Class sowie eine höhere Frachtkapazität. Branchenbeobachter werten diesen Schritt als Reaktion auf die verstärkte Konkurrenz im Transatlantikmarkt, bei der Icelandair durch die Erhöhung des Sitzplatzangebots pro Flug die operative Effizienz steigern will. Die strategische Entscheidung fällt in eine Phase, in der Island im Winter als Reiseziel für den Tourismus in Europa weiter an Bedeutung gewinnt. Gleichzeitig sichert die Fluggesellschaft durch den Einsatz des Großraumflugzeugs wichtige Kapazitäten für den Export von Waren, die über den Flughafen München in den süddeutschen Raum gelangen. Die Boeing 767-300ER ist seit Jahren ein fester Bestandteil der Langstreckenflotte von Icelandair und wird

weiterlesen »

Winterchaos an deutschen Flughäfen: Rechte der Passagiere bei Schnee und Glatteis

Winterliche Wetterbedingungen haben in der ersten Januarwoche 2026 erneut zu erheblichen Einschränkungen im deutschen Luftverkehr geführt. Besonders betroffen sind die Flughäfen im Norden, allen voran Hamburg und Düsseldorf, wo Glätte und Schneefall zu zahlreichen Flugausfällen und stundenlangen Verspätungen führten. Experten der Branche weisen darauf hin, dass bei solchen witterungsbedingten Störungen klare Regelungen für die betroffenen Fluggäste gelten. Laut der Fluggastrechteexpertin Nina Staub von AirHelp haben Passagiere im Falle eines Ausfalls Anspruch auf eine alternative Beförderung oder die vollständige Erstattung des Ticketpreises. Bei Inlandsverbindungen wird häufig auf die Bahn ausgewichen, wobei Umbuchungen grundsätzlich in Absprache mit der Fluggesellschaft erfolgen sollten, um eine Kostenübernahme zu garantieren. Neben der Beförderungspflicht greifen bei längeren Wartezeiten umfassende Betreuungsleistungen. Ab einer Verspätung von zwei Stunden sind die Airlines verpflichtet, Mahlzeiten und Getränke bereitzustellen sowie Kommunikationsmöglichkeiten per Telefon oder E-Mail zu ermöglichen. Sollte sich der Abflug auf den Folgetag verschieben, muss die Fluggesellschaft zudem für eine Hotelunterkunft sowie den Transfer dorthin aufkommen. Passagieren wird dringend geraten, sämtliche Quittungen für notwendige Ausgaben aufzubewahren, um diese später bei der Airline geltend machen zu können. Ab einer Verzögerung von fünf Stunden steht es den Reisenden zudem frei, ganz vom Flug zurückzutreten und die Rückzahlung des Flugpreises einzufordern. In Bezug auf finanzielle Entschädigungen, die gemäß EU-Fluggastrechteverordnung bis zu 600 Euro betragen können, bleibt die Lage komplex. Da Schnee und Glatteis in der Regel als „außergewöhnliche Umstände“ eingestuft werden, entfällt der Anspruch auf eine pauschale Entschädigungszahlung meistens, da das Wetter nicht im Verantwortungsbereich der Airline liegt. Dennoch gibt es juristische Feinheiten: Ein

weiterlesen »

Führungswechsel beim Flughafenverband ADV: Kaweh Mansoori übernimmt Vorsitz

Zum 1. Januar 2026 hat der Hessische Minister für Wirtschaft, Energie, Verkehr, Wohnen und ländlichen Raum, Kaweh Mansoori, turnusgemäß den Vorsitz im Verwaltungsrat des Flughafenverbandes ADV übernommen. Er tritt die Nachfolge des baden-württembergischen Verkehrsministers Winfried Hermann an, dessen mehrjährige Amtszeit am 31. Dezember 2025 endete. Als stellvertretender Vorsitzender wurde Dr. Hans Reichhart, Landrat des Landkreises Günzburg und ehemaliger bayerischer Verkehrsminister, in das Gremium gewählt. Der Verwaltungsrat gilt neben dem Präsidium als das höchste Entscheidungsorgan des Verbandes und setzt sich aus Vertretern von Bundesländern, Kommunen, Industrie- und Handelskammern sowie dem Deutschen Städtetag zusammen. In seiner neuen Funktion betont Mansoori die strategische Bedeutung des Luftverkehrs für die exportorientierte deutsche Volkswirtschaft. Ein Schwerpunkt seiner dreijährigen Amtszeit, die bis Ende 2028 läuft, soll die engere Verzahnung von Industrie- und Verkehrspolitik sein. Dabei stehen die Sicherung von Arbeitsplätzen an den Standorten sowie die Stärkung regionaler Wertschöpfungsketten im Vordergrund. Der Hessische Wirtschaftsminister unterstreicht, dass Flughäfen eine zentrale Rolle in der öffentlichen Infrastruktur einnehmen, da sie Regionen international anbinden und somit die Wettbewerbsfähigkeit des Standortes Deutschland gewährleisten. Sein Stellvertreter Dr. Hans Reichhart fokussiert sich in der Verbandsarbeit insbesondere auf die Belange des ländlichen Raums. Er sieht in einem stabilen Flughafennetzwerk die Grundvoraussetzung für gleichwertige Lebensverhältnisse in Stadt und Land. Ziel sei es, verkehrliche und wirtschaftliche Benachteiligungen ländlich geprägter Regionen zu verhindern. Der ADV-Verwaltungsrat dient hierbei als Plattform, um die Interessen der betroffenen Regionen gegenüber der Bundespolitik und den Aufsichtsbehörden gebündelt zu vertreten, insbesondere bei Gesetzgebungsverfahren, welche die deutsche Flughafenpolitik direkt beeinflussen. Zusätzliche Marktanalysen und Branchenberichte deuten darauf

weiterlesen »

El Al weitet internationales Flugangebot im Sommerflugplan 2026 massiv aus

Die israelische Fluggesellschaft El Al hat für den kommenden Sommer eine umfassende Expansion ihres Streckennetzes angekündigt. Ein zentraler Schwerpunkt liegt dabei auf dem nordamerikanischen Markt, wo das Unternehmen mit 55 wöchentlichen Verbindungen einen historischen Höchstwert erreicht. Insbesondere die Frequenzen von den New Yorker Flughäfen JFK und Newark werden auf bis zu sieben tägliche Flüge aufgestockt. Auch die Verbindung nach Miami wird um einen wöchentlichen Flug erweitert. Diese Kapazitätserhöhung zielt darauf ab, die starke Nachfrage im Transatlantikverkehr zu bedienen und die Position der Fluggesellschaft als wichtigster Anbieter für Reisen zwischen Israel und den USA zu festigen. In Fernost verzeichnet El Al ebenfalls ein signifikantes Wachstum. Der Flugplan sieht insgesamt 16 wöchentliche Verbindungen nach Thailand vor, wobei die Strecke nach Bangkok zwei zusätzliche Frequenzen erhält. Die Route nach Tokio, die aufgrund ihrer Beliebtheit bereits seit Anfang 2024 ganzjährig bedient wird, erfährt in der Hochsaison eine Steigerung auf bis zu fünf Flüge pro Woche. Um die erhöhte Passagierzahl effizient zu transportieren, setzt die Gesellschaft auf dieser Strecke vorrangig Großraumflugzeuge vom Typ Boeing 787-10 ein, das größte Modell ihrer Dreamliner-Flotte, welches maximale Sitzplatzkapazitäten bietet. Innerhalb Europas fokussiert sich El Al verstärkt auf den italienischen Markt. Rom und Mailand werden mit jeweils 17 Flügen pro Woche so häufig wie nie zuvor angeflogen, ergänzt durch Verbindungen nach Venedig und Neapel. Auch der Standort Deutschland profitiert von der strategischen Neuausrichtung: Die Frequenz ab München wird auf bis zu elf wöchentliche Flüge erhöht. Weitere Ausbaumaßnahmen betreffen Amsterdam, Budapest und die portugiesischen Städte Lissabon und Porto. Auf der Strecke

weiterlesen »

Luftverkehrspolitik im Spannungsfeld: Der Streit um zusätzliche Landerechte für Emirates

Die deutsche Luftverkehrslandschaft steht zu Beginn des Jahres 2026 vor einer wegweisenden Richtungsentscheidung. Im Zentrum einer hitzigen Debatte zwischen Bundesregierung, Landespolitikern und Branchenriesen steht die Forderung der arabischen Fluggesellschaft Emirates nach einer Ausweitung ihrer Landerechte in Deutschland. Während die Staatslinie aus Dubai seit Jahren darauf drängt, neben den bisherigen Standorten Frankfurt, München, Düsseldorf und Hamburg auch Berlin oder Stuttgart in ihr Streckennetz aufzunehmen, formiert sich unter der Führung der Lufthansa massiver Widerstand. Die Auseinandersetzung hat längst die Ebene des reinen Wettbewerbs verlassen und ist zu einer hochpolitischen Standortdebatte geworden, bei der wirtschaftliche Wachstumsziele der Flughäfen gegen die Schutzinteressen des nationalen Flag-Carriers und seiner Drehkreuze abgewogen werden müssen. Hintergrund des Konflikts ist das geltende bilaterale Luftverkehrsabkommen zwischen der Bundesrepublik Deutschland und den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE). Dieses Abkommen regelt präzise, dass Fluggesellschaften aus den Emiraten maximal vier Ziele im Bundesgebiet ansteuern dürfen. Da Emirates bereits die vier größten deutschen Wirtschaftszentren bedient, ist das Kontingent nach derzeitigem Rechtsstand voll ausgeschöpft. Eine Aufgabe der lukrativen Standorte Frankfurt oder München zugunsten von Berlin stand für Emirates-Chef Tim Clark nie zur Debatte. Die Airline fordert stattdessen eine Erweiterung des Abkommens auf mindestens fünf Ziele, um die steigende Nachfrage nach Langstreckenverbindungen über das Drehkreuz Dubai zu bedienen. Interessenkonflikt zwischen Flughafenstandorten und Nationalcarrier Die Fronten in diesem Streit verlaufen quer durch die deutsche Infrastrukturlandschaft. Auf der einen Seite steht der Flughafenverband ADV, der derzeit unter dem Vorsitz der Berliner Flughafenchefin Aletta von Massenbach agiert. Der Verband vertritt die Interessen der Flughafenbetreiber, die nach der Krise der vergangenen

weiterlesen »