
Entwicklung der chinesischen Lufttransportkapazitäten: Erstflug des neuen taktischen Militärtransporters Y-30 beobachtet
Chinas Ambitionen im Bereich der militärischen Luftfahrt haben am 18. Dezember 2025 einen neuen Meilenstein erreicht. Auf chinesischen Internetplattformen kursierende Videoaufnahmen und Bilder dokumentieren den mutmaßlichen Erstflug eines neuen mittelschweren Transportflugzeugs, das in Fachkreisen unter der Bezeichnung Y-30 geführt wird. Die Aufnahmen, die offenbar auf einem Flugplatz nahe der zentralchinesischen Metropole Xi’an entstanden sind, zeigen einen vierstrahligen Turboprop-Hochdecker, der die Lücke zwischen dem bestehenden Transporter Y-9 und dem strategischen Giganten Y-20 schließen soll. Obwohl eine offizielle Bestätigung durch das chinesische Verteidigungsministerium oder die staatliche Luftfahrtindustrie noch aussteht, markiert das Erscheinen des Prototyps den Übergang eines langjährigen Entwicklungsprojekts in die aktive Testphase. Mit dem Y-30-Programm zielt die Luftwaffe der Volksbefreiungsarmee (PLAAF) darauf ab, ihre Mobilität zu erhöhen und die Abhängigkeit von älteren Modellen sowjetischer Bauart drastisch zu reduzieren. Der neue Transporter weist moderne Konstruktionsmerkmale wie Winglets und ein T-Leitwerk auf, was auf optimierte Flugeigenschaften und eine hohe Effizienz im operativen Einsatz hindeutet. Technisches Design und strategische Einordnung Die Konstruktion des Flugzeugs wird der Shaanxi Aircraft Corporation zugeschrieben, die bereits für die bewährten Transportfamilien Y-8 und Y-9 verantwortlich zeichnet. Das Design der Y-30 greift Konzepte auf, die erstmals im Jahr 2014 in Form eines Modells auf der Luftfahrtmesse in Zhuhai der Öffentlichkeit präsentiert wurden. Nach über einem Jahrzehnt der Geheimhaltung zeigt der nun gesichtete Prototyp eine robuste Bauweise mit einem vierrädrigen Hauptfahrwerk, das speziell für den Einsatz auf unbefestigten oder behelfsmäßigen Pisten ausgelegt ist. Dies unterstreicht die Rolle des Flugzeugs als taktischer Transporter für schnelle Verlegeoperationen in infrastrukturell schwach erschlossenen Regionen. Mit








