Militär

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Niederlande übergeben F-16-Kampfjets an Rumänien zur Stärkung der Luftkampf-Ausbildung in Europa

Auf dem unlängst abgehaltenen NATO-Gipfel in Den Haag, welcher vom 24. bis 25. Juni 2025 stattfand, wurde eine bemerkenswerte Transaktion bekanntgegeben, die die Stärkung der Luftstreitkräfte in Osteuropa und die Ausbildungskapazitäten der Militärallianz nachhaltig beeinflussen dürfte. Die Niederlande haben sich dazu entschlossen, Rumänien achtzehn F-16-Kampfflugzeuge für einen symbolischen Betrag von nur einem Euro zu überlassen. Die Bestätigung dieses Geschäfts erfolgte durch den rumänischen Verteidigungsminister Ionuț Moșteanu. Obwohl diese achtzehn Maschinen nun formell der rumänischen Luftwaffe zugesprochen werden, sind sie in Wirklichkeit bereits seit November 2023 am Europäischen F-16-Kampfjet-Ausbildungszentrum (EFTC) in Fetești, Rumänien, stationiert. Ihre Hauptaufgabe wird auch weiterhin die umfassende Schulung von Piloten aus verschiedenen Mitgliedsländern der NATO sein, einschließlich der Ausbildung ukrainischer Kampfpiloten, was die strategische Bedeutung dieses Zentrums hervorhebt. Das Europäische F-16-Ausbildungszentrum: Ein Knotenpunkt der Luftkampf-Schulung Das Europäische F-16-Kampfjet-Ausbildungszentrum (European F-16 Training Fighter Center, EFTC) in Fetești, Rumänien, ist das Resultat einer gemeinsamen europäischen Initiative, die darauf abzielt, die Einsatzbereitschaft und Interoperabilität der F-16-Flotten in Europa zu stärken. Dieses hochmoderne Zentrum, welches auf dem Luftwaffenstützpunkt 86 „Locotenent aviator Gheorghe Mociorniță“ angesiedelt ist, wurde ins Leben gerufen, um eine zentrale Anlaufstelle für die Ausbildung von Piloten und technischem Personal an diesem weit verbreiteten Kampfflugzeug zu bieten. Die Idee entstand aus der Erkenntnis, daß viele europäische Luftwaffen ihre F-16-Bestände entweder modernisiren oder durch neuere Flugzeuge wie die F-35 ersetzen und gleichzeitig die Fähigkeiten ihrer Piloten und jener von Partnernationen auf einem hohen Niveau halten müssen. Seit seiner physischen Einrichtung im November 2023 dient das EFTC als Dreh- und Angelpunkt für

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Preisstreit um Kampfjets: Die Schweiz und die Vereinigten Staaten ringen um die Kosten für F-35-Lieferungen

Ein unerwarteter Zwist belastet derzeit die Beziehungen zwischen der Schweiz und den Vereinigten Staaten von Nord-Amerika. Im Mittelpunkt des Disputs steht der Preis für die von Bern bestellten 36 F-35-Kampfflugzeuge. Während die schweizerische Regierung unter der Annahme handelte, die Jets seien zu einem Festpreis von rund sechs Milliarden Franken (etwa 6,4 Milliarden Euro) erworben worden, vertritt die US-amerikanische Behörde Defense Security Cooperation Agency (DSCA) nun eine abweichende Auffassung. Dieser Konflikt droht, die im Jahre 2022 getroffene Beschaffungsentscheidung, welche bereits in Europa und der Schweiz für erhebliche Kontroversen sorgte, neu aufzurollen und stellt die Verläßlichkeit internationaler Rüstungsgeschäfte in Frage. Die umstrittene Wahl des F-35: Ein Blick zurück Die Entscheidung der Schweiz, im Rahmen des Rüstungsprogrammes „Air2030“ 36 Kampfflugzeuge des Typs F-35 „Lightning II“ von der Vereinigten Staaten zu beschaffen, hatte bereits im Jahre 2022 hohe Wellen geschlagen. Die damalige Verteidigungsministerin Viola Amherd hatte die Wahl des amerikanischen Jets gegenüber den europäischen Anbietern, dem Eurofighter „Typhoon“ und dem französischen Mehrzweckkampfflugzeug Rafale, entschieden verteidigt. Ihre Hauptargumentation basierte auf der vermeintlichen Kostengünstigkeit des F-35. In einer vielbeachteten Erklärung hatte Amherd betont, es habe „nicht anders entschieden werden können“, da der F-35 im Vergleich zu seinen europäischen Konkurrenten als die wirtschaftlichste Option hervorgegangen sei. Diese Einschätzung stützte sich auf eine umfassende Evaluation durch die schweizerische Beschaffungsbehörde Armasuisse, welche die Offerten der verschiedenen Hersteller genau unter die Lupe nahm. Die Argumente für den F-35 waren vielfältig. Neben dem Anschaffungspreis wurden auch die Betriebskosten über die gesamte Lebensdauer und die Systemleistung berücksichtigt. Die F-35 wurde als das

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Sicherheitslücke auf RAF Brize Norton führt zu landesweiter Überprüfung

Ein erheblicher Sicherheitsverstoß auf dem Militärflugplatz RAF Brize Norton in Oxfordshire hat eine landesweite Überprüfung der Sicherheitsvorkehrungen auf Verteidigungsstandorten ausgelöst. Pro-palästinensische Aktivisten drangen in die Basis ein und beschädigten zwei Militärflugzeuge, was Besorgnis über die Sicherheit militärischer Einrichtungen im gesamten Vereinigten Königreich hervorruft. Die Gruppe, bekannt als Palestine Action, nutzte elektrische Roller, um zu den Luftfahrzeugen zu gelangen. Dort besprühten sie die Triebwerke mit roter Farbe, welche palästinensisches Blut symbolisiren sollte, mittels umfunktionirter Feuerlöscher. Zusätzlich hinterließen sie eine palästinensische Flagge und verursachten weiteren Schaden mit Brechstangen. Die beiden betroffenen Flugzeuge vom Typ Airbus Voyager wurden für eine Inspektion beschlagnahmt; im Falle einer Bestätigung von Triebwerksschäden sind möglicherweise kostspielige und zeitaufwendige Reparaturen zu erwarten. Der restliche Bestand der Voyager-Flotte bleibt jedoch betriebsbereit. RAF Brize Norton ist der größte Luftwaffenstützpunkt des Vereinigten Königreichs und dient als wichtiges Logistikzentrum für Flüge, unter anderem nach RAF Akrotiri auf Zypern. Politische Führungspersönlichkeiten, darunter Sir Keir Starmer, verurteilten den Vorfall als „schändlich“ und „absolut verblüffend“. Obwohl die Aktivisten behaupten, mit ihrem Vorgehen die Beteiligung des Vereinigten Königreichs am Gaza-Konflikt angreifen zu wollen, haben Quellen der Royal Air Force erklärt, daß die beschädigten Luftfahrzeuge in keinem Zusammenhang mit Operationen in dieser Region stünden. Dieser Vorfall wirft ernste Fragen bezüglich der Schutzmaßnahmen und der Effektivität der Überwachung auf militärischen Anlagen im Vereinigten Königreich auf. Die nationale Überprüfung soll nun Schwachstellen identifizieren und geeignete Maßnahmen zur Verbesserung der Sicherheit implementieren, um zukünftige Einbrüche dieser Art zu verhindern und die Einsatzfähigkeit der Verteidigungskräfte zu gewährleisten.

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Litauen wählt Embraer C-390 Millennium als neues Militärtransportflugzeug

Das litauische Ministerium für Landesverteidigung hat bekanntgegeben, daß die Embraer C-390 Millennium als künftiges Militärtransportflugzeug des Landes ausgewählt wurde. Diese Entscheidung ist ein wesentlicher Schritt zur Stärkung der operativen Bereitschaft Litauens und seiner Interoperabilität innerhalb der NATO. Damit wird der Weg für den Erwerbsprozeß gemäß den nationalen rechtlichen Verfahren und Gesetzen geebnet. Loreta Maskaliovienė, Vizeministerin der Landesverteidigung Litauens, erklärte, man habe die auf dem Markt verfügbaren Militärtransportflugzeuge sorgfältig geprüft und sei zu dem Schluß gekommen, daß die C-390 Millennium die am besten geeignete Plattform sei, um die nationalen militärischen Einsatzanforderungen zu erfüllen. Litauen hat sich daher für Embraer als Verhandlungspartner entschieden und erwartet, den Erwerbsvertrag in den kommenden Monaten abzuschließen. Bosco Da Costa Junior, Präsident und Geschäftsführer von Embraer Defense & Security, äußerte sich geehrt über die Auswahl und betonte das Engagement von Embraer zur Stärkung der Verteidigungsfähigkeiten in Europa. Die C-390 Millennium ist ein Transportflugzeug der nächsten Generation, das für den Einsatz in anspruchsvollen Umgebungen konzipiert wurde. Es bietet überlegene Geschwindigkeit, Nutzlastkapazität und Missionflexibilität. Die Entscheidung Litauens reiht sich in eine wachsende Zahl europäischer und NATO-Verbündeter ein, die ebenfalls die C-390 zur Modernisierung ihrer Luftstreitkräfte gewählt haben, darunter Portugal, Ungarn, die Niederlande, Österreich, die Tschechische Republik, Schweden und die Slowakei. Durch die Einführung der C-390 Millennium wird Litauen seine operativen Fähigkeiten erheblich steigern und gleichzeitig vom europäischen Ökosystem für Support und Ausbildung profitieren. Seit ihrer Indienststellung bei der brasilianischen Luftwaffe im Jahre 2019, der portugiesischen Luftwaffe im Jahre 2023 und der ungarischen Luftwaffe im Jahre 2024 hat die C-390

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Strategische Partnerschaft zwischen SNC und Lufthansa Technik Defense

Die Sierra Nevada Corporation (SNC), ein weltweit tätiges Unternehmen in den Bereichen Luft- und Raumfahrt sowie Sicherheit und Verteidigung, und die Lufthansa Technik AG, ein führender Anbieter technischer Dienstleistungen für zivile und militärische Flugzeuge, haben auf der Pariser Luftfahrtausstellung eine strategische Partnerschaft bekanntgegeben. Diese Kooperation zielt darauf ab, die gemeinsamen Kompetenzen beider Unternehmen auf dem globalen Markt zu bündeln und Verteidigungs- sowie Luftfahrtkunden weltweit umfassend zu unterstützen. Die Zusammenarbeit zwischen SNC und Lufthansa Technik Defense, der Verteidigungssparte der Lufthansa Technik AG, wird sich auf die gemeinsame Erkundung von Möglichkeiten in den Bereichen Modifikation, Reparatur und Lebenszyklus-Support von Flugzeugen konzentrieren. Beide Partner wollen ihr ergänzendes Fachwissen nutzen, um Kunden in den Vereinigten Staaten, Europa und weiteren NATO-Partnerländern innovative Lösungen anzubieten. Durch die Verknüpfung der fortschrittlichen technologischen Fähigkeiten von SNC mit der umfassenden Erfahrung der Lufthansa Technik Defense in Wartung, Reparatur, Überholung und Modifikation von Luftfahrzeugen soll dem internationalen Verteidigungs- und Luftfahrtsektor ein umfassender Service geboten werden. Jon Piatt, Executive Vice President des Geschäftsbereichs ISR, Aviation and Security (IAS) von SNC, betonte die entstehenden Synergien, die Innovation und Exzellenz in der Luftfahrtindustrie vorantreiben sollen. Michael von Puttkamer, Vice President Special Aircraft Services bei Lufthansa Technik, hob hervor, daß die Kombination von SNCs Expertise bei Missionssystemen mit der technischen Flugzeugbetreuung der Lufthansa Technik die Verteidigungsfähigkeiten auf beiden Seiten des Atlantiks stärke. Er betonte die Bedeutung glaubwürdiger Zusammenarbeit, gemeinsamer Verantwortung und technologischer Stärke in der aktuellen Sicherheitslage. Zu den Kernbestandteilen der Vereinbarung zählen die Identifizierung neuer gegenseitiger Geschäftschancen sowie die gemeinsame Entwicklung von Fähigkeiten

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Embraer A-29 Super Tucano erreicht 600.000 Flugstunden

Der brasilianische Flugzeughersteller Embraer feiert auf der Internationalen Pariser Luftfahrtausstellung einen bedeutenden Meilenstein für sein Flugzeugmuster A-29 Super Tucano. Die im Dienste von 22 Luftstreitkräften weltweit stehende Flotte dieses Modells hat die Marke von 600.000 Flugstunden überschritten, was seine bewährte Leistung und Zuverlässigkeit unterstreicht. Bosco da Costa Junior, Präsident und Geschäftsführer von Embraer Defense & Security, bezeichnete dieses Ereignis als Privileg. Der A-29 Super Tucano ist das einzige in Produktion befindliche leichte Angriffs-, bewaffnete Aufklärungs- und fortgeschrittene Trainings-Turboprop-Flugzeug, dessen Kampftauglichkeit weltweit nachgewiesen ist. Es bietet Luftstreitkräften eine flexible und kosteneffiziente Lösung für eine breite Palette von Missionen, darunter fortgeschrittenes Pilotentraining, Luftnahunterstützung (CAS), Luftraumüberwachung, Luftabriegelung, Ausbildung von Forward Air Controllern (JTAC), bewaffnete Aufklärung, Grenzüberwachung und Lufteskorte. Die Vielseitigkeit des Flugzeugs wird durch die kürzliche Anschaffung der A-29N Super Tucano durch Portugal unterstrichen. Diese NATO-interoperable Variante ist mit fortschrittlicher Avionik und spezialisierten Kommunikationssystemen ausgestattet, um den strengsten Anforderungen des Bündnisses gerecht zu werden. Der A-29 Super Tucano zeichnet sich durch modernste Technologie für präzise Zielidentifikation und Waffensysteme aus. Seine robuste Konstruktion ermöglicht den Betrieb von unbefestigten Start- und Landebahnen sowie in anspruchsvollen Umgebungen mit geringer Infrastruktur. Das Flugzeug ist zudem für seinen geringen Wartungsaufwand und seine hohen Werte bei Zuverlässigkeit, Verfügbarkeit und struktureller Integrität bekannt, was zu niedrigen Lebenszykluskosten führt. Diese Eigenschaften machen den A-29 Super Tucano zu einer attraktiven Wahl für Luftstreitkräfte, die auf der Suche nach einem effektiven Multi-Missions-Flugzeug sind, das sowohl kampferprobt als auch wirtschaftlich im Unterhalt ist.

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Airbus Helicopters und Leonardo planen Weiterentwicklung des Militärhubschraubers NH90

Airbus Helicopters und Leonardo haben sich zusammengetan, um im Auftrag der NAHEMA (NATO Helicopter Management Agency) eine Architekturstudie zur Definition der langfristigen Weiterentwicklung des NH90-Militärhubschraubers durchzuführen. Diese geplante Aufrüstung, bekannt als Block 2, soll den Hubschrauber an zukünftige militärische Anforderungen anpassen und seine Einsatzfähigkeit wesentlich steigern. Der Vertrag für diese Studie wird voraussichtlich noch vor Jahresende unterzeichnet. Die Block 2-Verbesserung umfaßt wesentliche strukturelle Änderungen des Luftfahrzeuges sowie die Einführung modularer Avionik und eine größere Konfigurationsgleichheit. Ziel ist es zudem, Wartung und Leistung zu optimieren und neue Fähigkeiten im Bereich des kooperativen Kampfes, der Konnektivität und der Zusammenarbeit von bemannten und unbemannten Systemen zu integrieren. Bruno Even, Vorstandsvorsitzender von Airbus Helicopters, betonte, daß der NH90 eine zentrale Rolle für die zukünftigen europäischen Verteidigungsfähigkeiten spielen werde und die Block 2-Entwicklung von Technologien profitiere, die in der „European Next Generation Rotorcraft Technologies“-Studie untersucht würden. Gian Piero Cutillo, Managing Director von Leonardo Helicopters, ergänzte, daß die Block 2-Studie die langfristige Entwicklungsstrategie des NH90 ergänze. Bereits im Mai 2024 hatten NAHEMA und NHIndustries (NHI) einen kurz- bis mittelfristigen Plan zur Programmverbesserung, bekannt als Block 1 (oder Software Release 3), vereinbart. Dieser umfaßt die Stärkung taktischer Informationen, des Datenaustausches, der Sensoren, der Navigation und der Waffenintegration für die bereits im Dienst befindlichen Flotten. Die nun initiierte Block 2-Architekturstudie wird selbstverständlich auf diesen früheren Verbesserungen aufbauen. Die Zusammenarbeit zwischen den beiden großen europäischen Herstellern resultiert auch aus einem im Juli 2024 unterzeichneten Memorandum of Understanding. Dieses Abkommen zielt darauf ab, den Status des NH90-Hubschrauberprogramms umfassend zu analysieren

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Airbus und OCCAR sichern Zukunft des A400M-Programmes durch neue Vereinbarung

Airbus und die europäische Rüstungsorganisation OCCAR haben eine maßgebliche Übereinkunft mit den A400M-Erstbestellerstaaten erzielt. Diese Vereinbarung soll die Produktion des Militärtransporters A400M für die absehbare Zukunft sichern, die Betriebskosten senken und gemeinsam neue Fähigkeiten für das Flugzeug entwickeln. Im Zuge dessen haben Frankreich und Spanien bereits ihre Absicht erklärt, jeweils vier beziehungsweise drei A400M-Flugzeuge früher als ursprünglich geplant in Empfang zu nehmen. Dies signalisiert eine Stärkung des Programmes nach früheren Herausforderungen. Als Kernpunkte der Vereinbarung hat sich Airbus verpflichtet, die operationellen Kosten durch Optimierung der Wartung und Effizienzsteigerungen zu verbessern. Zudem sollen zukünftige Entwicklungen für den A400M schneller und kosteneffektiver umgesetzt werden. Diese Maßnahmen sollen Europas Verteidigungsfähigkeiten ausbauen und die strategische Autonomie im Lufttransport und bei der Mobilität festigen. Der A400M, welcher in der Vergangenheit mit technischen Problemen und Lieferverzögerungen zu kämpfen hatte, ist ein Schlüsselprojekt für die militärische Transportkapazität mehrerer europäischer Staaten, darunter Deutschland, Frankreich, Spanien und Großbritannien. Durch die neue Vereinbarung werden Airbus und OCCAR den industriellen Status des Programmes jährlich überprüfen. Dies soll der A400M-Produktion Stabilität verleihen, um die Weiterentwicklung der Plattform voranzutreiben und neue Exportmöglichkeiten zu erschließen. Zu den geplanten neuen Fähigkeiten, die Airbus bereits in Betracht zieht, gehören die Entwicklung von Standoff-Jamming-Funktionen (elektronische Kampfführung), eine Erhöhung der Nutzlast auf 40 Tonnen, die Rolle als „Mutterschiff“ für ferngesteuerte Trägersysteme (Remote Carriers) und auch die Fähigkeit zur Brandbekämpfung. Diese Erweiterungen sollen die Anwendungsmöglichkeiten des A400M erheblich ausweiten und sind von strategischer Bedeutung für die gegenwärtigen und künftigen Anforderungen sowohl der aktuellen als auch zukünftiger Betreiber.

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Portugal stärkt Lufttransportkapazitäten: Sechster Embraer KC-390 Millennium bestellt und Optionen für NATO-Partner

Auf der 55. Ausgabe der Paris Air Show hat der portugiesische Staat die Absicht bekanntgegeben, ein sechstes Transportflugzeug vom Typ Embraer KC-390 Millennium zu erwerben. Diese Entscheidung baut auf einem im August 2019 unterzeichneten Vertrag über fünf Maschinen auf und wird die Transportflotte der portugiesischen Luftstreitkräfte (FAP) erheblich stärken. Darüber hinaus planen Embraer und die portugiesische Luftwaffe, den bestehenden Vertrag um zehn Kaufoptionen zu erweitern, die künftige Akquisitionen durch europäische Nationen oder NATO-Mitglieder über den portugiesischen Staat in Regierung-zu-Regierung-Verhandlungen ermöglichen sollen. Diese strategische Erweiterung zielt darauf ab, die Interoperabilität und Zusammenarbeit mit neuen KC-390-Betreibern zu fördern und gleichzeitig die portugiesische Luftfahrtindustrie weiter zu entwickeln. Die KC-390 Millennium hat sich seit ihrer Indienststellung im Jahre 2023 durch Portugal als äußerst leistungsfähig und vielseitig erwiesen und eine beeindruckende Missionserfüllungsrate von 99 Prozent erreicht. Die KC-390 Millennium: Ein Multitalent für militärische und zivile Aufgaben Die Embraer KC-390 Millennium ist ein taktisches Transportflugzeug, das von dem brasilianischen Luft- und Raumfahrtunternehmen Embraer entwickelt und produziert wird. Sie ist als mittleres Transportflugzeug konzipiert und soll die Lücke zwischen kleineren taktischen Transportern und großen Frachtflugzeugen wie der C-130 Hercules schließen, deren Flotten in vielen Ländern in die Jahre gekommen sind und Ersatz benötigen. Die KC-390 zeichnet sich durch ihre Fähigkeit aus, ein breites Spektrum an Missionen zu erfüllen, was sie zu einem vielseitigen und kosteneffizienten System für moderne Luftstreitkräfte macht. Zu den Kernfähigkeiten des Flugzeugs gehören der Transport von Fracht und Truppen sowie der Abwurf von Gütern und Personal aus der Luft. Darüber hinaus ist die KC-390

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Dänisches Parlament genehmigt Militärabkommen mit den USA

Das dänische Parlament hat ein Abkommen über die militärische Zusammenarbeit mit den Vereinigten Staaten genehmigt, das den USA künftig erlaubt, Militärstützpunkte in Dänemark zu errichten, Soldaten zu stationieren und militärisches Material zu lagern. Dies wurde von der dänischen Nachrichtenagentur Ritzau berichtet. Das Abkommen wurde bereits im Dezember 2023 unterzeichnet, also vor der erneuten Wahl Donald Trumps zum US-Präsidenten. Das Verhältnis zwischen Dänemark und den USA hat sich seit der Unterzeichnung des Abkommens abgekühlt, insbesondere nachdem Donald Trump mehrfach sein Interesse an einer Übernahme Grönlands, das zum Königreich Dänemark gehört, bekundet hatte. Diese Ambitionen wurden durch den Besuch seines Vize JD Vance auf dem US-Militärstützpunkt Pituffik im Norden Grönlands Ende März unterstrichen, bei dem Vance scharfe Kritik am NATO-Verbündeten Dänemark geäußert haben soll. Diese Entwicklungen haben zu Kritik am Abkommen in Dänemark geführt, insbesondere von links-grünen Oppositionsparteien und Menschenrechtsorganisationen. Sie warnten laut Ritzau vor der Machtausübung des US-Militärs auf dänischem Boden und einer mangelnden Kontrolle durch dänische Behörden. Die dänische Ministerpräsidentin Mette Frederiksen verteidigte das Abkommen jedoch nach Agenturangaben. Sie betonte die Wichtigkeit, die USA enger an Dänemark zu binden. Frederiksen erklärte, das Problem sei nicht ein zu großes Engagement der USA in Europa, sondern im Gegenteil bestehe das Risiko, daß die USA Truppen abziehen und die Unterstützung für die Ukraine einstellen könnten. Dieser Schritt wird als strategische Maßnahme im Kontext der aktuellen geopolitischen Lage und der veränderten amerikanischen Außenpolitik betrachtet.

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