
Großauftrag für die spanische Verteidigung: Ministerium bestellt 100 Airbus-Hubschrauber
Das spanische Verteidigungsministerium hat über die Generaldirektion für Rüstung und Material (DGAM) den Erwerb von insgesamt 100 Hubschraubern beim europäischen Hersteller Airbus formalisiert. Dieser Großauftrag ist eingebettet in den im Mai angekündigten Nationalen Hubschrauberplan und stellt die bisher umfangreichste Beschaffungsmaßnahme dieser Art durch die DGAM dar. Ziel der Investition ist die umfassende Modernisierung der Ausrüstung der spanischen Streitkräfte sowie die Stärkung der nationalen strategischen Autonomie im Verteidigungssektor. Die Auslieferungen verteilen sich auf vier verschiedene Modelle, die für unterschiedliche Einsatzprofile in Heer, Luftwaffe und Marine vorgesehen sind. Das Auftragspaket umfasst im Detail 13 Maschinen des Typs H135, die primär für die fortgeschrittene Pilotenausbildung und leichte Unterstützungsmissionen genutzt werden sollen. Den größten Anteil bildet die Bestellung von 50 H145M-Hubschraubern für das spanische Heer (FAMET). Diese sind für taktische Aufgaben, leichte Angriffsmissionen mit dem HForce-System sowie für Katastrophenhilfe konzipiert. Zusätzlich werden sechs Hubschrauber des Typs H175M für Regierungsflüge und den Transport von Würdenträgern beschafft, um veraltete Bestände des Geschwaders 48 zu ersetzen. Abgerundet wird die Modernisierung durch 31 weitere NH90-Transporthubschrauber, die für taktische Truppentransporte und Spezialeinsätze bei allen Teilstreitkräften zum Einsatz kommen werden. Neben der rein militärischen Kapazitätserweiterung hat der Auftrag eine erhebliche industriepolitische Bedeutung für den Standort Spanien. Airbus Helicopters plant, das Werk in Albacete zu einem zentralen europäischen Luftfahrt-Hub auszubauen. Hierfür sollen in den kommenden drei Jahren mehr als 300 hochqualifizierte Arbeitsplätze geschaffen werden. In Albacete entstehen zudem ein neues Anpassungszentrum für Militärhubschrauber sowie ein internationales Schulungszentrum für Techniker und Piloten der H145M. Diese Maßnahmen ergänzen die bereits laufenden Infrastrukturprojekte zur








