
Eskalation über der Taiwanstraße: VR Chinas einseitige Flugrouten-Anpassung verschärft Spannungen mit Taipeh
Peking hat unlängst, am 6. Juli 2025, eine weitere Verlängerung der umstrittenen zivilen Flugroute M503 nahe der Taiwanstraße eröffnet, die bei Taipei auf scharfe Kritik stößt. Diese einseitige Maßnahme wird von Taiwan als Versuch gewertet, den Status Quo in der Region zu verändern und die Spannungen zu erhöhen. Die Freigabe der neuen W121-Verbindung für Flüge von West nach Ost vom Festland China (Volksrepublik China) in Richtung Taiwan (Republik China) erfolgt nur wenige Tage vor dem Beginn der jährlichen Han-Kuang-Militärübungen Taiwans, welche eine Reaktion auf eine mögliche chinesische Blockade oder Invasion simulieren. Diese Entwicklung fügt sich in ein Muster Pekings, zivilen Luftraum als Mittel zur politischen und militärischen Druckausübung zu nutzen, was die komplexe und sensible Lage in der Taiwanstraße weiter zuspitzt. Die M503-Route und ihre Verlängerungen: Ein anhaltender Streitpunkt Die M503-Flugroute, deren Genehmigung durch die Internationale Zivilluftfahrt-Organisation (ICAO) in der Mitte der 2000er Jahre erfolgte, sollte ursprünglich die Überlastung der chinesischen A470-Route mildern. Doch seit ihrer Einführung ist sie ein wiederkehrender Konfliktherd zwischen Peking und Taipei. Ihre unmittelbare Nähe zur inoffiziellen Mittellinie der Taiwanstraße, nur 7,8 Kilometer entfernt, hat in Taipei stets Sicherheitsbedenken ausgelöst. Diese Sorge hat sich unter der pro-Unabhängigkeits-Partei, der Demokratischen Fortschrittspartei (DPP), noch verstärkt, da die Beziehungen über die Meerenge hinweg zunehmend angespannt sind. Taiwans Festlandangelegenheitenrat (Mainland Affairs Council, MAC) verurteilte die jüngste Maßnahme als einen einseitigen Versuch, den „Status Quo“ in der Meerenge zu ändern. Er bezeichnete sie als „ungerechtfertigt“ und als Bedrohung für die regionale Stabilität. Taipei besteht darauf, daß jegliche Änderungen an der M503-Route








