
Großbritannien besiegelt Eurofighter-Verkauf an die Türkei: Ein Rüstungsgeschäft mit geopolitischer Tragweite
Inmitten anhaltender politischer Kontroversen und innenpolitischer Spannungen in der Türkei haben Großbritannien und die Türkei ein umfassendes Rüstungsabkommen über den Verkauf von Eurofighter Typhoon-Kampfjets unterzeichnet. Das Geschäft, dessen Volumen auf bis zu acht Milliarden Pfund (über neun Milliarden Euro) geschätzt wird, sieht die Lieferung von 20 in Großbritannien endmontierten Kampfflugzeugen an die türkische Luftwaffe vor. Die Unterzeichnung der Erklärung durch den britischen Premierminister Keir Starmer und den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan in Ankara markiert den Abschluss langwieriger Verhandlungen, die maßgeblich durch die Exportrestriktionen Deutschlands verzögert wurden. Der Deal hat eine immense geopolitische und militärpolitische Bedeutung. Aus Sicht Londons trägt die Lieferung der hochentwickelten Eurofighter zur Stärkung des Abschreckungspotenzials der nato bei, zu der beide Länder gehören. Gleichzeitig ist das Milliardengeschäft für Großbritannien von hoher wirtschaftlicher Relevanz, da es die Sicherung von 20.000 Arbeitsplätzen in der britischen Rüstungsindustrie verspricht. Für die Türkei dient der Kauf als Übergangslösung zur Modernisierung ihrer Luftstreitkräfte, bis der im Inland entwickelte Kampfjet Kaan voraussichtlich ab 2030 einsatzbereit ist. Der Abschluss des Abkommens stieß jedoch auf deutliche Kritik von Menschenrechtsorganisationen, die das Vorgehen Londons angesichts der innenpolitischen Entwicklungen in der Türkei, insbesondere des erneuten Haftbefehls gegen den Oppositionsführer Ekrem İmamoğlu, verurteilen. Überwindung der deutschen Exportblockade Das europäische Gemeinschaftsprojekt Eurofighter Typhoon wird von einem Konsortium aus Deutschland, Großbritannien, Spanien und Italien verantwortet. Der Export der Kampfflugzeuge erfordert daher grundsätzlich die Zustimmung aller Partnerländer. Über lange Zeit hinweg hatte Deutschland den Verkauf der Jets an die Türkei, einem nato-Partner, blockiert. Als Hauptgrund für die Blockade wurden die Menschenrechtslage








