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Gerichtsentscheidung in Irland: Ryanair setzt Verfahren gegen eDreams fort

Der irische High Court hat den Einwand des Online-Reiseanbieters eDreams gegen die Zuständigkeit irischer Gerichte abgewiesen. Damit ist der Weg frei für die Fortführung einer Klage der Fluggesellschaft Ryanair gegen das Reiseportal. Die Billigfluggesellschaft wirft eDreams vor, Flugdaten systematisch von der Unternehmenswebsite abzugreifen und Tickets mit unzulässigen Preisaufschlägen an Endkunden weiterzuverkaufen. Mit der aktuellen Entscheidung bestätigte das Gericht die Befugnis der irischen Justiz, den Fall inhaltlich zu verhandeln. Dem aktuellen Beschluss ging eine Richtungsentscheidung voraus, in der sich eDreams verpflichten musste, nicht mehr auf die „Travel Agent Direct“-Plattform von Ryanair zuzugreifen. Ryanair hatte dem Portal vorgeworfen, dieses System ohne Genehmigung für den Weiterverkauf von Flügen genutzt zu haben. Während Ryanair mit mehreren anderen Online-Reisebüros wie Booking.com, Lastminute oder Kiwi bilaterale Vertriebsvereinbarungen geschlossen hat, um direkte Zugänge zu Flugdaten bei festgelegten Preistransparenzstandards zu gewähren, lehnt eDreams entsprechende Abkommen bisher ab. Der juristische Konflikt ist Teil einer langjährigen Auseinandersetzung zwischen Fluggesellschaften und unautorisierten Buchungsportalen über sogenannte Screen-Scraping-Praktiken. Während Fluggesellschaften argumentieren, dass das automatisierte Auslesen von Daten die Ticketpreise künstlich verteuere und Zusatzleistungen vertraulich erschwere, betonen Verbraucherschützer und Reiseportale oft die Bedeutung von Preisvergleichsmöglichkeiten für Transparenz am Markt. Der Ausgang des Verfahrens vor dem irischen High Court könnte Signalwirkung für die Zulässigkeit von Datenabfragen im europäischen Online-Reisevertrieb haben. Unabhängige Beobachter weisen darauf hin, dass die Strategie von Ryanair, exklusive Partnerschaften mit ausgewählten Reiseportalen einzugehen, auch der Kontrolle über die direkten Kundendaten und den Zusatzverkäufen dient. eDreams wiederum steht in mehreren europäischen Ländern in der Kritik von Verbraucherschutzorganisationen wegen intransparenter Gebührenstrukturen und automatisierter Abonnement-Modelle.

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Wartung der Bundeswehr-Chinooks: Boeing und Lufthansa Technik unterzeichnen Rahmenvereinbarung

Der US-amerikanische Luft- und Raumfahrthersteller Boeing und die Sparte Lufthansa Technik Defense haben sich auf Rahmenbedingungen für die künftige Instandhaltung der neuen deutschen Schwerlasthubschrauber vom Typ CH-47F Block II Chinook geeinigt. Das im Rahmen der Farnborough International Airshow unterzeichnete Abkommen legt die Grundlage für die logistische und technische Betreuung der Bundeswehr-Flotte. Im Fokus der Zusammenarbeit steht die Errichtung eines Ersatzteillager-Netzwerks in Deutschland sowie die Versorgung mit Betriebs- und Verbrauchsmaterialien über die Tochtergesellschaft Lufthansa Technik Logistik Services. Mit diesem Abkommen nimmt der Hamburger MRO-Dienstleister erstmals ein Hubschraubermodell in sein Instandhaltungsportfolio auf. Die Vereinbarung ergänzt die Beschaffung von 60 Transport-Hubschraubern des Typs Chinook, welche die alternden Sikorsky CH-53G der Luftwaffe ersetzen sollen. Um eine hohe Einsatzbereitschaft der Maschinen an den Hauptstandorten Schönewalde/Holzdorf und Laupheim zu sichern, setzen Hersteller und Dienstleister auf eine Kombination aus industriellem Plattformwissen und lokaler Logistikinfrastruktur. Neben den Logistikleistungen soll Lufthansa Technik auch technische Kontrollen und Komponentenreparaturen übernehmen. Bereits zuvor hatten die beiden Konzernpartner Verträge zur Instandhaltung der neuen P-8A Poseidon Seefernaufklärungsflugzeuge der Deutschen Marine abgeschlossen. Die Einbindung deutscher Industrieunternehmen in die Betreuung US-amerikanischer Rüstungsgüter gilt als zentrales Element, um die nationale Souveränität bei Reparatur- und Wartungsarbeiten aufrechtzuerhalten. Durch die Dezentralisierung der Lagerhaltung sollen ersatzteilbedingte Ausfallzeiten verringert und logistische Lieferketten verkürzt werden. Die Einbindung ziviler Instandhaltungsanbieter in militärische Abläufe ermöglicht der Bundeswehr den Zugriff auf bestehende logistische Strukturen, erfordert jedoch eine enge Abstimmung zwischen militärischen Anforderungen und zivilen Betriebsabläufen. Kritiker verweisen darauf, dass die reibungslose Versorgung stark von der kontinuierlichen Bauteilverfügbarkeit des US-Herstellers abhängt. In der Vergangenheit führten Engpässe

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Medienmarke im Freizeitpark: Gardaland nimmt temporäres Minecraft-Event ins Programm auf

Der italienische Freizeitpark Gardaland am Gardasee hat das zeitlich begrenzte Veranstaltungsformat „Minecraft Meet the Mobs“ gestartet. Das Event, das bis zum 28. August 2026 läuft, entspringt einer Kooperation zwischen dem Parkbetreiber Merlin Entertainments und dem Medienkonzern Microsoft beziehungsweise dessen Entwicklerstudio Mojang Studios. Gardaland gehört im Sommer 2026 neben dem britischen Schwesterpark Alton Towers zu den zwei einzigen Standorten in Europa, an denen diese temporäre Attraktion präsentiert wird. Im Zentrum des Angebots stehen Interaktionsmöglichkeiten und Nachbildungen bekannter Figuren aus dem Videospiel. Das Programm umfasst einen sogenannten „Minecraft Hub“ als zentralen Anlaufpunkt, an dem Meet-and-Greet-Aktionen mit nachgestellten Spielcharakteren wie Steve oder dem Creeper stattfinden. Ergänzt wird das Angebot durch eine Schnitzeljagd über den „Baby Mobs Trail“, bei der Besucher an sechs Stationen Stempel sammeln können. Bei Vollständigkeit erhalten die Teilnehmer einen Code für ein digitales Kosmetikobjekt im Videospiel selbst. Zudem veranstaltet das Parkpersonal Kurzaktivitäten auf der Eventfläche und bietet lizenzierte Fanartikel sowie thematische Verpflegung im Parkbereich an. Die zeitweise Einbindung der Videospielmarke reiht sich in eine langfristige Vereinbarung ein, die der Mutterkonzern Merlin Entertainments mit Microsoft abgeschlossen hat. Ziel dieser Unternehmenspartnerschaft ist die physische Umsetzung von Inhalten der meistverkauften Videospielmarke der Welt in den weltweit betriebenen Freizeitparks und Erlebniszentren. Neben kurzzeitigen Events dieser Art sind für die kommenden Jahre auch fest installierte Themenbereiche und Attraktionen in mehreren Parks der Gruppe geplant, um bestehende Besuchergruppen anzusprechen und neue Zielgruppen zu erschließen. Branchenanalysten sehen in der Kooperation einen bewährten Ansatz der Freizeitparkindustrie, um die Eigenmarken der Betreiber durch etablierte Mediennetzwerke aufzuwerten. Während temporäre Formate

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Embraer und britisches Wirtschaftsministerium schließen Abkommen

Der brasilianische Flugzeugbauer Embraer und das britische Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Wissenschaft und Handel haben auf der Farnborough International Airshow eine Absichtserklärung unterzeichnet. Die Vereinbarung zielt darauf ab, die industrielle Zusammenarbeit in den Bereichen Forschung und Entwicklung, Technologie sowie Lieferkettenmanagement auszubauen. Embraer ist seit über vier Jahrzehnten auf dem britischen Markt vertreten und nutzt für seine zivilen sowie militärischen Flugzeugprogramme Komponenten von Zulieferbetrieben aus dem Vereinigten Königreich. Das Abkommen baut auf einer bestehenden Partnerschaft mit der staatlichen Exportkreditagentur UK Export Finance auf, über die in den vergangenen Jahren das Einkaufsvolumen bei britischen Zulieferern schrittweise erhöht wurde. Durch die vertragliche Absichtserklärung soll ein regelmäßiger Austausch zwischen dem Konzern, dem britischen Aerospace Technology Institute und regionalen Industrieakteuren etabliert werden. Ziel ist die Identifizierung gemeinsamer Entwicklungsprojekte im Flugzeugbau sowie die Einbindung lokaler Ingenieurskapazitäten in die globalen Produktionsabläufe des Herstellers. Für die britische Luftfahrtindustrie bietet die engere Einbindung in die Fertigungsprozesse von Embraer Möglichkeiten zur Auslastung bestehender Fertigungsstätten und zur Sicherung hochqualifizierter Arbeitsplätze. Dennoch verweisen Branchenbeobachter darauf, dass Absichtserklärungen dieser Art zunächst unverbindliche Rahmenvereinbarungen ohne konkrete Abnahme- oder Investitionsgarantien darstellen. Die tatsächliche ökonomische Tragweite hängt von künftigen Einzelaufträgen und der Zuteilung konkreter Entwicklungsprojekte ab. Zudem steht die Kooperation vor den Herausforderungen volatiler globaler Lieferketten und steigender Produktionskosten in der Luft- und Raumfahrtbranche. Ob der angestrebte Ergebnisausbau im britischen Zulieferersektor erreicht werden kann, bleibt eng an die weltweite Nachfrage nach den Verkehrs- und Militärflugzeugen des brasilianischen Herstellers gekoppelt. Beide Seiten betonen jedoch die Notwendigkeit, durch Verbundprojekte die Effizienz und Wettbewerbsfähigkeit im internationalen Flugzeugbau zu sichern.

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Ausbau der Trainingskapazitäten: Turkish Airlines bestellt Flugsimulatoren bei CAE

Die türkische Nationalfluggesellschaft Turkish Airlines hat im Rahmen der Farnborough Airshow eine Vereinbarung mit dem kanadischen Simulatorenhersteller CAE geschlossen. Der Vertrag sieht die Lieferung von fünf Full-Flight-Simulatoren (FFS) und zwei Flight-Training-Devices (FTD) vor. Zudem wurden Optionen für zwei weitere Vollflugsimulatoren vereinbart. Die Neuanschaffungen verteilen sich auf Trainingsgeräte für die Flugzeugmuster Airbus A321neo, Airbus A350 sowie Boeing 787. Sie sollen ab 2027 schrittweise im neuen Schulungszentrum der Fluggesellschaft in Istanbul installiert werden, dessen vollständige Inbetriebnahme für das Jahr 2028 vorgesehen ist. Die Investition ist Teil eines auf zehn Jahre angelegten Programms zur Erweiterung der internen Pilotenausbildung. Turkish Airlines verfolgt das Ziel, ihre aktive Flugzeugflotte bis zum Jahr 2033 auf rund 800 Maschinen nahezu zu verdoppeln. Dementsprechend steigt der jährliche Bedarf an qualifiziertem Cockpitpersonal für Schmal- und Großraumflugzeuge. Um Abhängigkeiten von externen Schulungsanbietern zu reduzieren, baut die Airline ihre eigenen Kapazitäten am Heimatdrehkreuz gezielt aus. Die Zusammenarbeit mit CAE besteht in diesem Bereich bereits seit über zwei Jahrzehnten. Trotz des Ausbaus der eigenen Ausbildungsinfrastruktur steht die Fluggesellschaft vor personellen und organisatorischen Hürden. Der weltweite Mangel an Cockpitpersonal und qualifizierten Fluglehrern erschwert die fristgerechte Rekrutierung für das angestrebte Flottenwachstum. Zudem hängen die Zeitpläne für den Trainingsbetrieb maßgeblich vom Baufortschritt des neuen Ausbildungszentrums sowie den Zulassungsprozessen der Flugsimulatoren durch die zuständigen Luftfahrtbehörden ab. Verzögerungen bei den Auslieferungen von bestellten Flugzeugen durch die Hersteller Airbus und Boeing können zudem die Bedarfsplanung für Schulungsstunden kurzfristig verschieben. Mit dem Kauf der Simulatoren sichert sich Turkish Airlines feste Ausbildungszeiten für ihre Bestands- und Nachwuchspiloten auf den gängigen Musterreihen.

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Flughafen Brüssel investiert in neue Löschfahrzeuge und Simulator

Der Flughafen Brüssel hat die technische Ausstattung seiner flughafeneigenen Feuerwehr umfassend erneuert. Für knapp sechs Millionen Euro erwarb der Flughafenbetreiber vier neue Flugfeldlöschfahrzeuge des österreichischen Spezialherstellers Rosenbauer sowie einen Fahrsimulator für Ausbildungszwecke. Die 39 Tonnen schweren Einsatzfahrzeuge ersetzen insgesamt fünf bisher genutzte, veraltete Einheiten. Sie erreichen eine Höchstgeschwindigkeit von 115 km/h und wurden speziell dafür konstruiert, innerhalb der von internationalen Luftfahrtbehörden vorgegebenen Reaktionszeiten jeden Punkt des Rollfeldes zu erreichen. Die technischen Spezifikationen der Neuanschaffungen sind auf die Bekämpfung von Großbränden im Luftverkehr ausgelegt. Jedes Fahrzeug verfügt über Kapazitäten für 12.500 Liter Wasser, 1.500 Liter Löschschaum und 225 Kilogramm Trockenpulver. Über die verbauten Dachwerfer können bis zu 5.200 Liter Löschmittel pro Minute abgegeben werden. Ein Fahrzeug der Flotte ist zudem mit einem Ausleger samt Penetrationsdüse ausgerüstet, wodurch der Rumpf von Flugzeugen durchstoßen werden kann, um Löschmittel direkt in den Passagier- oder Frachtraum einzubringen. Die Flotte erfüllt die Anforderungen der Internationalen Zivilluftfahrt-Organisation (ICAO) und der Europäischen Agentur für Flugsicherheit (EASA). Ergänzend zu den Fahrzeugen nutzt die 150 Personen starke Flughafenfeuerwehr künftig einen Simulator, der mit der Fahrerkabine der neuen Löschfahrzeuge identisch ist. Das System ermöglicht das Training von Notfällen und Einsatzfahrten unter schwierigen Witterungsbedingungen ohne Verschleiß am Fuhrpark. Um die Einhaltung der gesetzlichen Richtlinie zu garantieren – nach der bei Flugunfällen spätestens drei Minuten nach Alarmierung drei Großlöschfahrzeuge am Einsatzort eintreffen müssen –, betreibt die Feuerwehr zwei Wachen an gegenüberliegenden Seiten des Geländes. Insgesamt umfasst der Fuhrpark am Standort Brüssel rund 25 Spezialfahrzeuge, darunter auch einen Löschroboter. Die Anschaffung unterstreicht den hohen

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Kooperation bei Triebwerkswartung: Lufthansa Technik und Unison schließen 15-Jahre-Vertrag

Die GE-Aerospace-Tochter Unison und der Hamburger Instandhaltungskonzern Lufthansa Technik haben eine auf 15 Jahre angelegte Vereinbarung im Bereich der Triebwerkswartung unterzeichnet. Im Rahmen des Abkommens übernimmt Lufthansa Technik als exklusiver, von Unison autorisierter Partner in Europa die Wartung, Reparatur und Überholung (MRO) von Zündsystemen für die Triebwerksserie CFM Leap. Die Arbeiten betreffen die Varianten Leap-1A, Leap-1B sowie Leap-1C, die unter anderem in Verkehrsflugzeugen der Baureihen Airbus A320neo, Boeing 737 Max und Comac C919 verbaut sind. Die Instandsetzung von Komponenten wie Zündgeräten und Zündkabeln wird in den Werkstätten von Lufthansa Technik in Hamburg durchgeführt. Unison liefert für die Abwicklung der Serviceaufträge Originalteile sowie die benötigten technischen Daten und berechtigt Lufthansa Technik zur eigenständigen Garantieabwicklung für die bearbeiteten Bauteile. Die Kooperation stärkt die MRO-Kapazitäten für die weltweiten Leap-Flotten, die mit zunehmendem Alter der Flugzeuge häufigere Wartungsintervalle bei Komponenten der Zündsysteme erfordern. Trotz der vertraglichen Bindung bei den genannten Baugruppen betonen beide Unternehmen, dass sie in anderen Geschäftsfeldern der Flugzeuginstandhaltung weiterhin als eigenständige Wettbewerber am Markt agieren. Das Abkommen fällt in eine Phase hoher Auslastung im zivilen Triebwerksmarkt. Das CFM-Leap-Triebwerk, das vom Joint Venture CFM International zwischen GE Aerospace und Safran Aircraft Engines produziert wird, gehört zu den meistgenutzten Antrieben der modernen Mittelstreckenluftfahrt. Durch die hohe Anzahl im Einsatz befindlicher Flugzeuge steigt der Bedarf an verlässlichen Überholungskapazitäten in Europa. Die Bündelung von Herstellerkompetenz und regionaler Werkstattkapazität soll Engpässe in der Lieferkette abfedern und die Standzeiten der Maschinen am Boden verkürzen. Branchenbeobachter weisen darauf hin, dass die langfristige Sicherung von Wartungsverträgen für MRO-Dienstleister essenziell

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Maersk Air Cargo tritt deutschem Airline-Verband BARIG bei

Die dänische Frachtfluggesellschaft Maersk Air Cargo ist dem Board of Airline Representatives in Germany (BARIG) beigetreten. Mit dem Beitritt der Tochtergesellschaft des globalen Logistikkonzerns A.P. Moller-Maersk baut die Interessensvertretung der in Deutschland operierenden Fluggesellschaften ihren Frachtbereich weiter aus. Die Airline betreibt eine Flotte von 19 Frachtflugzeugen und bedient Strecken in Europa, Asien und Nordamerika. Neben ihrem Hauptdrehkreuz im dänischen Billund nutzt das Unternehmen den Flughafen Köln/Bonn als zentralen Frachtknotenpunkt für den deutschen Markt. Der Beitritt erfolgt vor dem Hintergrund anhaltender Diskussionen über die Wettbewerbsfähigkeit des deutschen Luftfrachtstandorts. Branchenverbände wie das BARIG und der Bundesverband der Deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL) kritisieren seit Längerem die im internationalen Vergleich hohen Gebühren sowie staatlich bedingte Zusatzkosten an deutschen Verkehrsflughäfen. Hinzu kommen bürokratische Hürden bei Zollabwicklungen und behördlichen Freigabeverfahren, die nach Einschätzung von Logistikexperten die Effizienz zeitkritischer Lieferketten belasten und Verkehr auf benachbarte europäische Drehkreuze verlagern können. Durch die Bündelung der Interessen im Verband streben die Mitgliedsunternehmen Anpassungen der regulatorischen Rahmenbedingungen sowie eine Vereinfachung der administrativen Abläufe an. Für Logistikanbieter wie Maersk Air Cargo ist die Vertretung gegenüber Politik und Flughafenbetreibern von Bedeutung, um verlässliche Flugpläne und Abfertigungszeiten an deutschen Standorten zu sichern. Das Unternehmen verfolgt das Ziel, Luftfrachtkapazitäten enger mit den bestehenden See- und Landtransportnetzen des Mutterkonzerns zu verzahnen. Kritiker verweisen darauf, dass die Durchsetzung von Standortvergünstigungen für Luftfrachtgesellschaften in einem komplexen regulatorischen Umfeld stattfindet. Während der globale Bedarf an flexiblen Transportwegen hoch bleibt, stehen Fluggesellschaften und Flughafenbetreiber vor der Aufgabe, die Abfertigungseffizienz trotz steigender Betriebskosten und strenger Sicherheitsvorgaben aufrechtzuerhalten. Die künftige Entwicklung des Segments

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Ausbau des Auftragsbestands: Embraer schließt Lieferverträge mit drei Fluggesellschaften

Der brasilianische Flugzeugbauer Embraer hat im Rahmen der Farnborough International Airshow drei neue Liefervereinbarungen über insgesamt 28 Passagierflugzeuge der E-Jets-E2-Familie bekannt gegeben. Der lateinamerikanische Luftfahrtkonzern Abra Group zeichnete eine Absichtserklärung über 20 Maschinen des Typs E195-E2, wobei dieser Vertrag noch unter dem Vorbehalt bestimmter Vollzugsbedingungen steht. Zudem erwarb die spanische Regionalfluggesellschaft Binter fünf weitere E195-E2, während die luxemburgische Luxair drei Flugzeuge des kleineren Typs E190-E2 fest bestellte. Alle Festaufträge werden im Auftragsbestand des Unternehmens für das dritte Quartal 2026 verbucht. Zusätzlich zu den Festbestellungen beinhalten die drei Verträge zusammen 30 Kaufoptionen und Erwerbsrechte. Sollten diese vollständig ausgeübt werden, erhöht sich das Gesamtvolumen der Transaktionen auf bis zu 58 Flugzeuge. Für Embraer bedeutet dieser Fahndungserfolg auf der Luftfahrtmesse in Großbritannien eine Festigung der Marktposition im Segment der Regional- und Mittelstreckenflugzeuge bis 150 Sitzplätze. Die E2-Familie konkurriert in diesem Segment direkt mit dem A220 des europäischen Rivalen Airbus. Die Besteller nutzen die Maschinen für unterschiedliche betriebliche Anforderungen. Die Abra Group, zu der unter anderem die Airlines Avianca und GOL gehören, plant den Einsatz der E195-E2 zur Bedienung regionaler Märkte in Südamerika, um Feeder-Dienste für ihre Hauptstrecken aufzubauen. Binter baut mit den neuen Einheiten ihre bestehende E-Jet-Flotte auf den Kanarischen Inseln weiter aus, während Luxair das Muster zur Erneuerung ihrer Kurzstreckenflotte im europäischen Streckennetz einsetzt. Trotz der gemeldeten Aufträge steht die zivile Luftfahrtsparte von Embraer vor Herausforderungen bei der Abwicklung. Die weltweiten Lieferketten der Luftfahrtindustrie sind weiterhin durch Engpässe bei Zulieferern und Verzögerungen bei der Triebwerksbeschaffung belastet. Branchenbeobachter weisen darauf hin, dass die

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Leasinggesellschaft Azorra bestellt bis zu 30 E-Freighter bei Embraer

Der brasilianische Flugzeugbauer Embraer und die US-amerikanische Leasinggesellschaft Azorra haben eine Vereinbarung über die Lieferung von umgebauten Passagier-Frachtflugzeugen der E-Jet-Familie geschlossen. Der Vertrag umfasst 20 Festbestellungen sowie Optionen für zehn weitere Maschinen des Typs E190F. Mit diesem Abkommen steigt das Leasingunternehmen direkt in das Marktsegment der Frachtflugzeugvermietung ein. Der E-Freighter basiert auf der Passagiervariante des Herstellers und soll als Frachtversion eine Nutzlast von bis zu 13,5 Tonnen bei einem Ladevolumen von über 100 Kubikmetern transportieren. Die Flottenerweiterung erfolgt vor dem Hintergrund einer veränderten Nachfrage im globalen Logistiksektor. Durch das stetige Wachstum im Bereich des Expressfracht- und Onlinehandels suchen Logistikdienstleister nach flexibleren Transportlösungen für dezentrale Flugrouten. Die E190F ist preislich und kapazitativ zwischen kleineren Turboprop-Maschinen und größeren Standardrumpfflugzeugen wie der Boeing 737 angesiedelt. Das Modell zielt darauf ab, ältere, betriebsintensive Frachtmaschinen im Kurz- und Mittelstreckenbereich abzulösen und den Transportbedarf auf regionalen Handelsrouten in Märkten wie Lateinamerika, Südostasien und Afrika abzudecken. Der Großauftrag fügt sich in eine Serie von Transaktionen zwischen beiden Unternehmen ein. Erst im Juni 2026 erweiterte Azorra seinen Bestand an Passagierflugzeugen der E2-Serie um 15 Einheiten, womit das E2-Programm des Herstellers die Marke von 500 Festbestellungen überschritt. Für Embraer stellt die Umrüstung gebrauchter Passagiermaschinen zu Frachtflugzeugen ein zentrales Geschäftsfeld dar, um die Einsatzdauer der E-Jet-Flotte zu verlängern. Der Erfolg dieses Konzepts hängt jedoch von der Verfügbarkeit von Gebrauchtflugzeugen für den Umbau sowie der Preisentwicklung auf den Gebrauchtmärkten ab. Branchenkenner verweisen darauf, dass der Markt für regionale Frachtflugzeuge durch schwankende Treibstoffpreise und unbeständige Frachtraten geprägt ist. Die tatsächliche Wirtschaftlichkeit der

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