Newsticker

Weitere Artikel aus der Rubrik

Newsticker

Italien und Spanien verlängern Grenzkontrollen im Reiseverkehr

Die Regierungen Italiens und Spaniens haben die stichprobenartigen Grenzkontrollen im Reiseverkehr zwischen beiden Ländern um weitere 15 Tage verlängert. Nach Angaben des italienischen Innenministers Matteo Piantedosi sowie des spanischen Innenministeriums gilt die Regelung nun bis zum 8. Oktober. Es handelt sich bereits um die zweite Verlängerung seit der Erstausrufung der Kontrollen im August. Die Überwachungsmaßnahmen betreffen insbesondere den Flug- und Seeverkehr auf den direkten Verbindungsstrecken zwischen italienischen und spanischen Häfen sowie Flughäfen. Als offiziellen Grund für die Beibehaltung der Kontrollen verweisen die Behörden in Rom auf fortbestehende Risiken für die innere Sicherheit. Auslöser für die verstärkte Grenzüberwachung war die Ankunft zahlreicher Migranten in der spanischen Nordafrika-Exklave Ceuta im Spätsommer, woraufhin Italien mit verstärkten Einreisekontrollen reagierte. Spanien beantwortete diesen Schritt umgehend mit symmetrischen Gegenmaßnahmen an den eigenen Einreisestellen für Passagiere aus Italien und notifizierte die Ausnahmeregelung formal bei der Europäischen Kommission. Die erneute Verlängerung unterstreicht die anhaltenden Spannungen innerhalb der Europäischen Union bezüglich der Handhabung des Schengen-Besitzstands und der Steuerung der Sekundärmigration. Obwohl das Schengen-Abkommen den schnellen und unkontrollierten Personenverkehr innerhalb der Mitgliedstaaten vorsieht, greifen immer mehr EU-Länder auf Sonderregelungen zurück, um nationale Sicherheitsinteressen durchzusetzen. Dies führt im operativen Betrieb von Flughäfen und Fährterminals regelmäßig zu Verzögerungen bei der Passagierabwicklung und erhöht den Kontrollaufwand für Fluggesellschaften und Reedereien. Kritiker der Maßnahme betonen, dass wiederholte temporäre Grenzkontrollen das Funktionieren des europäischen Binnenmarktes und das Prinzip der Freizügigkeit schrittweise untergraben. Die Notwendigkeit lückenloser Passkontrollen im Flug- und Seeverkehr stellt zudem die Logistik im europäischen Personenverkehr vor strukturelle Probleme. Der Ausgang der aktuellen Kontrollphase

weiterlesen »

Condor und American Airlines schließen Interline-Abkommen

Die deutsche Ferienfluggesellschaft Condor und die US-amerikanische Fluggesellschaft American Airlines haben ein Interline-Abkommen zur Verknüpfung ihrer Streckennetze vereinbart. Durch die Kooperation erhalten Passagiere von Condor Zugang zu Umsteigeverbindungen innerhalb der USA und Kanadas über die nordamerikanischen Zielflughäfen Boston, New York (JFK), Chicago O’Hare und Los Angeles. Im Gegenzug nutzen Kunden von American Airlines das Streckennetz von Condor über die Drehkreuze Frankfurt am Main und München für Weiterflüge nach Europa und zu weiteren internationalen Zielen. Die Vereinbarung beinhaltet die Abwicklung von Multilegs auf einem durchgehenden Flugschein sowie das Durchchecken von Reisegepäck bis zum Zielort. Für Condor gewinnt die Partnerschaft insbesondere im Hinblick auf den Sommerflugplan 2027 an Bedeutung, in dem die Fluggesellschaft die Direktverbindung von Frankfurt nach Chicago wiederaufnehmen wird. Der Flughafen Chicago O’Hare dient American Airlines als eines der zentralen Drehkreuze für die Verteilung von Passagierströmen im nordamerikanischen Binnenmarkt. Neben der seit mehr als zehn Jahren bestehenden Partnerschaft mit Alaska Airlines und der kürzlich getroffenen Vereinbarung mit Qantas baut Condor mit dem neuen Interline-Abkommen ihre Netzabdeckung außerhalb Europas weiter aus. Luftfahrtanalysten weisen darauf hin, dass solche Vereinbarungen für unabhängige Fluggesellschaften ohne Zugehörigkeit zu den großen globalen Luftfahrtallianzen wie Star Alliance oder SkyTeam essenziell sind, um konkurrenzfähige Zubringer- und Weiterflugverbindungen im internationalen Passagierverkehr anzubieten. Branchenbeobachter merken jedoch an, dass ein reines Interline-Abkommen im Vergleich zu tiefgreifenderen Codeshare-Vereinbarungen oder transatlantischen Joint Ventures geringere Synergien bei der gemeinsamen Preisgestaltung und Flugplanabstimmung bietet. Die Wirksamkeit der Partnerschaft wird sich daran messen lassen, wie reibungslos die Gepäck- und Passagierabwicklung an den stark ausgelasteten US-Drehkreuzen verläuft

weiterlesen »

Lufthansa City Center führt neue Buchungsplattform LCC Nexus ein

Die Reisebüro-Organisation Lufthansa City Center (LCC) hat eine neue webbasierte Buchungsplattform für kleine und mittelständische Firmenkunden unter dem Namen LCC Nexus gestartet. Das System ergänzt die bestehende Lösung Bridge und ermöglicht die Buchung von Flugtickets, Hotelübernachtungen, Bahnreisen und Flughafentransfers über eine einheitliche Benutzeroberfläche. Im Flugbereich bündelt die Anwendung Inhalte aus etablierten Globalen Distributionssystemen (GDS) sowie direkte Schnittstellen nach dem New Distribution Capability Standard (NDC). Eine mobile Anwendung für Smartphones unterstützt die Nutzung unterwegs. Die Plattform wurde so konzipiert, dass Mitarbeiter der LCC-Partnerbüros Buchungsvorgänge gemeinsam mit den Kunden auf einer synchronisierten Arbeitsoberfläche bearbeiten können. Damit soll die digitale Selbsteingabe der Reisenden mit der Unterstützung durch ein Reisebüro verknüpft werden. Über Schnittstellen ist LCC Nexus an Drittsysteme angebunden, darunter die Profilverwaltung Umbrella Faces beziehungsweise Umbrella Profiles zur Synchronisation von Passagierdaten sowie das Midoffice-System Midoco. Zudem lassen sich die erfassten Buchungsdaten zur weiteren Bearbeitung an interne Finanz- und Reisekostenabrechnungssysteme der Unternehmen übertragen. Die Erprobung der Plattform läuft seit Juni 2026 bei zwölf ausgewählten LCC-Partnerbüros und ersten Unternehmenskunden, deren Rückmeldungen in die fortlaufende Softwareentwicklung einfließen sollen. Mit dem Angebot unter eigener Marke strebt die Franchise-Kette eine stärkere Unabhängigkeit von externen Systemanbietern an und versucht, ihre Marktposition im Segment des mittelständischen Geschäftsreise-Managements zu behaupten. Branchenbeobachter verweisen darauf, dass der Markt für Geschäftsreise-Tools durch einen hohen Wettbewerbs- und Konsolidierungsdruck gekennzeichnet ist. Etablierte Technologieanbieter und spezialisierte Softwarehäuser konkurrieren intensiv um mittelständische Unternehmenskunden. Für LCC stellt die Einführung der Eigenentwicklung ein operatives Risiko dar, da die dauerhafte Akzeptanz des Systems maßgeblich von einer reibungslosen Schnittstellenintegration, hohen Systemgeschwindigkeiten und

weiterlesen »

Dertour verzeichnet Anstieg bei Last-Minute-Buchungen

Der deutsche Reiseveranstalter Dertour verzeichnete in der Sommersaison 2026 eine Verschiebung der Buchungsmuster hin zu kurzfristigeren Reiseentscheidungen. Wie die Auswertung der Buchungsdaten der Marken Dertour, ITS, Meiers Weltreisen und Travelix für den Zeitraum von Juni bis Ende September zeigt, stieg der Last-Minute-Anteil um 2,5 Prozentpunkte auf 28,5 Prozent. Trotz dieses Anstiegs blieben Frühbuchungen mit einem Anteil von 39 Prozent das stärkste Segment. Nach einer von hohen Buchungszahlen geprägten Frühbucherphase zu Jahresbeginn führte die geopolitische Unsicherheit in den Folgemonaten zu spürbarer Zurückhaltung, bevor ab Juni eine Welle an Spontanbuchungen einsetzte. Insgesamt lag das Buchungsaufkommen jedoch unter dem Niveau des Vorjahres. Bei der Zielgebietsverteilung im Kurz- und Mittelstreckenbereich behauptete die Türkei die Spitzenposition vor Spanien und Griechenland. Während Ägypten leichte Zugewinne verbuchen konnte, verzeichneten Spanien und Deutschland rückläufige Zahlen. Im Fernstreckenbereich blieben die Destinationen im Indischen Ozean, gefolgt von Nordamerika und Thailand, am stärksten nachgefragt. Die Vereinigten Arabischen Emirate fielen infolge der regionalen Krisen von Platz vier auf Rang sieben zurück. Hingegen verzeichneten Destinationen wie das Südliche Afrika, Australien, Vietnam und Japan überdurchschnittliche Zuwächse, was Branchenkenner auf eine steigende Nachfrage nach Rund- und Erlebnisreisen zurückführen. Trotz hoher Sommertemperaturen in Südeuropa blieb die Nachfrage nach kühleren Zielgebieten, der sogenannte Coolcation-Trend, überschaubar. Nordeuropäische Ziele verzeichneten zwar teilweise höheres Wachstum als der Gesamtmarkt, der klassische Badeurlaub im Mittelmeerraum blieb jedoch die dominierende Reiseform. Das Buchungsverhalten hinsichtlich Verpflegung und Unterbringung erwies sich als konstant: 57 Prozent der Kunden entschieden sich für All-inclusive-Angebote, während jede dritte Buchung auf das Fünf-Sterne-Segment entfiel. Der Markt für Luxusreisen entwickelte sich

weiterlesen »

Konsumverhalten zur Kaiser Wiesn: Nachfragewandel im Vorfeld des Wiener Volksfestes

Vor dem Auftakt der Kaiser Wiesn am 24. September im Wiener Prater zeigt sich eine deutliche Veränderung im Kaufverhalten der Konsumenten. Eine Analyse der Kundendaten des Online-Lebensmittelhändlers Gurkerl für die Saison 2025 verdeutlicht, dass die Nachfrage nach typischen Gastronomieprodukten und Spezialitäten bereits zwei Wochen vor dem Beginn des Festes stark ansteigt. Während das Gesamtvolumen beim Bierverkauf im besagten Zeitraum im Vergleich zum Vorjahr stagnierte beziehungsweise leicht rückläufig war, verzeichneten spezielle Festbiere einen Zuwachs von 40 Prozent. Auf 1.000 Bestellungen entfielen rund 67 Liter Saisonbier, was etwa jedem neunten verkauften Liter Bier entsprach. Neben dem Brauereisektor verzeichneten auch ausgewählte Lebensmittel- und Feinkostkategorien deutliche Nachfragesteigerungen im Vorfeld der Veranstaltung. Der Absatz von süßem Senf stieg im Vergleich zu einem durchschnittlichen Sommerzeitraum um 520 Prozent, gefolgt von Weißwürsten mit einem Plus von 230 Prozent und Laugengebäck mit 140 Prozent. Ebenfalls erhöhte Nachfragewerte erzielten Leberkäse, Sauerkraut sowie Käsespezialitäten. In den Warenkörben mit Wiesn-Bezug zeigten sich zudem erhöhte Absatzzahlen bei Wein und alkoholfreien Erfrischungsgetränken. Bei den präferierten Biermarken führten bayerische Importbiere sowie Erzeugnisse der regionalen Brauereien Wieselburger und Ottakringer die Verkaufsstatistiken an. Die Auswertung zeigt zudem eine Abweichung vom allgemeinen Markttrend bei alkoholfreien Alternativen. Während alkoholfreies Bier im Jahresverlauf auf dem österreichischen Markt kontinuierlich Marktanteile gewinnt, sinkt dessen Anteil am Gesamtabsatz während der Oktoberfestzeit regelmäßig unter die Werte der Sommermonate. Für die Bewirtung im privaten Rahmen berechnet der Online-Handel für ein Standardmenü bestehend aus Bier, Wurstwaren, Gebäck und Beilagen für vier Personen Materialkosten von rund 52 Euro. Dies entspricht pro Kopf einem Betrag von etwa

weiterlesen »

Branchenauszeichnung für Wiener Traditionshaus: Hotel Sacher im internationalen Ranking platziert

Das Hotel Sacher Wien hat in der aktuellen Ausgabe des internationalen Rankings „The 50 Best Hotels 2026“ den 42. Rang belegt. Die Bekanntgabe der Platzierungen erfolgte im Rahmen einer Branchenveranstaltung in Paris. Das vor 150 Jahren gegründete 5-Sterne-Superior-Haus gegenüber der Wiener Staatsoper ist damit die einzige österreichische Beherbergungsstätte in dieser Aufstellung und vertritt zusammen mit dem Schweizer Badrutt’s Palace Hotel den deutschsprachigen Raum. Die Bewertung stützt sich auf eine Umfrage unter 800 Branchenkennern, Reisejournalisten und Akteuren der Luxushotellerie. Das Ranking wird seit dem Jahr 2023 von der Organisation 50 Best publiziert und soll herausragende Angebote im globalen Spitzensegment abbilden. Für die Sacher-Gruppe, die von den Eigentümerfamilien Winkler und Gürtler geführt wird und neben dem Wiener Stammhaus weitere Hotel- und Gastronomiebetriebe in Salzburg, Seefeld-Tirol, Parndorf und Triest unterhält, fällt die Platzierung mit dem 150-jährigen Bestandsjubiläum der Wiener Niederlassung zusammen. Direktor Andreas Keese führt das Ergebnis auf die konsistente Ausrichtung im Servicebereich sowie die kontinuierliche Instandhaltung der 152 Zimmer und Suiten zurück. Wirtschaftsbeobachter betonen, dass Auszeichnungen dieser Art ein Instrument zur Positionierung im weltweiten Städtetourismus darstellen. Die Wiener Luxushotellerie steht in einem intensiven Marktumfeld, da in den vergangenen Jahren zahlreiche internationale Hotelketten und Fondsinvestoren neue Häuser im Stadtzentrum eröffnet haben. Für unabhängige Familienbetriebe steigt dadurch der Wettbewerbsdruck bezüglich Personalgewinnung, Marketingaufwand und Instandhaltungskosten, um die hohe Auslastung im gehobenen Preissegment dauerhaft abzusichern. Gleichzeitig hängen solche Ranglisten stark von der Zusammensetzung und den persönlichen Präferenzen der Jurymitglieder ab. Kritiker im Tourismussektor verweisen darauf, dass private Branchenawards keineswegs objektive Standards der Dienstleistungsqualität garantieren, sondern vor

weiterlesen »

Herbstausgabe der Veganmania: Gastronomisches Freiluft-Festival auf der Wiener Donauinsel

Die diesjährige Herbstausgabe des Streetfood-Festivals Veganmania findet vom 18. bis zum 20. September 2026 auf der Wiener Donauinsel statt. Nach der Auftaktveranstaltung im Frühjahr auf dem Areal des MuseumsQuartiers weicht die dreitägige Großveranstaltung für die Herbstausgabe erneut auf das Freigelände nahe der U-Bahn-Station Neue Donau und des Georg-Danzer-Stegs aus. Die veranstaltende Vegane Gesellschaft Österreichs stellt den Besuchern bei freiem Eintritt ein breit gefächertes Angebot an pflanzlichen Speisen sowie Marktstände und ein Begleitprogramm aus Sport, Musik und Vorträgen bereit. Das Gastronomieangebot umfasst international ausgerichtete Speisen, darunter herzhafte Teigwaren, Pilzgerichte, südamerikanische und mediterrane Imbiss-Spezialitäten sowie Eis- und Süßwaren regionaler Anbieter. Ergänzend stellen Jungunternehmen Neuheiten aus dem Bereich der Lebensmitteltechnologie vor, darunter proteinbasierte Alternativprodukte für Fischgerichte. Neben dem Gastronomiebereich nutzen Nichtregierungsorganisationen und Verbände die Veranstaltungsfläche für Informationsstände zu Tierschutz- und Verbraucherthemen, während Gewerbetreibende Bekleidung, Textilien und Kosmetikartikel anbieten. Das Rahmenprogramm beinhaltet musikalische Auftritte lokaler Künstler sowie sportliche und gesellschaftliche Aktivitäten. Neben Yogasitzungen, Lauftreffs und Simultanschach-Partien mit FIDE-Großmeistern stehen Abendveranstaltungen und Angebote für Kinder auf dem Plan. Die Standortwahl im Bereich der Donauinsel ermöglicht durch die direkte Anbindung an die U-Bahn-Linie U6 und die Schnellbahn hohe Besucherströme, stellt die Veranstalter jedoch aufgrund der Witterungsabhängigkeit und der Abfalllogistik bei Freiluftveranstaltungen regelmäßig vor organisatorische Herausforderungen. Branchenbeobachter verweisen auf die zunehmende Marktdurchdringung pflanzlicher Alternativprodukte im österreichischen Lebensmittel- und Gastronomiesektor. Fachmessen und Streetfood-Festivals dienen Herstellern und Händlern primär als Testmarkt zur Messung der Kundenakzeptanz neuer Rezepturen. Für den stationären Handel und die Gastronomie bieten solche Großveranstaltungen wertvolle Anhaltspunkte über Trends im Konsumverhalten, wenngleich der dauerhafte Markterfolg neu eingeführter

weiterlesen »

RegioJet gewinnt Ausschreibung für Schnellzugstrecke R10

Das tschechische Verkehrsministerium hat das private Eisenbahnverkehrsunternehmen RegioJet mit dem Betrieb der Schnellzuglinie R10 auf der Strecke von Prag über Hradec Králové nach Trutnov beauftragt. Die Betriebsaufnahme ist für den Fahrplanwechsel im Dezember 2028 vorgesehen. RegioJet setzte sich in der öffentlichen Ausschreibung mit einem Angebot von 70,40 Tschechischen Kronen (CZK) pro Zugkilometer durch. Dieser Betrag liegt deutlich unter der aktuellen Vergütung von 246,80 CZK pro Zugkilometer, die derzeit an den Staatskonzern České dráhy gezahlt wird. Über die vereinbarte Vertragslaufzeit von sechs Jahren entspricht dies einer potenziellen Einsparung für die öffentliche Hand von knapp zwei Milliarden Kronen. Der Zuschlag beinhaltet die Verpflichtung zur Modernisierung des eingesetzten Wagenmaterials. RegioJet plant den Einsatz von gebrauchten, aber umfassend umgebauten Reisezugwagen, die in drei Beförderungsklassen unterteilt werden. Zur vorgesehenen Ausstattung gehören eine Klimatisierung, kostenfreies WLAN, Steckdosen, USB-Anschlüsse sowie barrierefreie Bereiche und Abstellmöglichkeiten für Fahrräder und Kinderwagen. An Bord soll das herkömmliche Verpflegungskonzept des Anbieters mit kostenlosen Getränken und Gastronomiediensten umgesetzt werden. Zudem strebt das Unternehmen die Einrichtung einer eigenen Bahnhofslounge in Hradec Králové an. Branchenbeobachter und Verkehrsjournalisten bewerten den extrem niedrigen Kilometerpreis jedoch mit Skepsis. Die erhebliche Differenz zum bisherigen Subventionsbedarf wirft Fragen hinsichtlich der langfristigen Kalkulation und der betriebswirtschaftlichen Tragfähigkeit auf. Da die Entscheidung des Verkehrsministeriums noch nicht rechtskräftig ist, bleibt der Ausgang des Verfahrens vorerst offen. Unterlegene Bieter wie die Staatsbahn České dráhy haben die Möglichkeit, innerhalb der gesetzlichen Fristen Einspruch gegen das Vergabeergebnis einzulegen und die Kalkulationsgrundlagen gerichtlich überprüfen zu lassen. Der geplante Betreiberwechsel steht beispielhaft für die fortschreitende Liberalisierung des Schienenpersonennah-

weiterlesen »

Vorzeitiger Vertriebsstart: Reiseveranstalter Schauinsland Reisen öffnet Sommerprogramm 2027

Der deutsche Reiseveranstalter Schauinsland Reisen hat einen Teil seines Kontingents für die Sommersaison 2027 vorzeitig für Buchungen freigegeben. Im Mittelpunkt des vorgezogenen Vertriebs stehen Pauschalreiseangebote in klassischen Mittelmeerdestinationen wie der Türkei, Griechenland, den Balearischen und den Kanarischen Inseln. Mit Preisnachlässen und gesonderten Konditionen für Familienbuchungen im Aktionszeitraum bis zum 12. Oktober 2026 versucht das Unternehmen, Frühbucher an sich zu binden und den Buchungsvorlauf im Vergleich zum Vorjahr zu verlängern. Der vorgezogene Verkauf betrifft vor allem Beherbergungsbetriebe mit gehobenem Zimmerangebot und zielgruppenspezifischen Ausstattungsmerkmalen wie Wasserparks oder abgetrennten Ruhebereichen. Betroffene Anlagen befinden sich unter anderem an der Türkischen Riviera, auf Kreta, Mallorca und Fuerteventura. Durch die frühzeitige Vergabe von Zimmerkapazitäten strebt der Veranstalter eine verlässlichere Auslastungsplanung an, die sowohl den beteiligten Hotelpartnern als auch den angeschlossenen Fluggesellschaften eine höhere Planungssicherheit bei der Kapazitätensteuerung bietet. Branchenbeobachter verweisen darauf, dass der Trend zur frühen Buchungsfreigabe eine Reaktion auf den intensiven Verdrängungswettbewerb im europäischen Touristikmarkt darstellt. Reiseveranstalter stehen unter dem Druck, liquide Mittel frühzeitig zu sichern und das Risiko kurzfristiger Preisabschläge in der Last-Minute-Saison zu reduzieren. Allerdings hängt die Wirksamkeit von Frühbucherkampagnen stark von der gesamtwirtschaftlichen Konsumstimmung ab. Sollten unvorhergesehene Preissteigerungen bei Flugtickets oder Hotelnebenkosten eintreten, kann ein hoher Anteil früh gebuchter Festpreise die Margen der Reiseveranstalter belasten. Zudem birgt der lange Vorlauf von knapp einem Jahr operative Unsicherheiten hinsichtlich der Flugpläne und Kapazitäten im Luftverkehr. Änderungen von Flugzeiten oder Streckenstreichungen seitens der Partnerfluggesellschaften führen bei sehr früh gebuchten Pauschalreisen häufiger zu Umbuchungsaufwänden im Kundenservice. Für die Reiseveranstalter bleibt der Spagat bestehen, einerseits Kundenbindungen durch

weiterlesen »

Kritik an Tourismusbilanz: Gewerkschaft Vida fordert Kaufkraftausgleich für Steirische Beschäftigte

Nach der Präsentation der Sommer-Tourismusstatistik durch den steirischen Landeshauptmann Mario Kunasek hat die Gewerkschaft Vida deutliche Kritik an den Arbeitsbedingungen und der Lohnentwicklung in der Branche geäußert. Während die Politik hohe Nächtigungszahlen von über acht Millionen im Sommer 2025 sowie Zuwächse bei internationalen Gästen als Erfolg verbucht, verweist der steirische Vida-Landesvorsitzende Gernot Acko auf die realen Einkommensverluste des Personals in Hotellerie und Gastronomie. Laut Gewerkschaftsangaben führt der neue Kollektivvertrag ab Oktober 2026 zu Gehaltsanpassungen unterhalb der Inflationsrate, wovon auch die Lehrlingsentschädigungen betroffen sind. Die Arbeitnehmervertretung wirft der steirischen Landespolitik und den Branchenvertretern vor, den anhaltenden Personalmangel durch die Aufstockung von Saisonier-Kontingenten und die verstärkte Anwerbung von Arbeitskräften aus Drittstaaten zu lösen, statt die Bezahlung für das bestehende Personal zu verbessern. Aus Sicht der Gewerkschaft drückt der kontinuierliche Import von Arbeitskräften das Lohnniveau und erhöht den Druck auf die Beschäftigten in Küche, Service und Housekeeping. Acko zieht dabei Parallelen zur Bundespolitik und kritisiert die Akzeptanz von Kaufkraftverlusten bei Arbeitnehmern im Vergleich zu Debatten über Pensionen. Um dem Reallohnverlust entgegenzuwirken, richtet die Gewerkschaft Vida konkrete Forderungen an das Land Steiermark. Neben einem sofortigen Stopp für weitere Saisonkontingente und Rot-Weiß-Rot-Karten im steirischen Tourismus fordert die Interessenvertretung einen direkten Landeszuschuss für die Beschäftigten des Sektors, um den Kaufkraftverlust abzufedern. Die Gewerkschaft betont, dass die langfristige Personalbindung im regionalen Gastgewerbe nur über existenzsichernde Löhne und fair verhandelte Arbeitsbedingungen erreicht werden kann. Branchenbeobachter verweisen auf das Spannungsfeld zwischen den betriebswirtschaftlichen Personalkosten der Gastronomie- und Beherbergungsbetriebe und der Attraktivität des Dienstleistungssektors im Wettbewerb um Fachkräfte. Der steirische

weiterlesen »