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Dortmund verzeichnet Passagierplus im dritten Quartal 2026

Der Flughafen Dortmund registrierte im dritten Quartal 2026 ein Zuwachs beim Passagieraufkommen. In den Monaten Juli, August und September nutzten kumuliert rund 1,01 Millionen Fluggäste den westfälischen Regionalflughafen. Dies entspricht einer Steigerung um 5,9 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Haupttreiber der Entwicklung waren die Sommerferien mit über 530.000 Passagieren sowie das Verkehrsaufkommen des Hauptkunden Wizz Air, dessen Passagierzahlen in Dortmund im Berichtsquartal um rund 13 Prozent zulegten. Der August markierte mit mehr als 360.000 Fluggästen den monatlichen Spitzenwert des bisherigen Jahresverlaufs. In den ersten neun Monaten des Jahres 2026 beläuft sich das Gesamtaufkommen am Standort auf mehr als 2,62 Millionen Reisende, was ein Plus von etwa 179.000 Personen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum darstellt. Flughafen-Geschäftsführer Ludger van Bebber bewertet das Erreichen der Millionengrenze im Sommerquartal als Basis für das Jahresendergebnis und sieht den Flughafen auf Kurs, das Gesamtergebnis des Vorjahres zu übertreffen. Zur Absicherung des Passagiervolumens setzt die Betreibergesellschaft auf den stufenweisen Ausbau von Flugverbindungen in Richtung Süd- und Mitteleuropa. Das Angebot wurde im bisherigen Jahresverlauf um acht neue Flugziele erweitert, darunter Strecken nach Mailand, Palermo und London. Mit der für den 25. Oktober 2026 terminierten Aufnahme von täglichen Linienflügen nach Rom-Fiumicino durch Wizz Air bindet der Airport eine weitere europäische Hauptstadtdestination an das Ruhrgebiet an. Branchenbeobachter merken an, dass die starke Abhängigkeit von einzelnen Billigfluggesellschaften wie Wizz Air zwar kurzfristiges Volumen sichert, der Standort damit jedoch anfällig für betriebliche Kapazitätsverschiebungen im Low-Cost-Segment bleibt.

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Finavia erweitert Streckennetz in der Winterflugsaison 2026/2027 um 31 Verbindungen

Der finnische Flughafenbetreiber Finavia verzeichnet für die kommende Winterflugsaison, die vom 25. Oktober 2026 bis zum 27. März 2027 läuft, eine deutliche Aufstockung des internationalen Flugangebots. Insgesamt 31 neue Flugrouten ergänzen das Streckennetz im Vergleich zur vorausgegangenen Winterperiode. Damit steigt das Angebot an den von Finavia verwalteten Flughäfen auf insgesamt 163 internationale Linienflugverbindungen zu 103 Zielorten weltweit. Den Schwerpunkt der Netzerweiterung bilden die nordfinnischen Standorte in Lappland, auf die allein zehn der neuen Direktverbindungen entfallen. Die Nachfrage wird vorrangig von europäischen Fluggesellschaften wie easyJet, Eurowings, Lufthansa, Discover Airlines, Air Baltic und Brussels Airlines getragen. Am Flughafen Rovaniemi stehen in der Hauptsaison Direktflüge zu bis zu 36 internationalen Destinationen auf dem Flugplan. Zudem erhalten die Flughäfen Kittilä, Kuusamo, Ivalo sowie Kemi-Tornio zusätzliche Anbindungen an europäische Ballungsräume wie London, München, Berlin, Amsterdam und Brüssel. Am Hauptstadtdrehkreuz Helsinki-Vantaa festigen internationale Fluggesellschaften sowie die Heimfluggesellschaft Finnair das Streckennetz durch die Aufstockung von Lang- und Mittelstrecken. Qatar Airways führt ihre im Sommer wiederaufgenommenen Flüge nach Doha im täglichen Winterdienst fort, während Emirates ihre tägliche Verbindung nach Dubai in die erste vollständige Winterflugplanperiode überführt. Finnair erweitert das Netz unter anderem um eine Langstreckenverbindung nach Melbourne. Ergänzend nimmt die norwegische Fluggesellschaft Norwegian im November eine neue Verbindung zwischen Helsinki und Tromsø in Nordnorwegen auf. Die erweiterte Flugplanung verdeutlicht die anhaltende Konsolidierung des nordeuropäischen Tourismus- und Transferverkehrs. Branchenbeobachter verweisen jedoch darauf, dass der starke Fokus auf saisonale Wintersport- und Polartourismusmärkte hohe Anforderungen an die operative Kapazitätsauslastung der regionalen Flughafeninfrastruktur stellt, da das Flugaufkommen außerhalb der Wintermonate auf den

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Meteomatics präsentiert neue Wetterdrohne Strato auf Fachmesse in Amsterdam

Das Schweizer Meteorologieunternehmen Meteomatics hat auf der Fachmesse Meteorological Technology World Expo 2026 in Amsterdam seine neue Wetterdrohne des Typs Strato der Öffentlichkeit vorgestellt. Das unbemannte Fluggerät ist für den Einsatz in Flughöhen von bis zu 12.000 Metern ausgelegt und erfasst vertikale Atmosphärenprofile über einen erweiterten Höhenbereich. Die Neuentwicklung zielt darauf ab, hochauflösende Messdaten aus Schichten bereitzustellen, die bislang vorrangig durch den Einsatz konventioneller Radiosonden an Wetterballons abgedeckt wurden. Technisch dient die Messsonde der kontinuierlichen Erfassung vertikaler Parameter wie Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Luftdruck und Windgeschwindigkeiten. Im Gegensatz zu Einweg-Wetterballons, die nach dem Aufstieg im Regelfall verloren gehen und meist nur ein- bis zweimal täglich gestartet werden, verbleiben die autonomen Drohnensysteme nach der Landung und Wiederaufladung mehrfach einsatzbereit. Die erfassten Messdaten werden in hochauflösende numerische Wettermodelle wie EURO1k und US1k eingespeist, die mit einer nativen Auflösung von einem Kilometer arbeiten, um lokalisierte Vorhersagen für behördliche, wirtschaftliche und militärische Akteure zu präzisieren. Der Markteintritt des Systems erfolgt in einem Umfeld steigenden Bedarfs an hochfrequenten Echtzeitdaten für den Energiesektor, den Flugverkehr sowie den Katastrophenschutz. Branchenbeobachter weisen jedoch darauf hin, dass der flächendeckende Einsatz autonomer Wetterdrohnensysteme in großen Flughöhen strenge regulatorische Auflagen bezüglich der Luftraumfreigabe durch die jeweiligen nationalen Luftfahrtbehörden voraussetzt. Die ständige Integration von Drohnenflügen in stark frequentierte Luftstraßen erfordert komplexe Genehmigungsverfahren und kontinuierliche Koordinationsprozesse mit der Flugsicherung.

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Große Nachfrage bei Förderwettbewerb für den ländlichen Tourismus in Deutschland

Die Buchungsplattform Airbnb und der Deutsche Tourismusverband (DTV) haben die Bewerbungsphase für den gemeinsamen Projektwettbewerb „NaturMomente“ abgeschlossen. Für die mit insgesamt einer Million Euro dotierten Fördermittel gingen bis zum Stichtag 521 gültige Projektanträge aus ganz Deutschland ein. Die Initiative steht unter der Schirmherrschaft von Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer und zielt darauf ab, touristische Angebote in strukturschwächeren, ländlichen Regionen gezielt zu unterstützen. Ein wesentlicher Schwerpunkt der Einreichungen liegt in den ostdeutschen Bundesländern, aus denen mit 283 Anträgen mehr als die Hälfte aller Bewerbungen stammt. Spitzenreiter bei den Einreichungen sind Sachsen-Anhalt und Niedersachsen mit jeweils 64 Projekten, gefolgt von Sachsen, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern. Zugelassen waren ausschließlich Vorhaben aus strukturschwachen Gemeinden mit einer Bevölkerungsdichte von unter 150 Einwohnern pro Quadratkilometer sowie einer geringen touristischen Dichte. Die Mittelverteilung erfolgt gestaffelt in Förderbeträgen von 25.000 bis 100.000 Euro je Gewinnerprojekt. Die Verteilung der Anträge spiegelt die Nachfrageentwicklung im Inlandstourismus wider. Nach Branchenangaben entfielen bei Airbnb im Jahr 2025 fast zwei Drittel der von inländischen Gästen gebuchten Übernachtungen auf Ziele außerhalb der Ballungszentren. Die eingereichten Konzepte verteilen sich auf die Schwerpunkte Kultur und Tradition (161 Bewerbungen), gemeinwohlorientierte Initiativen (144), regionaltypische Angebote (72) sowie naturbezogene Vorhaben (144). Eine Fachjury bewertet die Unterlagen anhand wirtschaftlicher, sozialer und innovativer Kriterien, bevor die Auswahl Ende November 2026 bekannt gegeben wird. Die hohe Antragszahl verdeutlicht den erheblichen Investitionsbedarf in kleineren Kommunen abseits etablierter Tourismuszentren. Branchenbeobachter verweisen darauf, dass private Plattformförderungen wie das Modell von Airbnb und DTV zwar punktuelle Impulse setzen, grundlegende Infrastrukturdefizite im ländlichen Raum – etwa im öffentlichen Nahverkehr sowie

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Air Cairo übernimmt Flüge zwischen Graz und Hurghada im Sommer 2027

Die ägyptische Fluggesellschaft Air Cairo bedient ab dem 1. April 2027 wieder die Direktverbindung zwischen dem Flughafen Graz-Thalerhof und der ägyptischen Destination Hurghada am Roten Meer. Zum Start des Sommerflugplans wird die Strecke zunächst einmal wöchentlich jeweils donnerstags beflogen. Während der touristischen Hauptreisezeit vom 5. Juli bis zum 6. September 2027 erweitert das Unternehmen das Angebot um eine zweite wöchentliche Rotation an jedem Montag. Die Abwicklung der Flüge erfolgt im Rahmen einer kommerziellen Kooperation mit der Fluggesellschaft SunExpress Airlines, die seit 2021 besteht. Während Air Cairo für die operative Durchführung der Flüge mit Fluggeräten des Typs Airbus A320 sowie für den Bordservice verantwortlich zeichnet, übernimmt SunExpress die Streckenplanung, das Ertragsmanagement und den Vertrieb. Mit der Einbindung der Route in das Vertriebsnetz von SunExpress sichert sich der Flughafen Graz die Anbindung an eines der wesentlichen Freizeitreiseziele auf der Mittelstrecke. Für den steirischen Regionalflughafen bedeutet die Festlegung der Sommerverbindung eine Stabilisierung des touristischen Streckennetzes. Neben dem bestehenden Angebot nach Antalya stärkt die Wiederaufnahme der Ägypten-Verbindung das Segment der Pauschal- und Urlaubsreisen ab Graz. Flughafenführung und Reiseveranstalter werten den Schritt als notwendigen Baustein zur Auslastung der regionalen Passagierkapazitäten, da die Nachfrage nach Nordafrika-Verbindungen im Ganzjahresverlauf ein konstant hohes Volumen aufweist.

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Großbaustelle zur Altlastensanierung am Flughafen Salzburg sorgt für Anrainerkritik

Am Flughafen Salzburg beginnen nach längeren Verzögerungen im Zusammenhang mit der rechtlichen Einordnung der Deponieverordnung die Vorbereitungen für die großflächige Sanierung von chemisch belastetem Erdreich. Auf dem Areal des Landesairports wurden in der Vergangenheit erhebliche Mengen an Löschwasser verwendet, die per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen (PFAS) enthielten. Nach der bereits installierten Grundwasserreinigungsanlage im Rahmen von Ersteingriffen leiten die Verantwortlichen nun die Hauptphase der technischen Sicherung ein. Das geplante Bauvorhaben erstreckt sich über einen Zeitraum von drei Jahren und wird jeweils in den wärmeren Monaten für die Dauer von 26 Wochen als Großbaustelle betrieben. Die technischen Maßnahmen beinhalten die Positionierung schwerer Baumaschinen, das Einschlagen von Spundwänden sowie großflächige Erdaushubarbeiten zur Einhausung und Sicherung der Schadstoffherde im Boden. Gegen die mit den Bauarbeiten einhergehenden Belastungen regt sich organisierter Widerstand aus der benachbarten Bevölkerung. Der Anrainerschutzverband (ASA) fordert eine transparente Offenlegung der prognostizierten Lärm- und Erschütterungswerte für die angrenzenden Wohngebiete sowie Nachbesserungen bei den Schutzvorkehrungen. Fachgutachten deuten darauf hin, dass es an zahlreichen Bautagen zu Überschreitungen der zulässigen Lärmrichtwerte kommen dürfte. Der Anrainerschutzverband verweist zudem auf einzuhaltende rechtliche Fristen im laufenden behördlichen Bewilligungsverfahren. Bis zum 3. November 2026 können betroffene Nachbarn und Anwohner Einwendungen bei den zuständigen Behörden von Stadt und Land Salzburg einreichen, um sich im weiteren Verfahren die formelle Parteienstellung und damit das Recht auf rechtliches Gehör zu sichern.

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Neuer Geschäftsführer übernimmt hochdefizitären Flughafen Linz in angespannter Lage

Der Flughafen Linz-Hörsching befindet sich in einer wirtschaftlich schwierigen Phase und schreibt seit fünf Jahren ununterbrochen Verluste. Seit dem 1. Oktober 2026 führt Jörg Ebbighausen, der zuvor in der Konzernentwicklung des Flughafens München tätig war, die Geschäfte als alleiniger Geschäftsführer. Ebbighausen bezeichnet die aktuelle Situation am oberösterreichischen Landesairport als prekär und rechnet für die kommenden ein bis zwei Jahre mit anhaltenden Turbulenzen. Um die Gewinnschwelle zu erreichen, benötigt der Flughafen ein jährliches Passagieraufkommen von 500.000 bis 600.000 Fluggästen – derzeit verzeichnet der Standort weniger als die Hälfte dieser Zahl. Die von der Flughafenführung angestrebte Rückkehr zu schwarzen Zahlen verschiebt sich dadurch schrittweise in die ersten Jahre der 2030er-Dekade. Zudem steht dem Airport eine kostenintensive Pistensanierung bevor, die für den Zeitraum 2030/2031 mit rund 25 Millionen Euro veranschlagt wird. Ein Betrag dieser Größenordnung lässt sich nach Angaben des Managements nicht aus dem laufenden Betriebscashflow finanzieren. Das Land Oberösterreich plant vor diesem Hintergrund den Verkauf eines Anteils von 49 Prozent an einen privaten Investor, wobei das Flughafenmanagement langfristig orientierte Infrastrukturfonds als Zielgruppe sieht. Im operativen Passagiergeschäft stützt sich der Flughafen Linz im Winterhalbjahr 2026/2027 im Wesentlichen auf die Zubringerverbindung nach Frankfurt. Diese Strecke wird seit Ende März von der dänischen Fluggesellschaft Danish Air Transport (DAT) mit Turboprop-Maschinen bedient und über vier Jahre hinweg mit bis zu 36 Millionen Euro öffentlich bezuschusst. Da Linienverbindungen wie die Ryanair-Strecke nach London-Stansted im Winter entfallen, strebt der Geschäftsführer für künftige Flugplanperioden die Neuansiedlung von Billigfluggesellschaften an, wofür eine neue Stelle im Bereich Business Development eingerichtet wurde.

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Aussetzung der London-Verbindung belässt Flughafen Klagenfurt im Winterangebot unter Druck

Die irische Billigfluggesellschaft Ryanair setzt ihre Linienverbindung zwischen dem Flughafen Klagenfurt und dem Flughafen London-Stansted für die anstehende Winterflugplanperiode aus. Im Zeitraum von November 2026 bis Mitte März 2027 werden keine Direktflüge auf dieser Strecke angeboten. Unternehmens- und Flughafenvertreter begründen den temporären Rückzug mit einer jahreszeitlich bedingt schwächeren Nachfrage während der Wintermonate sowie der Belastung durch die nationale Luftverkehrssteuer. Im Sommerflugplan soll die Route hingegen wieder aufgenommen werden. Die Entscheidung stößt in der regionalen Kommunalpolitik auf scharfe Kritik. Der Klagenfurter FPÖ-Klubobmann Andreas Skorianz bezeichnete den Schritt als Alarmsignal für den gesamten Wirtschafts- und Tourismusstandort Kärnten. Ein wegfallender Direktanschluss an den britischen Markt schwäche die internationale Erreichbarkeit der Landeshauptstadt. Skorianz übte zudem Kritik am Management des Flughafens Klagenfurt und warf den Verantwortlichen vor, trotz prognostizierter Zuwächse in der Realität Passagierpotentiale einzubüßen. Die Maßnahme von Ryanair trifft den Kärntner Landesflughafen in einer ohnehin schwierigen Phase der Kapazitätskonsolidierung. Auch die Fluggesellschaft Austrian Airlines verringert mit dem Beginn des Winterflugplans ihr Angebot auf der Zubringerstrecke zum Drehkreuz Wien drastisch von elf auf sechs wöchentliche Frequenzen. Regionalpolitische Beobachter bemängeln vor diesem Hintergrund eine Ausdünnung der Verkehrsinfrastruktur, während die Flughafenführung darauf verweist, dass die Anbindung an den Standort Wien trotz reduzierter Flugfrequenzen durch den Einsatz größerer Flugzeuge aufrechterhalten bleibt.

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Lufthansa-Konzern kürzt Pensionsbeiträge bei Vertragsverlängerungen des Vorstands

Der Aufsichtsrat der Deutschen Lufthansa AG hat im Rahmen der jüngsten Personalentscheidungen die betriebliche Altersversorgung für mehrere Vorstandsmitglieder reduziert. Wie ein Unternehmenssprecher bestätigte, wurde bei den Wiederbestellungen von Technikvorständin Grazia Vittadini, Finanzvorstand Till Streichert und Vertriebsvorstand Dieter Vranckx der jährliche Beitragssatz zur betrieblichen Altersvorsorge auf 30 Prozent der Festvergütung abgesenkt. Die Maßnahme erfolgt vor dem Hintergrund anhaltender Kritik von Investoren und Aktionärsvertretern an den bisherigen Versorgungsregeln für die Führungsetage des MDax-Konzerns. Das Kontrollgremium der Fluggesellschaft hatte im September 2026 die Verträge der drei Vorstandsmitglieder vorzeitig verlängert. Die Mandate von Finanzchef Till Streichert und Vertriebsvorstand Dieter Vranckx laufen nun jeweils für weitere fünf Jahre bis zum Sommer 2032. Der Vertrag von Technik- und IT-Vorständin Grazia Vittadini wurde um drei Jahre bis Mitte 2030 verlängert. Trotz der langfristigen Absicherung der Führungsmannschaft passte das Kontrollgremium die finanziellen Rahmenbedingungen an, um der Kritik an übermäßigen Zusatzleistungen entgegenzuwirken. Die Entscheidung zur Kürzungsregelung fällt in eine Phase erhöhten Kostendrucks und betrieblicher Konsolidierung innerhalb der Lufthansa-Gruppe. Neben den Einsparungen bei den Versorgungsbezügen nahm der Aufsichtsrat zudem Anpassungen am Corporate-Governance-Regelwerk vor, unter anderem bezüglich der Altersgrenzen für Führungskräfte. Aktionärsvereinigungen wie die Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) hatten auf den Hauptversammlungen wiederholt eine stärkere Koppelung der Vorstandsvergütung an die tatsächliche operative Wertschöpfung des Luftfahrtkonzerns gefordert.

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Führungswechsel bei Etihad Airways nach plötzlichem Abgang des Vertriebschefs

Bei der staatlichen Fluggesellschaft Etihad Airways aus Abu Dhabi kommt es zu einer personellen Veränderung im obersten Management. Der bisherige Vertriebs- und Kommerzchef (Chief Revenue & Commercial Officer) Arik De hat nach knapp fünf Jahren im Unternehmen seinen sofortigen Rückzug angekündigt. Über ein Karriere-Netzwerk verwies der Manager auf die wirtschaftliche Umgestaltung der Fluggesellschaft während seiner Dienstzeit. Demnach stieg der Jahresumsatz der Staatsairline im genannten Zeitraum von rund drei Milliarden US-Dollar auf knapp zehn Milliarden US-Dollar. Nach jahrelangen Verlusten wies die Fluggesellschaft zuletzt wieder operative Gewinne aus. In seiner Stellungnahme hob der scheidende Manager insbesondere den Aufbau eines neu aufgestellten Führungsteams hervor und kündigte an, künftig eine neue berufliche Aufgabe wahrzunehmen. Weder das Unternehmen noch der Manager nannten konkrete Gründe für den kurzfristigen Vollzug der Personalie, die ohne unmittelbare Benennung einer Nachfolge wirksam wurde. Profilangaben des Top-Managers wurden auf den offiziellen Unternehmensportalen umgehend entfernt. Der unvermittelte Ausstieg erfolgt in einer Phase, in der Etihad Airways unter dem Vorstandsvorsitzenden Antonoaldo Neves Vorbereitungen für einen möglichen Teilbörsengang trifft und das Streckennetz kontinuierlich ausbaut. Branchenbeobachter verweisen darauf, dass ein Führungswechsel auf Schlüsselebenen während laufender Konsolidierungs- und Transformationsprozesse operative Fragen hinsichtlich der Kontinuität im kommerziellen Netz- und Ertragsmanagement aufwirft.

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