Newsticker

Weitere Artikel aus der Rubrik

Newsticker

Rheinmetall und das Land Hessen planen Trainings- und Logistikzentrum am Flughafen Kassel

Der Flughafen Kassel-Calden steht vor einer Umgestaltung seiner Nutzungsschwerpunkte. Wie die Betreibergesellschaft des Regionalflughafens und das Land Hessen bekannt gaben, unterzeichneten die Landesregierung und der Rüstungskonzern Rheinmetall eine Absichtserklärung zum Aufbau des sogenannten „Defence Hub Nordhessen“. Im Rahmen des Projekts plant das Rüstungsunternehmen Investitionen in Höhe von rund 50 Millionen Euro am Standort. Vor Ort sollen ein Logistik- und Trainingszentrum sowie ein Testareal für unbemannte Flugsysteme entstehen. Nach Unternehmensangaben sollen durch das Vorhaben etwa 130 neue Arbeitsplätze geschaffen werden. Mit dieser Vereinbarung versucht das Land Hessen, die seit Jahren defizitäre Infrastruktur des Regionalflughafens finanziell und betrieblich abzusichern. Der 2013 neu eröffnete Flughafen Kassel-Calden blieb im zivilen Passagier- und Linienflugverkehr kontinuierlich hinter den ursprünglichen Passagierprognosen zurück und ist regelmäßig auf erhebliche jährliche Betriebskostenzuschüsse der öffentlichen Hand angewiesen. Die Ansiedlung militärischer Erprobungs- und Logistikstrukturen soll die Einnahmen aus der Verpachtung von Grundstücksflächen und der Nutzung der Start- und Landebahnen erhöhen. Durch die Errichtung des Testzentrums für Drohnentechnologie sowie der Logistik- und Schulungseinrichtungen nutzt Rheinmetall die bestehende Luftfahrtsinfrastruktur und die verkehrsgünstige Lage in Zentraldeutschland. Die nähe zu bestehenden Standorten der Rüstungsindustrie in Nordhessen sowie die verfügbaren Flugbetriebszeiten auf dem Flugplatzgelände bieten dem Konzern Kapazitäten für Erprobungs- und Schulungsaktivitäten. Das Areal ermöglicht Tests unbemannter Fluggeräte unter kontrollierten Luftraumbedingungen direkt am Platz. Kritische Stimmen und Branchenanalysten verweisen darauf, dass eine Absichtserklärung noch keine rechtlich bindenden Bau- und Betriebsgenehmigungen ersetzt. Die Umwandlung von Teilen des zivilen Flughafens in ein militärisches Test- und Logistikareal erfordert umfangreiche Genehmigungsverfahren und könnte zu Konflikten mit der umliegenden Anwohnerschaft hinsichtlich der

weiterlesen »

Gulf Air plant Flugverbindungen nach Kuala Lumpur und Singapur

Die staatliche Fluggesellschaft des Königreichs Bahrain, Gulf Air, plant die Aufnahme von Direktflügen von Manama nach Kuala Lumpur. Wie der Vorstandsvorsitzende Martin Gauss im Interview mit der Branchenplattform airliners.de bestätigte, soll die malaysische Hauptstadt künftig wieder in das internationale Flugnetz des Anbieters eingegliedert werden. Als Auslöser für die Streckenentscheidung gilt die terminliche Verschiebung des Formel-1-Grand-Prix von Bahrain nach Sepang, bei dem die Fluggesellschaft als Hauptsponsor auftritt. In einem zweiten Schritt soll die Route zu einer Kombinationsverbindung nach Singapur ausgebaut werden. Durch die Bedienung der Strecke nach Malaysia greift die Fluggesellschaft ein Langstreckenziel auf, das bereits in früheren Jahren bedient, im Zuge von Flottenumstrukturierungen und Konsolidierungsmaßnahmen jedoch temporär eingestellt worden war. Mit der schrittweisen Integration der Boeing 787-9 Dreamliner verfügt der Carrier nun wieder über geeignete Kapazitäten für die Abwicklung von Ultralangstrecken in den asiatischen Raum. Über das Drehkreuz in Manama sollen Passagiere aus Europa und dem Nahen Osten Anschluss an den malaysischen Großraum erhalten. Branchenbeobachter verweisen auf die intensive Konkurrenzsituation auf den Routen zwischen der Golfregion und Südostasien. Etablierte Netzwerkträger wie Emirates, Qatar Airways oder Etihad Airways bedienen Kuala Lumpur und Singapur bereits mit mehreren täglichen Frequenzen und hoher Sitzplatzkapazität. Für Gulf Air stellt die Verknüpfung von Sport-Sponsoring und Streckennetzplanung daher den Versuch dar, eigene Auslastungsrisiken abzufedern und gezielt Nischen im Punkt-zu-Punkt-Verkehr sowie im Umsteigemarkt zu besetzen. Kritische Stimmen merken an, dass die Abhängigkeit von einzelnen Großveranstaltungen wie der Formel 1 eine kontinuierliche Ganzjahresauslastung nicht von selbst garantiert. Die Aufrechterhaltung von Kombinationsflügen über zwei südostasiatische Destinationen erfordert zudem komplexe Verkehrsrechte

weiterlesen »

Ryanair bedient Palma de Mallorca im Winterflugplan ab Friedrichshafen

Die irische Billigfluggesellschaft Ryanair dehnt ihr Flugangebot am Bodensee-Airport Friedrichshafen auf die Winterflugplanperiode aus. Ab dem 26. Oktober 2026 fliegt die Fluggesellschaft die spanische Insel Palma de Mallorca zweimal wöchentlich, jeweils an den Verkehrstagen Freitag und Sonntag, vom regionalen Flughafen in Baden-Württemberg aus an. Bislang wurde die Route lediglich während der Sommermonate bedient. Das Flugangebot ergänzt die bestehende Ganzjahresverbindung nach Alicante, womit der Carrier zwei Zielorte auf der Iberischen Halbinsel im Winter ab Friedrichshafen bedient. Die Flughafenleitung bewertet die Aufnahme der Ganzjahresverbindung als Schritt zur Stabilisierung der Passagierzahlen am Standort. Nach turbulenten Jahren und Anpassungen im Streckennetz versucht der Flughafen Friedrichshafen, seine Position im Dreiländereck Deutschland-Österreich-Schweiz zu festigen. Neben den Flugverbindungen strebt die Betreibergesellschaft eine Aufwertung der Infrastruktur und der Gastronomieangebote im Terminal an, um zusätzliche Einnahmen abseits des reinen Flugbetriebs zu generieren und die wirtschaftliche Basis des Regionalflughafens zu breiter abzusichern. Vertreter der Fluggesellschaft verweisen im Kontext der Entscheidung auf die Rahmenbedingungen des deutschen Luftverkehrsmarktes. Trotz der Aufstockung in Friedrichshafen kritisiert der Carrier die Höhe der staatlichen Abgaben in Deutschland, insbesondere die Anpassungen der Luftverkehrsteuer sowie die Entgelte für Flugsicherung und Luftsicherheit. Diese Ausgabenstruktur begrenze die Kapazitätsentscheidungen und schränke das weitere Wachstum an deutschen Stationen im Vergleich zu anderen europäischen Märkten ein. Branchenbeobachter merken an, dass die Ausweitung von Winterrouten an Regionalflughäfen stets mit betriebswirtschaftlichen Risiken behaftet ist. Die Auslastung von Ferienverbindungen außerhalb der Sommermonate fällt erfahrungsgemäß schwächer aus, was regelmäßige Überprüfungen der Streckenrentabilität durch die Airlines nach sich zieht. Für den Flughafen Friedrichshafen bleibt die Bindung von Low-Cost-Anbietern

weiterlesen »

Flughafen Wien veranstaltet die 5. Vienna Airport Business Night im Office Park 4

Die Flughafen Wien AG richtet am Donnerstag, den 10. September 2026, die 5. Vienna Airport Business Night im Vienna Airport Conference & Innovation Center im Office Park 4 aus. Das Branchenevent dient als Netzwerkveranstaltung für Vertreter aus Wirtschaft, Luftfahrt und Tourismus. Ziel der Zusammenkunft ist die Förderung des direkten Austauschs zwischen Standortpartnern, angesiedelten Unternehmen und externen Entscheidungsträgern sowie die Präsentation der Infrastruktur und Dienstleistungen der sogenannten Vienna AirportCity. Im Mittelpunkt des Vortragsprogramms steht eine Keynote von Europaministerin Claudia Bauer, die zu den wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen und der Wettbewerbsfähigkeit Österreichs innerhalb der Europäischen Union spricht. Darüber hinaus beinhaltet die Veranstaltung die Vergabe der Vienna Airport Business Awards. Mit diesen Auszeichnungen prämiert die Flughafengesellschaft Geschäftspartner und Kunden am Standort in den drei Kategorien „Cargo-Unternehmen des Jahres“, „Bester Dienstleister des Jahres“ sowie „Innovator des Jahres“. Begleitend zum Vortragsprogramm nutzen ansässige Betriebe die Veranstaltung als Leistungsschau. Von den derzeit mehr als 250 am Flughafen Wien vertretenen Unternehmen präsentieren sich ausgewählte Dienstleister im Rahmen der Abendveranstaltung. Neben Angeboten des örtlichen Health Centers zeigt auch die betriebseigene Besucherwelt des Flughafens Konzepte wie den Flugsimulator „Birdly“. Die Durchführung im Office Park 4 unterstreicht die Bemühungen der Betreibergesellschaft, Immobilienflächen im Nicht-Flug-Bereich für Konferenzen und Firmenansiedlungen zu vermarkten. Branchenanalysten sehen in solchen Standortveranstaltungen ein wichtiges Instrument, um das im Immobilienbereich erwirtschaftete Nicht-Aviatik-Geschäft auszubauen. Da die Erträge im reinen Passagier- und Flugbetrieb starken saisonalen Schwankungen und externen Einflüssen unterliegen, setzt die Flughafen Wien AG seit Jahren auf die Erweiterung der gewerblichen Infrastruktur am Standort Schwechat. Dennoch bleibt der wirtschaftliche Gesamterfolg der

weiterlesen »

Schweizer Städte belegen Spitzenplätze bei weltweiten Taxitarifen

Eine aktuelle Untersuchung des Versicherungsmaklers Zego zu internationalen Beförderungskosten zeigt erhebliche Preisunterschiede im weltweiten Taxigewerbe. Der Analyse zufolge dominieren Schweizer Städte die Rangliste der kostenintensivsten Standorte. Luzern belegt im weltweiten Vergleich den ersten Platz mit Kosten von umgerechnet rund 58,89 Schweizer Franken für eine Standardfahrt von zehn Kilometern inklusive zehn Minuten Wartezeit. Mit Zürich, Lausanne, Basel und St. Gallen befinden sich insgesamt fünf Schweizer Kommunen unter den zehn teuersten Städten der Erhebung. Der Vergleich verdeutlicht, dass insbesondere hohe Grundgebühren und Stundenansätze für Wartezeiten die Fahrpreise in den Schweizer Zentren antreiben. Während in Luzern der Grundtarif im Schnitt bei 6,63 CHF und der Kilometerpreis bei 4,02 CHF liegt, schlägt die Wartezeit pro Stunde mit durchschnittlich 72,35 CHF zu Buche. Neben Schweizer Städten verzeichnen US-amerikanische Standorte wie Palm Springs und Cambridge (Massachusetts) sowie Dundee im Vereinigten Königreich und Vaduz in Liechtenstein vergleichsweise hohe Gesamtkosten für Kurz- und Mittelstreckenfahrten per Taxi. Branchenbeobachter und Verkehrsanalysten führen das hohe Preisniveau im Schweizer Personenbeförderungsgewerbe auf spezifische Rahmenbedingungen zurück. Neben dem allgemeinen Lohn- und Preisniveau im Land schlagen strenge kommunale Konzessionsauflagen, hohe Versicherungstarife sowie die lokalen Treibstoff- und Fahrzeugkosten durch. Zudem beeinflusst die Verkehrs- und Staudichte in den Innenstädten das Endentgelt erheblich, da verkehrsbedingte Stehzeiten über den zeitbasierten Tarifbestandteil direkt an den Fahrgast weitergegeben werden. Reise- und Logistikexperten raten Verbrauchern angesichts der Tarifunterschiede zur genauen Vorkalkulation von Beförderungskosten bei Auslandsreisen. In vielen Metropolen übersteigen die Ausgaben für Taxi-Fahrten vom Flughafen in die Innenstadt die Kosten einzelner Bahn- oder Busverbindungen um ein Vielfaches. Der Markt verlagert sich daher

weiterlesen »

Air Arabia bindet den Flughafen Düsseldorf an ihr Drehkreuz in Sharjah an

Die in den Vereinigten Arabischen Emiraten ansässige Low-Cost-Fluggesellschaft Air Arabia nimmt ab dem 16. Dezember eine tägliche Verbindung zwischen dem Flughafen Düsseldorf und ihrem Heimatdrehkreuz Sharjah auf. Nach den Drehkreuzen Frankfurt am Main und München wird die nordrhein-westfälische Landeshauptstadt das dritte deutsche Ziel, das der Carrier direkt von der Golfregion aus anfliegt. Die Strecke soll mit Flugzeugen des Typs Airbus A320neo bedient werden, die in einer reinen Economy-Konfiguration betrieben werden. Mit dem Beginn der täglichen Flüge nach Düsseldorf baut Air Arabia ihre Präsenz auf dem deutschen Markt weiter aus. Das Angebot soll Passagieren nicht nur Punkt-zu-Punkt-Verbindungen an den Arabischen Golf bieten, sondern auch Umsteigemöglichkeiten über den Flughafen Sharjah eröffnen. Das Drehkreuz fungiert als Ausweichstandort zum benachbarten Flughafen Dubai und bietet Anschlussflüge zu Zielen im Nahen Osten sowie in Süd- und Südostasien. Durch den Einsatz des Airbus A320neo nutzt die Fluggesellschaft Maschinen mit verringertem Treibstoffverbrauch pro Sitzplatz auf Mittel- und Langstreckenprofilen. Branchenexperten weisen darauf hin, dass die Expansion von Billigfluggesellschaften auf Mittelstreckenverbindungen nach Europa ein intensiviertes Wettbewerbsumfeld schafft. Im Vergleich zu den etablierten Netzwerkträgern der Golfregion, wie Emirates oder Etihad Airways, setzt Air Arabia auf ein kostengünstigeres Geschäftsmodell mit gebührenpflichtigen Zusatzleistungen. Der Erfolg des täglichen Kurses ab Düsseldorf wird maßgeblich davon abhängen, ob sich das Low-Cost-Preissegment auf der mehrstündigen Flugstrecke gegen den Service der klassischen Netzwerk-Carriern im Einzugsgebiet von Nordrhein-Westfalen durchsetzen kann. Der Zugang zum Flughafen Düsseldorf ist für Fluggesellschaften aufgrund der bestehenden Slot-Restriktionen und der hohen Nachfrage in der Region Nordrhein-Westfalen von betrieblicher Bedeutung. Während Großflughäfen wie Frankfurt und München

weiterlesen »

Polar Air Shuttle startet in die vierte Wintersaison nach Schweden

Der Flugreiseanbieter Polar Air Shuttle nimmt für die Wintersaison 2026/2027 erneut sein Flugprogramm von mehreren mitteleuropäischen Flughäfen nach Schwedisch-Lappland auf. Im Zentrum des Flugplans steht die Direktanbindung des regionalen Flughafens Arvidsjaur im Norden Schwedens. Die Charterverbindungen ab Deutschland werden wie in den Vorjahren operativ von der Fluggesellschaft Condor durchgeführt. Das Programm startet mit ersten Flügen Mitte Dezember 2026 ab den Standorten München und Hannover, bevor ab Januar 2027 der reguläre Taktbetrieb aufgenommen wird. Der Winterflugplan sieht für die Linien- und Charterverbindungen der Condor vom 11. Januar 2027 bis zum 15. März 2027 jeweils feste Flugtage an den Wochentagen Montag und Freitag vor. Neben den Angeboten der Condor werden im Rahmen einer Kooperation mit dem ESC European Speed Club zusätzliche Flugkapazitäten nach Arvidsjaur bereitgestellt. Die Abwicklung dieser Sonderflüge übernimmt die tschechische Fluggesellschaft Smartwings. Als Abflughäfen für dieses Zusatzprogramm dienen neben Frankfurt am Main, München und Berlin auch der Schweizer Flughafen Zürich. Die Zielregion Nordschweden ist im Winterhalbjahr ein gefragter Standort für die Erprobung von Kraftfahrzeugen unter Arktisbedingungen. Zahlreiche internationale Automobilhersteller, Zulieferer und Prüforganisationen betreiben rund um Arvidsjaur und Arjeplog Teststrecken auf gefrorenen Seen. Neben Ingenieuren und Testteams nutzen auch Teilnehmer von Fahr- und Motorsporttrainings sowie Urlauber die Direktflüge. Die Auslastung der Charterketten hängt dadurch maßgeblich an den Buchungen der Industrie- und Motorsportkunden aus Deutschland und der Schweiz. Branchenbeobachter verweisen darauf, dass Direktverbindungen an abgelegene Regionalflughäfen in Skandinavien ein hohes Nischenrisiko aufweisen. Die Strecken sind stark saisonal geprägt und richten sich an eine eng abgegrenzte Zielgruppe. Fluggesellschaften wie Condor und Smartwings sichern

weiterlesen »

Bundeswehr vergibt Anfängerausbildung für Luftwaffenpiloten an Lufthansa-Tochter

Die Deutsche Luftwaffe zieht Konsequenzen aus internen Ausbildungskapazitäten und verlagert die fliegerische Grundschulung ihres Pilotennachwuchses an einen privaten Dienstleister. Der Zuschlag für den mehrjährigen Ausbildungsvertrag ging an die Lufthansa Aviation Training (LAT), eine Tochtergesellschaft des Lufthansa-Konzerns. Als zentraler Schulungsstandort wurde der Flughafen Rostock-Laage ausgewählt, an dem das Unternehmen bereits seit mehreren Jahren zivile Flugschüler im Sicht- und Instrumentenflug unterweist. Damit greift die Bundeswehr auf bestehende Strukturen der zivilen Luftfahrtschule zurück, um die ersten Flugstunden angehender Militärflugzeugführer abzuwickeln. Die Kooperation umfasst die theoretische und praktische Anfängerausbildung auf propellergetriebenen Schulflugzeugen, bevor die Flugschüler für spezialisierte Ausbildungsabschnitte auf Jet- oder Transportmuster an militärische Standorte im In- und Ausland wechseln. Die Vergabe der Grundausbildung an zivile Dienstleister ist in NATO-Staaten kein neues Modell; Streitkräfte in mehreren europäischen Nachbarländern nutzen ähnliche Kooperationsformen, um eigene Instandhaltungs- und Personalressourcen bei den Streitkräften zu entlasten. Durch die Nutzung der zivilen Flotte der Lufthansa-Tochter können feste Flugstundenkontingente ohne eigene Flugzeugbeschaffung durch den Bund eingekauft werden. Branchenexperten und Militäranalysten bewerten die Vergabe zweischneidig. Einerseits ermöglicht der Rückgriff auf einen etablierten zivilen Anbieter eine flexible und verlässliche Durchführung der ersten Schulungsphasen ohne den Aufbau eigener Infrastruktur an Bundeswehr-Fliegerhorsten. Andererseits verweist die Auslagerung auf anhaltende Engpässe bei eigenen Trainingsflugzeugen und Fluglehrern innerhalb der Streitkräfte. Kritische Stimmen betonen zudem, dass zivile Ausbildungsstandards zwar solide Grundlagen schaffen, die militärspezifischen Anforderungen im Flugbetrieb jedoch erst in den nachfolgenden Abschnitten geschult werden können. Der Standort Rostock-Laage baut durch die Auftragsvergabe seine Position als kombinationsgenutzter Verkehrs- und Schulungsflughafen weiter aus. Neben dem zivilen Passagierverkehr und den Schulungsaktivitäten

weiterlesen »

Frankreich: Brustkrebserkrankung einer ehemaligen Flugbegleiterin als Berufskrankheit anerkannt

Ein Gerichtsentscheid in der französischen Stadt Bayonne sorgt für Aufsehen in der Luftfahrtbranche. Eine 59-jährige ehemalige Flugbegleiterin der Fluggesellschaft Air France hat durch ein Urteil erwirkt, dass ihre Brustkrebserkrankung rechtskräftig als Berufskrankheit anerkannt wird. Gewerkschaftsvertreter und Rechtsbeistände bezeichnen die Gerichtsentscheidung als Präzedenzfall für den Luftfahrtsektor in Frankreich. Die Betroffene war von 1989 bis 2019 für die französische Fluggesellschaft tätig, davon viele Jahre als Purserin auf der Langstrecke. Während ihrer Dienstzeit absolvierte sie mehr als 12.600 Flugstunden, davon über 6.500 Stunden während der Nachtzeiten. Das Gericht begründete seine Entscheidung mit den spezifischen Arbeitsbedingungen des Kabinenpersonals im Langstreckenverkehr. Neben dem regelmäßigen Schicht- und Nachtdienst wurden die Exposition gegenüber kosnischer und ionisierender Strahlung in Reiseflughöhe sowie das Passivrauchen an Bord berücksichtigt. Auf Flügen von Air France war das Rauchen in der Kabine erst ab dem Jahr 2000 vollständig untersagt worden. Zudem stellte das Gericht fest, dass bei der Klägerin keine genetischen Vorbelastungen oder Risikofaktoren im Lebensstil vorlagen, die das Auftreten der Erkrankung abseits der beruflichen Exposition erklären würden. Da Brustkrebs in der offiziellen französischen Liste der Berufskrankheiten bislang nicht geführt wird, musste die Klägerin mit Unterstützung der Gewerkschaft CFDT ein mehrjähriges Einzelprüfungsverfahren durchlaufen. Zwei regionale Fachkommissionen hatten eine ursächliche Verknüpfung zwischen der Tätigkeit und der Erkrankung im Vorfeld abgelehnt, bevor das Gericht im Juli die Entscheidung zugunsten der Ex-Mitarbeiterin fällte. Da seitens des Arbeitgebers und der Sozialkassen keine Rechtsmittel eingelegt wurden, ist das Urteil nunmehr rechtskräftig. Branchenexperten sehen in der juristischen Entscheidung ein Signal für das fliegende Personal in Europa. Das Urteil erleichtert

weiterlesen »

Polen und Spanien planen gemeinsame Beschaffung von Airbus-Tankflugzeugen

Polen und Spanien planen den gemeinsamen Erwerb von mindestens sieben Betankungs- und Transportflugzeugen vom Typ Airbus A330 MRTT. Das Beschaffungsprogramm besitzt ein geschätztes Gesamtvolumen von bis zu 5,4 Milliarden Euro und umfasst neben den Maschinen eine siebenjährige Betreuung bei Logistik und Instandhaltung. Der spanische Ministerrat hat den entsprechenden Rahmenvereinbarungen am 25. August zugestimmt, um die formalen Verhandlungen über den finalen Vertrag aufzunehmen. Nach Angaben des polnischen Verteidigungsministers Władysław Kosiniak-Kamysz soll Polen bis zum Jahr 2030 vier dieser Flugzeuge erhalten, während die verbleibenden Maschinen für die spanischen Streitkräfte vorgesehen sind. Die Anschaffung stellt für die polnischen Luftstreitkräfte den Aufbau einer eigenen nationalen Tankerflotte dar. Die Großraumflugzeuge sollen die Einsatzreichweite und Stehzeit der polnischen F-16- und F-35A-Kampfflugzeuge erhöhen und die Abhängigkeit von Betankungskapazitäten anderer NATO-Partner verringern. Der A330 MRTT basiert auf der zivilen Passagierversion Airbus A330-200 und kann bis zu 111 Tonnen Treibstoff aufnehmen, ohne dass Zusatztanks im Frachtraum installiert werden müssen. Neben der Luftbetankung lässt sich die Maschine für Truppentransporte von bis zu 300 Personen, Frachtflüge mit bis zu 45 Tonnen Zuladung oder für medizinische Evakuierungseinsätze konfigurieren. Finanziert wird das Vorhaben über das EU-Förderprogramm Security Action for Europe (SAFE), das zinsgünstige Kredite für gemeinsame Verteidigungsgüter bereitstellt und die Beschaffung von in Europa gefertigten Systemen priorisiert. Die Umrüstung der Passagiermaschinen zum Militärtanker erfolgt an den Airbus-Standorten in Spanien. Neben dem Werk in Getafe soll Ende 2027 ein zweiter Umrüstungsstandort in Sevilla in Betrieb gehen, um der gestiegenen Nachfrage gerecht zu werden. Die Beschaffung läuft unabhängig von der bestehenden multinationalen NATO-Tankerflotte (MMF), an

weiterlesen »