Newsticker

Weitere Artikel aus der Rubrik

Newsticker

Flughafen Brüssel meldet Steigerung bei Passagieren und Fracht im August

Der Flughafen Brüssel-Zaventem hat im August 2026 ein Passagieraufkommen von über 2,5 Millionen Reisenden verzeichnet, was einem Zuwachs von 1,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat entspricht. Über die gesamten zweimonatigen Sommerferien summierte sich die Gesamtzahl der Fluggäste auf 5,1 Millionen. Treibende Faktoren für das Passagierwachstum waren unter anderem neu aufgenommene Langstreckenverbindungen wie São Paulo durch LATAM, Halifax durch Air Canada, Chengdu durch Air China sowie das Ziel Kilimandscharo durch Brussels Airlines. Zudem führte die Stationierung einer vierten Maschine der Low-Cost-Airline Transavia zu einer Verdichtung des Angebots in Südeuropa. Die durchschnittliche Sitzplatzbelegung stieg leicht an: Pro Passagierflug wurden im Schnitt 154 Fluggäste befördert, zwei mehr als im Vorjahreszeitraum. Nach einer Eintrübung im Vormonat verzeichnete der Frachtbereich des belgischen Drehkreuzes im August eine deutliche Erholung. Das Gesamtvolumen der abgefertigten Luftfracht stieg um 22 Prozent auf rund 70.764 Tonnen. Getragen wurde dieses Wachstum vor allem durch deutliche Zugewinne im Segment der reinen Frachtflugzeuge mit einem Plus von knapp 25 Prozent sowie bei der Beiladefracht in den Frachträumen von Passagierfahrzeugen mit einem Zuwachs von über 28 Prozent. Während der Güterverkehr mit den Schlüsselregionen Asien, Lateinamerika und Nordamerika zulegte, ging das Frachtaufkommen im Handel mit Afrika leicht zurück. Die Zahl der gesamten Flugbewegungen ging im August um 0,4 Prozent zurück. Dieser Rückgang beruht im Wesentlichen auf einer Reduzierung der reinen Frachtflüge um 4,6 Prozent, wohingegen die Zahl der Passagierflüge mit einem Plus von 0,1 Prozent nahezu unverändert blieb. Die Zahlen verdeutlichen, dass die Zunahme des Frachtvolumens maßgeblich durch die höhere Auslastung der bestehenden Kapazitäten und

weiterlesen »

Großauftrag in der Zivilluftfahrt: Korean Air finalisiert Kauf von 103 Boeing-Flugzeugen

Die südkoreanische Fluggesellschaft Korean Air hat die Bestellung von insgesamt 103 Verkehrsflugzeugen beim US-amerikanischen Flugzeugbauer Boeing rechtsverbindlich abgeschlossen. Die Vereinbarung, die im Grundsatz bereits im August 2025 angekündigt worden war, umfasst ein Finanzvolumen von 36,2 Milliarden US-Dollar. Die Bestellung setzt sich aus 20 Maschinen des Typs Boeing 777-9, 25 Flugzeugen der Reihe 787-10, 50 Schmalrumpfflugzeugen des Typs 737 Max 10 sowie acht Frachtflugzeugen vom Typ 777-8 F zusammen. Die Auslieferungen sollen schrittweise erfolgen, um die bestehende Flotte zu verjüngen und Kapazitäten auf internationalen Lang- und Mittelstrecken auszubauen. Zusätzlich zu den Flugzeugrümpfen schloss die Fluggesellschaft Verträge mit den Triebwerksherstellern GE Aerospace und CFM International über insgesamt 8,6 Milliarden US-Dollar ab. Diese Vereinbarungen umfassen die Lieferung von 21 Ersatztriebwerken sowie einen langfristigen Wartungs- und Instandhaltungsvertrag mit einer Laufzeit von 15 Jahren für die Antriebssysteme von 28 Flugzeugen. Damit beläuft sich das Gesamtinvestitionspaket von Korean Air auf 44,8 Milliarden US-Dollar. Der Ausbau der Flotte steht im direkten Zusammenhang mit der laufenden Übernahme und Integration des bisherigen Inlands- und Langstreckenkonkurrenten Asiana Airlines. Durch die Fusion der beiden größten Fluggesellschaften Südkoreas entsteht ein Luftfahrtverbund, der im asiatisch-pazifischen Raum eine führende Marktposition einnimmt. Die Zusammenlegung erfordert jedoch eine Vereinheitlichung der bisher unterschiedlichen Flottenstrukturen und Streckennetze, um Synergien bei Wartung, Personaleinsatz und Flugplanung zu realisieren. Die Beistellung neuer Großraum- und Schmalrumpfflugzeuge soll es dem Konzern ermöglichen, die gestiegene Nachfrage auf interkontinentalen Routen ab dem Drehkreuz Seoul-Incheon effizienter abzudecken und das Frachtgeschäft auszubauen. Branchenbeobachter verweisen jedoch auf bestehende Risiken im Zusammenhang mit den Produktions- und Lieferverzögerungen bei Boeing.

weiterlesen »

Eurocontrol verzeichnet höheres Flugaufkommen und verbesserte Pünktlichkeitswerte

Die europäische Organisation zur Sicherung der Luftfahrt (Eurocontrol) zieht für den Sommer 2026 eine positive operative Bilanz. Im Zeitraum von Juni bis August wuchs das durchschnittliche tägliche Flugaufkommen im europäischen Luftraum um 2,4 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum auf 35.959 Flüge. Trotz der gestiegenen Verkehrsdichte verringerten sich die strecken- und kapazitätsbedingten Verspätungen (En-route ATFM Delays) um 17 Prozent auf durchschnittlich 3,27 Minuten pro Flug. Die weltweite Ankunftspünktlichkeit im europäischen Netz verbesserte sich zeitgleich um 1,2 Prozentpunkte auf einen Wert von 72,6 Prozent. Die gestiegene Systemleistung ist im Wesentlichen auf eine verstärkte personelle Aufstockung bei den Flugsicherungen sowie auf optimierte Verkehrsflusssteuerungen zurückzuführen. Am 10. Juli 2026 registrierte das Netz mit 37.640 Abwicklungen das bislang höchste Tagesvolumen im europäischen Luftraum. Im gesamten Sommerverlauf dokumentierte die Flugsicherungsorganisation insgesamt 66 neue Tagesrekorde bei einzelnen Fluggesellschaften, Flughäfen, Bezirkskontrollstellen und nationalen Lufträumen. Insbesondere die Hauptverkehrskorridore über Südeuropa und dem Mittelmeerraum wiesen im Juli und August historisch hohe Bewegungszahlen auf. Trotz der prozentualen Auslastungs- und Pünktlichkeitsverbesserungen bleiben strukturelle Belastungspunkte im europäischen Luftraum bestehen. Streiks im Flugsicherungssektor, militärisch bedingte Luftraumsperrungen im östlichen Europa sowie unvorhersehbare Wetterereignisse führten auch im Sommer 2026 an einzelnen Knotenpunkten zu spürbaren Verzögerungen. Luftfahrtanalysten betonen, dass eine Ankunftspünktlichkeit von knapp 73 Prozent bedeutet, dass weiterhin mehr als jeder vierte Flug mit Verspätung an seinem Zielort eintrifft, was die operative Stabilität der Drehkreuzflughäfen kontinuierlich belaste. Für Fluggesellschaften und Flughafenbetreiber unterstreicht der Sommersaisonverlauf den anhaltenden Investitionsbedarf in die Digitalisierung der Flugsicherungssysteme und die Kapazitätserweiterung am Boden. Die Bewältigung künftiger Verkehrsspitzen hängt maßgeblich davon ab, wie flexibel die

weiterlesen »

Flughafen Salzburg: Rückbau von Hangar 2 leitet Terminalumbau ein

Der Flughafen Salzburg hat mit den vorbereitenden Arbeiten für eine umfassende Erneuerung seiner Terminalinfrastruktur begonnen. Als erste operative Maßnahme startet der Abbruch des aus dem Jahr 1966 stammenden Hangars 2. Die dadurch freigewordene Fläche soll künftig für Teile der erweiterten Terminallandschaft genutzt werden. Während die sichtbaren Rückbauarbeiten bereits laufen, ist der offizielle Spatenstich für das Hauptbauvorhaben für das Jahr 2027 angesetzt. Die Fertigstellung der gesamten Baumaßnahmen ist bis 2033 geplant. Das Gesamtinvestitionsvolumen für die Modernisierung und Zusammenlegung der bestehenden Terminalbereiche beläuft sich auf rund 105 Millionen Euro. Die beiden öffentlichen Eigentümer des Flughafens – das Land Salzburg mit 75 Prozent und die Stadt Salzburg mit 25 Prozent – beteiligen sich mit einem Zuschuss von insgesamt 35 Millionen Euro an der Finanzierung. Der entfallende Hangar 2 wird durch den derzeit im Bau befindlichen Hangar 1 ersetzt, dessen Fertigstellung für Februar 2027 terminiert ist, um den technischen Flugbetrieb ohne Unterbrechungen aufrechtzuerhalten. Die Modernisierung gilt betriebswirtschaftlich als notwendig, da die bestehenden Abfertigungsgebäude in den verkehrsstarken Wintermonaten regelmäßig an ihre Kapazitätsgrenzen stoßen. Der Salzburger Airport ist stark vom saisonalen Wintersporttourismus geprägt, was zu extremen Belastungsspitzen an den Wochenenden führt. Durch die bauliche Neuordnung und die Zusammenlegung der verstreuten Terminalteile soll der Passagierfluss effizienter gestaltet und die Abläufe bei den Sicherheits- und Gepäckkontrollen optimiert werden. Branchenbeobachter weisen darauf hin, dass die lange Bauzeit bis 2033 das operative Geschäft während der Hauptsaisonzeiten belasten könnte. Die Durchführung von Großbaumaßnahmen bei laufendem Flugbetrieb erfordert eine präzise Logistik, um Verzögerungen im Passagierhandling zu vermeiden. Zudem steht der Einsatz öffentlicher

weiterlesen »

Fortgang der Reprivatisierung: Elf Bieter melden Interesse an Sata Handling an

Die azorische Fluggesellschafts-Holding SATA hat den Eingang von elf Absichtserklärungen für den Erwerb der Abfertigungssparte Sata Handling bekannt gegeben. Im Rahmen des Bieterverfahrens stand das gesamte Aktienkapital der Bodendienstleistungsgesellschaft zum Verkauf.  Die Bewerber hatten bis zum Ablauf der Frist am 14. September 2026 Nachweise über ihre finanzielle Leistungsfähigkeit sowie Erklärungen zur geschäftlichen Zuverlässigkeit und Compliance einzureichen. Die Holding prüft derzeit die eingereichten Unterlagen auf Konformität mit den Ausschreibungsbedingungen, um qualifizierte Interessenten im nächsten Schritt zur Abgabe unverbindlicher Angebote aufzufordern. Die Abspaltung und der Verkauf der Abfertigungssparte sind zentrale Bestandteile eines Restrukturierungsplans, der von der Europäischen Kommission im Rahmen von Beihilfeverfahren genehmigt wurde. Das Unternehmen SATA Air Açores hatte über Jahre hinweg erhebliche Verluste angehäuft, was staatliche Stützungsmaßnahmen des portugiesischen Staates und der Autonomen Region der Azoren erforderlich machte. Um die beihilferechtlichen Vorgaben der EU zu erfüllen und Wettbewerbsverzerrungen auf den Inseln abzumildern, verlangt Brüssel die Trennung von Flugbetrieb und Bodenabfertigung sowie die Privatwirtschaftlichkeit beider Segmente. Neben der Abfertigungstochter befindet sich auch die international agierende Fluggesellschaft Azores Airlines im Verkaufsprozess. Der geplante Teilverkauf der Airline verzögerte sich jedoch wiederholt aufgrund rechtlicher Bedenken und Bedenken hinsichtlich der finanziellen Solidität von Konsortialpartnern. Der Entflechtungsprozess bei Sata Handling verläuft zwar im zeitlichen Rahmen, wirft jedoch Fragen bezüglich der künftigen Beschäftigungssicherung für das Bodenpersonal an den neun Flughäfen des Archipels auf. Gewerkschaften fordern Garantien für den Erhalt von Arbeitsplätzen und bestehenden Tarifverträgen nach dem Eigentümerwechsel. Die kommerzielle Attraktivität von Sata Handling basiert auf ihrer Monopolstellung bei der Flugzeug- und Passagierabfertigung auf den azorischen Inseln. Für

weiterlesen »

Pegasus darf Smartwings und Czech Airlines unter Vorbehalt übernehmen

Das tschechische Amt für Wettbewerbsschutz (ÚOHS) hat der türkischen Pegasus-Gruppe die Übernahme der Fluggesellschaft Smartwings sowie deren Tochtergesellschaft Czech Airlines (CSA) unter Bedingungen genehmigt. Die Regulierungsbehörde knüpft die Zustimmung an eine wesentliche kartellrechtliche Auflage: Zur Vermeidung einer marktbeherrschenden Stellung muss Pegasus einen Teil ihrer Start- und Landerechte (Slots) für die Sommersaison auf der Verbindung zwischen Prag und Antalya an einen unabhängigen Konkurrenten abtreten. Die Entscheidung der Behörde ist zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch nicht rechtskräftig, da noch Rechtsmittel eingelegt werden können. Die geplante Akquisition markiert einen tiefgreifenden Strukturwandel im tschechischen Luftfahrtsektor. Smartwings gilt als führender Charter- und Freizeitflieger des Landes, während die Traditionsmarke Czech Airlines nach ihrer Insolvenz und langwierigen Restrukturierungsphasen in den vergangenen Jahren stark zusammengestumpft ist. Für die in Istanbul ansässige Pegasus Airlines bietet der Zusammenschluss einen direkten Zugang zum mitteleuropäischen Markt und verstärkt die Eigenkapazität im Punkt-zu-Punkt- sowie im Touristikverkehr zwischen der EU und der Türkei. Branchenbeobachter und Wettbewerbshüter sehen die Konzentration auf den beliebten Urlaubsstrecken in den Ostmeerraum dennoch kritisch. Auf der Flugroute von Prag nach Antalya hätten Pegasus und Smartwings ohne Auflagen eine marktbeherrschende Stellung eingenommen, was das Potenzial für Preissteigerungen zu Lasten von Reiseveranstaltern und Endkunden erhöht hätte. Die Vergabe der abzutretenden Slots soll nun sicherstellen, dass Drittanbieter – etwa andere europäische Low-Cost-Carrier oder türkische Mitbewerber – den Preiswettbewerb auf dieser stark nachgefragten Ferienverbindung aufrechterhalten können. Die operative Umsetzung der Übernahme hängt nun vom weiteren Verfahrensverlauf ab. Sollte die kartellrechtliche Genehmigung nach Ablauf der Einspruchsfristen rechtskräftig werden, steht Pegasus vor der komplexen Aufgabe, die Flotten-

weiterlesen »

Lufthansa Group führt Status Match für Vielflieger in Malaysia ein

Das Kundenbindungsprogramm Miles & More der Lufthansa Group führt mit sofortiger Wirkung einen kostenlosen Status Match für Mitglieder malaysischer Vielfliegerprogramme ein. Wie der Konzern mitteilte, können Kunden mit einem nachgewiesenen Status bei konkurrierenden Anbietern in Malaysia diesen ohne zusätzliche Gebühren in ein äquivalentes Statuslevel bei Miles & More übertragen lassen. Der Schritt steht im direkten Zusammenhang mit der Wiederaufnahme von Direktflügen der Konzerntochter Lufthansa nach Kuala Lumpur. Mit dem Angebot zielt das Konsortium darauf ab, kaufkräftige Vielflieger aus der Region Südostasien frühzeitig an die eigenen Netzwerke und Allianzen zu binden. Die Einräumung von Vielfliegerstatus ohne die sonst üblichen Qualifikationshürden – wie eine Mindestanzahl geflogener Segmente oder das Erreichen von Statusmeilen – dient als Instrument zur Passagiergewinnung im umkämpften asiatisch-europäischen Markt. Malaysia Airlines, die als nationaler Flagcarrier der Oneworld-Allianz angehört, bildet mit ihrem Programm Enrich die primäre Zielscheibe dieser Maßnahme. Indem Lufthansa Passagieren ab der ersten Buchung Privilegien wie Lounge-Zugang, erhöhtes Freigepäck und bevorzugte Abfertigung gewährt, versucht die Airline-Gruppe, eingespielte Kundenbeziehungen des lokalen Wettbewerbers aufzubrechen. Der Einsatz von Status-Match-Aktionen birgt für Miles & More jedoch betriebswirtschaftliche Risiken. Die Einräumung von Premium-Statusrechten erzeugt operative Kosten an den Drehkreuzen Frankfurt und München sowie auf Partnerflügen der Star Alliance, ohne dass im Vorfeld eine garantierte Umsatzerbringung durch den Kunden vorliegt. Eine Überlastung der Premium-Infrastruktur wie exklusiver Lounges oder bevorzugter Sicherheitskontrollen kann zudem die Zufriedenheit bestehender, organisch qualifizierter Vielflieger beeinträchtigen. Branchenanalysten werten das Vorgehen als notwendige Vertriebsmaßnahme zur Absicherung der Kapazitätsauslastung auf der neu bedienten Langstrecke nach Kuala Lumpur. In der Region herrscht ein intensiver

weiterlesen »

Anpassung des Bordservices: SunExpress erweitert Angebot an vorbestellbaren Menüs

Die deutsch-türkische Ferienfluggesellschaft SunExpress hat das Angebot an vorbestellbaren Speisen auf ihren Flügen um acht neue Gerichte ergänzt. Das Joint Venture von Lufthansa und Turkish Airlines reagiert damit auf spezifische Ernährungsbedürfnisse von Passagieren und bietet erstmals glutenfreie sowie diabetikergerechte Menüs an. Die glutenfreie Option umfasst gegrilltes Hühnchen mit Maispüree, Quinoasalat und Dessert, während die diabetikergerechte Variante auf gefüllte Zucchini, Paprika und Datteln setzt. Darüber hinaus enthält das Sortiment nun ein weiteres veganes Gericht mit Gemüse-Ravioli sowie Snacks wie Currywurst und ein neues Kindermenü. Die Überarbeitung des Bordservices fügt sich in die kommerzielle Ausrichtung von Ferienfluggesellschaften ein, die Zusatzeinnahmen (Ancillary Revenues) durch den Verkauf von Verpflegung, Sitzplatzreservierungen und Gepäckoptionen gezielt steigern wollen. Anders als auf traditionellen Langstrecken- oder Premium-Linienflügen ist die Verpflegung in der Economy Class bei Punkt-zu-Punkt-Ferienfliegern im Basistarif meist nicht mehr enthalten. Passagiere müssen Mahlzeiten vorab kostenpflichtig buchen oder an Bord erwerben, was den Airlines eine präzisere Kalkulation der Ladeinfrastruktur und eine Reduzierung von Lebensmittelabfällen ermöglicht. Die Bereitstellung spezieller Diät- und Allergikermenüs stellt die Logistikketten der Catering-Dienstleister an den Flughäfen vor operative Herausforderungen. Die Speisen müssen unter strengen Hygiene- und Aufbereitungsstandards an den Drehkreuzen wie Antalya, Izmir, Frankfurt oder Düsseldorf zubereitet und verpackt werden. Eine lückenlose Einhaltung der Kennzeichnungspflichten für Allergene ist zwingend erforderlich, um Haftungsrisiken für die Fluggesellschaft zu vermeiden. Für SunExpress bedeutet das erweiterte Angebot zwar einen logistischen Zusatzaufwand, aber auch die Möglichkeit, sich im wettbewerbsintensiven Urlaubsflugverkehr abzugrenzen. Branchenbeobachter verweisen darauf, dass die Akzeptanz vorbestellbarer Mahlzeiten stark vom Preis-Leistungs-Verhältnis und der Verlässlichkeit der Belieferung abhängt. Fehler in

weiterlesen »

Easyjet verbindet London-Gatwick im Winter häufiger mit Friedrichshafen

Die britische Low-Cost-Fluggesellschaft Easyjet erweitert im kommenden Winterflugplan ihr Angebot am Bodensee-Airport Friedrichshafen. Wie die Flughafenbetriebsgesellschaft bekannt gab, bedient die Airline ab dem 10. Dezember 2026 die Strecke zwischen London-Gatwick und Friedrichshafen mit zwei zusätzlichen wöchentlichen Frequenzen an den Verkehrstagen Donnerstag und Sonntag. Das aufgestockte Flugangebot soll vor allem Reisenden aus Großbritannien die Anreise für Kurzreisen in der Advents- und Wintersaison ermöglichen. Ziel ist es unter anderem, den inbound-orientierten Städtetourismus sowie Besuche der regionalen Weihnachtsmärkte im Dreiländereck zu stärken. Der Bodensee-Airport Friedrichshafen sichert mit den zusätzlichen Frequenzen ein wichtiges Segment im internationalen Winterreiseverkehr. London gehört traditionell zu den nachfragestärksten Herkunftsmärkten für den Regionalflughafen in Süddeutschland. Neben dem Städte- und Kulturtourismus dient die Anbindung an das Drehkreuz London-Gatwick auch dem Zubringerverkehr für Wintersportler in die nahen Skigebiete in Österreich, Liechtenstein und der Schweiz. EasyJet konkurriert auf dieser Route im weiteren Sinne mit anderen Anbietern im süddeutschen Raum und den angrenzenden Schweizer Flughäfen wie Zürich und St. Gallen-Altenrhein. Für den Flughafen Friedrichshafen kommt die Frequenzaufstockung zu einem wichtigen Zeitpunkt im Rahmen der Standortstabilisierung. Regionalflughäfen in Deutschland stehen unter anhaltendem wirtschaftlichen Druck durch hohe Standortkosten, Luftsicherheitsgebühren und eine veränderte Nachfragestruktur bei Punkt-zu-Punkt-Verbindungen. Die punktuelle Erhöhung von Kapazitäten in verkehrsstarken Saisonzeiten hilft dem Betreiber, die Auslastung der Terminalinfrastruktur zu verbessern und Bodenabfertigungserträge zu sichern, gleicht jedoch strukturelle Schwankungen im verbleibenden Ganzjahresbetrieb nur bedingt aus. Luftfahrtanalysten betonen, dass saisonale Angebotserweiterungen von Billigfluggesellschaften stark von kurzfristigen Buchungstrends abhängen. Für den Standort Friedrichshafen bleibt die Herausforderung bestehen, den Flugplan auch außerhalb der Wintersaison stabil zu halten. Die

weiterlesen »

Wizz Air bedient neue Direktverbindungen zwischen Deutschland und Kosovo

Die Billigfluggesellschaft Wizz Air erweitert ab Mitte Dezember 2026 ihr Angebot auf Strecken zwischen Deutschland und dem Kosovo. Ab dem 14. beziehungsweise 15. Dezember nimmt die Fluggesellschaft direkte Linienverbindungen vom Flughafen Berlin Brandenburg (BER), dem Flughafen Hamburg sowie dem Flughafen Frankfurt-Hahn nach Pristina auf. Die Strecken sollen mehrmals wöchentlich mit Maschinen der Airbus-A320-Familie bedient werden. Damit reagiert der Carrier auf die anhaltend hohe Nachfrage nach Flügen im Segment der Reisen von Aufsuchen von Angehörigen und Freunden (VFR-Verkehr) zwischen Westeuropa und dem Westbalkan. Die Hauptstadt des Kosovo stellt für mehrere Billigfluggesellschaften einen Wachstumsmarkt dar. Pristina verzeichnete in den vergangenen Jahren kontinuierliche Steigerungen des Passagieraufkommens, das primär durch die im Ausland lebende kosovarische Gemeinschaft sowie den zunehmenden Geschäfts- und Städtetourismus getrieben wird. Wizz Air steht auf diesen Strecken in direktem Wettbewerb mit Anbietern wie Eurowings, Chair Airlines sowie verschiedenen Charter- und Wet-Lease-Betreibern, die den Flughafen Pristina von zahlreichen deutschen Standorten aus anfliegen. Für Regionalflughäfen wie Frankfurt-Hahn bedeutet die Aufstockung von Wizz-Air-Verbindungen eine wichtige Stabilisierung des Passagiervolumens, nachdem der Standort in der Vergangenheit unter dem Rückzug mehrerer Fluggesellschaften und finanziellen Restrukturierungen litt. Auch an größeren Hauptstadtdrehkreuzen wie Berlin schließt das zusätzliche Angebot bestehende Lücken in der Anbindung Südosteuropas. Allerdings zeigt sich bei Billigfluggesellschaften auf solchen Nischenstrecken häufig eine starke Saisonabhängigkeit, bei der die Frequenzen außerhalb der Ferienzeiten flexibel angepasst oder reduziert werden. Branchenbeobachter verweisen darauf, dass die Expansion von Ultra-Low-Cost-Carriern im Balkanraum zwar zu günstigen Einstiegspreisen führt, Passagiere jedoch häufig mit Zusatzgebühren für Gepäck und Sitzplatzreservierungen konfrontiert sind. Zudem bringt die hohe Auslastung

weiterlesen »