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Kapazitätsausbau im Golfverkehr: Air Arabia erhöht Frequenzen nach London-Gatwick

Die in den Vereinigten Arabischen Emiraten ansässige Billigfluggesellschaft Air Arabia baut ihre Flugverbindungen nach Großbritannien im kommenden Winterflugplan 2026/27 weiter aus. Wie aus aktuellen Branchendaten des Fachportals Aero Routes hervorgeht, erhöht die Airline ab dem 25. Oktober 2026 die Anzahl der Flüge zwischen ihrem Drehkreuz Schardscha und dem Flughafen London-Gatwick auf drei tägliche Rotationen. Damit verdichtet das Unternehmen das Verkehrsangebot auf dieser Route, um der Nachfrage im Punkt-zu-Punkt-Verkehr sowie bei Umsteigeverbindungen genüge zu tun. Für die Absolvierung der Langstreckenflüge setzt Air Arabia weiterhin auf Flugzeuge des Typs Airbus A321LR. Das zweistrahlige Schmalrumpfflugzeug ermöglicht durch seine erweiterte Reichweite den wirtschaftlichen Betrieb von Strecken zwischen dem Persischen Golf und Westeuropa. Durch die Aufstockung der täglichen Abflüge sichert sich die Fluggesellschaft zusätzliche Zeitfenster am stark reglementierten Flughafen London-Gatwick und festigt ihre Marktposition im Wettbewerb mit etablierten Netzwerk-Carriern der Golfregion. Die Frequenzerhöhung fällt in eine Phase, in der Billigfluggesellschaften vermehrt Strecken bedienen, die traditionell von Netzwerkgesellschaften dominiert wurden. Der Einsatz von Schmalrumpfflugzeugen auf Mittel- und Langstrecken reduziert zwar die Betriebskosten pro Flug im Vergleich zu Großraumflugzeugen, begrenzt jedoch gleichzeitig die Frachtkapazitäten im Frachtraum. Der Ausbau der Kapazitäten ab Schardscha unterstreicht zudem die Rolle des Flughafens als Ausweich- und Ergänzungsstandort zum benachbarten Großflughafen Dubai. Kritische Marktbeobachter verweisen darauf, dass der aggressive Kapazitätsaufbau auf Strecken zwischen Europa und dem Nahen Osten den Preisdruck auf den Strecken weiter erhöht. Das Erreichen einer stabilen Rendite hängt für Air Arabia maßgeblich davon ab, ob die hohe Sitzplatzkapazität auch abseits der Hauptreisezeiten in den Wintermonaten durchgehend ausgelastet werden kann. Zudem

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Reaktion im Schweizer Tarifkonflikt: Swiss weist Kritik der Pilotengewerkschaft Aeropers zurück

Die Schweizer Fluggesellschaft Swiss hat die Vorwürfe des Pilotenverbandes Aeropers im Streit um den neuen Gesamtarbeitsvertrag zurückgewiesen. Der Tochtergesellschaft der Deutschen Lufthansa zufolge wurden in den vergangenen Monaten sechs Verhandlungsrunden an insgesamt 17 Verhandlungstagen abgehalten. Das Management bedauert ausdrücklich die Entscheidung der Arbeitnehmervertretung, die offiziellen Gespräche bis Ende August zu unterbrechen. Die Airline betont ihre Bereitschaft, den Dialog umgehend fortzusetzen, verweist jedoch darauf, dass Zugeständnisse auf beiden Seiten erforderlich seien, um vor dem Auslaufen des aktuellen Vertrags Ende 2026 eine tragfähige Lösung zu erzielen. Unabhängig vom Fortgang der Tarifgespräche kündigte die Fluggesellschaft organisatorische Anpassungen für das Cockpitpersonal an. So wird die Altersgrenze für den regulären Flugdienst auf freiwilliger Basis vom vollendeten 61. auf das 62. Lebensjahr angehoben. Des Weiteren soll ab dem Jahr 2027 die Systematik bei der Gewährung langfristiger Freitage überarbeitet werden, um Dienstpläne verlässlicher zu gestalten. Das Management wertet diese Maßnahmen als direkte Reaktion auf die hohe Belastung der Besatzungen, stellt jedoch klar, dass diese betrieblichen Regelungen keinen vollwertigen Ersatz für eine vertragliche Einigung darstellen. Die Gewerkschaft Aeropers hatte zuvor beklagt, dass sich Swiss in den Verhandlungen an der Konzernpolitik der Muttergesellschaft Lufthansa orientiere und damit bewährte Schweizer Sozialpartnerschaften gefährde. Zudem wird der airlineübergreifende Mangel an Flugpersonal als wesentlicher Grund für die angespannte Personallage genannt, die das Unternehmen derzeit auch durch die Inanspruchnahme von Wet-Lease-Kapazitäten externer Partner auszugleichen versucht. Die verfahrenen Verhandlungen erhöhen den Druck auf die Führung der Fluggesellschaft, einen drohenden Arbeitskampf zu vermeiden und die operative Stabilität am Drehkreuz Zürich sicherzustellen. Branchenbeobachter werten die einseitig angekündigten

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Flugangebot nach Saudi-Arabien: Beond weitet Verbindungen zum Red Sea International Airport aus

Die auf das gehobene Reisesegment spezialisierte Fluggesellschaft Beond nimmt ab Ende 2026 neue Direktverbindungen zum Red Sea International Airport in Saudi-Arabien in ihren Flugplan auf. Ab Dezember 2026 plant das Unternehmen drei wöchentliche Flüge von London, Paris, Moskau und Zürich sowie zwei wöchentliche Rotationen ab München. Zudem wird die im vorherigen Winter bediente Strecke ab Mailand ab Oktober 2026 mit zwei Flügen pro Woche wieder aufgenommen. Mit diesem Schritt vergrößert die Fluggesellschaft ihr Streckennetz in den Nahen Osten und verbindet europäische Städte direkt mit der touristisch erschlossenen Region am Roten Meer. Für die Durchleitung des Flugbetriebs setzt die Airline auf Flugzeuge des Typs Airbus A319 und A321, die in einer durchgehenden Business-Class-Bestuhlung mit Lie-Flat-Sitzen ausgestattet sind. Das Projekt wird in enger Abstimmung mit staatlichen und halbstaatlichen saudischen Institutionen umgesetzt, darunter das Saudi Air Connectivity Program, die Saudi Tourism Authority und der Entwickler Red Sea Global. Diese Programme unterstützen die Anbindung des Landes an den internationalen Passagierverkehr, um das im Rahmen der Wirtschaftspolitik „Vision 2030“ verankerte Ziel einer Diversifizierung der Einnahmen im Tourismussektor voranzutreiben. Der Ausbau der Strecken fällt zusammen mit der stufenweisen Fertigstellung umfangreicher Hotel- und Infrastrukturprojekte an der saudischen Westküste. Der Red Sea International Airport, der primär für den Empfang von Urlaubsgästen im Luxussegment konzipiert wurde, dient dabei als zentrales Eingangstor. Durch die Einbindung von Drehkreuzen wie München, Zürich oder London streben die saudischen Entwicklungsgesellschaften eine direkte Ansiedlung kaufkräftiger Zielgruppen an, ohne dass Passagiere auf die Großflughäfen in Riad oder Dschidda umsteigen müssen. Luftfahrtanalysten bewerten das Geschäftsmodell von Beond,

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Steigendes Passagieraufkommen: Flughafen Stuttgart stellt sich auf die Sommerferien ein

Der Flughafen Stuttgart stellt sich zum Beginn der Sommerferien in Baden-Württemberg auf ein erhöhtes Passagieraufkommen ein. Über den gesamten Ferienzeitraum hinweg rechnet der Betreiber mit etwa 1,5 Millionen Fluggästen in den Terminals. Als verkehrsreichster Tag zum Auftakt der Reisewelle gilt der Freitag, 31. Juli 2026, mit rund 250 Flugbewegungen, während die höchste Anzahl an Starts und Landungen gegen Ende der Ferien am 21. August erwartet wird. Zu den am stärksten nachgefragten Destinationen im Sommerflugplan zählen gewohnheitsgemäß Städte- und Urlaubsziele wie Istanbul, Palma de Mallorca und Antalya. Um Verzögerungen bei der Abfertigung zu vermeiden, empfiehlt die Flughafengesellschaft den Passagieren, zwei bis drei Stunden vor dem geplanten Abflug am Terminal einzutreffen. Insbesondere in den verkehrsintensiven Morgen- und Nachmittagsstunden ist an den Sicherheitskontrollen mit Wartezeiten zu rechnen. Zudem führt die schrittweise Einführung des neuen digitalen Ein- und Ausreisesystems der Europäischen Union (EES) bei Angehörigen von Drittstaaten zu geänderten Kontrollabläufen an den Passkontrollen, was eine gewissenhafte Überprüfung aller Ausweisdokumente im Vorfeld erfordert. Zur Entlastung des Check-in-Bereichs verweist der Flughafen auf automatisierte Verfahren wie die selbstständige Gepäckaufgabe sowie den Vorabend-Check-in einzelner Fluggesellschaften. Auf der Landseite soll die Verkehrssteuerung vor den Terminals durch zeitlich begrenzte Haltemöglichkeiten für Bringer und Abholer reguliert werden. Ergänzt wird die Anbindung an den Individualverkehr durch das regionale Nahverkehrsnetz mit S-Bahn- und Buslinien. Branchenbeobachter merken an, dass Spitzenzeiten während der Sommersaison die Kapazitätsgrenzen von Regionalflughäfen regelmäßig austesten. Der reibungslose Ablauf hängt dabei nicht nur von den organisatorischen Maßnahmen des Betreibers ab, sondern ebenso von der Personalausstattung der externen Sicherheitsdienstleister und der Pünktlichkeit

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Tarifkonflikt im österreichischen Tourismus: Gewerkschaft Vida kündigt weitere Aktionen an

In der österreichischen Hotellerie und Gastronomie spitzt sich die Auseinandersetzung um den Kollektivvertrag für die rund 250.000 Beschäftigten der Branche zu. Nach dem einseitigen Abbruch der Tarifverhandlungen durch die Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) fordert die Gewerkschaft Vida einen vollständigen Teuerungsausgleich sowie Reallohnerhöhungen, insbesondere für Niedrigentlohnte und Lehrlinge. Um den Forderungen Nachdruck zu verleihen, kündigten Arbeitnehmervertreter nach ersten Protestkundgebungen in Wien und Bad Schallerbach weitere österreichweite Aktionen im Laufe der Sommersaison an. Die Gewerkschaft begründet ihre Position mit den jüngsten Daten der Statistik Austria, wonach der österreichische Tourismus in der Sommervorsaison Mai und Juni 2026 bei den Übernachtungen historische Höchstwerte verzeichnete. Während die Betriebe durch Preisanpassungen in den vergangenen Jahren höhere Einnahmen erzielten, drohen den Beschäftigten nach Ansicht der Arbeitnehmervertretung ohne entsprechenden Tarifabschluss spürbare Reallohnverluste. Die Gewerkschaft Vida weist in diesem Zusammenhang Vorstöße zur Ausweitung von Saisonier-Kontingenten aus Drittstaaten zurück und verlangt stattdessen eine Aufwertung der heimischen Beschäftigungsbedingungen. Auf Seiten der Arbeitgeber wird auf die stark gestiegenen Betriebskosten für Energie, Lebensmittel und Aufrechterhaltung der Infrastruktur verwiesen, die den unternehmerischen Handlungsspielraum belasten. Die Wirtschaftskammer betont, dass viele Betriebe trotz hoher Auslastung mit reduzierten Margen kalkulieren müssen. Eine automatische Übertragung von Umsatz- oder Nächtigungszuwächsen auf Lohnsteigerungen berüge aus Sicht der Arbeitgeberverbände das Risiko, die Wettbewerbsfähigkeit kleinerer und mittelständischer Familienbetriebe außerhalb der bekannten Tourismuszentren zu gefährden. Der festgefahrene Arbeitskampf verdeutlicht die strukturellen Spannungen im österreichischen Dienstleistungssektor. Während die Branche weiterhin über Engpässe bei der Besetzung offener Stellen klagt, stehen sich Gewerkschaften und Wirtschaftsverbände bei den Lohnparametern unversöhnlich gegenüber. Ob die angekündigten Gewerkschaftsaktionen im Sommer zu

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Flottenwachstum und Pilotenausbildung: Turkish Airlines bestellt zwölf Simulatoren bei Havelsan

Die staatliche türkische Fluggesellschaft Turkish Airlines baut im Zuge ihrer langfristigen Flottenvergrößerung die eigenen Kapazitäten für die Pilotenausbildung weiter aus. Wie das Unternehmen und der heimische Technologiekonzern Havelsan bekannt gaben, wurde eine Vereinbarung über die Lieferung von insgesamt zwölf neuen Flugsimulatoren unterzeichnet. Der Vertrag umfasst acht Full-Flight-Simulatoren sowie vier Flight-Training-Devices. Die Systeme sollen in das neue Ausbildungszentrum der Fluggesellschaft integriert werden, dessen erster Bauabschnitt nach dem Spatenstich im Januar 2026 im Jahr 2027 in Betrieb genommen werden soll. Die Fertigstellung der gesamten Anlage ist für das Jahr 2028 geplant. Mit der Beschaffung reagiert die Fluggesellschaft auf den steigenden Bedarf an Cockpitpersonal, der aus der angestrebten Vergrößerung der Flotte auf mehr als 800 Flugzeuge bis zum Jahr 2033 resultiert. Durch den Einsatz der in der Türkei entwickelten Simulationsgeräte weitet das Unternehmen nicht nur den Eigenbedarf für das eigene Personal aus, sondern plant künftig auch Schulungskapazitäten für Drittanbieter und fremde Fluggesellschaften anzubieten. Der Auftrag stellt zudem einen Entwicklungsschritt für den Hersteller Havelsan dar, der mit dieser Vereinbarung erstmals Simulationssysteme für Großraumflugzeuge im zivilen Sektor bereitstellt. Die engere Einbindung heimischer Zulieferer entspricht der Industriepolitik des Landes, die auf eine höhere Wertschöpfung im eigenen Land und die Reduzierung technischer Importe im Luftfahrtsektor abzielt. In den bestehenden Schulungszentren von Turkish Airlines kommen bereits mehrere von Havelsan gefertigte und nach internationalen Standards zertifizierte Simulatoren für die Flugzeugtypen Airbus A320 sowie Boeing 737 zum Einsatz. Kritische Marktbeobachter verweisen jedoch darauf, dass der ambitionierte Ausbau des Streckennetzes und der Flotte erhebliche Anforderungen an die Rekrutierung und die kontinuierliche

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Tarifkonflikt zwischen Swiss und Pilotengewerkschaft Aeropers spitzt sich zu

Die Tarifverhandlungen zwischen der Schweizer Fluggesellschaft Swiss und dem Pilotenverband Aeropers über einen neuen Gesamtarbeitsvertrag (GAV) stehen vor erheblichen Hürden. Nachdem die Mitglieder der Gewerkschaft den derzeitigen Vertrag GAV2023 im November 2025 gekündigt hatten, liefen im April die offiziellen Gespräche für eine Neuregelung an. Da der aktuelle Vertrag Ende 2026 ausläuft, streben beide Seiten rechtzeitige Vereinbarungen an. Das Ziel, vor Ablauf der Frist eine Nachfolgevereinbarung zu erzielen, erscheint derzeit jedoch gefährdet. Die Vertretung des Cockpitpersonals wirft der Unternehmensleitung vor, Verhandlungen zu erschweren und bestehende Abmachungen zu untergraben. Laut Aeropers-Präsident Janos Fazekas orientiert sich das Management von Swiss zunehmend an den Methoden des Mutterkonzerns Lufthansa. Dies führe zu Alleingängen und einer Missachtung bewährter Schweizer Verhandlungstraditionen. Die Arbeitnehmerseite warnt vor Zuständen wie bei der deutschen Muttergesellschaft, wo Arbeitskämpfe im Cockpitbereich in der Vergangenheit zu wiederholten Flugstreichungen und operativen Störungen führten. Ein zentraler Streitpunkt im laufenden Konflikt ist die Arbeitsbelastung und die mangelnde Planbarkeit der Dienstpläne für die Piloten. Das Cockpitpersonal leidet unter einer hohen Einsatzdichte, während in der gesamten Branche ein Mangel an qualifiziertem Flugpersonal herrscht. Um den Flugplan aufrechtzuerhalten, muss Swiss Strecken an externe Wet-Lease-Partner auslagern oder Flüge streichen. Die Gewerkschaft fordert daher spürbare Verbesserungen bei den Arbeitsbedingungen, um den Berufsstand attraktiv zu halten und den Nachwuchs für die Flotte zu sichern. Das Management von Swiss steht vor der Aufgabe, die Personalkosten im Wettbewerb der europäischen Netzcarrier unter Kontrolle zu halten und gleichzeitig die betriebliche Stabilität zu gewährleisten. Die Auslagerung von Flugleistungen an Drittanbieter und der Rückgriff auf temporäre Kapazitäten stoßen

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Flugbegleiter-Gewerkschaft APFA kritisiert Vorgehen von American Airlines

Bei der US-amerikanischen Fluggesellschaft American Airlines wachsen die Spannungen zwischen dem Management und der Kabinenbesatzung. Die Gewerkschaft Association of Professional Flight Attendants (APFA), die mehr als 30.000 Flugbegleiter vertritt, wirft der Unternehmensleitung eine übermäßige Beaufsichtigung und Mikromanagement vor. Auslöser der Kritik ist eine im Juni 2025 von Vizepräsidentin Bobbi Wells eingeleitete Umstrukturierung der Inflight-Sparte. Laut Gewerkschaftsangaben führte diese Maßnahme zu einer Zunahme von verpflichtenden Dienstgesprächen, internen Untersuchungen und Dienstenthebungen des Kabinenpersonals. Nach Zahlen der Gewerkschaft wurden Flugbegleiter allein im Juni 2026 für insgesamt 4.076 Tage von ihren geplanten Einsätzen entbunden, um an Disziplinar- oder Aufklärungsgesprächen teilzunehmen. Grund für die Untersuchungen seien häufig vage Kundenbewertungen, anonyme Beschwerden oder administrative Vorgänge wie der Verlust von Arbeitsgeräten. Die APFA bemängelt, dass Mitarbeiter auch nach Notfällen oder Zwischenfällen mit Passagieren formellen Befragungen unterzogen werden, was zu einer Belastung des Arbeitsklimas führt und das Prinzip der Verhältnismäßigkeit verletzt. Die häufigen Entnahmen aus dem Dienstplan haben direkte Auswirkungen auf den laufenden Flugbetrieb. Um die entstehenden Lücken im Besatzungsraster zu füllen, muss die Fluggesellschaft verstärkt auf Reservepersonal zurückgreifen. Dies schränkt die Flexibilität bei der Dienstplangestaltung ein und erhöht die Wahrscheinlichkeit von Umbuchungen bei Flugverzögerungen. Die Vertretung der Besatzungen argumentiert, dass betriebliche Ressourcen durch administrative Vorgänge gebunden werden, anstatt die operative Stabilität im Netz von American Airlines zu unterstützen. Um das Ausmaß der Maßnahmen zu dokumentieren, plant die Gewerkschaft in den kommenden Wochen eine systemweite Befragung ihrer Mitglieder. Die Ergebnisse zur Wirkung der neuen Managementstrukturen sollen anschließend der Konzernleitung vorgelegt werden. Vonseiten der Fluggesellschaft wird betont, dass Befragungen

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Embraer steigert Auftragsbestand im zweiten Quartal 2026

Der brasilianische Luftfahrtkonzern Embraer verzeichnet für das zweite Quartal 2026 ein weiteres Anwachsen seines Auftragsbestands auf 34,5 Milliarden US-Dollar. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum entspricht dies einer Zunahme um 16 Prozent, während gegenüber dem ersten Quartal 2026 ein Plus von 7 Prozent erzielt wurde. Das Wachstum erstreckt sich über mehrere Sparten des Konzerns, wobei insbesondere der Bereich Verteidigung und Sicherheit sowie das Segment der zivilen Verkehrsflugzeuge deutliche Zuwächse aufweisen. Im Segment der zivilen Luftfahrt beläuft sich das Auftragsvolumen auf 15,1 Milliarden US-Dollar. Einen wesentlichen Beitrag dazu leistete eine Nachbestellung der Leasinggesellschaft Azorra über 15 Maschinen des Typs E195-E2. Damit summiert sich die Zahl der Festbestellungen für die E2-Modellreihe auf über 500 Einheiten. Zudem bestätigte das Unternehmen auf der Luftfahrtmesse in Farnborough die Zuordnung von zwei Festaufträgen für den Typ E175 an die japanische Fluggesellschaft Fuji Dream Airlines. Das Verhältnis von Auftragseingang zu Umsatz in dieser Sparte lag in den vergangenen zwölf Monaten bei 1,8. Das militärische Rüstungsgeschäft verzeichnete den stärksten relativen Zuwachs: Hier stieg der Auftragsbestand um 42 Prozent auf 6,1 Milliarden US-Dollar. Maßeinheit für diesen Anstieg ist ein Abkommen mit den Vereinigten Arabischen Emiraten über die Lieferung von zehn Transportflugzeugen des Typs C-390 Millennium sowie Optionen für zehn weitere Einheiten. In der Geschäftsreiseflugsparte erreichte das Bauvolumen 7,8 Milliarden US-Dollar, gestützt durch die behördliche Zulassung der überarbeiteten Modelle Praetor 500E und Praetor 600E durch die Luftfahrtaufsichten in Brasilien, den USA und Europa. Die Sparte Services und Support kletterte auf 5,5 Milliarden US-Dollar, unter anderem durch Servicevereinbarungen mit der kanadischen Jazz Aviation

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Münster/Osnabrück: Condor stationiert zweites Flugzeug im Sommer 2027

Die deutsche Fluggesellschaft Condor baut ihr Angebot am Flughafen Münster/Osnabrück (FMO) weiter aus. Wie das Unternehmen und der Regionalflughafen bekannt gaben, wird die ursprünglich für die Wintersaison 2026/27 geplante Stationierung eines Airbus A320 auf die anschließende Sommerperiode 2027 ausgeweitet. Darüber hinaus plant die Fluggesellschaft, im Sommer 2027 eine zweite Maschine an dem Standort in Nordrhein-Westfalen fest zu stationieren. Durch diesen Schritt wird das Angebot an Ganzjahresverbindungen sowie an saisonalen Urlaubsflügen ab dem FMO deutlich aufgestockt. Das angebotene Streckennetz umfasst unter anderem Ganzjahresziele wie Gran Canaria, Teneriffa und Hurghada, die über die Wintermonate hinaus bis November 2027 durchgehend bedient werden. Ab Mai 2027 ergänzen weitere Destinationen in Südeuropa den Flugplan, darunter Fuerteventura sowie die griechischen Inseln Rhodos und Kreta. Auf Kreta steuert Condor künftig neben Heraklion erstmals auch den Flughafen Chania direkt ab Münster/Osnabrück an. Die stark frequentierte Route nach Palma de Mallorca wird im Frühjahr 2027 vorgezogen und soll bereits Ende März zu den Osterferien starten. Aus Sicht des Flughafenmanagements stärkt die Aufstockung der Basiskapazitäten die Marktposition des Regionalflughafens im Vergleich zu benachbarten Großflughäfen wie Düsseldorff oder Hannover. Durch die feste Stationierung von zwei Kurz- und Mittelstreckenflugzeugen entstehen vor Ort logistische Synergien bei Wartung, Personaleinsatz und Abfertigung. Das erweiterte Sitzplatzangebot richtet sich sowohl an Einzelreisende als auch an Reiseveranstalter, die feste Kontingente für Pauschalreisen buchen. Kritische Marktbeobachter verweisen jedoch darauf, dass der Ausbau der Kapazitäten an Sekundärflughäfen mit wirtschaftlichen Risiken verbunden bleibt. Das Erreichen der erforderlichen Sitzplatzauslastung erfordert insbesondere außerhalb der Hauptferienzeiten eine kontinuierlich hohe Nachfrage im Einzugsgebiet. Zudem führt

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