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München startet teure PCR-Teststation

Am Flughafen München werden seit heute digitalisierte RT-PCR-Tests durch das Labor MVZ Martinsried angeboten Das Ergebnis soll den Nutzern innerhalb von drei bis sechs Stunden auf das Mobiltelefon zugeschickt werden. Die Inanspruchnahme der Dienstleistung im Terminal 2 des Franz-Josef-Strauß-Flughafens ist kostenpflichtig. Der Airport teilt mit, dass das neue Angebot den Antritt einer Quarantäne im Zielland vermeiden soll. Zahlreiche, jedoch ausdrücklich nicht alle, Staaten verzichten bei Vorlage eines negativen PCR-Tests, der je nach Land nicht älter als 72 bzw. 48 Stunden sein darf, auf die Selbstisolation. Vorsicht: Nicht überall kann man sich „freitesten“. Viele Staaten gestatten die Einreise derzeit überhaupt nicht. Daher ist es besonders wichtig, dass die am Einreisetag gültigen Bestimmungen eigenständig geprüft werden. Diese ändern sich häufig, teilweise auch über Nacht. Billig ist das neue Angebot am Flughafen München übrigens nicht. Das Basis-Paket kostet 128 Euro und muss im Voraus bei der Terminbuchung im Internet mit Kreditkarte bezahlt werden. Andere Zahlungsformen werden derzeit nicht akzeptiert. Auch ist es nicht möglich ohne vorherige Reservierung und Bezahlung eine Testung in Anspruch zu nehmen.

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Corona: Reisen auf Risiko

In der größten Luftfahrtkrise der Geschichte hat sich eines gezeigt: Brennt die Hütte, haben Konsumenten oft das Nachsehen. Wird eine Flugreise annulliert, so haben die Passagiere einen gesetzlichen Anspruch auf die Erstattung der gesamten Ticketkosten. Nicht nur das. Die Fluggesellschaft muss das Geld innerhalb der gesetzlichen Frist – in der Regel eine Woche – überweisen. So weit so gut. Doch in der Praxis zeigt sich: Diese sieben Tage haben sich bestenfalls als theoretischer Wert erwiesen. „An die gesetzliche Frist hat sich keine einzige Airline gehalten“, so Ulrike Weiß, Konsumentenschützer bei der Arbeiterkammer Oberösterreich. Dieses unrechtmäßige Verhalten könne man auch bei den großen Airlines – allen voran die Lufthansa-Gruppe, zu der auch die heimische Austrian Airlines gehört – beobachten. Ärgerlich, denkt man an die hohen Summen an Hilfsgelder, die zugeflossen sind. Auch die jeweiligen Regierungen würden in der Hinsicht wenig bis gar keine Kooperationsbereitschaft zeigen. Zumal die Staatshilfen keinerlei Verpflichtungen vorsahen, den Fluggästen ihre verfallenen Tickets zu erstatten. Doch nicht nur Airlines enttäuschten in diesem Punkt. Auch bei Online-Reservierungen über Vergleichs- und Buchungsportale kam es zu Komplikationen. Und das zulasten der Verbraucher. Es sei sogar der Eindruck erweckt worden, dass viele Unternehmen angesichts der Probleme bewusst untergetaucht seien, so die AK-Konsumentenschützerin. So seien E-Mail-Adressen gelöscht und sogar eingeschriebene Briefe der betroffenen Kunden von den Onlineportalen an die Absender retourniert worden, wie es in der Online-Ausgabe des ORF heißt. Diese Portale sind somit nicht mehr erreichbar – auch nicht für die Arbeiterkammer. In solchen Fällen scheint es fast unmöglich, an das eigene Geld

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FTI legt Charterflüge mit Holiday Europe auf

Der deutsche Reiseveranstalter FTI bietet in der Wintersaison 2020/21 ein deutlich reduziertes Programm an. Allerdings setzt man auch auf eigene Charterflüge ab Düsseldorf, München, Frankfurt und Leipzig/Halle in Richtung der kanarischen Inseln. Diese sollen mit flexiblen Stornobedingungen angeboten werden, erklärte Geschäftsführer Ralph Schiller. Ab den zuvor genannten deutschen Airports will FTI jeweils einmal pro Woche Charterflüge nach Gran Canaria, Teneriffa und Fuerteventura anbieten. Eigenen Angaben nach handelt es sich um das umfangreichste Kanaren-Flugprogramm in der Unternehmensgeschichte. Die Verbindungen sollen überwiegend während der Weihnachtsferien angeboten werden. Ebenfalls geplant sind Nonstop-Charterflüge nach Salalah im Oman. Diese werden ab Düsseldorf, München, Frankfurt und Leipzig angeboten. Operativer Partner für sämtliche Charterflüge ist die bulgarische Fluggesellschaft Holiday Europe, an der die türkische Onur Air mit 49 Prozent beteiligt ist. Möglicherweise könnte die Charterfluggesellschaft auch für weitere Ziele beauftragt werden. Der FTI-Geschäftsführer nennt dabei: Hurghada, Marsa Alam und Sharm el Sheik an Düsseldorf, München, Frankfurt und Leipzig/Halle sowie Agadir und Dubai. FTI bietet allen Reisenden, die bis 31. Oktober 2020 buchen, an, dass bis 14 Tage vor Abreise kostenfrei bei voller Erstattung storniert werden kann. Der Reisezeitraum erstreckt sich bis Oktober 2021.

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ANA fliegt Fracht mit Dreamlinern nach Brüssel

Die japanische Fluggesellschaft All Nippon Airways wird am 13. Oktober 2020 nach Brüssel zurückkehren. Fluggäste werden allerdings in den Maschinen des Typs Boeing 787 nicht befördert. Zunächst werden Paletten und sonstige Fracht transportiert, wie der Flughafen Brüssel mitteilte. Die Cargo-Route, auf der adaptiere Passagierflugzeuge zum Einsatz kommen werden, soll an den Verkehrstagen Mittwoch, Donnerstag und Samstag bedient werden. ANA nutzt für die Brüssel-Route den japanischen Flughafen Narita. Der belgische Airport hofft, dass All Nippon Airways möglichst bald die Passagierflüge wieder aufnimmt.

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Emirates kehrt nach Hamburg und Düsseldorf zurück

Golfcarrier Emirates Airline kündigt die Rückkehr auf die deutschen Flughäfen Hamburg und Düsseldorf an. Diese sollen ab 1. November 2020 jeweils zweimal pro Woche ab Dubai angeflogen werden. Als Fluggerät sind Maschinen des Typs Boeing 777-300ER geplant. „Wir freuen uns sehr, Düsseldorf und Hamburg wieder anzufliegen, neben unseren bereits wiederaufgenommenen Verbindungen ab Frankfurt und München. Wir bedienen somit wieder alle unsere vier Abflughäfen in Deutschland und bieten Reisenden sichere und erweiterte globale Konnektivität mit einem effizienten Zwischenstopp in Dubai“, so Volker Greiner, Emirates Vice President North & Central Europe. Emirates erweitert sein internationales Streckennetz zudem mit der Wiederaufnahme von Flügen nach Budapest (ab 21. Oktober), Bologna (1. November) und Lyon (4. November). Die Fluggesellschaft bedient somit 99 Ziele weltweit.

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FDP will Leipzig den Beinamen Hans-Dietrich Genscher geben

Geht es nach der FDP-Landesgruppe Sachsen, so könnte der Flughafen Leipzig/Halle schon bald einen Beinamen bekommen: Hans-Dietrich Genscher. Als Argument wird angeführt, dass andere Flughäfen nach ehemaligen SPD- bzw. CDU-Spitzenpolitikern benannt sind. Die Liste der ehemaligen Funktionsträger, zu deren Ehren deutsche Airports benannt sind, ist lang: Konrad Adenauer (Köln/Bonn), Helmut Schmidt (Hamburg), Franz Josef Strauß (München), Manfred Rommel (Stuttgart), Hans Koschnick (Bremen) und so weiter. Der Flughafen Berlin-Brandenburg trägt den Beinamen Willy Brandt. Die sächsische FDP richtet nun an die Landesregierung die Forderung, dass der Airport Leipzig/Halle künftig den Beinamen Hans-Dietrich Genscher tragen soll. Dabei verweist man auch auf den regionalen Bezug, denn der im Jahr 2016 verstorbene Politiker ist in Reideburg (Stadt Halle an der Saale) geboren und studierte in Leipzig. In der Bundesrepublik Deutschland fungierte Genscher unter verschiedenen Bundeskanzlern als Außenminister und war zeitweise auch Vizekanzler. Die FDP verweist auch auf seine Rolle in der deutschen Geschichte, insbesondere im Zusammenhang mit der Wiedervereinigung.

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West Atlantic zieht Flugzeuge aus UK ab

Der schwedische Logistikspezialist West Atlantic hat damit begonnen, erste bei ihrer britischen Tochter unterhaltenen Frachtflugzeuge zum schwedischen Mutterunternehmen nach Göteborg sowie zur spanischen Swiftair zu transferieren. Hintergrund sind zu erwartende Probleme betreffend der nach wie vor schleppenden Verhandlungen über ein neues Handelsabkommen zwischen der EU und Großbritannien nach dem Brexit. Erst vor wenigen Tagen wurden zwei bislang in Großbritannien registrierte Boeing 737-800BCF ins schwedische Luftfahrtregister übertragen, nun folgte eine Boeing 737-400F, welche zur spanischen Swiftair samt neuer spanischer Registrierung wechselte. Gegenüber dem Fachportal ch-aviation betonte Lars Jordahn, CEO von Westatlantic, dass die Transferierungen von Flugzeugen weg von der britischen Tochter im Zusammenhang mit dem Brexit und ein Ende des gemeinsamen Marktes nach dem Jahr 2029 stehen würden. Daher ist zu erwarten, dass in den nächsten Monaten weitere Frachtmaschinen die West Atlantic UK in Richtung Schweden bzw. Spanien verlassen, um weiterhin problemlos innerhalb Europas zum Einsatz zu kommen. Erst im April wurde die West Atlantic Group zu 51% von der spanischen Holding LUSAT übernommen, ihres Zeichens unter anderem Eigentümer der spanischen Frachtfluglinie Swiftair. Beide, West Atlantic und Swiftair, unterhalten neben eigenen Frachtflügen enge Kooperationen mit Paketdiensten wie DHL oder FedEx.

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Finnland: Xfly schielt auf fünf subventionierte Strecken

Der teilstaatliche ACMI-Anbieter Xfly teilte mit, dass man an der Übernahme von fünf Strecken innerhalb Finnlands ab März 2021 interessiert ist. Diese werden von Finnair aufgegeben. Dabei handelt es sich um folgende Ziele ab Helsinki: Joensuu, Jyväskylä, Kajaani, Kemi/Tornio, and Kokkola/Pietersaari. Derzeit werden diese Strecken seitens des Oneworld-Mitglieds nicht beflogen. Grund dafür ist die Coronapandemie. Finnair flog auch nicht selbst, sondern setzte ATR72-500 des Wetlease-Partners Nordic Regional Airlines ein. Ganz eigennützlich dürften die Gedanken von Xfly (vormals Regional Jet) jedoch nicht sein, denn die finnische Regierung stellte Subventionen für genau diese fünf Inlandsstrecken in Aussicht. Dem geht einher, dass die Routen ausgeschrieben werden müssen. Anschließend können alle Fluggesellschaften, die ihren Sitz in der Europäischen Union haben und Interesse haben, ihre Bewerbungen einreichen. Den Zuschlag vergibt dann die hierfür zuständige finnische Behörde. Theoretisch könnten sich also auch Lowcoster bewerben. Allerdings ist die Dauer der PSO-Subvention bis vorerst Ende 2021 beschränkt, so dass die Operation danach auf eigenen Beinen stehen sollte. Xfly-Geschäftsführer Jan Palmer erklärte im estnischen Fernsehen, dass im Falle eines Zuschlags unter eigener Flugnummer geflogen wird. Das ist ein bisschen ein Novum, denn abgesehen von Charterflügen nutzte das Unternehmen in der Vergangenheit stets den Two-Letter-Code von Partnern, beispielsweise Adria Airways oder Teilhaber LOT. Bei ACMI-Aufträgen fliegt man unter dem Code des jeweiligen Auftraggebers. Die Marke „Nordica“ wurde im Vorjahr beerdigt.

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Turkish pausiert Salzburg vorerst bis Ende 2020

Das Star-Alliance-Mitglied Turkish Airlines wird die Nonstop-Strecke Salzburg-Istanbul bis mindestens 31. Dezember 2020 pausieren. Grund dafür ist die aufgrund der Reise- und Quarantänebestimmungen in Folge der Corona-Pandemie geringe Nachfrage. Der nächste Flug auf dieser Route ist am 1. Jänner 2021 geplant. Turkish Airlines setzte die Verbindung nach Salzburg kurz nach Beginn der Corona-Krise aus, kehrte jedoch Ende Juli 2020 zurück. In den Sommermonaten soll eine den Umständen entsprechende gute Nachfrage bestanden haben. Dies gilt offensichtlich nicht für die Herbst- und Wintermonate des Jahres 2020, weshalb die Strecke bis Jahresende neuerlich pausieren muss. Der Carrier will allerdings an Salzburg festhalten und die Route definitiv wieder bedienen.

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Egyptair erhält weiteren Staatskredit

Mit etwa 163 Millionen Euro wird der ägyptische Staat dem Staatscarrier Egyptair unter die Flügel greifen. Das Geld wird laut lokalen Medienberichten über die Zentralbank ausbezahlt und ist ein staatlich garantierter Kredit. Das Finanzministerium gab am 29. September 2020 grünes Licht für diesen Schritt. Zuvor erteilte Präsident Abdel Fattah al-Sisi eine entsprechende Ermächtigung an das Finanzressort. Weiters werden jener Staatsholding, die für Flughäfen und Airlines zuständig ist, weitere 53,77 Millionen Euro ausbezahlt. Egyptair soll sich darüberhinaus weitere Kredite auf dem Kapitalmarkt gesichert haben. Diese dienen primär der Bezahlung von Leasingraten und Fremdwährungskrediten. Es handelt sich nicht um die erste Finanzspritze, die seitens des Staates Ägypten gewährt wird. Im Mai 2020 wurde die Auszahlung der Gehälter mit einem staatlich besicherten Zentralbankkredit in der Höhe von 108,39 Millionen Euro sichergestellt. Dem Vernehmen nach soll Egyptair aufgrund der Covid-19-Krise und der weitgehenden Einstellung des Flugbetriebs damals nicht mehr in der Lage gewesen sein die Löhne und Gehälter zu bezahlen. Der Flugbetrieb des afrikanischen Carriers läuft seit 1. Juli 2020 wieder schrittweise an.

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