secondnews

Weitere Artikel aus der Rubrik

secondnews

Historischer Schritt für Breeze Airways: Neue Zulassung eröffnet den Weg zu internationalen Strecken

Die junge amerikanische Fluggesellschaft Breeze Airways hat einen bedeutenden Meilenstein in ihrer Entwicklung erreicht. Am 25. September 2025 wurde das Unternehmen von der Federal Aviation Administration (FAA) offiziell als sogenannte US-Flaggen-Fluggesellschaft (US flag carrier) zertifiziert. Diese neue Status ermöglicht es der Airline, Flugverbindungen unter den bilateralen Luftfahrtabkommen der Vereinigten Staaten mit anderen Ländern aufzunehmen. Als direkte Folge dieser Zulassung kündigte Breeze Airways die Einführung ihrer ersten internationalen Liniendienste an. Im ersten Quartal 2026 wird die Gesellschaft drei neue Ziele in der Karibik bedienen, angeflogen von sechs Flughäfen in den USA. Die Bedeutung des US-Flaggen-Status Die Ernennung zur US-Flaggen-Fluggesellschaft ist für Breeze Airways ein entscheidender Schritt. Der Gründer und Vorstandsvorsitzende der Airline, der bekannte Luftfahrtunternehmer David Neeleman, begrüßte die Entscheidung und sprach von einem „riesigen Meilenstein“, für den das Team in den letzten drei Jahren unermüdlich gearbeitet habe. Dieser Status ist mehr als nur eine formale Bezeichnung; er ist die Voraussetzung dafür, daß eine amerikanische Fluggesellschaft internationale Streckenrechte nutzen darf, die in Abkommen wie Open Skies zwischen den Vereinigten Staaten und anderen Ländern festgelegt sind. Die Zertifizierung signalisiert, daß Breeze Airways nicht nur die operationellen und sicherheitstechnischen Standards der FAA für den Inlandsverkehr, sondern auch die erweiterten Anforderungen für den internationalen Betrieb erfüllt. Für David Neeleman ist dies ein weiterer Erfolg in seiner Karriere, in der er bereits mehrere Fluggesellschaften, darunter JetBlue und die brasilianische Azul, gegründet hat. Die internationale Ausweitung war von Anfang an ein strategisches Ziel für Breeze Airways, die im Jahr 2021 ihren Betrieb aufnahm. Beginn des internationalen

weiterlesen »

Transatlantik-Markt im Ungleichgewicht: Lufthansa und Swiss drosseln Kapazitäten wegen europäischer Zurückhaltung

Der lukrative transatlantische Flugverkehr stellt den Lufthansa-Konzern derzeit vor ein ungewohntes Ungleichgewicht. Während die Nachfrage von US-Reisenden nach Europa weiterhin auf hohem Niveau liegt, zeigen europäische Passagiere eine deutliche Zurückhaltung bei der Buchung von Economy-Flügen in die Vereinigten Staaten. Als Reaktion auf diese Entwicklung paust die Lufthansa-Gruppe die Kapazitäten auf wichtigen Transatlantiklinien im Januar und Februar 2026. Trotz dieser Einschnitte rechnet Swiss-Chef Jens Fehlinger bereits im Laufe des Jahres 2026 mit einer Trendwende, nicht zuletzt durch Großereignisse wie die in den USA stattfindende Fußball-Weltmeisterschaft. Kapazitätsanpassungen auf der Nordatlantik-Route Die geringere Buchungsbereitschaft europäischer Reisender hat die Lufthansa-Gruppe zu einer Anpassung des Flugplans gezwungen. Der Konzern wird im ersten Quartal 2026 Kapazitäten auf der Nordatlantik-Strecke vorübergehend reduzieren. Die Verbindung Frankfurt–New York JFK, eine der wichtigsten Transatlantiklinien, wird über mehrere Wochen nur noch einmal täglich angeboten. Ebenfalls betroffen sind die Strecken Frankfurt–Denver und München–Washington, die in einen kurzen Winterschlaf geschickt werden. Jens Fehlinger, der Chef der Lufthansa-Tochter Swiss, bestätigte im Gespräch mit dem SRF die veränderte Nachfragesituation. Er sprach von einer „gewissen Buchungszurückhaltung aus der Schweiz, aus Europa Richtung USA“, während die Nachfrage aus den USA nach Europa „ungebrochen hoch“ sei. Dieses Ungleichgewicht stellt die Fluggesellschaften vor planerische Herausforderungen, da die Flugzeuge für Hin- und Rückflüge ausgelastet sein müssen, um profitabel zu operieren. In der Vergangenheit galt der Interkontinentalmarkt Nordamerika für die Lufthansa-Gruppe lange Zeit als ein Selbstläufer, doch die aktuellen Entwicklungen erfordern eine strategische Neuausrichtung. Globale Krisenherde belasten das Langstreckengeschäft Die Zurückhaltung der europäischen Reisenden wird auf eine „große Ballung globaler Krisen“

weiterlesen »

Hin- und Rückflug zusammen einchecken: Mal geht es, mal nicht. Warum eigentlich?

Bei manchen Fluggesellschaften ist es möglich – zumeist geknüpft an eine kostenpflichtige Sitzplatzreservierung – mitunter mehrere Wochen vor dem Abflug online einzuchecken und die Bordkarten für den Hin- und gegebenenfalls auch für den Rückflug zu erhalten. Bei Fluggesellschaften der Lufthansa Group ist es nicht möglich, wenn man zum Beispiel an einem Montagvormittag von Wien nach Frankfurt fliegt und an einem Dienstagnachmittag wieder retour. Warum eigentlich? Die Frage, ob man beim Hinflug gleich auch für den Rückflug einchecken kann und die Bordkarte erhalten kann, ist erst mit dem Aufkommen von Internet-Check-ins entstanden. In Zeiten von echten Papiertickets stellte sich diese Frage nur extrem selten, da oftmals technische Gründe aufgrund vielerorts noch manueller Abfertigung ausschlaggebend waren. In Zeiten, in denen Passagiere mit verschiedensten Mitteln dazu gedrängt werden vorab über das Internet oder an Automaten einzuchecken und ohne Vorlage einer Boardkarte von „Wachhunden“ gehindert werden ihr Gepäck am Schalter abzugeben oder aber saftige „Strafgebühren“, liegt es doch auf der Hand, dass man Hin- und Rückflug, besonders dann, wenn diese taggleich oder am nächsten Tag stattfinden, gleich in einem Aufwasch eincheckt und die Boardkarten dann am Smartphone oder ausgedruckt dabei hat. Spart Zeit am Zielort. Bei Billigfliegern wie Ryanair ist das mitunter sogar mehrere Wochen im Voraus möglich, aber nur dann, wenn man einen kostenpflichtigen Sitzplatz reserviert. Ansonsten ist dies ab rund 24 Stunden vor Abflug möglich. Es zählt dabei die Uhrzeit des jeweiligen Segments und wenn man sich im Zeitfenster befindet, kann man Hin- und Rückflug quasi gleichzeitig einchecken. Doch auch wenn sich

weiterlesen »

London Luton Airport eröffnet neuen Parkbereich und investiert in den Nahverkehr

Der London Luton Airport (LTN) hat einen neu errichteten Terminalparkbereich (Terminal Car Park 2) in Betrieb genommen, der 1.900 neue Stellplätze bietet und einen überdachten Express-Abgabe- und Abholbereich integriert. Diese Wiedereröffnung ist Teil eines umfassenderen Programms zur Verbesserung des Passagierkomforts und der Anbindung des Flughafens. In diesem Zusammenhang hat der LTN auch die Einrichtung eines öffentlichen Nahverkehrsfonds angekündigt, der mit 1,5 Millionen Pfund im ersten Jahr ausgestattet ist. Ziel ist es, in Partnerschaft mit Verkehrsbetrieben und lokalen Behörden die Anbindung an den öffentlichen Verkehr zu verbessern und die Infrastruktur zu modernisieren. Neue Parkinfrastruktur und angepaßte Gebühren Mit der Wiedereröffnung des Terminal Car Park 2 erweitert der London Luton Airport sein Angebot für Reisende, die mit dem eigenen Fahrzeug anreisen. Ein zentrales Element des neuen Parkhauses ist der integrierte Express-Abgabe- und Abholbereich im Erdgeschoß, der einen direkten und bequemen Zugang zum Terminalgebäude ermöglicht. Diese Maßnahme soll den Verkehrsfluß am Flughafen effizienter gestalten. Gleichzeitig wurden die Gebührenstrukturen für die verschiedenen Parkbereiche angepaßt. Die Kosten für den Bring- und Abholbereich wurden auf 7 £ festgelegt, die Parkdauer wurde auf 10 Minuten verdoppelt, um Reisenden mehr Zeit zu gewähren. Für Inhaber eines Blue Badge (Behindertenausweis) wird eine kostenlose Parkzeit von 30 Minuten im Terminal Car Park 1 ermöglicht. Auch Fahrer von Elektrofahrzeugen profitieren von einer Sonderregelung, die das Parken für 30 Minuten für 1 £ im Terminal Car Park 1 erlaubt. Das kostenlose Bringen und Abholen wird in den weiter entfernt gelegenen Langzeitparkplatz verlegt und die Dauer auf zwei Stunden erweitert. Die Mid-Stay-Parkfläche steht

weiterlesen »

Strategische Neuausrichtung im Nordatlantik: Icelandair zieht sich aus Detroit zurück

Die isländische Fluggesellschaft Icelandair hat angekündigt, ihre Flugverbindung nach Detroit ab Januar 2026 einzustellen. Dieser Rückzug markiert den ersten Abzug von einem US-amerikanischen Flughafen seit 2020 und steht im Einklang mit der strategischen Überprüfung des Streckennetzes der Airline. Während Icelandair kürzlich neue Ziele wie Nashville und Miami in ihr Angebot aufgenommen hat, signalisiert das Ende der Detroit-Route, daß nicht alle Routen in den Vereinigten Staaten die Erwartungen an Passagieraufkommen und Rentabilität erfüllen. Der Schritt verdeutlicht die Dynamik im hart umkämpften Transatlantik-Verkehr, der stark von konkurrierenden Angeboten und der Kapazitätsauslastung abhängt. Rückzug aus Detroit: Ein Zeichen des Wettbewerbsdrucks Die Entscheidung von Icelandair, die Flüge von Keflavík nach Detroit einzustellen, kommt überraschend, da die Airline den Dienst erst im Mai 2023 aufgenommen hatte. Geplant war, die Route im nächsten Sommer bis zu fünfmal wöchentlich mit Boeing 737 MAX-Flugzeugen zu bedienen. Der Wettbewerb auf dieser Strecke war jedoch intensiv: Parallel dazu bietet Delta Air Lines tägliche Flüge mit ihrer Boeing 757-200 an. Das Timing beider Fluggesellschaften, die die Route nahezu gleichzeitig eröffneten, deutet auf einen direkten Konkurrenzkampf hin, aus dem sich Icelandair nun zurückzieht. Es bleibt abzuwarten, ob Delta in der Folge die Route nach Keflavík ebenfalls einstellen wird. Der Rückzug aus Detroit ist kein Einzelfall in der jüngeren Geschichte von Icelandair. Seit 1990 hat die Fluggesellschaft den Dienst zu zehn US-Flughäfen eingestellt. Darunter waren auch unkonventionelle Ziele wie Kansas City, das nur für eine kurze Zeit bedient wurde. Diese Flüge fielen in eine Phase aggressiven Wachstums, als die isländische Luftfahrt von der

weiterlesen »

Portugal bereitet Teilprivatisierung der Nationalairline TAP vor

Die portugiesische Regierung hat das offizielle Verfahren zum Teilverkauf ihrer Nationalfluggesellschaft TAP gestartet. Wie aus einem jetzt vorliegenden Pflichtenheft hervorgeht, soll eine Minderheitsbeteiligung von 44,9 Prozent veräußert werden. Der Prozeß, der in mehrere Phasen unterteilt ist, soll nach dem Willen von Premierminister Luis Montenegro bis zum Ende des Jahres abgeschlossen sein. Mehrere internationale Luftfahrtkonzerne haben bereits ihr Interesse an der TAP bekundet, darunter auch die Lufthansa Group, die als einer der stärksten potentiellen Käufer gilt. Der Verkaufsprozeß markiert einen bedeutenden Schritt in der strategischen Neuausrichtung des portugiesischen Staates bezüglich seiner Beteiligungen im Luftfahrtsektor. Die Phasen des Verkaufsprozesses Das Pflichtenheft, das den genauen Ablauf der Privatisierung regelt, sieht ein mehrstufiges Verfahren vor. Zunächst werden interessierte Investoren einer Vorqualifikation unterzogen. In dieser Phase müssen die Bieter ihre finanzielle Leistungsfähigkeit und ihre strategischen Absichten nachweisen. Nach erfolgreicher Vorqualifikation erhalten die verbleibenden Interessenten Zugang zu detaillierten Unternehmensdaten der TAP, um eine umfassende Due Diligence durchführen zu können. Erst im Anschluß an diese Phase werden die endgültigen Angebote eingeholt, die den finalen Kaufpreis und die Bedingungen der Beteiligung festlegen. Der Zeitplan für diesen Prozeß ist ambitioniert. Die Regierung strebt an, den Verkauf noch in diesem Jahr abzuschließen. Dies deutet auf den politischen Willen hin, die Privatisierung zügig voranzutreiben. Der portugiesische Staat hält derzeit die Mehrheit an der TAP, und die Veräußerung einer fast 45-prozentigen Minderheitsbeteiligung soll neue Investitionen und strategische Partnerschaften ermöglichen, um die Position der Airline im internationalen Luftverkehr zu stärken. Der portugiesische Premierminister Luis Montenegro hat bereits öffentlich erklärt, daß er mit großem

weiterlesen »

Stärkeres Band in den Norden: Norwegian erweitert Flugangebot ab Hamburg

Die Fluggesellschaft Norwegian wird ihr Flugangebot vom Hamburger Flughafen aus deutlich ausbauen. Ab dem 13. Mai 2026 nimmt die Airline eine neue Direktverbindung nach Stockholm in ihren Flugplan auf. Diese Route wird viermal pro Woche bedient: montags, mittwochs, freitags und sonntags. Gleichzeitig wird die Frequenz der bestehenden Verbindung nach Oslo von bis zu sechs auf acht Flüge pro Woche erhöht. Mit dieser strategischen Erweiterung verdoppelt Norwegian ihr Gesamtangebot ab Hamburg in Richtung Skandinavien auf insgesamt zwölf wöchentliche Abflüge. Die Maßnahme unterstreicht die wachsende Bedeutung nordeuropäischer Destinationen für Urlaubs- und Geschäftsreisende und stärkt die internationale Anbindung der Hansestadt. Ausbau des Streckennetzes in Skandinavien Der Ausbau des Flugangebots von Norwegian ist eine direkte Antwort auf die steigende Nachfrage nach Reisezielen im Norden. Die Verantwortlichen des Hamburger Flughafens begrüßen die Entscheidung der Airline. Gesa Zaremba, die Leiterin des Airline & Traffic Development am Hamburg Airport, betonte, daß die Erweiterung des Skandinavien-Angebots eine Stärkung der internationalen Verbindungen und einen echten Gewinn für die Passagiere darstelle. Die neue Vielfalt sei besonders für Städte- und Geschäftsreisende von Vorteil. Die norwegische Airline, die bereits in der Vergangenheit eine starke Präsenz auf Strecken nach Oslo hatte, setzt nun verstärkt auf die schwedische Hauptstadt. Auch die skandinavische Fluggesellschaft SAS hat ihre Präsenz in Deutschland erhöht und bietet seit 2025 wieder Flüge zwischen Hamburg und Oslo an, was den Wettbewerb auf diesen Routen intensiviert. Die Entscheidung von Norwegian deutet darauf hin, daß der Markt weiterhin Kapazität für eine Ausweitung des Angebots bietet. Magnus Thome Maursund, der Chief Commercial Officer bei

weiterlesen »

Massive Kritik in Kärnten: Tourismus-Unternehmer wehren sich gegen die Querfinanzierung durch erhöhte Aufenthaltsabgabe

Die geplante Erhöhung der Aufenthaltsabgabe in Kärnten hat zu heftiger Kritik unter den lokalen Tourismus-Unternehmen geführt. Die Branchenvertreter, angeführt von Hubert Koller, dem Landesvorsitzenden der Österreichischen Hotelvereinigung (ÖHV) in Kärnten, wenden sich nicht primär gegen die Erhöhung selbst, sondern gegen die fehlende Zweckwidmung der Einnahmen. Es herrscht große Empörung darüber, daß die zusätzlichen Gelder vorrangig für eine Querfinanzierung von Mobilitätsprojekten im gesamten Bundesland verwendet werden sollen, anstatt direkt in die Tourismuswerbung, das Gästeerlebnis und die lokale Gästemobilität der Beitragszahler zu fließen. Koller faßt die Stimmung in der Branche als „kalte Enteignung“ zusammen. Die Aufenthaltsabgabe und die Zweckentfremdung der Mittel Die Aufenthaltsabgabe, oft auch als Kurtaxe bezeichnet, ist eine wichtige Einnahmequelle für die Tourismus-Organisationen. Sie wird pro Nächtigung vom Gast eingehoben und soll typischerweise der Finanzierung von touristischen Infrastrukturprojekten und Marketingaktivitäten dienen, die den Gästen in der jeweiligen Region zugutekommen. Die Kärntner Unternehmer betonen, daß sie den Handlungsbedarf für höhere Einnahmen erkennen und grundsätzlich bereit sind, mehr Geld aufzubringen. Das Problem liegt für sie in der Verwendung der Mittel. Koller zufolge benötigen die Betriebe dringend Investitionen in die Tourismuswerbung und das unmittelbare Gästeerlebnis in ihren Regionen. Anstatt dessen fließe das Geld in „ein Bus mehr in einer anderen Ecke Kärntens“, wie der ÖHV-Vertreter kritisiert. Diese Art der Querfinanzierung über das gesamte Bundesland hinweg stoße auf massiven Widerstand. Ein zentraler Kritikpunkt ist die fehlende Zweckbindung der erhöhten Abgabe für touristische Projekte. Die Tourismus-Unternehmer fordern vehement, daß die Mittel aus dem Tourismus zuerst in eine „effektive Trendwende bei den Nächtigungen“ fließen müßten. Erst

weiterlesen »

Turkish Airlines plant Großauftrag bei Boeing nach Gesprächen auf höchster Ebene

Die türkische Nationalfluggesellschaft Turkish Airlines steht vor einem massiven Ausbau ihrer Flotte und plant, bis zu 225 Flugzeuge beim US-Hersteller Boeing zu bestellen. Dieser potentielle Großauftrag, der am Freitag nach einem Treffen des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan mit US-Präsident Donald Trump bekanntgegeben wurde, zählt zu den größten für Boeing in diesem Jahr. Die geplante Beschaffung umfaßt zunächst 50 Boeing 787 Dreamliner, mit einer Option auf 25 weitere Maschinen. Darüber hinaus wurden Verhandlungen über den Kauf von bis zu 150 Flugzeugen der Typen 737 Max 8 und Max 10 abgeschlossen, deren finale Auftragsvergabe noch von Gesprächen mit dem Triebwerkshersteller CFM International abhängt. Dieser strategische Ausbau zielt darauf ab, Istanbul als eines der weltweit führenden Luftfahrtkreuze zu etablieren. Diplomatie im Dienste der Wirtschaft: Der Boeing-Deal Die Bekanntgabe des Großauftrags erfolgte unmittelbar nach einem Treffen der Präsidenten Erdogan und Trump. Solche Geschäfte sind in der Vergangenheit häufig Gegenstand von politischen Gesprächen auf höchster Ebene gewesen, da Flugzeugkäufe nicht nur von wirtschaftlicher, sondern auch von erheblicher diplomatischer Bedeutung sind. Die Auftragsvergabe an einen US-Hersteller kann als Geste des guten Willens gewertet werden und stärkt die Handelsbeziehungen zwischen den beiden NATO-Partnern. Die Vereinbarung gliedert sich in zwei wesentliche Teile. Der Großraumflugzeugsektor wird durch die feste Bestellung von 50 Boeing 787 Dreamliner gestärkt, zu denen eine Option für 25 weitere Exemplare hinzukommt. Die 787 ist ein modernes Langstreckenflugzeug, das die Turkish Airlines auf ihren Interkontinental-Routen einsetzen wird, um ihre Reichweite zu erhöhen und die bestehende Flotte zu modernisieren. Der zweite, und zahlenmäßig größte, Teil des

weiterlesen »

Rückschlag für Chinas Luftfahrt: Comac reduziert Auslieferungsziele für C919 drastisch

Der chinesische Flugzeughersteller Comac sieht sich mit erheblichen Produktionsproblemen konfrontiert und hat seine Auslieferungsziele für das Jahr 2025 drastisch revidieren müssen. Anstatt der ursprünglich angestrebten 75 C919-Maschinen wird das Unternehmen nun voraussichtlich nur etwa 25 Exemplare des Schmalrumpfflugzeugs ausliefern können. Dieser Rückschlag ist eine Folge von Engpässen in der Lieferkette, die die ambitionierten Pläne Chinas, in den von Airbus und Boeing dominierten Markt vorzudringen, verzögern. Die C919 ist das Prestigeprojekt der chinesischen Luftfahrtindustrie, das bis dato ausschließlich von heimischen Fluggesellschaften bestellt wurde. Ambitionierte Ziele, unvorhergesehene Hindernisse Zu Beginn des Jahres 2025 hatte Comac noch eine optimistische Prognose von 75 Auslieferungen für die C919 abgegeben, was einer Produktion von etwa einem Flugzeug alle fünf Tage entsprochen hätte. Diese Zahl war bereits im März von 50 auf 75 erhöht worden, was das große Vertrauen in die eigene Fertigungskapazität widerspiegelte. Wie die Nachrichtenagentur Bloomberg nun jedoch unter Berufung auf anonyme Quellen berichtet, ist dieses Ziel unerreichbar. Die Erwartungen wurden um zwei Drittel gesenkt, und die Fluggesellschaften müssen sich auf weitere Verzögerungen einstellen. Ein Hauptgrund für die Produktionsengpässe sind Probleme in der globalen Lieferkette, insbesondere die Abhängigkeit von ausländischen Zulieferern. Die C919 ist zwar ein chinesisches Produkt, vertraut aber für viele kritische Komponenten auf westliche Technologien. Ein zentrales Beispiel sind die Triebwerke des Typs CFM LEAP-1C, die in einem Joint Venture von General Electric (GE) und Safran hergestellt werden. Zwischenzeitliche Spannungen zwischen den Vereinigten Staaten und China führten zu einem vorübergehenden Exportstopp der Triebwerke, was die Produktion massiv beeinträchtigte. Obwohl die Exporte mittlerweile wieder

weiterlesen »