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Düsseldorfer Flughafen klagt Schadenersatz von Klimaaktivisten der „Letzten Generation“

Nach einer Blockade des Rollfelds im Sommer 2023 fordert der Düsseldorfer Flughafen nun Schadenersatz von Aktivisten der Gruppe „Letzte Generation“. Der Flughafen hat beim Landgericht Düsseldorf eine Zivilklage eingereicht und verlangt 48.786,62 Euro von den beteiligten Personen. Eine Sprecherin des Landgerichts bestätigte den Eingang der Klage (Az. 15 O 133/24). Zuvor hatte die „Rheinische Post“ über den Fall berichtet. Am 13. Juli 2023 hatten Aktivisten der „Letzten Generation“ den Zaun des Flughafens durchtrennt und waren auf das Rollfeld gelangt. Sechs von ihnen hatten sich dort festgeklebt, was zu einer knapp zweistündigen Unterbrechung des Flugverkehrs und zahlreichen Flugausfällen führte. Der Flughafen macht nun die entgangenen Start- und Landegebühren sowie weitere Kosten, die durch die Blockade entstanden sind, geltend. Ein Flughafensprecher wollte sich gegenüber der „Rheinischen Post“ zur Schadenshöhe und weiteren rechtlichen Details nicht äußern. Die „Letzte Generation“ ist eine Gruppe von Klimaaktivisten, die mit ihren Aktionen auf die Dringlichkeit der Klimakrise aufmerksam machen wollen. In der Vergangenheit hat die Gruppe bereits mehrfach durch Blockaden von Straßen, Kreuzungen und auch Flughäfen für Aufsehen gesorgt. Die Aktivisten argumentieren, dass ihr ziviler Ungehorsam notwendig sei, um die Politik zum Handeln zu bewegen. Der Düsseldorfer Flughafen ist nicht der erste Flughafen, der Schadenersatz von Klimaaktivisten fordert. Auch andere Flughäfen in Deutschland und im Ausland haben bereits ähnliche Klagen eingereicht. Die Frage, ob solche Aktionen gerechtfertigt sind und in welcher Höhe Schadenersatzansprüche bestehen, ist umstritten und wird in der Öffentlichkeit und vor Gericht immer wieder diskutiert. Die Klage des Düsseldorfer Flughafens gegen die „Letzte Generation“ wird

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Gerichtlicher Vergleich: Flughafen Wien und Letzte Generation einigen sich auf Zahlung von 15.000 Euro

Nach den Protestaktionen der Aktivistengruppe Letzte Generation am Flughafen Wien im vergangenen Sommer wurden juristische Auseinandersetzungen zwischen den Beteiligten ausgetragen. Am Dienstag kam es am Landesgericht Korneuburg zu einer vorläufigen Einigung. Die Letzte Generation soll demnach 15.000 Euro an den Flughafen zahlen und eine Unterlassungserklärung abgeben. Der Vergleich ist jedoch bedingt und kann innerhalb der nächsten vier Wochen noch widerrufen werden. Die Protestaktionen ereigneten sich im Juli 2024, als Aktivistinnen und Aktivisten der Letzten Generation den Zugang zum Sicherheitsbereich des Flughafens blockierten, Farbe verschütteten und Konfetti versprühten. Die erste dieser Aktionen fand am 24. Juli statt, woraufhin der Flughafen bereits ankündigte, für Reinigungs- und Sicherheitskosten rechtliche Schritte einzuleiten. Das erste Verfahren im Dezember endete mit einem Vergleich in der Höhe von 2.000 Euro für Reinigungskosten. Die zweite Aktion am 27. Juli hatte weitreichendere finanzielle Konsequenzen. Neben erneut entstandenen Reinigungskosten führte die Protestaktion laut Angaben des Flughafens zu erhöhten Personalkosten und zusätzlichen Sicherheitsmaßnahmen. In der Klage wurde ein Schaden von rund 30.000 Euro geltend gemacht. Argumente der Parteien Der Flughafen Wien begründete seine Forderung damit, dass durch die Protestaktion erhebliche Mehrkosten entstanden seien. Insbesondere die Sicherung des Geländes, das mit einem 20 Kilometer langen Zaun umgeben ist, habe zusätzlichen personellen Aufwand erfordert. In einer Stellungnahme hieß es, dass die Demonstrierenden selbst für diese Kosten verantwortlich seien, da sie die Notwendigkeit der Maßnahmen durch ihre Aktion ausgelöst hätten. Die Letzte Generation wies die Vorwürfe zurück und sprach von einer „Einschüchterungsklage“. Man bezweifle, dass die vom Flughafen angeführten Kosten in vollem Umfang entstanden

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Schneechaos in Istanbul: Zahlreiche Flugausfälle bei Turkish Airlines

Starke Schneefälle haben in der türkischen Metropole Istanbul zu erheblichen Beeinträchtigungen im Flugverkehr geführt. Turkish Airlines, die größte Fluggesellschaft des Landes, hat bekannt gegeben, dass aufgrund des anhaltenden Winterwetters zahlreiche Flüge ab und zum Istanbul Airport bis einschließlich Samstag gestrichen werden müssen. Die Wettervorhersage sagt für die kommenden Tage weitere Schneefälle voraus, was zu zusätzlichen Flugausfällen und Verspätungen führen könnte. Der Wintereinbruch in Istanbul hat nicht nur den Flugverkehr, sondern auch den Straßenverkehr und das öffentliche Leben in der Stadt stark beeinträchtigt. Zahlreiche Straßen sind aufgrund des Schnees und der Glätte gesperrt, und der öffentliche Nahverkehr ist teilweise zum Erliegen gekommen. Auch in anderen Teilen der Türkei kam es zu witterungsbedingten Problemen im Flug- und Straßenverkehr. Für Passagiere, die von den Flugausfällen betroffen sind, hat Turkish Airlines eine Hotline eingerichtet und Informationen auf ihrer Webseite sowie in den sozialen Medien veröffentlicht. Die Fluggesellschaft bemüht sich, die Passagiere so gut wie möglich zu informieren und alternative Reisemöglichkeiten anzubieten. Es wird jedoch erwartet, dass die Situation noch einige Tage andauern wird, da die Wetterbedingungen weiterhin ungünstig sind. Der Istanbul Airport, einer der größten und wichtigsten Flughäfen Europas, ist besonders stark von den Auswirkungen des Schneefalls betroffen. Zahlreiche Flüge mussten gestrichen oder verschoben werden, und viele Passagiere strandeten am Flughafen. Die Flughafenbetreiber arbeiten rund um die Uhr, um die Start- und Landebahnen von Schnee und Eis zu befreien, aber die anhaltenden Schneefälle erschweren die Räumungsarbeiten. Die aktuelle Situation in Istanbul zeigt einmal mehr, wie stark der Flugverkehr von extremen Wetterbedingungen beeinflusst werden kann.

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Österreich: Busfahrer treten in den Warnstreik

Am Donnerstag, den 20. Februar 2025, werden Buslenker und die Gewerkschaft Vida in ganz Österreich zu Warnstreiks aufrufen. Von 4 bis 6 Uhr in der Früh sind Streiks an über 80 Standorten geplant, die den Busverkehr in vielen Teilen des Landes erheblich beeinträchtigen könnten. Ziel der Aktion ist es, die Forderungen nach besseren Arbeitsbedingungen und mehr Personal zu unterstreichen. Die betroffenen Unternehmen umfassen unter anderem ÖBB Postbus, Blaguss, Dr. Richard, sabtours und Gschwindl. Die Streikenden erhalten dabei Unterstützung von Klimaaktivist der Organisationen Fridays For Future und System Change Not Climate Change, die sich dem Bündnis „Wir Fahren Gemeinsam“ angeschlossen haben. Die 12.000 Beschäftigten der privaten Autobusbetriebe sind bereits seit mehreren Monaten in Tarifverhandlungen mit den Arbeitgebern. Doch trotz intensiver Verhandlungen und der wiederholten Vorstellung von Forderungen hat es in der 4. KV-Runde bislang keine substanziellen Fortschritte gegeben. „Die Arbeitgeber haben uns kein ernsthaft verbessertes Angebot vorgelegt“, erklärt Markus Petritsch, Vorsitzender des Fachbereichs Straße in der Gewerkschaft Vida. „Mit den Streiks senden wir ein klares Signal an die Arbeitgeber, dass sie jetzt handeln müssen. Andernfalls werden wir unsere Maßnahmen gegebenenfalls ausweiten“, fügt er hinzu. Unzureichende Verbesserungen in den Arbeitsbedingungen Die Gewerkschaft Vida hatte auf eine spürbare Verbesserung der Arbeitsbedingungen gedrängt, doch die Arbeitgeber sind nach wie vor nicht auf die zentralen Forderungen eingegangen. Insbesondere in Bezug auf die Entlastung der Buslenker bei geteilten Diensten und Pausen haben die Arbeitgeber lediglich marginale Verbesserungen angeboten, die jedoch mit Einkommenseinbußen an anderer Stelle verbunden gewesen wären. Auch die Forderung nach einer Ausweitung des Nachtzuschlags

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Meteomatics expandiert mit hochauflösendem Wettermodell in die USA

Das Schweizer Wettertechnologieunternehmen Meteomatics, bekannt für sein erfolgreiches europäisches Wettermodell EURO1k, hat nun auch ein hochauflösendes Wettermodell für die USA entwickelt. Das neue Modell US1k soll, wie bereits EURO1k, besonders präzise, kurzfristige und hyperlokale Wettervorhersagen liefern, insbesondere für die interkontinentale Luftfahrt. Meteomatics-CEO Martin Fengler betonte, dass das Unternehmen mit EURO1k bereits einen neuen Standard für hyperlokale Wettervorhersagen in Europa gesetzt habe. Angesichts der zunehmenden Gefahr extremer Wetterereignisse für Unternehmen weltweit, habe man sich entschlossen, die Wetterlösungen um das hochauflösende Modell US1k für die USA zu erweitern. Das neue Modell US1k deckt das gesamte zusammenhängende Staatsgebiet der USA sowie den Golf von Mexiko ab. Es bietet eine Auflösung von einem Kilometer und wird stündlich aktualisiert. Meteomatics nutzt fortschrittliche Techniken der Datenassimilation und -nachbearbeitung, um Prognosen im 15-Minuten-Intervall und ein Downscaling bis auf 90 Meter zu ermöglichen. Dadurch können kleinräumige atmosphärische Phänomene wie Gewitterzellen oder Tornados erkannt werden. Globale Wettermodelle haben im Vergleich dazu meist eine Auflösung von etwa 20 Kilometern und werden nur drei- bis viermal täglich berechnet. Die Einführung von US1k ist Teil der Strategie von Meteomatics, seine Technologie weiter auszubauen. Das Unternehmen hat kürzlich eine Folgefinanzierung von 22 Millionen Euro erhalten, um das operative Wachstum und die internationale Skalierung voranzutreiben. Die hochauflösenden Wettermodelle von Meteomatics ermöglichen es Unternehmen, frühzeitig auf Wetterereignisse zu reagieren und ihre Betriebsabläufe effizienter zu planen. In der Luftfahrt können beispielsweise Flugrouten optimiert und Turbulenzen vermieden werden, was die Sicherheit von Passagieren und Crew erhöht. Neben der Luftfahrt profitieren auch andere Branchen wie Energie, Schifffahrt und

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Air Baltic schließt Bau des Baltic Cargo Hub erfolgreich ab

Die lettische Fluggesellschaft Air Baltic hat die Fertigstellung des Baltic Cargo Hub am Flughafen Riga bekanntgegeben. Damit entsteht die größte Luftfrachtanlage im Baltikum, die künftig als zentraler Logistikstandort für den gesamten nordosteuropäischen Raum dienen soll. Die Bauarbeiten wurden planmäßig abgeschlossen, und der offizielle Betrieb soll im Frühjahr aufgenommen werden. Mit einer Fläche von 6.895 Quadratmetern setzt das Baltic Cargo Hub neue Maßstäbe für die Luftfracht in der Region. Das Terminal wurde in direkter Nähe zum Frachtvorfeld des Flughafens Riga errichtet und mit modernster Technologie ausgestattet. Durch halbautomatische Materialfördersysteme soll eine schnelle und effiziente Abwicklung von Luftfracht sichergestellt werden. Die Anlage umfasst temperaturkontrollierte Räume für empfindliche Güter wie pharmazeutische Produkte sowie spezielle Bereiche für Gefahrgut, lebende Tiere und wertvolle Sendungen. Zudem wurden integrierte Einrichtungen des lettischen Lebensmittelsicherheits- und Veterinärdienstes sowie eine Zollabfertigungsstelle in das Logistikkonzept aufgenommen, um eine reibungslose Verzollung zu ermöglichen. Bedeutung für die Region Der Flughafen Riga hat sich in den vergangenen Jahren zu einem der wichtigsten Drehkreuze für Luftfracht in Nord- und Osteuropa entwickelt. Durch die Eröffnung des Baltic Cargo Hub will Air Baltic seine Position im internationalen Logistikmarkt weiter stärken. Das Unternehmen verspricht sich von der neuen Infrastruktur eine deutliche Verbesserung des eigenen Luftfrachtangebots sowie kürzere Abwicklungszeiten für internationale Warenströme. Air Baltic betreibt derzeit über 130 Strecken von seinen Basen in Riga, Tallinn, Vilnius und Tampere sowie saisonal von Gran Canaria aus. Die Fluggesellschaft verbindet das Baltikum mit zahlreichen Destinationen in Europa, dem Nahen Osten, Nordafrika und der Kaukasusregion. Zusammenarbeit mit führenden Partnern Die Realisierung des Baltic

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Flughafen Bremen laut Studie der pünktlichste Airport Deutschlands

Der Flughafen Bremen hat sich in einer aktuellen Studie als der pünktlichste Flughafen Deutschlands erwiesen. Laut der Untersuchung von Allianz Direct hatten ab Bremen startende Flüge im Jahr 2024 durchschnittlich nur 11,29 Minuten Verspätung. Damit belegt der Airport im bundesweiten Vergleich den ersten Platz. Bereits in den vergangenen Jahren konnte der Flughafen im Nordwesten Deutschlands mit seiner Zuverlässigkeit überzeugen. Zwischen 2020 und 2024 führte Bremen durchgehend das Ranking an. Auch Flughäfen mit deutlich größerem Passagieraufkommen wie Frankfurt, München oder Hamburg konnten mit der Pünktlichkeit in Bremen nicht mithalten. Dr. Marc Cezanne, Geschäftsführer des Bremer Flughafens, äußerte sich erfreut über das gute Abschneiden: „Wir freuen uns über diese tolle Momentaufnahme. Und verstehen das Ranking als Motivation, um in Zukunft weiterhin in den reibungslosen Ablauf für Reisende ab Bremen zu investieren.“ Ursachen für die geringe Verspätung Der Erfolg des Bremer Flughafens bei der Einhaltung von Flugplänen könnte auf mehrere Faktoren zurückzuführen sein. Im Gegensatz zu internationalen Drehkreuzen wie Frankfurt oder München, die täglich tausende Starts und Landungen bewältigen müssen, hat Bremen ein vergleichsweise überschaubares Flugaufkommen. Dies ermöglicht eine effizientere Abfertigung und verringert die Wahrscheinlichkeit von Verzögerungen durch Engpässe oder Überlastungen. Hinzu kommt die infrastrukturelle Lage des Airports. Bremen verfügt über eine einzige Start- und Landebahn, was den Verkehr klar strukturiert und das Risiko von Verzögerungen durch komplexe Rollvorgänge oder knappe Slots minimiert. Bedeutung für die Region Der Flughafen Bremen ist nicht nur ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt für den Nordwesten Deutschlands, sondern auch ein wirtschaftlicher und touristischer Faktor für die gesamte Region. Mit einem

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EL AL erweitert Sommerflugplan 2025 – Mehr Flüge in die D-A-CH-Region und USA

Die israelische Fluggesellschaft EL AL hat ihren Sommerflugplan für 2025 vorgestellt und kündigt eine deutliche Ausweitung ihres Streckennetzes an. Insbesondere Reisende aus Deutschland, Österreich und der Schweiz profitieren von zusätzlichen Flugverbindungen nach Tel Aviv. Gleichzeitig verstärkt die Airline ihr Engagement auf dem US-Markt und plant bis zu 52 wöchentliche Flüge in die Vereinigten Staaten. Zwischen dem 30. März und dem 25. Oktober 2025 wird EL AL das Angebot auf Strecken zwischen Israel und mehreren mitteleuropäischen Städten erhöhen. So sind ab Frankfurt, München und Wien künftig bis zu acht wöchentliche Flüge nach Tel Aviv verfügbar. Die Flugzeiten variieren, wobei sowohl Vormittags- als auch Abendflüge angeboten werden. Besonders stark ausgebaut wird die Verbindung von Berlin und Zürich nach Tel Aviv, wo Passagiere von 11 wöchentlichen Frequenzen profitieren. Auch ab Genf wird das Angebot auf fünf wöchentliche Flüge angehoben. Die Flugzeiten sind so gestaltet, daß Reisende sowohl morgens als auch am Nachmittag flexible Abflugmöglichkeiten haben. Laut Unternehmensangaben könnten kurzfristige Zusatzflüge ins Programm aufgenommen werden, sofern eine hohe Nachfrage besteht und ausreichend Kapazitäten vorhanden sind. Stärkere Präsenz in den USA Neben den zusätzlichen Verbindungen nach Europa setzt EL AL verstärkt auf den US-Markt. Bereits ab Mai 2024 nimmt die Airline fünf wöchentliche Flüge zwischen Tel Aviv und Boston auf. Diese Verbindung ist besonders für die große israelische und jüdische Gemeinde in der Region von Bedeutung. Darüber hinaus bietet EL AL in der Sommersaison 2025 bis zu vier tägliche Flüge nach New York JFK, zwei tägliche Flüge nach Newark sowie regelmäßige Verbindungen nach Miami, Fort

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Landgericht Braunschweig weist Klage der insolventen Air Cargo Germany ab

Rund zwölf Jahre nach dem Grounding der Frachtfluggesellschaft Air Cargo Germany (ACG) hat das Landgericht Braunschweig eine Klage gegen die Bundesrepublik Deutschland abgewiesen. Der Insolvenzverwalter der Airline hatte dem Luftfahrt-Bundesamt (LBA) vorgeworfen, durch den Entzug der Betriebsgenehmigung im Jahr 2013 die Insolvenz der Gesellschaft mitverursacht zu haben. Die Richter folgten dieser Argumentation nicht und entschieden, daß die Maßnahme des LBA rechtmäßig gewesen sei. Air Cargo Germany wurde 2008 gegründet und hatte ihren Sitz am Flughafen Hahn im Hunsrück. Die Gesellschaft spezialisierte sich auf Frachtflüge mit Großraumflugzeugen und operierte zuletzt vier Boeing 747-Frachter. Trotz einer Beteiligung der russischen Logistikgruppe Volga-Dnepr und finanzieller Unterstützung durch den Flughafen Hahn sowie das Land Rheinland-Pfalz geriet das Unternehmen in wirtschaftliche Schwierigkeiten. Im April 2013 entzog das Luftfahrt-Bundesamt der Airline die Betriebsgenehmigung mit der Begründung, die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit sei nicht mehr gegeben. Damit war es ACG untersagt, weiterhin gewerblichen Flugverkehr durchzuführen. Wenige Wochen später, im Mai 2013, folgte der Insolvenzantrag, und im September wurden sämtliche Mitarbeiter entlassen. Streit um die Verantwortung Der Insolvenzverwalter forderte in einer Staatshaftungsklage rund 141 Millionen Euro Schadenersatz von der Bundesrepublik Deutschland, vertreten durch das Luftfahrt-Bundesamt. Nach seiner Auffassung hätte ACG ohne den Entzug der Genehmigung weiter operieren können. Das Landgericht Braunschweig folgte dieser Darstellung nicht. Die Richter betonten, daß das Luftfahrt-Bundesamt gesetzlich verpflichtet sei, die finanzielle Stabilität von Airlines zu überprüfen und im Falle erheblicher Zweifel entsprechende Maßnahmen zu ergreifen. Die Entscheidung zum Entzug der Betriebsgenehmigung sei daher nicht rechtswidrig gewesen. Bedeutung des Urteils für die Luftfahrtbranche Der Fall wirft ein

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Notlandung wegen medizinischen Notfalls: United-Airlines-Flug bleibt tagelang am Boden

Ein Flug der United Airlines von New York nach Dublin mußte am 13. Februar auf dem Flughafen St. John’s in Neufundland außerplanmäßig landen. Grund war ein medizinischer Notfall an Bord der Boeing 777-200ER mit der Kennung N217UA. Während die betroffene Person rasch in ein Krankenhaus gebracht wurde, hatte der ungeplante Zwischenstopp für die restlichen Passagiere unerwartete Folgen. Aufgrund starker Winde konnte die Maschine über mehrere Tage nicht weiterfliegen. Die gestrandeten Fluggäste wurden von United Airlines mit Hotelunterkünften und Essensgutscheinen versorgt. Dennoch sorgte die unerwartete Verzögerung für Frustration unter den Passagieren, die tagelang auf ihre Weiterreise warten mußten. Eine Betroffene schilderte ihre Enttäuschung und sprach von einem „zermürbenden Warten“ sowie dem Gefühl, „die Hoffnung zu verlieren“. Erst am Sonntag, dem 16. Februar, konnte der Flug mit einer Verspätung von drei Tagen fortgesetzt werden. Die Maschine startete um 08:56 Uhr Ortszeit (UTC -3:30) in St. John’s und erreichte Dublin um 16:18 Uhr (UTC). Wetterbedingungen verhindern schnellen Weiterflug Der Hauptgrund für die Verzögerung war das extreme Wetter in Neufundland. Die Region ist bekannt für plötzliche Wetterumschwünge, und in den Tagen nach der Notlandung herrschten dort außergewöhnlich starke Winde, die ein sicheres Abheben unmöglich machten. Flughäfen an der Atlantikküste Kanadas sind häufig von solchen Wetterphänomenen betroffen, insbesondere in den Wintermonaten. Meteorologen warnten bereits im Vorfeld vor Sturmwinden in der Region, die auch andere Flüge beeinträchtigten. Während große Flughäfen Alternativrouten und größere Start- und Landebahnen bieten, ist St. John’s als vergleichsweise kleinerer Flughafen besonders von solchen Wetterereignissen betroffen. Herausforderung für Airlines und Passagiere Unvorhergesehene Zwischenlandungen

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