secondnews

Weitere Artikel aus der Rubrik

secondnews

Wiener Beherbergungsbetriebe verzeichnen Umsatz-Plus

Im September 2023 konnten die Wiener Beherbergungsbetriebe den Umsatz um 28 Prozent auf 131,9 Millionen steigern. Der Oktober erreichte 1,5 Millionen (+12%) Gästenächtigungen. Seit Jahresbeginn wurden 14,1 Millionen (+34%) Übernachtungen gezählt. Den Oktober 2023 schloss Wien mit 1.502.000 Nächtigungen und einem Plus von 12% zum Vergleichsmonat 2022 ab. Zwischen Jänner und Oktober verzeichnete die Bundeshauptstadt 14.058.000 Übernachtungen – das bedeutet einen Zuwachs von 34% zum Vergleichszeitraum des Vorjahres. Mit 2.818.000 Übernachtungen (+27%) führt Deutschland die Liste der Top-10-Märkte im bisherigen Jahresverlauf an, gefolgt von Österreich (2.569.000, +15%) den USA (841.000, +40%), Italien (700.000, +51%), Großbritannien (520.000, +42%), Spanien (432.000, +30%), Frankreich (391.000, +37%), Polen (373.000, +45%), der Schweiz (323.000, +33%) sowie Israel (311.000, +20%). Der Netto-Nächtigungsumsatz von Wiens Beherbergungsbetrieben betrug im September 131.900.000 Euro – das bedeutet einen Zuwachs von 28% zum Vergleichsmonat 2022. Im Zeitraum Jänner bis September konnten die Betriebe 856.768.000 Euro erwirtschaften – ein Plus von 49% zum Vergleichszeitraum des Vorjahres. Die durchschnittliche Auslastung der Hotelzimmer betrug im Oktober rund 71% (10/2022: rund 69%), jene der Betten im Oktober 55% (10/2022: 54,3%). Im bisherigen Jahresverlauf (Jänner bis Oktober) lag die Zimmerauslastung bei rund 68% (1-10/2022: rund 56%), die Bettenauslastung bei 53,1% (1-10/2022: 44,7%). Insgesamt waren im Oktober etwa 72.000 Hotelbetten in Wien verfügbar – das waren um 4.500 Betten (+6,7%) mehr, als im Oktober 2022 angeboten wurden.

weiterlesen »

Business-Class: „Einmal Hundefutter und Drachenknochen-Suppe bitte“

Kürzlich staunte ein Passagier, der mit China Eastern Airlines in der Business-Class unterwegs war, nicht schlecht. Auf der Menükarte fand er “importiertes Hundefutter” als Auswahlmöglichkeit. Doch was ist das eigentlich? Frisch aus der Dose oder könnte man “Dog Food” vielleicht auch als ein Gericht, das Hundefleisch enthält, interpretieren? So genau wollte es der betroffene Passagier dann auch nicht wissen. Bemerkenswert ist, dass sich in Sozialen Medien bereits umfangreiche Diskussionen rund um das von Conrad Wu auf Facebook geteilte Foto entwickelt haben. Es wurde gar die Theorie aufgestellt, dass China Eastern Airlines auf den Trend, dass immer mehr Business-Passagiere ihre Haustiere mitnehmen würden, reagiert hätte. Andere sind eher der Meinung, dass Sparmaßnahmen dazu führen, dass nun auch Hundefutter auf den Tisch kommt, aber keines aus dem Inland, sondern importiertes, so dass es edler wirkt. Jedenfalls scheint China Eastern Airlines ein generelles Problem mit Übersetzungen in die englische Sprache zu haben. Man bietet auf der gleichen Speisekarte nämlich auch eine “Mais-Drachenknochen-Suppe” an. Woher die Drachenknochen eigentlich stammen sollen, ist völlig unklar. Bis dato hat noch niemand ein solches Fabelwesen, das in China durchaus populär ist, gesichtet. Besonders schräg ist aber die Reaktion des Carrier selbst. Offenbar hat man nicht verstanden oder nicht verstehen wollen worum es eigentlich geht und wieso “Hundefutter” und/oder “Drachenknochen” nicht gerade appetitlich wirken. China Eastern Airlines hebt nämlich in einem Statement die hohe Qualität des Business-Class-Caterings hervor und betont, dass dieses häufig von Passagieren gelobt wird. Auf die Fragen, ob man tatsächlich Suppe aus Drachenknochen serviert oder Hundefutter

weiterlesen »

Mangels Nachfrage: Ryanair und Wizz Air sind aus Akaba raus

Mittlerweile haben sowohl Ryanair als auch Wizz Air ihr Flugangebot nach Akaba (Jordanien) vollständig ausgesetzt. Die Buchungszahlen sind aufgrund des Krieges in Israel so stark eingebrochen, dass mangels Nachfrage keine Flüge mehr durchgeführt werden. Der Flughafen von Akaba befindet sich in Sichtnähe des israelischen Airports Eilat-Ramon, jedoch auf der jordanischen Seite der Grenze. Die Städte Akaba und Eilat sowie das heruntergekommene Dorf Taba teilen sich gemeinsam den Golf von Akaba. Der Krieg in Israel führte dazu, dass Urlaube in dieser Region – auch in Jordanien und Ägypten – so ganz und gar nicht mehr gefragt sind. Zu groß ist die Sorge von potentiellen Urlaubern, dass sich der Krieg rasch auch auf die Grenzregionen in die Nachbarstaaten ausweiten könnte. Ryanair zog bereits am 11. November 2023 die Notbremse und hat mangels Nachfrage alle Akaba-Flüge gestrichen. Zuvor versuchte man die Route über besonders niedrige Ticketpreise aufrechtzuerhalten, jedoch half auch das nicht. Wizz Air zog wenige Tage später nach und strich nicht nur bestehende Aqaba-Routen, sondern auch angekündigte Neuaufnahmen. Punktuell hat man lediglich die Planungen verändert, denn Wizz Air Abu Dhabi nimmt stattdessen Kurs auf die Hauptstadt Amman. Ganz abschreiben wollen weder Ryanair noch Wizz Air die aktuelle Wintersaison. Vorläufig gelten die Akaba-Streichungen nur für einige Wochen. Beispielsweise beabsichtigt der zuerst genannte Carrier wieder ab dem 4. Jänner 2024 zu fliegen. Es gilt aber abzuwarten wie sich die Situation in dieser Region der Welt entwickelt. Ob es dann tatsächlich zu einer Reaktivierung kommt, hängt primär von den Buchungszahlen ab. Wenn so gut wie

weiterlesen »

Marathon Airlines fliegt mit noch mehr Embraer-Jets für Air Serbia

Die Fluggesellschaften Air Serbia und Marathon Airlines beabsichtigen im Sommerflugplan 2024 ihre Kooperation zu erweitern. Bis zu sechs Embraer-Jets soll das griechische Luftfahrtunternehmen dann im Auftrag des serbischen Staatscarriers betreiben. Bereits jetzt ist Marathon Airlines im Rahmen von Wetlease-Verträgen mit zwei Embraer 195, einem E190 und einem E175 für Air Serbia unterwegs. Der zuletzt genannte Maschinentyp soll noch vor Ende 2023 durch einen weiteren Embraer 195 abgelöst werden. Laut dem serbischen Luftfahrtunternehmen handelt es sich um eine Übergangslösung. Gegen Jahresanfang 2024 soll dann ein vierter E195 im Auftrag von Air Serbia in die Luft gebracht werden. Gegenüber Aviation Week erklärt Jiri Marek, Geschäftsführer des serbischen Luftfahrtunternehmens, dass mit Marathon Airlines fünf bis sechs Maschinen für den Sommerflugplan 2024 vereinbart sind. Die genaue Anzahl würde aber davon abhängen, ob es den Griechen gelingt das benötigte Fluggerät aufzutreiben. Weiters betont er, dass man angesichts der Triebwerksprobleme, unter denen die E2-Serie leidet, mit dem Einsatz der E1-Modelle “sehr zufrieden” wäre.  Generell befindet sich Air Serbia derzeit auf einem starken Wachstumskurs. Diesen bewerkstelligt man auch, aber nicht ausschließlich, mit Hilfe von angemieteten Maschinen. Besonders im Turboprop-Bereich lässt man sich häufig gegen Entgelt von anderen ATR-Betreibern aushelfen. Größere Bestellungen für die Expansion sind angedacht, jedoch verhält sich Air Serbia diesbezüglich noch zurückhaltend und greift – wie am Beispiel der Langstreckenflotte ersichtlich – durchaus auch auf Gebrauchtflugzeuge zurück.

weiterlesen »

Air Asia X überrascht mit starken Quartalszahlen

Die hauptsächlich auf der Langstrecke aktive Billigfluggesellschaft Air Asia X konnte im dritten Quartal 2023 einen Gewinn in der Höhe von 12,9 Millionen U.S.-Dollar einfliegen. Das Management beziffert den Umsatz mit rund 139 Millionen U.S.-Dollar. Auch hatte man erheblich mehr Fluggäste an Bord. Der Carrier gibt an, dass im dritten Quartal des laufenden Jahres 807.000 Passagiere befördert wurden und die Kapazität um 24 Prozent ausgebaut werden konnte. Im direkten Vergleich mit dem Vorjahreszeitraum konnten damit mehr als zehnmal so viele Reisende geflogen werden. Mit ihrer aktuellen Flotte von 17 Airbus A330-300 und einem noch ausstehenden Auftrag über 15 A330-900 kann sich Air Asia X nun auf die Suche nach künftigen Einsatzmöglichkeiten für ihre Flotte konzentrieren.   „Unsere Strategie, die Erholung des Unternehmensnetzwerks zu verbessern und die Erträge entsprechend der Nachfrage in unseren Kernmärkten zu steigern, hat weiterhin Priorität“, erklärt Chief Executive Officer Benyamin Ismail. AirAsia X freut sich, mitteilen zu können, dass in den vergangenen 12 Monaten alle wichtigen Geschäftskennzahlen weiterhin die Erwartungen übertroffen haben, auch wenn sich die Reisenachfrage nach dem anfänglichen Boom aufgrund des Nachholbedarfs normalisiert hat.“   Auch ist es Air Asia X nun gelungen das Insolvenzverfahren zu verlassen. Man befand sich über zwei Jahre lang in einem PN17-Verfahren. Noch im Juli 2023 lehnte das Gericht einen entsprechenden Antrag ab. Nun sahen die Richter, auch unter dem Eindruck der jüngsten Finanzzahlen, die Situation anders und haben den Carrier aus dem Insolvenzverfahren entlassen.

weiterlesen »

Kleineres Flugzeug eingesetzt: Chaos und Ärger auf Eurowings-Flug von Palma nach Düsseldorf

Am 18. November 2023 sollten die Passagiere des Eurowings-Fluges EW9583 mit einem Airbus A320 von Palma de Mallorca nach Düsseldorf fliegen. Wegen technischer Probleme konnte diese Maschine nicht genutzt werden, so dass Eurowings Europe die 9H-EXQ stellte. Damit ging der Ärger aber erst so richtig los. Die ursprünglich geplante Maschine kann bis zu 180 Fluggäste befördern. Das Ersatzflug, ein Airbus A319, verfügt jedoch über 30 Sitzplätze weniger. Dies führte dazu, dass eine nicht näher bezeichnete Anzahl von Passagieren nicht befördert werden konnte. Stehplätze sind an Bord von Verkehrsflugzeugen nicht erlaubt. Die Unzufriedenheit der betroffenen Reisenden war enorm, denn hinsichtlich Umbuchungen auf andere Flüge soll es nur sehr langsam und schleppend voran gegangen sein. Auch soll sich der eine oder andere schlecht behandelt geführt haben und nicht verstanden haben warum genau er nicht mitfliegen darf. Auch unter den Fluggästen, die mit der 9H-EXQ nach Düsseldorf fliegen durften, war es nicht gerade ohne Diskussionen. Der Grund dafür ist, dass überdurchschnittlich viele Reisende kostenpflichtige Sitzplatzreservierungen gekauft hatten. Diese wurden aber nicht gegeben, sondern die Plätze wurden komplett neu verteilt. Teilweise hängt es auch damit zusammen, dass die betroffenen Reihen bzw. Sitze im Maschinentyp Airbus A319 – im Gegensatz zum A320 – schlichtweg nicht vorhanden sind. Unabhängig davon: Die 9H-EXQ hat den Flughafen Palma de Mallorca dann mit mehr als drei Stunden Verspätung verlassen. Dies näherte wohl bei vielen Reisenden die Hoffnung darauf, dass eine Entschädigung gemäß Fluggastrechteverordnung fällig werden könnte. Relevant ist aber nicht der Zeit des Abfluges, sondern der Ankunft. Der Europäische

weiterlesen »

BGH: Wer keine frühestmögliche Ersatzbeförderung anbietet, muss entschädigen

Eigentlich sind die Rechte, die Passagiere aufgrund der EU-Verordnung 261/2004 klar definiert. Eigentlich, denn manche Airlines interpretieren diese sehr speziell. Der Bundesgerichtshof entschied am 22. November 2023 neuerlich, dass Passagiere bei Unregelmäßigkeiten das Recht auf einen Ersatzflug zum frühestmöglichen Zeitpunkt haben. Bei vielen Fluggesellschaften ist es gängige Praxis, dass die Umbuchung auf andere Fluggesellschaften und/oder andere Allianzen verweigert wird. Nur eigene Flüge würden in Frage kommen. Dies ist rechtswidrig, haben unter anderem der Europäische Gerichtshof und der österreichische OGH bereits in mehreren Verfahren entschieden. Der deutsche Bundesgerichtshof musste sich mit einem Flug, der Anfang 2020 wegen einer Unwetterwarnung gestrichen wurde, befassen. Die Kläger wollten von Keflavik nach München fliegen. Die Umbuchung auf eine Flugverbindung, die noch am gleichen Tag – wohlgemerkt nach dem Unwetter – stattgefunden hätte, wurde verweigert. Stattdessen mussten die Reisenden noch zwei weitere Tage in Island bleiben. Die Airline war der Ansicht, dass es überhaupt keinen Sinn gemacht hätte, wenn auf den stattgefundenen Flug am gleichen Tag umgebucht worden wäre, denn eine Ankunftsverspätung von drei Stunden wäre nicht zu vermeiden gewesen. Unter Berufung auf außergewöhnliche Umstände (Unwetter) hat man auch die Auszahlung von Entschädigungsleistungen verweigert. Weiteres Argument: Bei Ersatzflügen würden nur jene in Frage kommen, die eine Ankunft mit weniger als drei Stunden Verspätung ermöglichen würden. Mit dieser Argumentation obsiegte die Fluggesellschaft in den Vorinstanzen. Die Kläger haben aber nicht locker gelassen und sind bis vor den BGH gezogen. Dieser sieht die Angelegenheit gänzlich anders und hat zu Gunsten der Passagiere entschieden. Maßgeblich für die Entscheidung war,

weiterlesen »

Michael O’Leary findet Kartellverfahren in Italien „lächerlich“

Die Billigfluggesellschaft Ryanair hat in Italien seit einigen Monaten Ärger mit dem Bundeskartellamt am Hals. Der Carrier hat in diesem Staat einen Marktanteil von 40 Prozent und ist damit der mit Abstand größte Anbieter. Michael O’Leary hingegen will mit den Wettbewerbshütern eher nicht kooperieren. Die italienischen Behörden nehmen die in diesem Jahr bei vielen Anbietern stark gestiegenen Ticketpreise unter die Lupe und haben gar in Aussicht gestellt, dass es zu regulatorischen Eingriffen kommen könnte. Neben Ryanair sind auch zahlreiche andere Airlines von Verfahren betroffen. Der irische Billigflieger pocht auf die freie Gestaltung der Ticketpreise, die unter anderem in einer EU-Verordnung verankert sind. Auch der Algorithmus, mit dem das Verkaufssystem des Lowcosters die Preise bildet, soll in Italien unter die Lupe genommen werden. Genau das will Michael O’Leary aber nicht offenlegen und bezeichnet gar das ganze Prüfverfahren als “lächerlich”. Während einer in Lissabon abgehaltenen Veranstaltung meinte er gar, dass in Italien eine “Bande von Populisten ab Werk” wären.

weiterlesen »

Flixbus will nicht gegen Ausschluss von Netzkarten in Österreich und Deutschland klagen

Der Fernbusbetreiber Flixbus hofft, dass man in Deutschland in das 49-Euro-Ticket und in Österreich ins Klimaticket aufgenommen wird. Diesbezüglich stehe man mit den politisch verantwortlichen Personen in “guten Gesprächen”, so ein Firmensprecher. Im Gegensatz zu Deutschland hält Flixbus in Österreich keine einzige nationale Streckenkonzession. Blaguss Reisen ist Konzessionär der mittlerweile eingestellten Inlandsrouten Klagenfurt-Wien sowie Graz-Linz und Graz-Salzburg. Dr. Richard hält die Genehmigungen für Graz-Wien und Graz-Flughafen Wien. Beide Unternehmen kritisieren, dass das Verkehrsministerium an der Aufnahme von nationalen Fernbusverbindungen ins Klimaticket nicht interessiert ist. Aus wirtschaftlichen Gründen hat Blaguss Reisen die Routen eingestellt und sieht mittlerweile auch keine Möglichkeit mehr eigenwirtschaftlich eine Aufnahme ins Klimaticket solche Strecken zu betreiben. Auch Dr. Richard berichtet vom Rückgang der Fahrgastzahlen. Da die Marke Flixbus sowohl von Blaguss Reisen als auch von Dr. Richard auf den innerösterreichischen Routen lediglich als Vertriebsmarke genutzt wird, jedoch der gesamte Betrieb in Eigenregie erfolgt, sind die Einflussmöglichkeiten des deutschen Konzerns ohnehin sehr gering. Allenfalls bei Vertriebsfragen dürfte man ein Wörtchen mitzureden haben. Flixbus will dauerhaft wachsen, aber keine Österreich-Pläne Laut einem Flixbus-Sprecher gibt es in Österreich im nationalen Verkehr nur noch die Routen ab Graz über Pinggau nach Wien bzw. zum Flughafen Wien-Schwechat. Diese werden vom Busunternehmen Dr. Richard, das die Konzession hält, betrieben. Der Mitbewerber Blaguss Reisen hat seine innerösterreichischen Flixbus-Strecken vor wenigen Wochen aufgegeben. Auf die Frage wie die offizielle Sichtweise von Flixbus dazu ist, dass man in Österreich vom Klimaticket gleichermaßen ausgeschlossen ist wie in Deutschland vom 49-Euro-Fahrschein, erklärte ein Sprecher gegenüber Aviation.Direct: “Fernbusse würden

weiterlesen »

Nordkorea fordert von Russland zahlreiche neue Pjöngjang-Strecken ein

Die Regierung von Nordkorea ist mit einer unmissverständlichen Forderung an jene der Russischen Föderation herangetreten: Man verlangt, dass russische Carrier zahlreiche Routen nach Pjöngjang aufnehmen. Ob hierfür eine Nachfrage besteht oder nicht, spielt für das Regime von Kim Jong-un keine Rolle. Nordkoreas staatliche Fluggesellschaft verfügt über einige Flugzeuge, jedoch sind diese ausgesprochen selten im Einsatz. Es gibt nur wenige internationale Linienstrecken, denn die Nachfrage ist aus verschiedenen Gründen sehr gering. Zum Beispiel ist es für Nordkoreaner sehr schwierig an begehrte Ausreise-Visa zu kommen. Auch ist der abgeschottete Staat für viel Touristen nicht gerade eine Wunschdestination. Momentan gibt es zwei wöchentliche Rotationen zwischen Pjöngjang und Wladiwostok. Geht es nach Kim Jong-un so sollen russische Carrier eine ganze Reihe neuer Verbindungen in die Hauptstadt von Nordkorea aufnehmen. Diesbezüglich soll er persönlich bei Russlands Präsident Vladimir Putin intervenieren. Selbst ein Programm, das russischen Staatsbürgern die vereinfachte Ein- und Ausreise ermöglichen würde, habe man in Vorbereitung. Laut einem Bericht der Zeitung Kommersant hat der “Druck” aus Nordkorea bereits dazu geführt, dass die russische Zivilluftfahrtbehörde an Aeroflot bzw. ihre Tochtergesellschaft Aurora herangetreten ist und ersucht hat Flugverbindungen nach Pjöngjang zu prüfen und nach Möglichkeiten aufzunehmen. Es gilt aber als unwahrscheinlich, dass rasch viele verschiedene Routen folgen werden. Vielmehr spielt man zumindest bei Aeroflot mit dem Gedanken ab Wladiwostok den Verkehr im Codeshare mit Air Koryo durchführen. Somit würde es zu mehr Flügen zwischen den beiden Staaten kommen, denn nebst dem nordkoreanischen Carrier würde dann auch Aurora fliegen, aber man würde vergleichsweise nur wenig Kapazität binden.

weiterlesen »