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Kanada: Buffalo Airways hat erste Boeing 737-300 übernommen

Schon vor langer Zeit wurde es angekündigt, jedoch erst vor wenigen Tagen vollzogen: Der kanadische Oldtimer-Carrier Buffalo Airways hat am 3. August 2023 den ersten Jet eingeflottet. Es handelt sich um einen Boeing 737-Frachter, der fast 37 Jahre alt ist. Die betagte Maschine war bis 2016 bei der spanischen Swiftair im Einsatz und hat eine lange Standzeit hinter sich. Dies dürfte auch die Hauptursache dafür sein, dass sich die Übernahme durch Buffalo Airways erheblich verzögert hat. Noch unter der Registrierung 2-ESKA wurde die Boeing 737-300BDSF am 3. August 2023 von Bournemouth mit Zwischenstopps in Keflavik und Iqaluit nach Edmonton überstellt. Beim kanadischen Carrier wird dieses Flugzeug künftig die Registrierung C-FBAE tragen und ab Edmonton auf Cargoflügen zum Einsatz kommen. Die Einflottung dieser Boeing 737-300 wurde seitens des Buffalo-Airways-Geschäftsführers schon vor längerer Zeit angekündigt. Zunächst hieß es, dass die Überstellung Mitte 2022 erfolgen wird. Allerdings stellte sich heraus, dass der technische Zustand der Maschine schlechter war als ursprünglich angenommen. Aufwendige Wartungsarbeiten waren notwendig, um den betagten Mittelstreckenjet wieder fit to fly machen zu können. Die Einflottung dieser Maschine bedeutet für den kanadischen Oldtimer-Betreiber den Einstieg ins Jet-Zeitalter. Allerdings wird man im Gegenzug kein anderes Flugzeug ausflotten, sondern betrachtet die Übernahme der Boeing 737-300 als Expansionsschritt. Seinerzeits wurde mitgeteilt, dass man eine steigende Cargonachfrage registriert und entsprechend darauf reagiert. Der Unternehmensdoktrin, dass man ältere Maschinen betreibt, bleibt man aber treu, denn der Neuzugang geht auf die 37 Jahre zu.

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33 Jahre alte B737: Voyage Air gibt einziges Flugzeug zurück

Viele Jahre lang musste sich die bulgarische Voyage Air darum bemühen in die Luft zu kommen. Es gelang erst im Jahr 2020 mit einer betagten Boeing 737-500. Nur ein Jahr später stellte man den Flugbetrieb ein, um im Sommer 2020 mit einer noch älteren Boeing 737-400 wieder abzuheben. Nun hat man die einzige Maschine ausgeflottet. Derzeit sind AOC und Betriebsgenehmigung von Voyage Air übergangsweise ruhend gestellt. Der Carrier hat dies Anfang dieses Jahres bei der bulgarischen Zivilluftfahrtbehörde beantragt und im März 2023 die Erlaubnis erhalten. Vorerst darf man auf eigenen Antrag hinweg für zumindest sechs Monate keine kommerziellen Flüge durchführen. In der Luft war man zuletzt im September 2022. Gegründet wurde Voyage Air bereits im Jahr 2007. Seit 2009 hat man versucht die Zulassung als Airline zu bekommen. Erst im Jahr 2020 ist es gelungen in die Luft zu kommen. Damals hat man eine Boeing 737-500, die als LZ-TER registriert war, eingesetzt. Dieses Flugzeug wurde ursprünglich im Jahr 1992 an China Southern Airlines ausgeliefert. Doch dauerhaft erfolgreich war der bulgarische Carrier nicht, denn bereits ein Jahr später musste man den Flugbetrieb temporär pausieren. Im Sommer 2022 war Voyage Air dann mit der mittlerweile über 33 Jahre alten Boeing 737-400, die die Registrierung LZ-PRS trägt, wieder in der Luft. Man griff gar die einstigen Pläne in Bremen eine Basis zu errichten wieder auf, jedoch kam es dazu letztlich dann nicht. Mittlerweile wurde diese Maschine, die geleast war, an den Leasinggeber zurückgegeben. Ob es für den Oldie einen neuen Leasingnehmer geben wird

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Nach vielen Verzögerungen: Nigeria Air soll im Oktober 2023 abheben

Nach jahrelangen Verzögerungen soll es im Oktober 2023 so weit sein: Nigeria Air soll mit zunächst acht Maschinen den Flugbetrieb aufnehmen. An der Neugründung ist Ethiopian Airlines mit 49 Prozent beteiligt. Deren Geschäftsführer, Mesfin Tasew, erklärte vor wenigen Tagen, dass es sich bei der Initial-Flotte von Nigeria Air um sechs Narrow- und zwei Widebodies handeln wird. Der neue Carrier soll sowohl den lokalen als auch den internationalen Markt bedienen. Die Mehrheit der Anteile befindet sich in den Händen von Unternehmen aus Nigeria sowie dem Nigerian Sovereign Fund. Der Staat ist mit fünf Prozent im Boot. Die Neugründung ist durchaus umstritten. Aufgrund einer Klage des nationalen Verbands der Fluggesellschaften hat sich der Start gleich mehrfach verzögert. Azman Air, Air Peace, Max Air, Topbrass Aviation und United Nigeria Airlines werfen der Regierung vor, dass diese quasi über die Hintertür den Inlandsmarkt für Ethiopian Airlines öffnen würde. Man ist der Ansicht, dass das wirtschaftliche Überleben der bestehenden Fluggesellschaft in Gefahr sein könnte. Tasew gab sich zuletzt zuversichtlich, dass man nach mehreren Verzögerungen im Oktober 2023 tatsächlich Nigeria Air in die Luft bringen kann. Erstmals wurde das Projekt im Jahr 2018 während der Farnborough Air Show vorgestellt. Damals wurde verkündet, dass man binnen fünf Jahren auf 30 Maschinen wachsen will. Bislang konnte man aber noch keinen einzigen Flug durchführen.

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Russland-Sanktionen: Aeroflot gehen die Bremsen aus

Obwohl es russischen Airlines auch weiterhin gelingt Ersatzteile für Muster, die außerhalb der Russischen Föderation gefertigt wurden, über indirekte Kanäle zu beschaffen, scheint das eine oder andere Teil dennoch knapp zu werden. Besonders Bremsen von Airbus- und Boeing-Flugzeugen scheinen knapp zu werden. Laut einem Bericht der Moscow Times soll Aeroflot ihre Flugzeugführer angewiesen haben verschlissene Bremsen während der Landung abzuschalten. Es geht dabei nicht darum, dass die betroffenen Jets gänzlich ohne Bremsen landen sollen, sondern lediglich, dass einzelne Systeme nicht zur Verfügung stehen. Wie viele Flugzeuge von verschlissenen Verzögerungssystemen betroffen sind, ist unklar. Die Moscow Times behauptet, dass seit Ende Juli zwei Airbus A321, und je ein A320 und A330 sowie fünf Boeing 777 über keine vollständig funktionstüchtigen Bremsen verfügen sollen. Dies birgt Gefahren, denn Aviatorschina zitiert aus einer internen Anweisung an die Piloten von Aeroflot: „Das Flugzeug wird dazu neigen, sich auf die Seite zu drehen, auf der die Bremsen nicht deaktiviert sind. Achten Sie auf diese Tatsache, insbesondere bei der Landung auf einer nassen Piste mit Seitenwind!!! Die Breite der Landebahn ist begrenzt. Es besteht die Gefahr des Überfahrens der Landebahn!!!“. Von der russischen Zivilluftfahrtbehörde wurde abgesegnet, dass Maschinen mit einzelnen deaktivierten Bremsen noch maximal zehn Tage im Einsatz sein dürfen, sofern keine Ersatzteile zur Verfügung stehen. Danach müssen diese temporär stillgelegt werden. Ob dies dann tatsächlich erfolgt oder ob die Flugzeuge einfach weiterfliegen, lässt sich nicht unabhängig prüfen. Seit dem Einmarsch der Armee der Russischen Föderation in die Ukraine können russische Airlines keine Ersatzteile auf dem regulären

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Weeze mit neuem Sommerferien-Rekord

Der deutsche Flughafen Weeze konnte während der Sommerferien des Bundeslands Nordrhein-Westfalen kräftig zulegen. Während der sechs Wochen hatte man 279.117 Fluggäste und damit um etwa 50 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Auch die Anzahl der Flugbewegungen war deutlich höher. Diese legten um 48 Prozent auf 1.645 Starts und Landungen zu. Der Airport teilte mit, dass man damit einen neuen Sommerferien-Rekord erzielt habe. Aufgrund der Nähe zu den Niederlanden rechnet man damit, dass in den nächsten Wochen noch viele weitere Fluggäste die Angebote der ab Weeze tätigen Airlines nutzen werden. „Die Zahlen der Sommerferien bestätigen den deutlichen Aufwärtstrend an unserem Flughafen. Die preisgünstigen Tickets ab Weeze sind bei Urlaubern und für Besuche bei Familie oder Freunden in diesem Jahr besonders gefragt.“, sagt Dr. Sebastian Papst, Geschäftsführer am Airport Weeze. Zudem sei der Flughafen bei seinen Gästen bekannt für eine zügige und reibungslose Abfertigung. Das gelte auch bei der Rückkehr.  Das Gepäck der Gäste rotiere nur wenige Minuten nach der Landung bereits auf dem Gepäckband. In den vergangenen Monaten wurden von Weeze aus 39 Ziele in zehn Ländern angeflogen. Zum Vergleich: 2022 waren es noch 28 Ziele. Doch auch in den nächsten Wochen wird am Flughafen in Weeze unverändert Hochkonjunktur herrschen. Der Grund: In einigen niederländischen Provinzen dauern die Sommerferien an, viele Niederländer starten von Weeze aus in den Urlaub. Daher dauert die Feriensaison an dem grenznahen Flughafen sogar noch bis Anfang September.

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Air Belgium hat neuen Investor gefunden

Die Fluggesellschaft Air Belgium hat seit der Aufnahme des Flugbetriebs erhebliche Verluste angehäuft. Mittlerweile summierte sich der Fehlbetrag auf etwa 92 Millionen Euro. Nun soll ein neuer Investor dem Unternehmen unter die Flügel greifen. Im Feber des Vorjahres erhielt Air Belgium eine Cash-Injektion und im Dezember 2022 halfen die Aktionäre dem defizitären Carrier mit einem Kredit in der Höhe von sieben Millionen Euro aus. Allerdings reichten die Mittel aus, um den Flugbetrieb aufrecht zu erhalten, jedoch nicht um die angehäuften Verluste ausgleichen zu können. Nun soll man laut der Agentur „L-Post“ einen neuen Investor gefunden haben. Dieser soll ein verbindliches Angebot zur Übernahme einer Minderheitsbeteiligung von 49 Prozent vorgelegt haben. Auch sollen maximal 14,4 Millionen Euro zur Verfügung gestellt werden. Die Strategie soll jedoch verändert werden und ist eine elementare Bedingung für den Einstieg. So soll sich Air Belgium künftig deutlich breiter aufstellen und die Geschäftssegmente ACMI und Frachtdienstleistungen erweitern. Die eigenen Passagierflüge sollen nicht aufgegeben werden, aber unrentable Routen durch möglicherweise profitablere Strecken ersetzt werden. Beispielsweise soll in Richtung USA und Asien expandiert werden. Der Einstieg des neuen Investors, der noch nicht namentlich genannt wurde, steht unter dem Vorbehalt der Zustimmung der entsprechenden Gremien. Auch müssen noch behördliche Bewilligungen eingeholt werden.

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Quartalszahlen: Wizz Air ist zurück in der Gewinnzone

Die Wizz Air Group konnte im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres einen Gewinn in der Höhe von 61,1 Millionen Euro schreiben. Demgegenüber steht ein Verlust von 450 Millionen Euro, den man im Vergleichszeitraum des Vorjahres eingeflogen hat. Im Jahr 2022 wurde Wizz Air von den stark gestiegenen Treibstoffpreisen hart getroffen, denn im Gegensatz zum Mitbewerber Ryanair hat man die Kerosinpreise nicht abgesichert. Der pinkfarbene Lowcoster hat dann die Fuel-Hedging-Geschäfte wieder aufgenommen. Dies dürfte sich im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres gelohnt haben. Genutzt wurde der Carrier von 15,3 Millionen Passagieren. Eigenen Angaben nach hat man damit eine neue Rekordmarke erzielt. Allerdings hätte dieser Wert laut Wizz Air höher ausfallen können, jedoch musste man das Angebot aufgrund von weiterhin gestörten Lieferketten zurückfahren. Dies führt auch dazu, dass man die Wachstumsprognose bezogen auf die angebotenen Sitzplatzkilometer im Jahr 2023 auf 25 Prozent abgesenkt hat. Die Konzernleitung des Billigfliegers prognostiziert für das Geschäftsjahr 2023/24 einen Überschuss in der Höhe von 350 bis 450 Millionen Euro. Vor wenigen Tagen hat man bekanntgegeben, dass bei Airbus 75 zusätzliche Airbus A321neo bestellt wurden.

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Halbjahreszahlen: Aeroitalia erstmals profitabel

Kaum eine in Italien tätige Fluggesellschaft hat ihr Streckennetz so häufig geändert wie Aeroitalia. Dennoch soll es dem Unternehmen gelungen sein im ersten Halbjahr 2023 in die schwarzen Zahlen zu fliegen. Laut offizieller Erklärung sollen die Einnahmen um 47,11 Millionen Euro gestiegen sein. Unter dem Strich steht letztlich ein Gewinn vor Steuern in der Höhe von 6,72 Millionen Euro, der in etwa 14,27 Prozent der Einnahmen entspricht. Der Verwaltungsrat von Aeroitalia hat die von der Geschäftsleitung für das erste Halbjahr 2023 vorgelegten Zahlen kürzlich abgesegnet. Der Betriebsgewinn soll aufgrund eines Beschlusses der Gesellschafterversammlung vollständig in das Flottenwachstum investiert werden. In diesem Zusammenhang wurde erklärt, dass bereits weitere Operating-Leasing-Verträge abgeschlossen wurden. Bis Jahresende soll die Flotte im Eigenbetrieb auf zehn Maschinen erweitert werden. Dazu kommen Flugzeuge, die im Rahmen von Wetlease-Verträgen von anderen Airlines betrieben werden. Beispielsweise ist die rumänische Air Connect mit zwei ATR72-600 im Streckennetz des italienischen Carriers unterwegs.

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Arbeiterkammer: Deutlich mehr Probleme wegen Ausfällen und Verspätungen

Wenn es darum geht, dass Fluggesellschaften Entschädigungen und/oder Erstattungen an Passagiere leisten müssen, werden viele Carrier kreativ, wenn es darum geht diese abzulehnen oder einfach nicht zu bezahlen. Mitunter reagiert man auf die Forderungen auch gar nicht. Die Arbeiterkammer konnte seit dem Jahr 2020 rund 230.000 Euro für ihre Mitglieder erfolgreich geltend machen.  Immer wieder sitzen unwissende Passagiere dem Irrglauben auf, dass wenn sie ein Ticket bei selbsternannten „Premium-Airlines“ buchen, dass im Falle des Falles alles organisiert wird und etwaige Entschädigungen ohne Wenn und Aber überwiesen werden. Leider ist häufig das Gegenteil der Fall, denn ein österreichisches Unternehmen schafft es mittlerweile regelmäßig in Konsumentenschutzsendungen des Österreichischen Rundfunks. Ein regelrechter Stammgast in Sachen Problemen während und/oder nach Flugunregelmäßigkeiten ist auch Wizz Air. Dieser Carrier brachte es sogar so weit, dass die Zivilluftfahrtbehörde des Vereinigten Königreichs Zwangsmaßnahmen androhnen musste. Besonders ungenau nimmt man es beim Recht auf Ersatzbeförderung, denn entgegen höchstrichterlichen Urteilen verweist das Unternehmen auf die eigenen Beförderungsbedingungen und will nur auf eigene Flüge umbuchen. In Österreich führt die Arbeiterkammer derzeit einen Prozess, in dem es um zahlreiche Klauseln der Wizz Air geht.  Im Jahr 2020, das vom Umstand, dass viele Veranstalter und Fluggesellschaft die Rückzahlung abgesagter Flüge verschleppt haben, geprägt war, hat sich die Arbeiterkammer mit Fairplane einen Kooperationspartner an Bord geholt. Bislang hat man etwa 230.000 Euro für betroffene Passagiere erstreiten können.  Die AK Wien hat jedes Jahr zahlreiche Anfragen – allein im Vorjahr mehr als 1.800 Anfragen nur zu Flugärger. Immer wieder Thema: Flüge werden gestrichen, die Ticketkosten

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Übermüdung: Virgin-Piloten stimmen für Arbeitskampfmaßnahmen

In einer Urabstimmung haben sich die für Virgin Atlantic fliegenden Piloten, die in der Gewerkschaft Balpa organisiert sind, mit einer 96-prozentigen Mehrheit für Streik ausgesprochen. Hintergrund sind Bedenken bezüglich der Flug- und Dienstplanregelungen. Die BBC berichtet unter anderem, dass es seitens der Arbeitnehmervertreter Sorgen bezüglich Übermüdung und Unwohlbefinden geben soll. Virgin Atlantic hat eigenen Angaben bereits reagiert und will im bevorstehenden Winter 2023/24 mit der Gewerkschaft verhandeln.

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