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Lufthansa Group differenziert GDS-Gebühren

Vor einigen Jahren hat die Lufthansa Group unter großem Protest von Reisebüros einen Zuschlag für die Buchung über GDS-Systeme eingeführt. Derzeit verlangt man 19 Euro extra pro Flugschein, der über Systeme wie Amadeus, Galileo oder Sabre verkauft wird. Viele Agenturen greifen auf diese globalen Distributionssysteme zurück. Der Kranich-Konzern will mit dem Zuschlag erreichen, dass Vermittler die firmeneigene Plattform nutzen. Durchgesetzt hat sich das bislang nur in geringem Umfang. Nun passt die Lufthansa Group die so genannte Distribution Cost Charge“ an. Für Buchungen, die über Travelport getätigt werden, erhöht sich der Zuschlag auf 23 Euro. Über Sabre verlangt man neu 19,50 Euro. Lediglich über Amadeus wird es günstiger, denn die DCC fällt auf 17,50 Euro. Unverändert werden die Zuschläge automatisiert über den YR-Tax-Code automatisiert erhoben. In einem Vertriebsrundschreiben der Lufthansa werden die Änderungen unter anderem damit begründet, dass man mit den GDS-Kosten transparent umgehen will und diese „verursachungsgerecht weitergeben“ will. Gleichzeitig weist man darauf hin, dass bei Nutzung der eigenen Kranich-Vertriebsplattformen keine GDS-Gebühr anfällt.

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Amsterdam: Icelandair fliegt eigene Vorfeldarbeiter ein

Die Fluggesellschaft Icelandair greift aufgrund des akuten Personalmangels, der am Amsterdam-Schiphol-Airport herrscht, zur Selbsthilfe: Man nimmt auf den Keflavik-Flügen eigene Mitarbeiter, die die das Ein- und Auslanden von Gepäckstücken übernehmen, mit. Der größte Flughafen der Niederlande gilt nebst einigen anderen Airports als Chaos-Hotspot. Es mangelt in so ziemlich allen Bereichen an Personal. Die Regierung beschränkte zwischenzeitlich die Anzahl der Passagiere, die diesen Flughafen täglich nutzen dürfen. Dies brachte bislang allenfalls punktuelle Linderung, denn beispielsweise vor der Sicherheitskontrolle kommt es noch immer zu stundenlangen Wartezeiten. Da sich Icelandair in Schiphol wiederholt Verspätungen „eingefangen“ hat, weil kein Bodenpersonal für das Ein- und Auslanden von Gepäck zur Verfügung stand, nimmt man nun auf vielen Flügen eigene Mitarbeiter mit. Auch soll das Kabinenpersonal im Bedarfsfall mitanpacken. Der isländische TV-Sender RUV berichtet, dass der Carrier mit dieser Maßnahme Verspätungen verhindern will. Grundsätzlich sind Fluggesellschaften nicht verpflichtet Vorfelddienstleistungen von Flughäfen bzw. von Ground-Handling-Anbietern in Anspruch zu nehmen. Jeder Airline steht es frei sich selbst abzufertigen. In Europa ist die Eigenabfertigung mittlerweile eher selten geworden, jedoch in den USA durchaus häufig anzutreffen. Gelegentlich gibt es auf unserem Kontinent auch eine Kombination: Beispielsweise werden Check-in und Boarding („Passage“) an den Homebases von Netzwerkcarriern oftmals von eigenen Mitarbeitern erledigt während man auf der Rampe auf Dienstleistungen von Flughäfen bzw. Ground Handling Mitarbeitern zurückgreift. Ryanair hat an einigen Airports einen konzerneigenen Handlinganbieter.

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American Airlines mit Umsatzplus

Die US-Fluggesellschaft American Airlines konnte ihren Umsatz im zweiten Quartal trotz vieler Engpässe und Verspätungen steigern. Die Erlöse dürften um etwa 12 Prozent höher liegen als im entsprechenden Zeitraum des Vor-Corona-Jahres 2019. Damit liegt die Steigerung in der Mitte der prognostizierten Spanne von 11 bis 13 Prozent. Das in Sitzplatzmeilen gemessene Flugangebot habe dabei noch 8,5 Prozent unter dem Vorkrisen-Niveau gelegen, wie trend.at berichtet. Zuvor war das Management von 7 bis 8 Prozent ausgegangen. Unterdessen mussten die Passagiere noch tiefer in die Tasche greifen: Je angebotener Sitzplatzmeile nahm American Airlines rund 22,5 Prozent mehr ein als im zweiten Quartal 2019. Damit fiel der Anstieg noch höher aus als prognostiziert. Die endgültigen Quartalszahlen sollen am 21. Juli veröffentlicht werden. Ähnlich wie in Europa ist die starke Erholung der Ticketnachfrage von der Pandemie auch für Fluggesellschaften in den USA nur schwer zu bewältigen. Während die Menschen wieder reisen wollen und die Ticketpreise steigen, fehlen der Branche an vielen Stellen Mitarbeiter.

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Indonesien: Nicht-Geboosterte brauchen Testnachweis auf Inlandsflügen

Indonesien passt wieder ihre Corona-Bedingungen an: Reisende, die zwei Impfungen oder weniger haben, müssen vor Antritt ihres Inlandsfluges ein negatives Testergebnis vorlegen. Die Regelung gilt ab 17. Juli. Einfach Geimpfte jeden Alters müssen einen PCR-Test durchführen lassen, der nicht älter als 72 Stunden ist. Bei doppelt Geimpften genügt auch ein Antigentest, der nicht älter als 24 Stunden ist; doppelt Geimpfte zwischen 6 und 17 Jahren benötigen keinen Testnachweis. Ungeimpften Reisenden über sechs Jahren ist die Reise auf Inlandsflügen nicht gestattet. Für geboosterte Reisende (drei Impfdosen) ist ein negatives Testergebnis nicht notwendig. Das berichtet das Schweizer Reiseportal About Travel.

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FRA: Condor fliegt erstmals nach Island

Der deutsche Ferienflieger bringt erstmals Reisende nach Island: Im nächsten Jahr möchte Condor zwei Ziele auf Island ab dem Flughafen Frankfurt anfliegen. Ab Mai 2023 bietet Condor einen wöchentlichen Nachtflug ab Frankfurt nach Akureyri im Norden und nach Egilsstaðir im Osten Islands an. Damit steht der Inselstaat zum ersten Mal auf dem Flugplan der Airline. Bisher sind Akureyri und Egilsstaðir über Inlandsflüge sowie mit Auto und Bus erreichbar. Die beiden Städte liegen auf der Ringstraße, die einmal um die Insel führt und sind damit beliebte Ausgangspunkte für Rundreisen. „Island ist eines der beliebtesten Reiseziele im Norden. Wir freuen uns darauf, unseren Gästen die Möglichkeit zu bieten, dieses abwechslungsreiche und naturgewaltige Reiseziel für sich zu entdecken. Mit den Verbindungen nach Akureyri und Egilsstaðir reagieren wir außerdem auch auf die große Nachfrage zahlreicher Reiseveranstalter, die im Norden und Osten Islands Rundreisen anbieten“, so Condor-CEO Ralf Teckentrup.

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Delta wieder in der Gewinnzone

Nach einem tiefroten Jahresstart ist die US-Fluggesellschaft Delta im zweiten Quartal in die Gewinnzone zurückgekehrt. Dank einer Erholung der Nachfrage und höherer Ticketpreise stand unter dem Strich ein Gewinn von umgerechnet 732 Mio Euro, wie das Unternehmen in einer Aussendung mitteilt. Das war rund halb so viel wie vor der Pandemie im zweiten Quartal 2019. Nach den ersten sechs Monaten steht bei dem Unternehmen immer noch ein Verlust von 205 Millionen Dollar zu Buche. Allein für Kerosin gab Delta in dieser Zeit eine Milliarde Dollar mehr aus als vor der Pandemie – obwohl immer noch deutlich weniger geflogen wurde. Im zweiten Quartal stieg der Umsatz zwar im Vergleich zu 2019 um zehn Prozent auf 13,8 Milliarden Dollar. Das lag allerdings an dem konzerneigenen Raffineriegeschäft, dem auch hohe Mehrkosten gegenüberstanden. Im Passagiergeschäft ging der Umsatz hingegen um vier Prozent zurück. Während das Flugangebot etwa 18 Prozent niedriger lag als 2019, sprangen die Durchschnittserlöse je geflogener Passagiermeile 18 Prozent in die Höhe. Allerdings musste Delta auch abseits des Kerosins einen deutlichen Anstieg der Kosten verkraften. Im dritten Quartal soll das Flugangebot nach den Planungen des Managements nun noch 15 bis 17 Prozent unter dem Vorkrisenniveau liegen. Der Umsatz soll aber ein bis fünf Prozent höher ausfallen als im dritten Quartal 2019.

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Südtirol: Skyalps will Stuttgart-Flüge aufnehmen

Die Hausmarke dies Südtiroler Flughafens Bozen, Skyalps, will in den nächsten Jahren stark wachsen. Die Flotte soll um weitere de Havilland Dash 8-400 aufgestockt werden und auch den Betrieb von Regionaljets kann man sich vorstellen. Derzeit werden die Maschinen von der maltesischen Luxwing im Auftrag der Südtiroler betrieben. Mittelfristig wird sich das ändern, denn man möchte künftig mit eigenen, italienischen Zertifikaten in der Luft sein. Bei Luxwing hat man nicht nur „Flugdienstleistungen“ eingekauft, sondern der maltesische Carrier begeleitet Skyalps beim Aufbau der neuen Fluggesellschaft und liefert diese quasi „schlüsselfertig“. Für das fliegende Personal wird sich nach Erteilung von AOC und Betriebsgenehmigung durch die ENAC nicht sonderlich viel ändern. Dieses kann nahtlos zu Skyalps wechseln. Bozen hält man weiterhin für unterversorgt und will in den nächsten Jahren das Streckennetz stark ausbauen. Dazu benötigt man zusätzliche Verkehrsflugzeuge. Zunächst will man bei der de Havilland Dash 8-400, die sich in den Augen der Verantwortlichen bewährt hat, bleiben. Mittelfristig kann sich Firmenchef Josef Gostner durchaus auch Regionaljets vorstellen, um Ziele, die außerhalb der Range der Dash liegen, anzusteuern. Konsortium hauchte verschlafenem Provinzflughafen neues Leben ein Unter der Eigentümerschaft des Landes Südtirol dümpelte der Flughafen Bozen über viele Jahre vor sich hin. Das Streckenangebot schrumpfte nach und nach auf null Strecken zusammen. Zuletzt hatte man nicht einmal mehr typische Sommer-Charterflüge. Eine Volksabstimmung führte gar dazu, dass sich das Land Südtirol zurückziehen musste. Ein Konsortium, dem unter anderem Gostner und Haselsteiner angehören, hat den kleinen Airport dann übernommen und seither so einiges an Geld investiert. Der

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Personalmangel: Heathrow kann maximal 100.000 Passagiere pro Tag abfertigen

Der Flughafen London-Heathrow deckelt nach Amsterdam und Gatwick die Anzahl der Passagiere, die diesen Airport nutzen dürfen. Hintergrund ist akuter Personalmangel, der nicht kurzfristig behoben werden kann. Heathrow-Geschäftsführer John Holland-Kaye erklärte, dass bis vorläufig 11. September 2022 maximal 100.000 Fluggäste pro Tag den Airport nutzen dürfen. An die Airlines appelliert der Manager, dass diese den Ticketverkauf einschränken sollen. Maßgeblich für diese Entscheidung war laut einer Erklärung des Airports, dass besonders in den Bereichen Sicherheitskontrolle und Gepäck zu wenige Mitarbeiter zur Verfügung stehen. Dadurch wäre die Qualität der Dienstleistungen auf ein „nicht akzeptables Niveau“ gerutscht. Auch fingen sich viele Flugzeuge in Heathrow zum Teil lange Verspätungen ein bzw. mussten kurzfristig Flüge gestrichen werden. Im Vereinigten Königreich, den Niederlanden und in Deutschland sind die Auswirkungen des Personalmangels an Flughäfen derzeit besonders stark zu spüren. In anderen Ländern, beispielsweise in Frankreich und Polen, sorgt die Unterbesetzung der Flugsicherungen für Verspätungen und Absagen. Auch die deutsche DFS arbeitet dem Vernehmen nach stark am Anschlag.

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Juni 2022: Fraport hatte stärksten Monat seit Beginn der Pandemie

Deutschlands größter Flughafen, Frankfurt am Main, zählte im Juni 2022 rund fünf Millionen Passagiere. Damit verzeichnete man den stärksten Einzelmonat seit dem Beginn der Coronapandemie. Im direkten Vergleich mit Mai 2022 konnte man um rund 400.000 Fluggäste zulegen. Gegenüber Juni 2022 lag das Plus bei 181 Prozent, jedoch befand man sich 24 Prozent unter jenem Wert, den man im Juni 2019 vermelden konnte. Frankfurt am Main leidet derzeit besonders stark unter Personalmangel. Lufthansa hat als größter Anbieter zahlreiche Flüge für den Sommer 2022 abgesagt. Auch im Bereich der Fracht gibt es mittlerweile Einschränkungen. Im Cargosegment musste Frankfurt gegenüber dem Vorjahresmonat einen Rückgang um etwa 12 Prozent verzeichnen. Umgeschlagen wurden rund 163.900 Tonnen Luftfracht und Postsendungen. „In der ersten Jahreshälfte 2022 ist das Passagieraufkommen an vielen unserer Konzernflughäfen schneller gewachsen als bisher erwartet. Wir freuen uns, dass die Menschen wieder reisefreudig sind. In Frankfurt stiegen die Passagierzahlen im Juni um mehr als 135 Prozent im Vergleich zum Februar dieses Jahres. Das zeigt, wie stark die Nachfrage nach Flugreisen ist. Wir bedauern aufrichtig, dass unsere Fluggäste in Frankfurt in den Hauptverkehrszeiten derzeit längere Wartezeiten in den Terminals, auch bei der Gepäckausgabe, in Kauf nehmen müssen. Wir arbeiten mit allen unseren Partnern intensiv daran, dass wir mittelfristig wieder die Qualitätsstandards bieten können, die unsere Passagiere erwarten“, so Fraport-Chef Stefan Schulte.

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„Corona-Import“: Hongkong beendet Flugverbote

Die chinesische Sonderverwaltungszone Hongkong bestraft ab sofort Fluggesellschaften nicht mehr für den „Import“ von Corona-Fällen. Bislang kassierten die Carrier ab fünf positiv getesteten Personen Flugverbote von bis zu zwei Wochen. Diese Praxis hat man nun fallen lassen und will stattdessen das Testsystem verstärken und verschärfen. So könne man die Coronafälle besser nachvollziehen, heißt es seitens der Administration Hongkongs. Hinter dieser Umstellung dürfte aber mehr stecken, denn es wird vermutet, dass die chinesische Regierung in der Sonderverwaltungszone ein neues System testet, das auf ganz China ausgeweitet werden könnte. Man behält sich aber ausdrücklich vor, dass die Flugverbote ohne große Ankündigung wieder eingeführt werden könnten. Bislang waren die „Circuit-Breaker“ wenig erfolgreich und haben insbesondere den Fluggesellschaften massiven finanziellen Schaden zugefügt. Hongkong und China versuchen weiterhin an ihrer Null-Covid-Strategie festzuhalten, jedoch stößt diese zunehmend auf Probleme, da auch in diesem Staat die Akzeptanz stark abgenommen hat.

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