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Streikgefahr bei Lufthansa: Vereinigung Cockpit leitet Urabstimmung ein

Zwischen den gewerkschaftlich organisierten Lufthansa-Piloten und der Geschäftsleitung knirscht es wieder, denn die Vereinigung Cockpit bereitet laut einem internen Papier eine Urabstimmung über mögliche Streiks bei Lufthansa und Lufthansa Cargo vor. Die Verhandlungen über einen neuen Gehaltstarifvertrag gelten seit einiger Zeit als festgefahren. Von Arbeitgeberseite soll es zunächst kein neues Angebot gegeben haben. Die Vereinigung Cockpit hat die bestehende Vereinbarung zum 30. Juni 2022 gekündigt. Gefordert werden unter anderem fünf Prozent mehr Lohn und jährliche Steigerungen, die sich an der Inflation orientieren sollen. Weiters gibt es Unstimmigkeiten darüber wie viele Flugzeuge unter dem Konzerntarifvertrag betrieben werden sollen. In vormaligen Verträgen war festgehalten, dass es sich um mindestens 325 Stück handeln muss. Im Zuge der Corona-Pandemie hat Lufthansa diese Vereinbarung gekündigt und befindet sich derzeit im Aufbaue einer „günstigeren Plattform“, die umgangssprachlich auch „Cityline II“ genannt wird. Dies ist den Arbeitnehmervertretern ein Dorn im Auge. Noch hoffen die Vereinigung Cockpit und Lufthansa, dass am Verhandlungstisch ein Kompromiss gefunden werden kann. Gänzlich ausgeschlossen sind unbefristete Pilotenstreiks während der Hauptreisezeit aber nicht mehr, denn seitens der Arbeitnehmervertreter wird bereits die Urabstimmung eingeleitet.

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Nachtzüge: Alpen-Sylt-Express stellt den Fahrbetrieb ein

Der private Nachtzugbetreiber Alpen-Sylt-Express stellt mit Ende Juli 2022 sämtliche Fahrten ein. Die RDC-Tochter begründet die Entscheidung damit, dass Waggons fehlen und die stark gestiegenen Betriebskosten den Nachtzug unwirtschaftlich gemacht haben sollen. Das Unternehmen bietet ab Salzburg und der Schweiz Fahrten nach Sylt an. Man ging erst im Jahr 2020 an den Start und ist eine Tochtergesellschaft der U.S.-amerikanischen Railroad Development Corporation. „Leider müssen wir Ihnen mitteilen, dass wir uns schweren Herzens entschlossen haben, die Saison des Alpen-Sylt-Nachtexpresses früher zu beenden und alle Fahrten ab dem 29. Juli 2022 zu streichen“, teilte das Unternehmen mit. „Alle bisherigen Fahrten, auch die Fahrt am 23. Juli, finden wie geplant statt Wir hätten uns sehr gefreut, Sie diesen Sommer wieder an Bord unseres Alpen-Sylt-Nachtexpresses begrüßen zu dürfen. Leider sind wir derzeit mit Umständen konfrontiert, die es uns nicht mehr erlauben, unseren Nachtzug in der Qualität und Zuverlässigkeit anzubieten, die Sie von uns erwarten dürfen“. Der saisonale Fahrbetrieb ab Basel und Salzburg wurde erst Ende Mai 2022 reaktiviert. Die Züge wurden bislang in der Nähe von Gemünden zusammengekoppelt und verkehrten gemeinsam bis Sylt. Angeboten wurden Fahrten an den Verkehrstagen Freitag und Sonntag. Die Garnituren weisen Schlaf-, Liege- und Sitzwagen auf.

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Ab 1. September 2022: Spanien führt kostenlose Bahnfahrkarten ein

Die spanische Regierung will Pendler ab 1. September 2022 mit kostenlosen Bahnfahrkarten unterstützen. Von diesem Angebot werden aber nicht alle profitieren, denn es richtet sich an Personen, die auch schon bisher – beispielsweise – Monatskarten genutzt haben. Bis Jahresende will Spanien dieser Personengruppe kostenlose Tickets zur Verfügung stellen. Derzeit ist noch nicht ganz klar, ob Monatsfahrkarten dann generell kostenfrei bezogen werden können oder nur Inhaber von Abo-Tickets profitieren werden. Die Regierung begründet die Maßnahme mit der stark gestiegenen Inflation. Die kostenlosen Tickets gelten nur für Verbindungen mit Cercanías (Agglomeration Madrid), Rodalíes de Catalunya (katalanische Vorortzüge) und Media Distancia-Regionalzügen – die zur Renfe-Gruppe gehören. Ausgenommen vom Angebot sind Einzelfahrkarten und Fahrkarten für Züge des Fernverkehrs sowie für Züge anderer Beförderer. Touristen werden ein solches Angebot wahrscheinlich nicht nutzen können, es wird ein Angebot sein, das sich an spanische Einwohner richtet.

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Deutsche Flugsicherung sieht „rasante Erholung nach Corona“

Im ersten Halbjahr 2022 wurden in der Bundesrepublik Deutschland rund 1,2 Millionen Flugbewegungen nach Instrumentenregeln durchgeführt. Dies entspricht rund 76 Prozent des Aufkommens, das man im Vergleichszeitraum des Jahres 2019 hatte, so die Deutsche Flugsicherung. Die DFS rechnet damit, dass der derzeit nachfragestarke Sommer zu einer weiteren Erholung führen wird. Derzeit geht man davon aus, dass im Gesamtjahr 2022 rund 85 Prozent des Werts, den man in 2019 hatte, erreicht werden können. Geschäftsführer Arndt Schoenemann sieht „einen rasanten Verkehrsanstieg nach der Coronakrise“. Punktuell liege man bereits jetzt über dem Vorkrisenniveau. Als Beispiel nennt die Deutsche Flugsicherung den vom Center Karlsruhe überwachten Luftraum oberhalb von 7.500 Metern. Dieser werde auch deshalb stärker genutzt, weil bei der französischen Flugsicherung aufgrund einer Systemumstellung die Kapazitäten reduziert sind. Auch betonte die DFS, dass immer wieder für Militärflüge Platz geschaffen werden muss. Das wirke sich negativ auf die Leistungsfähigkeit des Luftraums für zivile Flüge aus. Allerdings soll das noch kein Problem darstellen, da das aktuelle Aufkommen noch immer deutlich unter dem Niveau von 2019 liegt.

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Ravn Alaska will Dash-Flotte auf Wasserstoffantrieb umrüsten

Die Fluggesellschaft Ravn Alaska hat im Rahmen der Farnborough Air Show eine Absichtserklärung über die Umrüstung von 30 de Havilland Dash 8 unterschieben. Diese sollen künftig mit Wasserstoff angetrieben werden. Derzeit betreibt die Regionalfluggesellschaft elf Turbopropflugzeuge. Dabei handelt es sich um zehn Dash 8-100 und eine Dash 8-300. Künftig will man diese nicht mehr mit Kerosin, sondern mit Wasserstoff betreiben. Dazu hat man sich für das Projekt von ZeroAvia entschieden. In Kürze sollen erste Testflüge durchgeführt werden, jedoch wird es bis zur Zertifizierung noch einige Jahre dauern. „Wir wollen bei der Einführung der emissionsfreien Luftfahrt an vorderster Front dabei sein, sobald FAA-zertifizierte Technologien auf den Markt kommen. ZeroAvia macht große Fortschritte, um den wasserstoffelektrischen Antrieb in den Himmel von Alaska zu bringen, und wir freuen uns darauf, gemeinsam an der Verwirklichung des grünen Fluges zu arbeiten“, so Rob McKinney, Chief Executive Officer von Ravn Alaska. ZeroAvia wird Ravn seinen in der Entwicklung befindlichen modularen Wasserstoff-Brennstofzellen-Antrieb ZA2000 mit 2-5 Megawatt Leistung zur Verfügung stellen. Dieser ist für Turboprop-Flugzeuge mit 40 bis 90 Sitzen ausgelegt und soll 2026 in Betrieb genommen werden. Die angestrebte Reichweite beträgt mehr als 500 NM.

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Umwandlung in Frachter: de Havilland sieht großes Potential für Dash 8-400

Der Flugzeugbauer de Havilland Aircraft of Canada sieht durchaus großes Potential Turbopropflugzeuge des Typs Dash 8-400 in Frachter zu konvertieren. Die Produktion dieses Musters ist seit einiger Zeit mangels neuer Aufträge ausgesetzt. Der kanadische Hersteller ist der Ansicht, dass die Dash 8-400 im Vergleich zu Jets in dieser Größenklasse deutlich weniger Treibstoff benötigt und auch auf Airports starten und landen kann, die für strahlgetriebene Maschinen nicht zugänglich sind. Der Mitbewerber ATR bietet bereits seit vielen Jahren Frachtvarianten an. Auch wurden bereits viele Passagierflugzeuge umgerüstet. De Havilland hat die Option Dash 8-400 Quick Change (Dash 8-400 QC), die Option Dash 8-400 Package Freighter (Dash 8-400 PF) und die Option Dash 8-400 Freighter with Large Cargo Door (Dash 8-400 F-LCD) vorgestellt. „Da der Frachtmarkt weiter wächst, werden unsere Umrüstungslösungen für Frachtflugzeuge den Gesamtwert der Dash 8-400 erhöhen und die bereits hohen Ertragskapazitäten erweitern“, sagte Jean-Philippe Côté, Vice President of Programs bei De Havilland Canada. „Wir sind bereit, ein breites Spektrum an OEM-Support zu bieten, wie es von unseren Betreibern gewünscht wird – von der Installation der Kits bis hin zum Vor-Ort-Support durch unsere globale Support-Infrastruktur“, so de Havilland.

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Frankfurt: Asiana Airlines fliegt ab 2. August 2022 wieder täglich nach Seoul

Die Fluggesellschaft Asiana Airlines erhöht mit Wirksamkeit zum 2. August 2022 die Flugfrequenzen zwischen Frankfurt am Main und Seoul. Erstmals seit April 2020 wird man wieder siebenmal wöchentlich fliegen. Im Regelfall wird diese Route mit Langstreckenflugzeugen des Typs Airbus A350 bedient. Diese verfügen über drei Beförderungsklassen: Economy, Economy Smartium und Business Smartium. Ab der Hauptstadt Südkoreas werden unter anderem nach Tokio/Narita, Osaka/Kansai, Manila, Bangkok, Phnom Penh, Hanoi und Ho Chi Minh Anschlussflüge angeboten. Der Flugplan am 2. August 2022: OZ 542 Frankfurt (FRA) Seoul (ICN): 19:00 – 13:30(+1) Uhr (täglich) OZ 541 Seoul (ICN) Frankfurt (FRA): 10:10 – 17:00 Uhr (täglich)

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Triebwerksproblem: Boeing 757-300 von Condor absolviert Rücklandung auf Lanzarote

Am Dienstagabend erlitt die von Condor betriebene Boeing 757-300 mit der Registrierung D-ABOA kurz nach dem Start in Lanzarote ein Triebwerksproblem. Die Maschine hätte eigentlich als DE1439 nach Hamburg fliegen sollen, jedoch nahmen die Piloten eine sichere Rücklandung vor. Die Fluggesellschaft bestätigte, dass unmittelbar nach dem Abheben „ein Problem mit einem der beiden Triebwerke festgestellt“ wurde. Der Kapitän habe daher entschieden wieder zum Flughafen Lanzarote zurückzukehren. Techniker nehmen die betroffene Boeing 757-300 genau unter die Lupe und werden Reparaturarbeiten durchführen. Bislang befindet sich die D-ABOA weiterhin auf dem spanischen Airport. Condor erklärte zur Rücklandung auf Lanzarote: „Dabei handelt es sich um ein gängiges Manöver, bei dem auch in diesem Fall zu keinem Zeitpunkt eine Gefahr für die 266 Gäste und die acht Crewmitglieder bestand“. Ein Spotter filmte rein zufällig den Start der D-ABOA und veröffentlichte das Video in YouTube. Die Fehlfunktion des Triebwerks ist nicht zu sehen, da die Kamera nicht mit der Bewegung des Flugzeugs mitgeführt wurde. Allerdings ist der Vorfall sehr deutlich zu hören.

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ICAO: „Erzwungene Landung von FR4978 war unrechtmäßig“

Die Zivilluftfahrtorganisation ICAO kommt in ihrem Bericht zu Ryanair-Flug FR4978 zum Schluss, dass die im Mai 2021 erzwungene Landung in Minsk ein unrechtmäßiger Eingriff der Regierung von Belarus war. Der Vertreter der Russischen Föderation erhob Protest gegen den Bericht. Die ICAO teilte mit, dass man nach Auswertung von neuem Material, darunter auch Tonaufnahmen, zum Schluss gekommen ist, dass die angebliche Bombendrohung absichtlich falsch war und auf Anweisung von weißrussischen Regierungsbeamten an die Buzz-Crew übermittelt wurde. Im Mai des Vorjahres führte die polnische Fluggesellschaft Buzz im Auftrag von Ryanair einen Flug von Athen nach Vilnius durch. Im Luftraum von Belarus wurde die Crew von der Flugsicherung mit einer angeblichen Bombendrohung konfrontiert und auch mit Hilfe eines Kampfjets zur Landung in Minsk gezwungen. An Bord befanden sich etwa 100 Passagiere, darunter auch der oppositionelle Blogger Roman Protassewitsch und seine damalige Freundin Sofia Sapega. Die beiden wurden unmittelbar nach der Landung verhaftet. Belarus bestreitet bis heute, dass man die Boeing 737-800 von Buzz zur Notlandung in Minsk gezwungen habe. Man beharrt darauf, dass es eine Bombendrohung gegeben habe. Die ICAO vertritt in ihrem Bericht die Ansicht, dass der Flugsicherung absichtlich falsche Informationen, die an die Crew weitergegeben wurden, zugeschoben wurden. Im Nachgang dieses Vorfalls haben die Europäische Union und andere Gebiete Sanktionen gegen Belarus verhängt. Unter anderem ist es weißrussischen Carriern bis heute untersagt den Luftraum der EU zu nutzen. Dies führte dazu, dass Belavia das komplette Flugangebot in Richtung Westeuropa einstellen musste. So ganz und gar nicht einverstanden mit dem Ermittlungsbericht zeigte

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Air Baltic gibt erste de Havilland Dash 8-400 an Leasinggeber zurück

Kurz nach dem Beginn der Coronapandemie hat sich die lettische Fluggesellschaft Air Baltic entschlossen die Turbopropflugzeuge des Typs de Havilland Dash 8-400 nicht mehr in den Liniendienst zu stellen. Nun werden die Maschinen ausgeflogen und an Leasinggeber Nordic Aviation Capital zurückgegeben. „Der erste Rücklieferungsflug markiert ein offizielles Ende unserer bisherigen Entwicklungsstufe. Unsere Q400 -Flotte hat uns geholfen, dorthin zu gelangen, wo wir heute sind – mit der jüngsten und modernsten Flotte Europas. Airbus A220-300 sind das Rückgrat unseres zukünftigen Wachstums“, so Firmenchef Martin Gauss. Im Frühjahr 2020 hat sich Air Baltic – kurz nach dem Beginn der Corona-Pandemie – entschieden, dass die 12 de Havilland Dash 8-400 nicht mehr in den Flugbetrieb zurückkehren werden. Seither ist man ein reiner Airbus-A220-300-Operator. Die Turbopropflugzeuge sind geleast und werden bis Jahresende sukzessive zurückgegeben. Eingeflottet wurde die erste de Havilland Dash 8-400 NextGen im Jahr 2010. Rasch wurde eine aus 12 Einheiten bestehende Teilflotte aufgebaut. Air Baltic erklärt, dass man seither rund 11 Millionen Passagiere auf 222.000 Dash-Flügen befördert habe.

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