
Kommentar: Neues vom Ticketverkäufer mit Hecke in Weeze
„Spielen wir Airline“, so oder so ähnlich könnte man den Ticketverkäufer Green Airlines beschreiben, denn von den angekündigten Flügen von Weeze nach Berlin und/oder München wurde bislang kein einziger durchgeführt. Slots hat man an den beiden Großflughäfen keine, aber diese könnte ohnehin nur ein AOC-Holder erhalten – und das ist Green „Airlines“ eben nicht. Mittlerweile scheint gar der Flughafen Weeze, der sich noch vor wenigen Wochen deutlich zum Ticketverkäufer, der an einer Briefkastenadresse in Karlsruhe residiert, bekannt hatte, auf Distanz zu gehen. Beispielsweise erwähnte man in der jüngsten Medienmitteilung bezüglich Ostern 2022 Green „Airlines“ in keinem Wort. Auch entfernte man zwischenzeitlich die aufdringliche Pop-Up-Werbung von der Homepage des Niederrhein-Airports. Zum Betrieb einer Fluggesellschaft gehört eben mehr als ein Verkaufssystem bei Worldticket zu mieten und Trolleys und T-Shirts zum Kauf anzubieten. Die wohl wichtigsten Punkte wären Sicherheit und Vertrauen. In Deutschland ist es die Aufgabe des Luftfahrtbundesamts genau dies sicherzustellen, denn Inhaber von AOC und Betriebsgenehmigung unterliegen strengen Auflagen und Kontrollen. Eine echte Fluggesellschaft muss über zahlreiche Personen, die eine fachliche Ausbildung und/oder entsprechende Erfahrung verfügen und vom LBA geprüft wurden, verfügen. Bei einem reinen Ticketverkäufer ist das aber nicht der Fall, denn dieser unterliegt nicht der Aufsicht durch das Luftfahrt-Bundesamt. Reisebüros und –veranstalter müssen Kundengeldabsicherung haben Für Laien dürfte es nur schwer verständlich sein, dass es möglich ist, dass man eine Briefkastenfirma aufzieht und mit dieser „Airline spielen“ kann – ganz ohne lästige Aufsicht durch das Luftfahrt-Bundesamt oder eine andere EU-Zivilluftfahrtbehörde. Konzessionierte Reisebüros und –veranstalter bieten durchaus Charterflüge auf eigene








