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EuGH: Vorverlegte Flüge gelten als storniert

Reisenden steht auch dann eine Entschädigung zu, wenn ihr Flug um mehr als eine Stunde vorverlegt wurde. Das hat der Europäische Gerichtshof entschieden. Ein Flug gilt als annulliert, wenn er mehr als eine Stunde vorverlegt wird. Damit haben Fluggäste Anspruch auf Ausgleichszahlung. Eine derartige Vorverlegung eines Fluges sei erheblich, denn sie könne bei Fluggästen zu schwerwiegenden Unannehmlicheiten führen, argumentierte der Europäische Gerichtshof in einem heute veröffentlichten Urteil. Fluggäste können dann nicht mehr frei über ihre Zeit verfügen – etwa weil sie große Anstrengungen unternehmen müssen, um rechtzeitig am Flughafen zu sein. Ein Fluggast könne selbst dann Ansprüche gegen eine Airline haben, wenn das von ihm beauftragte Touristikunternehmen den Flug gar nicht gebucht hat, so das höchste europäische Gericht. Wenn der Reiseveranstalter nämlich einen Beleg über den Flug ausgestellt habe, gelte dieser Beleg als bestätigte Buchung. Von dem Fluggast könne nicht verlangt werden, dass er sich Informationen über die Beziehungen zwischen den Unternehmen beschaffe. Geklagt hatten mehrere österreichische und deutsche Fluggäste. Nach der Entscheidung aus Luxemburg müssen nun die nationalen Gerichte – in Deutschland das Landgericht Düsseldorf – die konkreten Fälle entscheiden. Passagiere haben grundsätzlich Anspruch auf eine Ausgleichszahlung, wenn ihr Flug gestrichen wird. Ablehnen darf ein Flugunternehmen die Zahlung – welche je nach Distanz zwischen 250 und 600 Euro beträgt – nur in wenigen Ausnahmefällen wie zum Beispiel, wenn der Passagier mindestens zwei Wochen vor Abflug über die Streichung informiert wird oder ein „außergewöhnlicher Umstand“ nachgewiesen werden kann. Mit dem veröffentlichtem Urteil des EuGH wird klargestellt, dass ein Flug, der um mehr

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Air Baltic: EU-Kommission genehmigt Finanzspritze der Regierung

Die Europäische Kommission hat gestern gemäß den EU-Beihilfevorschriften einen Teil der Investition der lettischen Regierung in Höhe von 45 Millionen Euro in das Eigenkapital der Fluggesellschaft genehmigt. Diese Finanzspritze sei nötig, um die Verluste durch die anhaltende Covid-19-Pandemie auszugleichen. „Die Unterstützung unseres Mehrheitsaktionärs bei der Bewältigung der Krise spiegelt die Anerkennung der positiven Auswirkungen von Air Baltic auf die Wirtschaft wider. Die Europäische Kommission ist zu dem Schluss gekommen, dass die COVID-19-Pandemie als solch ein außergewöhnliches Ereignis zu qualifizieren ist, dass außergewöhnliche Interventionen der Mitgliedstaaten zum Ausgleich der damit verbundenen Schäden gerechtfertigt sind“, erklärt Airline-Chef Martin Gauss. Die Regierung möchte insgesamt 90 Millionen Euro für den Carrier locker machen. Der zweite Teil der Investition steht aber noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung der Europäischen Kommission.

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„Durchwachsene Nachfrage“: Austrian Airlines setzt weitere Strecken aus

Die Fluggesellschaft Austrian Airlines hat derzeit auf einigen Strecken mit schwächelnder Nachfrage zu kämpfen. Daher werden weitere Routen temporär eingestellt. Betroffen sind beispielsweise Köln/Bonn, Hermannstadt, Manchester, aber auch Teheran und Montreal. Bereits vor einigen Wochen berichtete Aviation.Direct, dass die Lufthansa-Tochter die Ziele Bologna, Leipzig, Nürnberg und Saporischschja temporär einstellen wird. Nun bestätigte Austrian Airlines, dass auch Köln/Bonn, Hermannstadt, Manchester, Palma de Mallorca, Teheran und Montreal betroffen sind. Die Strecken, sofern sie noch bedient werden, sollen ab der dritten Kalenderwoche des Jahres 2022 ausgesetzt werden. Dazu eine Firmensprecherin: “Leider mussten wir aufgrund der durchwachsenen Pandemie- und Buchungslage unseren ursprünglichen Flugplan für primär im Zeitraum KW 3-8 absenken. Dies betrifft interkontinental die Strecken VIE-YUL und VIE-IKA, sowie kontinental die Strecken VIE- BLQ, VIE-CGN, VIE –OZH, VIE-SBZ, VIE-NUE/LEJ, VIE-MAN und VIE-PMI”. Die Kürzungen bei Austrian Airlines sind jedoch kein “Einzelfall”, denn auch der Mitbewerber Wizz Air hat das Angebot ab Wien-Schwechat zurückgefahren. Neuaufnahmen wie Amman und Akaba wurden kurzfristig nicht umgesetzt. Dauerhaft sollen 12 Routen ab dem größten Airport Österreichs entfallen.

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Bozen: Skyalps stellt Sommerziele für 2022 vor

Skyalps, die Hausmarke des Flughafens Bozen, wird im Sommerflugplan 2022 neue Ziele anbieten. Unter anderem hat man Brac, Palma de Mallorca und Brindisi neu im Programm. In Richtung Deutschland sollen die Frequenzen auf bis zu dreimal wöchentlich angehoben werden. Düsseldorf, Hamburg und Berlin sind die Ziele, die Skyalps in der Bundesrepublik ansteuern wird. London-Gatwick, das in der laufenden Winterflugplanperiode 2021/22 erstmals ab Bozen angeflogen wird, soll in der warmen Jahreszeit zweimal pro Woche auf dem Flugplan stehen. Ziele wie Olbia und Cagliari, Lamezia Terme und Ibiza, die man bereits im diesjährigen Sommer im Programm hatte, wird man auch im kommenden Jahr wieder ansteuern. Alle Destinationen werden mit Turbopropflugzeugen des Typs DHC Dash 8-400 bedient. Die operative Durchführung der Flüge erfolgt durch die maltesische Luxwing. MIttelfristig will man die Operation aber selbst in die Hand nehmen. Das bedeutet, dass Skyalps eigenes AOC und Betriebsgenehmigung in Italien erlangen will. Derzeit ist noch kein Zeithorizont absehbar wann die Umstellung erfolgen wird. Gegenüber dem Südtiroler Rundfunk sagte ein Vertreter von Skyalps unter anderem, dass man zunächst vielversprechende Buchungszahlen für den Winter 2021/22 erhalten habe. Aufgrund der Omikron-Variante verzeichnet man derzeit einen spürbaren Knick, hofft aber darauf, dass im Jänner und Feber 2022 die Nachfrage wieder anziehen wird.

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Frankfurt: Verdi ruft zum Warnstreik bei Wisag auf

Ausgerechnet unmittelbar vor Weihnachten droht am Frankfurter Flughafen Chaos, denn die Gewerkschaft Verdi hat die Beschäftigten des Bodenabfertigers Wisag zur Arbeitsniederlegung aufgerufen. Der Warnstreik soll am Mittwoch über die Bühne gehen. Wisag hält etwa 15 Prozent des Abfertigungsvolumens am größten Airport Deutschlands. Es handelt sich nicht um die erste Arbeitskampfmaßnahme, denn bereits im Oktober 2021 kam es aufgrund eines Warnstreiks zu Verspätungen und Ausfällen. Diesmal soll es keine Demonstration geben, denn die Gewerkschaft Verdi will im Hinblick auf die aktuelle Corona-Lage lediglich Arbeitsniederlegungen durchführen. Zwischen den Arbeitnehmervertretern und der Geschäftsleitung sind die Fronten seit einiger Zeit verhärtet. Die Gewerkschaft will, dass die Arbeitszeit auf 37,5 Stunden verkürzt wird und gleichzeitig ein voller Lohnausgleich stattfindet. Die Firma Wisag hält die Forderungen für überzogen und verweist darauf, dass man 18-prozentige Lohnsteigerungen über einen Zeitraum von drei Jahren angeboten habe. Den Warnstreik hält man für verantwortungslos und unangemessen.

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Air Ocean Airlines lässt Antonow An-24 im Wetlease fliegen

Auf dem Flughafen Kiew-Schuljany entwickelte sich in den letzten Monaten ein immer härter werdender Wettbewerb im Segment der Inlandsflüge. Motor Sich Airlines, Bees Airlines und Air Ocean Airlines liefern sich auf gleich mehreren Strecken ein Match. Dazu kommt, dass so gut wie alle Strecken, die ab dem innerstädtischen Airport der ukrainischen Hauptstadt auch ab dem weit entfernten Flughafen Borispil angeboten werden. Somit gibt es zusätzliche Konkurrenz durch Windrose, Skyup und andere Anbieter. In Schuljany gibt es auch eine Strecke, auf der sich zwei Mitbewerber miteinander arrangiert haben. Die Verbindung zwischen Kiew-Schuljany und Chernivtsi ist bei Motor Sich Airlines nie sonderlich gut gelaufen. Air Ocean Airlines ist aber der Ansicht, dass es Marktpotential gibt und dass man es besser machen kann als der vormalige Operator. Dennoch müssen Passagiere nicht auf die Oldtimer des Typs Antonow An-24 verzichten, denn Air Ocean Airlines nahm Motor Sich Airlines ins Wetlease. Das hat zur Folge, dass auch die derzeit einzige Turboprop-Strecke im Netzwerk der jungen Airline entstanden ist. Geflogen wird zwar unter Flugnummern von Air Ocean Airlines, jedoch erfolgt die operative Durchführung der Inlandsflüge nach Chernivtsi mit Antonow An-24 von Motor Sich Airlines. Zuletzt genannter Carrier betreibt eine in die Jahre gekommene Flotte und gilt in Luftfahrtkreisen als fliegendes Museum. Im Zuge der Etablierung des geplanten Staatscarriers wird auch diskutiert, dass Motor Sich einige jüngere Maschinen übergeben werden und mit diesen soll dann ein Regionalnetz bedient werden. Fix ist das aber noch nicht. Die Karten, dass sich die Neugründung in Schuljany statt Borispil ansiedeln wird,

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Skyup will nach München statt Memmingen

Die ukrainische Billigfluggesellschaft Skyup plant ab 28. April 2022 zwischen Kiew-Borispil und München zu fliegen. Heuer hatte man eine Verbindung zum nahegelegenen Flughafen Memmingen angekündigt, die letztlich nicht aufgenommen wurde. Nun hat man sich für den Airport der bayerischen Landeshauptstadt entschieden. Skyup plant derzeit im Mai 2022 an den Verkehrstagen Donnerstag und Sonntag zu fliegen. Ab 31. Mai 2022 soll eine zusätzliche Rotation an Dienstagen aufgenommen werden. Vorläufig ist diese Strecke bis zum Ende der Sommerflugplanperiode 2022 geplant. Schon länger bekannt ist, dass Skyup ab Borispil die deutsche Bundeshauptstadt Berlin ansteuern möchte. Diese Route soll dem aktuellen Planungsstand nach am 4. März 2022 aufgenommen werden. Zunächst soll an den Verkehrstagen Dienstag und Freitag geflogen werden. Ab 28. April 2022 sind zusätzliche Umläufe jeweils mittwochs geplant. Auch diese Route ist vorläufig bis zum Ende der Sommerperiode 2022 buchbar.

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Moskau: Enteisungsfahrzeug crasht Aeroflot-A350

Eigentlich sollte es am 16. Dezember 2021 mit der VP-BXC von Moskau-SVO nach Cancun gehen. Doch es ging am Boden so einiges schief, denn der Airbus A350-900 kollidierte mit einem Enteisungsfahrzeug. Aeroflot wollte mit der VP-BXC unter der Flugnummer SU158 von Moskau-SVO nach Cancun fliegen. Im Zuge der Enteisung kam es zu Crash mit einem Bodenfahrzeug. Dieses kippte um, wobei das Flugzeug anschließend untersucht wurde. Offiziellen Angaben nach wurde der Fahrer des Enteisungsfahrzeugs mit Verletzungen in ein Krankenhaus eingeliefert. Die Flugbesatzung und die Passagiere haben keinen Schaden erlitten. Aeroflot setzte für SU158 mit der VP-BXD ein Ersatzflugzeug nach Cancun ein. Dieses konnte den Flughafen Moskau-SVO mit mehrstündiger Verspätung verlassen. Nachstehendes YouTube-Video zeigt das umgekippte Enteisungsfahrzeug neben der VP-BXC.

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Norse Atlantic registriert Dreamliner auch in Irland

Das norwegische Langstrecken-Startup Norse Atlantic Airways ist der Aufnahme des Flugbetriebs einen Schritt nähergekommen. Im irischen Luftfahrtregister wurde eine Boeing 787-9 auf die Neugründung registriert. Die Maschine trägt die Registrierung EI-HAI und wurde bereits auf dem Flughafen Shannon gesichtet. Norse Atlantic registriert eigenen Angaben nach die Flugzeuge sowohl in Irland als auch in Norwegen. Weiters befindet man sich derzeit im AOC-Erlangungsverfahren im Vereinigten Königreich, denn man will auf dem Flughafen London-Gatwick eine Basis errichten. Für diese ist aufgrund des Brexit ein AOC des Vereinigten Königreichs notwendig. Wie viele Maschinen ab Gatwick eingesetzt werden sollen ist noch offen. Norse Atlantic Airways will zum Start gruppenweit 15 Boeing 787 betreiben. Diese werden von verschiedenen Leasinggesellschaften bezogen. Der Erstflug ist für den Sommer 2022 angekündigt.

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Salzburg und Innsbruck vor Desaster: Mückstein packt die Virusvarianten-Keule aus

Nach Deutschland beabsichtigt auch die österreichische Regierung dem Vereinigten Königreich mal wieder die Einstufung „Virusvariantengebiet“ aufzustempeln. In der Alpenrepublik sind mit dieser Negativ-Auszeichnung zwar keine Beförderungsverbote verbunden, jedoch gelten besondere Einreisebestimmungen, die sich besonders für die Flughäfen Innsbruck und Salzburg nachteilig auswirken können. Doch damit nicht genug, denn auch Dänemark, Norwegen und die Niederlande sollen als Virusvariantengebiete eingestuft werden. Aus diesen Staaten sowie dem Vereinigten Königreich kommen traditionell besonders viele Wintersportler nach Österreich, um hier ihren Schi- oder Snowboard-Urlaub zu verbringen. Die Einstufung als Virusvariantengebiet hätte zur Folge, dass die ausländischen Gäste mindestens fünf Tage in Quarantäne müssen und sich dann „freitesten“ können. Das stellt nicht nur die Flughäfen, sondern auch die Beherbergungsbetriebe vor Probleme, denn eine so genannte „häusliche Selbstisolation“ ist bei Urlaubern schlichtweg nicht möglich. In Beherbergungsbetrieben dürfen Personen in Quarantäne und normale Urlauber nicht miteinander vermischt werden. Sofern keine „Quarantänehotels“ geschaffen werden, dürften die ausländischen Gäste ihr Zimmer nicht verlassen. Lediglich der Gang zu einer Teststation wäre bedenkenlos zulässig. Urlauber müssten Tests selbst bezahlen Die Einreiseverordnung sieht aber auch vor, dass die Kosten für Testungen aller Art selbst zu tragen sind. Die Teilnahme an den Gratis-Tests, die von den Bundesländern, Apotheken und privaten Anbietern durchgeführt werden, ist im Regelfall an eine gültige österreichische Sozialversicherungsnummer (sprich E-Card) geknüpft. Lediglich die Stadt Wien bietet auch Personen ohne österreichische Krankenversicherung bedingungslos kostenfreie PCR-Testungen und übrigens auch Impfungen gegen Covid-19 an. Außerhalb der Hauptstadt herrscht ein Flickenteppich unterschiedlichster Regelungen. Landeverbote sind mit der Einstufung als Virusvariantengebiet nur dann verbunden, wenn Gesundheitsminister

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