Tripreports

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Georgiens verborgene Schätze: Eine Reise abseits der bekannten Pfade

Georgien, ein Land an der Schnittstelle von Europa und Asien, hat sich in den vergangenen Jahren als aufstrebendes Reiseziel etabliert. Während die Hauptstadt Tiflis mit ihrem historischen Charme und die berühmte Weinregion Kachetien immer mehr Besucher anziehen, steckt die wahre Essenz des Landes oft fernab der ausgetretenen Touristenpfade. In den entlegenen Halbwüsten, den majestätischen Berglandschaften des Kaukasus und den tief unter der Erde liegenden Höhlen verbirgt sich eine Welt voller unverfälschter Naturschauspiele und kultureller Schätze. Diese verborgenen Orte bieten die Möglichkeit, das Land in seiner ursprünglichen Form zu erleben – eine Reise, die nicht nur landschaftlich, sondern auch historisch und menschlich tief in die Seele Georgiens eintaucht. Die folgenden fünf Schauplätze sind Beispiele für diese authentischen Erlebnisse, die weit entfernt vom Massentourismus liegen. Spirituelle Weite in der Wüste: Das David Garedscha Kloster Im südöstlichen Teil Georgiens, nahe der Grenze zu Aserbaidschan, liegt der faszinierende Klosterkomplex David Garedscha. Dieser Ort ist nicht nur ein spirituelles Zentrum, sondern auch ein beeindruckendes Zeugnis der frühen christlichen Geschichte der Region. Das Kloster wurde im 6. Jahrhundert von dem syrischen Mönch David Garedscha gegründet, einem der dreizehn Assyrischen Väter, die eine entscheidende Rolle bei der Verbreitung des christlichen Glaubens in Georgien spielten. Im Laufe der Jahrhunderte meißelten die Mönche das gesamte Klosterensemble, das aus mehreren Hundert Zellen, Kapellen, Speisesälen und Kirchen besteht, direkt in den weichen Sandstein der Berge. Die Abgeschiedenheit des Klosters, das inmitten einer surrealen, halbwüstenartigen Landschaft liegt, trägt wesentlich zu seiner mystischen Atmosphäre bei. Die wichtigsten Teile der Anlage sind das Hauptkloster

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Salzburg: Eine Tour durch die Stiegl-Brauerei

In Salzburg, am Fuße des Festungsberges, schlägt das Herz einer Jahrhunderte alten Brautradition: die Stiegl Brauwelt. Die Stieglbrauerei, deren Geschichte bis ins späte Mittelalter zurückreicht, ist heute die größte Privatbrauerei Österreichs und ein fester Bestandteil der regionalen Kultur. Für Besucher hat sie mit den Stiegl Brauwelten ein Erlebniszentrum geschaffen, das die reiche Historie des Unternehmens mit dem modernen Brauhandwerk verbindet. Auf über 5.000 Quadratmetern können Gäste in die Welt des Bieres eintauchen, die historischen Wurzeln der Brauerei erkunden und den gesamten Brauprozess von den Rohstoffen bis zum fertigen Produkt hautnah miterleben. Dieser Artikel widmet sich der bewegten Geschichte der Stieglbrauerei und beschreibt detailliert die Erlebnisse, die Besuchern in den Brauwelten geboten werden. Die Stiegl Brauwelt: Ein Museum der Sinne Das Herzstück des Besuchererlebnisses ist das Stiegl Museum, das auf mehr als 5.000 Quadratmetern die Geschichte der Brauerei und die Kultur des Bieres darstellt. Die Ausstellung ist interaktiv und multimedial gestaltet, so daß Besucher nicht nur passive Betrachter sind, sondern aktiv in die Welt des Bieres eintauchen können. Der Rundgang beginnt oft mit dem Stiegl-Braukino, einem 270°-Panorama-Erlebnis, das in einem Film die Geschichte der Brauerei, die Kunst des Brauens und die Bedeutung der verwendeten Rohstoffe auf eindrucksvolle Weise vermittelt. Anschließend führt die Ausstellung durch verschiedene Themenbereiche. Hier kann man historische Braugeräte, alte Flaschen, Bierkrüge und Werbematerialien aus vergangenen Zeiten betrachten. Eine Besonderheit ist der sogenannte Bieraltar, eine künstlerische Installation, die dem Bier als kulturellem Gut huldigt. Die Besucher erfahren hier alles über die vier Grundzutaten des Bieres – Wasser, Malz, Hopfen

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Die Magie des Funkelns: Die Swarovski Kristallwelten in Wattens

Inmitten der majestätischen Bergwelt Tirols, im beschaulichen Ort Wattens, befindet sich ein Ort, der Kunst, Phantasie und Handwerkskunst auf einzigartige Weise vereint: die Swarovski Kristallwelten. Als Hommage an das 100jährige Bestehen des Unternehmens Swarovski im Jahre 1995 gegründet, entwickelten sich die Kristallwelten von einer Vision zu einem international renommierten Ausflugsziel. Sie sind ein Gesamtkunstwerk, das Besucher aus aller Welt in eine glitzernde Welt der Wunder entführt und die Vielfalt und Schönheit des Kristalls in all seinen Facetten erlebbar macht. Die Geschichte der Kristallwelten ist untrennbar mit der des Familienunternehmens verbunden, dessen Erfolg auf einer revolutionären Erfindung beruht. Dieser Artikel beleuchtet die Entstehung der Attraktion, ihre faszinierenden Wunderkammern, den weitläufigen Garten und die aktuellen sommerlichen Höhepunkte. Die Ursprünge: Von der Schleifmaschine zur Weltmarke Die Geschichte des Unternehmens Swarovski beginnt mit Daniel Swarovski, einem visionären Glasschleifer aus Böhmen, der im Jahre 1892 eine bahnbrechende Erfindung machte: eine elektrische Schleifmaschine für Kristallglas. Diese Maschine ermöglichte es, Kristalle präziser und schneller zu schleifen als je zuvor. Daniel Swarovski erkannte das Potenzial seiner Erfindung und siedelte 1895 mit seiner Familie nach Wattens in Tirol über. Die Wahl dieses Standortes war strategisch: Die Wasserkraft der Alpen bot die notwendige Energie für den Betrieb seiner Maschinen, und die Abgeschiedenheit des Ortes schützte ihn vor neugierigen Konkurrenten. Gleichzeitig sorgten die bestehenden Handelswege für eine gute Anbindung an die Modemetropole Paris, wo seine glitzernden Schmucksteine auf große Nachfrage stießen. Gemeinsam mit seinen Partnern Franz Weis und Armand Kosmann legte Daniel Swarovski den Grundstein für ein Unternehmen, das sich in

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Reblaus Express: Das Heurigen-Lokal auf Schienen

Die Geschichte der Eisenbahn im nordwestlichen Weinviertel ist eng verknüpft mit der wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung der Region. Eine zentrale Rolle spielte dabei die Lokalbahnstrecke von Retz nach Drosendorf, eine Verbindung, die über Jahrzehnte hinweg das Rückgrat für den Personen- und Güterverkehr bildete. Nach einer Ära des Niedergangs, die zur Einstellung des regulären Betriebes führte, erlebte diese historische Trasse eine bemerkenswerte Wiederbelebung als eine Art „Heurigenlokal auf Schienen“. Heute wird sie unter dem Namen „Reblaus Express“ von der NÖVOG als touristisches Erlebnis betrieben, das die Vergangenheit mit der Gegenwart verbindet und die landschaftlichen Schönheiten des Wein- und Waldviertels einem breiten Publikum zugänglich macht. Einst war die Lokalbahn Drosendorf-Retz eine wichtige Anbindung an die Nordwestbahn und somit – mit Umstieg in Retz – an Wien. Doch die einstige hohe regionale Bedeutung ging zunehmend zurück ehe dann der Personenverkehr durch die Österreichischen Bundesbahnen eingestellt wurde. Zeitweise gab es ab Wien-Praterstern, damals noch Bahnhof Wien-Nord, ausgewählte Züge, die ohne Umstieg bis Drosendorf und zurück verkehr sind. Doch das ist alles Eisenbahngeschichte. Nach der Einstellung von Personen- und später auch Güterverkehr befand sich die Lokalbahn lange im Dornröschenschlaf. Im Jahr 2010 erwarb das Land Niederösterreich über die NÖVOG die Infrastruktur und machte diese wieder fit für die Wiederaufnahme. Bislang beschränkt sich der Verkehr auf touristischen Museumsverkehr, der sich an Personen richtet, die mit dem Fahrrad unterwegs sind oder aber einen Eisenbahn-Ausflug machen wollen. Daher ist der nunmehrige „Reblaus Express“ nicht in den Verkehrsverbund Ostregion integriert, so dass eine eigene Fahrkarte erforderlich ist. Das Konzept

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Auf über 3.000 Metern: „007 Elements“ – Ganz im Zeichen von James Bond

Es braucht schon etwas Mut, einen triftigen Grund oder gleich beides, um eine Touristen-Attraktion, die dem wohl bekanntesten Geheimagenten der Welt, James Bond, gewidmet ist, auf über 3.000 Metern Höhe auf einem österreichischen Berg anzubieten. Gibt es nicht? Und ob es das gibt und zwar in Sölden im Bundesland Tirol. Doch wie kommt man eigentlich auf die Idee eine Ausstellung so großer Höhe aufzuziehen, dass Besucher im Hochsommer 2025 in den Genuss von Schneefall kommen können? Die Antwort darauf ist ganz simpel: Es handelt sich um einen Original-Drehort des 007-Streifens „Spectre“, in dem Daniel Craig die Hauptrolle spielt. Die Seilbahnen waren schon vorher vorhanden, die Infrastruktur wie zum Beispiel Österreichs höchstgelegenes Haubenlokal – direkt neben „007 Elements“ – ebenfalls. Warum also nicht? Im Winter lässt es sich mit Schwüngen verbinden und im Sommer zum Beispiel mit einer Wanderung oder einer Mountainbike-Tour. Oder einfach mal so schauen wo „Spectre“ in Sölden gedreht wurde. Während „Ein Quantum Trost“ in der Luftfahrt-Community durchaus für Erheiterung sorgte, denn die 007-Macher verlegten den britischen Flughafen Farnborough mal eben nach Bregenz und suggerierten einen „Bregenz Airport“, der nicht existiert, sind die Schauplätze in Sölden real. Diese können besichtigt werden. Nicht alle Sölden-Szenen wurden in jenem Bereich, in dem sich „007 Elements“ befindet, gedreht. Einige können zu Fuß erkundet werden, denn diese sind im Freigelände, beispielsweise im Bereich einer Bergstraße. Ganz oben am Berg, wo einst James Bond und Blofeld waren Doch was erwartet die Besucher eigentlich? Zunächst geht es mit einer Einseilumlaufbahn (Gondel) zur Mittelstation. Dort

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Nach 196 Jahren: DDSG feiert Premiere der „Ungarischen Nacht“

Kaum zu glauben, aber in der 196-jährigen Geschichte der Donau-Dampfschiffahrts-Gesellschaft gab es bis Ende Juli 2025 noch nie eine Themenfahrt „Ungarische Nacht“. Die DDSG Blue Danube, eines der Nachfolgeunternehmen der legendären DDSG, wagte sich am 25. Juli 2025 über die Premiere und erstmals stand eine Ausfahrt der MS Admiral Tegetthoff ganz im Zeichen der Küche des österreichischen Nachbarlandes. Dass die Geschichte der DDSG, die in den 1990er-Jahren auf Betreiben der damaligen Regierung zerschlagen und in Scheibchen verkauft wurde, auch von Ungarn geprägt ist, liegt auf der Hand. Immerhin bildeten Österreich und sein heutiges Nachbarland bis zur Auflösung der k.u.k-Monarchie den Staat Österreich-Ungarn. In den damaligen „Ländern der Heiligen Ungarischen Krone“ befanden sich die wichtigste Werft und ein bedeutendes Kohlerevier der DDSG. Selbst im Passagierverkehr war das Schiff über einen sehr langen Zeitraum das Verkehrsmittel der Wahl, wenn man von Wien nach Budapest (oder umgekehrt) kommen wollte, denn es war schlichtweg schneller als die Bahn, die Kutschen oder Automobile. Mittlerweile gibt es keine Linienschiffe mehr zwischen den beiden Hauptstädten, da diese gegenüber dem Straßen- und Eisenbahnverkehr schlichtweg schon allein aus Zeitgründen nicht mehr konkurrenzfähig sind. Nachfolger einer Traditionsreederei Der Erste Weltkrieg führte dazu, dass unter anderem „Die Reichsrat vertretenen Königreiche und Länder“ (Österreich) und die „Länder der Heiligen Ungarischen Krone“ (Ungarn“ getrennte Wege gegangen sind. Die DDSG konnte eine Lösung finden, um weiterhin Zugang zum unternehmenseigenen Kohlerevier sowie der wichtigen Werft zu haben. Man arrangierte sich mit Ungarns Diktator Admiral Miklós Horthy. Nachdem sich auch Österreich unter Engelbert Dollfuß und seinem

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Waldviertelbahn: Nostalgie-Erlebnis unter Dampf

Im Herzen des Waldviertels, einer Region, die oft als „österreichisch Sibirien“ bezeichnet wurde, spannen sich eiserne Bänder, die von einer längst vergangenen Zeit künden. Die Waldviertler Schmalspurbahnen, einstmals die Lebensadern für eine landwirtschaftlich geprägte und entlegene Region, haben eine bewegte Geschichte hinter sich, die von Aufschwung und Niedergang, von wirtschaftlicher Notwendigkeit und leidenschaftlicher Bewahrung erzählt. Ihre Geschichte ist ein Spiegelbild der technologischen Entwicklung und des Wandels in der Gesellschaft, beginnend mit dem Bahnbau im späten 19. Jahrhundert, über die wechselnden Betreiber von den Niederösterreichischen Landesbahnen bis zu den Österreichischen Bundesbahnen, bis hin zur heutigen Renaissance als rollendes Museum unter der Obhut des Landes Niederösterreich. Einst waren Dampflokomotiven die einzige Möglichkeit, um Züge in Bewegung zu bringen und zu halten. Über viele Jahrzehnte des 20. Jahrhunderts war diese Technologie das Rückgrat bei den meisten Eisenbahngesellschaften, aber mittlerweile sind die Nachfolger Diesel und Elektro omnipräsent und die vergleichsweise extrem seltenen Dampftraktionen ein wahrer Hingucker geworden. Die Waldviertler Schmalspurbahnen haben eine äußerst langjährige und bewegte Geschichte. Es handelt sich auch um die letzten Routen, auf denen die Österreichischen Bundesbahnen planmäßig mit Dampflokomotiven bespannte Züge im regulären Verkehr eingesetzt hat. Das ist jedoch schon lange Geschichte, denn die ÖBB haben sich aus dem Betrieb und Besitz derartiger Nebenbahnen in Niederösterreich komplett zurückgezogen. Das Land Niederösterreich ist über die NÖVOG Betreiber und Infrastrukturbesitzer geworden. Wäre die öffentliche Hand nicht eingesprungen, so hätte den Waldviertler Schmalspurbahnen wohl jenes Schicksal, das beispielsweise von der Bregenzerwaldbahn bekannt ist, geblüht: Komplette Stilllegung und Abbau von Schienen und sonstiger Infrastruktur.

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Kroatiens lebendiges Erbe: Eine Reise durch die Tiefen traditionellen Handwerks

Jenseits der sonnenverwöhnten Küsten und der historischen Städte verbirgt sich in Kroatien ein reiches Geflecht kultureller Traditionen, das über Generationen hinweg sorgfältig bewahrt und weitergegeben wurde. Dieses immaterielle Kulturerbe entfaltet ein beeindruckendes Spektrum an handwerklichem Können, das tief in der Geschichte und im alltäglichen Leben des Landes verwurzelt ist. Von der filigranen Nadelarbeit der Pager Spitze über das farbenfrohe Holzspielzeug aus Hrvatsko Zagorje bis hin zu den kunstvoll verzierten Lebkuchenherzen und der uralten Kunst des Trockenmauerbaus – diese Ausdrucksformen regionaler Identität und kreativer Vielfalt sind nicht nur Zeugnisse vergangener Zeiten, sondern lebendige Bestandteile der kroatischen Gegenwart. Viele dieser Traditionen haben internationale Anerkennung gefunden und wurden von der UNESCO als besonders schützenswert in ihre Liste des immateriellen Kulturerbes der Menschheit aufgenommen. Sie bieten Besuchern einzigartige Einblicke in die Seele Kroatiens und die Bedeutung, die diesem kulturellen Reichtum bis heute beigemessen wird. Kunstvolle Handarbeit: Die geschätzte Spitzenherstellung Die Spitzenherstellung in Kroatien ist ein immaterielles Kulturerbe, das seit Jahrhunderten in verschiedenen Regionen des Landes gepflegt wird. Diese feine Handarbeit ist ein Symbol für Geduld, Präzision und künstlerisches Geschick. Besonders hervorzuheben sind die Spitzen aus drei spezifischen Orten: Pag, Lepoglava und Hvar. Jede dieser Regionen hat ihre eigene, überlieferte Technik und verwendet unterschiedliche Materialien, was die Vielfalt dieses Handwerks unterstreicht. Die Pager Spitze, deren Ursprünge bis ins 15. Jahrhundert zurückreichen, wird in einer äußerst filigranen Nadeltechnik gefertigt. Sie zeichnet sich durch ihre feine Struktur und ihre komplexen Muster aus, die oft von der Natur inspiriert sind. Die hohe Qualität dieser Spitze war einst sogar

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Grüne Oasen im Häusermeer: New Yorks unerwartete Rückzugsorte bieten Erholung und Kultur

Die Metropole New York City, bekannt für ihre pulsierende Energie und schwindelerregenden Wolkenkratzer, offenbart im Sommer eine überraschend grüne Seite. Abseits des städtischen Trubels finden sich in allen fünf Bezirken zahlreiche Parks, botanische Gärten und Uferlandschaften, die als wahre Rückzugsorte zum Durchatmen einladen. Diese grünen Lungen der Stadt beweisen, daß selbst in einer der größten Ballungsräume der Welt Raum für naturnahe Erlebnisse und kulturelle Bereicherung existiert. Von wissenschaftlich wertvollen Pflanzenparadiesen über historische Parkanlagen bis hin zu innovativ gestalteten urbanen Grünoasen – New York bietet eine vielfältige Palette an Erholungsmöglichkeiten, die das urbane Naturleben auf einzigartige Weise erlebbar machen. Die Bronx: Botanische Wunder und wilde Flußlandschaften Der Norden New Yorks beherbergt einige der beeindruckendsten Grünflächen der Stadt. Im Herzen der Bronx erstreckt sich der New York Botanical Garden über mehr als 100 Hektar. Dieses botanische Juwel Amerikas ist nicht nur ein wissenschaftlich bedeutsames Pflanzenparadies mit über einer Million lebender Pflanzen, sondern auch ein Ort der stillen Schönheit. Besucher können durch dichte Wälder wandern, entlang ruhiger Teiche spazieren und kunstvoll angelegte Themengärten erkunden. Zu den Besonderheiten zählen ein prähistorischer Rosengarten, ein Feuchtbiotop und ein jahrhundertealter Wald, der als letzter seiner Art in der Stadt gilt und Zeugnis der ursprünglichen Landschaft vor der Besiedlung ablegt. Ein besonderes kulturelles Highlight in diesem Sommer ist die noch bis Oktober laufende Ausstellung „Van Gogh’s Flowers“. Hier werden florale Motive aus van Goghs berühmten Werken durch aufwendige Installationen lebendig nachgestellt, wodurch eine eindrucksvolle Verbindung von Natur, Kunst und Farbenlehre entsteht. Ergänzt wird das Erlebnis durch saisonale Führungen,

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Die Rückkehr der Sterne: Schladming-Dachstein schafft „Sternenplätze“ gegen das Verschwinden des Nachthimmels

In einer Welt, in der ein klarer, dunkler Nachthimmel mit sichtbaren Sternen für viele Menschen zur Seltenheit geworden ist, setzt die steirische Tourismusregion Schladming-Dachstein ein innovatives Zeichen. Während eine internationale Studie eine jährliche Zunahme der Lichtverschmutzung in Europa um etwa sechs Prozent konstatiert, widmet sich der Naturpark Sölktäler diesem Phänomen mit besonderem Engagement. Sechs eigens eingerichtete „Sternenplätze“ sollen Besuchern und Einheimischen gleichermaßen die Möglichkeit bieten, in die faszinierende Welt des nächtlichen Firmaments einzutauchen. Dieses Projekt zielt darauf ab, ein einzigartiges Erlebnis zu schaffen, das die Attraktivität der Region steigert und das Bewußtsein für die Schönheit und Bedeutung eines ungestörten Nachthimmels schärft. Die zunehmende Helligkeit der Nacht: Eine globale Herausforderung Die Problematik der Lichtverschmutzung ist ein weltweit wachsendes Anliegen. Der natürliche, dunkle Nachthimmel, der einst überall selbstverständlich war, ist in vielen dicht besiedelten Gebieten, aber auch zunehmend in ländlichen Regionen, nicht mehr zu finden. Künstliche Lichtquellen von Städten, Straßenbeleuchtungen, Industrieanlagen und Werbeflächen strahlen unkontrolliert in den Himmel ab und überlagern das schwache Licht der Sterne. Dies führt dazu, daß immer weniger Himmelskörper mit bloßem Auge sichtbar sind. Internationale Studien untermauern diese Entwicklung mit beunruhigenden Zahlen. So nimmt die Lichtverschmutzung in Europa jährlich um etwa sechs Prozent zu. Dies bedeutet, daß der Sternenhimmel in immer größeren Gebieten an Leuchtkraft verliert und damit für die menschliche Wahrnehmung verschwindet. Die Folgen sind vielfältig und reichen von der Beeinträchtigung astronomischer Forschung bis hin zu subtilen, aber signifikanten Auswirkungen auf das menschliche Wohlbefinden und die Kultur. Ein klarer Sternenhimmel ist seit jeher eine Quelle der Inspiration,

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