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Nach langer Pause: Boeing führte Max-7-Testflug durch

Der U.S.-amerikanische Flugzeugbauer Boeing führte am 15. Juli 2022 nach längerer Pause wieder einen Testflug mit dem Maschinentyp B737-Max-7 durch. Die N7201S hob kurz vor 11 Uhr 00 Lokalzeit am Boeing Field ab und erreichte diesen Airport nach rund 1,5 Stunden wieder. Während dem Testflug ist man auch nach Moses Lake geflogen. An diesem Airport wurden zwei Durchstartemanöver trainiert. Die Flughöhe wurde dabei jeweils auf etwa 1.100 Fuß abgesenkt. Zuletzt brauchte Boeing die N7201S im April 2022 in die Luft. Boeing will erreichen, dass sowohl die Max 7 als auch die Max 10 noch vor Jahresende die Typenzulassung erhalten. Während bei der kleineren Variante die Chancen durchaus gutstehen, sieht es bei der Max 10 nicht rosig aus. Der Hersteller drohte gar mit der Einstellung der größten Variante. Hintergrund ist, dass die die U.S.-amerikanische Regierung ein neues Gesetz erlassen hat, dass vorschreibt, dass ab Jahreswechsel alle neu zertifizierten Flugzeuge mit einem zentralen Warnsystem ausgerüstet sein müssen. Die Max-Serie hat dieses nicht. Sofern es nicht gelingen sollte die Max-7 und die Max-10 noch vor Jahresende 2022 zugelassen zu bekommen, würde die so genannte Typengleichheit verloren gehen. Für Betreiber würde das bedeuten, dass mit dem bestehenden Typerating für die Max-8 die anderen Varianten nicht geflogen werden dürfen.

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Erneut lange Verspätungen und technischer Defekt in Innsbruck

Am Flughafen Innsbruck ist es am Wochenende erneut zu längeren Verspätungen gekommen. Die im Auftrag des Reiseveranstalters Idealtours stationierte Fokker 100 von Trade Air hatte wiederholt mit technischen Problemen zu kämpfen. Die Maschine musste am Sonntagvormittag sogar evakuiert werden und anschließend ist aus dem rechten Hecktriebwerk Rauch aufgestiegen. Auch bei Easyjet und Eurowings Europe ist es nicht rund gelaufen. In der Nacht von Samstag auf Sonntag arbeiteten Techniker an der von Trade Air betriebenen Fokker 100. Allerdings konnten die Probleme offenbar nicht vollständig behoben werden, denn am Sonntagvormittag mussten die Passagiere nach dem Anlassen der Triebwerke unverzüglich die Maschine verlassen. Rund eine halbe Stunde später konnten die Passagiere wieder einsteigen, jedoch stiegen diesmal Rauchschwaden aus dem rechten Triebwerk der Fokker 100 auf. Die Flughafenfeuerwehr rückte dann mit drei Fahrzeugen an. Die Fluggäste wurden in einem Vorfeldbus evakuiert. Die Feuerwehr hatte keinen Löscheinsatz, sondern wurde lediglich aus Vorsichtsgründen bereitgehalten. Nun machten sich Techniker an die Fehlersuche. Dabei kam auch ein Enteisungswagen, der über eine Hebebühne verfügt, zum Einsatz. Den Mechanikern ist es gelungen das Problem ausfindig zu machen und zu beheben. Einige Zeit später wurde der Tankwagen angefordert und die Passagiere konnten wieder einsteigen und die Flüge nach Kalamata konnten durchgeführt werden. Die Chronologie des Vorfalls in der Webcam des Innsbrucker Flughafens: 06:30 06:40 06:50 07:00 07:10 07:20 07:30 07:40 07:50 Aufgrund des technischen Defekts der Fokker 100, der sich am Sonntagvormittag in Innsbruck ereignet hat, fing sich die Maschine bis zum letzten geplanten Flug des Tages eine Gesamtverspätung von 4,5

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Eurowings Discover: Airbus A330 erleidet Druckabfall über dem Atlantik nahe Irland

Eurowings-Discover-Flug 4Y7, durchgeführt mit dem Airbus A330-300 mit der Registrierung D-AIKA, erlitt am Sonntagvormittag auf dem Weg von Puerto Plata nach Frankfurt am Main im irischen Luftraum einen Druckabfall. Die Maschine setzte einen Notruf ab und wurde von der Flugsicherung nach Düsseldorf umgeleitet. Offiziellen Angaben nach befanden sich 179 Passagiere an Bord. Aus noch ungeklärter Ursache ist über dem Atlantik – nahe Irland – der Kabinendruck abgefallen. Die Piloten haben die Reiseflughöhe von rund 12.000 Metern im Rahmen eines so genannten Notsinkflugs verlassen. Der Langstreckenjet setzte anschließend die Reise auf einer Höhe von rund 3.000 Metern fort. In Deutschland wurde dann Düsseldorf als Landeort zugewiesen. Die Sauerstoffmasken haben an Bord ausgelöst. Laut Eurowings Discover sollen alle Passagiere und Besatzungsmitglieder die D-AIKA wohlauf verlassen haben. Weder die Crew noch die Fluggäste sollen sich nach der Landung über gesundheitliche Probleme beklagt haben. „Bereits bei Bemerken eines geringen Druckverlusts in der Kabine wurde die Reiseflughöhe verlassen, auf eine sichere Flughöhe gesunken und eine Sicherheitslandung geplant“, erklärt die Fluggesellschaft. Die Sauerstoffmasken werden im Falle eines Druckverlustes ausgelöst, da andernfalls die Insassen gesundheitliche Schäden erleiden könnten. Auf der Höhe von rund 3.000 Metern ist der Druckunterschied erheblich geringer, so dass der Flug auch ohne Sauerstoffmasken fortgesetzt werden kann. Techniker werden nun die D-AIKA genau untersuchen, denn momentan ist noch nicht bekannt was den Druckabfall verursacht hat. Erst wenn die Ursache gefunden und behoben ist wird dieser Airbus A330-300 wieder in den Liniendienst gestellt werden. Der temporäre Ausfall dieser Maschine könnte derzeit noch nicht absehbare Auswirkungen

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Kroatien: Trade Air will subventionierte Inlandsflüge erst am 1. August 2022 reaktivieren

Die kroatische Fluggesellschaft Trade Air wird die subventionierten Inlandsflüge nicht wie ursprünglich angekündigt am 18. Juli 2022 reaktivieren. Der Carrier kommunizierte den 1. August 2022 als neuen Termin. Seit einigen Jahren führt Trade Air innerhalb von Kroatien einige PSO-subventionierte Inlandsflüge im Streckennetz. Die operative Durchführung erledigt man aber nicht selbst, sondern nimmt andere Carrier mit kleinem Fluggerät ins Wetlease. Geplant ist, dass ab 1. August 2022 eine Saab 340 eines nicht näher bezeichneten Anbieters im Auftrag der kroatischen Fluggesellschaft fliegen soll. Per 1. Mai 2022 hat Trade Air sämtliche inländischen PSO-Strecken temporär eingestellt. Hintergrund ist, dass die Neuausschreibung länger gedauert hat als ursprünglich angenommen. Der Mitbewerber Croatia Airlines, der ebenfalls auf manchen Domestic-Routen Subventionen erhält, hat sich nicht zu diesem Schritt entschieden. Die kroatische Regierung hatte die Ausschreibung verlängert, da man gehofft hat, dass sich weitere Carrier bewerben. Allerdings haben nur Trade Air und Croatia Airlines, also jene beiden Fluggesellschaften, die bereits unter Vertrag waren, Angebote abgegeben. Dementsprechend verzögerte sich der Zuschlag. Trade Air vertritt die Ansicht, dass die betroffenen Strecken ohne Zuschüsse nicht betrieben werden können. Zunächst war die Rede davon, dass man die subventionierten Inlandsflüge wieder ab dem 4. Juli 2022 durchführen wird, jedoch kommunizierte Trade Air dann den 18. Juli 2022. Nun gab man bekannt, dass die Wiederaufnahme erst am 1. August 2022 mit einer im Rahmen eines Wetlease-Vertrags angemieteten Saab 340 erfolgen soll. Den Operating Carrier nannte man nicht.

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Explosive Güter an Bord: Ukrainische Antonow An-12 in Griechenland abgestürzt und explodiert

Am Samstagabend ist die von der ukrainischen Frachtfluggesellschaft Meridian betriebene Antonow An-12 mit der Registrierung UR-CIC in der Nähe von Kavala abgestürzt. Das 51,5 Jahre alte Turbopropflugzeug befand sich auf dem Weg von Nis nach Amman. Das Ladegut war im wahrsten Sinne des Wortes explosiv, denn laut griechischen Medien beförderte das betagte Cargoflugzeug rund 12 Tonnen Gefahrengüter, wobei es sich demnach überwiegend um nicht näher bezeichnete explosive Materialien handeln soll. Augenzeugen berichten, dass es unmittelbar nach dem Absturz zu mehreren durchaus heftigen Explosionen gekommen sein soll. Was genau im Frachtraum war ist den griechischen Behörden nicht bekannt und auch das wahre Flugziel scheint nicht Amman gewesen zu sein, sondern Bangladesh. Pikant: In den Tagen zuvor war diese An-12 wiederholt in Richtung Rzeszow im Einsatz. Das ukrainische Flugzeug, das in Griechenland abgestürzt ist, transportierte nach Angaben des serbischen Verteidigungsministeriums Leucht- und Übungsminen nach Bangladesch. „Die Information, dass die Waffen in die Ukraine transportiert wurden, ist böswillig und falsch“, sagte Verteidigungsminister Nebojsa Stefanovic. Die eingesetzte Maschine UR-CIC war eine im Jahr 1971 ursprünglich bei der damaligen sowjetischen Aeroflot in Dienst gestellte Antonow An-12. Nach zahlreichen anderen Operators wurde der Oldie erst im Feber 2022 bei der ukrainischen Meridian eingeflottet. Zum Zeitpunkt des Unfalls hatte das viermotorige Turbopropflugzeug bereits stolze 51 Jahre und sechs Monate auf dem Buckel. Dieser Maschinentyp wurde ursprünglich für den militärischen Einsatz entwickelt, kam jedoch bereits zu Sowjetzeiten sowohl als Fracht- als auch als Passagierflugzeug auch zivil zum Einsatz. Die gegenständliche UR-CIC war – zumindest offiziell – nie auf

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Köln/Bonn will Sicherheitskontrollen selbst übernehmen

Mit Ausnahme von Frankfurt am Main werden in Deutschland die Sicherheitskontrollen an den Verkehrsflughäfen durch private Sicherheitsdienstleister im Auftrag der Bundespolizei durchgeführt. Köln/Bonn stellt nun in den Raum, dass man dies – ähnlich wie in Frankfurt – in Eigenregie übernehmen könnte. Derzeit ist der zuletzt genannte Airport einer jener Hotspots in der Bundesrepublik, an dem die Auswirkungen des Personalmangels für die Passagiere besonders stark spürbar sind. Vor den Sicherheitskontrollen kommt es immer wieder zu stundenlangen Wartezeiten. Mit diesem Zustand ist die Geschäftsführung des Konrad-Adenauer-Flughafens offensichtlich sehr unzufrieden. Im Gespräch mit dem Kölner Stadt-Anzeiger erklärt Airport-Chef Thilo Schmid, dass man bereit ist die Verantwortung für die Sicherheitskontrollen zu übernehmen. Es besteht auch Bereitschaft selbst Geld in die technische Ausrüstung zu investieren, „um die Abläufe auch dadurch zu beschleunigen“. Der Manager sagte gegenüber der Zeitung weiters: „Wir als Flughafen sind bereit, bei den Kontrollen Verantwortung zu übernehmen. Das heißt auch, dass wir mitentscheiden können und Einfluss auf die Organisation der Kontrollen bekommen müssten“.

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Flugchaos: EU-Abgeordneter fordert EU-Kommission und Gewessler zum Handeln auf

Schwere Vorwürfe in Richtung Flughäfen und Airlines erhebt EU-Abgeordneter Andreas Schieder (SPÖ). Der österreichische Politiker wirft der Branche vor, dass diese das momentane Chaos in Kauf nehmen würde und sowohl die EU-Kommission als auch die Bundesregierung keine Maßnahmen ergreifen würden. „Pünktlich zur Hauptreisezeit heißt es an den europäischen Flughäfen ‚Rien ne va plus!‘ Flugstreichungen, ungefragte Umbuchungen, lange Wartezeiten, Verspätungen und unkooperative Informationspolitik; wer in diesen Tagen mit dem Flugzeug verreisen will, braucht starke Nerven. Aber wer die Branche kennt und Medienberichte aufmerksam verfolgt hat, weiß, die Airlines sind sehenden Auges in diesen Chaos-Sommer marschiert. Und die EU-Kommission hat zugeschaut, denn die herausgestellte Marktposition der großen Airlines wurde trotz konsequentem Abbau des Angebots abgesichert. Dort hat man die Corona-Hilfen in Milliardenhöhe gerne eingestreift, aber gleichzeitig Personal entlassen und Kapazitäten heruntergefahren. Dass das erwartbar hohe Passagieraufkommen so nicht zu bewältigen sein wird, war klar, in erster Linie den Luftfahrtunternehmen. Die Kombination aus schlechten Arbeitsbedingungen, Personalauslagerungen und dem stetigen Preiswettbewerb nach unten führen zu dem Chaos, das wir nun auf europäischen Flughäfen vorfinden. Leidtragende sind jetzt die Konsumenten und die Beschäftigten“, so Schieder. In der Pflicht sieht der österreichische EU-Abgeordnete in erster Linie die EU-Kommissarinnen Valean und Vestager, aber auch Verkehrsministerin Leonore Gewessler (Grüne). Letztere machte wiederholt mit eindeutigen Äußerungen klar, dass sie eine Gegnerin von Kurzstreckenflügen ist und forciert den Bahnverkehr mit Schwerpunkt Nachtzüge. Vor rund zwei Jahren kündigte das Regierungsmitglied Mindestpreise für Flugtickets an, jedoch wurden diese bislang nicht umgesetzt. Um das umstrittene Projekt, bei dem massive Rechtsbedenken bestehen, wurde es

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Reisetipps: So kommen Urlauber leichter durch Flughäfen

Die Vorbereitung zählt: Am Flughafen angekommen starten Reisende am entspanntesten in den Urlaub, wenn sie gut organisiert sind. Dazu gehört für viele rechtzeitig vor Ort zu sein und sich bereits im Voraus auf den Check-in und die Sicherheitskontrolle vorzubereiten. „Die Sommerferien sind endlich da und für viele ist es das erste Mal seit langem, dass sie in ein Flugzeug steigen. Selbst erfahrene Reisende fühlen sich nun vielleicht wie Reise-Neulinge“, erklärt Friederike Burge, Reiseexpertin bei Skyscanner. Eine aktuelle Umfrage des führenden Reiseunternehmens zeigt, welche Problematiken und Zeitfresser Reisende vor dem Abflug bereits erlebt haben. Doch mit einigen Tipps und Tricks lässt es sich diesen Sommer leichter durch das Chaos an vielen Flughäfen kommen und Zeit sparen. Erfahrene Reiseprofis verraten, wie das geht: Check-in und Ankunft am Flughafen 42 Prozent sind der Meinung, dass die beste Ankunftszeit am Flughafen vor einem internationalen Flug zwei Stunden beträgt. Experten-Tipp: Um genug Zeit einzuplanen, informieren sich Passagiere am besten immer auf der jeweiligen Website oder App des Flughafens über aktuelle Wartezeiten. Dort finden sie meist Live-Updates mit Schätzungen, wie lange es bei der Sicherheitskontrolle dauert. Mehr als die Hälfte (51 Prozent) der deutschen Reisenden checkt erst am Flughafen ein. Experten-Tipp: Viele Flughäfen bieten eine Gepäckaufgabe bereits am Tag vor Abflug an. Wer die Möglichkeit hat, kann so die Zeit am Flughafen vor der Abreise verkürzen und Warteschlangen vermeiden. Reisende, die nur mit Handgepäck fliegen und online einchecken, reduzieren das Risiko weiterer Verzögerungen. Rund ein Viertel (26 Prozent) der deutschen Reisenden gaben an, dass sie ihr

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Türkische Luftfahrtbehörde hält „rein gar nichts“ von Leiharbeiter-Einsatz in Deutschland

Mit Leiharbeitern aus der Türkei wollten Deutschlands Flughäfen die akuten Personalprobleme „zwischenlösen“. Das Projekt entwickelt sich immer mehr zu einem Problem, denn während der Hauptreisezeit können diese gar nicht mehr eingesetzt werden. Fraport geht davon aus, dass das erste Leasingpersonal nicht vor September 2022 arbeiten darf. Nun gibt es auch noch Widerstand aus der Türkei. Mit der türkischen Staatsführung scheinen weder die Branchenverbände noch die deutsche Bundesregierung gesprochen zu haben. Ursprünglich teilte die Standesvertretung kryptisch mit, dass man einen Anbieter von Leihpersonal an der Hand habe, der kurzfristig rund 2.000 Arbeiter bereitstellen könne. Diese sollten gute Deutschkenntnisse haben und schon über alle Sicherheitsbescheinigungen verfügen. Dass diese Ankündigung mehr „heiße Luft“ als ernsthafte Hoffnung auf Entlastung für die Festangestellten in Deutschland war, dürfte spätestens dann klar gewesen sein als bekannt wurde, dass jeder einzelne Leiharbeiter aus der Türkei die Schulungen und Sicherheitsüberprüfungen in Deutschland durchlaufen muss. Weiters müssen Arbeitsvisa über die zuständige Botschaft bzw. das zuständige Konsulat beantragt werden. Die Bürokratie nimmt viel Zeit in Anspruch und unter anderem deswegen ist die Äußerung der Fraport AG, dass man nicht vor September 2022 mit dem Einsatz der ersten türkischen Leiharbeiter rechnet, durchaus realistisch. Anfang November 2022 soll schon wieder Schluss sein – so will es die deutsche Bundesagentur für Arbeit. Gegenwind gibt es noch von einer ganz anderen Stelle: Die türkische Regierung ist vom Projekt der Deutschen nicht wirklich begeistert. Man befürchtet, dass man dauerhaft Luftfahrt-Fachpersonal verlieren könnte. Bereits jetzt macht man es unter anderem Piloten besonders schwer zu Fluggesellschaften im Ausland

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Streik bei Transavia France: Rund 30 Prozent aller Flüge gestrichen

Die Billigfluggesellschaft Transavia France muss am Wochenende bis zu 30 Prozent der geplanten Flüge streichen. Hintergrund ist, dass seit Mittwoch Gewerkschaften das Kabinenpersonal zur Arbeitsniederlegung aufrufen. Bislang musste die Air-France-KLM-Tochter zahlreiche Flüge absagen. Am Freitag war rund 30 Prozent des Angebots betroffen. Für Samstag hat Transavia France ebenfalls 30 Prozent aller Flüge abgesagt. Für Sonntag rechnet das Luftfahrtunternehmen damit, dass man etwa ein Viertel absagen muss. Vom Streik betroffen ist die französische Sparte von Transavia. Die niederländische Konzernschwester befindet sich zwar nicht im Streik, jedoch musste diese bereits im Vorfeld wegen Personalmangel und beschränkter Kapazität zahlreiche Flüge ab Amsterdam-Schiphol absagen. Ein kleiner Teil des Angebots wurde auf andere Airports in den Niederlanden verlegt. In Frankreich ruft unter anderem die Flugbegleitergewerkschaft Syndicat National du Personnel Navigant Commercial das Kabinenpersonal von Transavia France zur unbefristeten Arbeitsniederlegung auf. Zunächst war die Beteiligung eher gering, denn am Mittwoch und Donnerstag mussten jeweils „nur“ etwa 15 Prozent der geplanten Flüge abgesagt werden. Seit Freitag hat sich die Anzahl der Streichungen verdoppelt. Dies deutet stark darauf hin, dass sich mehr Flugbegleiter dem Streik angeschlossen haben. Die Gewerkschaft weigerte sich in der vergangenen Woche, zusammen mit anderen Gruppen einen Tarifvertrag zu unterzeichnen, da das darin festgelegte Grundgehalt für neu eingestellte Flugbegleiter unter dem Mindestlohn liegen soll. Ein Sprecher der Fluggesellschaft erklärte gegenüber Bloomberg, dass die Vereinbarung Sonderzahlungen und eine verbesserte Personaleinsatzplanung beinhalte. Außerdem sagte der Medienreferent, dass die Vergütung über dem Mindestlohn liege, wenn variable Anteile zum Grundgehalt hinzugerechnet würden.

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