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BGH: Wenn wenige Minuten für die Ausgleichsleistung entscheidend sind…

Manchmal geht es bei der Frage, ob Fluggesellschaften Ausgleichsleistungen aufgrund der Passagierrechteverordnung bezahlen müssen oder nicht nur um wenige Minuten. Der deutsche Bundesgerichtshof befasste sich mit einem solchen Fall und entschied zu Ungunsten der Reisenden. Der Europäische Gerichtshof stellte bereits vor einigen Jahren fest, dass der Zeitpunkt der Ankunft jener ist, an dem die erste Tür geöffnet wird und das Aussteigen möglich ist. Die Landung gilt nicht als tatsächliche Ankunft der Maschine. Doch: Was ist, wenn der Passagier der Ansicht ist, dass er um mehr als drei Stunden verspätet angekommen ist, aber die Airline sagt, dass man haarscharf daruntergeblieben ist? Genau ein solcher Fall wurde unter der Geschäftszahl X ZR 94/20 vor dem deutschen Bundesgerichtshof verhandelt. Kläger war ein Passagier, der von Bremen nach Teneriffa geflogen ist. Aufgrund eines technischen Defekts verzögerte sich der Abflug um etwa drei Stunden. Die Ankunft hingegen blieb knapp unter dieser relevanten Marke. Planmäßig hätte der Mittelstreckenjet um 15 Uhr 25 die Parkposition erreichen sollen. Die Airline behauptet, dass um 18 Uhr 20 geparkt wurde und kurz vor 18 Uhr 25 die erste Tür zum Aussteigen geöffnet wurde. Der Kläger hielt dagegen, dass man erst gegen 18 Uhr 35 habe aussteigen können. Somit ging es um wenige Minuten, die darüber entscheiden, ob die Ausgleichsleistung bezahlt werden muss oder nicht. Der Bundesgerichtshof entschied, dass Fluggesellschaften nicht verpflichtet sind den genauen Zeitpunkt der Öffnung der Tür im Bordbuch zu dokumentieren. Die Vorlage dieses habe im Verfahren „keine weiteren Erkenntnisse“ gebracht. Passagiere müssten in solch strittigen Fällen den

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Stansted: Ryanair beschädigt Boeing 737-800 vor Wartungshangar

Der irische Billigflieger Ryanair beschädigte sich auf dem Flughafen London-Stansted einen Mittelstreckenjet des Typs Boeing 737-800. Ein Schlepper geriet aus noch unklarer Ursache unter das Fluggerät und riss ein großes Loch in den Rumpf. Das Bodenfahrzeug trägt die Lackierung des konzerneigenen Dienstleisters „Blue Handling“. Die betroffene Boeing 737-800 ist schwer beschädigt, denn Teile des Rumpfes wurden herausgerissen. Der Vorfall soll sich bereits am 21. Oktober 2021 ereignet haben. Verletzte gibt es nicht, denn die Beschädigung ist vor dem Wartungshangar von Ryanair auf dem Flughafen London-Stansted passiert. Es befanden sich keine Passagiere an Bord der Boeing 737-800. Wie es dazu kommen konnte und ob diese Maschine überhaupt wieder flugfit gemacht werden kann oder ein wirtschaftlicher Totalschaden ist, wird noch abgeklärt.

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Southwest bestellt 16 weitere Boeing 737 Max 7

Die U.S.-amerikanische Billigfluggesellschaft Southwest zieht insgesamt 16 Optionen für das Muster Boeing 737 Max 7. Diese werden in zwei Charten zu je acht Maschinen ausgeliefert. Der Carrier erklärt unter anderem, dass man damit die Ausflottung der B737-700 beschleunigen will. Die ersten acht Einheiten sollen im kommenden Jahr an Southwest Airlines übergeben werden. Die zweite Charte soll im Laufe des Jahres 2023 an den Billigflieger ausgeliefert werden. Bedingt durch das Ziehen der Optionen wächst die Order auf 250 Boeing 737 Max 7 an. Southwest Airlines hat weiters 149 offene Bestellungen für die Max 8. Übernommen hat man bislang 69 Stück, wobei in diesem Jahr keine weiteren mehr ausgeliefert werden sollen. Derzeit hat die Max 7 noch keine FAA-Zulassung. Diese wird für Anfang 2022 erwartet. Unmittelbar danach sollen die ersten an den Carrier übergeben werden.

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Nice Places: Inland Sea und Blue Hole – Naturspektakel auf Gozo

Dwejra, das zur Ortschaft San Lawrenz auf Gozo gehört, gibt es gleich zwei spektakuläre, natürliche Sehenswürdigkeiten. Das einst weltbekannte Azure Window gibt es aber nicht mehr, denn es ist am 8. März 2017 während einem Unwetter kollabiert. Bereits die Anfahrt nach Dwejra bietet einen spektakulären Ausblick auf die Landschaft und aufgrund der schmalen, steilen Straße braucht man durchaus auch starke Nerven. Gefühlt düsen die Linienbusse als ob es Go-Karts wären hinunter. Passiert ist noch nie etwas, was eindeutig dafürspricht, dass die Buslenker von Malta Public Transport ihre Fahrzeuge sicher fahren. Dwejra ist die Endstation der Buslinie 311, die von Rabat (Victoria) aus regelmäßig diesen Ort ansteuert. Man braucht also keinen Leihwagen oder Touristentouren, um zum Inland Sea bzw. zum Blue Hole zu gelangen. Beide natürlichen Attraktionen sind kostenlos und frei zugänglich. Doch was erwartet einen eigentlich? Inland Sea: Durch eine Höhle mit dem Meer verbunden Der Inland Sea ist kein See, sondern ein kleines Stück Mittelmeer, das nur über eine Höhle mit dem Meer verbunden ist. Durch diese kann man theoretisch schwimmen oder spontan vor Ort für einen einstelligen Eurobetrag eine Durchfahrt mit einem Boot buchen. Selbstverständlich kann man am Inland Sea auch baden und das bestens geschützt von Strömung und Wellen, aber das hat einen Haken. Am Inland Sea gibt es keinen Sandstrand, sondern Schotter und viele Steine in allen Größen. Das heißt, dass Flanieren nicht wirklich gemütlich ist und auch der Ein- und Ausstieg ohne Wasserschuhe etwas mühsam ist, da es rutschig sein kann und obendrein es ein

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Dr. Richard stellt Graz-Flughafen Wien erneut ein

Die Fernbuslinie X96 zwischen Graz und dem Flughafen Wien-Schwechat wurde erneut auf unbestimmte Zeit eingestellt. Betreiber Dr. Richard hofft, dass diese ab Frühjahr 2022 wieder angeboten werden kann. Der unter der Marke Flixbus angebotene Zubringerverkehr zum größten Flughafen Österreichs wurde nach langer „Corona-Pause“ erst am 1. Juli 2021 reaktiviert. Seit 22. Oktober 2021 stehen die Räder wieder auf unbestimmte Zeit still. Das Busunternehmen Dr. Richard erklärt dazu, dass man zuletzt „deutlich zu geringe Fahrgastfrequenzen“ gehabt habe. Weiters: „Aufgrund pessimistischer Prognosen für den Flugverkehr in den nächsten Monaten gehen wir davon aus, dass die Linie erst im Frühjahr 2022 ein Comeback feiern kann“. Nicht betroffen von dieser Entscheidung ist die Linie 96, die zwischen Wien und Graz unter der Flixbus-Marke durchgeführt wird. Das Klimaticket ist auf den beiden innerösterreichischen Fernbuslinien nicht gültig. Hierzu schreibt Dr. Richard: „Sämtliche KlimaTickets gelten leider bis auf Weiteres nicht auf allen Flixbus-Linien, auch nicht auf 096 und X96. Das BMK möchte diese Linien derzeit nicht in das Klimaticket integrieren“.

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Ryanair „doppelt“ Wizz Air: Wien-Akaba ab 3. Dezember 2021

Die Destination Akaba wurde bislang ab Wien-Schwechat nicht nonstop angeboten. Das ändert sich im Dezember 2021, denn Wizz Air und Ryanair werden diese Route anbieten. Damit „doppeln“ die beiden Carrier erneut Strecken. Der ungarische Billigflieger kündigte am 4. Oktober 2021 die Aufnahme von Amman und Akaba an. Wizz Air wird die zuletzt genannte Stadt ab 18. Dezember 2021 an den Verkehrstagen Donnerstag und Sonntag bedienen. Die Reaktion des Mitbewerbers, dessen ehemalige Tochter Amman schon „vor Corona“ im Programm hatte, hat nicht lange auf sich warten lassen. Ryanair wird ab 3. Dezember 2021 jeweils montags und freitags zwischen Wien und Akaba fliegen. Je nach Verkehrstag kommen Boeing 737-800 bzw. von Lauda Europe betriebene Airbus A320 zum Einsatz. Der pinkfarbene Konkurrent will diese Route im Regelfall mit Airbus A321neo bedienen. Die beiden Billigflieger liefern sich seit einiger Zeit einen Konkurrenzkampf in Wien-Schwechat. Dabei kommt es äußerst häufig vor, dass man den direkten Wettbewerb sucht und Routen des jeweils anderen Anbieters „doppelt“. Unterbrochen war dies bislang eigentlich nur durch die defacto-Groundings zu Beginn der Corona-Pandemie. Offensichtlich sucht man nun wieder die direkte Konfrontation.

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Vienna Airport Lines und CAT akzeptieren Klimaticket nicht

Ab dem 26. Oktober 2021 gilt in Österreich das so genannte Klima-Ticket – eine Netzkarte für fast alle öffentlichen Verkehrsmittel. Beim Onlinekauf ist zu beachten, dass dieses aufgrund des gesetzlichen Rücktrittsrechts im Fernabsatz frühestens 14 Tage nach dem Kaufdatum gilt. Der Starttermin ist frei auswählbar. Wer quasi sofort fahren möchte, muss das Klimaticket bei den Vertriebspartnern, beispielsweise Fahrkartenschalter der Österreichischen Bundesbahnen, erwerben. Preislich gibt es gegenüber dem Onlinekauf keinen Unterschied. Punktuell ist aber mit längeren Warteschlangen an den Schaltern zu rechnen, denn der Einführungspreis von 949 Euro (Standard-Version für Erwachsene) gilt nur noch bis zum 31. Oktober 2021. Danach wird es teurer. Mit der neuen Netzkarte in der Österreich-Variante können fast alle öffentlichen Verkehrsmittel genutzt werden. Es gibt allerdings einige wenige Ausnahmen, denn beispielsweise sind die Flixbus-Dienste nicht inkludiert, da dieses Unternehmen kein Teilnehmer des Klimatickets ist. Die Westbahn hingegen ist dabei und akzeptiert das Klimaticket. 14 Tage Wartezeit beim Online-Kauf Beim Kauf des Klimatickets kann man den Beginn der Gültigkeit frei wählen. Im Internet muss man aber beachten, dass dieser frühestens 14 Tage nach dem Kaufdatum sein kann. Am Schalter gibt es diese Restriktion nicht. Der Preis kann wahlweise sofort an Ort und Stelle entrichtet werden oder aber in Form einer aufpreis- und zinslosen Ratenzahlung. Eine Anzahlung in der Höhe von 158 Euro muss beim Kauf aber bezahlt werden. Anschließend erfolgt nach etwa zwei Monaten eine monatliche Abbuchung von insgesamt zehn Raten. Die genannten Kosten und die Höhe der Anzahlung bezieht sich auf die bundesweit gültige Classic-Variante für Erwachsene.

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Green Airlines hat Pilatus PC-12 gechartert

Der Ticketverkäufer Green Airlines hat am vergangenen Wochenende wieder mal Fluggerät kreuz von quer durch Europa einfliegen lassen. Am Freitag gab es aber eine Besonderheit, denn offenbar hatte man auf der Strecke Paderborn-Sylt überhaupt keine Buchungen. Am 22. Oktober 2021 wurde die OY-NPG unter der Flugnummer NFA105P von Aalborg nach Westerland eingeflogen. Von dort aus flog der Metroliner als NFA105 für Green Airlines nach Paderborn. Anschließend wurde das kleine Turbopropflugzeug wieder als NFA105P nach Aalborg ausgeflogen. Die Route Paderborn-Westerland wurde am Freitag nicht bedient. Dieser Umstand lässt die Vermutung zu, dass Green Airlines überhaupt keine Buchung hatte. Der Sonntag brachte mit Get1Jet eine weitere Fluggesellschaft zum Einsatz. Die F-HJFP, eine einmotorige Pilatus PC-12 wurde am Vormittag des 24. Oktober 2021 nach Westerland geflogen. Dort stand sich das kleine Flugzeug bis zum Abend die Räder platt ehe nach Paderborn geflogen wurde. Das einmotorige Flugzeug übernachtete in Paderborn und wurde danach nach Rotterdam ausgeflogen. Für das bevorstehende Wochenende verkauft man Charterflüge unter Angabe des Fluggeräts Embraer Phenom 300. Existierende Flugnummern bzw. der Operating Carrier werden nicht genannt. Es handelt sich um die vorerst letzten Charter, denn danach ist vorläufig nichts mehr buchbar. Im Feber 2022 will man dann ab Weeze und Karlsruhe/Baden-Baden Charterflüge anbieten, wobei auch hier fiktive Flugnummern verwendet werden und der Operating Carrier nicht genannt wird. Bemerkenswert ist auch, dass Green Airlines auf der Homepage die Ankündigungen (Medienmitteilungen) für das Flugangebot ab Weeze und Karlsruhe/Baden-Baden entfernt hat. Selbiges gilt für Facebook. Lediglich auf Instagram macht man noch Werbung für die

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Weeze will stärkeres Programm als „vor Corona“ haben

Der deutsche Regionalflughafen Weeze hat eigenen Angaben nach ein umfangreicheres Winterprogramm als vor der Corona Pandemie. Neu sind unter anderem Flüge nach Gran Canaria und Ägypten, durchgeführt von Corendon. Die am Flughafen Niederrhein tätigen Airlines bieten im bevorstehenden Winterflugplan 2021/22 pro Woche bis zu 49 Flüge zu 25 Destinationen an. Das Sitzplatzangebot soll um 20 Prozent höher sein als im Winter 2019/20. „Auch der kommende Flugplan macht deutlich, dass wir nach der Corona-Krise weiter im Steigflug sind. Die Airlines setzen auch im Winter verstärkt auf den Standort Weeze. So können wir unseren deutschen und niederländischen Gästen wieder ein umfangreiches Angebot machen“, erklärt Sebastian Papst, Geschäftsführer des Airport Weeze. Die türkische Fluggesellschaft Corendon Airlines, die in der Sommersaison von Weeze aus erstmals Routen nach Antalya, Ägypten und Griechenland aufgenommen hat, fliegt im Winter das sonnensichere Ziel Gran Canaria an und setzt auch die Verbindung nach Hurghada fort. Zudem bleibt die irische Airline Ryanair stark am Flughafen Niederrhein vertreten. Ziele wie Faro (Portugal), Alicante (Spanien) oder Bari und Ancona (Italien) werden weiterhin von Weeze aus angesteuert. Neu hinzu kommen in diesem Winterflugplan Lanzarote, Teneriffa, Mailand-Bergamo sowie Zagreb. Ab Weeze stehen somit vier der gefragtesten Kanareninseln zur Auswahl: Fuerteventura, Teneriffa, Gran Canaria und Lanzarote. „Wir registrieren sehr deutlich, dass die Reiselust nach Corona groß ist. Es besteht bei vielen Reisenden Nachholbedarf. Daher sind wir besonders froh, dass wir viele Ziele anbieten können, bei denen regelrecht eine Sonnengarantie besteht – und zwar auch im Winter“, so Geschäftsführer Sebastian Papst. Der Ticketverkäufer Green Airlines will

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HNA: Gläubiger stimmen Sanierungsplan zu

Die chinesische Luftfahrt- und Tourismusgruppe soll strategische Investitionen in Milliardenhöhe erhalten. Das Unternehmen war auch am deutschen Flughafen Hahn beteiligt. Die Gläubiger des insolventen chinesischen Luftfahrt- und Tourismus-Konglomerats HNA-Group haben einem Sanierungsplan zugestimmt. Demnach soll die Gruppe nach einer Restrukturierung strategische Investitionen in Höhe von 38 Milliarden Yuan erhalten. Das entspricht mehr als fünf Milliarden Euro. Das Geld solle an elf Unternehmen des Konzerns fließen, darunter die Fluggesellschaft Hainan Airlines, wie aero.de berichtet. HNA war jahrelang international auf eine milliardenschwere Einkaufstour gegangen, überwiegend finanziert mit Krediten. So hatte sich der Konzern an Firmen von der Hotelkette Hilton bis zur Deutschen Bank beteiligt. Bis Mitte 2019 hatte HNA 707 Milliarden Yuan (90 Milliarden Euro) Schulden angehäuft. Im Januar dieses Jahres brach das Konglomerat unter der Schuldenlast zusammen. Im September wurde die Führungsspitze verhaftet. Die Zahl der Gläubiger beläuft sich einem Insider zufolge auf mehr als 67.000. In Deutschland war HNA auch beim Regionalflughafen Hahn eingestiegen, der im Oktober seinerseits Insolvenz anmeldete.

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