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ATR: Nur 10 Flugzeuge in einem Jahr ausgeliefert

Das Jahr 2020 war für den Flugzeugbauer ATR wohl definitiv ein „Seuchenjahr“. Das Joint-Venture von Airbus und Leonardo konnte nur sechs Neubestellungen an Land ziehen. Auch wurden nur zehn Maschinen an Kunden übergeben, geht aus dem Geschäftsbericht von Leonardo hervor. Beim Mitbewerber de Havilland Aircraft of Canada ist es ebenfalls nicht sonderlich erfolgreich gelaufen. Dieser Hersteller kündigte gar die zumindest temporäre Einstellung der Produktion der Dash 8-400 an. Grund dafür ist, dass man keine Neubestellungen mehr hat. Das Backlog wird noch abgearbeitet und dann werden die Pforten in Toronto auf unbestimmte Zeit schließen. ATR war eher damit konfrontiert, dass die Kunden ihre Bestellungen zunächst aufschieben wollten. Allerdings konnte man zunehmend im Frachtbereich stärker werden, denn beispielsweise an FedEx konnte man 50 ATR72-600F verkaufen. Die Auslieferungen laufen bereits seit Ende 2020. Dieses Segment will der europäische Hersteller heuer stärker forcieren.

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Schlappe für Airbus: Southwest bleibt Boeing treu

Die U.S.-amerikanische Billigfluggesellschaft Southwest Airlines steht laut lokalen Medienberichten unmittelbar vor einer Großbestellung für das Muster Boeing 737 Max 7. Zuvor hatte man alternativ auch den Airbus A220-300 evaluiert, sich jedoch nun dafür entschieden dem Stammhersteller treu zu bleiben. Southwest Airlines ist mit 742 Exemplaren verschiedener Varianten der Boeing 737 der mit Abstand größte Operator und damit wichtigste Kunde des Herstellers. Damit hat die Entscheidung, dass die bestehende 737-Max-7 Order über 52 Exemplare aufgestockt werden soll, besonderes Prestige für Boeing. Airbus konnte mit dem A220-300 nicht punkten. In den nächsten Jahren will Southwest die 481 Boeing 737-700 ersetzen. Derzeit ist man neben Westjet der einzige Großkunde für die Max-7. Es ist damit zu rechnen, dass die Airline aus Dallas zahlreiche Exemplare nachbestellen wird. Die Grundsatzentscheidung soll laut lokalen Medien dazu führen, dass zunächst 100 Maschinen nachbestellt werden. Auf die Auslieferung wird Southwest allerdings einige Zeit warten müssen, denn in diesem Programm gibt es Verzögerungen.

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CSA: Gericht eröffnet Insolvenzverfahren

Das Amtsgericht Prag eröffnete das Insolvenzverfahren über die Smartwings-Tochter CSA Czech Airlines. Die erste Gläubigerversammlung ist für den 7. Juni 2021 anberaumt. Zum Masseverwalter wurde der Rechtsanwalt Petr Pacholík bestimmt. Dieser hat bis zum 17. Mai 2021 eine vollständige Gläubigerliste an das Gericht zu übermitteln. Während der Gläubigerversammlung, zu der nur Vertreter vom Gericht anerkannter Forderungen zugelassen werden, soll unverzüglich über das weitere Schicksal der Tochtergesellschaft von Smartwings entschieden werden. Gesetzlich sind verschiedene Optionen möglich: Die Gläubiger und das Gericht könnten einen Sanierungsplan annehmen, den Verkauf anordnen oder aber den Konkurs und damit die Abwicklung und Verwertung von Vermögenswerten beschließen. Zuletzt wurde bekannt, dass CSA per sofort den Betrieb des Musters ATR72 einstellen wird. Staatshilfe erhielt das Unternehmen übrigens nicht, denn Smartwings weigerte sich strikt eine Beteiligung des Staats zuzulassen. Die Muttergesellschaft hingegen erhielt Unterstützung von der Regierung, jedoch konnte man aus gesetzlichen Gründen nichts an CSA weitergeben.

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Airplus: Lufthansa vor Tafelsilber-Verkauf

Noch vor wenigen Monaten schloss Lufthansa-Chef Carsten Spohr den Verkauf von „Tafelsilber“ kategorisch aus. Nun will man mit dem Verkauf der Kreditkartentochter Airplus eine Milliarde Euro erlösen. Noch im Sommer 2021 soll die Transaktion über die Bühne gehen, berichtet Reuters unter Berufung auf zwei mit der Sache vertraute Personen. Lufthansa soll mit einem Verkaufserlös von rund einer Milliarde Euro rechnen. Diese kann man angesichts der herben Verluste, die die Corona-Pandemie beschert hat, gut gebrauchten. Vermutet wird auch, dass die Mittel zur weiteren Tilgung des Staatskredits verwendet werden könnten. Im Geschäftsbericht des Jahres 2020 wurden bereites der Verkauf von Air Plus, des internationalen Catering-Geschäfts von LSG und weitere Nicht-Airline-Bereiche genannt. Diese sollen geprüft und bewertet werden. So steht es im Geschäftsbericht, der in der vergangenen Woche veröffentlicht wurde.

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Grenze im DDR-Stil: Österreich, Tschechien und die Slowakei mucken gegen Deutschland auf

Die Regierungen von Österreich, Tschechien und der Slowakei verlieren nun die Geduld mit Deutschland und seiner Provinz Bayern. Gemeinsam wenden sich die Parlamentspräsidenten an ihren Amtskollegen Wolfgang Schäuble (CDU) und fordern mit Nachdruck die Aufhebung der schikanösen Grenzkontrollen, die Deutschland unter dem Deckmantel Corona praktiziert. Die drei europäischen Staaten erinnern den Bundestagspräsidenten daran, dass gemeinsam auf EU-Ebene vereinbart wurde, dass die wirtschaftlichen Verluste durch die Pandemie so gering wie möglich gehalten werden sollen. Konkret bezieht man sich auf die Schikanen, die beispielsweise Lastwagenfahrer erleiden müssen. Es ist mehr als offensichtlich, dass Deutschland sich nicht traut ähnliche Maßnahmen an der französischen Grenze durchzuführen, denn man ist auf die Gunst der Franzosen auf EU-Ebene angewiesen. Genau in diese Kerbe schlagen die Parlamentspräsidenten von Österreich, Slowakei und Tschechien. Diese fordern eine Gleichbehandlung. Momentan ist das nicht der Fall. Doch was machte Deutschland zuletzt? Unter dem Deckmantel Corona werden die schikanösen Kontrollen, die Personen aus Tirol, Tschechien und der Slowakei erleiden müssen, bis mindestens 17. März 2021 fortgeführt. Dazu kommt, dass man nur noch Deutsche und Personen mit Wohnsitz in der Bundesrepublik einreisen lässt. Für Pendler und Lastwagenfahrer gibt es wenige Ausnahmen, jedoch müssen diese einen nicht alter als 48 Stunden alten Coronatest vorlegen. In Österreich ist das nicht sonderlich schwierig, doch Deutschland schaffte es nicht einmal kostenlose Schnelltests per 1. März 2021 zu starten. Dazu muss erst eine Taskforce gebildet werden…

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Eurowings Discover wird mit vier A330 starten

Die neue Lufthansa-Tochter Eurowings Discover wird mit vier Airbus A330 an den Start gehen. Im Sommer 2021 wird man zunächst acht Langstreckenziele ab Frankfurt am Main anbieten, kündigte Chief Revenue Officer Marco Götz während der ITB Now an. Die vier Maschinen stammen laut Chief Commerical Officer Helmut Wölfel aus dem Bestand der Lufthansa Gruppe. Er wollte aber nicht verraten woher diese genau stammen und ob es sich um A330 handelt, die vormals von SunExpress Deutschland betrieben wurden. Auch bezog er keine Stellung dazu, ob zwei Airbus A330 von Edelweiss zu Eurowings Discover verschoben werden. Die Swiss-Schwester wird zumindest vorläufig eine reine A340-Flotte betreiben. An Bord wird Eurowings Discover drei Beförderungsklassen anbieten: Economy, Premium Economy und Business. Das Fluggerät A330 bezeichnete Wölfel als ideal und es habe sich hinsichtlich der Zuverlässigkeit und Größe „bewährt“. Die Corona-Pandemie war nicht der ausschlaggebende Punkt das touristische Langstreckengeschäft, das bislang als Eurowings – durchgeführt von SunExpress Deutschland und Brussels Airlines – und Lufthansa „Jump“ – durchgeführt von Cityline – angesiedelt war, neu aufzustellen. In der Tat war das Projekt, noch unter dem Namen Ocean, schon vor der Krise bekannt. Condor vs. Eurowings Discover oder Staatshilfe gegen Staatshilfe? Nun steht es aber aus verschiedenen Gründen im Kreuzfeuer der Kritik: Die Gewerkschaften werfen vor, dass Lufthansa Tarifflucht betreiben würde, denn Eurowings Discover hat keine Tarifverträge. Auch wurden bislang SunExpress Deutschland, Germanwings und indirekt auch die Luftfahrtgesellschaft Walter inklusive Arbeitsplätze geopfert. Zum anderen ist das Streckennetz jenem der ehemaligen Schwester Condor verdächtig ähnlich. Diesem Ferienflieger kündigte man die

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Frankfurt meldet neuen Cargo-Rekord

Der größte Flughafen Deutschlands, Frankfurt am Main, verzeichnete im Feber 2021 einen 84,4-prozentigen Rückgang auf 681.845 Passagiere. Die ersten beiden Monate des laufenden Jahres zusammengerechnet liegt man um 82,6 Prozent unter dem Vorjahreszeitraum. Das Frachtaufkommen stieg um 21,7 Prozent auf 180.725 Tonnen. Man erzielte laut Fraport das beste Cargo-Monatsergebnis aller Zeiten. Die Flugbewegungen gingen um 69 Prozent auf 11.122 Starts und Landungen zurück, während die kumulierten maximalen Startgewichte (MTOWs) gegenüber dem Vorjahr um 56,7 Prozent auf 961.684 Tonnen zurückgingen. Die Flughäfen im internationalen Portfolio von Fraport verzeichneten im Februar 2021 weiterhin gemischte Ergebnisse, wobei die Verkehrsleistung weitgehend von der Pandemiesituation in der jeweiligen Region abhing. Alle Flughäfen der Fraport-Gruppe weltweit – mit Ausnahme von Xi’an in China – verzeichneten im Vergleich zum Februar 2020 Verkehrsrückgänge. Fast alle Töchter im Minus In Slowenien sank der Verkehr am Flughafen Ljubljana (LJU) im Februar 2021 gegenüber dem Vorjahr um 93,1 Prozent auf 5.534 Passagiere. Die beiden brasilianischen Flughäfen Fortaleza (FOR) und Porto Alegre (POA) verzeichneten einen kombinierten Verkehr von 553.336 Passagieren, was einem Rückgang von 54,6 entspricht Prozent. Der Verkehr am peruanischen Flughafen Lima (LIM) ging um 83,9 Prozent auf 320.850 Reisende zurück. Die Gesamtverkehrszahlen für die 14 griechischen Regionalflughäfen gingen im Februar 2021 um 84,1 Prozent auf 93.813 Passagiere zurück. An der bulgarischen Schwarzmeerküste nahmen die Twin Star-Flughäfen Burgas (BOJ) und Varna (VAR) zusammen 16.914 Passagiere auf, was einem Rückgang von 77,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht -ein Jahr. Der Verkehr am Flughafen Antalya (AYT) in der Türkei schrumpfte um 64,8 Prozent

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Sommer: Ryanair plant 74 Strecken ab Wien

Die irische Billigfluggesellschaft Ryanair plant für den Sommer 2021 ein äußerst umfangreiches Flugprogramm, das nur um 29 Prozent unter dem Jahr 2019 liegt. Der Flughafen Wien-Schwechat ist dabei hinsichtlich dem Angebot der zehntstärkste Airport im Streckennetz des Konzerns. Insgesamt will der Lowcoster 1.809 Strecken im Sommer 2021 bedienen. Laut dem Portal Simpleflying ist das gegenüber dem Vorjahr eine Steigerung um 112 Prozent. Die meisten Flüge werden – in absteigender Reihenfolge – ab London-Stansted, Dublin, Bergamo, Palma de Mallorca, Barcelona, Charleroi, Malaga, Manchester und Wien angeboten. Der Umstand, dass ausgerechnet Wien-Schwechat in Ryanairs Top-10 aufscheint, kommt durchaus überraschend, wenn man bedenkt, dass Chief Commercial Officer und Lauda Europe/Malta Air-Chef David O’Brien noch vor wenigen Wochen ankündigte, dass die Präsenz wegen hoher Flughafenkosten stark reduziert werden soll. Auch die zahlreiche Arbeitsplätze sollten auf der Kippe stehen. 74 Strecken ab Wien geplant Ab Wien plant Ryanair laut Simpleflying stolze 68 Strecken mit Airbus A320 von Lauda bedienen zu lassen. Innerhalb des Streckennetzes von Ryanair sind es sogar 90 Routen. Die beiden anderen Lauda Europe Bases sind Zadar und Palma de Mallorca. Ab Wien plant der Konzern insgesamt 74 Strecken, wobei davon nur sechs von Buzz, Ryanair und Malta Air bedient werden. Alle anderen sollen mit Lauda-Europe-Fluggerät bedient werden. Wie viele Routen die Ryanair Group im Sommerflugplan 2021 tatsächlich bedienen wird, hängt wohl stark von der weiteren Entwicklung der Einreise- und Quarantänebestimmungen sowie dem Buchungsverhalten potentieller Passagiere ab. Es ist aber zu beobachten, dass mehrere Airlines wieder optimistischer planen. Beispielsweise rechnet Eurowings damit, dass

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Wien: Weiteres Minus bei Passagieren und Fracht

Der Flughafen Wien-Schwechat verzeichnete aufgrund der Corona-Pandemie im Feber 2021 einen 92,1-prozentigen Fluggastrückgang. Gezählt wurden 158.786 Passagiere. auch beim Frachtaufkommen gab es ein 10,8-prozentiges Minus. Die Anzahl der lokalen Fluggäste reduzierte sich um 92,5 Prozent sind. Auch nutzen um 90,9 Prozent weniger Umsteiger den größten Airport Österreichs. Das Passagieraufkommen am Flughafen Wien nach Westeuropa sank im Februar 2021 um 92,7 Prozent, nach Osteuropa um 91,6 Prozent. Das Fluggastaufkommen nach Nordamerika ging um 93,1 Prozent zurück und Afrika verzeichnete ein Minus von 89,1 Prozent. In den Nahen und Mittleren Osten sank das Passagieraufkommen um 90,7 Prozent. Das Passagieraufkommen in den Fernen Osten ging im Februar 2021 um 93,5 Prozent zurück. Die Tochter in Luqa (Malta) verzeichnete einen Rückgang um 93,5 Prozent auf 27.524 Reisende. In Kosice brach das Aufkommen um 91,4 Prozent auf 1.791 Passagiere ein. Gruppenweit zählte die Flughafen Wien AG 188.101 Fluggäste und lag damit um 92,4 Prozent unter dem Wert des Vorjahresmonats. Die Zahlen der Flughafen Wien AG auf einen Blick: Wien:   Feb 21 Diff.% Feb 20 Diff.% Passagiere an+ab+transit 158.786 -92,1 357.081 -91,3 Lokalpassagiere an+ab 122.115 -92,5 270.425 -91,8 Transferpassagiere an+ab 35.084 -90,9 82.450 -89,8 Bewegungen an+ab 2.806 -84,9 6.539 -82,9 Cargo an+ab in to 18.575 -10,8 38.310 -7 MTOW in to 141.662 -81,2 312.535 -79,9 Luqa:   Feb 21 Diff.% Feb 20 Diff.% Passagiere an+ab+transit 27.524 -93,5 66.462 -92,1 Lokalpassagiere an+ab 27.460 -93,5 66.244 -92,1 Transferpassagiere an+ab 62 -96,7 216 -96,6 Bewegungen an+ab 442 -86,2 1.063 -83,9 Cargo an+ab (in to) 1.241 -11,1 2.317 -15,3

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UK: Johnson will Inlandsflüge billiger machen

Während sich Österreichs Verkehrsministerin Leonore Gewessler (Grüne), die sich selbst als Klimaschutzministerin bezeichnet, auf die Fahne geschrieben hat Kurzstreckenflüge so teuer wie möglich zu machen, geht der britische Premierminister Boris Johnson einen anderen Weg: Inlandsflüge sollen billiger werden. Die Politik scherte sich jahrzehntelang nicht darum, ob einzelne Verkehrsträger gut oder schlecht für das Klima sind. Doch plötzlich war es „hip“ einer gewissen Greta Thunberg eine Bühne zu geben und sich ihren Forderungen anzuschließen. So wurden plötzlich uralte Diesellokomotiven und Bahnstrom, der aus Kohlekraft stammt, grüngewaschen und die Luftfahrt zum Klimasündenbock degradiert. Zur Erinnerung: Vor ein paar Jahren waren Kreuzfahrtschiffe zum Umweltsündenbock abgestempelt worden und dazwischen traf es noch Diesel-Pkws. Wer redet noch über die beiden Themen? Gerade im Vereinigten Königreich gehört es unter privaten Eisenbahngesellschaften zum guten Ton mit Diesel-Traktionen unter Fahrdraht zu fahren. Der Bahnstrom ist schlichtweg zu teuer und übrigens in UK in der Herstellung auch nicht gerade emissionsarm. In Deutschland ist diese Situation nicht nennenswert anders, denn ein erheblicher Anteil der elektrischen Energie stammt aus Kohlekraft. Das hat zur Folge, dass die Politik am Bahnsteig keinen Kohlenstoffdioxid-Ausstoß messen kann. Stammt der Strom aus Kernenergie, so gibt es tatsächlich kein Kohlenstoffdioxid, allerdings Abfall, der hochgefährlich ist und für den es auf Jahrtausende keine Lösung gibt. Ein Urlaub im Luftkurort Pripjat nahe Tschernobyl sollte hier in Sachen „Greenwashing“ die Augen öffnen. Steuern hoch ist keine Universallösung Dass die Luftfahrt Kohlenstoffdioxid verursacht, bestreitet niemand. Der private PKW ist in dieser Betrachtungsweise auch ein Klimakiller. Die Problematik liegt aber darin, dass

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