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Kollision zweier United Airlines Jets auf dem Rollfeld in Houston

Am George Bush Intercontinental Airport in Houston, Texas, sind am 18. November 2025 zwei Flugzeuge der Fluggesellschaft United Airlines auf dem Rollfeld kollidiert. Bei dem Zwischenfall, der sich am Abend ereignete, touchierten sich die Tragflächen der beiden Boeing 737-900ER-Maschinen. Verletzt wurde bei dem Vorfall niemand. Der Zwischenfall ereignete sich, als Flug UA544 (registriert als N69806), der planmäßig nach Cleveland abfliegen sollte, zum Rollen ansetzte. Dabei streifte dessen Tragfläche die Tragfläche von Flug UA2451 (registriert als N68843), der gerade von seiner Parkposition weggeschleppt wurde, um seine Reise nach Orlando anzutreten. Solche sogenannten Bodenkollisionen kommen in belebten Flughafenbereichen vor und werden in der Regel durch Fehler im Rangierprozess oder eine Fehleinschätzung des Bodenpersonals oder der Piloten verursacht. Beide Flugzeuge mussten nach dem Aufprall zu ihren Gates zurückkehren. Die Passagiere wurden ausgeladen und später auf Ersatzmaschinen umgebucht. Infolge des Vorfalls verzögerten sich die Abflüge beider Flüge um jeweils mehr als zwei Stunden. Trotz der Verzögerungen erreichten die Flüge ihre jeweiligen Ziele Cleveland und Orlando sicher. Die US-Luftfahrtbehörde Federal Aviation Administration (FAA) wurde über den Vorfall informiert und wird routinemäßig eine Untersuchung einleiten. Der Zusammenstoß in Houston ist der zweite derartige Zwischenfall, in den United Airlines in kurzer Zeit verwickelt ist. Bereits im September 2025 hatte es am Flughafen San Francisco eine ähnliche, wenn auch geringfügige Bodenkollision zwischen zwei Flugzeugen der Airline gegeben. Diese Häufung von Rollfeld-Zwischenfällen könnte bei der FAA zu einer erhöhten Überprüfung der internen Bodenabfertigungsverfahren der Fluggesellschaft führen.

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Airbus prüft gestreckte A350-Version als Antwort auf Boeing und Emirates

Airbus zieht die Entwicklung einer größeren Variante des A350 in Betracht, um dem signalisierten Interesse von Fluggesellschaften an Langstreckenflugzeugen mit höherer Kapazität nachzukommen. Christian Scherer, CEO von Airbus Commercial Aircraft, bestätigte auf der Dubai Airshow, dass der Hersteller eine gestreckte Version des A350 untersucht. Dieser Schritt erfolgt, nachdem der Konkurrent Boeing auf Wunsch von Emirates eine Machbarkeitsstudie für eine verlängerte 777-9 (die sogenannte 777-10X) gestartet hat. Intern wird die vorgeschlagene Variante bereits als „A350-2000“ diskutiert. Branchenquellen zufolge war dieses Konzept, das eine Rumpflänge von bis zu 79 Metern erreichen könnte und damit mehr Passagiere als der A350-1000 fassen würde, bereits zuvor in den Fokus gerückt. Scherer äußerte sich nicht zu konkreten technischen Details oder einem Zeitplan, betonte jedoch, dass mehrere große Fluggesellschaften Airbus eindringlich gebeten hätten, eine solche Expansion zu prüfen, da sie eine „großartige Lösung“ für zukünftiges Wachstum darstelle. Die erneute Prüfung der A350-2000 steht auch im Zusammenhang mit den Herausforderungen, denen sich Airbus beim aktuellen Topmodell A350-1000 gegenübersieht, insbesondere im Hinblick auf den größten Einzelkunden Emirates. Die Fluggesellschaft aus Dubai hatte auf der Airshow 2023 keine Bestellungen für die A350-1000 getätigt, da Bedenken hinsichtlich des Wartungsaufwands des Rolls-Royce Trent XWB-97 Triebwerks in den rauen Betriebsbedingungen am Golf bestanden. Stattdessen hatte Emirates die kleinere A350-900 bestellt. Rolls-Royce hat in den vergangenen Jahren eine Milliarde Pfund in die Verbesserung der Trent-Familie investiert, um die Haltbarkeit, insbesondere der Hochdruckturbinen-Schaufeln in heißen und staubigen Umgebungen, zu erhöhen und die „Time on Wing“ zu verlängern. Trotz der ablehnenden Haltung von Emirates gegenüber der

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Eurowings: Premium-Biz: Ist die neue 2×2-Bestuhlung wirklich eine Revolution oder nur ein teures Nischenprodukt?

Die deutsche Billigfluggesellschaft Eurowings hat mit der Einführung ihres Premium BIZ Seat in einer 2×2-Konfiguration auf der Mittelstrecke einen bemerkenswerten Vorstoß in das höherwertige Marktsegment gewagt. Mit dem ausverkauften Erstflug des Airbus A320neo auf der Nonstop-Verbindung Berlin-Dubai am 22. November 2025 feierte die Airline zwar einen operativen Erfolg, doch die strategische Bedeutung und der tatsächliche Mehrwert dieses Produktes bedürfen einer kritischen Betrachtung. Die Umstellung von der traditionellen 3×3-Sitzanordnung auf die exklusive 2×2-Anordnung für acht Plätze pro Flugzeug wird von Eurowings als mutige Innovation im Value-Segment gefeiert. Bei einem genauen Blick auf die Konkurrenz, insbesondere die etablierten Full-Service-Carrier, stellt sich jedoch die Frage, ob das neue Angebot in einem überfüllten Marktsegment wirklich revolutionär ist oder lediglich eine Nische zu Premiumpreisen bedient, ohne die umfassenden Leistungen echter Business-Class-Produkte zu erreichen. Hohe Erwartungen versus Realität der Schmalrumpf-Kabine Das Herzstück des neuen Angebots ist der von Geven entwickelte Sitz „Comoda“, der mit breiteren Sitzen, verstellbaren Beinablagen und erweitertem persönlichem Freiraum ausgestattet ist. Dieser Komfortgewinn, insbesondere durch den Wegfall des Mittelsitzes zugunsten eines breiteren Sitzes und der 2×2-Anordnung, ist unbestritten. Für Passagiere, die Wert auf Ruhe und Platz legen, kann der Aufpreis ab 399,99 Euro pro Strecke attraktiv sein. Die kritische Einordnung beginnt jedoch bei der Benennung des Produktes und dessen tatsächlicher Leistungsumfang im Vergleich zu den Marktstandards. Obwohl Eurowings das Produkt als Premium BIZ Seat positioniert und damit die Assoziation zur klassischen Business Class weckt, operiert die Airline weiterhin im Value-Segment. Der Sitz befindet sich in einem Schmalrumpf-Flugzeug, dessen physische Dimensionen und Flugerfahrung inhärent

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FAA warnt Fluggesellschaften vor Venezuela: Eskalierende Militäraktivität und Sicherheitsrisiken

Die US-Luftfahrtbehörde Federal Aviation Administration (FAA) hat eine neue Warnung herausgegeben, in der Fluggesellschaften dringend aufgefordert werden, beim Überflug von Venezuela erhöhte Vorsicht walten zu lassen. Die FAA begründet die Maßnahme mit einer „potenziell gefährlichen Situation“, die durch eskalierende militärische Aktivitäten und sich verschlechternde Sicherheitsbedingungen in der Region getrieben wird. Die Warnung bezieht sich auf Flüge, die die Maiquetia Flight Information Region (SVZM FIR) durchqueren. Laut FAA besteht auf allen Flughöhen ein erhöhtes Risiko, das sowohl Starts und Landungen als auch den reinen Überflug betrifft. Betreiber, die beabsichtigen, den Luftraum zu nutzen, müssen der Behörde nun mindestens 72 Stunden im Voraus eine entsprechende Mitteilung zukommen lassen. Als Reaktion auf die gestiegenen Risiken haben bereits mehrere internationale Fluggesellschaften, darunter American Airlines, Delta Air Lines, TAP Air Portugal, Iberia und Avianca, ihre Flüge nach Venezuela oder über das Land eingestellt. Direkte US-Linienflüge nach Venezuela sind bereits seit 2019 ausgesetzt. Ein Hauptproblem ist die seit September 2025 registrierte Zunahme von Interferenzen im Global Navigation Satellite System (GNSS). Ermittler der FAA berichten von Stör- und Täuschungsversuchen (Jamming und Spoofing), die Navigationsprobleme verursachen und Kommunikations-, Navigations- und Sicherheitssysteme von Flugzeugen in einem Umkreis von bis zu 250 nautischen Meilen beeinträchtigen können. Gleichzeitig weist die FAA auf die Mobilisierung Tausender venezolanischer Aktiv- und Reservekräfte sowie auf inszenierte militärische Übungen hin. Obwohl das Land keine direkten Drohungen gegen die zivile Luftfahrt ausgesprochen hat, betreibt das venezolanische Militär fortschrittliche Kampfflugzeuge, Langstreckenraketensysteme und bodennahe Waffensysteme wie tragbare Flugabwehrraketen (MANPADS). Die Sicherheitslage wird zusätzlich durch die erweiterte Militärpräsenz der USA

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Interne Spannungen bei Condor: Gewerkschaft Ufo kritisiert Überlastung des Kabinenpersonals und der Personalvertretung

Die Kabinengewerkschaft Ufo hat nach der jüngsten Personalversammlung die Arbeitsbedingungen bei der deutschen Ferienfluggesellschaft Condor scharf verurteilt. Im Zentrum der Kritik stehen die neuen Zubringerverbindungen, die das Kabinenpersonal durch lange Dienstzeiten, sogenannte Turnarounds, und knappe Abläufe stark beanspruchen. Ufo beanstandet, dass die positiven Darstellungen der Unternehmensleitung in Bezug auf Wachstum und Geschäftserfolg in deutlichem Kontrast zu den direkten Rückmeldungen der Mitarbeiter stehen. Zudem sei die Personalvertretung selbst am Limit ihrer Belastbarkeit angelangt, da die personelle Ausstattung zur Bewältigung der gestiegenen Aufgaben infolge des Geschäftsausbaus unzureichend sei. Condor hingegen verweist auf einen erfolgreichen Wachstumskurs und die enge, vertrauensvolle Abstimmung mit den Sozialpartnern zur Anpassung der Prozesse. Das neue Zubringersystem als Belastungsfaktor Die schärfste Kritik der Gewerkschaft Ufo entzündet sich an den Zubringerverbindungen von und nach Frankfurt. Diese Flüge dienen dazu, Passagiere von regionalen und kleineren europäischen Flughäfen zum Hauptdrehkreuz des Unternehmens zu befördern. Ufo erklärt, dass die Organisation dieser Zubringerflüge zu langen Turnarounds und engen Abläufen führe, was die Arbeitstage der Kabinenmitarbeiter extrem verlängere und die gesetzlich vorgeschriebenen Erholungsphasen verkürze. Für den Sommer kündigte Condor an, bis zu 13 innerdeutsche und europäische Zubringerziele bis zu dreimal täglich anzufliegen, wofür entsprechend 13 Flugzeuge im Einsatz sein werden. Die Notwendigkeit dieser operativen Ausweitung, um das Geschäftsmodell zu optimieren, kollidiert nach Darstellung der Gewerkschaft unmittelbar mit der physischen und psychischen Belastung des Personals. Ein ähnliches Problem tritt in der Luftfahrtbranche regelmäßig bei raschen Kapazitätsausweitungen auf, da die Dienstpläne oft bis an die Grenzen der rechtlichen und zumutbaren Belastungsgrenzen ausgeschöpft werden. Kontrast zwischen Management und

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Qatar Airways erhöht Flugkapazitäten nach Asien und Afrika im Winter

Qatar Airways baut ihr Streckennetz im Winter 2025/2026 signifikant aus und erhöht die Flugkapazitäten zu mehreren wichtigen Langstreckenzielen. Die Airline, die ihren Heimatflughafen in Doha hat, reagiert damit auf die weltweit steigende Reisenachfrage. Insgesamt plant die Fluggesellschaft, in diesem Jahr fast 3.000 zusätzliche Flüge in ihr Netzwerk aufzunehmen. Im Fokus der Kapazitätserhöhung stehen Destinationen in Südostasien und Afrika. Die Verbindungen nach Kuala Lumpur werden ab dem 17. Dezember von 14 auf 17 Flüge pro Woche aufgestockt, was reibungslosere Anschlüsse zwischen Südostasien und Metropolen wie London und Paris ermöglichen soll. Auch die Frequenz nach Lagos (Nigeria) steigt zwischen dem 15. Dezember und dem 28. März 2026 von 10 auf 14 wöchentliche Flüge. Dies verbessert die Anbindung zwischen Nigeria und dem globalen Netzwerk der Fluggesellschaft, das über 170 Ziele umfasst. Darüber hinaus stärkt Qatar Airways ihre Präsenz im asiatischen Markt. Die Flüge nach Shanghai werden zwischen dem 1. Januar und dem 28. März 2026 von sieben auf zehn pro Woche erhöht, um der starken Nachfrage in Chinas größtem Luftfahrtmarkt gerecht zu werden. Ab dem 12. Januar wird die Airline auf ausgewählten Flügen nach Singapur den Airbus A380 einsetzen, um die Premiumkapazität auf dieser stark frequentierten regionalen Route zu erhöhen. Die Expansion stützt sich auf die Großraumflugzeug-Flotte von Qatar Airways, die unter anderem Boeing 777 und Airbus A350 umfasst. Die Airline, die 2025 zum neunten Mal zur weltbesten Fluggesellschaft gewählt wurde, ist das erste Unternehmen weltweit, das mehr als 100 Großraumflugzeuge mit dem schnellen Starlink-WLAN ausstattet. Die Wintererhöhungen spiegeln die fortlaufende Strategie der

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Lufthansa sichert Kerosin-Lieferungen von chinesischem Ölgiganten Unipec

Die deutsche Lufthansa hat einen mehrjährigen Liefervertrag mit dem chinesischen Staatsunternehmen Unipec abgeschlossen, einer Tochtergesellschaft des Ölkonzerns Sinopec. Die Vereinbarung sieht die jährliche Lieferung von rund 60.000 Tonnen Kerosin vor, die strategisch wichtige Flughäfen des Lufthansa-Konzerns in Deutschland und Belgien versorgen sollen. Dieser Schritt festigt die Präsenz des chinesischen Energieriesen im europäischen Luftfahrtmarkt und demonstriert die Diversifizierung der Bezugsquellen des deutschen Luftfahrtunternehmens. Angesichts der angespannten Versorgungslage auf den globalen Energiemärkten stellt die Partnerschaft für die Lufthansa eine wichtige Absicherung ihrer operativen Logistik dar. Strategische Partnerschaft mit chinesischem Staatsunternehmen Der Abschluss des mehrjährigen Liefervertrags mit Unipec, einem der weltweit größten Ölhändler, ist ein bemerkenswerter Vorgang in der europäischen Luftfahrtindustrie. Die Lieferung von 60.000 Tonnen konventionellem Flugturbinenkraftstoff (Kerosin) pro Jahr soll die Versorgungssicherheit an den europäischen Drehkreuzen der Lufthansa erhöhen. Die Logistikkette, die durch Unipec bedient wird, umfasst dabei Flughäfen in Deutschland und Belgien. Für Unipec und den Mutterkonzern Sinopec stellt die Vereinbarung einen weiteren wichtigen Schritt zur Konsolidierung ihrer Marktposition in Europa dar. Sinopec betonte in seiner Mitteilung, dass die jährlichen Lieferungen von Flugkraftstoffen durch Unipec in Westeuropa und Nordafrika bereits das vierte Jahr in Folge fünf Millionen Tonnen überschreiten. Dies verdeutlicht die enorme logistische Reichweite und das globale Volumen, mit dem Unipec auf dem Markt agiert. Die chinesischen Staatskonzerne expandieren seit Jahren aggressiv in kritische Infrastruktursektoren weltweit und festigen ihre Rolle als globale Akteure in der Energieversorgung. Versorgungsdiversifizierung in unsicheren Zeiten Der Zeitpunkt des Vertragsabschlusses ist für die Lufthansa von besonderer Bedeutung. Die globale Energieversorgung ist seit mehreren Jahren durch

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Australische Airlines verschärfen Regeln für Powerbanks an Bord

Mehrere große australische Fluggesellschaften verschärfen angesichts jüngster Zwischenfälle die Vorschriften für die Mitnahme von Powerbanks an Bord. Die Regeländerungen sollen das Risiko von Batteriebränden, die durch Lithium-Ionen-Akkus verursacht werden, weiter reduzieren. Betroffen sind die Fluglinien Virgin Australia, Qantas, QantasLink und Jetstar. Virgin Australia führt die neuen Bestimmungen ab dem 1. Dezember 2025 ein. Passagiere dieser Airline müssen Powerbanks während des gesamten Fluges stets im Blick behalten. Die Nutzung und das Aufladen der mobilen Ladegeräte sind an Bord vollständig untersagt. Generell sind maximal zwei Powerbanks erlaubt, wobei größere Modelle mit einer Kapazität von über 100 Wattstunden (Wh) eine vorherige Genehmigung der Fluggesellschaft benötigen. Die Qantas Group – umfassend Qantas, QantasLink und Jetstar – folgt diesem Schritt am 15. Dezember 2025 mit ähnlichen Vorschriften. Auch hier wird die Mitnahme von Powerbanks im Handgepäck auf maximal zwei Stück begrenzt, wobei die Kapazität 160 Wattstunden nicht überschreiten darf. Diese Maßnahmen stehen im direkten Zusammenhang mit einer Reihe von Vorfällen, darunter ein Brand an Bord eines Fluges im Juli 2025. Solche Zwischenfälle, oft ausgelöst durch Überhitzung oder Beschädigung der Lithium-Ionen-Zellen, haben in der gesamten Luftfahrtindustrie zu einer Neubewertung der Sicherheitsbestimmungen geführt. Die verschärften Regeln entsprechen dem internationalen Trend in der Luftfahrt, der besagt, dass Lithium-Akkus ausschließlich im Handgepäck befördert werden dürfen, da ein Brand in der Kabine schneller bekämpft werden kann als im Frachtraum. Die Passagiere werden eindringlich gebeten, sich vor Reiseantritt über die genauen Wattstunden-Limits ihrer Geräte zu informieren, um Probleme beim Check-in zu vermeiden.

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Nürnberg rüstet sich für den Christkindlesmarkt 2025

Vom 28. November bis zum 24. Dezember 2025 öffnet der traditionelle Nürnberger Christkindlesmarkt auf dem Hauptmarkt wieder seine Tore. Die Congress- und Tourismus-Zentrale Nürnberg (ctz) setzt in diesem Jahr verstärkt auf die Verbindung von Tradition und Digitalisierung, um die Attraktivität des Marktes zu steigern. Mit einem Fokus auf die Web-App „Quartier Christkindlesmarkt“, thematische Erlebniswege und ein breites Angebot an Stadtführungen will die ctz an den Erfolg des Vorjahres anknüpfen. Im Dezember 2024 verzeichnete Nürnberg bereits eine signifikante Steigerung der Übernachtungszahlen. Die Buchungslage für den Advent 2025 lässt auf einen weiteren leichten Anstieg hoffen, was die zentrale wirtschaftliche Bedeutung des Weihnachtsmarktes für die gesamte Metropolregion unterstreicht. Tourismus-Bilanz und Erwartungen für den Advent 2025 Der Nürnberger Christkindlesmarkt ist ein entscheidender Wirtschaftsfaktor für die lokale Hotellerie und Gastronomie. Der Dezember 2024 markierte mit 387.682 Übernachtungen einen erfolgreichen Abschluss des Tourismusjahres, was eine Steigerung von 5,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr darstellte. Knapp 60 Prozent dieser Gäste kamen aus Deutschland, während 40 Prozent internationale Besucher waren. Yvonne Coulin, Geschäftsführerin der Congress- und Tourismus-Zentrale Nürnberg, äußerte sich optimistisch zu den Aussichten für den kommenden Advent: „Die Auswertung der Buchungsportale für Dezember zeigt eine sehr gute Übernachtungsnachfrage an den Adventswochenenden.“ Besonders das Eröffnungswochenende wird mit einer sehr hohen Resonanz erwartet. Angesichts dieser Daten und der leichten Steigerung im Vergleich zum Vorjahr blickt die ctz mit Zuversicht auf einen erfolgreichen Dezember 2025. Der Markt zieht traditionell Besucher aus ganz Europa und Übersee an, die oft im Rahmen von mehrtägigen Aufenthalten auch die benachbarten historischen Städte der Metropolregion erkunden.

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Swing Kitchen Group meldet Insolvenz an: Finanzierung durch Gesellschafter kurzfristig abgesagt

Die gesamte Unternehmensgruppe hinter der österreichischen Fast-Food-Kette „Swing Kitchen“ hat Insolvenzanträge stellen müssen. Als Hauptgrund für diesen Schritt wird die kurzfristige Absage einer geplanten und für die Sanierung erforderlichen Finanzierungszusage durch die Gesellschafter genannt. Diese Mittel wären für eine nachhaltige wirtschaftliche Stabilisierung sämtlicher Projektgesellschaften notwendig gewesen. Betroffen sind alle sieben Eigenstandorte in Österreich sowie rund 130 Mitarbeiter. Die Insolvenzanträge mussten trotz kürzlich erzielter Sanierungserfolge gestellt werden. Erst vor kurzem hatten die Gläubiger den Sanierungsplänen für die Schillinger Vegan Holding GmbH und die Swing Kitchen 019 Wien Mitte GmbH zugestimmt. Die Geschäftsführung hatte nach eigenen Angaben mit umfassenden Restrukturierungsmaßnahmen die Voraussetzungen für eine erfolgreiche Fortführung geschaffen. Bis zuletzt hatten die Eigentümervertreter und die Geschäftsführung versucht, eine Lösung mit Investoren aus der Gastronomiebranche zu finden, doch die benötigten finanziellen Mittel konnten nicht rechtzeitig bereitgestellt werden. Die Zukunft der betroffenen sieben österreichischen Filialen ist nun ungewiss. Es liegt an den jeweiligen Insolvenzverwaltern zu entscheiden, ob einzelne Standorte noch fortgeführt oder umgehend geschlossen werden. Eine Sanierung der gesamten „Swing Kitchen“-Gruppe wird aktuell nicht mehr angestrebt, wie Jakob Wöran von ABEL Rechtsanwälte als Rechtsvertreter der Unternehmensgruppe mitteilte. Die Franchisenehmer der Kette, zu denen zwei Standorte in Wien (Schwedenplatz, Josefstädterstraße) und ein Standort in Bern (Schweiz) gehören, sind von der Insolvenz der Muttergesellschaft nicht direkt betroffen und bleiben bis auf weiteres geöffnet. Die Insolvenz der einst als Erfolg versprechenden Kette unterstreicht die anhaltenden Herausforderungen in der Gastronomiebranche. Die Kette, die sich auf vegane Burger spezialisiert hatte, war 2015 von Irene und Charly Schillinger gegründet worden und

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