Boeing

Weitere Artikel aus der Rubrik

Boeing

Verbraucherschützer fordern kostenfreien Kabinenkoffer, Airlines wehren sich

Die Auseinandersetzung um die Mitnahme von Handgepäck im Flugzeug hat eine neue Dimension erreicht. Verbraucherschutzverbände aus ganz Europa, angeführt vom deutschen Bundesverband der Verbraucherzentralen (vzbv), ziehen vor Gericht, um Fluggesellschaften zu zwingen, ihren Passagieren mehr kostenfreien Platz für ihr Handgepäck in der Kabine zu gewähren. Die Airlines, allen voran die Billigfluggesellschaften, beharren jedoch auf ihren restriktiven Regelungen und argumentieren mit der Effizienz des Betriebs und der Freiheit, Tarife nach dem Baukastenprinzip zu gestalten. Im Kern geht es um die Auslegung von EU-Vorschriften und die Frage, was als „angemessenes Handgepäck“ gilt. Die Airlines nutzen den Platz über den Sitzen zunehmend als Einnahmequelle, während Verbraucherverbände dies als „Kostenfalle“ für ahnungslose Reisende anprangern. „Kostenfalle“ Handgepäck: Die rechtliche Auseinandersetzung Der vzbv hat gemeinsam mit europäischen Partnern eine Offensive gegen die Handgepäckpolitik der Fluggesellschaften gestartet. Die Verbraucherschützer argumentieren, daß die derzeitigen Regelungen, bei denen oft nur eine kleine Tasche kostenfrei mitgenommen werden darf, nicht den Erwartungen und Bedürfnissen der Reisenden entsprechen. Ramona Pop, Vorständin des vzbv, spricht von „Kostenfallen“, die insbesondere Passagiere treffen, die erst am Flugsteig bemerken, daß ihr Gepäck zu groß ist, und dann teure Aufpreise zahlen müssen. Die EU-Gesetzgebung bleibt bei der Definition von „angemessenem Handgepäck“ vage, und genau diese Unbestimmtheit machen sich die Airlines zunutze. Der vzbv fordert, daß neben einer kleinen persönlichen Tasche auch ein Rollkoffer mit den empfohlenen Maßen des Airline-Weltverbands IATA (bspw. 55x40x20 cm, was einer Außenlänge von 115 cm entspricht) kostenfrei in die Kabine mitgenommen werden darf. Rollkoffer in dieser Größe werden seit Jahren als Handgepäck verkauft,

weiterlesen »

Airbus kämpft mit Herausforderungen: Auslieferungszahlen im Juli 2025 und die Erfüllung des Jahresziels

Der europäische Flugzeughersteller Airbus hat im Juli 2025 insgesamt 67 Flugzeuge an seine Kunden übergeben. Obwohl die Auslieferungen im Vergleich zum Vormonat und zum Vorjahr etwas zurückgingen, hat das Unternehmen damit nach den ersten sieben Monaten des Jahres 373 Maschinen ausgeliefert und somit 45 Prozent seines ehrgeizigen Jahresziels von 820 Flugzeugen erreicht. Die Zahlen spiegeln die anhaltenden Herausforderungen wider, denen sich der Konzern gegenübersieht. Insbesondere Lieferengpässe bei Triebwerken und anderen wichtigen Bauteilen bremsen die Produktion. Trotz dieser Schwierigkeiten hält das Management unter Führung von Konzernchef Guillaume Faury an den Zielen fest. Der Ausblick auf das zweite Halbjahr bleibt somit von der Frage geprägt, ob der Konzern die Produktion so hochfahren kann, daß das Jahresziel noch erreicht wird. Die nackten Zahlen: Einblicke in die Julibilanz Im Juli 2025 wurden 67 Flugzeuge ausgeliefert, was einem Rückgang von zehn Maschinen im Vergleich zum Juli 2024 entspricht. Die Auslieferungen verteilten sich auf die verschiedenen Flugzeugfamilien von Airbus. Nach sieben Monaten des laufenden Geschäftsjahres steht Airbus nun bei 373 Auslieferungen. Um das Jahresziel von 820 Maschinen noch zu erreichen, müßte der Konzern im zweiten Halbjahr, also in den verbleibenden fünf Monaten, die Produktion deutlich steigern und im Durchschnitt mehr als 89 Flugzeuge pro Monat ausliefern. Dies wäre eine enorme Steigerung der Auslieferungsrate. Historisch gesehen sind die Auslieferungen im vierten Quartal immer am höchsten, da die Hersteller versuchen, ihre Jahresziele zu erfüllen. Ob diese Steigerung ausreichen wird, ist jedoch die entscheidende Frage. Herausforderungen in der Lieferkette: Triebwerke und Materialknappheit Ein wesentlicher Grund für die Verzögerungen sind

weiterlesen »

Boeing 777-9 absolviert wieder Testflug: Meilenstein auf dem Weg zur Zertifizierung

Die Boeing 777-9, das größte zweistrahlige Passagierflugzeug der Welt, hat einen wichtigen Meilenstein erreicht. Ein neu gebautes Flugzeug dieses Typs absolvierte am 5. August 2025 in Washington einen Testflug. Damit ist es das erste Mal seit fast fünf Jahren, daß eine neue Variante der 777X-Familie in die Luft stieg. Der erfolgreiche Erstflug, der rund zweieinhalb Stunden dauerte, ist ein bedeutender Fortschritt für das Langstreckenprogramm von Boeing, das in den letzten Jahren mit erheblichen Verzögerungen und technischen Herausforderungen zu kämpfen hatte. Der Flug ist ein wichtiges Signal für die Kunden, die bereits mehr als 550 Flugzeuge der 777X-Familie bestellt haben. Ein Flug über Washington: Präzision und Technik am Himmel Der Erstflug der neuen Boeing 777-9 startete um 11:03 Uhr Ortszeit vom Paine Field in Everett, dem Produktionsstandort von Boeing. Die Maschine, die von einem erfahrenen Team aus Testpiloten und Ingenieuren gesteuert wurde, befand sich 2 Stunden und 27 Minuten in der Luft. Die Besatzung bestand aus Captain Ted Grady, dem Chefpiloten der 777X, und Captain Mark Brown, dem Projektpiloten der 777-9, sowie einer Reihe von Flugingenieuren und Analysten. Während des Fluges erreichte das Flugzeug eine Höhe von 39.000 Fuß (11.887 Meter) und eine Geschwindigkeit von 511 Knoten. Die Flugroute führte über den Bundesstaat Washington, bevor die Maschine um 13:30 Uhr sicher wieder auf dem Paine Field landete. Captain Grady äußerte sich nach der Landung sehr zufrieden: „Die 777-9 fliegt sich wunderschön, und dieses Flugzeug hat sich genau so verhalten, wie wir es erwartet haben.“ Seine Aussagen sind ein deutliches Zeichen des

weiterlesen »

Comair und Boeing erzielen Einigung: Verhandlung über B737 Max-Klagen beigelegt

In einem juristischen Schritt haben der Flugzeugbauer Boeing und die Insolvenzverwalter der inzwischen liquidierten südafrikanischen Fluggesellschaft Comair einen jahrelangen Rechtsstreit beigelegt. Der Fall, in dem die Comair-Masse Schadensersatz in Höhe von 83 Millionen US-Dollar gefordert hatte, endete mit einer außergerichtlichen Einigung. Die Bedingungen dieser Einigung, die vor einem US-Bundesgericht verhandelt wurden, sind streng vertraulich. Die Beilegung des Rechtsstreits markiert einen wichtigen Abschluß für die Comair-Gläubiger, deren Zahlungskonto maßgeblich vom Ausgang des Verfahrens abhing. Gleichzeitig ist es ein weiterer Schritt für Boeing, die rechtlichen Folgen der globalen Krise um die Boeing B737 Max zu bewältigen. Der Hintergrund: Eine Klage wegen Betrugs und Vertragsbruchs Die Klage von Comair gegen Boeing, die im Februar 2023 eingereicht wurde, war das Ergebnis einer komplexen Kette von Ereignissen, die zur Liquidation der 76 Jahre alten südafrikanischen Fluggesellschaft führten. Comair, die als Franchisenehmer von British Airways und Eigentümer der Billigflugmarke Kulula Air operierte, hatte acht Boeing B737 Max 8-Flugzeuge bestellt. Sie hatte bereits Vorauszahlungen in Höhe von 45 Millionen US-Dollar für sieben Maschinen geleistet und eine bereits ausgelieferte B737 Max vollständig bezahlt. Die Probleme begannen mit den tragischen Abstürzen von Lion Air im Jahre 2018 und Ethiopian Airlines im Jahre 2019, bei denen insgesamt 346 Menschen ums Leben kamen. Untersuchungen ergaben, daß das automatisierte Manoeuvring Characteristics Augmentation System (MCAS) der B737 Max die Flugzeuge aufgrund fehlerhafter Sensordaten in einen Sinkflug zwang. Die Piloten hatten keine ausreichenden Informationen über das System erhalten, um es zu kontrollieren. Nach den beiden Abstürzen wurde der Flugzeugtyp weltweit für 20 Monate gegroundet,

weiterlesen »

Russen suchen Partner: Äthiopien im Fokus russischer Luftfahrtstrategie

Die russische Luftfahrtindustrie, die unter den Auswirkungen globaler Sanktionen leidet, hat eine unerwartete Annäherung an Äthiopien gesucht. Eine hochrangige russische Delegation reiste nach Addis Abeba, um mit der äthiopischen Zivilluftfahrtbehörde (ECAA) über eine vertiefte Zusammenarbeit zu verhandeln. Im Zentrum der Gespräche standen das sogenannte „Wet-Leasing“ von Flugzeugen der Ethiopian Airlines sowie die Zusammenarbeit im Bereich der Flugzeugwartung. Der Vorstoß der Russen, der von der ECAA in einer mittlerweile gelöschten Stellungnahme öffentlich gemacht wurde, hat jedoch umgehend eine Kontroverse ausgelöst. Während Rußland nach Wegen sucht, seine Luftfahrtindustrie aufrechtzuerhalten, sieht sich Äthiopien in einer Zwickmühle zwischen lukrativen Geschäftsangeboten und dem Risiko, den Zugang zu westlichen Märkten zu verlieren. Russische Avia-Diplomatie: Eine Suche nach Lösungen Die Luftfahrtindustrie in Rußland steht seit Beginn des Krieges in der Ukraine vor erheblichen Herausforderungen. Aufgrund der internationalen Sanktionen ist es russischen Fluggesellschaften verwehrt, neue Flugzeuge von westlichen Herstellern wie Boeing oder Airbus zu erwerben oder Ersatzteile zu beschaffen. Diese Situation hat die russische Luftfahrtindustrie, die stark auf westliche Technik angewiesen ist, in eine schwierige Lage gebracht. Um die Flugsicherheit und den Betrieb aufrechtzuerhalten, haben sich die russischen Verantwortlichen nun auf eine diplomatische Offensive begeben. Unter der Leitung des Handelskommissars Yaroslav V. Tarasyuk traf eine russische Delegation am 29. Juli 2025 mit Yohannes Abera, dem Generaldirektor der ECAA, in Addis Abeba zusammen. Laut der ursprünglichen Stellungnahme der äthiopischen Zivilluftfahrtbehörde wurden dabei mehrere Vorschläge unterbreitet: Die russische Delegation nutzte das Treffen auch, um um Unterstützung für Rußlands Wiederwahl in den Rat der Mitgliedsstaaten der Internationalen Zivilluftfahrtorganisation (ICAO) zu werben.

weiterlesen »

Streik in der Rüstungsindustrie: Über 3.000 Boeing-Arbeiter in den USA legen die Arbeit nieder

Die Spannungen zwischen dem Luft- und Raumfahrtkonzern Boeing und seiner Belegschaft in den Vereinigten Staaten haben sich zugespitzt. Mehr als 3.000 Mitarbeiter in den Werken in St. Louis und St. Charles in Missouri sowie in Mascoutah in Illinois sind in den Streik getreten, nachdem sie ein überarbeitetes Vertragsangebot des Unternehmens abgelehnt hatten. Die Arbeitsniederlegung, die in der Nacht zum 4. August 2025 begann, betrifft die Fertigung und Wartung wichtiger Rüstungsgüter für die US-Verteidigung, darunter die Kampfflugzeuge F-15 Eagle und F/A-18 Super Hornet. Der Streik ist ein deutliches Signal der Gewerkschaft IAM, daß die Mitarbeiter bereit sind, für bessere Arbeitsbedingungen und eine Anerkennung ihrer Fähigkeiten zu kämpfen, die aus ihrer Sicht nicht ausreichend gewürdigt werden. Vom verhandelten Angebot zum Streik: Die Ablehnung des Vertrages Die Verhandlungen zwischen Boeing und der Gewerkschaft International Association of Machinists & Aerospace Workers (IAM), Distrikt 837, waren in den vergangenen Wochen intensiv geführt worden. Nach der Ablehnung eines ersten Angebots durch die Belegschaft legte Boeing ein modifiziertes Angebot vor, das am 3. August 2025 zur Abstimmung stand. Die Hoffnung des Managements, die drohende Arbeitsniederlegung abwenden zu können, wurde jedoch enttäuscht. Die Gewerkschaftsmitglieder stimmten gegen das Vierjahresabkommen. Die Begründung für die Ablehnung wurde von Seiten der Gewerkschaftsführung deutlich gemacht. Tom Boelling, der Gewerkschaftsvertreter des IAM Distrikts 837, erklärte: „Die Mitglieder des IAM Distrikts 837 haben laut und deutlich gesprochen, sie verdienen einen Vertrag, der ihre Fähigkeiten, ihr Engagement und die entscheidende Rolle, die sie für die Verteidigung unserer Nation spielen, widerspiegelt.“ Er fügte hinzu, daß die Gewerkschaft

weiterlesen »

Boeing im Aufwind: Optimismus nach Produktionsstabilisierung und Ausblick auf China-Geschäft

Der amerikanische Flugzeughersteller Boeing hat in der ersten Hälfte des Jahres 2025 einen entscheidenden Wendepunkt erreicht. Nach schwierigen Phasen der Produktionsstabilisierung und globaler Handelsunsicherheiten scheint der Konzern nun festeren Tritt zu fassen. Das Management versprüht Zuversicht, insbesondere für das zentrale 737 Max Programm, für das der Ausblick angehoben wurde. Auch die Produktionsrate der 787-Dreamliner soll stabilisiert werden. Während sich an der Zollfront eine Entspannung im Handel mit wichtigen Partnern abzeichnet, hofft Boeing auf eine weitere Normalisierung der Beziehungen mit China, einem der wichtigsten Absatzmärkte für die zivile Luftfahrt. Produktionswende nach turbulenten Zeiten Das erste Halbjahr des Jahres 2025 war für die globale Luftfahrtindustrie von anhaltenden Herausforderungen geprägt, darunter Lieferkettenprobleme und Qualitätssicherungsfragen. Auch Boeing und sein europäischer Konkurrent Airbus kämpften mit diesen Widrigkeiten. Doch nun scheint sich der Nebel langsam zu lichten. Airbus hat seine Lieferprognose von 820 Flugzeugen für das laufende Jahr bekräftigt, und auch bei Boeing herrscht Optimismus. Ein zentraler Meilenstein ist die Stabilisierung der Produktion des Langstreckenflugzeugs 787 Dreamliner. Nach nur 37 Auslieferungen im ersten Halbjahr, die unter den Erwartungen lagen, kündigte der scheidende Finanzvorstand Brian West an, die Produktion auf sieben Flugzeuge pro Monat zu stabilisieren. Mit dieser Rate strebt Boeing an, am oberen Ende der Prognosespanne von 70 bis 80 Auslieferungen für das Gesamtjahr ins Ziel zu gehen. Diese Stabilisierung ist ein wichtiges Signal an die Kunden und Investoren und zeigt, daß die internen Herausforderungen in der Produktion des Langstreckenmodells allmählich überwunden werden. Noch positiver ist die Lage beim wichtigsten und absatzstärksten Programm, der 737 Max.

weiterlesen »

Boeing und die Gewerkschaft IAM: Neues Vertragsangebot soll Streik in St. Louis abwenden

Die Spannungen zwischen dem Luftfahrtgiganten Boeing und seiner Belegschaft in St. Louis haben einen neuen Höhepunkt erreicht. Nach der überwältigenden Ablehnung eines ersten Vertragsangebots hat das Unternehmen eine modifizierte Offerte vorgelegt, die einen möglichen Streik in letzter Minute abwenden soll. Die 3.200 Mitarbeiter, die in der Verteidigungssparte von Boeing in St. Louis Kampfflugzeuge herstellen, haben am 3. August 2025 über das revidierte Angebot abgestimmt. Das neue Angebot beinhaltet wesentliche Zugeständnisse von Boeing, insbesondere in den Bereichen Arbeitszeitgestaltung und Altersvorsorge, die auf die Kritik der Gewerkschaft reagieren. Die Eskalation: Vom abgelehnten Angebot zum Streikaufruf Die Verhandlungen zwischen Boeing und der Gewerkschaft IAM, Distrikt 837, die 3.200 Facharbeiter in der Rüstungsfabrik in St. Louis vertritt, dauern bereits seit Längerem an. Der bisherige Tarifvertrag war Ende Juli ausgelaufen, und die Belegschaft hatte am 27. Juli 2025 ein erstes Vertragsangebot des Unternehmens mit großer Mehrheit abgelehnt. Die Gewerkschaft begründete die Ablehnung damit, daß das Angebot „den Prioritäten und Opfern der qualifizierten IAM-Gewerkschaftsmitarbeiter nicht gerecht wurde“. Die Arbeiter stellten die Herstellung von Kampfflugzeugen wie der F-15 Eagle und der F/A-18 Super Hornet sicher, zwei wichtige Modelle für die US-Luftwaffe und internationale Kunden. Die Ablehnung des Vertrages war ein klares Signal der Belegschaft, daß sie zu weitreichenden Maßnahmen bereit ist, um ihre Forderungen durchzusetzen. Als direkte Konsequenz aus der Ablehnung kündigte die Gewerkschaft an, daß bei einer erneuten Ablehnung des revidierten Angebots ein Streik in der Nacht zum 4. August 2025 beginnen würde. Ein solcher Streik hätte erhebliche Auswirkungen auf die Produktion der US-Kampfflugzeuge in der

weiterlesen »

Boeing verschiebt Zertifizierung der 737 Max 7 und Max 10 bis 2026

Der amerikanische Flugzeughersteller Boeing sieht sich gezwungen, die Zertifizierung seiner Modelle 737 Max 7 und 737 Max 10 bis ins Jahr 2026 zu verschieben. Als Hauptgrund für diese Verzögerung wird ein weiterhin ungelöstes Problem mit dem Enteisungssystem der Triebwerke genannt, wie das Fachmedium „The Air Current“ berichtete. Dies stellt eine weitere Hürde für die Auslieferung dieser Flugzeugtypen dar, die von zahlreichen Fluggesellschaften erwartet werden. Boeing hatte sich gegenüber dem amerikanischen Kongreß und der Luftfahrtbehörde FAA (Federal Aviation Administration) verpflichtet, das Sicherheitsproblem mit dem „Engine Anti-Ice System“ zu beheben, bevor die betroffenen Flugzeuge an Kunden übergeben werden. Tests der von Boeing favorisierten Lösung im vergangenen Jahr führten jedoch zu einem neuen Sicherheitsproblem. Boeing erklärte hierzu: „Wir entwickeln eine technische Lösung, die Design-Updates beinhaltet. Die Modifikationen würden in die Basiszertifizierung der 737 Max 7 und 737 Max 10 einbezogen. Wir schließen unsere Analyse ab und werden die Informationen der FAA vorlegen.“ Die Verzögerung hat auch Auswirkungen auf die geplante erste Auslieferung einer 737 Max 7 an einen Boeing Business Jet-Kunden, die ursprünglich für Ende 2025 vorgesehen war und sich nun ebenfalls ins Jahr 2026 verschiebt. Für die größere Max 10 ist nach Angaben der Airline inzwischen die kanadische Westjet als Erstkunde vorgesehen. Der Hersteller hat nach Branchenangaben fast 1.200 Bestellungen für die Max 10 und 332 für die Max 7 vorliegen. Die FAA muß zunächst die kleinere Max 7 zertifizieren, bevor die Zulassung der größeren Max 10 erfolgen kann. Die irische Fluggesellschaft Ryanair teilte kürzlich mit, daß Boeing die pünktliche Lieferung der

weiterlesen »

USA und Japan schließen umfassendes Handels- und Investitionsabkommen

Die Regierung der Vereinigten Staaten unter Präsident Donald Trump hat ein neues umfassendes Handels- und Investitionsabkommen mit Japan geschlossen. Die Vereinbarung, die vom Weißen Haus am 23. Juli 2025 bekanntgegeben wurde, sieht vor, daß Japan 100 Flugzeuge des Herstellers Boeing erwerben und seine jährlichen Käufe von US-amerikanischer Verteidigungsausrüstung erheblich steigern wird. Im Rahmen dieses Abkommens wird Japan 550 Milliarden US-Dollar investieren, die von den Vereinigten Staaten zur „Wiederherstellung und Erweiterung zentraler amerikanischer Industrien“ eingesetzt werden sollen. Die USA werden 90 Prozent der Gewinne aus dieser Investition behalten. Laut einer Erklärung des Weißen Hauses sei dies „die größte einzelne ausländische Investitionszusage, die jemals von einem Land gesichert wurde“, und werde „Hunderttausende von US-Arbeitsplätzen schaffen, die heimische Produktion ausbauen und den amerikanischen Wohlstand für Generationen sichern“. Im Segment Fertigung und Luftfahrt hat Japan den Kauf von in den USA hergestellten kommerziellen Flugzeugen zugesagt, was den Erwerb von 100 Boeing-Flugzeugen einschließt. Darüber hinaus wird Japan seine jährlichen Käufe von US-Verteidigungsausrüstung um „zusätzliche Milliarden von Dollar“ erhöhen, um die Interoperabilität zu verbessern und die Sicherheit der Allianz im indopazifischen Raum zu stärken. Präsident Trump äußerte sich auf der Plattform Truth Social am 23. Juli 2025: „Dies ist eine sehr aufregende Zeit für die Vereinigten Staaten von Amerika, und besonders für die Tatsache, daß wir immer eine großartige Beziehung zum Land Japan haben werden.“ Als Teil der Vereinbarung werden Importe aus Japan einem Standardzollsatz von 15 Prozent unterliegen, was eine Reduzierung gegenüber dem für andere Länder geltenden 25-Prozent-Satz darstellt. Der japanische Premierminister Shigeru Ishiba erklärte

weiterlesen »