Boeing

Weitere Artikel aus der Rubrik

Boeing

Britische Wettbewerbsbehörde prüft Boeing-Übernahme von Spirit AeroSystems

Die britische Wettbewerbsbehörde, die Competition and Markets Authority (CMA), prüft derzeit, ob die geplante Übernahme von Spirit AeroSystems durch den US-amerikanischen Flugzeughersteller Boeing den Wettbewerb im Vereinigten Königreich oder auf anderen Märkten beeinträchtigen könnte. Eine formale Untersuchung ist noch nicht eingeleitet worden, doch sind interessierte Parteien bis zum 15. Juli aufgerufen, Stellungnahmen abzugeben, um die Entscheidung der Behörde zu unterstützen. Die beabsichtigte Rückführung von Spirit AeroSystems in den Boeing-Konzern ist von erheblicher Bedeutung für die Luftfahrtindustrie. Boeing hatte im Jahre 2005 die Kernwerke von Spirit, welche sich in Wichita und Oklahoma befinden, ausgegliedert. Im Jahre 2024 stimmte Boeing jedoch dem Rückkauf von Spirit AeroSystems für rund 4,7 Milliarden Dollar (etwa vier Milliarden Euro) in Aktien zu. Von Seiten Boeings wurde dieses Vorhaben damit begründet, die eigenen Abläufe straffen und die Qualitätskontrolle verbessern zu wollen. Spirit AeroSystems ist ein bedeutender Zulieferer für große Flugzeughersteller, insbesondere für Rumpfteile und andere Primärstrukturen. Die Prüfung durch die CMA ist ein standardisirter Prozeß bei Übernahmen, die potenziell erhebliche Auswirkungen auf den Wettbewerb haben könnten. Solche Untersuchungen sollen sicherstellen, daß Konsumenten nicht durch eine Verringerung des Wettbewerbs benachteiligt werden. Es ist nicht das erste Mal, daß eine Fusion in der Luftfahrtbranche von Wettbewerbsbehörden genau beleuchtet wird. Die Branche ist geprägt von wenigen Großakteuren, was jede Konsolidierung besonders relevant macht. Interessanterweise hatte auch Boeings europäischer Konkurrent Airbus im April dieses Jahres eine Vereinbarung abgeschlossen, um mehrere Werke von Spirit AeroSystems zu erwerben, welche spezifisch mit seinen Flugzeugprogrammen in Verbindung stehen. Dies unterstreicht die strategische Wichtigkeit von Spirit

weiterlesen »

Schwerwiegende Vorwürfe gegen Boeing und die FAA: NTSB macht beide für den Beinahe-Absturz von Alaska Airlines verantwortlich

Das National Transportation Safety Board (NTSB), die führende Untersuchungsbehörde für zivile Transportunfälle in den Vereinigten Staaten, hat in einer jüngsten Sitzung klare und scharfe Schuldzuweisungen im Zusammenhang mit dem Vorfall vom Januar 2024 gemacht, bei dem sich ein Türpfropfen aus einem Boeing 737 Max 9 Flugzeug der Alaska Airlines löste. NTSB-Vorsitzende Jennifer Homendy sprach deutliche Worte und stellte die Aufsichtsrolle der Federal Aviation Administration (FAA) vehement in Frage: „Ich habe viele Fragen, wo die FAA während all dessen war.“ Sie betonte, die FAA sei die letzte Verteidigungslinie zur Gewährleistung der Flugsicherheit, und die Fehler, die zu diesem Zwischenfall führten, hätten sowohl dem Hersteller Boeing als auch der Regulierungsbehörde evident sein müssen. Dieser Vorfall löste zudem eine strafrechtliche Untersuchung durch das US-Justizministerium (DOJ) aus, und der damalige Boeing-Chef Dave Calhoun trat wenige Monate später von seinem Amt zurück. Die Enthüllungen der NTSB-Untersuchung werfen ein düsteres Licht auf die Sicherheitskultur bei Boeing und die Effektivität der staatlichen Aufsicht. Ineffektives Handeln und unzureichende Aufsicht: Die Ursachen des Beinahe-Unglücks Am Dienstag trafen sich die Beamten des NTSB, um die wahrscheinliche Ursache des Alaska Airlines Vorfalls zu ermitteln, bei dem am 5. Januar 2024, kurz nach dem Start, ein Türpfropfen aus einem fabrikneuen Boeing 737 Max 9 herausgerissen wurde. Der Vorfall auf Alaska Airlines Flug 1282, welcher von Portland (PDX) nach Ontario (ONT) unterwegs war, zwang die Maschine zu einer sofortigen Rückkehr nach Portland, nachdem die linke mittlere Notausgangstür abgerissen war und eine rapide Dekompression der Kabine verursachte. Es ist ein wahres Wunder, daß niemand

weiterlesen »

Airbus sichert Großauftrag von Vietjet auf Paris Air Show

Auf der diesjährigen Paris Air Show hat Airbus am zweiten Messetag einen bedeutenden Auftrag der vietnamesischen Fluggesellschaft Vietjet erhalten. Am Dienstag unterzeichneten die beiden Unternehmen einen Vorvertrag über die Lieferung von 100 Maschinen des Typs A321neo. Dieser Auftrag bietet zudem die Option auf weitere 50 Flugzeuge, was das Potential für eine substantielle Erweiterung der Flotte von Vietjet unterstreicht. Der jüngste Erfolg reiht sich in eine Reihe von Großaufträgen für Airbus ein, die bereits zum Messestart am Montag erzielt wurden. Vietjet hatte erst Ende Mai dieses Jahres 20 Großraumjets des Typs A330neo bei dem europäischen Flugzeughersteller bestellt, was die anhaltende Expansionsstrategie der vietnamesischen Airline und das Vertrauen in Airbus-Produkte verdeutlicht. Die A321neo ist ein Schmalrumpfflugzeug, das für seine wirtschaftliche Betriebsführung und seine Kapazität auf Kurz- und Mittelstrecken bekannt ist. Während Airbus auf der Luftfahrtmesse weitere Erfolge verbuchen konnte, blieb es beim amerikanischen Konkurrenten Boeing am Dienstag bis zur Mittagszeit ruhig, ohne neue Flugzeugbestellungen zu melden. Dies setzt sich nach einem bereits ereignislosen Montag fort. Die fehlenden Neuaufträge für Boeing fallen in eine Zeit, in der das Unternehmen nach Jahren der Krise einen weiteren Rückschlag verkraften mußte: Vergangene Woche stürzte eine Boeing 787 von Air India mit 242 Menschen an Bord ab, wobei nur ein Passagier überlebte und weitere Personen am Boden ihr Leben verloren. Derartige Großaufträge auf internationalen Luftfahrtmessen sind für Flugzeughersteller von entscheidender Bedeutung, da sie nicht nur die Auftragsbücher füllen, sondern auch das Vertrauen des Marktes und die Wettbewerbsposition der Unternehmen widerspiegeln. Der kontinuierliche Ausbau der Flotte von Vietjet

weiterlesen »

Flugzeugkatastrophe in Indien überschattet Paris Air Show: Boeing-Spitze zieht Teilnahme zurück

Der tragische Absturz einer Air India Boeing 787-8 am 12. Juni 2025, bei dem 241 von 242 Menschen an Bord ihr Leben verloren, hat weitreichende Konsequenzen für die Luftfahrtbranche und überschattet die diesjährige Paris Air Show. Als direkte Reaktion auf das Unglück, das den ersten Totalverlust eines „Dreamliners“ und eine der schwersten zivilen Luftfahrtkatastrophen der jüngeren Geschichte darstellt, hat Kelly Ortberg, der Vorstandsvorsitzende von Boeing, seine geplante Teilnahme an der Messe in Le Bourget zurückgezogen. Auch Stephanie Pope, Präsidentin von Boeing Commercial Airplanes, wird nicht anwesend sein. GE Aerospace, Hersteller der Triebwerke des Unglücksflugzeugs, hat seinen Investorentag, der parallel zur Messe stattfinden sollte, verschoben. Beide Unternehmen betonen, daß sich ihre Führungsriegen voll und ganz auf die Unterstützung der laufenden Untersuchung konzentrieren. Der Absturz von Air India Flug 171: Eine Chronologie des Unglücks Am 12. Juni 2025 um etwa 13:38 Uhr Ortszeit hob Air India Flug 171, eine Boeing 787-8 „Dreamliner“, vom internationalen Flughafen Ahmedabad (AMD) ab. Das Flugzeug war auf dem Weg zum London Gatwick Airport (LGW). Nach dem Start stieg die Maschine zunächst auf eine Höhe von etwa 625 Fuß (rund 190 Meter), bevor sie kurz darauf anfing, rapide an Höhe zu verlieren. Wenige Augenblicke später stürzte der Dreamliner ab. Die Katastrophe forderte 241 Menschenleben, von insgesamt 242 Personen an Bord, was sie zu einem der verheerendsten zivilen Luftfahrtunfälle der letzten Jahre weltweit macht. Die hohe Opferzahl und der Fakt, daß es sich um den ersten Totalverlust eines Boeing 787-Flugzeugs handelt, verleihen diesem Unglück eine besondere Tragik und Brisanz.

weiterlesen »

Comac strebt Mehrheitsbeteiligung an Lao Airlines an

Der chinesische Flugzeughersteller Commercial Aircraft Corporation of China (Comac) erwägt, eine Mehrheitsbeteiligung an Lao Airlines, der nationalen Fluggesellschaft von Laos, zu erwerben. Dies berichtete die staatliche Zeitung Vientiane Times unter Berufung auf eine Erklärung des laotischen Premierministers Sonexay Siphandone vor der Nationalversammlung. Demnach prüft die laotische Regierung einen Vorschlag aus China für ein „umfassendes Joint Venture“, bei dem Comac mindestens 51 Prozent der Anteile halten würde. Lao Airlines ist eines von vier staatlichen Unternehmen in Laos, die sich derzeit in einer Reformphase befinden. Weder Lao Airlines noch Comac haben sich bislang zu den Berichten geäußert. Der mögliche Einstieg von Comac in die nationale Fluggesellschaft von Laos folgt auf die Lieferung eines Comac C909 Regionaljets an Lao Airlines Ende März dieses Jahres. Seitdem setzt die Fluggesellschaft das Flugzeug auf ihren Inlandsstrecken ein. Dies ist Teil der Strategie von Comac, auf ausländischen Märkten Fuß zu fassen und mit den etablierten Flugzeugherstellern Airbus und Boeing zu konkurrieren. Die C909, ehemals als ARJ21 bekannt, ist Chinas erstes strahlgetriebenes Flugzeug in Serienproduktion und wurde 2016 in Dienst gestellt. Comac hat seine Marketingaktivitäten gegenüber internationalen Aufsichtsbehörden und Fluggesellschaften seit Anfang letzten Jahres verstärkt, um global mit den Konkurrenten Airbus, Boeing und Embraer in Wettbewerb zu treten und die Produktion seiner Flugzeuge hochzufahren. Während das Schmalrumpfflugzeug C919 derzeit nur innerhalb Chinas fliegt, wurden die kleineren Regionalmaschinen vom Typ C909 bereits an Fluggesellschaften in Indonesien, Vietnam und Laos verkauft. Ein unabhängiges Wirtschaftsprüfungsunternehmen bewertet derzeit den Gesamtwert von Lao Airlines im Rahmen der Verhandlungen über die Partnerschaft. Comac hat

weiterlesen »

Boeing verzeichnet Rekordaufträge im Mai 2025: Starkes Wachstum trotz Produktionsengpässen

Der US-amerikanische Flugzeughersteller Boeing hat im Mai 2025 einen bemerkenswerten Auftragseingang von 303 neuen Flugzeugen verzeichnet. Dieser Wert stellt den sechstbesten Monat in der Geschichte des Unternehmens hinsichtlich der Bestelleingänge dar und markiert eine signifikante Erholung nach einem vergleichsweise schwachen April 2025, in dem lediglich acht Aufträge verbucht wurden. Der europäische Konkurrent Airbus hingegen meldete im gleichen Zeitraum keine neuen Bestellungen, was auf eine mögliche Zurückhaltung von Ankündigungen vor der Internationalen Paris Air Show hindeuten könnte. Trotz dieses Erfolges bei den Neuaufträgen steht Boeing weiterhin vor der Herausforderung, seinen umfangreichen Auftragsbestand aufgrund anhaltender Produktionsbeschränkungen und Lieferkettenprobleme abzuarbeiten. Ein detaillierter Blick auf die Auftragsbücher: Die Bestellungen im Mai 2025 Der monatliche Auftrags- und Auslieferungsbericht von Boeing für Mai 2025 enthüllt eine beeindruckende Vielfalt an neuen Bestellungen über verschiedene Flugzeugtypen hinweg. Die größte Kategorie bildeten dabei die Schmalrumpfflugzeuge der 737 Max-Familie mit insgesamt 139 Einheiten (119 + 20), was die anhaltende Nachfrage nach diesem Flugzeugmuster im Kurz- und Mittelstreckenbereich unterstreicht. Darüber hinaus gingen Bestellungen für 75 Einheiten des Großraumflugzeuges 787-10 sowie 45 Einheiten der 787-9, beides Varianten des beliebten Dreamliners, ein. Diese Bestellungen deuten auf eine starke globale Nachfrage nach Langstreckenflugzeugen hin. Ergänzt wurden die Auftragsbücher durch 30 Einheiten der 777X, dem zukünftigen Großraumflugzeug von Boeing, sowie weitere sieben 787-9. Der Gesamtwert dieser Neuaufträge, basierend auf Listenpreisen, dürfte sich auf mehrere Dutzend Milliarden US-Dollar belaufen, auch wenn Rabatte in der Regel üblich sind. Dieser massive Auftragseingang im Mai 2025 ist ein wichtiger Meilenstein für den Flugzeughersteller, insbesondere vor dem Hintergrund der jüngsten

weiterlesen »

Marokko forciert Luftfahrt-Expansion: Royal Air Maroc plant umfangreiche Flottenbestellungen

Die nationale Fluggesellschaft Marokkos, Royal Air Maroc (RAM), steht offenbar kurz vor einer tiefgreifenden Flottenerweiterung, die den Kauf zahlreicher Flugzeuge sowohl beim US-amerikanischen Hersteller Boeing als auch beim europäischen Konkurrenten Airbus umfassen könnte. Diese bevorstehenden Akquisitionen sind ein zentraler Baustein in den ambitionierten Plänen des nordafrikanischen Königreichs, sich als führendes Luftfahrtdrehkreuz an der Westflanke Afrikas zu etablieren. Die Dringlichkeit der Neubeschaffung wird durch einen prognostizierten starken Anstieg der Nachfrage im Reiseverkehr und die strategischen Vorbereitungen Marokkos für die Ausrichtung der Fußballweltmeisterschaft im Jahre 2030 verstärkt, die das Land gemeinsam mit Spanien und Portugal veranstalten wird. Strategische Neuausrichtung: Eine Flotte für die Zukunft Die Bestrebungen Marokkos, seine Position im globalen Luftverkehr zu festigen, sind nicht neu, erhalten jedoch durch die jüngsten Entwicklungen eine erhöhte Dynamik. Die marokkanische Regierung hat in den vergangenen Jahren erhebliche Anstrengungen unternommen, um die Infrastruktur des Landes zu modernisieren und das Königreich als attraktives Ziel für Handel, Investitionen und Tourismus zu präsentieren. Eine leistungsfähige und moderne Fluggesellschaft ist hierbei ein unerläßlicher Pfeiler. Der aktuell diskutierte Umfang der Bestellungen bei Boeing und Airbus unterstreicht die Ernsthaftigkeit dieser Ambitionen. Wie die Nachrichtenagentur „Bloomberg“ am Mittwoch unter Berufung auf gut informierte Kreise berichtete, plant Royal Air Maroc, für ihre Langstreckenflotte etwa zwei Dutzend Boeing 787 Dreamliner zu ordern. Dieses Muster ist bereits ein integraler Bestandteil der Langstreckenflotte der RAM und hat sich auf Routen nach Nordamerika, in den Mittleren Osten und andere afrikanische Destinationen bewährt. Die Boeing 787 ist für ihre Reichweite und Kapazität auf diesen Verbindungen geschätzt. Ergänzend dazu

weiterlesen »

Delta Air Lines warnt vor gravierenden Folgen US-amerikanischer Zollpolitik

Delta Air Lines hat das US-Handelsministerium eindringlich vor den potentiellen Folgen einer neuen Zollpolitik auf importierte Flugzeuge und Teile gewarnt. Die Airline mit Sitz in Atlanta befürchtet, daß die Einführung solcher Zölle sie dazu zwingen könnte, keine weiteren Flugzeuge aus ausländischer Produktion mehr zu erwerben und infolgedessen Flüge zu streichen. Diese Warnung erfolgte in einem bisher unveröffentlichten Antrag an das Ministerium. Laut Delta hat die Fluggesellschaft in den Jahren 2023 und 2024 insgesamt 47 Airbus-Jets erhalten, die unter anderem in Deutschland gebaut wurden. Hätte Delta diese Lieferungen aufgrund von Zöllen stornieren müssen, wäre es nach eigenen Angaben nicht möglich gewesen, Flugverbindungen für zehn Millionen Kunden jährlich zu gewährleisten. Die Fluggesellschaft prognostiziert, daß ähnliche Auswirkungen auch zukünftig zu erwarten wären, sollten neue Zölle erhoben werden. Dies könnte nicht nur Delta, sondern auch die US-Produktion von Boeing und Airbus belasten. Die Vereinigten Staaten bereiten nach Regierungsangaben derzeit die Einführung von Importzöllen auf Flugzeugteile vor. US-Handelsminister Howard Lutnick erklärte bei einer Anhörung im US-Senat in Washington, er erwarte voraussichtlich bis Ende Juni einen neuen „Standard für Zölle auf Flugzeugteile“. Präsident Donald Trump beabsichtigt mit dieser Maßnahme, die heimische Industrie zu schützen und faire Handelsbedingungen sicherzustellen. Parallel zu diesen Entwicklungen kündigte China bereits an, einen Großauftrag an Airbus zu vergeben, was die internationale Dimension dieser Zollpolitik verdeutlicht.

weiterlesen »

Verfahren gegen Boeing: Gericht prüft Antrag auf Einstellung der Strafverfolgung nach 737 Max-Abstürzen

Das Bezirksgericht der Vereinigten Staaten für den Nördlichen Bezirk von Texas hat einen für Ende Juni angesetzten Gerichtstermin im Verfahren „Vereinigte Staaten von Amerika gegen The Boeing Company“ (Fall-Nr.: 4:21-CR-005-O) aufgehoben. Dies geschieht, während der Richter einen Antrag des Justizministeriums (DOJ) prüft, eine strafrechtliche Verfolgung Boeings im Zusammenhang mit den Abstürzen der Boeing 737 Max in den Jahren 2018 und 2019 einzustellen. Die Angehörigen der Opfer bezeichnen das vorgeschlagene Abkommen als „moralisch abstoßend“ und fordern dessen Ablehnung. Gerichtstermin abgesagt: Justizministerium strebt Prozeßvermeidung an Richter Reed O’Connor gab am 1. Juni dem Antrag des Justizministeriums statt, den ursprünglich für den 23. Juni angesetzten Prozeß zu annullieren. Dies erfolgte, nachdem das Ministerium am 29. Mai einen Antrag auf Einstellung des Verfahrens eingereicht hatte. Richter O’Connor hat nun einen Zeitplan für die Einreichung von Schriftsätzen festgelegt: Stellungnahmen zum Antrag sind bis zum 18. Juni fällig, und etwaige Erwiderungen zur Unterstützung des Antrags müssen bis zum 25. Juni eingereicht werden. Dies deutet auf eine sorgfältige Prüfung des Antrags hin, die die rechtlichen Argumente beider Seiten berücksichtigt. Das Justizministerium hatte Boeing ursprünglich wegen einer einzigen Anklage wegen Verschwörung zum Betrug der Vereinigten Staaten angeklagt, einer Anklage, gegen die sich der Flugzeughersteller verteidigen wollte. Im vergangenen Monat jedoch erzielten die Parteien eine Einigung, die vorsieht, daß Boeing über 1,1 Milliarden US-Dollar zahlen würde. Dieser Betrag umfaßt eine Strafe von 487,2 Millionen US-Dollar sowie 444,5 Millionen US-Dollar für die Familien der Absturzopfer. Im Gegenzug würde Boeing die Anklagepunkte anerkennen, und das Justizministerium würde die Anklage zurückziehen. Boeing

weiterlesen »

China erwägt Großauftrag für Airbus: Europäischer Flugzeughersteller könnte bis zu 500 Maschinen verkaufen

China erwägt einem Bericht von Bloomberg zufolge, dem europäischen Flugzeughersteller Airbus einen Großauftrag über bis zu 500 Flugzeuge zu erteilen. Dieser Schritt würde die bereits starke Position von Airbus auf dem chinesischen Markt weiter festigen und die wachsende Verlagerung Chinas von Boeing hin zu Airbus unterstreichen. Die Verhandlungen über den möglichen Auftrag, der sowohl Schmalrumpf- als auch Großraumflugzeuge umfassen könnte, fallen mit einem geplanten Gipfeltreffen europäischer Staats- und Regierungschefs in Peking im Juli zusammen, das das 50-jährige Jubiläum der diplomatischen Beziehungen zwischen China und der Europäischen Union markiert. Chinas strategische Neuausrichtung: Ein möglicher Großauftrag für Airbus Die Gespräche über den potenziellen Auftrag werden als noch nicht abgeschlossen und in einem „fließenden“ Zustand beschrieben. Sollte der Auftrag jedoch zustande kommen, könnte er einen der größten Einzelaufträge in der Geschichte der zivilen Luftfahrt darstellen. Chinas stellvertretender Ministerpräsident He Lifeng besuchte im vergangenen Monat Frankreich, wo er unter anderem mit dem Vorstandsvorsitzenden von Airbus, Guillaume Faury, zusammentraf. Dies deutet auf ein starkes Interesse Chinas an einer Vertiefung der Beziehungen zu Airbus hin. Die chinesischen Fluggesellschaften haben derzeit insgesamt 323 Flugzeuge bei Airbus bestellt, deutlich mehr als die 139 bei Boeing. Der bisher größte Einzelauftrag Chinas bei Airbus erfolgte im Juli 2022, als Air China, China Eastern Airlines, China Southern Airlines und Shenzhen Airlines den Kauf von 292 Flugzeugen der A320-Familie vereinbarten. Der nun in Erwägung gezogene Auftrag könnte dieses Volumen noch übertreffen und, falls er sich der Marke von 500 Flugzeugen nähert, zu den größten jemals erteilten Aufträgen gehören. Es ist jedoch üblich,

weiterlesen »