COVID-19

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Umweltministerin: Eine dritte Piste wird es nicht geben

Die österreichische Umweltministerin Leonore Gewessler erteilt einer möglichen dritten Piste am Flughafen Wien ganz klar eine Absage. Die Luftfahrtbranche habe zurzeit ganz andere Sorgen. Der Flugverkehr sei stark betroffen von der reduzierten Reisetätigkeit, die auch über die Pandemie hinaus anhalten werde, wie der ORF berichtet. „Ich gehe davon aus, dass der Flughafen seine Pläne auch an ein geändertes Verhalten anpasst“, so Gewessler. „Im Lichte der aktuellen Situation“ würde sie keine Notwendigkeit sehen, die umstrittene dritte Piste in Angriff zu nehmen.  Dessen müsse sich auch der Flughafen Wien bewusst sein. Airport-Vorstandsmitglied Julian Jäger meldet sich wenige Stunden nach diesen Aussagen der Umweltministerien zu Wort. Für ihn ist klar: Es eilt nicht. Momentan bestehe keine Entscheidungsnotwendigkeit. „Wir haben immer gesagt, die dritte Piste wird gebaut, wenn es die Genehmigung gibt, wenn es die Nachfrage gibt und wenn es sich rechnet“, so Jäger gegenüber dem Standard. So gesehen habe sich die Position seit zehn Jahren auch nicht geändert.

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Mehrere Bundesländer setzen Beherbergungsverbot außer Kraft

Geteilte Meinungen zum Beherbergungsverbot in Deutschland, dennoch deutlicher Trend erkennbar – zumindest vor Gericht. Während die richterlichen Instanzen in den Bundesländern Sachsen, Baden-Württemberg sowie Niedersachsen die umstrittene Regelung mit sofortiger Wirkung außer Kraft setzten, hält Schleswig-Holstein an das Verbot fest. Die Einschränkung werde für innerdeutsche Urlauber aus Corona-Risikogebieten am Samstag aufgehoben, teilte die sächsische Landesgesundheitsministerin Petra Köpping mit. Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer begründete die Aufhebung des Beherbergungsverbots damit, dass sie Menschen treffe, „die nichts mit der Krankheit zu tun haben“. Die Art der Ausgestaltung sei „nicht verhältnismäßig“, kritisierte er. Zuvor hielt die Maßnahme auch in Baden-Württemberg und Niedersachsen nicht stand, beide Gerichtsinstitute hegen ebenso Bedenken bezüglich der Verhältnismäßigkeit der Regelung.  In Schleswig-Holstein hat das Verwaltungsgericht einen Eilantrag gegen das Beherbergungsverbot hingegen abgelehnt. Und das noch am selben Tag. Angesichts der rasant steigenden Covid-19-Zahlen könne eine Aussetzung des Beherbergungsverbots zu einer Gefährdung des öffentlichen Gesundheitswesen führen, zitiert das Nachrichtenportal Reisevor9 die entscheidende Instanz. Auch der vorgeschriebene Test sei finanziell zumutbar. Doch alle sind sich in einem Punkt sicher: Dieses Thema wird die Gerichte noch einige Zeit verfolgen.

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Deutschland verschärft künftig Reise-Regeln für Covid-19-Risikogebiete

Das deutsche Gesundheitsministerium drängt auf aufgrund immer weiter steigender Infektionszahlen auf strengere Einreise-Regeln. Dies geht aus einem Gesetzesentwurf hervor. So sollen die Regelungen für Einreisende aus Covid-19-Risikogebieten verschärft werden. Demnach treffe Reisende, Airlines, Bus- oder Bahn-Unternehmen künftig eine erhöhte Informationspflicht. Wer aus einem Risikogebiet nach Deutschland reisen möchte, kann infolgedessen verpflichtet werden, gegenüber dem Robert Koch-Institut (RKI) Angaben zur Person sowie zu Aufenthaltsorten zehn Tage vor und zehn Tage nach der Einreise zu machen. Zu diesem Zweck wäre auch die zeitnahe Einführung einer digitale Einreiseanmeldung denkbar. Zudem sollen Reise-Unternehmen dazu verpflichtet werden, passagierbezogene Daten an die Behörden weiterzuleiten. Auch mit Veränderungen bei der Lohnfortzahlung nach dem Infektionsschutzgesetz könne man rechnen, wie aero.de berichtet. Laut Entwurf soll eine Entschädigung ausgeschlossen sein, „wenn der Quarantäne eine vermeidbare Reise in ein 48 Stunden vor Reiseantritt ausgewiesenes Risikogebiet zugrunde liegt“.

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TUI fliegt wieder auf die Malediven

TUI reagiert prompt auf die steigende Nachfrage nach Malediven-Reisen und nimmt den Inselstaat ab dem 27. Oktober wieder in sein Angebot auf.  Nicht nur online, sondern auch aus den Reisebüros hätten das Unternehmen viele Anfragen zu Malediven-Reisen erreicht. „Die weitläufigen Resorts bieten mit freistehenden Bungalows viel Privatsphäre und die Möglichkeit Abstandsregeln einzuhalten“, so TUI-Deutschland-Chef Marek Andryszak. Durchgeführt werden die Flugpauschalreisen mit Lufthansa-Direktflügen ab Frankfurt, jeweils dienstags und samstags, wie das Nachrichtenmagazin Reisevor9 berichtet. Zubringerflüge gibt es von Düsseldorf, München, Hamburg und Berlin. Der Reiseveranstalter prüfe zudem „kurzfristige Möglichkeiten, weitere Fernreiseziele wieder ins Programm aufzunehmen, um den Urlaubern in den Wintermonaten weitere Optionen zu bieten“, so Andryszak weiter.

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Übersicht: Welche Airline die Tickets wirklich rückerstattet

Die Rückerstattung von gebuchten Flugtickets bleibt in Zeiten von Corona eine sensible Angelegenheit. Denn noch immer schaffen es die meisten Airlines nicht, fristgerecht zurückzuzahlen. Fair Plane – ein Portal für Fluggastrechte mit Sitz in Wien – gibt Aufschluss darüber, bei welchen Fluglinien man sich berechtigte Hoffnungen machen kann, das Geld auch wirklich bald wiederzusehen. Bis Ende September 2020 seien mehr als 72.000 Anfragen über den auf Flug- und Pauschalreise-Stornierungen spezialisierten Anbieter eingegangen. Das Gesamtvolumen der Anfragen zu Ticketrückerstattungen beläuft sich dabei auf knapp 39 Millionen Euro. Easyjet mit bester Zahlungsmoral, deutsche Airlines nur im Mittelfeld Wie bereits in den Monaten zuvor weist Easyjet eine Rückzahlungsquote von 96 Prozent auf. Und liefert dabei mit Abstand den besten Wert.  Österreichs Flag-Carrier schlägt sich zunehmend tapferer und hält im Ranking Platz zwei – Austrian Airlines zahlt inzwischen 62 Prozent der Forderungen zurück und steigerte ihre Quote damit um vier Prozent im Vergleich zu Juni und Juli. Eurowings zahlt immer noch weniger als die Hälfte der Forderungen zurück, Lag die Rückzahlungsquote beim letzten Ranking noch bei traurigen vier Prozent, sind es nun schlappe 46 Prozent. Auch Condor verbessert sich: Die Airline steigert ihre Rückzahlungsquote von sieben auf 39 Prozent. Die Lufthansa verbessert sich zwar um 13 Prozent auf 32 Prozent, aus dem Mittelfeld kommt sie dabei aber trotz eines gigantischen Rettungspakets nicht heraus. Iberia hat erst ein Prozent Rückzahlungen geleistet und belegt damit den letzten Platz im Ranking. Den vorletzten Platz teilen sich Wizz und AirFrance mit jeweils mageren zwei Prozent. TuiFly kann im aktuellen Ranking nur eine Rückzahlungsquote von drei Prozent vorweisen. Die Tochtergesellschaft des Touristikkonzerns bildet damit das Schlusslicht unter

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London-Luton: Passagierzahlen brechen im September um mehr als zwei Drittel ein

Der Abwärtstrend setzt sich auch in London-Luton fort: Im September reisten nur 575.000 Passagiere über Airport – ein Rückgang von 66 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. „Ich bin sehr stolz auf all unsere Mitarbeiter, die auch in diesen herausfordernden Zeiten konzentriert ihrer Arbeit nachgehen. Obwohl sich die Passagierzahlen in den Sommermonaten etwas erholten, war dies nur von kurzer Dauer und die Zahlen begannen erneut zu fallen. Ich begrüße die neue Reise-Taskforce der Regierung, fordere sie jedoch dringend auf, eng mit der Industrie zusammenzuarbeiten, um über die Notwendigkeit der Quarantäne-Pflicht zu beraten. Das Augenmerk muss auf Covid-19-Schnelltests gelegt werden,“ so Alberto Martin, CEO von LLA.

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Nach 12 Jahren: Air Canada-Chef verabschiedet sich in den Ruhestand

Calin Rovinescu geht in den Ruhestand: Der Vertrag des langjährigen Air Canada-Chefs läuft am 15. Februar 2021 aus und wird nicht verlängert. Damit endet eine Ära bei der größten Fluggesellschaft Kanadas, Rovinescu führte das Unternehmen fast 12 Jahre lang. Sein Nachfolger steht auch schon fest: Michael Rousseau, aktuell noch stellvertretender Geschäftsführer und Finanzvorstand, wird in seine Fußstapfen treten.  „Ich habe seit über drei Jahrzehnten eine einzigartige und ganz besondere Beziehung zu Air Canada und unseren herausragenden Mitarbeitern. Vor allem aber bin ich in meiner Karriere besonders stolz auf die Entwicklung des Unternehmens in den letzten zwölf Jahren. Wir haben Air Canada zu einer der weltweit führenden Fluggesellschaften und zu einem globalen Champion für Kanada gemacht, internationale Kunden- und Mitarbeiterpreise gewonnen, unser globales Netzwerk auf alle sechs bewohnten Kontinente ausgebaut, Tausende von Arbeitsplätzen geschaffen und Renten geschützt sowie Rekordergebnisse erzielt. Der Dank gilt allen Menschen, die die diese mehrjährigen Weg mit Innovation, harter Arbeit und großer Hingabe unterstützt haben „, so Calin Rovinescu.

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Flughafen Memmingen: Mit 29 Zielen in den Winter

Mit 29 Zielen startet der Flughafen Memmingen am Sonntag in die Wintersaison. Der aktuelle Winterflugplan bietet zwei neue Strecken, muss aber auch Reduzierungen im Angebot hinnehmen. So startet am 28. Oktober Wizz Air mit ihrer neuen Verbindung von Memmingen nach Catania auf Sizilien. Vier Tage später geht es erstmals nach Bacău. Die Stadt im Nordosten Rumäniens ist das sechste Ziel des Landes, das ab Memmingen nonstop erreicht werden kann. Daneben finden sich viele Destinationen wie London, Porto, Malaga oder Teneriffa sowie Larnaca auf Zypern. Die russische Fluggesellschaft Pobeda plant zudem wieder einmal pro Woche die Verbindung Memmingen-Moskau aufzunehmen. Vorerst ausgesetzt werden Dublin, Tel Aviv, Amman, Faro, Marrakesch sowie Kutaissi, Banja Luka, Lviv und Ohrid. Nachdem Ryanair angekündigt hat, in diesem Winter nur 40 Prozent des Vorjahres-Angebots zu bedienen, fällt die Quote in Memmingen mit knapp 50 Prozent wesentlich positiver aus. Dennoch werden auch die neu geplanten Strecken nach Gyumri in Armenien und ins finnische Lappeenranta vorerst nicht ins Streckennetz aufgenommen. Wizz Air plant hingegen, 80 Prozent der Flüge des Vorjahres-Winter durchzuführen. Die Ausweisung weiterer Risikogebiete und die aktuelle Pandemie-Entwicklung können dennoch kurzfristig zu Änderungen führen. „Nach dem aktuellen Flugplan rechnen wir in diesem Winter mit rund 375.000 Passagieren“, so Flughafen Geschäftsführer Ralf Schmid. Im Vergleich zum Vorjahr mit rund 550.000 Fluggästen sei das ein erwartetes Minus von 32 Prozent. Obwohl die Bilanz des Sommers einen Rückgang um 70 Prozent verzeichnet, sei der Flughafen Memmingen, so sein Geschäftsführer, „mit einem großen blauen Auge“ davongekommen. 41 Ziele seien bedient worden. Memmingen verzeichne

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Flughafenverband: Deutsche Flughäfen befinden sich in Notlage

Der Flughafenverband ADV zeigt sich sichtlich erfreut über die Ankündigung des Bundesverkehrsministers, für den 6. November einen Luftverkehrsgipfel einzuberufen. Dies würde Hoffnung machen auf rasche Finanzspritzen. Und die seien angesichts der dramatischen Lage an Deutschlands Flughäfen nötiger denn je. Die Aussichten für die Flughäfen hätten sich wegen der verschärften Quarantäneregelungen und neuer staatlicher Reisebeschränkungen zunehmend verschlechtert. Dabei sei die Lage im Frühherbst deutlich schlechter als noch Anfang Sommer erhofft. Auch die Buchungszahlen würden keine Besserung erkennen lassen. „Mit einem Passagiervolumen von weniger als 20 Prozent gegenüber der Vor-Corona-Zeit befindet sich die Luft- und Reisebranche faktisch in einem zweiten Lockdown. Alle Appelle und Angebote für eine verstärkte Teststrategie für Flugreisende blieben mehr oder weniger ungehört“, kritisiert der Flughafenverband. Und fordert im Gleichschritt den Ausgleich der Vorhaltekosten in der Höhe von 740 Millionen Euro. „Durch den dramatischen Verkehrseinbruch sind viele Flughäfen in ihrem Fortbestand gefährdet. Die Flughafenstandorte sind unverschuldet in eine existenzbedrohende Krise geraten. Gerade während der Zeit des harten Lockdowns zeigte sich die unverzichtbare Funktion der Flughäfen. Ein erster wichtiger Schritt wäre die Übernahme der Lockdown-Kosten in Höhe von 740 Millionen Euro“, so ADV-Hauptgeschäftsführer Ralph Beisel. Corona-bedingter Verkehrseinbruch – Lockdown setzt sich faktisch bis 2021 fort Durch die Corona-Pandemie kam der Verkehr an den Flughäfen fast vollständig zum Erliegen. Bis Ende September fehlen den deutschen Flughäfen über 150 Millionen Passagiere. Die Verkehrszahlen liegen bei unter 20 Prozent der Vorjahreswerte. Reisebeschränkungen, restriktive Quarantäneregeln und ungenügende Teststrategien beeinträchtigen die Wiederaufnahme des Flugbetriebs. Im Winterhalbjahr stellt sich für die ersten Flughäfen die Überlebensfrage. Eine

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Easyjet droht zum Übernahmekandidat zu werden

Easyjet geht in dieser Krise wohl allmählich die Luft aus.  Der Low-Coster meldete den ersten Verlust der Unternehmensgeschichte. Und der hat es in sich: Er werde vor Steuern bei 815 bis 845 Millionen Pfund (930 Millionen Euro) liegen. Zuletzt spülten eine staatliche Finanzspritze und der Verkauf von Flugzeugen wieder Geld in die Kasse. Doch das reicht offenbar immer noch nicht. Denn Easyjet-Chef Johan Lundgren betonte zuletzt ausdrücklich, die Regierung müsse „dringend ein maßgeschneidertes Maßnahmenpaket auf den Weg bringen“. Ansonsten drohe der Totalausfall. Dem gegenüber sieht es so aus, als würde Konkurrent Ryanair diese Krise deutlicher glimpflicher überstehen. Zwar spürt man auch bei Europas größter Fluglinie die Auswirkungen der Pandemie. Jedoch erweist sich das Unternehmen als ausgesprochen krisenresistent, Konzernchef Michael O’Leary protzte zuletzt immer wieder mit Ryanairs‘ rappelvoller Kasse von umgerechnet 3,9 Milliarden Euro. Und dass, trotz Rückgang der Passagierzahlen und Kürzungen im Flugplan.  Nach Einschätzung von O’Leary dürfte die schwierige Lage der Branche in der Pandemie die Spreu vom Weizen trennen. „Schwache, kleine Airlines werden diese Krise nicht überstehen können,“ urteilte er bereits im Sommer, wie boerse.ard.de berichtet. Auch Ryanair-Marketingchef Dara Brady glaube daran, dass „Covid-19 diesen Konsolidierungsprozess beschleunigen wird“. Dann könnte aus seiner Sicht die Corona-Krise dafür sorgen, dass gestandene Airlines wie Easyjet zu Übernahmekandidaten werden. Und sich in größter Not an den letzten Strohhalm klammern – in diesem Fall die Konkurenz.

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