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Easyjet verweigerte Passagier die Beförderung – laut OGH zu Unrecht

OGH: Fluggesellschaft überschritt ihre Befugnisse im Zuge der Überprüfung behördlicher Dokumente. Der britische Low-Coster verweigerte einem irakischen Staatsbürger aufgrund eines vermeintlich fehlenden Visums einen Flug von Wien nach London. Eine vorhandene gültige Aufenthaltskarte, die zur visumsfreien Einreise berechtigte hätte, wurde von EasyJet nicht akzeptiert. Denn das Unternehmen ging davon aus, dass der Betroffene die Voraussetzungen für die – behördlich ausgestellte – Aufenthaltskarte in Wirklichkeit nicht erfülle. Die Beförderungsverweigerung war unzulässig, entschied der Oberste Gerichtshof (OGH) nun in einem vom Verein für Konsumenteninformation (VKI) geführten Verfahren.  Der Carrier muss in der Folge die Kosten für die verfallenen Flugtickets erstatten und Ausgleichszahlung leisten – und zwar doppelt: an den Betroffenen und seine mitreisende Ehefrau. Die Ehefrau hätte ihr Ticket zwar in Anspruch nehmen können, doch die Beförderungsverweigerung des Ehemannes kam letztlich auch einer Beförderungsverweigerung seiner Frau gleich, so das Gericht. „Easyjet hat sich hier die Befugnis angemaßt, zu hinterfragen, ob die Aufenthaltskarte von den österreichischen Behörden rechtmäßig ausgestellt wurde. Die Überprüfung eines solchen Dokuments hat sich rein auf die Echtheit und die Richtigkeit der darin enthaltenen Angaben zu beschränken. Easyjet hatte bei dieser Aufenthaltskarte keine konkreten Anhaltspunkte, die auf einen Rechtsmissbrauch oder Betrug geschlossen hätten“, kommentiert VKI-Juristin Verena Grubner das Urteil. Easyjet akzeptiert das Urteil „Easyjet ist wie alle anderen Fluggesellschaften von den zuständigen Behörden dazu verpflichtet, sicherzustellen, dass alle Passagiere die richtigen, gültigen Reisedokumente vorlegen können, um die Sicherheit aller Passagiere und der Besatzung zu gewährleisten“, so ein Sprecher der Fluggesellschaft gegenüber Aviation.Direct. „Wir bedauern, dass dem betroffenen Fluggast zu Unrecht

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MUC: United Airlines fliegt erstmals nach Denver

United Airlines baut das Streckenangebot zu Zielen in den USA ab München weiter aus. Ab sofort stehen zwei weitere Verbindungen in die Vereinigten Staaten auf dem Programm. Zum ersten Mal in der Geschichte des Münchner Airports fliegt United von München nach Denver. Die Hauptstadt Colorados ist nicht nur das Tor zu den Rocky Mountains, sondern auch ein wichtiger Umsteigeflughafen der amerikanischen Fluggesellschaft. Den Passagieren stehen in Denver zahlreiche Anschlussflüge aus dem Streckennetz der United zur Verfügung. Auf der neuen transatlantischen Route kommt die Boeing 787-9 zum Einsatz. Die Maschinen starten am bayerischen Luftverkehrsdrehkreuz täglich um 16:05 Uhr. Neben der neuen Verbindung nach Denver bietet United Airlines ab sofort auch wieder regelmäßige Flüge von München in das texanische Houston an, die seit dem 13. März 2020 coronabedingt ausgesetzt waren. Dabei kommt eine Boeing 767-300 zum Einsatz, die täglich um 11:55 Uhr ab München startet. Somit bietet United Airlines ab München mittlerweile täglich sechs Flüge in die USA an – und damit mehr als vor Beginn der Corona-Epidemie. Neben Denver und Houston bedient die Airline auch die US-Ziele Chicago, Washington, DC, Newark und San Francisco.

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Statt Paid Catering: Viele Lufthansa-Flüge heben nur mit Wasserflaschen ab

Bei Lufthansa läuft es derzeit im Bereich Paid Catering am Standort Frankfurt am Main unrund. Viele Flüge heben gänzlich ohne Mahlzeiten und Getränke ab. Lediglich Wasserflaschen, die ohnehin kostenfrei ausgeteilt werden, sollen mit an Bord kommen. Hintergrund ist laut einem Bericht des Nachrichtenmagazins “Der Spiegel”, dass es bei Caterer Gate Gourmet, der das Europageschäft von LSG gekauft hatte, zu massiven Personalengpässen gekommen ist. Dies soll dazu führen, dass auf Kurz- und Mittelstreckenflügen der Lufthansa das Paid-Catering-Angebot nicht an Bord kommt. So erhalten Reisende in der Economy Class lediglich eine kostenlose Flasche Wasser überreicht. Mehr gibt es nicht – auch nicht gegen Bezahlung. Nicht betroffen sind Langstreckenverbindungen sowie Business-Class-Passagiere. Hier soll es auch weiterhin das gewohnte Angebot an Speisen und Getränken geben. Im Zuge des Verkaufs des Europageschäfts der LSG an Gate Gourmet soll es in manchen Bereichen zu Kürzungen der Gehälter gekommen sein. AUch habe es bei der Abrechnung der Löhne Anlaufschwierigkeiten gegeben, bestätigte ein Sprecher des Konzerns. Möglicherweise haben aus diesem Grund einige Beschäftigte das Unternehmen verlassen. Einen besonders akuten Personalmangel scheint Gate Gourmet im Bereich jener LKW-Fahrer zu haben, die über die Ausbildung und Zulassung zur Belieferung der Flugzeuge verfügen. Man versucht nun in Frankfurt am Main gegenzusteuern und bietet allen Beschäftigten, die im April 2022 maximal einen Tag krankheitsbedingt ausgefallen sind, eine Sonderzahlung in der Höhe von 250 Euro. Diese soll bereits mit der nächsten Überweisung der Löhne angewiesen werden.

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Nachtzüge: GreenCityTrip steuert Österreich und Deutschland an

Das niederländische Eisenbahn-Startup GreenCityTrip will ab 25. Mai 2022 auch in Deutschland an den Start gehen Angeboten werden Ziele wie Venedig, Florenz, Bologna, Mailand, Kopenhagen, Göteborg und Wien. Der Zug soll eine Kapazität von 640 Betten aufweisen. Reisende können die neuen Nachtzüge ab dem 25. Mai 2022 abends in Köln, Dortmund und Bad Bentheim nutzen. Derzeit können Fahrkarten nur über die Homepage des Anbieters gebucht werden. Manche Ziele sind nur in Verbindung mit Hotelbuchungen erhältlich. Der niedrigste Preis für fünftägige Reisen inklusive Hotel soll bei 199 Euro pro Person liegen. „Mit diesem Schritt sind wir als Reiseunternehmen führend, wenn es darum geht, den Kunden ein noch verantwortungsvolleres Reisen zu ermöglichen. Wir bieten Städtereisen in fantastische europäische Städte an, einschließlich eines Hotels am Zielort. Bei diesen Angeboten wird neben der An- und Abreise im Nachtzug immer auch eine Hotelübernachtung am Zielort angeboten. Es ist auch möglich, nur ein Nachtzugticket zu buchen. Ein wichtiger Vorteil für deutsche Kunden ist, dass alle unsere Städtereisepakete und Nur-Ticket-Angebote vom niederländischen Verband der Reiseveranstalter für deutsche Kunden finanziell voll abgesichert sind. Dieser Service ist standardmäßig im Preis inbegriffen, ebenso wie frische Bettwäsche auf jeder Strecke. Unser Zug wartet am Zielort, so dass garantiert ist, dass unsere Kunden jederzeit sicher nach Deutschland zurückreisen können“, erklärt Maarten Bastian, Miteigentümer von GreenCityTrip. Von Köln Hbf nach Wien Hbf werden vorerst nur vereinzelte Fahrten angeboten. Beispielsweise ist im Juli und August 2022 nur je ein Termin buchbar. In den Monaten September und Oktober 2022 hat man momentan keine Fahrten geplant.

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Freiburg: Borussia Mönchengladbach landete direkt neben dem Stadion

Am Freitagabend kam es in Freiburg zu einer Premiere, denn die Fußballmannschaft von Mönchengladbach landete mit einer Dornier 328. Die Besonderheit: Die Runway befindet sich quasi direkt neben dem Europapark-Stadion. Hintergrund ist, dass sich die Verantwortlichen im Vorfeld darauf geeinigt hatten, dass die Sportstätte in der Nähe eines kleinen Flugplatzes gebaut wird. Borussia Mönchengladbach war am Freitag die erste Gastmannschaft, die diesen auch für die Anreise zum Auswärtsmatch nutze. Die Entfernung zum Stadion ist quasi nur ein symbolischer Steinwurf.  Der “City Airport Freiburg” trägt den ICAO-Code EDTF und wird überwiegend von der General Aviation genutzt. Der internationale Flugverkehr nutzt im Regelfall den wesentlich größeren EuroAirport, der sich auf französischem Staatsgebiet befindet.

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Eurowings Discover mit bis zu 21 Flugzeugen im Sommer 2022

Die Ferienfluggesellschaft Eurowings Discover plant bis Ende dieses Jahres die Flotte auf 21 Flugzeuge aufzustocken. Dabei wird es sich um zehn Airbus A320 und elf A330 im Eigenbetrieb handeln, bestätigte eine Sprecherin. Während der Sommer-Hochsaison wird die Lufthansa-Tochter mit 18 Maschinen unterwegs sein. Man wird sechs Airbus A320 und zehn A330 selbst betreiben. Weiters lässt man ab München zwei A220-300 im Rahmen eines Wetlease-Vertrags von Air Baltic betreiben. „Gegebenenfalls wird um bis zu drei Airbus A350 von Finnair erweitert“, so eine Sprecherin. „Bis Ende des Jahres wächst die eigene Flotte von Eurowings Discover wie geplant auf 21 Flugzeuge“. Final ist der Wetlease-Einsatz von drei Finnair-A350 noch nicht. Das Oneworld-Mitglied hat zwar bereits Übersteller nach Frankfurt und München geplant und mit dem Verkauf von Oneway-Tickets begonnen, jedoch erklärt eine Medienreferentin von Eurowings Discover: „Wir befinden uns aktuell in der finalen Planungsphase mit Finnair als möglichen Wetlease-Partner für diesen Sommer. Es geht dabei um den Einsatz von bis zu drei Airbus 350 ab Frankfurt und München, voraussichtlich für den Zeitraum von Mitte Mai bis Ende Oktober. Die Entscheidung und die genaue Ausgestaltung der Vereinbarung ist für die kommenden Tage avisiert“. Auf die Frage, ob dieses Jahr noch weitere Carrier im Auftrag von Eurowings Discover fliegen werden, antwortete das Unternehmen: „Über die Vereinbarungen mit Air Baltic und voraussichtlich Finnair hinaus, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein weiterer Wetlease für 2022 geplant“. Unklar, ob weitere Ex-SunExpress-Deutschland-A330 eingeflottet werden Während die vormals von SunExpress Deutschland für Eurowings betriebenen Airbus A330 mit den Registrierungen D-AXGB, D-AXGE und

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Hotellerie in Wien spürt Rückenwind

„Ostern brachte eine Wiederauferstehung des Wiener Tourismus“, zieht Dominic Schmid, Obmann der Fachgruppe Hotellerie in der Wirtschaftskammer Wien erstmals seit langem wieder eine positive Bilanz. Die Wiener Hotels waren am verlängerten Wochenende sehr gut gebucht, 85 bis 90 Prozent der Zimmer belegt. „Für den gesamten April werden wir nach aktuellen Prognosen rund 55 Prozent Auslastung erreichen. Das ist zwar noch immer nicht kostendeckend, aber ein Schritt in die richtige Richtung“, so Schmid. Verantwortlich für den Oster-Boom in der Wiener Hotellerie seien nicht zuletzt auch die Öffnungsschritte gewesen, ist Schmid überzeugt: „Dass Wien jetzt auch die Regeln gelockert hat, hat sich sehr schnell an konkreten Buchungszahlen messen lassen. Und auch an der Stimmung in den Häusern, Gäste und Mitarbeiter sind wieder entspannter und gelöster, der Spaß am Reisen ist wiedergekehrt“. Wobei auch zu merken ist, dass derzeit vor allem Freizeit- und Urlaubsreisende die Bundeshauptstadt besuchen, Geschäftsreisende bleiben noch aus. Schmid: „Wir sehen gute Reservierungen für die Wochenenden, unter der Woche ist die Auslastung noch immer gering“.  Schmid geht aber davon aus, dass die Geschäftsreisenden im Laufe der nächsten Monate wiederkehren werden: „Geschäftstourismus braucht Anlaufzeit und Planungssicherheit. Da wird es noch dauern, bis das Vertrauen wiederhergestellt ist. Manche Experten gehen davon aus, dass wir erst 2024 das Vor-Corona-Niveau bei Business-Reisenden erreichen werden“. Daher sind die Aussichten für die nächsten Monate auch noch etwas verhalten, für Mai und Juni geht man in der Branche von derzeit 60 bis 65 Prozent Auslastung aus. Schmid: „Bisher machte der Anteil der Geschäftsreisenden in Wien rund 45

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Osterwelle: FKB bewältigt ersten Passagieransturm

 Das vergangene Osterwochenende brachte erstmals nach Beginn der Corona-Pandemie wieder den lang ersehnten Passagieransturm am FKB. Allein im Zeitraum vom 14.04. bis zum 17.04. wurden 100 Starts und Landungen im Linien- und Charterflugverkehr mit fast 17.000 Passagieren ohne nennenswerte Probleme in der Abfertigung bewältigt, wie der Airport in einer Aussendung mitteilt. Der erwartete Andrang trat zwar ein; das im Vorfeld oft befürchtete Gedränge blieb am FKB jedoch aus. Die Zahlen lagen  erfreulicherweise zum ersten Mal wieder über dem Niveau von 2019. „Die Professionalität unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und entsprechende Vorarbeit“ sind laut Eric Blechschmidt, Bereichsleiter Luftverkehr am FKB, die Erfolgsgründe, warum es zu Beginn der Hauptreisezeit eben nicht hakte. „Wir haben bereits früh damit begonnen, uns auf die Zeit nach Corona einzustellen, und die veränderten Bedingungen in unsere Abläufe zu integrieren. Alle relevanten Prozesse wurden analysiert und auf die neuen Bedingungen – wie beispielsweise größere Abstände zwischen Fluggästen und ein erhöhtes Kontrollaufkommen von Dokumenten – hin angepasst. Als Folge wurden Veränderungen beim Check-In, in der Wegeführung und im Gate-Bereich umgesetzt. Diese Maßnahmen haben sich nun ausgezahlt.“, freut sich Blechschmidt über den wieder stark frequentierten FKB.

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Air Baltic verbindet Tampere mit Amsterdam

Die lettische Fluggesellschaft führt neu ab dem 1. Juni 2022 neue Linienflüge zwischen Tampere und Amsterdam durch. Die beiden Städte sollen mit zwei wöchentlichen Verbindungen verbunden werden, wie der Carrier in einer Aussendung mitteilt. „Wir möchten unseren finnischen Passagieren die besten Reisemöglichkeiten und Verbindungen zu neuen Zielen bieten. Daher freuen wir uns, die bereits achte Destinationen ab Tampere – zu einem der verkehrsreichsten europäischen Drehkreuze – hinzuzufügen“, so Airline-Chef Martin Gauss über die neue Flugverbindung ab der finnischen Großstadt.

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AMAG erhält mehrjährigen Großauftrag für A320-Komponenten

AMAG Components und Ruag Aerostructures haben einen mehrjährigen Vertrag unterschrieben, wonach der größte österreichische Aluminiumkonzern Bauteile und Komponenten, vornehmlich für den Airbus A320, an Ruag liefert. Der Auftrag habe ein Gesamtvolumen von 100 Millionen Euro, teilt das Unternehmen mit Sitz in Übersee am Chiemsee in einer Aussendung mit. Laut eigener Aussage werde die Reduktion des Rohmaterialeinsatzes in der Produktion in den Vordergrund gestellt. „Dieser wichtige Auftragserfolg mit unserem langjährigen Kunden Ruag Aerostructures in Oberpfaffenhofen in Deutschland ist eine erfreuliche Bestätigung unserer klaren Ausrichtung auf Spezialprodukte von hoher Qualität sowie unserer Zuverlässigkeit bei der Liefertreue und im Service. Die Kombination der Kompetenzen in der Zerspanung an den deutschen Standorten mit jenen der nachhaltigen Produktion von Aluminiumvormaterial und Recycling in Ranshofen macht unser Angebot einzigartig“, so Gerald Mayer, Vorstandsvorsitzender der AMAG Austria Metall AG.

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