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Düsseldorf: Erste Lauda-Mitarbeiter verlieren Klagen

In Deutschland klagen zahlreiche ehemalige Laudamotion-Mitarbeiter der im Vorjahr geschlossenen Bases Stuttgart und Düsseldorf gegen ihre Kündigungen. Nun gibt es erste Urteile erster Instanz in Nordrhein-Westfalen: Die Klagen wurden vom zuständigen Arbeitsgericht abgewiesen. In Düsseldorf ist die Situation besonders verworren, da die Beschäftigten bereits zur Nachfolgegesellschaft Lauda Europe Ltd. verschoben wurden. Das führte dazu, dass sowohl Laudamotion GmbH als auch Lauda Europe Ltd. wiederholt die Kündigungsbriefe zugeschickt haben. Offenbar war man sich gar nicht mehr so ganz sicher wer zu welchem Zeitpunkt Arbeitgeber war. Da enorm viele ehemalige Beschäftigte der geschlossenen Lauda-Stationen Stuttgart und Düsseldorf gegen ihre Kündigung vor Gericht gezogen sind und jeder Fall als einzelnes Verfahren geführt wird, sind die jeweils örtlichen Arbeitsgerichte noch einige Zeit mit der Fällung von Urteilen erster Instanz beschäftigt. In Nordrhein-Westfalen wurde bislang ausschließlich zu Gunsten von Lauda entschieden, wobei die Urteile noch nicht rechtskräftig sind, da die Beklagten noch die Möglichkeit zur Berufung haben. In Kürze sollen zirka 50 weitere Fälle in Düsseldorf in erster Instanz verhandelt werden. Auch in Österreich sind zahlreiche Klagen gerichtsanhängig. So wurden beispielsweise die Kündigung schwangerer Mitarbeiterinnen der Laudamotion GmbH für rechtswidrig erklärt. Da die Geschäftsleitung des österreichischen Unternehmens sich weigerte den Betriebsrat anzuerkennen und die Wahl gerichtlich angefochten hat, musste ein Gericht entscheiden: Das Unternehmen unterlag.

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Eurowings stationiert drei A320 am BER

Auf dem Flughafen Berlin-Brandenburg wird die Fluggesellschaft Eurowings ab 1. April 2021 drei Maschinen des Typs Airbus A320 stationieren. Gleichzeitig sollen unter anderem die Frequenzen der innerdeutschen Flüge nach Stuttgart, Köln und Düsseldorf ausgebaut werden. Die Berlin-Strategie von Eurowings bzw. Germanwings war bislang von mehreren Umzügen geprägt. Zunächst startete man in Tegel, zog dann nach Schönefeld um und dann wieder teilweise zurück nach Tegel. Die Berliner Basis – betrieben von Germanwings – wurde in der Vergangenheit mehrfach aufgegeben. Nun will man es am BER als Eurowings wieder wissen. Laut Firmenchef Jens Bischof führte der Lufthansa-Ableger seit der Eröffnung des BER rund 1.000 Starts durch. Im Feber 2021 soll jeder dritte Abflug ein Eurowings-Flug gewesen sein. „Berlin ist und bleibt ein absoluter Touristenmagnet und kulturell wie historisch eine der spannendsten Metropolen Europas. Da ist es nur konsequent, wenn wir als Deutschlands Tourismusflieger Nr. 1 unsere Präsenz in der Hauptstadt mit Eröffnung einer eigenen Basis ausbauen. Wir freuen uns sehr, Berliner und Brandenburger nach Ende des Lockdowns bald in ihren verdienten Urlaub fliegen zu können“, so Bischof. Nach der Stationseröffnung im April wird Eurowings die Hauptstadt mit Köln, Düsseldorf und Stuttgart wieder bis zu drei Mal täglich verbinden. Dabei hat die Airline insbesondere die bei Reisenden beliebten Tagesrandzeiten im Fokus. Eurowings hat unter anderem Urlaubsziele nach Mallorca, auf die Kanaren, nach Griechenland, Österreich, Korsika, Kroatien und Ägypten im Programm. Neu im Sommerflugplan sind auch Flüge nach Beirut. Flugzeuge von Eurowings werden bevorzugt am Pier Nord des neuen Hauptstadtflughafens positioniert. So sollen Passagiere

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Condor braucht schon wieder Geld

Bereits zweimal musste Condor vom deutschen Staat vor dem Kollaps bewahrt werden und nun braucht der Ferienflieger schon wieder Geld. Nach der Thomas-Cook-Pleite wurde über die Kreditanstalt für Wiederaufbau ein Darlehen in der Höhe von 380 Millionen Euro gewährt. Nachdem der Deal mit LOT-Mutter PGL geplatzt ist, flossen im April 2020 nochmals 550 Millionen Euro. Condor gerät aufgrund der anhaltenden Reiseschikanen diverser Regierungen zunehmen unter Druck, denn die Aussichten für den Sommer 2021 sind unklar. Zwar rechnet Firmenchef Ralf Techkentrup damit, dass heuer ein Gewinn in der Höhe von acht Millionen Euro geschrieben werden kann, doch wird die Luft immer dünner. Laut vorliegendem Geschäftsbericht schrieb das Unternehmen im am 30. September 2020 abgelaufenen Geschäftsjahr einen Verlust in der Höhe von 225 Euro. Aufgrund der Corona-Pandemie scheinen die Mittel, die über die Kreditanstalt für Wiederaufbau gewährt wurden, langsam aber sicher aufgebraucht zu sein. Condor muss sich daher um frisches Geld umsehen, wobei dafür sowohl der Kapitalmarkt als auch der Staat in Frage kommen würden. KfW hat Pfandrecht auf Condor Das Unternehmen selbst will sich nicht dazu äußern woher man die benötigte Liquidität beziehen will. Indirekt befindet sich der Ferienflieger ohnehin im Staatseigentum, denn als Sicherheit für die gewährten Darlehen sind alle Anteile, die offiziell einer Treuhandkonstruktion gehören, an die KfW verpfändet. Die Kreditanstalt für Wideraufbau ist Eigentum der Bundesrepublik Deutschland. Condor hat aber auch an einer ganz anderen Front zu kämpfen, denn Lufthansa kündigte den Vertrag über Zubringerflüge auf. Dagegen legte der Ferienflieger eine Beschwerde beim Bundeskartellamt ein und zog gegen

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Verkehrsrechte: SunExpress lässt Air Cairo nach Hurghada fliegen

Aufgrund der Schließung des Deutschland-Ablegers kann SunExpress aus verkehrsrechtlichen Gründen keine Flüge zwischen der Bundesrepublik und Ägypten anbieten. Nun kooperiert man mit Air Cairo und will damit die entstandene Lücke schließen. Im Vorjahr sorgte die Schließung von SunExpress Deutschland für Aufsehen. Auch ziehen zahlreiche Mitarbeiter vor Gericht und klagen auf Feststellung eines Betriebsübergangs auf Eurowings Discover. Die türkische SunExpress darf aus verkehrsrechtlichen Gründen keine Flüge innerhalb der EU bzw. von der EU in Drittstaaten (ausgenommen Türkei) anbieten. Die Hurghada-Flüge werden daher künftig von der Egypt-Air-Tochter Air Cairo durchgeführt. SunExpress wird den Vertrieb koordinieren, die operative Durchführung erfolgt jedoch durch das ägyptische Luftfahrtunternehmen. Die Egypt Air Tochter führt Flüge von von insgesamt 14 Abflughäfen in Deutschland, Österreich und der Schweiz durch und bietet bis zu 30 Verbindungen pro Woche. Ab Ende März sollen die Air-Cairo-Flugangebote nach Hurghada über SunExpress buchbar gemacht werden. „Ich bin davon überzeugt, dass das Air Cairo Produkt zu den Wünschen unserer Kunden passt. Unseren Partnern bieten wir ‘the best of both worlds’. Ein lokales Produkt zum unschlagbaren Preis-Leistungsverhältnis mit verlässlicher deutschsprachiger Ägypten-Expertise im Vertrieb“, erklärt Peter Glade, Chief Commercial Officer von SunExpress. Derzeit ist geplant, mit dem Flugprogramm Ende Mai/Anfang Juni 2021 zu beginnen und es schrittweise bis zu den Sommerferien auszubauen. Im Laufe der Partnerschaft planen SunExpress und Air Cairo das gemeinsame Angebot auf weitere Flughäfen außerhalb des deutschsprachigen Raum auszuweiten.

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UFO fordert rasche Impfungen für Flugbegleiter

Die Flugbegleitergewerkschaft UFO fordert, dass das Kabinenpersonal zeitnah die Möglichkeit zur Impfung gegen Covid-19 erhalten soll. Damit schließt man sich dem Standpunkt des europäischen Dachverbands EurECCA an. „Wir sind im permanenten Kontakt mit wechselnden Personen auf engstem Raum. Dadurch tragen wir einerseits eine besondere Verantwortung, das Virus nicht zu verbreiten, und sind andererseits aber auch selbst speziell gefährdet“, so UFO-Vorsitzende Anja Bronstert. „Vor dem Hintergrund der erhofften höheren Buchungsnachfrage in den Sommermonaten erwarten wir für unseren Berufsstand nun ein zügiges Angebot für alle impfbereiten Kolleginnen und Kollegen“. Derzeit sind Flugbegleiter in der Gruppe 3 der deutschen Impfverordnung aufgenommen. Diese sieht unter anderem vor, dass Personen, die „in besonders relevanter Position in weiteren Einrichtungen und Unternehmen der Kritischen Infrastruktur tätig sind, insbesondere […] im Transport- und Verkehrswesen“, für eine Schutzimpfung priorisiert werden.

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Volocopter sammelt weitere 200 Millionen Euro ein

Der Flugtaxi-Pionier Volocopter konnte eigenen Angaben nach weitere 200 Millionen Euro von Investoren an Land ziehen. Die Mittel sollen in die Entwicklung des Produkts Volocity fliegen. Dieses soll auf kommerziellen Strecken eingesetzt werden. Die Liste der Unternehmen, die sich an der Runde beteiligt haben, weist prominente Namen wie Blackrock, DB Schenker, Daimler und Continental auf. Der chinesische Autokonzern Geely zeichnete ebenfalls. Insgesamt konnte Volocopter – eigenen Angaben nach – bislang 372 Millionen Euro von Investoren für die Entwicklung des Flugtaxis bekommen.

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Eurowings gewinnt drei Verbraucher-Preise

Die Billigfluggesellschaft Eurowings konnte insgesamt drei Preise im Rahmen des „Deutschen Kunden-Awards 2020/21“ gewinnen. Laut Medienmitteilung punktete der Carrier in den Kategorien Kundenzufriedenheit, Kundenservice und Preis-Leistungsverhältnis.  Die Fluggesellschaft ist von der Deutschen Gesellschaft für Verbraucherstudien (DtGV) als dreifacher Sieger des „Deutschen Kunden-Awards 2020/21 – einem deutschlandweiten Verbraucher-Ranking – ausgezeichnet worden. Die Touristik-Tochter der Lufthansa Group belegte in allen drei Kategorien (Kundenzufriedenheit, Kundenservice sowie Preis-Leistungs-Verhältnis) unangefochten den ersten Platz in der Branche der Discount-Fluggesellschaften. Details zu den Platzierungen sind unter www.dtgv.de veröffentlicht worden. Die zentrale Fragestellung der jährlich durchgeführten Studie „Deutscher Kunden-Award“ befasst sich damit, welche Unternehmen die zufriedensten Kunden haben (Kategorie „Kundenzufriedenheit“), welche Unternehmen die positivsten Kundenerfahrungen verzeichnen (Kategorie „Kunden-Service“) und wie passend die Unternehmensleistung im Verhältnis zum geforderten Preis eingeschätzt wird (Kategorie „Preis-Leistungs-Verhältnis“). In die Online-Kundenbefragung gingen rund 330.000 Urteile zu insgesamt 2.261 Unternehmen aus 233 Branchen ein.

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IHK fordert Geld für Weeze, Dortmund und Paderborn

Die NRW-Flughäfen Weeze, Dortmund und Paderborn bekommen aus der „Luftfahrtmilliarde“ kein Geld, denn diese nicht als internationale Airports eingestuft. Diesen Umstand kritisiert die Industrie- und Handelskammer scharf. Gefordert wird, dass alle sechs Flughäfen in Nordrhein-Westfalen gleich behandelt werden. Die IHK sandte einen Brief an NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst und fordert diesen auf, dass er dafür sorgen möge, dass alle Airports gleichbehandelt werden. Das Land habe zwar grundsätzlich zugesagt, dass man sich an den Kosten für die Rettung beteiligen werde, doch vom Bund wird es dem aktuellen Informationsstand nach nichts geben. Dabei stört die IHK besonders, dass der kleine Flughafen Münster/Osnabrück Unterstützung aus dem Topf der Regierung bekommen wird, Weeze, Dortmund und Paderborn jedoch nicht. Hintergrund ist, dass am FMO die Deutsche Flugsicherung tätig ist. Der Flughafen Paderborn befindet sich in einem Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung.

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Lufthansa kündigt Münster-Comeback an

Ab 15. März 2021 will Lufthansa den Flughafen Münster/Osnabrück wieder an das Drehkreuz München anbinden. Derzeit ruhen die beiden Routen, die hauptsächlich von Umsteigern genutzt werden. Zum bayerischen Hub sind bis zu drei tägliche Rotationen geplant. Die Wiederaufnahme der Frankfurt-Anbindung wird sich noch einige Wochen hinziehen, denn Lufthansa will diese erst per 28. Juni 2021 reaktivieren. Dann will man zwei tägliche Rotationen anbieten. Der Flughafen Münster/Osnabrück leidet stark unter den Folgen der Corona-Pandemie. Zuletzt griffen die Gesellschafter dem Airport erneut unter die Flügel. Der Landkreis Steinfurt machte einen Millionenbetrag locker. Regional wird eine Diskussion über die zukünftige Ausrichtung des Flughafens geführt.

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Quarantäne: Kölner Anwälte fordern 500 Euro Schmerzensgeld pro Tag

Eine Rechtsanwaltskanzlei aus Köln fordert im Auftrag von Mandaten, die nach ihrer Rückkehr aus „Risikogebieten“ trotz negativem PCR-Befund in Quarantäne mussten, Schadenersatz und Schmerzensgeld. Die Juristen halten die pauschale Absonderung von Personen, die sich in „Risikogebieten“ aufgehalten haben, für unrechtmäßig. Grundlage der Klage bildet das Urteil des Oberverwaltungsgerichts Münster. In diesem wurde im November 2020 die Einreiseverordnung des deutschen Bundeslands Nordrhein-Westfalen gekippt. Die Richter erachteten die Quarantäne bei der Rückkehr aus „Risikogebieten“ für unrechtmäßig. Die Kanzlei Rogert & Ulbrich ist der Ansicht, dass während der Pandemie „mehrere Tausend“ Absonderungsbescheide unrechtmäßig ergangen sein sollen. Die Anwälte sind der Meinung, dass primär die pauschale „häusliche Quarantäne“ nach der Rückkehr aus „Risikogebieten“ sowie nach einem möglichen Kontakt mit einer infizierten Person unrechtmäßig sein könnte und zwar insbesondere dann, wenn der Betroffene einen negativen PCR-Befund vorweisen konnte. „Reiserückkehrer pauschal in häusliche Quarantäne zu schicken ist Unsinn, denn die Reise als solche führt ja nicht zu einer Gefährdung, sondern nur eine höhere Anzahl von Kontakten mit potenziell Infizierten. Eine Reise beinhaltet aber nicht unbedingt eine höhere Anzahl von Kontakten mit Infizierten und damit ein höheres Risiko sich zu infizieren. Das muss individuell betrachtet werden, wird aber derzeit in den Corona-Verordnungen pauschal unterstellt. Das ist schlicht falsch und damit unrechtmäßig“, so Rechtsanwalt Tobis Ulbrich in einer Medienmitteilung. Konkret gefordert werden Schmerzensgelder in der Höhe von 100 bis 500 Euro pro Tag Absonderung. Die Kanzlei bietet auch ihre Dienstleistungen an und schreibt in der Pressemitteilung, dass man die Ansprüche aller Interessieren prüfen würde. Was jedoch am Ende

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