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SkyUp kündigt auch Kiew-Memmingen an

Die ukrainische Billigfluggesellschaft SkyUp kündigt eine weitere Deutschland-Strecke an: Ab 30. März 2021 will der Carrier an den Verkehrstagen Dienstag, Donnerstag und Samstag von Kiew-Borispil nach Memmingen fliegen. Tickets sind bereits buchbar. SkyUp jammerte noch vor einigen Wochen herum, dass die Auswirkungen der Corona-Pandemie existenzbedrohend sind. Auch stand man bei der lokalen Flugsicherung in der Kreide und handelte sich eine Mahnklage ein. Nun kündigt die Billigfluggesellschaft eine Strecke nach der anderen an. Der Schwerpunkt der Expansion liegt auf Deutschland, aber auch nach Brno und Ostrava will man fliegen, berichtete Aviation Direct.

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Vereinigung Cockpit: „Tuifly verweigert Schlichtung“

Die Vereinigung Cockpit kritisiert die Geschäftsführung der Tui AG scharf, denn diese soll eine Schlichtung Konflikt über ein Maßnahmenpaket zur Krisenbewältigung in den Cockpits seiner deutschen Airline-Tochter Tuifly ablehnen. Nun appellieren die Arbeitnehmervertreter, dass die Politik, die dem Konzern bereits dreimal Staatshilfe gewährt hat, intervenieren soll. „Dass Tui unseren Vorschlag für eine Schlichtung so schnell vom Tisch fegt, ist in der derzeitigen Situation unklug und zeugt von der tief verwurzelten Verweigerungshaltung des Arbeitgebers“, so Marcel Gröls, im Vorstand der VC für Tarifpolitik zuständig. „Wir sind davon überzeugt, eine konstruktive Lösung finden zu können. Sollte der Staat sich in erheblichem Maße an Tui beteiligen, wie zuletzt in Medienberichten diskutiert wurde, muss sich die Politik ihrer Verantwortung für deutsche Arbeitsplätze bewusst werden und eine Schlichtung unterstützen. Tui möchte mit deutschen Steuergeldern eine Restrukturierung fahren, bei der in Deutschland Arbeitsplätze ab- und im Ausland aufgebaut werden. Finanzminister Scholz und Wirtschaftsminister Altmeier werden in ihrer Krisenkompetenz natürlich auch daran gemessen werden, ob es gelungen ist, solche Eskapaden zu unterbinden.“ Zuletzt sahen die Pläne vor, dass die Flotte der deutschen Tuifly um etwa die Hälfte reduziert werden soll. Laut VC stehen damit bis zu 270 Piloten vor der Kündigung. Die Arbeitnehmervertreter kritisieren, dass bei den anderen konzerneigenen Fluggesellschaften wesentlich weniger abgebaut wird. Teilweise wurden sogar Neueinstellungen vorgenommen. In den Verhandlungen zwischen der Vereinigung Cockpit und der Tuifly-Geschäftsführung konnte bislang keine Einigung erzielt werden. Zuletzt forderte die Gewerkschaft eine Schlichtung, die laut VC von der Airline abgelehnt wird. „Wir hoffen sehr, dass Tui jetzt endlich gesprächsbereit

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SkyUp Airlines expandiert stark nach Deutschland

Die ukrainische Billigfluggesellschaft SkyUp Airlines kündigt eine großangelegte Expansion in Richtung Westeuropa an. Die meisten neuen Strecken werden ab Kiew-Borispil nach Deutschland führen. Aber auch ab Odessa und Lwiw will der Lowcoster neu nach München fliegen. Ab Saporischschja ist Berlin angekündigt. In der Bundesrepublik wird SkyUp Airlines neu die Flughäfen Nürnberg, Hannover, München, Stuttgart, Düsseldorf und Berlin anfliegen. Weitere Ziele, die ab der Ukraine neu angesteuert werden sind Podgorica, London-Stansted, Ostrava und Brno. Der Carrier erklärte, dass man alle notwendigen Streckengenehmigungen bereits erhalten habe. Hinsichtlich der Coronapandemie gibt man sich zuversichtlich, dass eine Durchführung möglich sein wird. Personen, die sich in Deutschland und/oder Österreich aufgehalten haben, müssen derzeit zur Umgehung der Quarantäne in der Ukraine einen negativen PCR-Test vorlegen. Die neuen SkyUp-Strecken im Überblick: Borispil–Nürnberg (2/7, ab 28. März 2021) Borispil-Hannover (3/7, ab 28. März 2021) Borispil-Hamburg (3/7, ab 28. März 2021) Borispil-Podgorica (3/7, ab 28. März 2021) Borispil-London Stansted (3/7, ab 28. März 2021) Borispil-Stuttgart (2/7, ab 29. März 2021) Borispil-Marseille (2/7, ab 6. April 2021) Borispil-Ostrava (1/7, ab 23. April 2021) Borispil-Brno (1/7, ab 25. April 2021) Borispil-Düsseldorf (3/7, ab 28. Mai 2021) Lwiw-München (2/7, ab 28. März 2021) Odessa-München (2/7, ab 28. März 2021) Saporischschja-Berlin (2/7, ab 28. März 2021)

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Tui: Aktionäre machen für den Staat den Weg frei

Die Aktionäre der Tui AG erteilten im Rahmen einer außerordentlichen Hauptversammlung, die aufgrund der Corona-Pandemie virtuell abgehalten wurde, ihre Zustimmung zum neuerlichen Rettungspaket. Diese war notwendig, da tief in die Rechte der Teilhaber eingegriffen wird, denn der deutsche Staat kann Vermögenseinlagen in Aktien umwandeln und damit bei der Tui AG im großen Stil einsteigen. Die Bundesrepublik Deutschland kann dem aktuellen Stand der Dinge nach bis zu 25 Prozent plus eine Aktie, also die so genannte Sperrminorität, erlangen. Damit kann der Staat wichtige Entscheidungen blockieren und auch Vertreter in den Aufsichtsrat des Konzerns entsenden. Zuvor erteilte die EU-Kommission grünes Licht für das Rettungspaket, das nun bis zu 1,25 Milliarden Euro schwer ist. Der staatliche Wirtschaftsstabilisierungsfonds wird eine stille Beteiligung im Ausmaß von 420 Millionen Euro halten. Diese kann in Aktien – 25 Prozent plus eine Aktie – umgewandelt werden. Weiters zeichnete der WSF bereits im Spätsommer eine Wandelanleihe in der Höhe von 150 Millionen Euro. Weitere 680 Millionen Euro werden über eine zweite Stille Beteiligung, die allerdings nicht wandelbar ist, eingebracht. Land Land Niedersachsen könnte hiervon 400 Millionen Euro übernehmen, wobei noch keine finale Entscheidung getroffen wurde. Für die Tui AG ist es bereits das dritte, milliardenschwere Rettungspaket seit dem Beginn der Coronakrise.

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TUI: Piloten bieten 200 Millionen Euro und fordern Schlichtung

Die Vereinigung Cockpit fordert eine Schlichtung in den Krisenverhandlungen mit TUI. Nach monatelangen erfolglosen Versuchen, auf dem Verhandlungswege zu einem Ergebnis zu kommen, ist nun ein neuer Ansatz nötig. „Die Zeit drängt – das Unternehmen benötigt Liquidität und die Pilotinnen und Piloten sind zu einem Krisenbeitrag im Volumen von 200 Millionen Euro bereit. Für diese erheblichen Zugeständnisse erwarten wir im Gegenzug nachhaltigen Kündigungsschutz. Wir haben es bei der Lufthansa vorgemacht – dasselbe ist mit Sicherheit auch bei der TUIFly möglich“, so Marcel Gröls, der im Vorstand der Vereinigung Cockpit für Tarifpolitik zuständig ist. Schlichtungen werden in Tarifkonflikten immer wieder bemüht, um festgefahrene Verhandlungen zu lösen. In der gegenwärtigen Situation, in der es um Arbeitsplatzschutz für die Beschäftigten geht, erwartet die VC, dass der TUI-Konzern sich dem Vorschlag nicht versperrt. „Rechnerisch wurden dem Konzern pro deutschem Arbeitsplatz 430.000 Euro an staatlichen Geldern bereit gestellt. Da ist es nur Recht und billig, Kündigungen nach Möglichkeit zu vermeiden, auch wenn schlimmstenfalls Arbeitsplätze reduziert werden müssen. Zumal bei anderen europäischen TUI-Gesellschaften im Verhältnis deutlich weniger Arbeitsplätze wegfallen“, so Gröls weiter. Die Vereinigung Cockpit hatte in den zahlreichen Verhandlungsrunden der vergangenen Monate immer wieder die Bereitschaft zu tiefgreifenden und sehr schmerzhaften Einschnitten im Gegenzug für einen umfassenden Kündigungsschutz bekräftigt. Damit war die Tarifkommission jedoch auf taube Ohren beim Arbeitgeber gestoßen. „Eine Schlichtung ist daher zum jetzigen Zeitpunkt das geeignetste Mittel, um die festgefahrenen Gespräche wieder in Gang zu bringen und einen für alle Seiten tragbaren Kompromiss zu erreichen“, wie es in der Aussendung heißt.

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Avanti Air gibt ihre Fokker 100 ab

Die deutsche Charterfluggesellschaft Avanti Air gibt ihre einzigen Fokker 100 ab. Und zwar an die australische Network Aviation. Die erste Maschine mit der Registrierung D-AOLH soll in diesem Monat in den Ruhestand gehen und nach Australien geliefert werden, während der zweite Regional-Jet mit dem Kennzeichen D-AOLG im Oktober 2021 folgen wird. Beide Fokker Twinjets sind seit Anfang November am Flughafen Paderborn-Lippstadt geparkt. Avanti Air prüft derzeit verschiedene Optionen für Ersatzflugzeuge. Der deutsche Charter-Spezialist würde besonders Flugzeuge der Serien E190, B737NG, A319-100 und A320-200 unter die Lupe nehmen, wie das Luftfahrtportal CH-Aviation berichtet. Network Aviation betreibt derzeit siebzehn Fokker 100 und fünf Airbus A320-200S im Auftrag seiner Muttergesellschaft Qantas.

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Kassel-Calden braucht angeblich keine zusätzlichen Finanzmittel

Der Flughafen Kassel-Calden wurde im Jahr 2020 von nur etwa 27.500 Passagieren genutzt. Man ging noch im Sommer von rund 50.000 Fluggästen aus, jedoch machten die neuerlichen Reisebeschränkungen einen Strich durch die Rechnung. Laut einer Sprecherin habe man rund 70 bis 80 Prozent des Aufkommens verloren. Das Geschäftssegment der Privat- und Geschäftsflüge sowie die Vermietung von Flächen soll allerdings stabil geblieben sein. Gegenüber der DPA erklärte das Hessische Finanzministerium, dass man momentan davon ausgeht, dass im Geschäftsjahr 2020 das Defizit unter jenem des Jahres 2019 (-5,6 Millionen Euro) liegen wird. Auch habe Kassel-Calden bislang keine zusätzlichen Landesmittel benötigt. Die Nachfrage im Winterflugplan startete dermaßen schwach, so dass Sundair Ende November 2020 das Angebot vorläufig eingestellt hat. Das hat zur Folge, dass es in Kassel-Calden vorläufig keine kommerziellen Passagierflüge gibt. Sundair beabsichtigt – je nach Entwicklung der Pandemie – im Feber 2020 wieder ab “KSF” abzuheben. Die Höhe der Zuschüsse, die der Airport von der öffentlichen Hand erhält,  wurde erst vor einigen Wochen heftig kritisiert – näheres dazu in diesem Artikel.

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Sundair tauscht die Flotte aus

Die deutsche Ferienfluggesellschaft Sundair tauscht einige Maschinen der sieben Flugzeuge starken Flotte aus. Durch das Schutzschirmverfahren ist es dem Carrier möglich die Leasingverträge aufzulösen. Das Unternehmen will andere Airbus-Jets zu günstigeren Konditionen leasen. Gegenüber dem Norddeutschen Rundfunk erklärte Firmenchef Marcos Rossello, dass dadurch Einsparungen erzielt werden sollen. Normalerweise sind Leasingverträge nur schwer kündbar, doch im Falle einer Insolvenz entfallen für beide Seiten die Fristen. Der so genannte Schutzschirm ist ein Sonderverfahren im deutschen Insolvenzrecht.  Derzeit werden unter anderem in Kroatien die ersten Maschinen für die Rückgabe an die Eigentümer vorbereitet. Im tschechischen Ostrava werden “Ersatzflugzeuge” für Sundair startklar gemacht. Dem Vernehmen nach handelt es sich zumindest teilweise um Airbus-Jets, die vormals für Air Berlin in der Luft waren. Sundair musste aufgrund der Corona-Pandemie den Flugbetrieb stark einschränken. Im Zuge des Schutzschirmverfahrens trennte sich der Reiseveranstalter Schauinsland von der Beteiligung. Kürzlich wurde allerdings eine neue Strecke aufgenommen: Stockholm-Beirut.

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Air Berlin: Klage gegen Etihad muss in London verhandelt werden

Die Schadenersatzklage, die Air-Berlin-Konkursverwalter Lucas Flöther gegen Großaktionär Etihad Airways eingebracht hat, muss in London verhandelt werden. Das zuständige Gericht wies den Einspruch des deutschen Juristen zurück und bekräftigte die internationale Zuständigkeit. Air Berlin und Etihad haben vor einigen Jahren das Vereinigte Königreich als Gerichtsstand für Streitigkeiten vertraglich vereinbart. Ungeachtet dessen strebte Flöther ein Verfahren in Deutschland an. Der Golfcarrier brachte dagegen ein Rechtsmittel ein. Air Berlin war eine Public Limited Company nach britischem Recht, aber der Flugbetrieb war als deutsche Kommanditgesellschaft organisiert. Persönlich haftender Gesellschafter war eben die börsennotierte Air Berlin plc. Flöther versuchte vor dem Landgericht Berlin Schadenersatz beim einstigen Großaktionär einzufordern. Hintergrund ist, dass eine Haftungserklärung nicht erfüllt wurde, wodurch Air Berlin in den Konkurs flog. Etihad Airways setzte sich juristisch zur Wehr und argumentierte, dass der Gerichtsstand London vereinbart war und obendrein die Air Berlin plc ihren rechtlichen Hauptsitz im Vereinigten Königreich hatte. Zusätzlich brachte das Unternehmen eine Klage in UK ein, die den Gerichtsstand klären sollte. Das englische Gericht erklärte sich für international zuständig. Dagegen legte Flöther Berufung ein, um das Verfahren vor ein deutsches Gericht verlegen zu können. Die britischen Richter lehnten das Rechtsmittel des Air-Berlin-Masseverwalters ab und bekräftigten die Zuständigkeit der Justiz des Vereinigten Königreichs und dies durch alle Instanzen. Inhaltlich ist der Fall nun vor dem High Court in London zu verhandeln. In der Theorie kann Flöther nun über ein Rechtsmittel versuchen den Europäischen Gerichtshof zu erreichen, doch bedingt durch den Austritt des Vereinigten Königreichs aus der Europäischen Union gibt es in

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Comeback: Bin Air erlangt AOC zurück

Die deutsche Fluggesellschaft Bin Air steht kurz vor dem Comeback: Zwei Jahre nach dem Entzug des AOCs konnte der Carrier dieses kurz vor Weihnachten wiedererlangen. Das deutsche Luftfahrtbundesamt erteilte Bin Air auch die notwendige Betriebsgenehmigung. Bin Air ist nun wieder zur Beförderung von Passagieren, Fracht und Postsendungen berechtigt. Laut CH-Aviation.com hatte das 1996 gegründete Unternehmen einst die größte Metroliner-Flotte Europas. Diese bestand zu Hochzeiten aus 15 Exemplaren. Zum Zeitpunkt der Betriebsuntersagung im Oktober 2018 hatte Bin Air noch elf Metroliner. In welches Geschäftssegment der deutsche Carrier nun eintreten möchte, ist noch unklar. Das Unternehmen gab zur Wiedererlangung der Zulassung keine Stellungnahme ab. Die Internetpräsenz wurde laut CH-Aviation.com zuletzt im Jahr 2015 aktualisiert. Die Maschinen des Carriers sind unter anderem in Essen und Mönchengladbach abgestellt. Lokale Luftfahrtfreunde berichten seit einigen Wochen davon, dass Aktivitäten an den Maschinen zu sehen sind. Bin Air macht diese vermutlich wieder flugfit. Der Carrier war in der Vergangenheit auch auf den Transport von dringenden Medikamenten und sonstiger medizinischer Güter spezialisiert, so dass nicht auszuschließen ist, dass die kleinen Flugzeuge dieses Anbieters möglicherweise Corona-Impfstoffe in abgelegene Regionen einfliegen könnten.

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