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Strategische Evakuierung des Luftraums über Bahrain: Gulf Air und DHL verlegen Flottenverbände nach Saudi-Arabien

Die Eskalation der kriegerischen Auseinandersetzungen im Mittleren Osten hat zu einer drastischen Veränderung der zivilen Luftverkehrsstruktur in der Golfregion geführt. Nachdem der Luftraum rund um das Königreich Bahrain seit Beginn der Kampfhandlungen für den regulären Flugverkehr weitgehend gesperrt war, nutzten die nationale Fluggesellschaft Gulf Air sowie der Logistikriese DHL am Dienstagabend ein kurzes Zeitfenster relativer Sicherheit für eine großangelegte Ausflottung. Zahlreiche Maschinen wurden vom internationalen Flughafen Bahrain in Manama auf sicherere Standorte im benachbarten Saudi-Arabien verlegt. Dieser Schritt erfolgt als direkte Reaktion auf die prekäre Sicherheitslage am Boden und in der Luft, nachdem der Flughafen von Manama wiederholt Ziel von Drohnenangriffen geworden war. Die Verlegung markiert den Übergang von einem stationären Hub-Betrieb hin zu einer dezentralen Krisenlogistik, bei der saudische Standorte wie Al-Ula und Dammam als temporäre Operationsbasen fungieren. Für Gulf Air bedeutet dies nicht nur die Sicherung wertvoller Vermögenswerte in Form ihrer modernen Flugzeugflotte, sondern auch den Versuch, von sicherem Boden aus notwendige Repatriierungsflüge für gestrandete Passagiere zu koordinieren. Die nächtliche Operation am Golf Die Entscheidung zur Evakuierung der Flotte fiel kurzfristig, als sich am Dienstagabend eine vorübergehende Beruhigung der militärischen Aktivitäten im Luftraum über Bahrain abzeichnete. Unter Hochdruck bereiteten Techniker und Besatzungen die Maschinen in Manama vor, um das schmale Abflugfenster optimal zu nutzen. In der Nacht auf Mittwoch hoben nacheinander zahlreiche Kurz- und Langstreckenjets ab, um die Grenze zum saudischen Luftraum zu überqueren. Die Flugbewegungen wurden dabei eng mit der saudischen Luftraumkontrolle abgestimmt, um Kollisionen mit militärischen Operationen zu vermeiden. Ziel der Flüge waren vor allem der

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Flughafen Linz verliert Frachtflüge der Turkish Airlines

Der Flughafen Linz-Hörsching steht vor einer signifikanten Veränderung in seinem Frachtgeschäft. Ab Ende März 2026 wird die Fluggesellschaft Turkish Airlines ihre wöchentlichen Frachtflüge vom oberösterreichischen Standort abziehen. Damit verliert der Flughafen bis zu ein Viertel seiner regelmäßigen Luftfrachtverbindungen, was unmittelbare Auswirkungen auf die Einnahmen aus den Landeentgelten hat. Während die Flughafenleitung betont, dass das Frachtaufkommen durch den sogenannten Trucking-Dienst physisch am Standort erhalten bleibt, wächst der politische Druck auf das Management. Die Opposition fordert angesichts sinkender Tonnagen und des Verlusts wichtiger Carrier eine umfassende Neuausrichtung des Airports. Trotz der aktuellen Turbulenzen bleibt der Frachtsektor das wichtigste wirtschaftliche Standbein des Flughafens, wobei insbesondere die Präsenz des Logistikriesen DHL für eine Grundauslastung der Infrastruktur sorgt. Die kommenden Monate werden zeigen, ob es dem Flughafen gelingt, Turkish Airlines für den Winterflugplan zurückzugewinnen oder ob sich der Trend zur Verlagerung in Richtung der osteuropäischen Drehkreuze wie Budapest verfestigt. Logistische Neuausrichtung und die Rolle des Ersatzverkehrs Der Rückzug von Turkish Airlines bedeutet nicht das vollständige Ende der Zusammenarbeit, wohl aber eine massive Verschiebung der Transportwege. Bisher landeten bis zu vier Frachtmaschinen pro Woche in Hörsching, um Waren direkt nach Istanbul und von dort in das weltweite Netzwerk der Airline zu transportieren. Künftig wird die Logistikkette zweigeteilt: Die Fracht aus der oberösterreichischen Industrie wird zwar weiterhin am Linzer Flughafen angeliefert, dort abgefertigt und für den Flugtransport auf Paletten vorbereitet, der Abtransport erfolgt jedoch über die Straße. In einer ersten Phase bis Juni werden Lastwagen die Fracht zum Flughafen Wien-Schwechat bringen. Ab Juli verschiebt sich der Fokus

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DHL strebt Erweiterung der Flugrechte im Warenverkehr mit China an

Der Logistikkonzern DHL verfolgt weitreichende Pläne zur Verdichtung seines Transportnetzwerks zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Volksrepublik China. Im Zentrum der aktuellen Bestrebungen stehen Verhandlungen über zusätzliche Flugfrequenzen und erweiterte Streckenrechte, um die Kapazitäten im interkontinentalen Warenverkehr deutlich zu steigern. Bekannt wurden diese strategischen Absichten im Rahmen der jüngsten Delegationsreise von Bundeskanzler Friedrich Merz nach Peking. Die Bundesregierung unterstützt das Vorhaben, da eine effiziente Luftfrachtlogistik als Rückgrat für die bilateralen Handelsbeziehungen zwischen beiden Industrienationen gilt. Ein wesentlicher Baustein dieser Expansion ist die bereits fixierte Kooperation zwischen DHL und dem chinesischen Technologie- und E-Commerce-Giganten JD.com. Diese Partnerschaft zielt darauf ab, den grenzüberschreitenden Paketstrom zu optimieren und deutschen Unternehmen einen vereinfachten Zugang zum chinesischen Konsumentenmarkt zu ermöglichen. Durch die Kombination der globalen Logistikexpertise von DHL mit der digitalen Vertriebsplattform von JD.com sollen Lieferzeiten verkürzt und die Effizienz der Lieferketten gesteigert werden. Branchenexperten werten diesen Schritt als Reaktion auf das anhaltend hohe Volumen im Online-Handel und die wachsende Bedeutung des asiatischen Marktes für deutsche Markenprodukte. Die Verhandlungen über die Flugrechte gestalten sich jedoch komplex, da sie eine Abstimmung auf zwischenstaatlicher Ebene erfordern. Bisher sind die Kapazitäten für Frachtflüge durch bilaterale Luftverkehrsabkommen begrenzt. DHL benötigt die zusätzlichen Genehmigungen, um mehr eigene Maschinen der Tochtergesellschaft European Air Transport oder von Partner-Airlines einzusetzen. Der Ausbau ist insbesondere für das Drehkreuz in Leipzig von großer Bedeutung, das als zentraler Hub für die Asien-Verbindungen dient. Eine Aufstockung der Flugfrequenzen würde nicht nur die Auslastung der bestehenden Infrastruktur erhöhen, sondern auch die Marktposition von DHL gegenüber internationalen Konkurrenten im

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DHL erweitert Kapazitäten für globale Pharmatransporte

Der Logistikkonzern DHL intensiviert seine Aktivitäten in der Gesundheitslogistik durch einen massiven Ausbau seines spezialisierten Luftfrachtnetzwerks. Kernstück der aktuellen Erweiterung ist der Einsatz einer eigenen Boeing 777-Frachtmaschine auf der strategisch wichtigen Verbindung zwischen dem europäischen Hub in Brüssel und dem US-amerikanischen Standort Cincinnati. Diese Maßnahme ist Bestandteil eines globalen Investitionsprogramms im Volumen von zwei Milliarden Euro, mit dem der Konzern die Infrastruktur für den Transport temperaturempfindlicher Güter modernisiert. Durch die Nutzung eigener Kapazitäten strebt das Unternehmen eine größere Unabhängigkeit von kommerziellen Passagierfluggesellschaften an, was die Kontrolle über die Kühlketten und die Zuverlässigkeit der Liefertermine erhöht. Das erweiterte Netzwerk umfasst aktuell über 30 spezialisierte Umschlagpunkte weltweit, die strengen Zertifizierungen nach den Richtlinien der Good Distribution Practice (GDP) unterliegen. Ein zentraler Knotenpunkt ist der Flughafen Brüssel, wo DHL ein 45.000 Quadratmeter großes Cargo-Terminal betreibt, das exklusiv für pharmazeutische Erzeugnisse reserviert ist. In den kommenden Ausbaustufen sollen weitere Routen etabliert werden, die wichtige Produktions- und Absatzmärkte in Indien, Singapur, Japan, Südkorea sowie Brasilien, Deutschland und Irland direkt miteinander verbinden. Die technologische Ausstattung der Frachträume und Terminals ermöglicht eine präzise Temperaturführung, die für die Stabilität moderner Medikamente und Impfstoffe unerlässlich ist. Oscar de Bok, CEO von DHL Global Forwarding, Freight, betont die Notwendigkeit widerstandsfähigerer Lieferketten in einem volatilen Marktumfeld. Die Strategie sieht vor, die gesamte Prozesskette – von der Abholung beim Hersteller bis zur Auslieferung – unter eigener Regie zu führen. Dies minimiert Schnittstellenrisiken an Flughäfen und beschleunigt die Abwicklung von Zoll- und Sicherheitsprüfungen. Die Boeing 777 als Langstreckenfrachter bietet hierbei den Vorteil einer

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Logistik der Extreme: Die bemerkenswertesten Spezialtransporte des Jahres 2025

Die globale Logistik wird im Alltag oft auf den Versand von Standardpaketen und die Abwicklung von Massengütern reduziert. Doch hinter der Fassade der automatisierten Sortierzentren und standardisierten Containerladungen verbirgt sich ein hochkomplexes Feld: der Transport von lebenden Tieren, unersetzlichen Kulturgütern und sensiblen Sporttrophäen. Im Jahr 2025 hat die DHL Group als weltweit agierender Logistikdienstleister eine Reihe von Projekten realisiert, die weit über das gewöhnliche Maß an operativer Planung hinausgingen. Diese Einsätze erforderten nicht nur spezialisiertes Equipment und maßgefertigte Transportlösungen, sondern auch eine präzise Abstimmung mit Behörden, Tierärzten und Sicherheitsexperten über Kontinente hinweg. Von der Wiederansiedlung bedrohter Tierarten in Afrika bis hin zur Sicherung von Motorsport-Relikten verdeutlichen diese Fälle die technologische und organisatorische Leistungsfähigkeit moderner Logistiknetzwerke unter extremen Bedingungen. Artenschutz aus der Luft: Rückführung seltener Bergbongos nach Kenia Einer der anspruchsvollsten Einsätze des Jahres fand im Februar 2025 statt, als 17 seltene Bergbongo-Antilopen eine Reise von über 13.000 Kilometern antraten. Die Tiere, die ursprünglich von einer in den 1970er-Jahren in die USA umgesiedelten Population abstammen, wurden von Florida nach Kenia transportiert. Ziel war ein Wildtierreservat an den Hängen des Mount Kenya, um den dortigen Bestand zu stützen, der in freier Wildbahn auf weniger als 100 Exemplare geschrumpft ist. Für diesen Transport stellte DHL ein dediziertes Flugzeug bereit, das mit klimatisierten und speziell für diese Tierart entwickelten Boxen ausgestattet war. Die logistische Herausforderung bestand vor allem darin, den Stresspegel der Tiere während der langen Flugdauer minimal zu halten. Hierfür wurden zwei Spezialisten für Antilopen sowie ein Tierarzt in die Crew integriert, die

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DHL präsentiert Höhepunkte des Jahres: Spektakuläre Transporte von Antilopen bis zur Formel-1-Ikone

Die DHL Group, ein weltweit agierendes Logistikunternehmen, hat die fünf ungewöhnlichsten Transporte vorgestellt, die das Unternehmen im Jahr 2025 durchgeführt hat. Abseits der regulären Beförderung von Paketen und Fracht waren die Spezialaufträge von hohem logistischen Anspruch und öffentlichem Interesse geprägt. Die Palette der Güter reichte von seltenen Wildtieren über wertvolle Kunstobjekte bis hin zu einem emotional aufgeladenen Motorsport-Erinnerungsstück. Diese außergewöhnlichen Aufträge unterstreichen die Notwendigkeit von Präzision und internationaler Kooperation im Bereich der Speziallogistik. Ein zentrales Projekt im Februar 2025 war der Transport von 17 seltenen Bergbongo-Antilopen über 13.000 Kilometer von Florida in den USA bis zu einem Wildtierreservat am Mount Kenya. Die vom Aussterben bedrohte Art, von der in freier Wildbahn weniger als 100 Exemplare existieren, wurde in speziell angefertigten Transportboxen per Sonderflug in ihre ursprüngliche Heimat gebracht, um dort eine gesicherte Fortpflanzung zu ermöglichen. Ebenfalls im Fokus des Tierschutzes stand die Verlegung des jungen Pavians Saadoon, der im November 2025 aus Bahrain nach Dschibuti in Ostafrika transportiert wurde. Der Pavian, ein Opfer des illegalen Wildtierhandels, benötigte eine Umgebung, die seinem Ökosystem besser entsprach, und wurde in einer Auffangstation untergebracht, die ihm eine Eingewöhnung und spätere Auswilderung ermöglichen soll. Ein weiterer Transport, der weltweit Beachtung fand, war die Reise eines besonderen Helms, der von allen 20 noch lebenden Formel-1-Weltmeistern signiert wurde. Der Helm reiste im März 2025 unter strengsten Sicherheitsvorkehrungen von der Schweiz über Kontinente, darunter Spanien, Großbritannien und Brasilien. Besonders emotional war die Signatur von Michael Schumacher, dessen Initialen „M.S.“ mit Unterstützung seiner Frau Corinna auf dem Helm angebracht

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DHL bündelt Luftfrachtgeschäft an neuem Standort in Frankfurt

Der Logistikkonzern DHL hat sein Luftfrachtaufkommen am Flughafen Frankfurt in einem zentralen Neubau in der CargoCity Süd zusammengelegt. Mit der neuen Halle erweitert das Unternehmen seine Kapazitäten am Drehkreuz auf 300.000 Tonnen Luftfrachtumschlag pro Jahr. Nach einer Bauzeit von etwas mehr als einem Jahr hat der Flughafenbetreiber Fraport die neue Frachthalle vollständig an DHL Global Forwarding übergeben. Die neue Immobilie, die auf einem 55.000 Quadratmeter großen Grundstück liegt, umfaßt 24.500 Quadratmeter Hallenfläche. Dort sind insgesamt 54 Tore für Lastwagen vorhanden. Die Konsolidierung bündelt die bisherigen DHL-Aktivitäten an drei verschiedenen Standorten an einem Ort. Die neue Infrastruktur ist Teil der langfristigen Pläne des Flughafens, auf das prognostizierte Wachstum im Luftfrachtmarkt zu reagieren. Im Rahmen des Masterplans CargoHub plant Fraport, das Frachtaufkommen bis zum Jahr 2040 um rund 50 Prozent auf dann drei Millionen Tonnen Luftfracht pro Jahr zu steigern. Am neuen Standort in Frankfurt wurde auch die Europazentrale des konzerneigenen Dienstleisters StarBroker untergebracht, der die Luftfrachtkapazitäten für DHL Global Forwarding koordiniert. Die Investition am Flughafen Frankfurt stärkt die Position des Logistikkonzerns an einem der wichtigsten europäischen Drehkreuze für den Luftfrachtverkehr.

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DHL sieht sich als Gewinner in Trumps Zollpolitik

Der Logistikkonzern DHL könnte nach Einschätzung seines Vorstandsvorsitzenden Tobias Meyer von den aktuellen Zollpolitiken des ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump profitieren. Die von Trump angedrohten und teilweise bereits umgesetzten Zölle im Handelskonflikt zwischen den USA und China führen laut Meyer zu einer Umstrukturierung der globalen Lieferketten, was dem Bonner Konzern zusätzliches Geschäft einbringen könnte. Meyer erklärte in einem Interview mit der „Süddeutschen Zeitung“, daß Unternehmen ihre Lieferketten anpassen, um den Auswirkungen der Zölle zu entgehen. Dies führe zu einer Zunahme von Transporten, von denen DHL als Logistikdienstleister profitieren könne. Zudem sei der Marktanteil von DHL auf der Handelsroute zwischen China und den USA im Vergleich zu anderen Routen relativ gering. Eine Verlagerung des Handelsvolumens auf andere Routen würde somit positiv für DHL ausfallen. Zusätzlich wies Meyer darauf hin, daß die Deutsche Post, der Mutterkonzern von DHL, von der zunehmenden Zollbürokratie profitiere. Die erhöhte Anzahl an Verzollungsprozessen bedeute mehr Arbeit für Dienstleister wie DHL, die diese Dienstleistungen abrechnen. Die Zollpolitik von Trump könnte somit für DHL sowohl durch die Umstrukturierung der Lieferketten als auch durch die Zunahme von Verzollungsdienstleistungen zu einem Geschäftsaufschwung führen.

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Swiftair-Absturz: Unfallbericht deutet auf Pilotenfehler hin

Am 25. November 2024 kam es in den frühen Morgenstunden zu einem tragischen Flugunfall in der Nähe des Flughafens von Vilnius. Eine Boeing 737-400SF der spanischen Fluggesellschaft Swiftair, betrieben im Auftrag der European Air Transport Leipzig, einer Tochtergesellschaft von DHL, stürzte kurz vor der Landebahn ab. Der Absturz forderte ein Todesopfer, drei weitere Personen an Bord wurden schwer verletzt. Die litauischen Behörden haben nun einen vorläufigen Untersuchungsbericht vorgelegt, der erste Erkenntnisse über die wahrscheinlichen Ursachen liefert und Fragen zur Sicherheit in der zivilen Frachtluftfahrt aufwirft. Chronologie des Fluges und der Ereignisse Der betreffende Frachtflug startete um 03:08 Uhr Ortszeit vom Flughafen Leipzig/Halle mit Ziel Vilnius. Etwa eine Stunde später, gegen 04:01 Uhr, begannen die Piloten mit dem Anflugbriefing, wobei sie jedoch laut dem vorläufigen Bericht die erforderlichen Berechnungen für die Landedaten ausließen. Dies stellt eine erste signifikante Abweichung von den standardisierten Verfahren dar. Während der Annäherung an Vilnius thematisierte die Crew mögliche Wettergefahren wie Vereisung und moderate Turbulenzen. Ein Versuch, den zuständigen Luftraumkontrollbereich zu kontaktieren, scheiterte zunächst, woraufhin die Funkfrequenz gewechselt wurde. Um 04:17 Uhr schaltete ein Besatzungsmitglied das hydraulische System B des Flugzeugs ab – ein Schritt, der später als kritisch eingestuft wurde, da dieses System unter anderem für die Steuerung der Landeklappen verantwortlich ist. In der Folge versuchte die Besatzung zweimal, den Autopiloten wieder zu aktivieren – beide Versuche scheiterten. Der Co-Pilot übernahm daraufhin die manuelle Kontrolle über das Flugzeug. Zu diesem Zeitpunkt waren sowohl das Autopilot- als auch das Hydrauliksystem B deaktiviert. Technische Hinweise und Fehler in

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FAA mit neuen Sicherheitsempfehlungen für B757-Frachter

Die US-amerikanische Luftfahrtbehörde (Federal Aviation Administration, FAA) hat eine spezielle Lufttüchtigkeitsanweisung (Special Airworthiness Information Bulletin, SAIB) herausgegeben, die sich auf bestimmte umgebaute Frachtversionen der Boeing 757-200 bezieht. Diese Empfehlung folgt auf einen Vorfall im Jahr 2021, bei dem sich die Hauptfrachttür eines DHL-Boeing-757-Frachters während des Fluges öffnete. Am 13. Februar 2021 startete eine Boeing 757-200 PCF (Precision Conversions Freighter) von DHL um 05:31 Uhr Ortszeit vom Flughafen Leipzig/Halle mit Ziel Frankfurt. Kurz nach dem Start, in einer Höhe von etwa 1.530 Metern, stellte die Besatzung Probleme mit der Druckkabine fest und entschied sich, zum Ausgangsflughafen zurückzukehren. Nach einer sicheren Landung wurde festgestellt, dass sich die vordere Frachttür während des Steigflugs geöffnet hatte. DHL bestätigte später, dass während des Fluges „leichte Teile des Frachttürrahmens“ abgerissen wurden. Die betroffene Maschine, ursprünglich 1992 als Passagierflugzeug ausgeliefert und 2011 zum Frachter umgebaut, wurde nach dem Vorfall außer Dienst gestellt. Ähnliche Vorfälle in der Vergangenheit Ein vergleichbarer Vorfall ereignete sich 2014 in Russland. Eine Boeing 757-200 PCF der Yakutia Airlines startete in Magadan bei extrem kalten Temperaturen von bis zu -25 Grad Celsius. Nach dem Start öffnete sich die Frachttür aufgrund von Vereisung der Verriegelungsmechanismen, was zu einem Druckabfall in der Kabine führte. Die Maschine kehrte sicher zum Ausgangsflughafen zurück. Untersuchungen ergaben, dass Schnee und Eis die ordnungsgemäße Funktion der Türsensoren beeinträchtigt hatten. Die Umrüstung von Passagier- auf Frachtflugzeuge des Typs Boeing 757-200 umfasst den Einbau einer hydraulisch betriebenen Hauptfrachttür sowie mechanischer Verriegelungen, um die Tür während des Fluges zu sichern. Zusätzlich werden Proximity-Sensoren installiert,

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