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German Airways kauft Leasingflugzeuge

Inmitten der Erholung des Luftverkehrsmarktes nach den Herausforderungen der COVID-19-Pandemie zeigt sich eine interessante Entwicklung im Bereich der Wetlease-Airlines. German Airways, ein Spezialist für Flugdienstleistungen und Teil der Zeitfracht-Gruppe, plant den Rückkauf ihrer E190-Maschinen aus Leasingverträgen. Diese Entscheidung markiert einen strategischen Wechsel und spiegelt das wachsende Vertrauen in die Erholung des Reiseverkehrs wider. Mit der Ankündigung, die Verträge mit dem US-amerikanischen Lessor Azorra vorzeitig zu beenden, zielt German Airways darauf ab, ihre Flotte zu modernisieren und von den potenziellen finanziellen Vorteilen einer eigenen Maschinenflotte zu profitieren. Der Wetlease-Markt im Aufwind Der Wetlease-Markt, in dem Fluggesellschaften Flugzeuge zusammen mit Besatzungen von anderen Airlines mieten, erlebt derzeit einen Aufschwung. Nach den drastischen Einbußen während der Pandemie suchen viele Airlines, darunter namhafte Unternehmen wie KLM, Luxair und ITA, nach flexiblen Lösungen, um die steigende Nachfrage zu bedienen. Wetlease-Verträge ermöglichen es den Airlines, schnell auf saisonale Nachfragespitzen zu reagieren, ohne in teure eigene Kapazitäten investieren zu müssen. Die Entscheidung von German Airways, ihre E190-Flotte zurückzukaufen, ist Teil einer umfassenden Strategie, die darauf abzielt, die Flotte langfristig zu modernisieren. Wolfram Simon-Schröter, Geschäftsführer von Zeitfracht, betonte die Vorteile des Rückkaufs: „Wir werden unsere Flugzeuge aus den Leasingverträgen rauskaufen. Dadurch haben wir die Möglichkeit, die E190 länger zu nutzen und Abschreibungspotenzial in die Bilanz zu holen.“ Strategische Entscheidungen und Investitionen Zeitfracht, das Mutterunternehmen von German Airways, hat sich in den letzten Jahren als ein aktiver Akteur im Luftfahrtsektor etabliert. Während der Pandemie übernahm das Unternehmen den Flughafen Rostock-Laage und investierte in die insolvente Modekette Adler. Zudem wurden

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Lufthansa Group verlängert Flugstreichungen nach Tel Aviv

Brussels Airlines und die Lufthansa-Gruppe haben die Streichung aller Flüge nach und von Tel Aviv bis mindestens zum 10. November 2024 verlängert. Diese Entscheidung erfolgt vor dem Hintergrund des anhaltenden Konflikts im Nahen Osten und dient der Sicherheit der Passagiere. Zusätzlich hat Eurowings angekündigt, dass die Flüge nach Tel Aviv bis zum 30. November 2024 ausgesetzt werden. Die Lufthansa-Gruppe, zu der auch SWISS und Austrian Airlines gehören, reagiert mit diesen Maßnahmen auf die steigenden Sicherheitsbedenken in der Region. Betroffene Passagiere haben die Möglichkeit, ihre Flüge kostenlos auf ein späteres Datum umzubuchen oder eine vollständige Rückerstattung ihres Tickets zu beantragen. Auch Flüge nach Beirut sind betroffen und werden bis zum 30. November 2024 ausgesetzt. Flüge nach Teheran bleiben bis zum 30. Oktober 2024 gestrichen.

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Deutschland: BDL fordert Abschaffung der Luftverkehrssteuer

Die deutsche Luftfahrtbranche steht unter erheblichem Druck, insbesondere nach der jüngsten Plenardebatte im Deutschen Bundestag, in der der Luftverkehrsstandort Deutschland thematisiert wurde. Der Präsident des Bundesverbands der Deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL), Jens Bischof, hat unmissverständlich klar gemacht, dass die Branche dringend Entlastungen bei Steuern und Gebühren benötigt, um im internationalen Wettbewerb bestehen zu können. Insbesondere die Luftverkehrsteuer sowie die Gebühren für Sicherheitskontrollen geraten ins Visier der Kritik. Die Luftfahrtindustrie befindet sich nach den verheerenden Auswirkungen der Corona-Pandemie auf dem Weg zur Erholung, allerdings langsamer als in anderen europäischen Ländern. Bischof macht die hohen Kosten in Deutschland dafür verantwortlich und fordert von der Politik ein schnelles Handeln. „Fliegen muss bezahlbar bleiben“, betont er und fügt hinzu, dass weitere Kostensteigerungen die Nachfrage nach Flugreisen erheblich beeinträchtigen könnten. Die Luftverkehrsteuer, die in diesem Jahr voraussichtlich 2,3 Milliarden Euro in die Staatskassen spülen wird, steht dabei besonders in der Kritik. Die Einnahmen sollten ursprünglich zur Förderung von E-Kerosin verwendet werden, jedoch wurde die Unterstützung für diesen Bereich nahezu vollständig gestrichen. Dies wirft die Frage auf, wie ernst es der Bundesregierung mit der Förderung nachhaltiger Luftfahrt wirklich ist. „Die Regierung hat ihr Versprechen gebrochen“, so Bischof. Die zusätzlichen Einnahmen aus der Steuer fließen stattdessen in einen großen Topf zur Haushaltskonsolidierung. Negative Auswirkungen auf die Fluggesellschaften Die sich verschärfenden Bedingungen haben bereits zu spürbaren Konsequenzen in der Branche geführt. Die beiden großen Airlines Eurowings und Ryanair haben angekündigt, ihr Flugangebot in Deutschland im kommenden Jahr zu reduzieren. Bischof wies darauf hin, dass Eurowings in Erwägung ziehe, weitere

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Hagelflug: AUA weist schwere Vorwürfe scharf zurück

In einem beunruhigenden Vorfall, der die Integrität und Sicherheit der österreichischen Fluggesellschaft Austrian Airlines auf die Probe stellt, sieht sich das Unternehmen schweren Vorwürfen der Manipulation gegenüber. Laut einem Hinweisgeber soll die Lufthansa-Tochter Akten zu Pilotentrainings gefälscht haben, was möglicherweise schwerwiegende Auswirkungen auf die Flugsicherheit haben könnte. Die Staatsanwaltschaft Korneuburg hat bereits ein Ermittlungsverfahren eingeleitet und wälzt die entsprechenden Unterlagen, während Austrian Airlines vehement gegen die Anschuldigungen protestiert und von einer üblen Verleumdung spricht. Der Vorfall am Flughafen Wien: Ein besorgniserregendes Signal Der Vorfall begann am 9. Juni 2024, als der Flug Austrian Airlines 434 aus Palma de Mallorca in Wien landete. Der Airbus A320 war stark beschädigt, nachdem er während eines Gewitters durch eine Gewitterzelle geflogen war, was zu erheblichen Schäden am Wetterradar und den Cockpitfenstern führte. Diese Landung erregte nicht nur das Interesse der Passagiere, sondern auch der zuständigen Behörden, die umgehend eine Untersuchung einleiteten. Im Zuge dieser Untersuchung hat ein Pilot brisante Vorwürfe gegen die Verantwortlichen des Flugbetriebs erhoben. Der Pilot gab an, dass das interne Dokumentationssystem von Austrian Airlines manipuliert worden sei, um nicht durchgeführte Schulungen als absolviert auszuweisen. Dies wurde angeblich getan, um trainingsbedingte Engpässe bei der Besatzung zu vermeiden und könnte bedeuten, dass das Personal nicht ausreichend auf die Nutzung des Wetterradars vorbereitet war. Schwere Vorwürfe und ihre Konsequenzen Die Vorwürfe sind ernst und haben möglicherweise weitreichende Konsequenzen. Laut Berichten der Tageszeitung „Kurier“ könnte dies darauf hindeuten, dass nicht nur Schulungen gefälscht wurden, sondern dass auch Sicherheitsprotokolle in Frage gestellt werden. Konkret geht es

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Neuer Winterflugplan am Münchner Flughafen startet Ende Oktober 2024

Am letzten Wochenende im Oktober 2024 beginnt am Münchner Flughafen der neue Winterflugplan, der bis zum 29. März 2025 dauert. In diesem Zeitraum stehen den Passagieren insgesamt 180 Ziele in 64 Ländern zur Verfügung, darunter 50 Fernreiseziele, 117 Ziele auf der Mittelstrecke sowie 13 deutsche Städte. Die Lufthansa bietet in diesem Winter Flüge zu mehreren Langstreckenzielen an. So werden Sao Paulo dreimal wöchentlich mit modernen Airbus A350 angeflogen. Auch die Flüge nach Seattle, Vancouver und Johannesburg, die bereits im Sommer angeboten wurden, werden weiterhin dreimal pro Woche durchgeführt. Zusätzlich ermöglicht die Lufthansa Reisen mit dem Airbus A380 zu den Zielen Los Angeles, Bangkok und Delhi. Emirates setzt denselben Flugzeugtyp auf ihren Verbindungen nach Dubai ein. Die Fluggesellschaft Discover plant, ab dem 3. März 2025, drei wöchentliche Verbindungen nach Orlando anzubieten und stationiert dazu zwei Airbus A330 in München. Ab April 2025 kommen die Ziele Windhoek in Namibia und Calgary in Kanada hinzu. Vietnam Airlines hat kürzlich die ersten Flüge nach München aufgenommen, die während des Winterflugplans fortgesetzt werden. Die Frequenzen nach Hanoi und Ho-Chi-Minh-City sollen ab Dezember 2024 erhöht werden. Gulf Air und Oman Air setzen ihre Flüge im Winterflugplan fort und erhöhen die Frequenzen. Die maledivische Airline BeOnd wird ab dem 27. Oktober mit einer reinen Business-Class-Bestuhlung direkt zu den Malediven fliegen. Im europäischen Verkehr bietet Norwegian weiterhin Flüge nach Malaga und Alicante an und erweitert ab Dezember das Angebot nach Rovaniemi in Finnland.

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Lufthansa plant  Einstieg bei ITA Airways bis Jänner 2025

Die Lufthansa Group, einer der größten Akteure im globalen Luftverkehr, steht kurz vor einem entscheidenden Schritt zur Stärkung ihrer Position auf dem europäischen Markt. Der geplante Einstieg der Lufthansa bei der italienischen Fluggesellschaft ITA Airways, der zum Jahresanfang 2025 vollzogen werden soll, markiert einen Meilenstein in der Entwicklung beider Unternehmen. Wie das italienische Wirtschaftsmagazin „Milano Finanza“ berichtet, befindet sich Lufthansa auf der Zielgeraden für den Erwerb eines 41-prozentigen Anteils an ITA Airways, der Nachfolgegesellschaft von Alitalia. Die Übernahme, die in enger Zusammenarbeit mit dem italienischen Finanzministerium vorbereitet wird, verfolgt einen klaren Fahrplan. Um diesen zu halten, müssen jedoch noch einige Hürden überwunden werden, insbesondere in Bezug auf die Wettbewerbsauflagen der Europäischen Union. Ein genauer Blick auf diese und die strategische Bedeutung des Einstiegs zeigt, warum diese Partnerschaft nicht nur für die beteiligten Airlines, sondern auch für den gesamten europäischen Luftfahrtmarkt von großer Bedeutung ist. Lufthansas strategische Ausrichtung: Der italienische Markt im Fokus Mit dem geplanten Erwerb von ITA Airways möchte Lufthansa ihren Einfluss auf einem der bedeutendsten Luftverkehrsmärkte Europas, dem italienischen, ausbauen. Italien ist eines der beliebtesten Reiseziele weltweit, sowohl für Touristen als auch Geschäftsreisende. Zudem sind die Flughäfen Mailand und Rom wichtige Drehkreuze für den internationalen Flugverkehr, besonders in den Transatlantik-Routen, auf denen Lufthansa ihre Präsenz weiter stärken möchte. Die Bedeutung des italienischen Marktes für Lufthansa wird auch dadurch deutlich, dass die Airline bereits seit Jahren an einer Übernahme der ITA Airways interessiert ist. Nach dem Ende der traditionsreichen Alitalia und der Gründung von ITA im Jahr 2021 hatte

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Der sinkende Flugverkehr in Deutschland: Eine Branche unter Druck

Der deutsche Luftverkehr steht vor massiven Herausforderungen. Während andere europäische Länder sich von den Nachwirkungen der Corona-Pandemie weitgehend erholt haben, bleibt Deutschland deutlich hinterher. Airlines wie Ryanair, Eurowings und nun auch Condor reduzieren ihre Flüge ab Hamburg und anderen Flughäfen. Auch Lufthansa-Chef Carsten Spohr warnt vor weiteren Einschnitten, da die Branche unter erheblichen Kostensteigerungen leidet und diese nicht länger schultern will. Die Diskussion um staatlich veranlasste Abgaben und neue Umweltauflagen hat sich in den letzten Monaten zugespitzt, und der deutsche Luftverkehr könnte in Zukunft weiter geschwächt werden. Ein Abwärtstrend im deutschen Luftverkehr Bereits seit Monaten schlagen die deutschen Fluggesellschaften Alarm: Hohe Steuern und Gebühren, steigende Kosten durch neue Auflagen und der Anstieg der Ticketpreise belasten die Branche. Laut dem Bundesverband der deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL) werden zwischen September 2024 und Februar 2025 von und nach Deutschland 115,7 Millionen Sitzplätze angeboten – ein Zuwachs von 5 Prozent gegenüber dem Vorjahr, doch immer noch 13 Prozent weniger als vor der Pandemie. Der Vergleich mit anderen europäischen Ländern verdeutlicht die Misere: Während das Angebot in Deutschland nur 87 Prozent des Vorkrisenniveaus erreicht, liegt der Rest Europas bereits bei 106 Prozent. Besonders betroffen sind mittelgroße Flughäfen wie Stuttgart, Düsseldorf, Köln und Berlin. Diese Flughäfen bieten deutlich weniger Flüge an als vor der Pandemie, und Hamburg, das bisher vergleichsweise gut dastand, wird nun ebenfalls von Flugkürzungen getroffen. Das Streichkonzert bei den Flugplänen zeigt, daß die Krise am deutschen Himmel noch lange nicht überwunden ist. Die Belastungen durch staatliche Abgaben Im Zentrum der Beschwerden der Fluggesellschaften stehen

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FFP2-Maske (Foto: Pixabay/NightRainer).

Lufthansa: Diskriminierung jüdischer Reisender zieht Millionenstrafe nach sich

Lufthansa steht aufgrund eines Vorfalls aus dem Jahr 2022 erneut im Rampenlicht. 128 Passagieren, die sich auf einem Flug von New York nach Frankfurt befanden, wurde der Weiterflug nach Budapest verweigert. Der Grund: Einige von ihnen sollen gegen die damals geltende Maskenpflicht verstoßen haben. Der Vorfall wäre vielleicht eine Randnotiz geblieben, hätte das US-Verkehrsministerium nicht festgestellt, dass alle betroffenen Passagiere jüdischen Glaubens waren und sie diskriminiert wurden. Die Konsequenz: Eine Rekordstrafe in Höhe von vier Millionen US-Dollar, die gegen die Lufthansa verhängt wurde. Dies stellt die höchste Strafe dar, die jemals vom US-Verkehrsministerium wegen eines Verstoßes gegen die Bürgerrechte ausgesprochen wurde. Hintergrund des Vorfalls Im Mai 2022 ereignete sich auf einem Lufthansa-Flug von New York nach Frankfurt ein Vorfall, der mittlerweile weitreichende Folgen für die deutsche Airline hat. Eine Gruppe von Passagieren, die nach Budapest weiterreisen wollte, wurde von ihrem Anschlussflug ausgeschlossen. Der Grund, den die Lufthansa nannte: Einige Passagiere hätten sich nicht an die zu jener Zeit in Deutschland und vielen anderen Ländern geltende FFP2-Maskenpflicht gehalten. Was den Fall jedoch brisant macht, ist die Tatsache, dass die von der Lufthansa ausgeschlossenen Passagiere allesamt jüdischen Glaubens waren. Die Gruppe bestand aus orthodoxen Juden, von denen einige durch ihre traditionelle Kleidung – wie Hüte und Schläfenlocken – deutlich erkennbar waren. Laut dem US-Verkehrsministerium kannte sich die Gruppe jedoch nicht vollständig untereinander, und es gab auch keinen einheitlichen Verstoß aller Reisenden gegen die Maskenpflicht. Dennoch entschied die Lufthansa, allen 128 Passagieren den Weiterflug nach Budapest zu verweigern. Kritik und Untersuchung Die Entscheidung

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Condor und Lufthansa: Verhandlungen um Zubringerflüge gehen weiter

In der Luftfahrtbranche wird derzeit intensiv über die zukünftige Zusammenarbeit zwischen Condor und Lufthansa diskutiert. Beide Fluggesellschaften befinden sich weiterhin in Gesprächen über die Fortsetzung des Special Prorate Agreement (SPA), das Condor Zubringerflüge zum Frankfurter Drehkreuz durch Lufthansa sichert. Diese Vereinbarung ist von zentraler Bedeutung, um den Betrieb von Condor aufrechtzuerhalten und die Erreichbarkeit internationaler Destinationen für die Passagiere zu garantieren. In einem Interview mit der Fachzeitschrift *airliners.de* bestätigte eine Sprecherin von Condor, dass die Verhandlungen im Gange sind, und wies gleichzeitig Spekulationen über eine mögliche Beschwerde bei der EU-Kommission zurück. Klärung der Fakten Laut der Condor-Sprecherin gebe es gegenwärtig keine Beschwerde von Condor bei der EU-Kommission gegen Lufthansa, eine Information, die in Medienberichten als falsch dargestellt wurde. Diese Klarstellung unterstreicht die Unsicherheiten und Missverständnisse, die in der Branche hinsichtlich dieser wichtigen Vereinbarung bestehen. Die Gespräche über die kommerzielle Zusammenarbeit laufen demnach weiterhin, wobei Condor sich weigert, sich zu Spekulationen über den Verlauf oder Inhalt dieser Verhandlungen zu äußern. Auch Lufthansa, die sich auf die Schwebensituation der Verhandlungen nicht näher äußern wollte, trägt zur Unklarheit bei. Das Ende des Special Prorate Agreement? Gerüchte über ein mögliches Ende des SPA mit dem Beginn des Winterflugplans wurden von Condor nicht bestätigt. Die aktuelle Vereinbarung läuft vorerst weiter, bis eine endgültige Entscheidung im Hauptsacheverfahren getroffen wird. Das Bundeskartellamt hatte im Jahr 2022 festgestellt, dass ein kartellrechtlicher Anspruch auf Zubringerflüge besteht und legte spezifische Rahmenbedingungen für die Zubringerflüge fest. Diese Entscheidung führte dazu, dass Lufthansa Beschwerde beim Oberlandesgericht Düsseldorf einlegte. Die Sprecherin von Condor

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Lufthansa-Chef warnt vor drastischen Einschnitten im deutschen Luftverkehr

Carsten Spohr, der Vorstandsvorsitzende der Lufthansa, äußerte sich jüngst besorgt über die Zukunft des Luftverkehrs in Deutschland. In einem Interview vom 13. Oktober 2024 mit der Bild am Sonntag sprach Spohr über die ernsten Herausforderungen, denen sich die deutsche Luftfahrtbranche derzeit stellen muß. Dabei kritisierte er insbesondere die stark gestiegenen Flughafengebühren sowie zusätzliche staatliche Auflagen, die Fluggesellschaften dazu zwingen, Flugverbindungen zu reduzieren oder ganz zu streichen. Spohr warnte eindringlich davor, daß diese Entwicklungen die internationale Anbindung Deutschlands gefährden und der Wirtschaft schaden könnten. Steigende Kosten bedrohen die Wettbewerbsfähigkeit Ein zentrales Thema in Spohrs Kritik sind die stetig wachsenden Flughafengebühren, die in Deutschland im Vergleich zu anderen europäischen Ländern besonders hoch sind. Der Bundesverband der Deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL) unterstützt diese Bedenken und führt an, daß Deutschland im europäischen Vergleich zu den teuersten Standorten für Fluggesellschaften gehöre. Spohr betonte, daß die Gebühren inzwischen so hoch seien, daß sie die Kostenstruktur der Airlines erheblich belasteten. So belaufen sich die Gebühren pro Passagier für einen Mittelstreckenflug auf rund 30 Euro, was zu höheren Betriebskosten führt und letztlich die Preise für die Passagiere in die Höhe treibt. Diese Entwicklungen seien auch ein Grund, warum viele Fluggesellschaften, darunter auch die Lufthansa-Tochter Eurowings sowie der irische Billigflieger Ryanair, ihren Flugbetrieb in Deutschland zurückfahren. Konsequenzen für die deutsche Luftfahrt Die Auswirkungen dieser steigenden Kosten sind bereits spürbar. So kündigte Ryanair an, ihren Flugbetrieb an mehreren deutschen Flughäfen, darunter Dortmund (DTM), Dresden (DRS) und Leipzig (LEJ), einzustellen. Gleichzeitig plant die Airline eine Reduzierung ihres Angebots um 60 % in

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