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Aeroflot will 323 russische Flugzeuge bestellen

Die staatliche Fluggesellschaft Aeroflot plant die Kurz- und Mittelstreckenflotte auf Muster, die in der Russischen Föderation gefertigt werden, umzustellen. Dazu sollen insgesamt 323 Maschinen bei der Rostec-Tochter UAC bestellt werden. Derzeit besteht die Flotte in diesem Segment aus Flugzeugen der Hersteller Airbus und Boeing. Aufgrund der Sanktionen, die im Nachgang des Angriffskrieges gegen die Ukraine unter anderem seitens der USA und der Europäischen Union gegen die Russische Föderation ausgesprochen wurden, kommt man weder an neues Gerät noch an Ersatzteile. Die russische Regierung forciert daher, dass die Fluggesellschaften auf Flugzeuge, die im Inland gefertigt werden, umsteigen sollen. Allerdings ist das Vorhaben gar nicht so einfach, denn in den aktuellen Mustern ist so einiges an westlicher Technologie verbaut. An diese Komponenten kommt man nicht mehr heran, so dass die Produktion grundlegend umgestellt werden muss. Das geht nicht über Nacht, so dass es noch einige Zeit dauern wird bis die von Aeroflot avisierten Maschinen „rein russisch“ gebaut werden können. Konkret will die staatliche Airline 210 Irkut MS-21, 73 Sukhoi Superjet SSJ-100 und 40 Tupolew Tu-214 bestellen. Beim zuerst genannten Muster ist man Erstkunde und würde eine bestehende Order aufstocken. Die Tu-204/214-Reihe hatte man bereits vor einigen Jahren in Betrieb, jedoch flottete man diese mangels Wirtschaftlichkeit aus. Die Superjets werden seit einiger Zeit sukzessive an die Tochtergesellschaft Rossiya übergeben, so dass damit zu rechnen ist, dass Neuzugänge von dieser betrieben werden könnten.

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Eriwan: FlyArna kündigt Moskau-Flüge an

Die junge Billigfluggesellschaft FlyArna kündigt die Aufnahme von Nonstopflügen zwischen den Hauptstädten von Armenien und Russland an. In Moskau wird man den Flughafen Domodedovo ansteuern. Der Erstflug ist für den 23. September 2022 angekündigt. Die Durchführung der Flüge soll mit Maschinen des Typs Airbus A320 erfolgen. Derzeit ist geplant, dass bis zu zwei Umläufe pro Tag bedient werden sollen. FlyArna ist eine junge Fluggesellschaft, die in Kooperation mit der Air Arabia Group in die Luft gebracht wurde. Der zuletzt genannte Konzern ist mit 49 Prozent beteiligt. Die Mehrheit befindet sich in den Händen eines armenischen Staatsfonds. Die Flotte besteht momentan aus einem Airbus A320. Dieser trägt die Registrierung EK-YRA. Der Flugplan auf einen Blick: G6403 EVN0700 – 0950DME 320 16 G6403 EVN0800 – 1050DME 320 x16 G6407 EVN1730 – 2020DME 320 D G6404 DME1040 – 1525EVN 320 16 G6404 DME1140 – 1625EVN 320 x16 G6408 DME2110 – 0155+1EVN 320 D

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Rechnung nicht mit dem Wirt gemacht: Wizz Air Abu Dhabi sagt Russland-Flüge ab

Die Fluggesellschaft Wizz Air Abu Dhabi wollte eigentlich ab Herbst 2022 wieder zwischen der Hauptstadt der Vereinigten Arabischen Emirate und Moskau-Vnukovo fliegen. Diesen Plan hat man nun abgesagt und den Verkauf eingestellt. Während man mit dem ungarischen AOC aufgrund der gegenseitigen Luftraumsperren Ziele in der Russischen Föderation nicht anfliegen darf, wäre dies mit dem Zertifikat der Tochtergesellschaft in den Vereinigten Arabischen Emiraten möglich. Wizz Air Abu Dhabi wäre auch nicht der einzige Anbieter, jedoch jener, der aufgrund des starken Europabezugs im Rampenlicht der Öffentlichkeit steht. So ist es nicht verwunderlich, dass sich Wizz Air in sozialen Medien einen regelrechten Shitstorm eingehandelt hat. Einerseits bewirbt man, dass man Freitickets an ukrainische Staatsbürger vergibt und diese damit unterstützen möchte und auf der anderen Seite will die VAE-Tochtergesellschaft wieder die russische Hauptstadt ansteuern. Dass dieser Spagat nicht gelingen kann, zeigen unzählige Reaktionen in sozialen Medien. Allerdings dürfte hinter der Entscheidung, dass die Russland-Flüge auf unbestimmte Zeit auf Eis gelegt werden, auch ein gänzlich anderer Umstand stecken. Die komplette Flotte der Wizz Air Group ist geleast. Äußerst viele Maschinen sind Eigentum U.S.-amerikanischer Lessoren und dazu kommt, dass die börsennotierte Muttergesellschaft beispielsweise mit IndiGo-Partners große Aktionäre aus den Vereinigten Staaten von Amerika hat. Die USA legen die Sanktionen gegen Russland sehr streng aus und verpflichten amerikanische Unternehmen auch, dass diese sicherstellen müssen, dass diese auch von Töchtern bzw. Beteiligungen im Ausland eingehalten werden. Die Folge daraus: Wizz Air Abu Dhabi bekommt indirekt erheblichen Druck aus den Vereinigten Staaten von Amerika und weil den U.S.-Unternehmen bei

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Änderung der Konzernstruktur: Volga-Dnepr will Auslandstöchter retten

Die russische Frachtfluggesellschaft Volga-Dnepr wird ihre Eigentümerschaft neu aufstellen. Der Gründer und Mehrheitseigentümer, Alexey Isaikin, befindet sich unter anderem im Vereinigten Königreich auf der Sanktionsliste. Dadurch bedingt haben die ausländischen Luftfahrtbetriebe erhebliche Probleme bekommen. Die deutsche Cargologic Germany musste im Frühjahr aufgrund von Sanktionen den Flugbetrieb temporär einstellen. Hierzu gab es eine explizite Weisung der deutschen Behörden, die dem Frachtflieger, der der Volga-Dnepr Group angehört, Flugverbot erteilt haben. In der Folge draus musste Insolvenz angemeldet werden. Der vorläufige Masseverwalter, Lucas Flöther, konnte keinen Käufer finden und so musste vor wenigen Tagen bekanntgegeben werden, dass Cargologic Germany abgewickelt und liquidiert wird. Die Zeitung Kommersant schreibt unter anderem, dass sich Alexey Isaikin, aus allen Managementpositionen in der Firmengruppe zurückgezogen habe. Die Kontrolle soll nun bei den anderen Managern liegen. Er selbst habe keine offizielle Funktion mehr. Den Quellen der Zeitung im Luftfahrtsektor zufolge dürfte dies den westlichen Unternehmen der Gruppe helfen, ihre Arbeit fortzusetzen, während Isaikin selbst, der die doppelte russische und zyprische Staatsbürgerschaft besitzt, sich seinen anderen Geschäften in Russland und im Ausland widmen kann. Er war bereits im Juni als Direktor der im Vereinigten Königreich eingetragenen Tochtergesellschaft von Volga-Dnepr Airlines, CargoLogicAir (UK) urückgetreten, nachdem gegen ihn Sanktionen verhängt worden waren. „Alexey Isaikin, der Gründer von Volga-Dnepr, hat nach 45 Jahren Tätigkeit in der Luftfahrtindustrie beschlossen, sich aus den Aktionären des Unternehmens zurückzuziehen und die Kontrolle an das Management zu übergeben, das über 32 Jahre einzigartige Kompetenz im internationalen Luftfrachtverkehr verfügt“, erklärt Volga-Dnepr in einer offiziellen Stellungnahme. Allerdings hat die Firmengruppe

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Ersatzteile: Russische Carrier müssen junge Flugzeuge ausschlachten

Langsam aber sicher gehen russischen Fluggesellschaften die Ersatzteile aus. Nun wurde mit der Zerlegung erster Maschinen, darunter auch ein äußerst junger Airbus A350, begonnen. Die daraus gewonnen Teile sollen in andere Flugzeuge eingebaut werden, um diese in der Luft halten zu können. Die unter anderem von den Vereinigten Staaten von Amerika und der Europäischen Union als Reaktion auf den kriegerischen Angriff gegen die Ukraine praktizierten Sanktionen beinhalten auch, dass weder werksneue Flugzeuge noch Ersatzteile in die Russische Föderation geliefert werden dürfen. Dies stellt die Operators westlicher Muster, aber auch des Sukhoi Superjet SSJ-100, vor ein Versorgungsproblem. Mittelfristig will die russische Regierung dieses über den Import von Ersatzteilen, die im Iran bzw. China gefertigt wurden, lösen. Auch will man bestimmte Komponenten selbst herstellen und hat hierfür bereits entsprechende Lizenzen an russische Betriebe vergeben. Allerdings stecken die drei Projekte noch in einem frühen Stadium. Aufgrund akutem Mangel an Austauschteilen müssen nun erste Verkehrsflugzeuge als Ersatzteilspender herangezogen werden. Die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, dass zumindest ein Sukhoi SSJ-100 und ein fast werksneuer Airbus A350-900 entsprechend ausgeschlachtet werden. Weiters soll man sich an zahlreichen geleasten Airbus A320 und Boeing 737 bereits bedient haben. Eine Dauerlösung kann dies aber nicht sein, denn die Verfügbarkeit ist begrenzt. Aus diesem Grund treibt man die zuvor angedeuteten Versorgungslösungen mit dem Iran und China voran. Mittelfristig will man Kopien der benötigten Teile auch selbst herstellen. Besonders vom Iran, der über eine langjährige Erfahrung mit „Marke Eigenbau“ verfügt, erhofft man sich rasche Unterstützung. Ein entsprechendes Abkommen wurde bereits vor einigen Tagen

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Ab 3. Oktober 2022: Wizz Air will Russland-Flüge reaktivieren

Noch vor wenigen Wochen meinte Wizz-Air-Präsident Robert Carey, dass man längerfristig nicht nach Russland fliegen wird. Nun kündigt Michael Berlouis, Geschäftsführer des in Abu Dhabi ansässigen Ablegers an, dass die Moskau-Flüge per 3. Oktober 2022 reaktiviert werden sollen. Wizz Air Abu Dhabi hat im Dezember 2021 eine Nonstopverbindung zwischen den beiden Hauptstädten aufgenommen. In Moskau steuerte man den Flughafen Vnukovo an. Unmittelbar nach dem Einmarsch der Armee der Russischen Föderation in die Ukraine stellte die Wizz Air Group sämtliche Russland-Flüge ein. Zunächst verschob man die Wiederaufnahmen in die beiden Staaten mehrmals nach hinten, ehe man den Verkauf für die gesamte Sommerflugplanperiode 2022/23 eingestellt hat. Erst vor wenigen Wochen erklärte Wizz-Air-Group-Präsident Robert Carey im Zuge eines Mediengesprächs in Wien, dass man längerfristig nicht nach Russland fliegen wird. Diese Entscheidung hat man offensichtlich verworfen, denn die in Abu Dhabi ansässige Tochtergesellschaft will am 3. Oktober 2022 wieder zwischen der Hauptstadt der Vereinigten Arabischen Emirate und Moskau-Vnukovo fliegen. Die VAE haben keine Sanktionen gegen die Russische Föderation verhängt. Allerdings gibt es einige „Hausaufgaben“, die Wizz Air Abu Dhabi vor der Wiederaufnahme der Russland-Flüge zu erledigen hat. Beispielsweise hat der Konzern amerikanische Investoren und Leasinggeber. Aufgrund der harten U.S.-Gesetzgebung könnten diese dem Vorhaben noch einen Strich durch die Rechnung machen. Die komplette Flotte der Wizz Air Group ist geleast, wie Stephen Jones vor einiger Zeit in seiner damaligen Funktion als Geschäftsführer von Wizz Air Hungary gegenüber Aviation.Direct bestätigte. Mittlerweile ist der genannte Manager in Kanada für Flair als CEO tätig. Gegenüber Gulf News erklärte

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Russland will sich mit Ersatzteilen und Wartungsdienstleistungen aus dem Iran eindecken

Die Russische Föderation und der Iran haben ein Abkommen unterschrieben, das den Export von im Iran hergestellten Ersatzteilen und sonstigen Ausrüstungsgegenständen von Flugzeugen ermöglichen soll. Aufgrund von Sanktionen können beide Staaten derzeit auf dem regulären Weg nichts beziehen. Weiters soll der Vertrag auch Wartungsdienstleistungen sowie technische Unterstützung umfassen. Damit will Russland die Versorgung von Verkehrsflugzeugen, die im Westen gebaut wurden, sicherstellen. Der Iran verfügt über langjährige Erfahrung in der Beschaffung bzw. Herstellung von Ersatzteilen auf dem irregulären Weg. Dass sich die Russische Föderation an den Iran wendet, der aufgrund von U.S.-Sanktionen schon lange nicht mehr auf dem Weltmarkt einkaufen kann, kommt wenig überraschend. Man will sich offensichtlich das Know-how in Sachen Eigenversorgung nützlich machen. Allerdings können Maschinen, die mit Ersatzteilen „Marke Eigenbau“ versehen werden, massiv an Wert verlieren. Am Rande des genannten Abkommens wurde auch vereinbart, dass die Flugfrequenzen zwischen den beiden Staaten auf 35 Rotationen pro Woche angehoben werden sollen. Derzeit sind Mahan Air, Nordwind Airlines und Aeroflot im Russland-Iran-Verkehr tätig. Für Cargoflüge soll es künftig keine Beschränkungen mehr geben.

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Thailand: Aeroflot reaktiviert Phuket-Flüge Ende Oktober 2022

Ab Ende Oktober 2022 will die russische Fluggesellschaft Aeroflot wieder zwischen Moskau und Phuket fliegen. In Thailand hofft man auf einen großen Touristenansturm und bestätigte, dass die Wiederaufnahme der Flüge geplant ist. Im Nachgang des kriegerischen Überfalls der Russischen Föderation gegen die Ukraine wurden die Thailand-Flugverbindungen russischer Carrier eingestellt. Dies hängt auch damit zusammen, dass man die zumindest nicht unberechtigte Sorge hatte, dass die Konfiszierung von nicht zurückgegebenen Leasingflugzeugen drohen könnte. Aeroflot und andere Anbieter bauen derzeit in kleinem Umfang das Streckennetz wieder auf. Man fliegt fast ausschließlich in Länder, die seitens der Regierung als so genannte „freundliche Staaten“ eingestuft sind. Aeroflot hat bereits mit dem Verkauf von Flugscheinen auf der zur Reaktivierung anstehenden Strecke nach Phuket begonnen. Zubringer werden ab zahlreichen russischen Airports angeboten. Der „Erstflug“ ist für den 30. Oktober 2022 angekündigt. Die Tourismusbehörde von Thailand bestätigte, dass man seitens des Carriers die definitive Zusage erhalten habe, dass reaktiviert werden soll.

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Drei russische Carrier interessieren sich für reaktivierte Flugzeuge

Drei russische Fluggesellschaften können sich vorstellen reaktivierte Maschinen aus lokaler Produktion in ihre Flotten aufzunehmen. Es handelt sich um insgesamt elf Flugzeuge, die von der United Aircraft Corporation flugfit gemacht werden. Das Handelsministerium der Russischen Föderation will umgerechnet rund 253 Millionen Euro bereitstellen, um eine Antonow An-124, zwei Ilyushin Il-96-400T und acht Tupolew Tu-204/214 zu reaktivieren und wieder in den Flugbetrieb zurückzubringen. Das Projekt soll bis spätestens 2024 abgeschlossen sein. Aviastar-TU, Red Wings und Volga-Dnepr Airlines haben gemäß einem Bericht der Zeitung Vedomosti deutliches Interesse am Betrieb dieser Flugzeuge signalisiert. Diese sollen zu stark vergünstigten Konditionen über eine staatliche Leasinggesellschaft verleast werden. Red Wings äußerte sich bereits dahingehend, dass man Gespräche über die acht Tu-204/214 führt. Nähere Einzelheiten wollte man aber noch nicht nennen. Die ersten reaktivierten Maschinen können um das Jahresende 2022 an Operators übergeben werden. Seitens der United Aircraft Corporation gibt man sich aber noch zugeknöpft an welche Fluggesellschaft diese gehen werden. Die Regierung der Russischen Föderation will mit der Reaktivierung älterer Flugzeuge, die jedoch als unwirtschaftlich gelten, auf den Umstand, dass man auf dem legalen Weg an keine Ersatzteile für westliche Muster kommt, reagieren. Auch „Marke Eigenbau“ hat man für Maschinen der Hersteller Boeing und Airbus ins Auge gefasst.

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EU hat Luftfahrt-Sanktionen gegen Russland minimal gelockert

Die Europäische Union hat die gegen die Russische Föderation ausgesprochenen Sanktionen neuerlich angepasst. Im Bereich von Ersatzteile für Verkehrsflugzeuge kommt es zu minimalen Lockerungen, die an der Börse Moskau regelrecht gefeiert wurden, denn die Aktie von Aeroflot legte deutlich zu. Während in den meisten Bereichen die Sanktionen ausführlich ausformuliert sind, ist der Bereich Verkehrsluftfahrt eher kurz gehalten. Die EU-Kommission hält es nun für „angemessen“, „den Austausch von technischer Unterstützung mit Russland für Luftfahrtgüter und -technologien zuzulassen, soweit dies erforderlich ist, um die Arbeit der Internationalen Zivilluftfahrt-Organisation (ICAO) zur Festlegung technischer Industrienormen zu gewährleisten“. Die westlichen Sanktionen verbieten die Ausfuhr und den Verkauf oder die Weitergabe aller Flugzeuge, Teile und Ausrüstungen an das Land sowie alle damit verbundenen Reparatur-, Wartungs- und Finanzdienstleistungen und das Leasing. Die nunmehrige Änderung bedeutet eine minimale Lockerung.

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