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Kreml bestätigt: Ilyushin Il-114-300 verzögert sich

Die ambitionierte Neuauflage des Tubropropflugzeugs Ilyushin Il-114 wird sich verzögern. Hintergrund ist, dass die gleichen Triebwerke wie beim kürzlich verunglückten Prototypen der Il-112V verbaut werden sollen. Das hat zur Folge, dass auch die Il-114-300 erst wesentlich später ausgeliefert werden kann. Dies wurde zwischenzeitlich seitens der russischen Regierung bestätigt. Derzeit ruhen die Tests, denn man muss zunächst die genaue Ursache für den Absturz der Il-112V herausfinden. Zunächst sprachen die UAC und die russische Regierung davon, dass sich der Zeitplan für die Neuauflage der Il-114-300 nicht ändern soll und die ersten Maschinen im Jahr 2023 an Kunden übergeben werden sollen. Das ist aber nicht mehr zu halten, denn nun wurde offiziell bestätigt, dass es zu Verzögerungen kommt und der Zeitplan entsprechend angepasst werden muss. Besonders die Triebwerke wird man genau unter die Lupe nehmen müssen und gegebenenfalls nachbessern müssen. In Russland steht das Projekt im Kreuzfeuer der Kritik, da man den Il-112V Flug trotz des Wissens, dass das TW7-117-Triebwerk zu Überhitzung neigt, durchgeführt hat. Dieses ist äußerst kompakt konstruiert und demnach sollen die Möglichkeiten der Kühlung stark eingeschränkt sein. Russische Luftfahrtexperten, darunter auch ehemalige UAC-Mitarbeiter, halten dieses Modell für nicht nachbesserungsfähig und empfehlen den Einkauf westlicher Antriebe. Dies wird aber vom Kreml strikt abgelehnt.

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Air Malta will Gatwick, Madrid und Moskau reaktivieren

Die staatliche Air Malta beabsichtigt ab 27. März 2022 die Destinationen London-Gatwick, Madrid und Moskau-Sheremetyevo zu reaktivieren. Teilweise sollen diese hochfrequent bedient werden. Gatwick will Air Malta täglich anfliegen. Nach Madrid soll es zunächst dreimal pro Woche gehen. In die russische Hauptstadt sind zwei wöchentliche Umläufe geplant. Der Flughafen London-Heathrow soll im Sommerflugplan 2022 bis zu 15 Mal pro Woche angesteuert werden. Insgesamt plant Air Malta für den Sommer 2022 pro Woche rund 250 Flüge zu 20 Destinationen. „Wir arbeiten hart an einem ehrgeizigen Flugplan, der unsere feste Überzeugung zeigt, dass Reisen und Tourismus im nächsten Jahr wieder anziehen werden. Wir planen, unsere Kapazität, die wir im kommenden Winter betreiben werden, effektiv zu verdoppeln. Es ist ein starkes Engagement von Air Malta gegenüber dem reisenden Publikum und der Branche. Unser Fokus wird weiterhin auf unseren europäischen Kernmärkten liegen“, so Chairman David G. Curmi.

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Utair meldet Flotte teilweise nach Russland um

Bei der russischen Fluggesellschaft Utair bekommen zahlreiche Maschinen neue Registrierungen. Hintergrund ist, dass entschieden wurde, dass man sämtliche Flugzeuge, die sich im Eigentum befinden, künftig in Russland eintragen wird. Aus historischen Gründen heraus, aber auch um Einfuhrsteuern umgehen zu können, lassen russische Fluggesellschaften ihre westlichen Maschinen gerne in Irland und auf den Bermuda Inseln registrieren. Anfangs war der Hauptgrund dafür, dass die russische Luftfahrtbehörde nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion mit der Aufsicht über diese Maschinen überfordert war, weil man eben keine Erfahrung damit hatte. Leasinggeber haben auf die Registrierung außerhalb der Russischen Föderation gepocht. Hierzu auch der Hintergrund, dass das lokale Register einige Jahre nicht anerkannt wurde, so dass die Maschinen als unbeaufsichtigt gegolten hätten. Die Folge daraus: Enormer Wertverlust. Mittlerweile sind viele Jahre vergangen und die russische Zivilluftfahrtbehörde wird nicht nur anerkannt, sondern hat auch kompetentes Personal für westliche Typen aufgebaut. Dennoch registriert selbst die staatliche Aeroflot gerne in Irland und auf den Bermudas. Dadurch umgeht man vergleichsweise hohe Einfuhrsteuern für Fluggerät, das außerhalb der Russischen Föderation gebaut wurde. Das ist der Regierung schon länger ein Dorn im Auge. Daher hat man den Druck auf die Carrier massiv erhöht. Utair hat sich nun dazu entschieden, dass sämtliche Maschinen, die im Eigentum der Fluggesellschaft stehen, in das russische Register umgemeldet werden. Die Leasing-Maschinen bleiben im Ausland eingetragen. Somit ist nur ein kleiner Teil der Flotte betroffen, denn die überwiegende Mehrheit ist geleast.

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Impfverweigerer: Aeroflot suspendiert Piloten

Die staatliche Fluggesellschaft Aeroflot verschärft ihre Gangart mit fliegendem Personal, das sich nicht impfen lassen will. Die ersten Piloten wurden deswegen vom Dienst suspendiert, was ein Unternehmenssprecher bestätigte. Um wie viele Flugzeugführer es genau geht, wusste die Aeroflot-Medienstelle in Moskau nicht so genau. Man konnte aber bestätigen, dass es sich um mindestens sechs Piloten, die sich nicht impfen lassen wollen, handeln soll. Die Unternehmensleitung habe diese ohne Bezahlung vom Dienst suspendiert. Die Maßnahme soll so lange aufrecht sein bis diese sich kostenfrei impfen lassen. Die Angelegenheit ist in Russland durchaus umstritten, denn gegenüber RBC News kritisiert die Pilotengewerkschaft, dass es sich um Diskriminierung handeln würde. Als Argument führt man an, dass derzeit ausschließlich auf die Flugzeugführer Druck gemacht wird, während es für das Bodenpersonal und die Flugbegleiter noch keinen gibt. Auch verweist man darauf, dass keine andere russische Airline die Covid-Impfung zur Pflicht gemacht habe. Rückendeckung dürfte Aeroflot von der Regierung bekommen, denn diese kündigte vor einigen Wochen an, dass Firmen Mitarbeiter, die sich nicht impfen lassen wollen, ohne Bezahlung vom Dienst suspendieren dürfen. Und zwar solange bis diese sich impfen lassen. Insofern ist der Druck sehr groß. In der russischen Föderation kommen in erster Linie Vakzine, die im eigenen Land entwickelt wurden, zum Einsatz. Dabei handelt es sich um Sputnik V, EpiVacCorona und CoviVac. Aeroflot erklärte, dass rund 84 Prozent des fliegenden Personals vollständig gegen Covid-19 geimpft ist.

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Russland hebt Flugbeschränkungen für Tschechien auf

Die Russische Föderation hat die Flugbeschränkungen für Passagierflüge, die in Tschechien starten, vollständig aufgehoben. Ebenso handelte man bezüglich Südkorea und der Dominikanischen Republik. Aufgrund der Corona-Pandemie hat Russland den Flugverkehr aus verschiedenen Staaten kommend beschränkt. Die Bandbreite der Maßnahmen reicht von der Einschränkung der Sitzplatzanzahl über maximale Anzahl von Flügen pro Woche bis hin zum vollständigen Bann. Für Flüge, die in Tschechien, Südkorea oder der Dominikanischen Republik starten gibt es nun keinerlei Corona-Beschränkungen mehr. Einige Fluggesellschaften haben bereits reagiert und ihr Russland-Angebot aufgestockt. Auch lokale Carrier haben in den letzten Tagen zusätzliche Strecken angekündigt. Die Aufhebung der Flugbeschränkungen bedeutet aber nicht, dass die Einreisebestimmungen gelockert wurden. Diese sind weiterhin aufrecht und ganz abseits der Corona-Reiseregeln benötigen viele auch weiterhin ein Visum.

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Uzbekistan Express führt Erstflug durch

Gestern erfolgte der Erstflug von Uzbekistan Express in Richtung Moskau. Auf dem ersten Flug wurden zusammen mit dem Ministerium für Beschäftigung und Arbeit 22 Passagiere eingeladen, die kostenlos mitfliegen durften. Die Fluggesellschaft geht mit vier Airbus A320 an den Start. Die Neugründung markiert den Einstieg von Uzbekistan Airways in das Lowcost-Geschäft. Im Gegensatz zu den Flügen, die unter der Marke der Mainline vermarktet werden, gibt es bei Uzbekistan Express nur die Economy-Class. Das Tarifsystem ist ebenfalls gänzlich anders, denn beispielsweise für Gepäck und Catering muss extra bezahlt werden. Zunächst will man zahlreiche Destinationen in Russland auf das Lowcost-Konzept umstellen. Für Passagiere ist die Sache nicht ganz einfach zu durchschauen, denn die Verbindungen der Neugründung werden über die Homepage von Uzbekistan Airways vermarktet. Auch die Flugzeuge sind zum Verwechseln ähnlich gestaltet und nicht alle haben bereits den Sticker „Express“ unter dem Schriftzug „Uzbekistan“ angebracht bekommen. Dennoch ist man davon überzeugt, dass die neue Tochtergesellschaft billiger operieren kann und man teilte gar stolz mit, dass auf jenen Routen, die von Uzbekistan Express bedient werden, die Ticketpreise gesenkt wurden. Bislang sah sich Uzbekistan Airways als so genannter Full-Service-Carrier. Davon weicht man nun ab, denn in der jüngsten Pressemitteilung schreibt man, dass man sich zum Hybrid-Carrier transformiert habe. Man bietet weiterhin das klassische Konzept unter dem Brand der Mainline an und einige Routen werden als Billigflieger betrieben. Diese sind dann operated by Uzbekistan Express.

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UAC setzt Ilyushin Il-114-300-Testflüge aus

Im Nachgang des Absturzes des Prototyps der Ilyushin Il-122V gab die Rostec-Tochter United Aircraft Corporation bekannt, dass die Testflüge für das Passagierflugzeug Il-114-300 auf unbestimmte Zeit ausgesetzt werden. Die ursprüngliche Variante des Turbopropflugzeugs war kein Kassenschlager. Nur wenige Exemplare wurden gefertigt. Von der Neuauflage, Il-114-300, erwartet sich die United Aircraft Corporation deutlich mehr. Zumindest hat man mittlerweile deutlich mehr Bestellungen als von der Ursprungsvariante jemals gefertigt wurden. In einer Medienmitteilung erklärt die UAC unter anderem, dass man zunächst alle Umstände und Details des Absturzes der Il-112V auswerten muss. Weiters erklärt man, dass man das leistungsstarke Triebwerk genauer untersuchen muss. Es handelt sich um Weiterentwicklungen des Klimow TW7-117. Seit Jahresende 2020 ist dieses für die Il-114-300 zugelassen. Die genaue Ursache des Absturzes der Il-112V steht noch nicht fest, jedoch deutet ein Video eines Augenzeugens darauf hin, dass es zu einer Überhitzung gekommen sein könnte. Dadurch wurde ein Brand ausgelöst, der letztlich zum Strömungsabriss und dann zum Absturz geführt haben könnte. Dieses Problem könnte der UAC bekannt gewesen sein können, denn in russischen Medien äußern sich mehrere Ingenieure dahingehend, dass man bei Tests am Boden festgestellt habe, dass die Temperatur bei Belastungstests sehr stark angestiegen ist.

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Ural Airlines kehrt nach Budapest zurück

In der ersten Septemberwoche wird die russische Fluggesellschaft Ural Airlines nach Budapest zurückkehren. Zunächst sollen die Ziele Moskau-Schukowski und Jekaterinburg bedient werden. Vorerst bietet man je einen Umlauf pro Woche an. „Die Rückkehr von Ural verbessert unser Angebot nach Russland weiter. Das bedeutet, dass wir jetzt insgesamt sechs Ziele anbieten können. Neu ist die Strecke nach Jekaterinburg. Die Wiederaufnahme nach Moskau-Schukowski ergänzt die Angebote nach Kasan, Moskau-Scheremetjewo, St. Petersburg und Moskau-Vnukovo“, so Balázs Bogáts, Head of Airline Development am Flughafen Budapest. Die russische Hauptstadt verfügt über insgesamt vier Verkehrsflughäfen. Dabei handelt es sich um Vnukovo, Domodedovo, Scheremetjewo und Schukowski. Der zuletzt genannte Airport wurde über Jahrzehnte hinweg militärisch genutzt, jedoch vor ein paar Jahren für den zivilen Verkehr freigegeben. Dazu wurde ein neues Terminal erreichtet. Die russische Regierung will an diesem Flughafen primär Billigflieger ansiedeln.

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Pobeda: Max-200 oder A321neo statt B737-Max-8

Die russische Billigfluggesellschaft Pobeda hat die Boeing 737-Max-8-Bestellung endgültig storniert. Dabei musste man eigenen Angaben nach keine Vertragsstrafe an Boeing entrichten. Gleichzeitig verhandelt man mit den U.S.-Amerikanern über die Max 200. Firmenchef Andrei Kalmykov bestätigte, dass Pobeda aus dem Liefervertrag für die Boeing 737 Max 8 ohne Pönale aussteigen konnte. Gleichzeitig verhandelt man mit Boeing über das spezielle Billigfliegermodell Max 200. Dieses wurde bislang nur von der Ryanair Group und VietJetAir geordert. Weiters führt der Hersteller 40 Exemplare in den Büchern, jedoch wurde dazu noch kein Kunde veröffentlicht. Theoretisch könnte es sich um Pobeda handeln, aber dafür gibt es keine Erklärung oder gar Bestätigung. Für Boeing ist es keinesfalls in trockenen Tüchern, dass die Aeroflot-Tochter das Modell tatsächlich bestellen wird, denn Pobeda hat auch ein Auge auf den Airbus A321neo geworfen. Daraus macht man auch keinen Hehl und verhandelt mit dem europäischen Flugzeugbauer ebenfalls. Russische Muster wie die MS-21 hat man zwar im Auge, doch scheint der Lowcoster eher Boeing oder Airbus fliegen zu wollen.

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Aeroflot „überrascht“ Passagiere mit Sauerstoffmasken im A350

Am Donnerstag, den 12. August 2021, gab es für die Passagiere von Aeroflot-Flug SU2143 eine besondere “Überraschung” während der Filmvorführung. An Bord des Airbus A350-900 fielen die Sauerstoffmasken herunter. Eine Gefahr bestand aber nicht, denn nach Angaben des russischen Carriers handelte es sich um eine Fehlfunktion. Die VP-BXP war auf dem Weg von Antalya nach Moskau-SVO und das Inflight-Entertainment-System war aktiv. Für die Passagiere war es ein ruhiger Flug ehe die Filmvorführung stoppte und die Sauerstoffmasken von der Decke gefallen sind. Passagiere und Flugbegleiter waren zunächst verwundert, denn in solchen Fällen gibt es normalerweise irgendeine “Vorwarnung” aus dem Cockpit oder aber spürbare Vorzeichen. Beides war nicht der Fall und der Senior-Flugbegleiter hielt vorsichtshalber Rücksprache mit dem Kapitän, der ebenfalls überrascht war, dass die Sauerstoffmasken ausgelöst wurden. Er wusste dies zwar bereits, denn es gab im Cockpit eine entsprechende Anzeige auf den Displays, gab aber Entwarnung. Es gab keinen Druckabfall und das Auslösen der Masken erfolgte durch eine noch nicht näher bekannte Fehlfunktion des entsprechenden Sicherheitssystems. So wurde die Reise nach Moskau ohne weitere Vorkommnisse fortgesetzt. Die Reisenden konnten weiterhin ihre MNS-Masken tragen und mussten nicht auf den Sauerstoff “wechseln”. Aeroflot nahm die betroffene Maschine unter die Lupe und behob eigenen Angaben nach den Softwarefehler. Die VP-BXP konnte kurze Zeit später wieder in den Liniendienst gestellt werden. Für die Passagiere war die Fehlfunktion zum Glück ein Ereignis, über das man nachträglich lächeln kann, denn Gefahr bestand zu keinem Zeitpunkt.

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