Tourismus

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Croatia Airlines passt Flugplan für den Sommer 2026 an

Die nationale kroatische Fluggesellschaft Croatia Airlines hat umfangreiche Änderungen in ihrem Streckennetz ab dem Flughafen Split für die kommende Sommersaison angekündigt. Dabei stellt die Fluggesellschaft zwei saisonale Verbindungen dauerhaft ein: Die Routen von Split nach Bukarest und Amsterdam werden aus dem Flugplan gestrichen. Beide Verbindungen wurden im Jahr 2022 eingeführt, konnten sich jedoch offenbar nicht gegen den starken Wettbewerb oder die schwankende Nachfrage behaupten. Während die Airline nach Bukarest konkurrenzlos flog, sah sie sich auf der Strecke nach Amsterdam einem harten Preiskampf mit KLM, Transavia und EasyJet gegenüber. Branchenexperten werten diesen Schritt als Konsolidierung der operativen Mittel, um Kapazitäten für profitablere Strecken freizusetzen. Trotz der Streichungen verzeichnet Croatia Airlines ein deutliches Wachstum bei der verfügbaren Sitzplatzkapazität. Durch den verstärkten Einsatz der neuen Airbus A220-Flotte steigt das Angebot ab Split um sieben Prozent auf insgesamt über 746.000 Sitzplätze, obwohl die Anzahl der Flugbewegungen um etwa drei Prozent sinkt. Ein zentraler Bestandteil der neuen Strategie ist die Eröffnung einer saisonalen Route von Split nach Nantes in Frankreich, die ab dem 5. Mai zweimal wöchentlich bedient wird. Hier tritt Croatia Airlines in direkten Wettbewerb mit dem Low-Cost-Carrier Volotea. Zusätzlich wird die Flugperiode für Verbindungen nach Istanbul verlängert, während Frequenzen nach Wien und Berlin aufgrund von Flottenumstellungen teilweise deutlich reduziert werden. Unternehmensübergreifend plant der kroatische Flagcarrier für den Sommer 2026 ein Rekordangebot von insgesamt 2,39 Millionen Sitzplätzen, was einer Steigerung von neun Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Das Wachstum wird primär durch die Basis in Zagreb getrieben, von wo aus zusätzliche Frequenzen und längere

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Aussetzung des Hotelprojekts zwischen Tui und Omran im Oman

Der Reisekonzern Tui und die staatliche omanische Tourismusentwicklungsgesellschaft Omran haben ihre erst im September 2025 geschlossene Partnerschaft mit sofortiger Wirkung ausgesetzt. Als Hauptgrund für diesen Schritt nannte das Unternehmen die Unmöglichkeit, den ursprünglich vereinbarten Projektzeitplan einzuhalten. Die Kooperation sah die Gründung eines Joint Ventures vor, an dem Tui und Omran jeweils 45 Prozent sowie ein privater Investor zehn Prozent halten sollten. Ziel des Vorhabens war die Errichtung und der Betrieb von fünf Hotelanlagen in der strategisch wichtigen Urlaubsregion Dhofar im Süden des Sultanats. Der Oman sollte hierfür die Grundstücke sowie einen erheblichen Teil des Kapitals zur Verfügung stellen. Die Verzögerungen und die damit verbundene Pausierung des Projekts stehen in engem Zusammenhang mit der volatilen Sicherheitslage im Nahen Osten und den Auswirkungen regionaler militärischer Auseinandersetzungen. Diese geopolitischen Instabilitäten führen derzeit zu einer massiven Zurückhaltung bei internationalen Großinvestitionen im Tourismussektor der Region. Neben dem Baustopp für die Hotelkapazitäten in Dhofar ist auch die geplante Beteiligung der Omran-Gruppe am Tui-Konzern in Höhe von 1,4 Prozent vorerst hinfällig. Ursprünglich war dieser Aktieneinstieg als Teil einer langfristigen strategischen Allianz geplant, um die Präsenz des Hannoveraner Konzerns auf der Arabischen Halbinsel signifikant zu verstärken. Trotz der aktuellen Unterbrechung betonen beide Parteien, den Dialog über eine mögliche zukünftige Zusammenarbeit aufrechtzuerhalten. Die Region Dhofar gilt aufgrund ihres besonderen Klimas und der geografischen Lage als eines der Wachstumshoffnungsgebiete für den omanischen Fremdenverkehr. Experten der Reisebranche werten die Aussetzung jedoch als deutliches Signal für die derzeitigen Schwierigkeiten, langfristige Infrastrukturprojekte in einem krisengeschüttelten Umfeld zu realisieren. Für Tui bedeutet die Entscheidung

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Großangelegte Kapazitätserweiterung für den Flughafen Tunis-Karthago beschlossen

Tunesien hat eine strategische Entscheidung zur Modernisierung seiner Luftverkehrsinfrastruktur getroffen und setzt dabei auf den massiven Ausbau des bestehenden Flughafens Tunis-Karthago. Das tunesische Verkehrsministerium gab bekannt, dass die jährliche Passagierkapazität des wichtigsten Drehkreuzes des Landes bis zum Jahr 2031 von derzeit etwa fünf Millionen auf 18,5 Millionen Reisende gesteigert werden soll. Die geschätzten Gesamtkosten für dieses Großprojekt belaufen sich auf rund drei Milliarden Dinar, was etwa 880 Millionen Euro entspricht. Mit der Aufnahme des Vorhabens in den Investitionshaushalt 2026 der Zivilen Luftfahrt- und Flughafenbehörde (OACA) wurde der formelle Startschuss für die Planungs- und Bauphasen gegeben. Hinter dieser Entscheidung steht eine Abkehr von früheren Überlegungen, einen komplett neuen Flughafen in der Region Utique, etwa 30 Kilometer nördlich der Hauptstadt, zu errichten. Fachleute und Regierungsvertreter kamen zu dem Schluss, dass die Erweiterung des Standorts Tunis-Karthago aufgrund der bestehenden logistischen Anbindungen und der Nähe zum Stadtzentrum wirtschaftlich effizienter ist. Das Ausbaukonzept sieht den Bau eines neuen Terminalgebäudes mit einer Fläche von rund 80.000 Quadratmetern vor. Zudem sollen die Start- und Landebahnen sowie die Rollwege technisch instand gesetzt und an das höhere Verkehrsaufkommen angepasst werden, um die Abwicklungsgeschwindigkeit zu erhöhen. Ergänzende Recherchen ergeben, dass das Projekt auch eine tiefgreifende Modernisierung der Flugsicherungssysteme und der Bodendienste umfasst. Geplant ist zudem eine verbesserte Anbindung des Flughafens an das öffentliche Verkehrsnetz der Hauptstadt, unter anderem durch die Erweiterung von Schienenverbindungen. Diese Infrastrukturmaßnahmen sind Teil eines umfassenden Wirtschaftsplans, der darauf abzielt, Tunesien als zentrales nordafrikanisches Drehkreuz für den Transferverkehr zwischen Europa und Subsahara-Afrika zu positionieren. Die staatliche Fluggesellschaft

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Travelcoup verstärkt Führungsteam für den Ausbau des Semi-Privatjet-Segments

Das Unternehmen Travelcoup, das als erster Anbieter in Europa ein dediziertes Semi-Privatjet-Konzept etabliert hat, treibt die Professionalisierung seines Kundenservices und Vertriebs voran. Seit dem 1. Januar 2026 bekleidet Lena Jacobs die neu geschaffene Position als Customer Care & Relationship Manager. Mit dieser Personalie reagiert das Unternehmen auf die steigende Nachfrage nach exklusiven Reiseoptionen und zielt auf eine intensivere Vernetzung mit Reisebüros, Agenturen sowie anspruchsvollen Privatkunden ab. Jacobs fungiert dabei als zentrale Schnittstelle für komplexe Buchungsvorgänge, die Organisation von Vollchartern sowie individuelle Sonderwünsche im Premium-Segment. Die Neubesetzung bringt umfassende Expertise aus der internationalen Luftfahrtbranche in das Unternehmen ein. Lena Jacobs verfügt über mehr als zehn Jahre Erfahrung, die sie unter anderem im Bereich Private-Jet-Management bei der Atlas Air Service AG sowie in der Betreuung internationaler Mandanten bei der Wirtschaftskanzlei White & Case LLP sammelte. Ihre akademische Laufbahn im Bereich Tourismus und Hospitality sowie ihre praktische Erfahrung als Instruktorin für Kabinenpersonal ergänzen das Anforderungsprofil für das gehobene Dienstleistungsumfeld. Laut CEO Niclas Seitz ist die Verpflichtung von Jacobs ein strategischer Schritt, um die Qualitätsstandards im operativen Geschäft weiter zu festigen. Das Geschäftsmodell von Travelcoup basiert auf dem Einsatz von zwei speziell konfigurierten Embraer-Maschinen, die im Vergleich zur herkömmlichen Linienluftfahrt eine deutlich reduzierte Bestuhlung aufweisen, um ein privateres Flugerlebnis zu ermöglichen. Die Hauptstrecke des Anbieters verbindet weiterhin wichtige europäische Hubs mit Mallorca, während Ziele wie Nizza, Ibiza und Sylt das Portfolio ergänzen. Durch die personelle Verstärkung soll insbesondere die Abwicklung von Zusatzleistungen, wie Reisen mit Haustieren oder die Koordination von Firmenchartern, effizienter gestaltet werden.

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Discover Airlines baut Flugangebot nach Marokko deutlich aus

Die Fluggesellschaft Discover Airlines hat eine signifikante Erweiterung ihres Streckennetzes für die Wintersaison 2026/27 angekündigt. Ab Ende Oktober 2026 nimmt der zur Lufthansa Group gehörende Ferienflieger zwei neue Destinationen in Marokko in den Flugplan auf. Von Frankfurt aus wird die Küstenstadt Agadir zweimal wöchentlich bedient, während von München eine neue Direktverbindung in die Königsstadt Fès im Nordosten des Landes startet. Damit reagiert das Unternehmen auf die steigende Nachfrage nach nordafrikanischen Zielen und etabliert in München die derzeit einzige Direktverbindung nach Fès. Die neuen Flugverbindungen sind Teil einer strategischen Kooperation mit dem marokkanischen Tourismusbüro (ONMT), die erst kürzlich auf der Tourismusmesse ITB in Berlin bekräftigt wurde. Ziel dieser Partnerschaft ist es, die touristische Kapazität zwischen Deutschland und Marokko massiv zu erhöhen. Insgesamt wird Discover Airlines im kommenden Winter bis zu 16 wöchentliche Verbindungen zu drei marokkanischen Zielen anbieten, wobei Marrakesch mit bis zu 13 Flügen pro Woche das Hauptdrehkreuz bleibt. Die Flugzeiten für die neuen Strecken nach Agadir und Fès betragen jeweils rund vier Stunden und werden vorrangig mit Flugzeugen der Airbus A320-Familie durchgeführt. Mit der Erschließung von Agadir setzt die Airline auf den klassischen Bade- und Aktivtourismus an der Atlantikküste, während die Verbindung nach Fès vor allem kulturinteressierte Reisende anspricht. Fès gilt mit seiner als UNESCO-Weltkulturerbe geschützten Altstadt als eines der wichtigsten kulturellen Zentren des Landes. Branchenbeobachter werten diesen Schritt als Teil einer Konsolidierung im Segment der Mittelstrecken-Ferienflüge, da Marokko aufgrund seiner stabilen klimatischen Bedingungen im Winter eine attraktive Alternative zu den Kanarischen Inseln oder Ägypten darstellt. Die Expansion stärkt

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Neuer Geschäftsführer bei der DDSG Blue Danube übernimmt das Steuer

Mit Wirkung zum 1. März 2026 hat Johannes Kammerer die Geschäftsführung der DDSG Blue Danube übernommen. Der erfahrene Nautiker und bisherige Flottenkommandant folgt auf Wolfgang Hanreich, der nach 21 Dienstjahren in den Ruhestand tritt. Kammerer leitet das traditionsreiche Schifffahrtsunternehmen, das sich im gemeinsamen Eigentum des Verkehrsbüros und der Wien Holding befindet, künftig an der Seite von Wolfgang Fischer. Die Personalentscheidung setzt auf interne Kontinuität, da Kammerer bereits seit zwei Jahrzehnten in verschiedenen Funktionen für die Reederei tätig ist und maßgeblich an der operativen Flottensteuerung sowie der jüngsten Erweiterung um zwei Schiffe beteiligt war. Johannes Kammerer verfügt über eine vielseitige berufliche Laufbahn, die 1991 bei der Wiener Landespolizeidirektion begann, bevor er sich vollständig der Schifffahrt widmete. Nach dem Erwerb des Kapitänspatents im Jahr 2003 stieg er 2006 bei der DDSG ein und avancierte 2015 zum Flottenkommandanten. In dieser Rolle trug er die Verantwortung für die technische Wartung der neun Schiffe umfassenden Flotte sowie für die Ausbildung des nautischen Personals. Seine Expertise wird zudem durch seine Tätigkeit als staatlich bestellter nautischer Sachverständiger unterstrichen. Neben seinen Aufgaben bei der DDSG war er bisher auch als Betriebsleiter für den Twin City Liner verantwortlich, der die Hauptstädte Wien und Bratislava verbindet. Die strategische Ausrichtung unter der neuen Führung sieht vor, die Position der DDSG Blue Danube als zentralen Akteur im regionalen Freizeitsektor und Tourismus weiter auszubauen. Kammerer plant, trotz seiner Managementaufgaben weiterhin aktiv als Kapitän tätig zu sein, um eine direkte Schnittstelle zwischen dem nautischen Betrieb und der kaufmännischen Verwaltung zu gewährleisten. Das Unternehmen betreibt

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Air Canada treibt Flottenmodernisierung bei Tochtergesellschaft Rouge voran

Die kanadische Fluggesellschaft Air Canada hat mit der Integration von Flugzeugen des Typs Boeing 737 Max 8 in die Flotte ihrer Tochtergesellschaft Air Canada Rouge begonnen. Dieser Schritt markiert eine Zäsur in der Strategie des Ferienfliegers, der bisher primär auf ältere Airbus-Modelle setzte. Das erste modernisierte Flugzeug wurde bereits in den aktiven Dienst gestellt und verfügt über eine vollständig überarbeitete Kabinenausstattung, die speziell auf die Anforderungen des Freizeitverkehrs in Nordamerika und der Karibik zugeschnitten ist. Bis zum Ende des Jahres 2026 plant der Konzern, insgesamt bis zu 45 Maschinen dieses Typs an die Tochtergesellschaft zu übertragen, um die Effizienz und den Komfort auf Kurz- und Mittelstrecken zu steigern. Die neu konfigurierten Maschinen bieten Platz für 177 Passagiere, aufgeteilt in 12 Plätze in der Business Class, 18 „Preferred Seats“ mit vergrößertem Sitzabstand und 147 Plätze in der Standard-Economy. Zur technischen Ausstattung gehören persönliche Bildschirme an jedem Sitzplatz sowie ein neues Hochgeschwindigkeits-WLAN-System, das in Kooperation mit dem Telekommunikationsanbieter Bell Canada realisiert wurde. Um das Wachstum im Westen Kanadas abzusichern, hat Air Canada zudem eine neue Besatzungsbasis für Rouge in Vancouver eröffnet. Von dort aus sowie von Calgary werden verstärkt touristische Ziele wie Cancún und Puerto Vallarta angesteuert, was die Kapazitäten für Winterreisen in sonnige Regionen erheblich erweitert. Diese Maßnahmen bei der Tochtergesellschaft sind eingebettet in ein umfassendes Erneuerungsprogramm des gesamten Air Canada Konzerns. Neben der Modernisierung der Regionalflotte von Air Canada Express, die ebenfalls neue Kabinen und verbessertes WLAN erhält, bereitet sich die Airline auf den Empfang von Langstreckenflugzeugen vor. Hierzu zählen

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Japan führt elektronisches Einreisesystem JESTA bis 2028 ein

Die japanische Regierung hat die Einführung eines neuen digitalen Kontrollsystems für internationale Besucher angekündigt. Das System mit dem Namen JESTA (Japan Electronic System for Travel Authorization) soll spätestens bis April 2028 vollständig operabel sein. Es richtet sich primär an Staatsbürger aus Ländern, die bisher von der Visumpflicht befreit sind, darunter auch Reisende aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Mit dieser Maßnahme reagiert Japan auf die massiv gestiegenen Touristenzahlen der letzten Jahre, die die lokalen Behörden vor wachsende Herausforderungen bei der Grenzkontrolle und der inneren Sicherheit stellen. Das Verfahren orientiert sich technisch am US-amerikanischen ESTA-Modell. Reisende müssen vor dem Abflug online ein Formular ausfüllen, das persönliche Daten, Informationen zum Reisepass sowie Details zum geplanten Aufenthalt und der Unterkunft abfragt. Erst nach erfolgreicher Prüfung und gegen Entrichtung einer Bearbeitungsgebühr wird die elektronische Genehmigung erteilt. Die Fluggesellschaften werden in die Pflicht genommen, den Status bereits beim Check-in am Abflughafen zu kontrollieren. Ohne gültiges JESTA wird die Beförderung verweigert, selbst wenn der geplante Aufenthalt die üblichen 90 Tage nicht überschreitet. Hintergrund dieser Entscheidung ist das Bestreben der Einwanderungsbehörden, potenzielle illegale Aufenthalte sowie Sicherheitsrisiken bereits im Vorfeld zu minimieren. Statistiken der japanischen Einwanderungsbehörde zeigen, dass ein erheblicher Teil der Personen, die die zulässige Aufenthaltsdauer überschreiten, aus visumfreien Staaten stammt. Durch die Vorabprüfung können Personen mit Vorstrafen oder unklarem Reisezweck bereits vor dem Betreten eines Flugzeugs herausgefiltert werden. Zudem soll das System die Wartezeiten an den Einreiseschaltern der großen Drehkreuze wie Tokio-Narita oder Osaka-Kansai verkürzen, da die Daten der Ankömmlinge den Beamten bereits digital vorliegen. Japan

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Kapazitätsausbau und Flottenstrategie: Corendon Airlines forciert Expansion 2026

Die Ferienfluggesellschaft Corendon Airlines hat ihre strategische Planung für die Sommersaison 2026 vorgestellt und setzt dabei auf ein signifikantes Wachstum in ihren europäischen Kernmärkten. Mit einer Flotte von insgesamt 35 Flugzeugen innerhalb der Unternehmensgruppe plant der Carrier, seine Marktanteile insbesondere in Deutschland, Österreich und Polen massiv auszubauen. Während die Türkei mit der Hälfte der Gesamtkapazität das wichtigste Standbein bleibt, verzeichnen andere Zielgebiete überproportionale Zuwachsraten. So steigen die Flugfrequenzen nach Spanien um mehr als ein Viertel, während das Ganzjahresziel Ägypten ein Plus von rund 40 Prozent im Vergleich zum Vorjahr aufweist. Auch Griechenland bleibt mit einem Wachstum von 12 Prozent, primär getrieben durch die Nachfrage nach Heraklion auf Kreta, eine zentrale Säule im Flugplan. In der Bundesrepublik Deutschland festigt Corendon seine operative Struktur durch die Beibehaltung von vier festen Basen an den Standorten Köln/Bonn, Düsseldorf, Hannover und Nürnberg. Insgesamt sollen im Sommer 2026 zehn Maschinen fest an diesen Flughäfen stationiert werden, was einer Kapazitätserhöhung von etwa 20 Prozent entspricht. Ein ungewöhnlicher Marketing-Akzent wird dabei am Standort Nordrhein-Westfalen gesetzt: Auf Flügen ab Düsseldorf und Köln kooperiert die Airline mit der Gastronomiekette von Lukas Podolski und bietet deren Lahmacun-Produkte im Bordverkauf an. In Österreich wird mit einem Zuwachs von rund 30 Prozent sogar eine noch stärkere Wachstumsdynamik angestrebt, wobei hier der Fokus ebenfalls auf der Türkei und klassischen Mittelmeerzielen liegt. Über den deutschsprachigen Raum hinaus entwickelt sich Polen zu einem strategischen Schwerpunkt für die kommenden Jahre. Corendon plant für den Sommer 2026 nahezu eine Verdopplung des dortigen Flugangebots ab Warschau und Kattowitz. Ab

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Bilanz und Expansionsstrategie im europäischen Luftverkehr: Eurowings festigt Marktposition

Der europäische Luftverkehrsmarkt zeigt im Segment der Ferien- und Direktflüge eine Dynamik, die sich im aktuellen Geschäftsbericht der Eurowings widerspiegelt. Die Tochtergesellschaft der Lufthansa Group hat das Jahr 2025 mit einer signifikanten Steigerung ihrer Passagierzahlen auf insgesamt 23,7 Millionen Fluggäste abgeschlossen. Dies entspricht einem Zuwachs von rund 900.000 Passagieren im Vergleich zum Vorjahr. Mit einem operativen Ergebnis (Adjusted EBIT) von 132 Millionen Euro, welches auch die Beteiligung an SunExpress umfasst, demonstriert das Unternehmen eine stabile wirtschaftliche Verfassung. Neben der rein quantitativen Ausweitung des Flugprogramms auf 150 Destinationen innerhalb Europas forcierte die Airline im abgelaufenen Jahr ihre Transformation zur sogenannten Value-Airline. Diese strategische Positionierung zielt darauf ab, sich durch eine höhere Servicequalität und Zuverlässigkeit von den klassischen Ultra-Low-Cost-Anbietern abzugrenzen. Die Auszeichnung als beste europäische Low-Cost-Airline durch die Rating-Agentur Skytrax sowie eine operative Zuverlässigkeit von über 99 Prozent bilden das Fundament für die weitreichenden Investitionsentscheidungen, die das kommende Jahrzehnt prägen werden. Operative Kennzahlen und Marktentwicklung Die Leistungsbilanz des Jahres 2025 verdeutlicht die Herausforderungen und Erfolge im komplexen Flugbetrieb. Von den insgesamt 170.000 durchgeführten Flügen erreichten etwa 72 Prozent ihr Ziel pünktlich. Obwohl die Pünktlichkeitsrate durch externe Faktoren wie Engpässe in der europäischen Flugsicherung und Wetterereignisse beeinflusst wurde, blieb die Gesamtzuverlässigkeit auf einem Spitzenwert. Kai Duve, Finanzvorstand der Eurowings, betont in diesem Zusammenhang die Bedeutung der Kundenzufriedenheit. Rund zwei Drittel der Fluggäste würden die Airline aktiv weiterempfehlen, was auf eine erfolgreiche Implementierung kundenorientierter Initiativen hindeutet. Das Streckennetz der Eurowings umfasst mittlerweile 13 internationale Basen. Besonders die Stationierung auf Mallorca, die als wichtigste Ferieninsel

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