August 22, 2025

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August 22, 2025

Der stille Aufbruch: Wie die Nebensaison den Reisemarkt neu gestaltet

Die Reisegewohnheiten der Menschen in Europa wandeln sich grundlegend. Eine neue Umfrage der globalen Reise-App Skyscanner offenbart, daß die traditionelle Vorstellung der Hauptsaison, die sich auf die Sommermonate und Schulferien beschränkt, zunehmend an Bedeutung verliert. Die Flexibilität der Reisenden nimmt zu, und damit auch die Attraktivität der sogenannten Nebensaison. Mehr als ein Drittel aller Reisenden, 38 Prozent, faßt den Entschluß, die Sommerzeit durch Reisen in der Nebensaison besser zu nutzen. Sogar 44 Prozent meiden gezielt die Monate der Hauptsaison, um den Menschenmassen und den hohen Preisen zu entgehen. Dies zeigt, daß sich der Reisemarkt in einer tiefgreifenden Transformation befindet. Der September, der gewiß als einer der beliebtesten Monate der Nebensaison gilt, zieht dabei Reisende an, die nicht an feste Urlaubszeiten gebunden sind. Er verspricht die Vorzüge weniger überfüllter Orte, gepaart mit den immer noch angenehm warmen Temperaturen in vielen europäischen und nordafrikanischen Regionen. Die Freiheit der Flexibilität: Warum der Herbst zur neuen Hauptsaison wird Der Bericht von Skyscanner zeichnet ein klares Bild des modernen Reisenden, dessen Entscheidung nicht mehr primär von den Ferienzeiten, sondern von der Flexibilität und dem Preis geleitet wird. Die Reiseexpertin Friederike Burge von Skyscanner hebt hervor, daß ein Großteil der Reisenden, nämlich 79 Prozent, bereit ist, ihre Reisedaten zu ändern, um Geld zu sparen. Dieses Verhalten hat einen erheblichen Einfluß auf die Preisgestaltung und die Auslastung der Fluggesellschaften. So bieten Flüge an günstigeren Wochentagen, die oft in die Nebensaison fallen, erhebliche Einsparungspotentiale. Dieses Umdenken ist nicht nur eine Folge der Preisempfindlichkeit, sondern auch ein Ausdruck eines

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Österreich nähert sich europäischem Standard bei Kartenzahlung an

Die Zahl der Zahlungsterminals in Österreich ist stark angestiegen und hat sich seit 2022 auf nunmehr 30 Terminals pro 1.000 Einwohner verdoppelt. Damit erreicht das Land nahezu den bereinigten EU-Durchschnitt. Österreich hat sich somit an die Dichte in Nachbarländern wie der Schweiz und Tschechien angeglichen. Der offizielle EU-Durchschnitt liegt bei rund 38 Terminals pro 1.000 Einwohner, wobei dieser Wert durch Länder mit einer sehr hohen Dichte wie die Niederlande stark beeinflußt wird. Im Vergleich dazu bleibt Deutschland mit lediglich 15 Terminals deutlich zurück. Der Anstieg in Österreich wird hauptsächlich durch den Tourismussektor getrieben, da ausländische Gäste zunehmend bargeldlose Zahlungen erwarten. Auch der technologische Fortschritt, insbesondere mobile Lösungen, die Smartphones in Bezahlterminals verwandeln, ermöglicht Kleinbetrieben einen einfacheren Zugang zur Kartenzahlung. Marktanalysen legen nahe, daß die Einführung bargeldloser Zahlungen den Umsatz von Händlern steigern und gleichzeitig Kosten sowie Risiken im Umgang mit Bargeld verringern kann. Die Zunahme der Zahlungsterminals gilt als wichtiger Faktor für die Stärkung des Wirtschaftsstandortes.

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Mexikanische Fluggesellschaft Viva Aerobus reduziert Personal

Die mexikanische Billigfluggesellschaft Viva Aerobus hat angekündigt, Personal im Cockpit- und Kabinenbereich zu entlassen. Der Schritt wird mit der Notwendigkeit begründet, sich an die aktuelle Marktnachfrage anzupassen. Nach Angaben der Fluggesellschaft handelt es sich bei den Entlassungen nicht um eine Massenmaßnahme, sondern um eine gezielte Anpassung des Personalbestandes. Zusätzlich zu den Entlassungen wurden interne Abläufe neu organisiert, darunter Regelungen zu Urlaub, Schulungen und unbezahltem Sonderurlaub, um die operativen Kosten zu senken. Die Maßnahme ist eine Reaktion auf die wirtschaftlichen Herausforderungen, denen sich der mexikanische Luftfahrtsektor gegenübersieht. Der Markt ist von starkem Wettbewerb geprägt und unterliegt saisonalen Schwankungen, welche die Rentabilität der Fluggesellschaften beeinflussen können. Die Reduzierung des Personalbestandes bei Viva Aerobus betrifft zentrale Bereiche des Flugbetriebs und ist ein Signal für einen Versuch der Kosteneffizienz. Solche Schritte sind in einem dynamischen, aber umkämpften Markt üblich.

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Ein Paradox im europäischen Reiseverkehr: Warum die schnellste Route oft die billigste ist

Eine neue Studie wirft ein Schlaglicht auf eine der größten Paradoxien des modernen europäischen Reiseverkehrs: Trotz der Dichte und Effizienz des Schienennetzes sind Flüge auf vielen grenzüberschreitenden Strecken immer noch erheblich günstiger als Zugreisen. Eine Analyse von 142 europäischen Reiserouten, die von einer paneuropäischen Forschungsgruppe in Auftrag gegeben wurde, zeigt, daß der Luftverkehr, der mit bestimmten fiskalischen Vorteilen versehen ist, weiterhin einen signifikanten Preisvorteil gegenüber der Eisenbahn genießt. Der Bericht faßt zusammen, daß auf mehr als der Hälfte aller grenzüberschreitenden Verbindungen die Flugtickets günstiger sind als die Bahntickets. Dies untergräbt nicht nur die Bemühungen um einen kohärenten europäischen Binnenmarkt, sondern schafft auch einen systemischen Anreiz für Reisende, sich für die billigere, wenn auch logistisch kompliziertere, Option zu entscheiden. Die Studie fordert eine Überprüfung der Steuerpolitik und die Einführung eines einheitlichen Buchungssystems für den Eisenbahnverkehr, um ein gerechteres Wettbewerbsumfeld zu schaffen. Ein Preiskrieg der Systeme: Die ökonomische Realität im europäischen Reiseverkehr Die Diskrepanz zwischen den Flug- und Zugpreisen ist das Ergebnis zweier fundamental unterschiedlicher ökonomischer Systeme. Auf der einen Seite stehen die sogenannten Billigflieger, die ihr Geschäftsmodell auf aggressivem Preiskampf und einem ausgeklügelten System von Zusatzgebühren, etwa für Gepäck oder Sitzplatzwahl, aufgebaut haben. Sie profitieren von einer Reihe von Steuerprivilegien, die es der Bahn nicht gibt. So ist gewiß, daß das Fehlen einer Steuer auf Flugkerosin einen enormen Kostenvorteil darstellt, der es den Fluggesellschaften ermöglicht, Tickets zu einem Preis anzubieten, der in keinem Verhältnis zu den operativen Kosten steht. Dies führt zu extremen Preisunterschieden, wie das Beispiel der Strecke von Barcelona

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Delta Air Lines läßt Passagiere über neue Route abstimmen

Die amerikanische Fluggesellschaft Delta Air Lines hat eine außergewöhnliche Maßnahme zur Kundenbeteiligung gestartet. Zum ersten Mal können Vielflieger und Mitarbeiter über eine neue Langstreckenverbindung in den Sommerflugplan 2026 mitentscheiden. Die Abstimmung findet vom 25. bis zum 29. August über die App der Fluggesellschaft statt. Zur Auswahl stehen die Mittelmeerinseln Ibiza, Malta und Sardinien. Nur eine dieser drei Destinationen wird im kommenden Sommer nonstop von den Vereinigten Staaten angeflogen werden. Die Aktion gilt als innovative Marketingstrategie, um Kunden direkt in die Netzwerkplanung einzubeziehen und gleichzeitig die Nachfrage für die jeweiligen Ziele zu testen. Laut der Fluggesellschaft haben alle drei Destinationen Potenzial, aber nur eine Verbindung kann realisiert werden. Die Beteiligung von Kunden an strategischen Entscheidungen in der Luftfahrt nimmt zu. Für Delta bietet die Abstimmung eine Möglichkeit, die Kundenbindung zu stärken und die Aufmerksamkeit für die geplante Erweiterung des Streckennetzes in Europa zu erhöhen.

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Gerichtskampf und Lizenzentzug: Maltesischer Charterflieger Maleth-Aero unter doppeltem Druck

Der maltesische Charterflieger Maleth-Aero sieht sich derzeit mit einer Reihe von weitreichenden Herausforderungen konfrontiert, die seine operative und finanzielle Stabilität auf die Probe stellen. Im Zentrum der Geschehnisse steht eine andauernde juristische Auseinandersetzung mit dem Kreuzfahrtgiganten Carnival vor einem Londoner Handelsgericht. Parallel dazu hat die kanadische Verkehrsbehörde die Charterlizenz des Unternehmens für Flüge von und nach Kanada ausgesetzt. Die beiden Entwicklungen werfen ein Schlaglicht auf die komplexen und oft unberechenbaren Risiken, die das Geschäft mit Luftcharterflügen mit sich bringt. Während Maleth-Aero sich gegen die Anschuldigungen eines der größten Akteure im Tourismus verteidigen muß, sieht es sich gleichzeitig mit dem Verlust eines wichtigen Marktes und dem Druck der Regulierungsbehörden konfrontiert. Es ist gewiß, daß der Ausgang der Auseinandersetzungen weitreichende Konsequenzen für das Unternehmen haben wird. Ein Millionenzank vor Gericht: Die Kontroverse zwischen Maleth-Aero und Carnival Die juristische Auseinandersetzung, die vor dem Londoner Circuit Commercial Court verhandelt wird, entstammt zwei Chartervereinbarungen, die im Juli 2023 für eine Reihe von Flügen zwischen dem Vereinigten Königreich und der Karibik unterzeichnet wurden. Die Flüge wurden zwischen November 2023 und März 2024 durchgeführt. Der Streit entzündete sich an den Kosten. Carnival reichte die Klage ursprünglich ein, um 4 Millionen US-Dollar zurückzufordern, da das Unternehmen der Ansicht war, Maleth-Aero hätte überhöhte Gebühren für Verpflegung, alkoholische Getränke und weitere Ausgaben, die nicht im Vertrag vorgesehen waren, in Rechnung gestellt. Das Kreuzfahrtunternehmen behauptet zudem, 1,2 Millionen US-Dollar unter Zwang gezahlt zu haben, nachdem Maleth-Aero gedroht hatte, die Dienstleistungen einzustellen. Im Gegenzug reichte die maltesische Fluggesellschaft eine Gegenklage ein, in

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Eurowings startet neue Flugroute von Hannover nach Mailand

Die Fluggesellschaft Eurowings, eine Tochter des Lufthansa-Konzerns, nimmt eine neue Flugverbindung in ihr Winterprogramm 2025/26 auf. Ab dem 17. November 2025 wird die Airline direkt von Hannover nach Mailand-Malpensa fliegen. Die neue Route soll zunächst an fünf Tagen pro Woche bedient werden. Im Zeitraum zwischen dem 22. Januar und dem 9. Februar 2026 wird die Frequenz vorübergehend auf drei wöchentliche Flüge reduziert. Die Flugzeit zwischen den beiden Städten beträgt rund zwei Stunden. Mit der Verbindung nach Mailand erweitert Eurowings sein Angebot an Italien-Destinationen. Die Strecke ist für Geschäftsreisende sowie für Touristen attraktiv, die die Metropole in der Lombardei besuchen möchten. Für den Flughafen Hannover bedeutet die neue Route eine Stärkung seiner internationalen Anbindung. Die Aufnahme der Flüge unterstreicht die Strategie von Eurowings, ihr Streckennetz von regionalen deutschen Flughäfen aus gezielt zu erweitern. Die Verbindung zwischen Hannover und Mailand ist eine Reaktion auf die anhaltende Nachfrage nach direkten Flugverbindungen zwischen wichtigen europäischen Wirtschaftszentren.

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Kampfjet-Beschaffung im Dilemma: Globale Kunden ringen mit den Kosten und der Politik rund um die F-35

Das Rüstungsprogramm für den modernsten Kampfjet der Welt, die F-35 von Lockheed Martin, sieht sich bei seinen internationalen Kunden mit wachsenden Herausforderungen konfrontiert. Von massiven Kostensteigerungen über politische Handelszölle bis hin zu Bedenken bezüglich der Souveränität ringen die Nationen um die Zukunft ihrer Luftwaffen. Während einige strategische Partner wie Kanada trotz steigender Kosten an der teuren Anschaffung festhalten, haben andere, wie Spanien, ihre Pläne verworfen. Die Schweiz und Deutschland sehen sich ebenfalls mit finanziellen und politischen Hürden konfrontiert. Die Debatte um die F-35 ist gewiß mehr als nur eine Frage der militärischen Beschaffung. Sie reflektiert die komplexen Beziehungen zwischen den USA und ihren Alliierten und wirft ein Schlaglicht auf die immensen fiskalischen Herausforderungen, die mit der Modernisierung von Streitkräften verbunden sind. Kanadas schwierige Entscheidung: Geopolitik versus finanzielle Bedenken Kanada, einer der größten externen Kunden des F-35-Programms, steht exemplarisch für das Dilemma, in dem sich viele Alliierte befinden. Nach einer langen und politisch kontroversen Debatte hatte sich die kanadische Regierung im Jahr 2023 für die Beschaffung von 88 F-35-Jets entschieden, die die alternde Flotte der CF-18 ersetzen sollen. Die anfängliche Kostenschätzung von 13,9 Milliarden US-Dollar ist jedoch obsolet. Aktuelle Berichte warnen, daß die Gesamtkosten für die Jets, die zugehörige Infrastruktur und die Pilotenausbildung am Ende zwischen 20,0 und 24,0 Milliarden US-Dollar liegen werden. Trotzdem scheint sich die kanadische Regierung, die zeitweise einen Teilausstieg aus dem Vertrag erwogen hatte, nun wieder klar zur F-35 zu bekennen. Die Gründe sind vielschichtig. Ein Ausstieg aus den Verträgen würde nicht nur die Beziehungen zu den

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Lufthansa wartet Erfolg der neuen Swiss-First ab

Die Fluggesellschaft Swiss wird ab Anfang 2026 eine neue First-Class-Kabinenkonfiguration einführen. Das neue Produkt, die sogenannte Grand Suite, ermöglicht es Passagieren, zwei nebeneinanderliegende Suiten zu einem einzigen, größeren Privatbereich zu verbinden. Die neue Kabine, die auf dem Airbus A350 verfügbar sein wird, verfügt über 1,80 Meter hohe Wände, die den Reisenden mehr Abgeschlossenheit bieten. Mit diesem Angebot will die Airline das bestehende First-Class-Erlebnis erweitern und den Wünschen von Passagieren nach mehr Raum und Privatsphäre auf Langstreckenflügen entgegenkommen. Die Entwicklung wird auch innerhalb des Lufthansa-Konzerns genau beobachtet. Ein Sprecher der Lufthansa bestätigte, daß eine Einführung des Konzepts bei der deutschen Fluglinie von den Erkenntnissen und Erfahrungen bei Swiss abhängen wird. Die Fluggesellschaften des Konzerns nutzen die Zusammenarbeit, um neue Produkte zu testen. Mit der Einführung der Grand Suite reagiert Swiss auf den wachsenden Wettbewerb im Segment der Premium-Flugreisen. Die Nachfrage nach höchstmöglicher Exklusivität und persönlichem Freiraum hat in der Luftfahrt zugenommen.

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Knapp an der Katastrophe vorbei: Ein Beinahe-Unglück in Singapur wirft Fragen über Flugsicherheit auf

Ein aktueller Abschlußbericht des singapurischen Transport Safety Investigation Bureau (TSIB) hat die Details eines schwerwiegenden Zwischenfalls am Flughafen Changi offengelegt, der sich beinahe zu einer Katastrophe entwickelt hätte. Am 28. August 2024 landete ein China Eastern Airlines Boeing 777-300ER auf der Landebahn 20R, während sich eine andere Maschine desselben Konzerns, ein Airbus A320neo, noch auf derselben Piste befand und diese nicht rechtzeitig geräumt hatte. Der Bericht zeigt, daß es zu einem sogenannten „Runway Incursion“ (Eindringen in die Start-/Landebahn) kam. Der Fall, der glücklicherweise ohne Personenschäden oder Sachschäden endete, wirft grundlegende Fragen über die Rolle menschlicher Kommunikation und technologischer Sicherungssysteme im modernen Luftverkehr auf. Er verdeutlicht, wie eine Kette von unglücklichen Ereignissen und Mißverständnissen die Sicherheit Tausender von Reisenden gefährden kann. Die Schicksalsminuten auf der Piste: Eine Chronologie des Zwischenfalls Der Vorfall begann, als der China Eastern-Flug CES6017, ein Airbus A320neo, aus Shanghai kommend auf der Landebahn 20R des Changi Airports landete. Das Flugzeug, mit 100 Personen an Bord, war angewiesen, die Landebahn über den Schnellabrollweg W6 zu verlassen. Aufgrund einer zu hohen Geschwindigkeit war dies jedoch nicht möglich. Die Fluglotsen gaben dem A320neo-Piloten eine neue Anweisung, die Landebahn über den Abrollweg W7 zu verlassen. Zeitgleich befand sich ein Boeing 777-300ER-Flug, CES565, ebenfalls aus Shanghai, im Endanflug auf dieselbe Landebahn. Den Fluglotsen war bewußt, daß die Trennung der beiden Maschinen zeitlich eng bemessen war. Obwohl ein automatisiertes System zur Oberflächenbewegung, das sogenannte Advanced Surface Movement Guidance and Control System (ASMGCS), eine gelbe Warnung auf dem Bildschirm des Fluglotsen auslöste, wurde dem

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