Oktober 2025

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Oktober 2025

Southwest Airlines weitet internationalen Vertrieb über Hahnair aus

Die US-Fluggesellschaft Southwest Airlines, die größte Inlands-Airline der Vereinigten Staaten, hat ein Interline-Abkommen mit dem deutschen Ticketing-Dienstleister Hahnair geschlossen. Durch diese Kooperation erweitert Southwest Airlines ihre Vertriebsreichweite erstmals über den US-Markt hinaus. Das Abkommen ermöglicht es Reisebüros außerhalb der USA, Flüge der Low-Cost-Airline über Globale Vertriebssysteme (GDS) zu buchen und auszustellen. Ab sofort können Reisebüros außerhalb der Vereinigten Staaten Flüge von Southwest Airlines unter dem Airline-Kürzel „WN“ im Buchungssystem Amadeus einsehen und reservieren. Die Ausstellung der Tickets erfolgt dabei auf dem HR-169-Ticket-Dokument von Hahnair. Dieses Verfahren ermöglicht es Fluggesellschaften, ihre Flüge in Märkten zu verkaufen, in denen sie selbst keine eigene Ticket-Settlement-Vereinbarung (wie BSP oder ARC) besitzen. Die Partnerschaft bietet internationalen Vertriebspartnern damit erstmals direkten Zugriff auf das komplette Streckennetz von Southwest Airlines. Das Interline-Abkommen ist ein wichtiger Schritt für Southwest Airlines, die traditionell stark auf den Direktvertrieb in den USA fokussiert war, nun aber ihren indirekten Vertrieb global ausbauen will. Das Unternehmen betreibt die größte Boeing-Flotte der Welt und bedient 117 Ziele in elf Ländern, darunter neben den USA auch Mexiko, Mittelamerika und die Karibik. Hahnair, der führende Anbieter von Airline-Vertriebslösungen, stärkt mit dieser neuen Partnerschaft sein Netzwerk, das bereits über 350 Fluggesellschaften umfasst. Zusätzlich zu Amadeus kündigte Hahnair an, dass Buchungen von Southwest-Flügen künftig auch über alle Travelport-GDS möglich sein werden, was die globale Zugänglichkeit weiter erhöhen wird.

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Flughafen Weeze verzeichnet starkes Wachstum im Winterflugplan

Der Flughafen Weeze am Niederrhein startet mit einer deutlichen Steigerung in die Wintersaison 2025/2026. Nach Angaben des Airports wird mit rund 4.300 Flügen gerechnet, was einem Wachstum von 25 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Parallel dazu erwartet der Flughafen die Abfertigung von etwa 354.000 Passagieren, ebenfalls ein Plus von 25 Prozent gegenüber der vorherigen Wintersaison. Die Zahlen unterstreichen die wieder wachsende Bedeutung des Flughafens als Verkehrsdrehscheibe im Grenzgebiet zu den Niederlanden. Die Steigerung der Frequenzen und Passagierzahlen basiert auf einem erweiterten Flugangebot. Im Winterflugplan, der bis zum 28. März 2026 gültig ist, stehen den Reisenden insgesamt 28 regelmäßige Flugziele zur Auswahl. Das Angebot wird ergänzt durch Charterverbindungen, beispielsweise in das finnische Rovaniemi. Traditionell führen Sonnen- und Städtedestinationen die Liste der beliebtesten Ziele an. Die beliebtesten Destinationen im Winter 2025/2026 sind europäische und nordafrikanische Ziele. Angeführt wird die Liste der meistfrequentierten Routen von Málaga mit 164 Abflügen, gefolgt von Alicante mit 150 und Thessaloniki mit 136 Abflügen. Darüber hinaus wurden Flüge zu beliebten Zielen auf den Kanarischen Inseln, wie Teneriffa Süd und Fuerteventura, sowie nach Marokko und in osteuropäische Metropolen in den Flugplan aufgenommen. Die Zahlen signalisieren eine anhaltend große Reiselust der Passagiere, insbesondere nach den vorangegangenen Jahren mit Einschränkungen im Flugverkehr. Das Wachstum im Winter übertrifft sogar in einigen Bereichen das Vor-Corona-Niveau.

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FPÖ wettert gegen „Abzocksteuer“ und Ryanair bezichtigt Hanke der Lüge

Der Billigflieger Ryanair und Österreichs Verkehrsminister Peter Hanke (SPÖ) liefern sich in der Öffentlichkeit einen kontroversen Schlagabtausch rund um die umstrittene Flugticketabgabe. Während der Lowcoster diese komplett abgeschafft sehen will, denkt das Regierungsmitglied gar nicht daran, denn das Bundesbudget wäre ohnehin angespannt. Gar der Lüge wird das Regierungsmitglied bezichtigt. Unerwartete verbale Schützenhilfe bekommt Ryanair ausgerechnet von der FPÖ. Die österreichische Flugticketabgabe ist vom Prinzip her mit der deutschen Luftverkehrsabgabe vergleichbar. Geschaffen wurde diese mit dem gleichen Hintergedanken: Der Staat will an der Reiselust der Passagiere möglichst viel mitverdienen. Von Anfang an sind diese Steuern massiv umstritten. In Österreich wurde diese zunächst gesenkt, jedoch tat man es der deutschen Bundesregierung mitten in der Corona-Pandemie gleich, denn es wurde kräftig erhöht. Sehr zum Ärgernis der Luftfahrtbranche. Die mittlerweile aus dem Amt ausgeschiedene „Klimaschutzministerin“ Leonore Gewessler (Grüne) argumentierte die Erhöhung gar damit, dass diese zum Klimaschutz beitragen würde und wollte gar gesetzlich verankerte Mindestpreise für Flugscheine einführen. Letzteres ist jedoch sang- und klanglos vom Tisch. Offiziellen Angaben nach nimmt die Republik Österreich aus der Flugticketsteuer etwa 160 Millionen Euro pro Jahr ein. Eine Summe, die zunächst nach viel Geld klingt, jedoch in der Luftfahrt eher „Peanuts“ sind und im Angesicht dessen wie viele Milliarden Euro die vormalige Bundesregierung in Sachen fragwürdiger Förderungen in den Sand gesetzt hat, nicht sonderlich viel. Abgabenschuldner ist übrigens nicht der Passagier selbst, sondern die Fluggesellschaft, die das Ticket ausstellt. Abgabenschuldner ist die Airline – nicht der Passagier Das bedeutet konkret: Die Airlines können die Steuer an ihre Fluggäste

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Strategischer Rückzug: Condor gibt Türkei-Markt nach intensivem Wettbewerb und Kapazitätsengpässen auf

Die deutsche Ferienfluggesellschaft Condor stellt in diesen Tagen alle verbliebenen Flüge in die Türkei ein und vollzieht damit einen vollständigen Rückzug aus einem Markt, in dem sie einst touristischer Marktführer war. Die letzten Verbindungen ab Deutschland nach Antalya, dem zuletzt einzig verbliebenen türkischen Ziel, finden Anfang November statt. Dieser Schritt ist das Ende einer Ära und eine direkte Reaktion auf den massiven Wandel im Luftverkehrsmarkt zwischen Deutschland und der Türkei, der von einem aggressiven Wachstum türkischer und deutsch-türkischer Billig- und Ferienfluggesellschaften dominiert wird. Condor hatte bereits im August angekündigt, auch im Sommerflugplan 2026 keine Türkei-Flüge mehr anzubieten. Das Unternehmen begründet diesen Rückzug mit dem Gebot der Wirtschaftlichkeit. „Die Flugplanung und Netzwerkgestaltung von Fluggesellschaften richten sich grundsätzlich nach dem Gebot der Wirtschaftlichkeit, so natürlich auch bei Condor. Condor prüft daher kontinuierlich ihre Ziele und verlagert bei Bedarf ihre Kapazitäten auf Strecken, die sich einer höheren Nachfrage erfreuen“, teilte die Airline mit. Die Kapazitäten, die von Frankfurt und München frei werden, sollen nun auf profitablere Strecken verlagert werden. Die Flüge von Düsseldorf und Leipzig nach Antalya waren bereits Ende Oktober mit dem Sommerflugplan eingestellt worden. Der Rückzug von Condor ist ein deutliches Zeichen für die Verdrängung traditioneller Anbieter aus Märkten, in denen der Preiswettbewerb und die Frequenzdichte durch spezialisierte Carrier übermächtig geworden sind. Der Wandel einer einstigen Marktführerschaft Die Entscheidung von Condor markiert das Ende einer historisch bedeutsamen Präsenz. Nach der Übernahme des türkischen Reiseveranstalters Öger Tours durch den damaligen Condor-Mutterkonzern Thomas Cook im Jahr 2010 hatte Condor zwischenzeitlich sogar die Position

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Gescheiterte Investorensuche: Aviapartner Düsseldorf stellt Betrieb ein

Der Flughafendienstleister Aviapartner Düsseldorf wird seinen Geschäftsbetrieb am 31. Oktober 2025 endgültig einstellen. Diese Maßnahme ist die Folge einer gescheiterten Investorensuche im laufenden Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung, das im Juni 2025 beantragt worden war. Von der Betriebsstilllegung sind rund 300 Mitarbeiter betroffen, deren Arbeitsplätze am Flughafen Düsseldorf verloren gehen. Die finanziellen Schwierigkeiten des Unternehmens hatten sich zugespitzt, nachdem Aviapartner Düsseldorf bereits 2023 die Lizenz für die eigenständige Bodenabfertigung (Be- und Entladen von Luftfahrzeugen sowie Gepäckabfertigung) am Düsseldorfer Flughafen verloren hatte. Seitdem war das Unternehmen nur noch als Subunternehmer für andere Abfertiger tätig. Generalbevollmächtigter Georg Heidemann, der nach dem Insolvenzantrag zunächst den Betrieb stabilisiert hatte, erklärte, dass ohne einen Erwerber und neues Kapital zur Betriebsstilllegung keine Alternative bestehe. Der Verlust der eigenen Lizenz in einem kompetitiven Wettbewerbsumfeld konnte nicht mehr kompensiert werden. Der Flughafen Düsseldorf ist auf reibungslose Prozesse bei der Passagier- und Gepäckabfertigung angewiesen. Obwohl der Geschäftsbetrieb bis zuletzt weitergeführt werden konnte, müssen die betroffenen Beschäftigten nun entlassen werden. Gespräche mit dem Betriebsrat über einen möglichen Interessenausgleich und einen Sozialplan sollen zeitnah aufgenommen werden, um sozialverträgliche Lösungen zu finden. Das Insolvenzgeld sicherte die Löhne und Gehälter der Mitarbeiter bis einschließlich August 2025. Der Fall Aviapartner ist ein deutliches Beispiel für die volatilen und wettbewerbsintensiven Bedingungen im Geschäft der Bodenabfertigungsdienstleistungen an großen Verkehrsflughäfen.

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Cebu Pacific sichert sich Airbus-Kapazität von Bulgaria Air für das Weihnachtsgeschäft

Cebu Pacific, die größte Billigfluggesellschaft der Philippinen, stärkt ihre Flottenkapazität für die besonders nachfragestarke Weihnachts- und Neujahrssaison durch ein strategisches Leasing-Abkommen mit der europäischen Fluggesellschaft Bulgaria Air. Im Rahmen eines sogenannten Damp-Lease-Vertrags bringt Cebu Pacific zwei Airbus A320-Flugzeuge aus Bulgarien in die Flotte, um die steigende Passagiernachfrage auf den wichtigsten Inlandsrouten zu bedienen. Die Vereinbarung sieht vor, dass die zwei 180-sitzigen Airbus A320ceo-Jets von Dezember 2025 bis Januar 2026 von Manila (mnl) aus vier hochfrequentierte Inlandsstrecken bedienen werden: Cebu, Davao, Iloilo und Cagayan de Oro. Bei einem Damp Lease stellt Bulgaria Air die Flugzeuge, das notwendige Cockpitpersonal, die Wartung und die Versicherung, während Cebu Pacific ihr eigenes Kabinenpersonal für die Flüge bereitstellt. Diese Maßnahme unterstreicht den proaktiven Ansatz von Cebu Pacific im Kapazitätsmanagement, um die operative Stabilität in Zeiten intensiver Reisetätigkeit zu gewährleisten. Angesichts globaler Herausforderungen, die die Verfügbarkeit von Flugzeugen und Triebwerken beeinflussen, stellt die kurzfristige Anmietung eine flexible und schnelle Lösung dar, um die Kapazitätsziele des Unternehmens zu erreichen und gleichzeitig langfristige Verpflichtungen zu vermeiden. Proaktive Kapazitätssteuerung als strategische Notwendigkeit Der philippinische Markt für Flugreisen verzeichnete in den letzten Jahren ein robustes Wachstum, wobei die Inlandsnachfrage, insbesondere während der Feiertage, regelmäßig Spitzenwerte erreicht. Cebu Pacific, die bereits 2024 ein ähnliches Abkommen mit Bulgaria Air zur Kapazitätsergänzung für fünf Monate geschlossen hatte, setzt diese Strategie fort. Diese kurzfristigen Leasing-Vereinbarungen sind für die Fluggesellschaften in Asien zu einem unverzichtbaren Instrument geworden, um die Lücken zu schließen, die durch Lieferverzögerungen bei Flugzeugherstellern und anhaltende Wartungsprobleme bei Triebwerken entstehen. Cebu Pacifics Präsident

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Wechsel an der Eurowings-Spitze: Max Kownatzki als Favorit für die Nachfolge von Jens Bischof gehandelt

Die Lufthansa Group steht vor einem bedeutenden Führungswechsel in ihrer wichtigen Tochtergesellschaft Eurowings. Konzernchef Carsten Spohr bestätigte am Donnerstag in Frankfurt, dass Jens Bischof, der Eurowings in den letzten Jahren erfolgreich zu einem zuverlässigen Gewinnbringer transformiert hat, Ende 2025 wie geplant mit Erreichen seines 60. Lebensjahres aus der Geschäftsführung ausscheiden wird. Die Suche nach einem Nachfolger läuft auf Hochtouren, wobei ein Name in Branchenkreisen als klarer Favorit gehandelt wird: Max Kownatzki, derzeitiger Vorstandsvorsitzender des Lufthansa-Joint-Ventures SunExpress. Sollte Kownatzki an die Spitze von Eurowings wechseln, wäre dies eine bemerkenswerte personelle Rochade innerhalb des Lufthansa-Konzerns und würde Bischof ein weiteres Mal auf einem Chefposten nachfolgen. Bischof selbst hatte bereits im Jahr 2020 das Ruder bei SunExpress an Kownatzki übergeben, als er den CEO-Posten bei Eurowings antrat. Die potenzielle Besetzung durch Kownatzki würde die Strategie des Konzerns fortsetzen, Führungskräfte mit tiefgehender Erfahrung im Low-Cost- und Touristiksegment auf Schlüsselpositionen zu setzen. Bischofs Erbe: Transformation zur Value-Airline Jens Bischof trat den Posten des Eurowings-Chefs im März 2020 an, kurz vor der globalen Luftfahrtkrise. Seine Amtszeit war von einer radikalen Neuausrichtung geprägt. Bischof forcierte die Transformation von Eurowings, die in den Jahren zuvor mit Komplexität und roten Zahlen zu kämpfen hatte, hin zu einer fokussierten und profitablen Value-Airline für europäische Punkt-zu-Punkt-Verbindungen. Diese strategische Neuausrichtung zahlte sich in den letzten beiden Geschäftsjahren aus. Eurowings, die größte deutsche Ferienfluggesellschaft, erzielte 2024 erneut ein positives Jahresergebnis. Das gesamte Point-to-Point-Geschäftsfeld der Lufthansa Group, bestehend aus Eurowings und der Beteiligung an SunExpress, schloss das Jahr 2024 mit einem bereinigten ebit von

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Airbus trotzt Engpässen: Hersteller hält an 820 Auslieferungen fest – Konzernumbau des Auftragsvolumens

Der europäische Luftfahrthersteller Airbus hat in den ersten neun Monaten des Jahres 2025 insgesamt 507 Verkehrsflugzeuge ausgeliefert und hält damit trotz eines von CEO Guillaume Faury als „komplex und dynamisch“ beschriebenen operativen Umfelds an seinem ehrgeizigen Ziel von rund 820 Auslieferungen für das Gesamtjahr fest. Die Bilanz des Konzerns für die ersten neun Monate bis zum 30. September 2025 zeigte eine solide finanzielle Leistung, gestützt durch wachsende Umsätze in allen drei Hauptdivisionen, obwohl das Auftragsvolumen im Vergleich zum Vorjahr leicht zurückging. Airbus erwirtschaftete in diesem Zeitraum einen Umsatz von 47,4 Milliarden Euro. Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) belief sich auf 4,1 Milliarden Euro, während das berichtete Ebit bei 3,4 Milliarden Euro lag. Die Erträge pro Aktie erreichten 3,34 Euro. Der freie Cashflow vor Kundenfinanzierung war jedoch mit -0,9 Milliarden Euro noch negativ, was die hohe Belastung durch die Vorfinanzierung des Produktionshochlaufs widerspiegelt. Faury bestätigte, dass die Auslieferungen weiterhin am Ende des Jahres stark gebündelt (backloaded) seien. Der Blick auf die Zahlen zeigt, dass der Umsatz im Kerngeschäft Verkehrsflugzeuge um drei Prozent auf 33,9 Milliarden Euro stieg, primär durch die höhere Zahl von Auslieferungen und ein Zuwachs im Dienstleistungsgeschäft. Auch die Sparten helicopters und defense and space trugen signifikant zum Konzernergebnis bei und verzeichneten Umsatzsteigerungen von 16 Prozent auf 5,7 Milliarden Euro beziehungsweise 17 Prozent auf 8,9 Milliarden Euro. Der Flaschenhals Lieferkette: Modifizierte Hochlaufpläne Die primäre Herausforderung für Airbus bleibt die Instabilität und Kapazitätsgrenze in der globalen Lieferkette. Um das Produktionsziel von 820 Flugzeugen zu erreichen, müsste das

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Neuausrichtung trotz Rekordergebnissen: ANA stellt Betrieb der Low-Cost-Marke Air Japan ein

Der japanische Luftfahrtgigant All Nippon Airways (ANA) hat am 30. Oktober 2025 inmitten der Bekanntgabe von Rekordergebnissen für das erste Halbjahr des Geschäftsjahres 2025/26 eine tiefgreifende strategische Entscheidung getroffen: die Einstellung des Flugbetriebs unter der Marke Air Japan. Obwohl Air Japan als juristische Einheit mit eigenem Luftverkehrsbetreiberzeugnis (Air Operator Certificate) innerhalb der ANA Group bestehen bleiben wird, werden ihre operativen Aufgaben von der Hauptlinie ANA übernommen. Die Entscheidung zur Markenrealignierung wurde mit den Herausforderungen des globalen Geschäftsumfelds begründet, darunter der militärische Konflikt in der Ukraine, Verzögerungen bei Flugzeugauslieferungen sowie die verlängerten Bodenzeiten der Boeing 787-Flugzeuge. Diese unerwartete Restrukturierung betrifft AirJapans derzeitige Flotte von zwei Boeing 787-8-Flugzeugen, die touristische Verbindungen zwischen Tokio-Narita und drei asiatischen Zielen – Seoul-Incheon, Bangkok und Singapur – bedienen. Diese Dienste werden bis zum 29. März 2026 eingestellt. Die zweite Low-Cost-Marke des Konzerns, Peach, die eine reine Airbus-Schmalrumpfflotte betreibt, ist von dieser Umstrukturierung nicht betroffen. Die Stilllegung von AirJapan, die erst 2022 als hybrider, wertorientierter internationaler Carrier zur Konkurrenzierung von Japan Airlines’ (JAL) Zipair Tokyo gestartet wurde, markiert das Ende eines kurzlebigen Experiments im wachsenden Segment des asiatischen Preisfliegermarktes. Sie unterstreicht die Notwendigkeit für ANA, die Ressourceneffizienz angesichts globaler Engpässe und interner Herausforderungen zu maximieren. Rekordgewinne und die Rolle des internationalen Verkehrs Die strategische Entscheidung zur Einstellung von AirJapan wird von einem beeindruckenden finanziellen Fundament untermauert. ANA meldete für die erste Hälfte des Geschäftsjahres 2025/26 ein historisches Betriebsergebnis: Der Betriebsertrag erreichte einen Rekordwert von 1,19 Billionen Yen (etwa 7,9 Milliarden US-Dollar), bei einem operativen Gewinn von 97,6

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Turbulente Zeiten bei Swiss: Triebwerksmangel zwingt zur Stilllegung der Airbus A220-100 Flotte

Die Schweizer Fluggesellschaft Swiss International Air Lines, eine Tochtergesellschaft der Lufthansa Group, sieht sich aufgrund der weltweiten Probleme mit den Pratt & Whitney Geared Turbofan (GTF)-Triebwerken zu drastischen operativen Maßnahmen gezwungen. Wie Swiss-Finanzvorstand Dennis Weber am Donnerstag bei der Vorstellung der Quartalsbilanz in Zürich bekannt gab, zieht die Fluggesellschaft bis auf Weiteres ihre gesamte Flotte von neun Airbus A220-100 aus dem Betrieb. Die Triebwerke dieser stillgelegten Maschinen sollen demontiert und als Ersatzteile verwendet werden, um die Verfügbarkeit der größeren und strategisch wichtigeren 21 Airbus A220-300 zu gewährleisten. Diese Entscheidung ist ein deutliches Zeichen für die kritische Lage, die der anhaltende Triebwerksmangel in der Luftfahrtindustrie verursacht. Die Reaktivierung der A220-100 ist bei Swiss nicht vor dem Jahr 2027 geplant. Der Finanzvorstand betonte, dass die Konzentration auf den Betrieb der A220-300-Flotte auch dazu beitragen werde, die Betriebskosten zu senken und die operative Stabilität zu verbessern. Die Notmaßnahme, die Flotte zu verkleinern, erfolgt in einer Zeit, in der Swiss bereits ein schwierigeres Marktumfeld verzeichnet. Der Betriebsgewinn für die ersten neun Monate 2025 sank auf 411,2 Millionen Franken, was einem Rückgang von fast einem Fünftel im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Laut Weber ist dies unter anderem auf eine schwächere Nachfrage nach Economy-Tickets auf den Transatlantikstrecken zurückzuführen. Der GTF-Krise entkommen: Die strategische Stilllegung Die Stilllegung der A220-100-Flotte durch Swiss ist die direkteste Reaktion einer europäischen Fluggesellschaft auf die GTF-Triebwerkskrise, die seit 2023 die Luftfahrtbranche in Atem hält. Die von Pratt & Whitney hergestellten Triebwerke der pw1100g- und pw1500g-Serien, die sowohl die Airbus A320neo- als auch

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