Die neuseeländische Handelskommission hat die Billigfluggesellschaft Jetstar Airways zu einer Geldstrafe von 2,25 Millionen Neuseeländischen Dollar verurteilt. Die Strafe wurde verhängt, weil die Fluggesellschaft Verbraucher in irreführender Weise über ihre Entschädigungsansprüche bei Flugverspätungen und -annullierungen getäuscht hat. Zwischen dem 1. Januar 2022 und dem 22. März 2024 soll Jetstar berechtigte Entschädigungsforderungen von Kunden, die auf technische oder personelle Probleme zurückzuführen waren, fehlerhaft abgelehnt haben. Die Entscheidung der Handelskommission, die der Fluglinie eine Verletzung des neuseeländischen Gesetzes für fairen Handel nachweist, unterstreicht die Wichtigkeit der Verbraucherrechte im Luftverkehr. Die Strafe soll nicht nur Jetstar zur Rechenschaft ziehen, sondern auch als mahnendes Exempel für andere große Unternehmen dienen. Vorgeschriebene Entschädigungen ignoriert Die neuseeländische Gesetzgebung, insbesondere der Civil Aviation Act, sieht vor, daß Fluggesellschaften Passagieren, die von Verspätungen oder Annullierungen betroffen sind, Entschädigungen in Höhe der „angemessenen Kosten“ gewähren müssen, wenn die Probleme im Einflußbereich der Fluggesellschaft liegen. Diese umfassen beispielsweise technische Defekte an den Flugzeugen oder Mängel bei der Personalplanung. Die Höhe der Entschädigung ist dabei auf das bis zu Zehnfache des ursprünglichen Ticketpreises begrenzt. Die Untersuchung der Handelskommission ergab, daß Jetstar diese gesetzlichen Vorgaben in den Jahren 2022 und 2023 systematisch mißachtete. Laut Vanessa Horne, der Generaldirektorin der Kommission für Wettbewerb und fairen Handel, war das irreführende Vorgehen das Ergebnis von „tief verankerten Mängeln in den internen Richtlinien und Anweisungen“ von Jetstar. Diese internen Fehler ermöglichten es den Mitarbeitern, berechtigte Entschädigungsansprüche routinemäßig abzulehnen. Die Verfehlung von Jetstar Airways ist umso gravierender, da die Kommission bereits vor dem betroffenen Zeitraum entsprechende Hinweise