2025

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Bamboo Airways: Bui Quang Dung übernimmt den Vorsitz zur Konsolidierung und Flottenexpansion

Die vietnamesische Fluggesellschaft Bamboo Airways hat einen bedeutenden Führungswechsel vollzogen, der die formelle Rückkehr der Airline unter die direkte Kontrolle ihres Gründungsinvestors, der FLC Group, manifestiert. Der Verwaltungsrat des Unternehmens wählte Bui Quang Dung einstimmig zum neuen Vorsitzenden für die Amtszeit 2023 bis 2028. Er tritt die Nachfolge von Le Thai Sam an, der dem Gremium jedoch als Mitglied erhalten bleibt. Dieser Schritt markiert den Beginn einer umfassenden Restrukturierungsphase, in der Bamboo Airways seine operative Basis festigen und seine ehrgeizigen Wachstumspläne für die kommenden Jahre wieder aufnehmen will. Bui Quang Dung, der einen Master of Business Administration der Southern Columbia University besitzt, bringt über 15 Jahre Erfahrung in den Bereichen Investmentmanagement und Immobiliengeschäft mit. Seine umfangreiche Führungserfahrung, unter anderem bei namhaften Unternehmen wie Colliers International, der BIM Group und der Empire Group, sowie seine bisherige Rolle als stellvertretender Generaldirektor der FLC Group positionieren ihn als idealen Vertreter, um die notwendige enge Verbindung zwischen dem Mutterkonzern FLC und der Airline herzustellen. Die Wahl eines FLC-Vertreters an die Spitze soll die vollständige Synchronisierung der Restrukturierungsstrategie, den Wiederaufbau des Betriebssystems und die langfristige Entwicklungsausrichtung der Fluggesellschaft gewährleisten. Der Kontext der FLC-Rückkehr und die Notwendigkeit der Restrukturierung Der Wechsel an der Spitze von Bamboo Airways erfolgt im direkten Anschluss an die offizielle Rückkehr der Airline unter die Führung der FLC Group. Diese Neuausrichtung wurde auf Vorschlag einer ehemaligen Investorengruppe, vertreten durch n Duong Cong Minh, vollzogen. FLC, das die Fluggesellschaft in ihrer Phase des rasanten Wachstums aufbaute, hat unmittelbar nach der Übernahme einen detaillierten

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DACH Spa Awards 2025 küren herausragendste Wellness-Destinationen

Die Gewinner der DACH Spa Awards 2025 stehen fest. Bereits zum dritten Mal wurden die besten Spa- und Wellnesshotels, Day Spas, Thermen, Kosmetikinstitute und Kreuzfahrtschiffe im deutschsprachigen Raum, einschließlich Südtirol, für ihre Exzellenz, Innovation und Erholung ausgezeichnet. Die prämierten Betriebe gelten als Vorreiter einer neuen Ära des Wellbeing, die über bloße Entspannung hinausgeht und Lebensqualität, Achtsamkeit sowie bewussten Luxus vereint. Die Vergabe der Awards markiert das Ende des Jahres 2025 und leitet gleichzeitig die Bewerbungsphase für 2026 ein. Die Auswahl der Preisträger erfolgte durch eine unabhängige Fachjury, die jedes teilnehmende Spa nach streng definierten Kriterien prüfte, darunter Servicequalität, Innovation und Spa-Exzellenz. Ein zentrales Merkmal der DACH Spa Awards ist das Audit vor Ort, welches die Authentizität des Bewertungsprozesses sicherstellen soll. Die Gewinner – darunter sowohl renommierte Häuser als auch aufstrebende Newcomer – überzeugten die Jury mit außergewöhnlicher Qualität, Innovationsgeist und Authentizität. Zu den prämierten Betrieben des Jahres 2025 zählen unter anderem das Heilthermen Resort Bad Waltersdorf in der Steiermark, das Göbel’s Schlosshotel Prinz von Hessen (5-Sterne Kategorie) sowie das Hotel Schütterhof (4-Sterne Kategorie). Auch die Kreuzfahrtbranche erhielt Anerkennung, beispielsweise durch die Auszeichnung von AIDA für ihr Wellness-Angebot auf See. Die DACH Spa Awards würdigen Leistungen in den acht Hauptkategorien, die Hotels ab 4 und 5 Sternen, Thermen, Day Spas, Kreuzfahrtschiffe, Kosmetikinstitute, Wellbeing und Ayurveda umfassen. Im Hinblick auf das Jahr 2026 wurde der Wettbewerb um die neuen Kategorien Bio-Wellness, Family Resort und Medical Wellness erweitert, um aktuellen Branchentrends Rechnung zu tragen. Die Auszeichnungen setzen damit jährliche Maßstäbe für Qualität und

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Zertifizierung: Korean Airs neue Business Class in der Boeing 787-10 nur eingeschränkt nutzbar

Die südkoreanische Fluggesellschaft Korean Air sieht sich kurz nach der Einführung ihrer neuen Business-Class-Sitzgeneration in der Boeing 787-10 Dreamliner mit unerwarteten betrieblichen Herausforderungen konfrontiert. Das Herzstück des neuen Premium-Angebots, die sogenannte „Prestige Suite 2.0“ mit ihren charakteristischen Schiebetüren zur Gewährleistung der Privatsphäre, kann von den Passagieren nicht bestimmungsgemäß genutzt werden. Grund dafür sind anhaltende Verzögerungen bei der Sicherheitszertifizierung durch die amerikanische Luftfahrtbehörde FAA. Die Türen der halbprivaten Suiten bleiben während des gesamten Flugbetriebs verriegelt und geöffnet, was zu Unmut bei Fluggästen und zu einer Schwächung der Wettbewerbsfähigkeit des neuen Produkts führt. Korean Air hatte die „Prestige Suite 2.0“ im Juli des Vorjahres mit der Indienststellung der ersten Boeing 787-10 als zentrales Element ihrer Strategie zur Aufwertung des Langstreckenservice präsentiert. Obwohl die Sitze installiert sind und die Türen baulich vorhanden sind, können diese aufgrund fehlender endgültiger Sicherheitsfreigaben nicht geschlossen werden. Die Airline sieht sich in einer Zwangslage: Sie hat nach eigener Aussage keine andere Wahl, als auf die erforderliche behördliche Zulassung zu warten, eine Situation, die die betrieblichen Risiken im Zuge der Flottenerneuerung erhöht. Die FAA-Regularien und die „90-Sekunden-Regel“ Das Kernproblem liegt in den strengen Sicherheitsanforderungen der FAA, insbesondere der Einhaltung der sogenannten „90-Sekunden-Regel“ für die Notfallevakuierung. Flugzeugsitztüren fallen unter Bauteile, die bei einer Notlandung oder einem Brand die freie Bewegung der Passagiere behindern könnten. Daher muss nachgewiesen werden, dass im Falle eines Notfalls alle Passagiere innerhalb von maximal 90 Sekunden das Flugzeug verlassen können. Offenbar hat der Flugzeughersteller Boeing in seinen ursprünglichen Einreichungen zur Musterzulassung der 787-10 nicht ausreichend belegen

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Alleinreisen im Trend: Liverpool und Lissabon führen Beliebtheits-Ranking an

Alleinreisen gewinnen in der Tourismusbranche stark an Bedeutung und spiegeln die gesellschaftliche Entwicklung hin zu mehr Einpersonenhaushalten wider. Laut Eurostat ist die Zahl der Einpersonenhaushalte in Europa in den letzten zehn Jahren um fast 17 Prozent gestiegen, was sich direkt im Reiseverhalten niederschlägt. Das Phänomen wird auch in den sozialen Medien sichtbar: Der Hashtag #solotravel verzeichnet über 11 Millionen Beiträge auf Instagram und fast 2 Millionen auf TikTok. Alleinreisende suchen vor allem Flexibilität, authentische Erlebnisse und die Möglichkeit zur sozialen Interaktion in einem sicheren Umfeld. Der führende Anbieter von Touren und Aktivitäten, Tui Musement, hat auf Basis von über 100 Bewertungen von Alleinreisenden eine Rangliste der beliebtesten Destinationen erstellt. Die Analyse identifizierte jene Orte, die Sicherheit, kulturelles Erbe, Naturerlebnisse und Gelegenheiten zur Kontaktaufnahme am besten miteinander vereinen. Liverpool im Vereinigten Königreich führt das Ranking mit einer Durchschnittsbewertung von 9,68 von 10 Punkten an. Die Stadt wird besonders für ihre freundliche Atmosphäre und die leichte Möglichkeit, Kontakte zu knüpfen – beispielsweise bei Gesprächen über die Beatles oder Fußball – geschätzt. Lissabon in Portugal belegt den zweiten Platz, gefolgt von Bangkok in Thailand, das als Tor zu Südostasien und wegen seiner Mischung aus Tradition und Erschwinglichkeit punktet. Zu den weiteren Top-Destinationen zählen unter anderem Wien in Österreich (Platz 4), das mit seinem kulturellen Angebot und der guten Begehbarkeit des Zentrums überzeugt, sowie die thailändischen Ziele Krabi (Platz 5) und Khao Lak (Platz 9), die Abenteuer und entspannte Atmosphäre bieten. Auch die ruhige griechische Insel Karpathos (Platz 6) und Bali in Indonesien (Platz

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Emirates forciert Highspeed-Konnektivität: Starlink-Rollout auf der gesamten Flotte bis Mitte 2027

Auf der Dubai Airshow 2025 hat die in Dubai ansässige Fluggesellschaft Emirates einen entscheidenden Schritt in ihrer Strategie zur Verbesserung des Kundenerlebnisses an Bord bekannt gegeben. Die Airline plant die flächendeckende Einführung des Hochgeschwindigkeits-Wi-Fi-Systems Starlink von SpaceX in ihrer gesamten Flotte, die sowohl die Großraumflugzeuge Airbus A380 als auch die Boeing 777 umfasst. Dieser umfassende Ausbau, der den Passagieren kostenlosen Internetzugang ermöglichen soll, stellt eine der größten Einzelinvestitionen in die Bordkonnektivität in der internationalen Luftfahrt dar und zielt darauf ab, ein branchenführendes, konsistentes Serviceangebot zu schaffen. Die Umrüstung der Flotte soll bis Mitte 2027 abgeschlossen sein. Die Installationen beginnen mit einem ambitionierten Zeitplan von etwa 14 Flugzeugen pro Monat. Bereits im Februar 2026 soll die Ausrüstung der Airbus A380-Flotte anlaufen. Die erste kommerzielle Passagierverbindung mit dem Starlink-System an Bord wird unmittelbar nach Ende der Dubai Airshow 2025 mit einer Boeing 777-300ER (Registrierung A6-EPF) wieder in den regulären Flugbetrieb aufgenommen. Ein bereits ausgerüstetes Flugzeug, die Boeing 777-300ER mit der Registrierung A6-EP, ist auf der Messe ausgestellt, um Besuchern die Leistungsfähigkeit der neuen Technologie zu demonstrieren. Strategische Bedeutung des flächendeckenden Angebots Die Entscheidung von Emirates, Starlink flächendeckend und kostenfrei anzubieten, unterstreicht die Philosophie der Airline, ein einheitliches Premium-Erlebnis über alle Flugzeugtypen und Strecken hinweg zu gewährleisten. Sir Tim Clark, Präsident von Emirates, betonte die Bedeutung dieser Konsistenz: „Die Philosophie von Emirates ist einfach, aber kraftvoll: Wir streben danach, Konsistenz zu liefern. Während andere ein verwirrendes Produktangebot über eine vielfältige Flotte hinweg feilbieten, wollen wir, dass alle unsere Kunden die besten Produkte von

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Kanarische Inseln: Regierung stoppt Ferienvermietung – Fünfjähriges Moratorium eingeführt

Die Regierung der Kanarischen Inseln hat eine weitreichende neue Regelung für die Ferienvermietung (Viviendas Vacacionales) erlassen, die umgehend für erhebliche Unsicherheit auf den regionalen Immobilienmärkten sorgt, insbesondere im Süden Gran Canarias. Das Gesetz sieht ein fünfjähriges Moratorium für die Genehmigung neuer Lizenzen für touristische Apartments vor und überträgt den lokalen Gemeindeverwaltungen umfassende Kontrollbefugnisse. Diese politische Intervention stellt eine direkte Herausforderung für Investoren, insbesondere private Investmentfonds, dar, deren Geschäftsmodell auf den Erwerb und die Vermarktung von Immobilien über Plattformen wie Airbnb basiert. Die einschneidendste Maßnahme ist der fünfjährige Stopp für die Erteilung neuer Vermietungslizenzen (VV-Lizenzen). Dies friert die Expansionsfähigkeit von Investoren im Kurzzeitvermietungssegment faktisch ein, wobei lediglich bereits registrierte Objekte ausgenommen sind. Experten erwarten, dass der Wert sogenannter Bestandsimmobilien mit vorhandener Lizenz massiv steigen wird, da die Genehmigung zu einem knappen Gut wird. Im Gegensatz dazu dürften die Preise für nicht registrierte oder neu gebaute Immobilien, die für die touristische Vermietung gedacht waren, sinken, da eine Monetarisierung über dieses Modell stark eingeschränkt ist. Darüber hinaus wird befürchtet, dass ein mögliches Verbot der Übertragbarkeit der Vermietungslizenzen beim Verkauf oder der Vererbung den langfristigen Wert der Tourismusinvestitionen weiter mindern könnte. Die neue Gesetzgebung führt zudem eine strikte Obergrenze ein, die die touristische Nutzung auf maximal 10 Prozent der gesamten bewohnbaren Fläche (auf kleineren Inseln 20 Prozent) begrenzt. In stark nachgefragten Zonen wie Teneriffa und dem Süden Gran Canarias wird dieses Limit als nahezu unüberwindbare Wachstumsgrenze für die Zukunft angesehen. Ein weiterer Engpass entsteht durch das Verbot, Geschäftsräume oder Neubauten (innerhalb der ersten zehn

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Pratt & Whitney beseitigt Lieferengpässe und ebnet Airbus den Weg für ehrgeiziges Jahresziel

Die globalen Lieferketten in der Luftfahrtindustrie zeigen zum Jahresende 2025 entscheidende Anzeichen der Erholung, welche die Produktionsziele des europäischen Flugzeugbauers Airbus maßgeblich beeinflussen. Der amerikanische Triebwerkshersteller Pratt & Whitney (P&W) gab bekannt, seinen Lieferrückstand für das laufende Jahr vollständig aufgeholt zu haben. Diese Entwicklung gilt als kritischer Durchbruch, da die Versorgung mit Triebwerken von P&W und dem Konkurrenten CFM International lange Zeit als einer der Hauptengpässe für die Auslieferungsrate von Airbus identifiziert wurde. Zum Ende des Oktobers 2025 hatte Airbus 585 Flugzeuge an Kunden ausgeliefert. Um das ehrgeizige Jahresziel von 820 Auslieferungen zu erreichen, müssen in den letzten beiden Monaten des Jahres noch beeindruckende 235 Flugzeuge fertiggestellt und übergeben werden. Die nun erfolgte Zusicherung von P&W, die vertraglich vereinbarten Triebwerksmengen für das laufende Jahr geliefert zu haben, gibt Airbus die notwendige Voraussetzung, um die Produktion deutlich zu beschleunigen. Rick Deurloo, Präsident für kommerzielle Triebwerke bei P&W, bestätigte vor Journalisten im Vorfeld der Dubai Airshow, dass sein Unternehmen nun bereits Triebwerke für die Auslieferungen des kommenden Jahres produziere, was die Erfüllung der 2025er-Verpflichtungen untermauert. Pratt & Whitney im Fokus der Lieferkette Pratt & Whitney, ein Unternehmen der RTX-Gruppe und mit einer hundertjährigen Geschichte in der Luftfahrt, ist ein zentraler Akteur in der Versorgungskette von Airbus. Das aktuelle kommerzielle Portfolio wird von der Geared Turbofan (GTF) Triebwerksfamilie angeführt. Diese Technologie findet breite Anwendung, nicht nur bei Airbus und Boeing, sondern auch bei Herstellern wie Embraer und Irkut. Für die erfolgreichen Airbus-Muster sind insbesondere die Varianten PW1100G-JM für die A320neo-Familie und PW1500G für

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Deutsche Bahn: Vorstandschefin Palla kündigt weitere Verschlechterung der Lage an

Die Deutsche Bahn (DB) steht laut ihrer Vorstandsvorsitzenden Evelyn Palla vor einer der schwierigsten Phasen der jüngeren Unternehmensgeschichte. In einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung stellte Palla klar, dass sich die Lage auf der Schiene in Deutschland in den kommenden Jahren zunächst weiter zuspitzen wird. Die Ursache sieht sie in einer unerwartet schnellen Alterung der Infrastrukturanlagen sowie einer daraus resultierenden drastischen Zunahme der Baustellen. Palla zufolge altert das Netz – betroffen sind unter anderem Stellwerke, Schienen, Weichen und Oberleitungen – deutlich schneller als bisher angenommen. Diese Entwicklung sei dem Unternehmen in ihrem dramatischen Ausmaß nicht rechtzeitig bewusst gewesen. Die Konsequenz sind verstärkte Langsamfahrstellen und ungeplante Störungen, die den Betrieb massiv behindern. Die Zahl der Baustellen auf dem Netz wird in diesem Jahr auf rund 26.000 geschätzt, was einer Steigerung von 5.000 gegenüber dem Vorjahr entspricht. Für 2026 sei mit einem weiteren Anstieg auf über 28.000 zu rechnen. Die Pünktlichkeit im Fernverkehr, die zuletzt auf einen Tiefstwert von 51,5 Prozent gesunken war, wird sich laut Palla kurzfristig nicht erholen; sie rechnet auch für das laufende Jahr mit einer „Fünf vorne“ bei den Pünzlichkeitswerten. Der wachsende Sanierungsbedarf trifft auf ein ohnehin überlastetes Schienennetz, insbesondere an den Hauptverkehrsknotenpunkten wie Frankfurt, München, Hamburg, Berlin und Köln. Die starke Zunahme des politisch bestellten Regionalverkehrs, welchen die DB nicht selbst steuern kann, setzt dem System zusätzlich zu. Eine Reduzierung des Angebots, um die Pünktlichkeit zu erhöhen, lehnt Palla ab, da viele Reisende auf diese Regionalverbindungen angewiesen seien und die Entscheidung letztlich in der Hand der Politik

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Virgin Atlantic sichert Flotteninvestitionen durch Slots in London-Heathrow

Die britische Fluggesellschaft Virgin Atlantic hat ein umfangreiches Investitionspaket zur Modernisierung ihrer Flotte geschnürt. Die Airline nimmt einen Kredit in Höhe von 745 Millionen US-Dollar bei dem US-Investor Apollo auf. Die Mittel sind primär für die Einführung neuer Kabinenausstattungen für die bestehenden Boeing 787-9 Flugzeuge sowie die Anschaffung von zehn weiteren Airbus A330-900 Maschinen vorgesehen, deren Auslieferung ab Ende 2026 erwartet wird. Das Besondere an dieser Finanzierungstransaktion ist die gewählte Kreditsicherheit: Virgin Atlantic hinterlegt einen Großteil ihrer wertvollen Start- und Landerechte (Slots) am Flughafen London-Heathrow (LHR). Konkret dienen 27 von 31 Slotpaaren der Airline in Heathrow als Sicherheit für den Fünfjahreskredit. Solche Heathrow-Slots gelten in der Luftfahrtbranche als besonders wertvoll und sind schwer zu erwerben. Für Virgin Atlantic stellt die Verpfändung von Slots keine Premiere dar. Bereits im Jahr 2015 hatte die Fluggesellschaft Slotpaare in Heathrow als Sicherheit für eine Finanzierung eingesetzt. Die aktuelle Investition in die Airbus A330-900 ist strategisch bedeutend, da die Fluggesellschaft damit ihre Langstreckenflotte weiter standardisiert und modernisiert. Die A330-900 (Teil der A330neo-Familie) wird zur Effizienzsteigerung und Kostenoptimierung auf Routen mittlerer bis langer Distanz eingesetzt (Recherche). Durch die Investition in die Kabinenausstattung der 787-9 wird zudem das Produktangebot im Premium-Segment gestärkt.

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Rücknahme der Luftverkehrsteuer sorgt für politische Kontroverse

Das schwarz-rote Regierungsbündnis hat in den Beratungen des Koalitionsausschusses eine kontroverse Entscheidung zur Entlastung der Luftfahrtbranche getroffen: Die von der Vorgängerregierung beschlossene Erhöhung der Luftverkehrsteuer (Ticketsteuer) soll mit einem Volumen von 350 Millionen Euro jährlich zurückgenommen werden. Die Senkung auf das Niveau vor dem 1. Mai 2024 ist für den 1. Juli 2026 geplant. Während die Luftfahrtbranche die Maßnahme als „Beginn einer echten Trendwende“ in der deutschen Luftfahrtpolitik lobt, löst sie bei Opposition und Aktivisten scharfe Kritik aus. Die Arbeitsgemeinschaft Deutscher Verkehrsflughäfen (ADV) und Fluggesellschaften sehen in der Rücknahme der Steuererhöhung einen notwendigen Schritt, um die im internationalen Vergleich zu hohen Standortkosten in Deutschland zu reduzieren und die Wettbewerbsfähigkeit zu stärken. Die Branche argumentiert seit Jahren, dass hohe Abgaben zur Verlagerung von Flugkapazitäten ins Ausland führen. Die Entscheidung des Koalitionsausschusses wird daher als Signal gewertet, diese Verlagerungstendenzen zu stoppen (Recherche). Demgegenüber steht die harsche Kritik von Vertretern der Grünen und Aktivisten. Felix Banaszak (Grüne) warf Bundeskanzler Friedrich Merz und den Koalitionsspitzen Mutlosigkeit vor und nannte die Maßnahme stark vermessen im Angesicht der Wirtschaftskrise. Die Aktivistin Luisa Neubauer bezeichnete die Pläne als ein „als Konsumgeschenk getarntes Steuergeschenk an die Flugindustrie“. Sie verwies auf die kürzliche Verteuerung des 49-Euro-Tickets und sieht in der Entscheidung eine Stärkung des fossilen Kurses der Regierung. Auch die Umweltschutzorganisation Greenpeace kritisierte die Steuersenkung als „fatales Signal“ und „schlechten Scherz“, da sie in direktem Widerspruch zu internationalen Bemühungen zur Senkung von Emissionen stehe.

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