Juli 27, 2026

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Juli 27, 2026

Tarifkonflikt zwischen Swiss und Pilotengewerkschaft Aeropers spitzt sich zu

Die Tarifverhandlungen zwischen der Schweizer Fluggesellschaft Swiss und dem Pilotenverband Aeropers über einen neuen Gesamtarbeitsvertrag (GAV) stehen vor erheblichen Hürden. Nachdem die Mitglieder der Gewerkschaft den derzeitigen Vertrag GAV2023 im November 2025 gekündigt hatten, liefen im April die offiziellen Gespräche für eine Neuregelung an. Da der aktuelle Vertrag Ende 2026 ausläuft, streben beide Seiten rechtzeitige Vereinbarungen an. Das Ziel, vor Ablauf der Frist eine Nachfolgevereinbarung zu erzielen, erscheint derzeit jedoch gefährdet. Die Vertretung des Cockpitpersonals wirft der Unternehmensleitung vor, Verhandlungen zu erschweren und bestehende Abmachungen zu untergraben. Laut Aeropers-Präsident Janos Fazekas orientiert sich das Management von Swiss zunehmend an den Methoden des Mutterkonzerns Lufthansa. Dies führe zu Alleingängen und einer Missachtung bewährter Schweizer Verhandlungstraditionen. Die Arbeitnehmerseite warnt vor Zuständen wie bei der deutschen Muttergesellschaft, wo Arbeitskämpfe im Cockpitbereich in der Vergangenheit zu wiederholten Flugstreichungen und operativen Störungen führten. Ein zentraler Streitpunkt im laufenden Konflikt ist die Arbeitsbelastung und die mangelnde Planbarkeit der Dienstpläne für die Piloten. Das Cockpitpersonal leidet unter einer hohen Einsatzdichte, während in der gesamten Branche ein Mangel an qualifiziertem Flugpersonal herrscht. Um den Flugplan aufrechtzuerhalten, muss Swiss Strecken an externe Wet-Lease-Partner auslagern oder Flüge streichen. Die Gewerkschaft fordert daher spürbare Verbesserungen bei den Arbeitsbedingungen, um den Berufsstand attraktiv zu halten und den Nachwuchs für die Flotte zu sichern. Das Management von Swiss steht vor der Aufgabe, die Personalkosten im Wettbewerb der europäischen Netzcarrier unter Kontrolle zu halten und gleichzeitig die betriebliche Stabilität zu gewährleisten. Die Auslagerung von Flugleistungen an Drittanbieter und der Rückgriff auf temporäre Kapazitäten stoßen

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Auftragsbilanz und industrielle Herausforderungen auf der Luftfahrtmesse in Farnborough

Die diesjährige internationale Luftfahrtmesse in Farnborough ist mit einer verhaltenen Auftragsbilanz zu Ende gegangen, die den Wandel in der globalen Zivilluftfahrt unterstreicht. Der US-amerikanische Flugzeugbauer Boeing verbuchte mit insgesamt 173 festen und vorläufigen Vereinbarungen einen geringfügigen Vorsprung vor seinem europäischen Konkurrenten Airbus, der auf 154 Zusagen kam. Zusammengerechnet erreichten die beiden marktbeherrschenden Hersteller ein Gesamtvolumen von 327 Flugzeugen, womit sich die Zahlen im Rahmen der vorsichtigen Branchenerwartungen bewegten. Fernab spektakulärer Neuankündigungen stand die Messe im Zeichen gravierender Lieferengpässe, langer Wartezeiten und enormer Auftragsüberhänge. Fluggesellschaften und Leasingunternehmen richten ihren Fokus zunehmend auf die termingerechte Abarbeitung bestehender Orderbücher, statt in großem Stil neue Kaufverträge abzuschließen. Differenzierte Betrachtung der Messezahlen und Vergleich mit früheren Jahren Die Gesamtzahl von 327 Flugzeugen verdeutlicht das veränderte Bestelldynamik-Umfeld im Vergleich zu früheren Jahrzehnten. Rechnet man Geschäfte heraus, die von den Herstellern bereits vor Beginn der Messe anonym in den Auftragsbüchern geführt wurden, verbleiben netto 218 Neubestellungen. Zwar liegt dieser Wert leicht über dem Niveau der vorangegangenen Farnborough Airshow vom Juli 2024, er befindet sich jedoch weit entfernt vom zyklischen Höchststand des Jahres 2018, als die Hersteller auf derselben Veranstaltung noch 1.100 Bestellungen verzeichnen konnten. Der Rückgang spektakulärer Großaufträge auf den internationalen Branchenmessen ist kein Zufallsprodukt, sondern das Resultat einer vollen Abnehmerpipeline. Die globalen Luftfahrtkonzerne haben in den vergangenen Jahren im Zuge historisch niedriger Zinsen und steigender Passagierzahlen bereits Rekordmengen an Neugeräten geordert. Marktanalysten weisen darauf hin, dass die Fluggesellschaften derzeit damit beschäftigt sind, die bestehenden Auftragsbestände finanziell und operational zu verarbeiten, während die Flugzeugbauer vor der Aufgabe

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Flugbegleiter-Gewerkschaft APFA kritisiert Vorgehen von American Airlines

Bei der US-amerikanischen Fluggesellschaft American Airlines wachsen die Spannungen zwischen dem Management und der Kabinenbesatzung. Die Gewerkschaft Association of Professional Flight Attendants (APFA), die mehr als 30.000 Flugbegleiter vertritt, wirft der Unternehmensleitung eine übermäßige Beaufsichtigung und Mikromanagement vor. Auslöser der Kritik ist eine im Juni 2025 von Vizepräsidentin Bobbi Wells eingeleitete Umstrukturierung der Inflight-Sparte. Laut Gewerkschaftsangaben führte diese Maßnahme zu einer Zunahme von verpflichtenden Dienstgesprächen, internen Untersuchungen und Dienstenthebungen des Kabinenpersonals. Nach Zahlen der Gewerkschaft wurden Flugbegleiter allein im Juni 2026 für insgesamt 4.076 Tage von ihren geplanten Einsätzen entbunden, um an Disziplinar- oder Aufklärungsgesprächen teilzunehmen. Grund für die Untersuchungen seien häufig vage Kundenbewertungen, anonyme Beschwerden oder administrative Vorgänge wie der Verlust von Arbeitsgeräten. Die APFA bemängelt, dass Mitarbeiter auch nach Notfällen oder Zwischenfällen mit Passagieren formellen Befragungen unterzogen werden, was zu einer Belastung des Arbeitsklimas führt und das Prinzip der Verhältnismäßigkeit verletzt. Die häufigen Entnahmen aus dem Dienstplan haben direkte Auswirkungen auf den laufenden Flugbetrieb. Um die entstehenden Lücken im Besatzungsraster zu füllen, muss die Fluggesellschaft verstärkt auf Reservepersonal zurückgreifen. Dies schränkt die Flexibilität bei der Dienstplangestaltung ein und erhöht die Wahrscheinlichkeit von Umbuchungen bei Flugverzögerungen. Die Vertretung der Besatzungen argumentiert, dass betriebliche Ressourcen durch administrative Vorgänge gebunden werden, anstatt die operative Stabilität im Netz von American Airlines zu unterstützen. Um das Ausmaß der Maßnahmen zu dokumentieren, plant die Gewerkschaft in den kommenden Wochen eine systemweite Befragung ihrer Mitglieder. Die Ergebnisse zur Wirkung der neuen Managementstrukturen sollen anschließend der Konzernleitung vorgelegt werden. Vonseiten der Fluggesellschaft wird betont, dass Befragungen

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Entwicklung der Finanzzahlen und Investitionsprogramme bei der Schiphol Group im ersten Halbjahr 2026

Der niederländische Flughafenbetreiber Royal Schiphol Group hat seinen Finanzbericht für das erste Halbjahr 2026 vorgelegt. Das Unternehmen verzeichnete in den ersten sechs Monaten einen Umsatzanstieg von 5,6 Prozent auf 1,3 Milliarden Euro. Das um Neubewertungen von Gewerbeimmobilien bereinigte Ergebnis bewegte sich mit 215 Millionen Euro nahezu auf dem Niveau des Vorjahreszeitraums, als 214 Millionen Euro erzielt worden waren. Demgegenüber steht ein negativer Cashflow nach Investitionen in Höhe von 464 Millionen Euro. Diese Entwicklung ist im Wesentlichen auf umfassende Ausgaben für die Erneuerung der Flughafeninfrastruktur zurückzuführen. Das operative Geschäft der Gruppe wurde im Berichtszeitraum durch witterungsbedingte Flugausfälle zu Jahresbeginn, stark schwankende Kerosinpreise sowie geopolitische Konflikte im Nahen Osten beeinflusst, die zeitweise zu Rückgängen im internationalen Passagierverkehr führten. Struktur und Finanzierung des langfristigen Investitionsprogramms Mit einem Gesamtvolumen von 801 Millionen Euro fielen die Ausgaben der Schiphol Group für die Infrastruktur ihrer Standorte im ersten Halbjahr 2026 höher aus als in vergleichbaren Vorjahreszeiträumen. Die Maßnahmen bilden den Auftakt eines Zehnjahresplans, der für den Zeitraum von 2025 bis 2035 Investitionen von insgesamt zehn Milliarden Euro an den Gruppenflughäfen vorsieht. Zu den betriebenen Standorten gehören neben dem Hauptdrehkreuz Amsterdam-Schiphol auch die Regionalflughäfen Rotterdam Den Haag und Lelystad sowie eine Beteiligung am Flughafen Eindhoven. Ein Teil der Mittel im ersten Halbjahr 2026 entfiel auf vertragliche Regelungen im Rahmen des Schiphol Centre Master Plan. Für die Verlegung und Erneuerung von Gebäudekomplexen in Kooperation mit der Fluggesellschaft KLM leistete die Schiphol Group im Berichtzeitraum Zahlungen in Höhe von 317 Millionen Euro. Zudem flossen Mittel in den Weiterbau des

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Embraer steigert Auftragsbestand im zweiten Quartal 2026

Der brasilianische Luftfahrtkonzern Embraer verzeichnet für das zweite Quartal 2026 ein weiteres Anwachsen seines Auftragsbestands auf 34,5 Milliarden US-Dollar. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum entspricht dies einer Zunahme um 16 Prozent, während gegenüber dem ersten Quartal 2026 ein Plus von 7 Prozent erzielt wurde. Das Wachstum erstreckt sich über mehrere Sparten des Konzerns, wobei insbesondere der Bereich Verteidigung und Sicherheit sowie das Segment der zivilen Verkehrsflugzeuge deutliche Zuwächse aufweisen. Im Segment der zivilen Luftfahrt beläuft sich das Auftragsvolumen auf 15,1 Milliarden US-Dollar. Einen wesentlichen Beitrag dazu leistete eine Nachbestellung der Leasinggesellschaft Azorra über 15 Maschinen des Typs E195-E2. Damit summiert sich die Zahl der Festbestellungen für die E2-Modellreihe auf über 500 Einheiten. Zudem bestätigte das Unternehmen auf der Luftfahrtmesse in Farnborough die Zuordnung von zwei Festaufträgen für den Typ E175 an die japanische Fluggesellschaft Fuji Dream Airlines. Das Verhältnis von Auftragseingang zu Umsatz in dieser Sparte lag in den vergangenen zwölf Monaten bei 1,8. Das militärische Rüstungsgeschäft verzeichnete den stärksten relativen Zuwachs: Hier stieg der Auftragsbestand um 42 Prozent auf 6,1 Milliarden US-Dollar. Maßeinheit für diesen Anstieg ist ein Abkommen mit den Vereinigten Arabischen Emiraten über die Lieferung von zehn Transportflugzeugen des Typs C-390 Millennium sowie Optionen für zehn weitere Einheiten. In der Geschäftsreiseflugsparte erreichte das Bauvolumen 7,8 Milliarden US-Dollar, gestützt durch die behördliche Zulassung der überarbeiteten Modelle Praetor 500E und Praetor 600E durch die Luftfahrtaufsichten in Brasilien, den USA und Europa. Die Sparte Services und Support kletterte auf 5,5 Milliarden US-Dollar, unter anderem durch Servicevereinbarungen mit der kanadischen Jazz Aviation

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