Amely Mizzi

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Amely Mizzi

Ryanair fordert Rücktritt von der Leyens wegen Fluglotsenstreiks

Die Fluggesellschaft Ryanair hat Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen zum Rücktritt aufgefordert, sollte sie weiterhin keine Maßnahmen ergreifen, um den Binnenmarkt für Überflüge während französischer Fluglotsenstreiks zu schützen. Diese Forderung wurde am Dienstag, dem 8. Juli 2025, in einem offenen Brief erhoben, nachdem vergangene Woche „freizeitbedingte“ Sommerstreiks der französischen Flugsicherung zu erheblichen Störungen im europäischen Flugverkehr führten. Die Streiks, die am Donnerstag und Freitag vergangener Woche stattfanden und bis zum Sonntag, 6. Juli, andauerten, resultierten in der Annullierung von rund 1.500 Flügen. Davon waren über 270.000 EU-Bürger betroffen, deren Reisepläne durchkreuzt wurden. Ryanair argumentiert, daß bis zu 90 Prozent dieser Ausfälle hätten vermieden werden können, wenn Überflüge über Frankreich während des Streiks nicht unterbrochen worden wären. Trotz wiederholter Appelle seitens der Luftfahrtbranche habe die Kommissionspräsidentin es versäumt, den Binnenmarkt für den Luftverkehr zu schützen, was Ryanair als untragbar und inakzeptabel bezeichnet. Michael O’Leary, der Geschäftsführer von Ryanair, verfaßte den offenen Brief an von der Leyen. Darin wies er die Behauptung der Kommission zurück, daß die Flugsicherung eine „nationale Zuständigkeit“ sei, während der Schutz des Binnenmarktes für den Luftverkehr klar in die Kompetenz der EU-Kommission falle. O’Leary betonte, daß es inakzeptabel sei, daß der Luftverkehrs-Binnenmarkt Europas wiederholt durch französische Fluglotsenstreiks lahmgelegt werde, während andere Verkehrswege wie Eisenbahnen oder Autobahnen nicht blockiert würden. Er forderte von der Leyen auf, entweder umgehend Maßnahmen zum Schutz von Überflügen zu ergreifen oder ihren Posten zu räumen. Die wiederholten Streiks der französischen Flugsicherung haben in den letzten Jahren immer wieder zu massiven Störungen im europäischen Luftraum

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Explorer erweitert Vertriebswege durch Amadeus Bistro Portal

Der Bausteinveranstalter Explorer, welcher zur Schauinsland-reisen-Gruppe gehört, ist ab sofort im Amadeus Bistro Portal gelistet. Dies soll Reisebüros einen schnelleren und einfacheren Zugang zu maßgeschneiderten Rundreiseangeboten weltweit ermöglichen. Die Integration der flexiblen TripBuilder-Angebote in das Bistro-System stellt eine Erweiterung des Rundreisenbereichs dar und erlaubt eine direkte Buchung sowie individuelle Anpassung der Reisen über die Plattform. Die Entscheidung von Explorer, sich dem Amadeus Bistro Portal anzuschließen, ist eine Reaktion auf die steigende Nachfrage von Reisebüros nach individualisierbaren Reiseangeboten. Solche Angebote sollen sich nahtlos in die bestehenden Beratungs- und Buchungsprozesse der Büros integrieren lassen. Heike Niederberghaus, die Geschäftsführerin von Explorer, äußerte sich erfreut über die Verfügbarkeit der flexiblen Rundreisen im Bistro Portal. Sie betonte, daß dies für die Vertriebspartner weniger Hürden und mehr Möglichkeiten bedeute, um ihren Kunden maßgeschneiderte Reiseerlebnisse anzubieten. Im Rahmen der Einführung sind die Explorer-Angebote in den Kategorien „Rundreise + Flug“ sowie „Nur Rundreise“ verfügbar. Die technische Umsetzung dieser Angebote erfolgt über den Nezasa TripBuilder. Dieses bewährte System ermöglicht es Reisebüros, komplette Reiserouten individuell zu konfigurieren und direkt über die Veranstalterseite zu buchen. Reisebüros sollen hierbei von einer direkten Weiterleitung in den TripBuilder mit persönlichen Anpassungsmöglichkeiten, einer transparenten Provisionierung und einer klaren Unterscheidung zwischen flexiblen und fixen Rundreiseangeboten innerhalb des Systems profitieren. Die neue Option steht allen Nutzern des Amadeus Bistro Portals ab sofort zur Verfügung. Mit dieser Präsenz unterstreicht Explorer seinen Anspruch, moderne Technologiepartnerschaften zu nutzen, um den Vertrieb und die Beratung im Reisebüroalltag gezielt zu stärken. Dies soll zu einer größeren Flexibilität, engeren Zusammenarbeit und höherer Effizienz

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Kontroverses Urteil in Frankfurt: Fluggesellschaften zur Mitnahme verspäteter Passagiere verpflichtet

Ein richtungsweisendes Urteil des Landgerichts Frankfurt am Main (Aktenzeichen: 2-24 S 93/24) hat die Rechte von Flugreisenden gestärkt, die zu spät am Gate erscheinen, aber dennoch versuchen, ihren Flug zu erreichen. Das Gericht entschied, daß Fluggästen unter bestimmten Umständen eine Entschädigung zustehen kann, wenn ihnen der Zustieg verweigert wird, obwohl das Boarding noch nicht abgeschlossen ist. Dieser Entscheid, der im Fall von fünf Reisenden gegen eine Fluggesellschaft erging, sorgt für Diskussionen in der Luftfahrtbranche und könnte weitreichende Konsequenzen für die Abfertigungsprozesse an Flughäfen haben. Das Urteil beleuchtet die feinen Nuancen der Fürsorgepflicht von Fluggesellschaften und die Erwartungen an pünktliches Erscheinen der Passagiere. Der Sachverhalt: Verspätung am Gate und verweigerter Zustieg Der Fall, der vor dem Landgericht Frankfurt verhandelt wurde, betraf eine Klage von fünf Reisenden, die einen Flug von Frankfurt am Main nach Doha gebucht hatten. Auf ihren Boarding-Pässen war klar vermerkt, daß das Gate 20 Minuten vor der planmäßigen Abflugzeit schließen würde. Der Flug sollte um 17:35 Uhr abheben, folglich war die Schließzeit des Gates auf 17:15 Uhr festgelegt. Die fünf Passagiere erreichten das Gate jedoch kurz nach dieser Zeit, woraufhin ihnen ein Mitarbeiter der Fluggesellschaft den Zustieg verweigerte. Die entscheidende Wendung des Falles lag jedoch in der Tatsache, daß das Flugzeug zu diesem Zeitpunkt noch am Flugsteig stand. Zudem warteten noch weitere Passagiere vor dem Zustieg in die Maschine. Diese Umstände waren der Kern der Forderung der fünf Reisenden. Sie verlangten eine Entschädigung von 600 Euro pro Person, gestützt auf die Bestimmungen der europäischen Fluggastrechte-Verordnung (EG) Nr. 261/2004.

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DAT: Interline-Abkommen verbindet Paderborn/Lippstadt wieder global über München

Eine bedeutende Entwicklung für die regionale Luftfahrt in Nordrhein-Westfalen wurde bekannt gegeben: Die dänische Fluggesellschaft DAT und die deutsche Kranich-Airline Lufthansa haben ein Interline-Abkommen für Flüge zwischen Paderborn/Lippstadt und München geschlossen. Ab dem 1. September 2025 können Reisende von und nach Paderborn/Lippstadt ihr Gepäck nahtlos zu weltweiten Zielen durchchecken lassen, die über das Drehkreuz München angeflogen werden. Dieses Abkommen ist das Ergebnis der intensiven Bemühungen der regionalen Initiative Skyhub PAD und stellt eine entscheidende Wiederherstellung der globalen Anbindung für die ostwestfälische Region dar, nachdem die direkte Lufthansa-Verbindung nach München Ende Mai eingestellt worden war. Die Entstehung einer Luftbrücke: Von lokaler Initiative zu globaler Anbindung Die Ankündigung des Interline-Abkommens zwischen DAT und Lufthansa ist der Kulminationspunkt einer bemerkenswerten Kraftanstrengung in der Region Paderborn/Lippstadt. Ende Mai dieses Jahres wurde die langjährige und für die Wirtschaftsregion wichtige Lufthansa-Verbindung zwischen Paderborn/Lippstadt und München eingestellt. Diese Einstellung hinterließ eine spürbare Lücke in der Anbindung des Flughafens Paderborn/Lippstadt an das globale Luftverkehrsnetz, insbesondere im Hinblick auf Langstreckenflüge. Als Reaktion auf diese Lücke entstand die Initiative Skyhub PAD. Getragen von engagierten Unternehmern und Privatpersonen aus der Region Paderborn/Lippstadt, setzte sich diese Gruppe zum Ziel, die wichtige Verbindung nach München wiederherzustellen. Ihr Engagement mündete in einer Partnerschaft mit der dänischen Fluggesellschaft DAT, die nun im Auftrag von Skyhub PAD die Flüge auf dieser Strecke durchführen wird. Dies ist ein bemerkenswertes Beispiel dafür, wie regionale Akteure durch Eigeninitiative eine kritische Infrastruktur für ihre Wirtschaftsregion sichern können. Christoph Plass, Vorsitzender des Beirats von Skyhub PAD, äußerte sich erfreut über den

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Europäische Flughäfen im Mai 2025: Passagierwachstum hält an, Frachtverkehr rückläufig

Der europäische Flughafenverband ACI Europe hat seinen Luftverkehrsbericht für Mai 2025 veröffentlicht, der ein anhaltendes Passagierwachstum, jedoch auch einen deutlichen Rückgang im Frachtverkehr auf dem europäischen Flughafenmarkt aufzeigt. Das Passagieraufkommen im europäischen Flughafennetz stieg im Mai im Vergleich zum Vorjahresmonat um 3,4 Prozent. Damit liegt das Volumen insgesamt 8 Prozent über dem Niveau vor der Pandemie im Mai 2019. Dieses Wachstum wurde ausschliesslich durch den internationalen Passagierverkehr getragen, welcher um 4,3 Prozent zulegte, während der inländische Passagierverkehr leicht um 0,2 Prozent zurückging. Auffällig ist, daß Flughäfen ausserhalb des EU+-Marktes im Mai ein überdurchschnittliches Passagierwachstum von 6 Prozent erzielten. Dies spiegelt die dynamische Entwicklung in Ländern wie Moldawien (+41,9 %), Bosnien und Herzegowina (+30,5 %), Georgien (+23,4 %), Israel (+17,5 %) und Kasachstan (+14,5 %) wider. Die Wachstumsdynamik der türkischen Flughäfen liess hingegen nach (+1,8 %), und die Flughäfen in Russland verzeichneten sogar rückläufige Passagierzahlen (-9,2 %). Innerhalb des EU+-Marktes, der ein Passagierwachstum von 2,9 Prozent aufwies, zeigten die Flughäfen im östlichen Teil der EU die besten Ergebnisse, insbesondere in der Slowakei (+33 %), Ungarn (+15,3 %), Polen (+13,7 %) und Slowenien (+13,5 %), sowie auf Zypern (+10,9 %). Deutschland (+0,8 %) und Frankreich (+0,7 %) schnitten aufgrund hoher nationaler Luftverkehrssteuern unterdurchschnittlich ab. Länder wie Estland, Luxemburg, Schweden, die Schweiz und Norwegen verzeichneten sogar rückläufige Zahlen. Olivier Jankovec, Generaldirektor von ACI Europe, kommentierte, daß der Passagierverkehr im Mai stabil geblieben sei, da die Verbraucher weiterhin Reisen und Freizeit priorisierten. Dies verheisse Gutes für die kommende Hochsaison im Sommer. Allerdings werde die

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Reisetrends der Österreicher 2025: Japan boomt, USA verlieren an Gunst

Die Reiselandschaft der Österreicher hat sich im ersten Halbjahr 2025 markant gewandelt, wie eine aktuelle Analyse der Reiseversicherungsvergleiche des Portals Durchblicker.at offenbart. Nicht nur sind Reisen durchschnittlich länger und um rund 20 Prozent teurer geworden, sondern es zeichnen sich auch deutliche Verschiebungen bei den bevorzugten Destinationen ab. Japan erlebt einen regelrechten Boom, befeuert durch einen schwachen Yen und Großereignisse, während Thailand vom sogenannten „White Lotus Effekt“ profitiert. Im Gegensatz dazu verlieren die Vereinigten Staaten merklich an Beliebtheit, was auf politische Unsicherheiten und den sogenannten „Trump-Effekt“ zurückgeführt wird. Diese Entwicklungen unterstreichen, wie vielfältige Faktoren – von Währungsschwankungen über populäre Kulturphänomene bis hin zu politischen Entwicklungen – die Entscheidungen der Reisenden maßgeblich beeinflussen. Japan im Aufwind: Schwacher Yen und die Weltausstellung als Magnet Japan ist das diesjährige Überraschungsziel und verzeichnete das stärkste Beliebtheitsplus von beeindruckenden 39 Prozent bei den Reiseversicherungsvergleichen. Dieser Trend ist maßgeblich durch zwei Faktoren befeuert: zum einen durch den schwachen Yen, der Reisen in das Land der aufgehenden Sonne für Euro-Touristen deutlich erschwinglicher macht. Eine schwache Landeswährung bedeutet, daß der Euro eine höhere Kaufkraft besitzt und somit Hotelübernachtungen, Gastronomie und lokale Aktivitäten günstiger werden. Dieser finanzielle Vorteil ist für viele Reisende ein entscheidendes Argument bei der Wahl der Destination. Zum anderen trägt ein bedeutendes kulturelles Großereignis zum Japan-Boom bei: die Weltausstellung 2025 in Osaka. Solche internationalen Ausstellungen ziehen traditionell Millionen von Besuchern an und rücken das Gastgeberland ins Zentrum der globalen Aufmerksamkeit. Die Kombination aus attraktiver Währung und einem kulturellen Höhepunkt scheint eine unwiderstehliche Mischung für österreichische Urlauber darzustellen.

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Maschseefest 2025 lädt zum 38. Male nach Hannover ein

Das Ufer des Maschsees in Hannover wird sich vom 30. Juli bis zum 17. August 2025 erneut in eine sommerliche Flaniermeile verwandeln, wenn das Maschseefest zum 38. Male seine Pforten öffnet. Das traditionsreiche Open-Air-Erlebnis lockt mit einem vielfältigen Programm aus musikalischer Unterhaltung, internationaler Gastronomie und entspannter Atmosphäre. Als fester Höhepunkt im Veranstaltungskalender der Stadt zieht das Fest jährlich Gäste aus dem gesamten Bundesgebiet und den europäischen Nachbarländern an. Die Eröffnung am 30. Juli wird durch eine bunte Parade am Nordufer gestaltet, angeführt von den Gruppen Stelzen-Art und Confusao, die mit majestätischen Sommerinsekten, verspielten Raupen und eleganten Blüten die Uferpromenade bevölkern werden. Musikalisch wird der Auftakt von DJane Acid Burrito und DJ Ajicero mit tropischen Klängen und Rhythmen sowie Live-Percussion von Mystical Mo begleitet, gefolgt von den Italo-World-Grooves von Brazzo Brazzone. Zu den musikalischen Höhepunkten auf der Maschseebühne am Nordufer gehört der Auftritt des Popkünstlers Myller am 1. August. Am 2. August eröffnet die Coverband Munique traditionell das Musikprogramm. Erstmals bespielt am 8. August RADIO BOLLERWAGEN die Maschseebühne, präsentiert von Moderator Ruven Rintelmann und weiteren Künstlern. Das letzte Wochenende gestaltet Radio 21 mit Reckless Roses (Guns N‘ Roses Tribute) aus Budapest am 16. August und der Partyband Jetlags. Des Weiteren treten Künstler wie Mr. President Delroy Rennals und Juliano Rossi (Oliver Perau) mit Swing-Klängen auf. Die musikalische Vielfalt erstreckt sich über das gesamte Festgelände. Am Hamborger Veermaster sorgen Shanty- und Seemannschöre für maritime Stimmung, ergänzt durch Auftritte von Küstenkünstlern wie Lui & Fiete. Die „Leineshippers ut Hannover“ feiern dort am 10.

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Flughafen Weeze verzeichnet starken Passagierzuwachs im ersten Halbjahr 2025

Der Flughafen Niederrhein, auch bekannt als Airport Weeze, blickt auf ein erfolgreiches erstes Halbjahr im Jahre 2025 zurück. Von Januar bis Juni nutzten insgesamt 1.019.945 Passagiere den Airport, was einem beachtlichen Zuwachs von 18 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht. Besonders die Monate Mai und Juni erwiesen sich mit jeweils über 229.000 Fluggästen als ausserordentlich stark und bescherten dem Flughafen neue Monatsrekorde. Flughafen-Geschäftsführer Dr. Sebastian Papst äusserte sich optimistisch zum weiteren Jahresverlauf und verwies auf den stabilen Sommerflugplan. Die bisherigen Passagierzahlen, die rund 18 Prozent über dem Vorjahr liegen, stimmen ihn zuversichtlich, daß das Gesamtjahr 2025 ein neues Spitzenergebnis erreichen könnte. Dieser positive Trend wird auch durch den Beginn der nordrhein-westfälischen Sommerferien gestützt, für die der Flughafen gut gebuchte Reisezeiten erwartet. Vom 11. Juli bis zum 26. August 2025 sind insgesamt 1.063 Passagierflüge geplant, wodurch rund 190.000 Fluggäste erwartet werden – ein Zuwachs von etwa 3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Wie bereits im Jahre 2024 dominieren auch in diesem Sommer klassische Mittelmeerziele die Liste der beliebtesten Reisedestinationen ab Weeze. Palma de Mallorca führt die Liste mit über 100 geplanten Flügen an, gefolgt von Girona mit 81 Abflügen und Alicante mit 60 Flügen. Auch Málaga und Zadar gehören zu den am häufigsten bedienten Strecken vom Airport Weeze. Der Flughafen Weeze hat sich in den vergangenen Jahren als wichtiger Hub für Billigfluggesellschaften in der Region Niederrhein etabliert und profitiert von seiner geographischen Lage nahe der niederländischen Grenze sowie seiner Konzentration auf den Touristikverkehr. Für eine entspannte Anreise während der Hauptreisezeit empfiehlt der

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Air France-KLM strebt Mehrheitsbeteiligung an SAS an

Der Luftfahrtkonzern Air France-KLM beabsichtigt, seinen Anteil am Aktienkapital der skandinavischen Fluggesellschaft SAS von derzeit 19,9 Prozent auf 60,5 Prozent zu erhöhen. Dies soll durch die vollständige Übernahme der Anteile der Investmentfirmen Castlelake und Lind Invest geschehen. Die geplante Transaktion unterstreicht den erfolgreichen Turnaround von SAS und die positiven Ergebnisse der bereits im Jahre 2024 begonnenen kommerziellen Zusammenarbeit. Das Vorhaben bedarf noch der Genehmigung durch die zuständigen Behörden und soll voraussichtlich in der zweiten Jahreshälfte 2026 abgeschlossen werden. Die Entscheidung von Air France-KLM, die Mehrheitsübernahme an SAS einzuleiten, folgt auf eine bereits im Sommer 2024 gestartete kommerzielle Kooperation. Diese umfasste erweiterte Codeshare- und Interline-Vereinbarungen zwischen SAS, Air France und KLM, welche durch den Beitritt von SAS zur SkyTeam-Allianz zusätzlich gestärkt wurden. Sollten alle notwendigen Bedingungen erfüllt sein, würde Air France-KLM die Anteile von Castlelake und Lind Invest vollständig übernehmen. Der dänische Staat wird seinen Anteil von 26,4 Prozent an SAS und seine Sitze im Verwaltungsrat behalten. Die Bewertung der geplanten Investition von Air France-KLM in SAS wird zum Abschluss der Transaktion auf Grundlage der jüngsten Finanzergebnisse von SAS, einschliesslich des EBITDA und der Nettoverschuldung, erfolgen. Dieser strategische Schritt soll das Synergiepotential beider Fluggesellschaften voll ausschöpfen und die Expansion des Konzerns auf dem skandinavischen Markt bestätigen. Eine umfassende Integration in allen Geschäftsbereichen, einschliesslich des Kundenbindungsbereichs, wird angestrebt und soll über die bisherigen kommerziellen Aktivitäten hinausgehen. Mit der Mehrheitsbeteiligung würde Air France-KLM die Kontrolle über SAS erlangen, die dann eine Tochtergesellschaft der Air France-KLM-Gruppe wird. Der Konzern würde zudem die Mehrheit der

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BER verzeichnet Passagierzuwachs im ersten Halbjahr 2025 – Ryanair-Rückzug spürbar

Der Hauptstadtflughafen BER hat im ersten Halbjahr des Jahres 2025 einen Anstieg der Passagierzahlen verzeichnet. Von Januar bis Juni starteten und landeten insgesamt 12.1 Millionen Reisende am Flughafen Berlin Brandenburg. Dies entspricht einem Zuwachs von zwei Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Trotz dieser positellen Entwicklung konnte das Vorkrisenniveau des Referenzjahres 2019, das als wichtige Vergleichsgrösse in der Tourismusbranche dient, noch nicht wieder erreicht werden. Die Anzahl der Flugbewegungen, also Starts und Landungen, stieg im Jahresvergleich von rund 87.000 auf 92.500. Zum Vergleich: Im ersten Halbjahr 2019 zählten die damaligen Berliner Flughäfen Tegel und Schönefeld zusammen noch gut 17.5 Millionen Passagiere bei etwa 145.000 Starts und Landungen. Das Auseinanderklaffen dieser Zahlen zeigt, daß das Passagieraufkommen pro Flug am BER zugenommen hat, das Gesamtvolumen des Berliner Luftverkehrs jedoch noch unter dem Niveau vor der Coronapandemie liegt, welche zu tiefgreifenden Veränderungen in der Reisebranche führte. Ein wesentlicher Faktor für das noch nicht erreichte Vorkrisenniveau ist der Rückzug von Ryanair. Pressesprecher Axel Schmidt erklärte, daß die Reduzierung der Ryanair-Flüge am BER im Sommerflugplan „voll durchschlage“. Er führte dies auf die hohen staatlichen Steuern und Gebühren in Deutschland zurück, die im europäischen Ausland deutlich niedriger seien und Ryanair zu einer Reduzierung ihrer Flüge veranlasst hätten. Demzufolge hat Ryanair ihr Sitzplatzangebot am BER im Sommerflugplan 2025 um rund 18 Prozent reduziert, was etwa 329.000 weniger Plätze zwischen April und Oktober bedeutet. Mit verbleibenden 1.54 Millionen Plätzen liegt Ryanair nun hinter Easyjet (1.56 Millionen Plätze) und vor Eurowings (0.99 Millionen) sowie Lufthansa (0.87 Millionen) am BER. Finanziell

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